Politik als Beruf von MAX WEBER mit Windbeuteln

April 7, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9106

am Montag, den 8. April 2019

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„POLITIK ALS BERUF“ lautet der Titel eines Vortrages des Politologen MAX WEBER, im Jahr 1919 vor Studenten in Preußen gehalten, der den Katalog der Beachtlichkeiten behandelt, den Wahlbürger der Gesinnungen und Politiker der Verantwortungen über Gewaltpraxis im Staat kennen sollten.

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Aus POLITIK ALS BERUF folgt hier eine zitierte, kurz kommentierte POINTE.

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MAX WEBER wird unqualifizierter Weise heute oft als SOZIOLOGE angesprochen. Ich korrigiere diese Zuordnung mit dem Argument, WEBER hat sich stets um politische Themen gesorgt und hat stets auch politologisch bzw. empirisch-politisch gewertet. MAX WEBERS sozialen Ansagen waren selten soziologischer Wissenschaft bzw. schon gar nicht empirischer Soziologie entsprungen bzw. nicht da angebunden – nebenbei gesagt, MAX WEBER übte keine wissenschaftliche Soziologie aus, hatte solche auch nirgends erlernt oder studiert, weder methodisch oder in wissenschaftlichen Verfahren, sondern vielmehr schwadroniert MAX WEBER mit Mutterwitz und Bauernschläue durch im Spagat zwischen Lebensmüdigkeit und Alkohol und seinen nüchternen bzw. ernüchternden Lebenserfahrungen herum. Indem sich heute viele Leute, die keine Ahnung davon haben, anmaßen, über soziologisches Verständnis für politische Wertungen zu verfügen, stempelt man MAX WEBER das Etikett SOZIOLOGIE auf, weil seine Exkurse meist mehr Relevanz in der Wirklichkeit hatten, als Theorien oder Programme die BERUFSPOLITIK proklamierten.

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S. 92 „… Mit dem Datum des Geburtsscheines bei Diskussionen überstochen zu werden, habe auch ich mir nie gefallen lassen; aber die bloße Tatsache, dass einer 20 Jahre zählt und ich über 50 bin, kann mich schließlich auch nicht veranlassen zu meinen, das allein wäre eine Leistung, vor der ich in Erfurcht ersterbe. Nicht das Alter macht es. Aber allerdings. die geschulte Rücksichtslosigkeit des Blickes in die Realitäten des Lebens und die Fähigkeit, sie zu ertragen und ihnen innerlich gewachsen zu sein.

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Wahrlich: Politik wird zwar mit dem Kopf, aber ganz gewiss nicht nur mit dem Kopf gemacht. Darin haben die Gesinnungsethiker durchaus Recht. Ob man aber als Gesinnungsethiker oder als Verantwortungsethiker handeln soll, und wann das eine und das andere, darüber kann man niemandem Vorschriften machen. Nur eins kann man sagen: wenn jetzt in diesen Zeiten einer, wie Sie glauben, nicht „sterilen“ Aufgeregtheit – aber Aufgeregtheit ist eben doch und durchaus nicht immer echte Leidenschaft -, wenn da plötzlich die Gesinnungspolitiker massenhaft in das Kraut schießen mit der Parole:

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„Die Welt ist dumm und gemein, nicht ich; die Verantwortung für die Folgen trifft nicht mich, sondern die andern, in deren Dienst ich arbeite, und deren Dummheit oder Gemeinheit ich ausrotten werde“, so sage ich offen:

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dass ich zunächst einmal nach dem Maße des inneren Schwergewichts frage, das hinter dieser Gesinnungsethik steht, und den Eindruck habe:

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dass ich es in neun von zehn Fällen mit Windbeuteln zu tun habe, die nicht real fühlen, was sie auf sich nehmen, sondern sich an romantischen Sensationen berauschen.

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Das interessiert mich menschlich nicht sehr und erschüttert mich ganz und gar nicht. Während es unermesslich erschütternd ist, wenn ein reifer Mensch einerlei ob alt oder jung an Jahren -, der diese Verantwortung für die Folgen real und mit voller Seele empfindet und verantwortungsethisch handelt, an irgendeinem Punkt sagt: „Ich kann nicht anders, hier stehe ich.“ Das ist etwas, was menschlich echt ist und ergreift. denn diese Lage muss freilich für jeden von uns, der nicht innerlich tot ist, irgendwann eintreten können. Insofern sind Gesinnungsethik und Verantwortungsethik nicht absolute Gegensätze, sondern Ergänzungen, die zusammen erst den echten Menschen ausmachen, den, der den „Beruf zur Politik“ haben kann.

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Und nun, verehrte Anwesende, wollen wir uns nach zehn Jahren über diesen Punkt einmal wieder sprechen. Wenn dann, wie ich leider befürchten muss, aus einer ganzen Reihe von Gründen, die Zeit der Reaktion längst hereingebrochen und von dem, was gewiss viele von Ihnen und, wie ich offen gestehe, auch ich gewünscht und gehofft haben, wenig, vielleicht nicht gerade nichts, aber wenigstens dem Scheine nach wenig in Erfüllung gegangen ist – das ist sehr wahrscheinlich, es wird mich nicht zerbrechen, aber es ist freilich eine innerliche Belastung, das zu wissen – dann wünsche ich wohl zu sehen, was aus denjenigen von Ihnen, die jetzt sich als echte „Gesinnungspolitiker“ fühlen und an dem Rausch teilnehmen, den diese Revolution bedeutet, – was aus denen im inneren Sinne des Wortes „geworden“ ist. Es wäre ja schön, wenn die Sache so wäre, dass dann Shakespeare 102. Sonett gelten würde:

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Damals war Lenz und unsere Liebe grün,

Da grüßt‘ ich täglich sie mit meinem Sang,

So schlägt die Nachtigall in Sommers Blühn –

Und schweigt den Ton in reifrer Tage Gang.

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Aber so ist die Sache nicht. Nicht das Blühen des Sommers liegt vor uns, sondern zunächst eine Polarnacht von eisiger Finsternis und Härte, mag äußerlich jetzt siegen welche Gruppe auch immer. Denn: wo nichts ist, da hat nicht nur der Kaiser, sondern auch der Proletarier sein Recht verloren. Wenn diese Nacht langsam weichen wird, wer wird dann von denen noch leben, deren Lenz jetzt scheinbar so üppig geblüht hat? Und was wird aus Ihnen allen dann innerlich geworden sein? Verbitterung oder Banausentum, einfaches stumpfes Hinnehmen der Welt und des Berufes oder, das dritte und nicht Seltenste: Mystische Weltflucht bei denen, welche die Gabe dafür haben, oder – oft und übel – sie als Mode sich anquälen? In jedem solchen Fall werde ich die Konsequenz ziehen: die sind ihrem eigenen Tun nicht gewachsen gewesen, nicht gewachsen auch der Welt, so wie sie wirklich ist, und ihrem Alltag:

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Sie haben den Beruf zur Politik, den sie für sich in sich glaubten, objektiv und tatsächlich im innerlichsten Sinn nicht gehabt. Sie hätten besser getan, die Brüderlichkeit schlicht und einfach von Mensch zu Mensch zu pflegen und im übrigen rein sachlich an ihres Tages Arbeit zu wirken.

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Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Es ist ja durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, dass man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre. Aber der, der das tun kann, muss ein Führer und nicht nur das, sondern auch – in einem sehr schlichten Wortsinn – ein Held sein. Und auch die, welche beides nicht sind, müssen sich wappnen mit jener Festigkeit des Herzens, die auch dem Scheitern aller Hoffnungen gewachsen ist, jetzt schon, sonst werden sie nicht imstande sein, auch nur durchzusetzen, was heute möglich ist. Nur wer sicher ist, dass er daran nicht zerbricht, wenn die Welt, von seinem Standpunkt aus gesehen, zu dumm oder zu gemein ist für das, was er ihr bieten will, dass er all dem gegenüber: „dennoch!“ zu sagen vermag, nur der hat den „Beruf“ zur Politik.“

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Dietmar Moews meint: Ich würde mich freuen, dass hier auch weniger geübte Leserinnen und Leser einsteigen, zu ermessen, wie sehr sie das schwimmende Prinzip von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik bei sich selbst erleben und hiermit zielführend – also lebensbejahend – umzugehen vermögen.

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Und eigentlich hat es MAX WEBER – in einem Vortragssaal zum Auditorium geredet – sehr brüsk ausgedrückt: „neun von zehn Fällen mit Windbeuteln“ – um dann doch aus dem Wirkungskomplex die dialektische Schärfe herauszunehmen:

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Anforderung an Politik (und an Politik als Beruf) ist letztlich immer VERANTWORTUNG in der Durchsetzung von GEWALT -.

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Dafür hat der politische Mensch (nicht nur der Berufspolitiker) auf wirkliche Daseinsvorsorge und Zukunftsgestaltung seine GESINNUNG einzustimmen.

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Der alte Meisterspruch:

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Wenn alle treu auf ihre Pflichten sehen … dann wird der Handwerk Segen sie begleiten.“

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Kann noch immer, nach 100 Jahren, die politische Lebenserfahrung von MAX WEBER als Folie genutzt werden, wenngleich sich Organisationsformen (der Verantwortungsentkopplung durch intermediäre NGO) und die entkoppelte digitale Echtzeit-Kommunikation, inzwischen zu veränderten Steuerungs- und Kontrollpraktiken bzw. zu juristisch-kaufmännischen Schattenspielen entwickelt worden sind. Hinzu kommen die globalen Dimensionen des politischen Verkehrs und die geschwächten nationalen Selbstbestimmungen.

