USA will von der Schweiz Auslieferung von FIFA-Funktionären

Juli 2, 2015
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vom Donnerstag, 2. Juli 2015

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Der Deutschlandfunk (DLF) sowie verschiedene Internet-Portale, wie Welt.de bezogen auf dpa und SUF publizieren heute Vormittag, 2. Juli 2015 zum laufenden Ermittlungsverfahren in den USA gegen die FIFA:

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Die USA haben einen Auslieferungsantrag für sieben im Mai in der Schweiz wegen Korruptionsverdachts festgenommenen Fifa-Funktionäre gestellt. Das teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz mit.

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Die der Korruption verdächtigen Funktionäre waren am 27. Mai in Zürich am Rande des Kongresses des Fußball-Weltverbandes festgenommen worden. Es handelt sich um den von den Cayman-Inseln stammenden Jeffrey Webb, den Uruguayer Eugenio Figueredo, Eduardo Li aus Costa Rica, den Nicaraguaner Julio Rocha, den Briten Costas Takkas, Rafael Esquivel aus Venezuela und den Brasilianer José Maria Marin. Die ranghöchsten Verdächtigen sind Webb und Figueredo, die zur Zeit der Festnahme Fifa-Vizepräsidenten waren.

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Die US-Behörden ermitteln wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar. Die Verdächtigen sollen dafür den mutmaßlichen Schmiergeld-Zahlern die Medien-, Vermarktungs- und Sponsoringrechte zugeschanzt haben. Die Straftaten sollen in den USA abgesprochen und vorbereitet worden sein.

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Nach einer Anhörung durch die Polizei haben die Betroffenen 14 Tage Zeit, um zu den Auslieferungsersuchen Stellung zu nehmen. Diese Frist kann laut Bundesamt für Justiz in begründeten Fällen um 14 Tage verlängert werden. Eine etwaige Entscheidung, die Verdächtigen auszuliefern, könne beim Bundesstrafgericht sowie beim Bundesgericht als letzter Instanz angefochten werden, hieß es.

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Parallel zu den US-Ermittlungen hatte die Schweizer Generalstaatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren rund um die umstrittenen Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar eingeleitet.

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Die Fifa selbst hatte im November Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Daraufhin war die Züricher Fifa-Zentrale durchsucht worden. Es bestehe der Verdacht auf kriminelle Misswirtschaft und Geldwäsche beim Vergabeprozess, hatte es geheißen. Beide Verfahren laufen getrennt voneinander.

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Dietmar Moews meint: Die heutige FIFA ist auch ein Skandal im Schweizer rechtsstaatlichen Vereinsrecht.

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Der Eingang des Auslieferungsantragses bei der Schweizer Behörde bedeutet, dass die US-Staatsanwaltschaft in den Ermittlungen zu den anliegenden Straftatvorwürfen inzwischen zu solch harten Beweisen geführt haben, dass Strafklagebegründungen eine Verurteilung der Beschuldigten erwarten lässt.

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Es geht also längst nicht um Verdächtigungen oder Fußballgerüchte, sondern sehr konkret und einzelnen FIFA-Personen anzulastenden Straftaten, die die laufenden und zukünftigen FIFA-Geschäfte sowie möglicherweise bereits geschlossene Verträge nachträglich gerichtlich als ungültig erweisen können. Dazu gehören Sponsoring-Verträge, Vermarktungsrechte der Bildverwertung sowie die Vergabe an Austragungsorte, 2018 in Russland und 2022 in Katar.

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Insofern muss man verstehen, dass der nach wie vor für die FIFA entscheidende CEO, Präsident Sepp Blatter, nach wie vor amtiert, nach wie vor solche Verträge abschließt (auch wenn er seinen Rücktritt zum Herbst 2015 angekündigt hatte).

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ABER: FIFA-Chef Sepp Blatter selbst hatte bei der Schweizer Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen unbekannt erstattet, wegen möglicher Kriminalität in der FIFA gegen die FIFA-Regularien. Daraufhin veranlasste die Schweizer Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ubekannt, auch durch Razzia und Hausdurchsuchung in den FIFA-Geschäftsräumen in Zürcih.

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DAMIT hat Blatter selbst den Straftatverdacht dokumentiert und kann deshalb keine neuen Geschäftsverträge schließen, in dem er den „Schutz des guten Glaubens“ genießt, wenn sich möglicherweise Ungültigkeit von Verträgen herausstellt.

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Was hat Uli Hoeness mit der FIFA zu tun? – Hat er etwa nicht? Was sagt eigentlich Hoeness zu FIFA und UEFA: Die letzten Tage der Menschheit des Karl Kraus sind jetzt etwa 100 jahre alt.

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Es sieht sehr klar danach aus, dass FIFA-Blatter sehr professionell seine Dreckstechniken entwickelt hatte. Deshalb kann bei Hausdurchsuchungen nur die Gründlichkeit der Putzfrauen festgestellt werden.

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Jedoch alle wirklichen bestechungen und geheimen Absprachen werden analog, ohne Zeugen praktiziert. Damit ist niemals etwas beweisbar, es sei denn man ertappt eine Geldbriefübergabe auf frischer Tat. Über solche Vorgänge weiß aber Blatter absolut genau, ob derartige Strataten laufen oder gar nichts los ist.

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Voraussetzung dieser Bestechungstechnik sind Schwarzgeld-Praktiken, die über viele Jahre aufgebaut worden sind.

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Das bedeutet, Blatter selbst und nur ganz ausgewählte seiner Vertrauten sind Geheimnisträger, wie und wo Zugang zu Schwarzgeldlager aufbewahrt wird.

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Man muss davon ausgehen, dass diese Zugangsbeschreibungen zu Schwarzgelddepots bereits vielfach erneuert worden sind, weil die engsten Vertrauensleute von Blatter in der vergangenen Zeit alle an die Strafverfolgung verloren gegangen sind.

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Schwarzgeld wird aus Geschäften durch direkte Schwarzgeldbezahlungen der Geschäftspartner (die bereits selbst Schwarzgeld haben) an Blatter oder als „Kickback“ (Blatter überweist Geld und erhält vom Empfänger Bares im Brief als Dankprovision für den Abschluss zurück – das Kickback ist eine Art nachträglicher „Bar-Rabatt“, der steuerlich nicht aufgeführt wird. Das heißt, wer Kickback unquittiert zahlt, hat dafür selbst betriebswirtschaftlich relevante Ertragsberechung auf eigene Rechnung zu tragen: Steuern zahlen, für das Bare, was der Schwarzgeldempfänger bekommt).

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Es sieht so aus, als konnte sich inzwischen Blatter von all seinen Mittätern erfolgreich trennen konnte. Sodass gegen ihn nichts mehr nachzuweisen ist bzw. dass keine Insider-Zeugen mehr in Blatters „Buchführung“ sich heute auskennen.

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Jüdischer Kultgegenstand mit zweifelhafter kulturhistorischer Zuordnung

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