Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 31, 2014

 

Lichtgeschwindigkeit 4261

am 31. März 2014

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V,3

Die Würde im Schönen ist die Spürbarkeit von dessen Herkunft aus der Unerschöpflichkeit der Wachstumswunder, – somit zugleich die überlegene Bereitschaft, das menschliche Wahrnehmen in andächtiges Besinnen zu steigern.

Mit der Würdingung des Schönen lässt sich Gesittung nur dort fördern, wo das Gewissen wacht und Demut vor dem Seienden das Innewerden mehrt.

Das zeugerische Unterscheiden beginnt genau da, wo Schöngeisterei und Krittelsucht enden.

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Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979