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Wer allerdings mit totalitärer Rechnerkapazität und KI (Künstlicher Intelligenz) die Neugeborenen mit ihrer menschlichen Intelligenzkapazität in alle zukünftige Ewigkeit übertölpelt, wird – wie immer bei geschlossenen Technologien (s. Atomtechnik) – den Geist nicht mehr in die Flasche zurück bringen können, den er heraus-digitalisiert hat.

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Das ist historisch das Ende dieser Geschichte.

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Nun wird auf die neue Geschichte mit KI digital gehofft. Das ist bereits gescheitert, wie die Atombomben – nur anders, denn es wird profithalber eingesetzt.

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DFB FEX REINHARD GRINDEL zockt weiter ab

April 7, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9104

am Montag, den 8. April 2019

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Dass zunächst die NAZIS und anschließend die Katholiken der CDU den Deutschen Fußball Bund führten liegt an dem sinnvollen Prinzip, dass ein Verband durch sein Führungspersonal verkörpert werden sollte, damit der Gemeinschaftsgeist gut funktioniert.

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Es darf wohl allgemein angenommen werden, dass der DFB nicht ein einfaches Abbild der Gesellschaft ist, sondern dass die Fußball-Verbandsmitglieder geringeren Bildungsschichten und mobartigen Bewusstseinslagen anhängen, als ein gesellschaftlicher Durchschnitt ausdrückt. Dieses kommt sehr manifest durch die sehr sozialdynamischen Fan-Gruppen, Hooligans und rechtsradikalen Gesinnungsformen unter den Fußballsportlern, den Fußballanhängern und entsprechend in der Fußball-Publizistik, zum Ausdruck.

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Ganz entsprechend sind die halbseidenen Sozialtypen, die bei DFB als Verbandsrollenträger bekannt wurden, von den Präsidenten und Vorständen bis zu den Presse- und Kommunikationsrollen, stets mit rechten Wertvorstellungen bzw. werden laufend durch solchen Proklamationen dokumentiert. Dadurch geraten bereits die jüngsten Vereins-Fußballkinder in die Ausstrahlungskreise der rechten Grundpositionen, wie verlangter Opportunismus, starke und harte Attitüden, Scharfmacherei. Nicht zu vergessen, dass die Sportbegeisterten hingebungsvoll Fußball lieben, dazu aber meist nicht Lust haben Fußball-Verbandspolitik zu studieren. Da kommt auch Alltagsethik als „Anstand unter Kumpels“ sehr schon zu kurz.

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Der CDU-Kader, Abhängiger der CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung und Bundestags-Abgeordneter der CDU, Reinhard Grindel, trat durch seine CDU-Karriere in das Sport-Funktionärswesen ein, wo er heute als DFB-Vereinsmitglied in Rotenburg/Wümme, aber auch bei der FIFA und bei der UEFA höchstbezahlte Rollen innehat, die er trotz seines DFB-„Rausschmisses“ weiter nutzen darf.

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Am 29. März 2019 berichtete DER SPIEGEL dass Grindel von Juli 2016 bis Juli 2017 als Aufsichtsratsvorsitzender der DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft tätig gewesen war und dafür eine Summe von insgesamt 78.000 Euro erhalten hatte, ohne dies öffentlich anzugeben. In diesem Zeitraum hatte er an lediglich zwei Sitzungen teilgenommen.

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Nach Amtsantritt im April 2016 als DFB-Chef erhielt er 4.400 Euro monatlich, dazu 7.200 Euro Aufwandsentschädigung und 7.200 Euro Verdienstausfall.

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Auf die Zahlung des Verdienstausfalls verzichtete Grindel im April 2017 nach seiner Wahl in die Entscheidungsgremien von Fifa und Uefa, wofür er 500.000 Euro im Jahr erhielt. Trotzdem erhielt er bis Juli 2017 weiter Geld der DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft.

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Bei der Abstimmung zur Novelle des § 108e STGB zur Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung am 23. April 2014 war Grindel einer von sieben Abgeordneten, die sich enthielten, drei stimmten gegen die Novelle, während 582 Abgeordnete dem Gesetz zustimmten. Zudem wurde er wegen seiner Doppelrolle als DFB-Funktionär und Mitglied des Sportausschusses kritisiert.

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Grindel votierte quasi für Straffreiheit, wenn sich ein gewählter Stellvertreter bestechen lässt. So einen macht man nicht zum DFB-Präsidenten.

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Vom SPIEGEL wurde Grindel 2016 in einem Artikel über sein Verhalten vor der Wahl zum DFB-Vorsitzenden große Jovialität und knallharte Ellenbogenmentalität zugeschrieben, ferner sah man ihn dort als jemanden, der seinen Willen mit bösen Briefen, ruppigen Telefonaten oder Drohungen durchsetze. Selbst bei banalen Vorgängen habe er massiven Druck ausgeübt. Er sei als meinungsflexibel und immer dann nachgebend beschrieben worden, wenn es ihm persönlich nutze. Da er politisch eher meist die Probleme der Zuwanderung betone, fördere er die Integration von Migranten in den DFB eher nicht

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Reinhard Grindel ist Mitglied des Rotenburger SV; er war zeitweise Pressewart im Vorstand des Klubs. Von 2011 bis 2014 war er 1. Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Robert-Enke-Stiftung. Von Oktober 2013 bis April 2016 war er als Schatzmeister im Präsidium des DFB tätig.

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Nachdem Grindel im November 2015 von der Amateurfraktion des DFB als Nachfolgekandidat des (wegen untransparenten und vertuschten Großgeld-Transfers) zurückgetretenen Wolfgang Niersbach nominiert worden war, wurde er am 15. April 2016 zum DFB-Präsidenten gewählt.

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Seit 2017 ist er außerdem Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und UEFA-Vizepräsident, ferner Mitglied des FIFA-Rats.

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Am 2. April 2019 trat Grindel mit sofortiger Wirkung vom Amt als DFB-Präsident zurück. Er blieb als DFB-Vertreter in seinen Posten bei FIFA und UEFA.

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Er begründete seinen Rücktritt unter anderem mit der anhaltenden Kritik an seinem, so wörtlich, „wenig vorbildlichen Handeln“ in Zusammenhang mit der umstrittenen Annahme einer Luxusuhr als Geschenk eines ukrainischen Oligarchen, mit der er Vorurteile von Korruption und Käuflichkeit gegenüber haupt- oder ehrenamtlich Tätigen im Fußball bestätigt habe.

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Im Vorfeld seines Rücktritts war zudem vermehrt Kritik an Grindels Amtsführung als Präsident laut geworden. Unter anderem wurde ihm die Nichtangabe von Zusatzeinkünften von über 78.000 Euro als Aufsichtsratschef der DFB-Medien Verwaltungsgesellschaft bei Amtsantritt vorgeworfen. Zudem stand Grindel wiederholt wegen seiner öffentlichen Kommunikation und dem unsouveränen Umgang mit Medien (als ausgebildeter ZDF-Profi) in der Kritik, nachdem er ein Interview mit der Deutschen Welle wegen ihm missfallender Fragen abgebrochen hatte. Bereits seit Sommer 2018 war Grindel wegen seines öffentlichen Umgangs mit dem deutsch-türkischen Nationalspieler Mesut Özil umstritten.

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Ungeachtet seines Rücktritts als DFB-Präsident klebt Grindel weiter am Fußball-Funktionärstum in seinen Funktionen als Mitglied des FIFA-Rates und als Vize-Präsident des Exekutivkomitees der UEFA – wer versteht das? – vermutlich weiß das keiner bei BILD.de.

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Dietmar Moews meint: Wenn sich keine Partei (CDU) oder Kirche (Scientologie) um das geeignete SALONPERSONAL kümmert, dass solche Verbands-Präsidenten spielen kann, dann machen es die Verbände selbst. Die schrecklichsten Beispiele, die unsere Geschichte aufweist, ob diverse Päpste, die mit Anti-Babypillen Handel trieben oder BOXVERBÄNDE, die auf Mitgliedsversammlungen Saalschlachten verrichteten, sind nicht viel gruußiger als dieser DFB, der ja als nationaler Verband die europäische UEFA wie auch die weltweite FIFA mitverkörpert.

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Da sagt doch der altnationale Mittelstürmer aus Gelsenkirchen, Klaus Fischer, der immerhin einer der gerichtlich festgestellten Bestechungsspieler war, bei der der Offenbacher CANELLAS seinen fußballgeschichtlichen Eintrag buchen konnte, jetzt bei der WUNDERELF im Dortmunder DFB-MUSEUM, dass das mit dem DFB-Präsidenten GRINDEL anders hätte laufen sollen.

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Ja – frage ich – sind denn die Millionen Euro jährlich an Grindel, von FIFA, UEFA und DFB, nicht wirklich eher zu viel BEZAHLUNG, als eine Aufforderung zum Leistungsbewusstsein, ein „guter Präsident“ im Eherenamt zu sein? – Klare Antwort: Zu wenig Ehre, zu viel Geld.

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Dortmunder Westfalenhalle 1985

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Bohème und Dienstklasse als totalitäre moderne Sozial-Telematik

März 20, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9038

am Mittwoch, den 20. März 2019

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Liebere Leserin und liebster Leser.

