Theo Adam 1926 – 2019 Kurznachruf

Januar 12, 2019

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am Samstag, 12. Januar 2019

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Theo Siegfried Adam wurde am 1. August 1926 in Dresden und ist jetzt 92-jährig, am 10. Januar daselbst gestorben. Er war als deutscher Opernsänger als Bassbariton sowie Opernregisseur einer der größten Meister seines Faches.

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Theo Adam lebte in Dresden-Loschwitz, war verheiratet und hatte drei Kinder (Zwillinge und einen weiteren Sohn). Er starb nach langer Krankheit in einem Pflegeheim in seiner Heimatstadt Dresden.

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Theo Adam, Sohn eines Dekorationsmalers, war von 1937 bis 1944 Mitglied des Dresdner Kreuzchores und erhielt dort seine erste musikalische Ausbildung. Nach dem Abitur wurde er Soldat der Wehrmacht und geriet in Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 war er Neulehrer in Dresden, nahm privaten Gesangsunterricht bei Rudolf Dittrich und erhielt 1949 ein Engagement an der Staatsoper Dresden. Er debütierte mit dem Eremiten aus Carl-Maria von Webers Oper „Der Freischütz“. Bereits 1952 sang er erstmals bei den Bayreuther Festspielen. Bis 1980 gastierte er regelmäßig in Bayreuth und sang alle Wagner-Partien seines Fachs.

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1953 wurde Adam Ensemble-Mitglied der Berliner Staatsoper. Seit 1954 hatte er ständige Gastverträge an der Städtischen Oper Frankfurt am Main, der Wiener Staatsoper und der Londoner Covent Garden Opera, wo er 1967 erstmals Wotan in Wagners „Ring des Nibelungen“ sang. 1955 wurde er zum Kammersänger ernannt. 1963 debütierte er mit der Partie des Hans Sachs in den „Meistersingern von Nürnberg“ an der metropolitan Opera New York. 1969 sang er erstmals Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Von 1981 bis 1999 wirkte er bei den Salzburger Festspielen. Der Bassbariton erreichte Weltgeltung vor allem mit Opern-Partien von Wagner und Strauss, als Interpret von Liedern von Brahms, Schubert, Richard Strauss und Wolf sowie als Oratoriensänger. Weit über 100 Partien hat Adam im Laufe seiner Karriere erarbeitet. Insbesondere seine Interpretation des Wotan im Ring des Nibelungen, den er unter anderem von 1963 bis 1975 bei den Bayreuther Festspielen sang, hat Maßstäbe gesetzt.

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Neben der Erarbeitung klassischer Partien seines Fachs engagierte er sich auch für die Moderne: er sang u. a. Wozzeck in der gleichnamigen Oper von Alban Berg, Doktor Schön und Schigolch in Bergs „Lulu“, Cadmos in Hans Werner Henzes „Bassariden“ sowie die Titelrollen in Paul Dessaus „Einstein“ und Ernst Kreneks „Karl V.“ 1981 gestaltete er die Titelpartie in der Uraufführung von Friedrich Cerhas Baal mit den Wiener Philharmonikern und Christoph von Dohnányi. In konzertanten Aufführungen sang Theo Adam u. a. in Penthesilea von Othmar Schoeck (1982), „Dantons Tod“ von Gottfried von Einem (1983) und in „Die Gezeichneten“ von Franz Schreker (1984).

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Seit 1972 trat Theo Adam auch als Opernregisseur in Erscheinung. Er inszenierte an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Staatsoper München und an er Dresdner Semperoper Werke von Wagner, Mozart, Tschaikowski und Strauss. Ab 1977 hatte Adam eine eigene Sendung im Fernsehen der DDR.

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Theo Adam erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen. 1977 wurde ihm die Große Goldmedaille des Cercle Nationale Richard Wagner verliehen. Von 1978 bis 1991 war er Mitglied der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik (ab 1990 Akademie der Künste zu Berlin). 1979 wurde er Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

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Adam gehörte ab 1982 dem Musikrat der DDR an und war zudem Präsident des Kuratoriums der Staatsoper Dresden. Für sein Wirken wurde er mit dem Nationalpreis der DDR (1969), mit der Johannes R. Becher-Medaille (1979), mit dem Vaterländischen Verdientsorden in Gold (1984) ausgezeichnet. Den anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums am 7. Oktober 1989 verliehenen

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Großen Stern der Völkerfreundschaft gab er im Dezember 1989 mit der Begründung zurück, „die Empörung über die jetzt bekannt werdenden Machenschaften einer korrupten Staatsführung“ veranlasse ihn zu diesem Schritt.

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1990 wurde Adam Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates und 1994 Ehrenmitglied der Semperoper in Dresden. 1995 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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