Ich habe mir wieder viel Mühe gegeben, die 26 Buchstaben so zu mischen, dass es mehr ist als nur ein unsortiertes Alphabet. Nun genügt es aber nicht die Buchstaben zu Worten zusammenzusetzen, sondern es soll auch noch im Zusammenhang der Sätze den Worten Bedeutung entnommen werden – nicht jeder, wie er will (narrativ), sondern, um zu verstehen, was hier gemeint ist:

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Ich möchte heute mal auf einen äußerst bestimmenden und zugleich weithin in der Gesellschaft unbekannten Topos aufmerksam machen, der nicht so leicht erkennbar Herrschaft ausübt:

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Die Dienstklasse.

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Dienstklasse ist ein struktural-funktionales Politik-Kollektiv eines Staates. In einer bürgerlichen Gesellschaft (Bourgeoisie) sind Großbürger (die von Kapital leben) gravierend zu unterscheiden von den Geldherrschern (Plutokratie), der Dienstklasse und den Bohèmiens (informelle, entkoppelte Lebensweise im geordneten Staat). Mit einer sehr schönen Darstellung der Bohème von Alphons Silbermann aus „Das imaginäre Tagebuch des Herrn Jacques Offenbach“ und einer Exploration mit Ralf Dahrendorf aus (1) „Gesellschaft und Demokratie in Deutschland“ und aus (2) „Konflikt und Freiheit – Auf dem Weg zur Dienstklassengesellschaft“ möchte ich hierzu anführen:

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Von der Boheme …

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Alphons Silbermann (S. 80f):

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„Viele unsere ausländischen Besucher begnügen sich nicht damit, die Schönheiten unserer Stadt zu bewundern. Sie wollen auch etwas von dem Leben der Bewohner von Paris zu sehen bekommen. Vielfach wird in diesem Sinne an den Einheimischen das Ansinnen gestellt: „Zeigen sie mir doch mal die Bohemiens. Wo kann man sie finden?“ Diese Neugierde zu befriedigen, ist nicht einfach; denn erstens ist dieses modische Wort „Boheme“ ein sehr weitgehender Begriff und zweitens findet sich niemand, der, während er durch die Straßen von Paris flaniert, ein Zeichen auf dem Rücken trägt mit der Aufschrift: „Ich bin ein Bohemien!“ Boheme ist nämlich nicht etwa eine Sekte oder, wie man heute sagt, eine Klasse von Menschen, sondern ist mehr oder weniger eine Lebensanschauung, die als Gegensatz zur Anschauung des Bourgeois existiert.

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Der Bourgeois hat ein gesichertes Dasein, ein Dasein, von dem man sagen kann, dass es in vorgelegten Schienen verläuft, die denen ähneln, die jetzt für die neuen Eisenbahnlinien in unendlicher Gradlinigkeit in den Boden geschraubt werden. Beim Bourgeois, generell gesprochen, verläuft ein Tag wie der andere. Regeln, gewisse feststehende Ideen, nachgeahmte Gebräuche, selbstauferlegte Einschränkungen bilden die Grundlage für ein Leben, bei dem Monotonie und Wohlergehen als höchster Gipfel der Glückseligkeit gelten.

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Genau das Gegenteil einer solchen mechanischen Existenz tritt die abwechslungsreiche Mannigfaltigkeit des bohemischen Lebens in Erscheinung. Das Unvorhergesehene wird hier zum Charme der Freiheit. Man arbeitet ohne festgesetzte Regularität, lässt sich von Phantasie und den Capricen der Inspiration leiten, und daher ist es nur allzu verständlich, dass sich eine solche Haltung gegenüber dem Leben am häufigsten bei der Jugend – und insbesondere bei der künstlerisch schaffenden – beobachten lässt. Mit Freunden durchplaudert man die Nächte, feiert die Feste, wie sie fallen, isst mal Hühnerbrust, mal trockenes Brot und stellt das Lachen neben das Weinen. Auch eine zu nichts verpflichtende Tändelei mit einer Midinette stellt sich zu gegebener Zeit ein. Über dem Ganzen schwebt das wunderbare Gefühl der Unabhängigkeit, und mehr als alles andere ist es gerade dieses Gefühl, welches den Bourgeois das bohemische Leben verachten lässt. Ist der Boheme für den Besucher vielleicht ein Unikum, das man wie einen Elefanten – neuerdings im Hamburger Zoologischen Garten – betrachten kann, so ist es für den Pariser Bürger ein lästiges und betrübliches Überbleibsel aus vergangenen Jahren, das den Auffassungen unseres modernen Zeitalters als Anachronismus widerspricht.

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Was nämlich der Pariser als Boheme empfindet und bezeichnet, sind heute nicht mehr jene jungen, munteren Künstler, welche die paar Groschen, die sie besitzen oder sich erwerben, in einen Topf werfen, um – ausgehungert, aber stets künstlerisch beseelt – singend durch die Straßen zu ziehen, sondern es sind jene armseligen Künstler, bei denen eine durch Notlage bedingte Lebensweise zum Lebensinhalt des permanenten Elends geworden ist. Es ist eine Karawane von wahrhaft Unglücklichen, die fanatisch bereit sind, ihr ganzes Sein einer Kunst zu opfern, fühlend und manchmal sogar wissend, dass sich bei ihnen nie und nimmer Tatkraft und Disziplin zu künstlerischem Geben aufschwingen werden. Man nennt sie hier die Miseren-Boheme, und diese hat nichts mit jenen jungen Menschen gemeinsam, die heute noch nach Paris ziehen, indem sie ausrufen „J’y vais faire ma boheme“. Solche vom Glück und den Strahlen der Hoffnung beseelte Jugendliche würden sich nie die Misere-Boheme zum Vorbild nehmen. Vor diesen Abenteuerlustigen stehe das Exempel einer „Bohème-dorèe“, einer vergoldeten Boheme, so wie sie noch vor einigen Jahren in voller Blüte in Erscheinung trat.

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Die meisten Mitglieder dieser lustigen und ungezwungenen Bande, die dazumal durch Extravaganz ihrer Bekleidung, ihrer Haartracht und ihres Benehmens Aufsehen erregte, sind heute angesehene Dichter, Schriftsteller, Maler oder Journalisten. Keiner von ihnen frequentiert mehr das Quartier Latin, und nur selten sieht man sie noch im Cabaret der Mère Saguet oder bei Graziano am Schlagbaum. Vorbei sind die Zeiten, wo diese Unternehmungslustigen plötzlich die Mille Colonnes in der Rue de la Gaité unsicher machten, wo Pistolenschüsse und das Krachen zerbrochener Stühle erschallten und dann alles im infernalen Lärm eines wilden Galopps unterging.“

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Bei Dahrendorf findet sich der Hinweis auf eine siebente Schicht einer Typologie, die Unterschicht, auch Bodensatz, Dauererwerbsarbeitslose, Unstete, Rückfallkriminelle, Halbalphabeten, auch „sozial Verachtete“.

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Von der Dienstklasse

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Ralf Dahrendorf

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Ralf Dahrendorf (1. S. 105):

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„Die Spitze er Gesellschaft besteht aus den Eliten. Diese – fast im Wortsinn – oberen Zehntausend müssen nicht die auserwählten Besten sein; sie sind Eliten im Sinne ihrer gesellschaftlichen Aufgaben der Führung in den verschiedenen institutionellen Bereichen … Die Rede von „Eliten“ im Plural ist auch darum nötig, weil die Spitze der deutschen Gesellschaft vergleichsweise wenig Zusammenhalt, wenig objektive und subjektive Solidarität aufweist. Es gibt kein Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer Oberschicht, gar einer Elite, bei denen durch ihre Stellung ihr doch zugehören … inhaltlich übernehmen sie das Verhalten, die soziale und politische Orientierung einer anderen Schicht … nämlich der Dienstklasse. Diese vor allem bedarf daher unserer Aufmerksamkeit .. sie umfasst jenen Teil des neuen Mittelstandes, der kraft beruflicher Stellung im eigentlichen Sinne bürokratisch tätig ist, also insbesondere nicht-technische Beamte und Verwaltungsangestellte aller Ränge … der Kapitalist bedient sich als solcher bezahlter Helfer, die ihn in seiner Funktion als Kapitalist langsam ablösen. Zum Vorbild dieser Regelung hat dem Kapital der öffentliche Dienst gedient. Nach diesem Vorbild besoldet der fungierende Kapitalist seine Helfer und soweit er außer Funktion tritt, seine Ersatzmänner sowie Helfershelfer, die ausführenden Organe, die er mit Recht nicht als Arbeiter, sondern als Angestellte, als Beamte oder Bedienstete bezeichnet. Neben die Arbeiterklasse ist die Dienstklasse getreten.

Der Ursprung der Dienstklasse liegt also in jenem Prozess der Arbeitsteilung der Herrschaft, der in neuerer Zeit, zugleich den Gesetzen umfassenderer Aufgaben der Daseinsvorsorge in Staat und Wirtschaft .. nicht nur die öffentliche Verwaltung, sondern auch die anderen Institutionen erfasst …“

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Ralf Dahrendorf (2. S.137):

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„…Gegen Ende des 19. Jahrhunderts umfasste die Kategorie der Bürobeschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich rund 5% aller erwerbstätigen Personen …Um das Jahr 1920 hatte der Anteil der Angestellten und Beamten in den entwickelten Ländern etwa 10 Prozent erreicht, um 1930 15 Prozent, um 1950 waren es nach den Zahlen des Internationalen Arbeitsamtes 35 Prozent in Schweden, 32 Prozent in Österreich (1951), 28 Prozent in Deutschland (1950), 27 Prozent in Belgien (1947) und 25 Prozent in Großbritannien (1951). Nicht alle Quellen geben die gleichen Zahlen, aber alle bestätigen die Tendenz ..

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… diese Entwicklungen ausgiebig in den frühen zwanziger Jahren studierten; den neuen Berufen .. deren Bezeichnungen so zahlreich sind, wie die gemeinte Gruppe vielgesichtig und schwer zu beschreiben ist: Buchhalter, Angestellte, Gehaltsempfänger, Stehkragenproletarier … Die Entstehung dieser Gruppe war und ist noch immer beunruhigend für alle jene, die glaubten, dass die Proletarisierung der Klassen, die Marx vorhersagte, stattfinden müsse. Hierin vor allem lag wohl der Grund für das Interesse der Sozialwissenschaft an den Angestellten in den zwanziger und dreißiger Jahren … ratlos vor dem Phänomen der Angestellten- und Beamtenschaft steht, insbesondere da diese Berufskategorie noch weiter anwächst …

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Nehmen wir eine Reihe von Berufen, die üblicherweise dem „neuen Mittelstand“ zugeordnet werden, etwa: Briefträger, Bankbeamter, Oberregierungsrat, Verkäufer, Generalsekretär eines fußballklubs, Kellner, Steuersekretär, Chauffeur. Ich meine, dass diese Berufe im Hinblick auf ihre Beziehung zur Ausübung von Macht ohne Mühe in zwei Kategorien zerfallen. Es gibt einerseits jene Berufe, die richtiger als „neue arbeiterklasse“ beschrieben werden (wenn dieser Begriff nicht in anderem Zusammenhang für andere benutzt würde, d.h. die rein untergeordnete Positionen in den rasch sich ausweitenden neuen Industrien des tertiären Wirtschaftssektors. Zu dieser Gruppe gehören der Verkäufer ebenso wie der Kellner, aber auch ihre älteren Dienstleistungsberufe des Chauffeurs und des Briefträgers … sich nicht als Arbeiter betrachten, doch sind sie tatsächlich in keiner Weise Teil der Machtstruktur ihrer beruflichen Zusammenhänge außer als Untergeordnete. Zumindest unter dem Gesichtspunkt der Herrschaft ist ihre Position das genaue Gegenstück zu der von Arbeitern in den sekundären Beschäftigungssektoren.

Auf der anderen Seite mögen der Bankbeamte, der Oberregierungsrat, der Generalsekretär eines Fußballklubs und der Steuersekretär – wie auch die Armee öffentlicher und privater Bürokraten überhaupt – auf den ersten Blick nicht gerade als eine Machtelite erscheinen … aber in einer eigentümlichen, definierbaren Weise haben sie jedoch Teil an der Ausübung der Macht. Dies ist die Gruppe, mit der wir es hier zu tun haben, und obwohl diese Begriffe nicht alle ihre Mitglieder decken, können wir sie vorerst beschreiben als Bürokraten oder, allgemeiner noch, als Verwalter. …

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.. Mitgliedschaft in der Dienstklasse; vor allem aber lassen sie implizit, was nach meiner Meinung das wichtigste einzelne Merkmal bürokratischer rollen ist. Die Haupterwartung, die sich mit den Positionen der Dienstklasse verbindet, ist die Verwaltung von öffentlichen oder privaten Normen. das bedeutet ihre Anwendung auf Einzelfälle, ihre Umformulierung, ihre Veröffentlichung, ihre Durchsetzung. Die Dienstklasse stellt eine Brücke zwischen Herrschenden und Beherrschten dar. Aber die Brücke ist gleichsam eine Einbahnbrücke, auf der die Richtung des Verkehrs sich weder ändert noch ändern darf. Mehr als jede andere soziale Kategorie ist die Dienstklasse eingeschworen auf die sozialen Normen, die sie verwaltet, ohne sie gemacht zu haben; mehr als andere neigen die Mitglieder dieser Klasse zum „Konformismus“ (wenn dieser pseudo-soziologische Ausdruck hier erlaubt ist). Ein Mitglied der Dienstklasse kann nicht anders als „außengelenkt“ sein. Es muss seine Stichworte von anderswo nehmen, d. h. genauer von „oben“. Richter und Offiziere, Abteilungsleiter und Buchhalter, Finanzamtsleiter und Sekretär des Fußballklubs stehen alle in der Erwartung, ein Inbegriff ihrer jeweiligen Organisationen zu sein – und normalerweise werden diese Erwartungen nicht enttäuscht. …

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„Für soziologische Betrachtungsweise wiegt am schwerstem, dass auch dem an letzter Stelle untergeordneten Beamten noch das mit einem Hungergehalt erstandene trockene Brot mundlich gewürzt ist: durch das Quentchen Anteil, das er an der von ihm mitvertretenen staatlichen Machtfülle hat. Es ist psychologisch so leicht zu erklären, dass dies bisschen Machtanteil um so mehr bedeutet, um so eifriger als Prestige zur Schau getragen, um so eifersüchtiger gehütet wird und verteidigt wird, je gedrückter die Stellung des einzelnen Beamten nach Besoldungsrang und innerdienstlicher Funktion ist. Je weniger die Persönlichkeit sich im beruflichen Wirkungskreis zur Geltung zu bringen und zu entfalten vermag, je mehr sie durch straffe Unterordnung in ihrer Initiative gehemmt und der Weisung Vorgesetzter unterstellt ist, desto unnahbarer wahrt sie die Schalterdistanz gegenüber einem „abzufertigenden“ Publikum, desto mehr ist sie durch Achselstücke, Säbel und andere Insignien einer amtlich unpersönlichen Erhabenheit beglückt; desto mehr auch durch Vorenthaltung solcher Symbole der Sozialgeltung gekränkt….

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An diesem Punkt ist eine letzte und besonders schwierige Frage über die Dienstklasse aufzuwerfen:

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Was ist ihre politische Orientierung?

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Wenn unsere Analyse zutrifft, würden wir erwarten, dass ihre Mitglieder eher konservativ in ihrer Orientierung sind und Parteien der gemäßigten Rechten unterstütze … Es scheint also eine allgemeine Tendenz nach rechts in der politischen Orientierung der Dienstklasse zu geben, aber je nach dem nationalen Kontext hat diese Tendenz die Form einer Unterstützung gemäßigter Konservativer oder autoritärer Extremisten …“

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Dietmar Moews Portraitzeichnung von DIETMAR MOEWS

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Dietmar Moews meint: Ich wollte hier Verständnis für ein Verständnis von Liberalismus und individueller Freiheit anregen – wenn man sich die ungebundenen Bohemiens betrachtet.

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Ich weise auf die Verkappung von Herrschaftsorganisation, die von Eliten veranlasst und gesteuert wird, und durch Dienstklasse vieler Farben praktiziert und sichergestellt wird.

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Ich finde Dienstklasse in zweierlei Hinsicht heute beachtlich:

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EINS Dienstklasse-Rollenspieler verantworten nicht, was sie anstellen

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ZWEI Die Dienstklassenquote macht sich als apolitische Berufsschweiger immer gefährlicher für eine gelebte Demokratie. Das heutige Deutschland hat inzwischen über 50 Prozent Erwerbsberuflerinnen und -berufler, die ihrer sauberen Personalakte halber lieber mit eigener Meinung und sozialer Positionierung zurückhalten.

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Je höher die Quote dieser Idioten wird, desto schlechter wird Demokratie als Volkssouveränität verwirklicht, und leichter fällt es den internationalen Plutokraten bzw. den aktiven Finanzpool-Casinos ihre Machenschaften zu legitimieren – man ist ja gewählt.

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Der von mir besonders geschätzte deutsche Soziologe Ralf Dahrendorf (1929-2009) hat den Anteil der DIENSTKLASSE einer Gesamtbevölkerung in seinen empirischen Feldarbeiten und Gesellschaftsanalysen stark beachtet.

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Dahrendorf kam zu der Feststellung, dass „Dienstklasse“ Qualität und Verlässlichkeit in den staatlichen Ämtern sichern hilft. Gleichzeitig entsteht eine „kritische erwerbsberufliche Situation“, wenn ein zu hoher Anteil (Dienstklassenquote) entsteht, der die Tendenz hat, das Dienstklassen-Personal als apolitische Bürger lahm zu legen.

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Insbesondere auch in diversen Vergleichsuntersuchungen zwischen dem deutschen föderalen Etatismus, dem zentralistischen französischen Etatismus, dem britischen Liberalismus und dem US-Amerikanischen Liberalismus.

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Wenn ich zuerst kurz die Bohème behandele, anschließend die Dienstklassen, lässt sich zur Bohème sagen, dass darin besonders freie unbürgerliche Staatsbürger mit oft künstlerischen Berufen vorkommen, die teils sozio-kulturelle Szenerien bilden, oft aber auch abseits und einzelgängerisch vorziehen zu leben – am besten jung und gesund.

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Am nachvollziehbarsten ist vermutlich die Vorstellung eines Pariser Clochards oder eines Erben des Pariser Establishments oder für die Ostdeutschen nichtnordamerikanische Indianer, also freie selbständige Künstler, Rentner, Erben und Arme, Berber, Gammler, Bettler, Straßenmusiker.

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Da wird BOHÈME dann doch erfassbar für typische individuelle und soziale Lebens-Stil-Varianten, die hauptsächlich auf Freiheit und Abwesenheit von Zwang und Familienbindungslosigkeit wert legen.

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Ansonsten haben die amerikanische Revolution und die spätere französische Revolution mit den Ideen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit viel tatenarme und gedankenreiche Vorstellungen hervorgebracht, doch die Gleichheit und auch die friedliche Sonorität einer selbstbestimmten Gesellschaft haben doch nicht den Schlüssel der Zufriedenheit aufzuweisen:

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Die USA haben quasi Bürgerkrieg der Handfeuerwaffen missbrauchenden freien Bürger und akkumulieren einen grenzenlosen Rassenhass gegeneinander.

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Die Deutschen werden dick und fett, doch benützen sie ihren Reichtum und ihre Freiheit nicht dazu, nach Herrenhut zu ziehen um ein gutes Buch zu studieren, sondern ins reiche Glashütte, um Autos mit Westnummernschildern, die ihnen Parkplätze wegnehmen, zum Kern ihrer wachsenden Militanz zu füttern.

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Die billige DDR-Lösung wäre, im neuen Ostdeutschland Vollbeschäftigung durch Staatsbürokratien zu schaffen, sodass eine Ost-Dienstklasse ihren Frieden mit der neuen Freiheit machen kann, die dem alten DDR-Bolschewismus ähnelt -; am besten lässt man das von der ROTEN FAHNE aufziehen (da gelten dann Arbeitszwang und Monatssold und als BONUS Kulturabende und -wochenenden mit BRIGADEN-Freude und FKK-Wärmebecken).

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Das wäre die Avantgarde-Hybridik aus Dienstklasse mit Boheme-Gewürz.

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Dietmar Moews „Stilleben mit Stratocaster“ DMW 235.35.79

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Philosophie für Sophia mit Bougeoisie, Bohéme, Jeunesse dorée, Dienstklasse, Adel und Militär

Januar 27, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8888

am Montag, den 28. Januar 2019

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Jeder weiß, dass der Tod kommt, auch ungerufen, oder sollte man den Tod abwehren wollen – Tod gehört eben einfach dazu.

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Dabei ist ein Leben eine flüchtige Sache, die man besser oder schlechter einrichten kann, je nachdem, wie man es ausrichtet. Doch – unverhofft kommt oft. Und Glück ist nicht nur mit den Dummen.

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Was selten in Schulen gelehrt wird, sind die Abkünfte und Zugehörigkeiten, wie sie von Eltern, von Familien, von Wohlstand und Bildung, von Kampf und Geist und Kampfgeist, von den Kunstfertigkeiten zum Sozialen und den zugewiesenen Wertbezeugungen für herausgehobene Fähigkeiten und Leistungen bezogen sind.

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Jede und Jeder merkt früher oder später, wo er sich abstützen kann und wie ihn seine Anbindungen verhindern können. Und es ist bald klar, wie das Mitschwimmen irgendwie mit dem Fluss ins Meer führt, jedoch gegen den Strom es äußerst anstrengend riskant und doch aussichtslos geht. Wenngleich Selberdenken unabdingbar ist, falls man nicht völlig den Boden unter den Füßen verlieren, sondern eigenen Tritt fassen möchte.

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So ist Teil der PHILOSOPHIE auch die Nutzung des eigenen Individuums, als Eigenheiten, und die eigene Persönlichkeit, als Ausfaltung von Urteilskraft für Innen- und Außenwelt. Achtung: Individualität ist nicht Persönlichkeit. Individualität hat jedes Kaninchen. Persönlichkeit ist auch bei Menschen seltener.

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Und kommt auch SOPHIA aus dem Universum der Weltgeschichte auf den Boden von Tatsachen und Ausblicken, wo immer die Fragen:

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Was kann ich wissen?

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Was soll ich tun?

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Was darf ich hoffen?

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Und wie bin ich individuell veranlagt? wie ist der Mensch?

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Und hier kommen die Betten in denen man mit Leuten schläft, die man sich vielleicht gar nicht aussuchen konnte – ein Abkömmling eines Generals, eine Tochter einer verarmten Adelsfamilie, ein Kind eines Amtmannes der Dienstklasse, der Nachwuchs der von Kapitalzinsen lebenden Bourgeoisie, schließlich ein Bastard aus einer Bohémepaarung oder die „goldene“ Jeunesse Dorée – wie um das Jahr 1850 in Paris, als es noch Zukunft und falsche Hoffnungen gab.

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Gut. Heute haben wir das Virtuelle. Ein bisschen Strom oder Akku kriegt man leicht – und die heutige Netzneutralität sorgt für GLEICHHEIT der USER im Internetz.

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Wer geerbt hat, lernt nicht Selberleben. Unterarme ritzen, O-versetzten Canabis oder Champagner am Nachmittag – Lebensart der Selbstvernichtung, dazu Gelegenheiten, leichtes Geld vom Caféhaustisch per Smart-Elektrik? – Stellen wir uns einfach vor, Touristen kämen nach Paris um bleiche Jugendgesichter mit den Loosern zuhause zu vergleichen. Wer die Mittel dazu hat, bewahre seine Tugend ebenso wie seine Illusionen. Das ganze Geschwätz von der Tugend ist ein Ammenmärchen, gut für die bewachten Töchter der Reichen – als Entschuldigung für mangelnde Gelegenheit. Am Ende tut ja doch jeder, was er will. Wer wollte nicht frei sein – wußten schon die Gebrüder Goncourt.

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Viele unserer ausländischen Besucher begnügen sich nicht damit, die Schönheiten unserer Stadt zu bewundern. Sie wollen auch etwas von dem Leben der Bewohner von Paris zu sehen bekommen. Vielfach wird in diesem Sinne an den Einheimischen das Ansinnen gestellt: „Zeigen sie mir doch man die Bohémiens. Wo kann man sie finden? Diese Neugierde zu befriedigen, ist nicht einfach; denn erstens ist dieses modische Wort „Bohéme“ ein sehr weitgehender Begriff, und zweitens findet sich niemand, der, während er durch die Straßen von Paris flaniert, ein Zeichen auf dem Rücken trägt mit der Aufschrift: „Ich bin ein Bohémien!“ Bohéme ist nämlich nicht etwa eine Sekte oder, wie man heute sagt, eine Klasse von Menschen, sondern mehr oder weniger eine Lebensanschauung, die als Gegensatz zur Anschauung des Bourgeois existiert.

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Wer nun Kind aus seiner Herkunft ist, aber eigene Wege einschlägt – ob nun aus einem Familienbetrieb, einer Militärfamilie, einem Adelszweig in der zweiten Reihe eines Königshofes, oder von Lehrern – kann die Leiter erklettern, die die Familie für den Weg der Adulterie und Vollwertigkeit hinhält. Doch sind dann immer ungefragte Ratschläge, auch Vorschriften oder Forderungen, die eine freie Gesinnung des Abkömmlings verstimmen. Auf den Rat der Familie muss man pfeifen; jeder von uns, muss man einsehen, hat sein eigenes Leben zu führen, und nicht das Leben seiner Eltern. Wenn man so weit ist, sind die Entscheidungen aus eigenem Gewissen zu treffen

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Mit dem Jung- und Schönsein bieten sich unbegrenzte Eigenmächte, sodass nicht erst das neunzehnte Jahrhundert die Jeunesse Dorée erfinden musste, um doch die erstaunliche Sensation ohne viel Gegenwehr zu bringen. Wer heute als unbeschwerte Prinzessin hochgelobt überall freudig begrüßt wird, und erlebt dann soziale Interdependenzen, diese Rolle zu erfüllen, merkt: Das ist schon in wenigen Runden leicht langweilig, wenn es immer wieder darum geht, ins Feuer zu fliegen und zu verbrennen. Und schon im kommenden Frühjahr werden die neuen Jahrgänge zuhause abhauen und sich bei den Abenteuerlustigen von Paris einfinden.

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Wer damit das Ufer des Festlandes der Erwachsenen betritt, hat ein ambivalentes Dasein vor sich – als Bourgeois. Bourgeoisie lebt von Kapitalerträgen und Erbschaften und hat ein gesichertes Dasein, ein Dasein, von dem man sagen kann, dass es in vorgelegten Schienen verläuft, die denen ähneln, die jetzt für die neuen Eisenbahnlinien in unendlicher Gradlinigkeit weiter in den Boden geschraubt werden. Beim Bourgeois, generell gesprochen, verläuft ein Tag wie der andere. Regeln, gewisse feststehende Ideen, nachgeahmte Gebräuche, selbstauferlegte Einschränkungen bilden die Grundlage für ein Leben, bei dem Monotonie und Wohlergehen als höchster Gipfel der Glückseligkeit gelten.

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Genau als Gegenteil einer solchen mechanischen Existenz tritt die abwechslungsreiche Mannigfaltigkeit des bohemischen Lebens in Erscheinung. Das Unvorhergesehene wird hier zum Charme der Freiheit. Man arbeitet ohne festgesetzte Regularität, lässt sich von Phantasie und den Capricen der Inspiration leiten, und daher ist es nur allzu verständlich, dass sich eine solche Haltung gegenüber dem Leben am häufigsten bei der Jugend – und insbesondere bei der künstlerisch schaffenden – beobachten lässt. Mit Freunden durchplaudert man die Nächte, feiert die Feste, wie sie fallen, isst mal Hühnerbrust, mal trockenes Brot und stellt das Lachen neben das Weinen. Auch eine zu nichts verpflichtende Tändelei mit einer Midinette stellt sich zu gegebener Zeit ein. Über dem Ganzen schwebt das wunderbare Gefühl der Unabhängigkeit, und mehr als alles andere ist es gerade dieses Gefühl, welches den Bourgeois das bohemische Leben verachten lässt. Ist der Boheme für den Besucher vielleicht ein Unikum, das man wie einen Elefanten – neuerdings im Hamburger Zoologischen Garten – betrachten kann, so ist er für den Pariser Bürger ein lästiges und betrübendes Überbleibsel aus vergangenen Jahren, das den Auffassungen unseres modernen Zeitalters als Anachronismus widerspricht.

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Was nämlich der Pariser als Boheme empfindet und bezeichnet, sind heute nicht mehr jene jungen, munteren Künstler, welche die paar Groschen, die sie besitzen oder sich erwerben, in einen Topf werfen, um – ausgehungert, aber stets künstlerisch beseelt – singend durch die Straßen zu ziehen, sondern es sind jene armseligen Künstler, bei denen eine durch Notlage bedingte Lebensweise zum Lebensinhalt des permanenten Elends geworden ist. Es ist eine Karawane von wahrhaft Unglücklichen, die fanatisch bereit sind, ihr ganzes Sein einer Kunst zu opfern, fühlend und manchmal sogar wissend, dass sich bei ihnen nie und nimmer Tatkraft und Disziplin zu künstlerischem Geben aufschwingen werden. Man nennt sie hier die Miseren-Boheme, und diese hat nichts mit jenen jungen Menschen gemeinsam, die heute noch nach Paris ziehen, indem sie ausrufen: „J’y vais faire ma bohème“. Solche vom Glück und den Strahlen der Hoffnung beseelte Jugendliche würden sich nie die Miseren-Boheme zum Vorbild nehmen. Vor diesen Abenteuerlustigen steht das Exempel einer „Bohème-dorée“, einer vergoldeten Boheme, so wie sie noch vor einigen Jahren in voller Blüte in Erscheinung trat.

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Die meisten Mitglieder dieser lustigen und ungezwungenen Bande, die dazumal durch die Extravaganz ihrer Bekleidung, ihrer Haartracht und ihres Benehmens Aufsehen erregte, sind heute angesehene Dichter, Schriftsteller, Maler oder Journalisten. Keiner von ihnen frequentiert mehr das Quartier Latin, und nur selten sieht man sie noch im Cabaret der Mère Saguet oder bei Graziano am Schlagbaum. Vorbei sind die Zeiten, wo diese Unternehmungslustigen plötzlich die Mille Colonnes in der Rue de la Gaité unsicher machten, wo Pistolenschüsse und das Krachen zerbrochener Stühle erschallten und dann alles im infernalen Lärm eines wilden Galopps unterging.

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Wer heute die Mitglieder dieser goldenen Boheme treffen und sprechen will, der begebe sich besser auf die großen Boulevards. Dort findet er jetzt Théophile Gautier, Dichter und Journalist, dessen faszinierende spanische Reisebeschreibung „Tra los montes“ im Augenblick viel gelesen wird. Er trifft dort den Literaten Arséne Houssaye, einst in den Kreisen der Boheme berühmt für seine mimische Darstellung aller Perioden des Lebens Napoleons (von Toulon bis Sankt-Helena); ferner Roger de Beauvoir, den Chansonnier; von Zeit zu Zeit den Dichter Gérard de Nerval, dessen unglückliche Liebe zur Sängerin Jenny Colon das Tagesgespräch des Boulevards war; gar nicht zu sprechen von Alexandre Dumas, von Champfleury und dem erfolgreichen Maler Eugéne Delacroix. Es würde zu weit führen, alle die illustren Namen aufzuzählen, die, aus der erstens berüchtigten Boheme stammend, durch ihre Gegenwart heute eine moderne, eine mehr unserer Zeit angepasste Boheme, nämlich die der Boulevards begründet haben.

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Die Schönheit unserer großen Boulevards und ihre Zentralstellung inmitten der kulturellen und politischen Aktivitäten unserer Stadt ist schwer zu verstehen, wenn nicht bedacht wird, dass die augenblickliche Regierung ihre Aufmerksamkeit der Verschönerung vieler Teile von Paris schenkt. So beendet man unter großem Kostenaufwand den Bau der Kirche Madeleine, des Palais du Quai d’Orsay und des Palais des Beaux-Arts, alles prunkvolle Gebäude, die, schon vor vielen Jahren begonnen, nur zum Teil fertiggestellt waren. Auch andere Monumente, so der Luxembourg, der Justizpalast, die Abgeordnetenkammer und vor allem das Rathaus werden restauriert und vergrößert. Jede große Straße erhält jetzt ein Trottoir, und auch die moderne Gasbeleuchtung wird bald die Straßen von Paris verschönern. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Anlage von Kloaken, von neuen Brücken, von Eisenbahnen und den dazugehörenden Bahnhöfen eine gewaltige Veränderung im gesamten Stadtbild hervorrufen. Überall wird gebaut, und inmitten von allem erstrecken sich die Arterien der Boulevards.

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Mehr denn je trifft sich dieser Tage hier, zwischen der Madeleine und dem Boulevard du Crime, ein Gemenge von Menschen, das in seiner Zusammenstellung von vornehmen Aristokraten über schaulustige Bürger, Literaten, Dandys, Musiker, Politiker, Journalisten bis zur charmantesten Lorette reicht. Man flaniert, betrachtet die Vorübergehenden, begrüßt Bekannte, schwätzt und achtet vor allem darauf, selber gesehen zu werden – all dies selbstverständlich erst von 4 Uhr nachmittags an, bei Regen oder Sonnenschein. Neben den Uniformen unserer Soldaten glänzen die Roben der hübschen Pariserinnen, verziert mit zahllosen Bändern und Schleifen in allen Farben, so wie es jetzt die Mode verlangt, nicht zu vergessen die manchmal recht originelle Bekleidung der eleganten Jeunesse-dorée und der Mitglieder des bekannten Jockey-Clubs. Nach wie vor stempelt man diese zur Konsumtion der Früchte unserer Erde bestimmten wohlhabenden Müßiggänger um ihrer exaggerierten Manieren und ihren affektierten Kleidung willen zu den Dandys von Paris.

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Wichtiger jedoch als alles andere auf den Pariser Boulevards sind die zahlreichen Cafés, über deren prunkvolle Ausstattung in diesen Blättern bereits mehrfach berichtet worden ist. Hier spielt sich in der Tat vieles ab, was dem Auge des Nichteingeweihten nur allzu leicht entgeht. Erstaunt über die Pracht der glitzernden Spiegel und die Reichhaltigkeit der ausgestellten Delikatessen, bemerkt er kaum, wie hier in manchmal ruhigen, manchmal hitzigen Debatten die letzten Ereignisse politischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Art vorbereitet und nekrologisiert werden. Der geneigte Leser möge uns verzeihen, wenn wir hier nicht jedes der wohlbekannten Rendezvous aufzählen können, sondern nur kurz ein Weniges aus dem Leben im Café de Paris berichten, dem unter all den vielen die Krone gebührt.

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Errichtet in dem Gebäude, das früher die Appartments des Prinzen Demidoff beherbergte, eröffnet das Café de Paris mit seinen hohen, breiten Fenstern einen weiten Blick auf den Boulevard. Geschmackvolle Gemälde und wertvolle Spiegel schmücken die Wände, gegen die sich mit rotem Velours bezogene Lehnbänke rangieren. Neben dem eleganten Schwarm der Stammgäste und Passanten sind es die arrivierten Künstler (und solche, die vorgeben, es zu sein), die den Fond seiner Klientel bilden. Fast jeder der erfolgreichen Schriftsteller von Paris, die sei es durch das Theater oder durch ihre Romanfeuilletons bekannt geworden sind, hat hier seinen reservierten Tisch.

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Blickt man nach links hinten in den Saal, so erkennt man, umgeben von einer Gruppe von Angebern, die dicke, joviale Figur des einflussreichen Dr. Véron, ehemals Direktor der Zeitung „Constitutionel“. Von seinem Tisch her dringen infernales Gelächter und Brocken bissiger Bemerkungen an unser Ohr. Roger de Beauvoir, der elegante Verfasser zahlloser Vierzeiler und Epigramme, drängt sich an diesen Tisch, ebenso wie der charmante Causeur Nestor Roqueplan, der vom Journalisten am „Figaro“ zum Direktor des „Théatre des Variétes“ avanciert ist. Ihm, diesem geistreichen Mann, Ihrem Chroniqueur persönlich wohlbekannt, ist es zu verdanken, dass man in unseren Kreisen von den Damen des Vergnügens als von den „Loretten“ spricht. Es fiel ihm nämlich auf, dass viele dieser leichtfüßigen Wesen in den neuen Häusern wohnen, die jetzt in der direkten Umgebung der Kirche Notre-Dame-de-Lorette errichtet werden, und spricht Roqueplan von ihnen – und wer spricht nicht von ihnen? – so prononciert er mit der ihm eigenen Delikatesse lieber das Wort Lorette, als eines der vielen anderen Worte, die der Vulgarität nur allzu nahe kommen.

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Mit Roqueplan, an seinem eigenen Tisch, sitzt meistens der Schriftsteller und Journalist Malitourne, bekannt für seinen geistvollen, aber auch sehr bissigen Witz und seinen unerbittlichen Hass gegenüber dem Journalisten Coco Romien, dessen lustige Streiche uns seit Jahren amüsieren. Als ich eines Abends mit ihm im Café zu den „Deux Magots“ (zu deutsch: „Die zwei türkischen Affen“) saß, ließ er sich den Wirt kommen.

– Mein Herr, so sagte er, ich möchte gerne ihren Teilhaber sprechen.

– Ich habe keinen, war die Antwort.

– Aber mein Herr, erwiderte Romien, dann frage ich Sie, warum sprechen Sie auf Ihrem Aushängeschild von zwei türkischen Affen!

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Doch durchschreiten wir weiter die Räume des Café de Paris, und wir sehen den Grafen von Courchamp, wie er, stets allein, vor seinem Tische thront, auf dem, immer bereit, ein für ihn speziell hergestelltes Brot sowie Feder, Tintenfass und Schreibmappe liegen. Gegen 10 Uhr abends erscheint er, meistens um zu soupieren, und nur selten verlässt er das Café vor 2 Uhr morgens. Als man ihm einmal von unserm Tisch aus zurief, man sei doch besser zu zweit, um einen Truthahn zu verzehren, antwortete er:

„Meine Herren, wir sind zu zweit: der Truthahn und ich!“

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Und plötzlich erklingt dann aus dem Saal ein lauter Disput. Die beiden Dichter Alexandre Dumas und Honoré de Balzac, wohlbekannt auch in Deutschland, streiten sich. Man spitzt die Ohren, glaubt einer literarischen Fehde beizuwohnen – aber keineswegs: die Herren sind sich nur uneinig über die Zubereitung eines Kalbfrikassees; denn jeder von ihnen nimmt für sich selbst in Anspruch, der vollendetste Gastronom zu sein.

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Eilen wir jetzt noch schnell in den rechten Teil des Cafés, und wir sehen eine Bande lustiger Burschen, von denen uns einer, der so begabte Poet Alfred de Musset, durch seinen blauen, mit goldenen Knöpfen besetzten Frack, das Ganze getragen mit einer weißen Weste und grauen Hosen, besonders auffällt. Die traurigen Einzelheiten seiner unglücklichen Liebschaft mit der Dichterin George Sand sind uns allen durch sein Büchlein „Souvenir“ wohlbekannt.

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Noch viele Seiten könnte ihr Chroniqueur anfüllen mit der Aufzählung all derjenigen, die Tag für Tag dem Boulevard und seinen Cafés durch ihre Persönlichkeit, ihr Gehabe und ihr künstlerisches Schaffen den Glanz eines eleganten, eines geistigen und geistreichen Zentrums verleihen. Doch wozu? Ist es uns doch heute dank der Eisenbahn gegeben, von einem Ort zum anderen mit Siebenmeilenstiefeln zu rasen und alles dasjenige selbst in „Chair et os“ zu sehen, von dem wir dem geneigten Leser nur den Geist haben andeuten können. Einmal miterlebt, wird man sicherlich mit uns ausrufen:

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„Vivent les Boulevards de Paris!“

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Dietmar Moews meint: Aber wozu?

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Fontana di Trevi brachte 1,4 Millionen, AfD erhält Staatshilfe und Lügenpresse

April 20, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7281

Vom Freitag, 21. April 2017

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Fontana di Trevi ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite größte Brunnen Roms und einer der bekanntesten Brunnen der Welt. Er wurde 1732 bis 1762 nach einem Entwurf von Nicola Salvi im spätbarocken, im Übergang zum klassizistischen Stil, im Anschluss an den Palazzo Poli erbaut. Er ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms, wo im Jahr 1960 Anita Ekberg für den Film La dolce vita, bei Fellini, nass im Kunstwerk stand.

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Dieser eindrucksvolle Brunnen, mit seiner vollendeten Anordnung in der römischen Innenstadt, wird als Glücksbringer der Touristen genutzt, die dort Geld hineinwerfen – das alljährlich zugunsten der CARITAS herausgeholt wird.

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Man sagt:

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Wer eine Münze in den Brunnen wirft, kehr in die ewige Stadt zurück.

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Das nenne ich eine volksnahe Offizial-Politik – die Bürger sinds zufrieden.

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Zur selben Zeit steuerte die AfD auf den Parteitag im MARITIM von KÖLN zu, an dem die Personen und die Strategie zur Bundestagswahl 2017 der RECHTEN Partei von den Bundesdelegierten der ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND (AfD) abgestimmt und bestimmt werden sollen.

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Die kulturindustrielle Aufmerksamkeit und die staatliche Dienstklassen-Publizistik hat ungewöhnlich bereitwillig sich auf ein privates FACEBOOK-Video der AfD-Vorsitzenden FRAUKE PETRY gestürzt und nunmehr seit Mittwoch diesen Kölner AfD-Bundesparteitag an die erste Nachrichtenstelle gesetzt.

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Hatte doch Frau Petry lediglich mitgeteilt, was längst bekannt ist – dass sie nicht von ihren Vorstellungen für die AfD-Konzeption abzulassen bereit ist, die in Koalitionsbereitschaft und nicht in rechtsradikaler APO liegt.

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Nur, wie extrem diese AfD, ohne irgendeine relevante politische Idee oder originelle Parteiproblematik oder probate Lösungen politischer Probleme bringen zu können, dennoch von den staatlichen Medien gehyped wird, ist kritikwürdig:

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Das ist LÜGENPRESSE.

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Dietmar Moews meint: Angenommen, das folkloristische Münzen der Fontana di trevi für caritative Zwecke alljährlich zu „ernten“ ist lustig. Es kostet nichts.

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Dass die deutsche Dienstklasse in den Staatssendern von Radios und Fernsehen so tun als sei ein rechter Idiotenclub, wie die AfD, eine relevante Tatsache sei, vergleichbar mit der polnischen PIS oder der französischen FRONT NATIONAL, ist für diese AfD keinesfalls erwiesen.

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Diese versprengelte Rentnerversammlung orthodoxer EX-CDUler zuzüglich der wild in die AfD aufgenommenen REICHSBÜRGER und sonstige versprengte Folklore-Rechte, ob Heimatschutz, Kuklux-Clan und Wehrsportgruppen, sind keine neurechte Bewegung.

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Diese AfD hat keineswegs das sozio-geistige Potenzial, relevantes parlamentarisches Gewicht in den deutschen Parlamenten einzuwerben – Publizisten erschauern bei der Vorstellung von braunen Horden im Parlament.

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Man jazzt die AfD jetzt als Höchstnachricht durch die Massenmedien, während die GRÜNEN, die PIRATEN, die LINKE oder die FDP unterdrückt oder als Langweiler publiziert werden.

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FRAUKE PETRY hatte gestern nichts zu sagen. Sie ist und bleibt Sprecherin und Vorstand der Bundes-AfD, also auch Vorsitzende des kommenden Bundesparteitages in Köln – aber: Zu sagen hat sie nichts.

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Und wenn PETRY was zu sagen gehabt hätte, ist es nicht mehr als die CARITAS im römischen Brunnen – und eindrucksvoll ist natürlich die Schönheit einer Schwangeren im fünften Monat im Vergleich mit ANITA EKBERG.

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Wer will das beim deutschen Staat?

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Dass die AfD derart von den Staatsmedien herausgebracht wird – man sollte sie ins Leere laufen lassen, statt deren Werbetrommel zu rühren.

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FINE E COMPATTO

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„FALSCHE PROPHETEN“ (Leo Loewenthal) der deutschen LÜGENPRESSE

Mai 23, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6540

Vom Montag, 23. Mai 2016

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Die täglichen BEISPIELE der täglich verbreiteten LÜGENPRESSE in deutscher Sprache hämmern im Deutschland-STAKKATO auf den kritischen Augur ein – es ist zwar nicht ganz zu schaffen, erfolgreich gegen die „Kurtaxe“ der Rundfunksteuer für Taube zu streiten. Dafür mangelt es überhaupt nicht an ständig aktuellen Beispielen für LÜGENPRESSE.

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Allein an folgendem Beispiel erkennt man leicht die unangemessene Publizistik:

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Wen interessiert eigentlich, wenn sich irgendwelche Verbände zukünftig irgenwann mal treffen wollen? (Z. B. Zentralrat der Muslime in Deutschland“ mit dem „ADAC“) – NATÜRLICH GAR NICHT – NIEMANDEN.

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Sowas findet täglich statt – und nie erfahren wir das – außer wenn es kriminelle Skandale wären.

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HIER INDES? – mehrere Tage VOR-PR – und jetzt? – ist es „gescheitert“ – sagt die LÜGENPRESSE.

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In Wahrheit ist das Lügenpresse-DING total gelungen. Denn der Zweck wurde erreicht – . Eine unangemessene PROMOTION dieser ZENTRALRAT-Merkel-Dienstklassen-AGENTUR der „Muslime in D.“ wurde erneut beworben, verbreitet, nach Vorne gebracht, wodurch alle anderen Muslime in Deutschland ins Abseits gebracht werden, nämlich Millionen Muslime in Deutschland, die mit diesem „Zentralrat“ Nichts zu tun haben und Nichts zu tun haben wollen.

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(Da stört es gar nicht, dass der Hauptfunktionär deutscher Abstammung und Sozialisation und nicht türkisch-anatolisch-sunnitischer – er ist in Deutschland studierter Halbkonvertit – mir ist das vollkommen recht. Man soll die Mogelpackung, den Etikettenschwindel nur offen aussprechen, damit es all die Unwissenden auch wissen können).

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UND NIEMALS geht irgendein Verantwortlicher der LÜGEN-Dienstklasse auch nur einmal auf die vorgehaltenen ARGUMENTE ein – KEIN MAL!

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Ich kann allein heute, Montag, 23. Mai 2016, die gesamte Tagesarbeitskraft dafür verpulvern, den auflaufenden SCHWALL der PROPAGANDA der „falschen Propheten“ in der LICHTGESCHWINDIGKEIT anzuzeigen.

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LITERATURHINWEIS – bitte zur freundlichen Aufnahme durch die LICHTGESCHWINDIGKEIT-Benutzer: Leo Loewenthal – soziologisch empirische Studien zum US-Faschismus und der US-Propaganda in den nach-1930er Jahren in den USA: „Falsche Propheten“.

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Hier heute nun:

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BILD.de, am Montag, 23. Mai 2016:

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AfD – Muslime: Eklat bei Gespräch

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Berlin – Bei der Aussprache zwischen der rechtspopulistischen AfD und dem Zentralrat der Musime ist es zum Eklat gekommen.

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„Die AfD habe am Montag das Gespräch abgebrochen, teilte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek in Berlin mit. Er warf der AfD vor, den gesellschaftlichen Frieden zu gefährden. Sie fälle ein pauschales Urteil gegen eine ganze Religionsgemeinschaft. Die AfD will sich in Kürze äußern.
Mazyek hatte die AfD-Spitze zu einem Gespräch aufgefordert, um über die ablehnende Haltung der Partei gegenüber dem Islam zu sprechen. Er wirft der AfD vor, sie sei die erste Partei seit Hitlers NSDAP, die eine ganze Religionsgemeinschaft diskriminiere. Bei ihrem Parteitag Anfang Mai forderten die AfD-Delegierten eine Reihe von Einschränkungen für Muslime wie Verbote von Minaretten und der Vollverschleierung. In Erfurt will die Thüringer AfD den Bau einer Moschee verhindern.“

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Dietmar Moews meint: Wie fast immer, wenn irregeführt und propagandistisch STICHWORTE von der Massenmedienmacht gesettet und geführt werden, handelt es sich nicht um verabredete VERSCHWÖRUNG sondern um eine banale Methode:

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Man wirft statt LÜGE oder WAHRHEITSBEUGUNG BULLSHIT aus. Man setzt STICHWORTE ab, die ausgedacht, aber gut eingängig komplizierte Wirkungszusammenhänge ausblenden und auf keinen Fall auch nur aufscheinen lassen. Wer also politisch ungebildet ist, kann bestenfalls fragen:

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Stimmt denn, was da berichtet wurde?!“ Sie oder er erkennt aber nicht, was wirklich anliegt, weil es am Durchblick mangelt.

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Diese AUFKLÄRUNG-Lücken werden hier in der LICHTGESCHWINDIGKEIT, entlang der täglichen Nachrichten-Lage in erfrischender Weise aufgemischt.

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HEUTE nun: NGO-TREFFEN in BERLIN – was?

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Ja – Non Governmental Organization-Treffen – nämlich (NGO) Vertreter von „Verband der Muslime in Deutschland“ und die Partei „AfD“ trafen sich, um Fragen der gegenseitigen Positionen zu besprechen.

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Dabei geht es um die Anwürfe der NGO-Dienstklasse der Mohammedaner Merkels gegen die AfD. „Nazi-Partei“ und vice versa der AfD gegen die Mohammedaner „verfassungswidriger ISLAM gehört nicht zu Deutschland“.

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UND WAS ist nun daran zu erklären:

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EINS: Der Mohammedaner-Verband – NGO oder zu Deutsch Nichtregierungs-Organisation, NRO – wird von der Bundesregierung gesteuert, finanziert und personell besetzt (anders als DITIB, der von Erdogan gesteuerte Mohammedaner-Verband in Deutschland).

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Dieser „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ – frei nach dem Muster NRO-Verband „Zentralrat der Juden in Deutschland“ – hat etwa 20.000 Mitglieder, während in Deutschland 3.000.000 inzwischen eingewanderte Türken gibt, die sunnitisch-türkischer Prägung sind. Gar nicht berücksichtigt und gar nicht mitgezählt sind dabei also alle sunnitischen Türken, die in Deutschland arbeiten und leben – sondern nur 20.000 von denen.

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Gar nicht mitgezählt sind dabei alle anderen Mohammedaner und Allah-Gläubigen aller anderen islamischen Herkünfte, von Palästina, Syrien, Jordanien, Libanon, Algerien, Äthiopien, Sudan, Golfstaaten, Ägypten bis Marokko, von Irak bis Saudi-Arabien, von Indonesien bis Nigeria usw. usf.

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Nicht mitgezählt sind alle islamgläubigen Schiiten, z. B. alle Perser und Iraner.

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KURZ: diese MERKEL-Dienstklassenagentur „ZENTRALRAT der Muslime“ ist eine Scheinfirma, die bei jeder Gelegenheit von der Bundesregierung und allen Massenmedien hervorgezaubert wird:

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Weil die ISLAM-Gläubigen in Deutschland sonst keine Stellvertreter oder Ansprechpartner haben und nicht stellen können“ – (Instant Kharma wird ja ganz innerlich und individuell zwischen ALLAH und dem Bekennenden ausgemacht), besorgt sich das deutsche Verbändewesen eigene „Mohammedaner-Vertretungen“.

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ZWEI: Die junge Erfolgspartei „Alternative für Deutschland“, kurz „AFD“, wurde mit hohem publizistischem Vermögen und profesioneller Aufstellung – in Echtzeit – gegen die LÜGENPRESSE-Gewalt herausgelockt. Kurz – man hat die AfD promotet.

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Wie man in den 1970er Jahren die Gründungs-Alternative GRÜNE PARTEI massenmedial kriminalisiert hatte – und es dauerte viele Jahre, von den Lokalebenen und Ortsräten her, die Grünen basisdemokratisch mühsam zu entfalten. Und exakt so hat man die kindische PIRATENPARTEI, die eigentlich wie Arsch auf Eimer zur epochalen IT-Revolution als Party-Club entstand, nach dem massenmedialen Kriminalisierungs-Propaganda-Muster fertiggemacht, über ständige Verdächtigungen von KINDERPORO und NAZIVERDACHT aufs ÜBELSTE ZERSETZT, wo sie jetzt dümpeln.

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Hatte die AfD mit Konrad Adam, Bernd Lucke, Olaf Henkel, Alexander Gauland, Frauke Petry, teils höchstqualifiziert ehemalige Publizisten und CDU-Spitzenpolitiker in ihren Reihen, die den täglichen Medien-Schwall hochgradig produktiv aufnahmen und umsetzten, quasi eine orthodoxe CDU:

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EURO, EU, Flüchtlinge, National-Heimatschutz, Islam usw. alles Stichworte, bei denen der STAMOKAP-Block – die sogenannte MITTE der ehemaligen Volksparteien, sogar längst, wie in Österreich „Große Koalition“ – ist inzwischen durchlöchert und fällt als wertorientierte Stellvertreter-Organisation nach rechts und links auseinander. Schlagendes Beispiel ist das Aktuelle „Wir schaffen das / Wir schaffen das doch nicht“-Gerede.

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Mit anderen Worten, die AfD ist nicht erfolgreich, weil sie Probleme löst, sondern weil die etablierte BLOCKPARTEIEN-Dienstklassen-Soße herummüllt und als SALONPERSONNAGE den Staat und die Staatsknete unter sich aufteilt – ein regelrechtes DIENSTKLASSEN-Problem – aus soziologischer Sicht, jedenfalls. Gar nicht zu reden von „SNOWDEN und NSA“, von DROHNEN und ATOM-Kraftwerke-Bedrohung“, gar nicht zu reden von MONSANTO-GLYPHOSAT und sogenannte „GRENZWERTE bei NO2 + CO2-VW“ oder„staatlich aufgezogene Neo-Nazis, NSU-Morde und Sarrazin-Hetzerei-LÜGENPRESSE“. BON – S. REICHT. Diesel …

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Wieso serviert man in der LÜGENPRESSE diesen nicht legitimierten ZENTRALRAT als anscheinend kompetente AGENTUR auf Seite EINS und in allen massenmedialen Formaten von FILM, Funk und Fernsehen für das angängige ISLAM-Politik-THEMA?

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Ein Doktor der empirischen Soziologie kommt nicht umhin, noch einige LERN-Stichworte für die geneigten Benutzer dieser LICHTGESCHWINDIGKEIT auszuwerfen – das gilt ganz besonders für die intelligenteren Vertreter der professionellen Publizistik –  Dienstklasse darf weiterschlafen:

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Verbändeorganisation, Klientelisierung, Legitimationsbeschaffung, NGO, Neokorporatismus, Korporatismus, Politikorganisation, Dienstklasse, Etatismus, Liberalismus..

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Roger Willemsen 1955 – 2016 – Kurznachruf

Februar 8, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6241

Vom Montag, den 8. Februar 2016

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Roger Willemsen, geboren am 15. August 1955 in Bonn, ist am 7. Februar 2016 in Wentorf bei Hamburg gestorben. Er litt seit 2015 an Krebs.

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Willemsen war deutscher Publizist und Fernsehmoderator und Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im Redaktionsbeirat der Zeitschrift „Kulturaustausch“. 1993 erhielt Willemsen zusammen mit Sandra Maischberger den Adolf-Grimme-Preis mit Gold für eine TV-Interview-Sendereihe, die beide im zweiwöchentlichen Wechsel präsentierten. Willemsen war ein Fex im weichen Bereich der Gesellschaft und nicht, wie verbreitet wird, ein Intellektueller – es gibt keine wichtige Idee von ihm. Die Arbeitgeber ARD, BR und ZDF und seine Preise kennzeichnen Willemsens Leben als Dienstklasse und Salonpersonnage.

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Bei S. Fischer Verlag erschien im Jahr 2014 „Das Hohe Haus – Ein Jahr im Parlament“. Auf seiner Homepage www.Willemsen.de startet ein Willemsen-Portraitfoto mit Deutschland-Flagge.

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