WEIHNACHT mit Papst Franz und PEGIDA unerhört

Dezember 23, 2014

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am Dienstag, 23. Dezember 2014

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Man sieht und hört es mit Erstaunen: Die „Lügenpresse“ macht mobil. Die „Lügenpresse“ zieht an und gibt PEGIDA Stoff.

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Angeblich 17.000 bei der PEGIDA-Versammlung am Montag in Dresden am Italienischen Dörfchen von Stadtbaumeister Erlwein, an der Augustusbrücke, mit den hervorragenden Dekorationsmalereien von Otto Gussmann und Blick auf die Elbe.

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Wir sind das Volk“, „Wir kommen wieder“, „Ich bin Volker“, – der SPD-Dauerbrenner Volker Schorlemmer hat es auf den Punkt gebracht: „Nicht jeder Cranach aus Wittenberg ist von Beltracchi“.

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Okee Dokee, was Menschen machen ist zuerst mal zu respektieren und ernst zu nehmen. Es wird mir als Weihnachtsthema leicht gemacht: „Die Politiker sollen uns zuhören und die wirklichen Probleme annehmen“.

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SOZIOLOGISCH verstehen kann man die derzeitige PEGIDA-Kommunikation durchaus:

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Die allmontäglich in Dresden organisierten PEGIDA-Versammlungen bestehen aus einer kleinen verantwortlichen Kerngruppe und aus den ephemeren freiwilligen Bürgern, die sich miteinander treffen. Auf dem beleuchteten Theaterplatz (Adolf-Hitler-Platz), zwischen Zwinger, Semper-Oper, Italienischem Dörfchen und Hofkirche, am Schloss, auf der Altstadtseite Dresdens, kann man diese Versammlung sehen und wird sie als eine Gruppe verstehen.

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Soziologisch gesehen handelt es sich bei diesem Kollektivgebilde um eine „Menge“ – eine größere Anzahl von Menschen, die unter gemeinsamen sozio-geistigen Ausrichtungen zusammenkommen. Die PEGIDA-Menge hat soziologisch gesehen eine Tendenz zur „Masse“. Masse ist ein Kollektivgebilde mit unter Umständen heterogenen sozio-geistigen Ausrichtungen, jedenfalls eine Menschenzusammenkunft von Individuen, die einander nicht näher kennen.

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Aus dem soziologischen Lexikon:

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Nichts voneinander wissen, unabgestimmte Motive = Masse (mehr als zwei, unabhängig von der Anzahl der versammelten Personen)

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Homogener Gemeinschaftsgeist = Menge (mehr als drei, unabhängig von der Anzahl der versammelten Personen; es gibt folglich größere und kleinere Mengen und Massen)

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Durch das gemeinsame Auftreten und die durch die allgemeine Öffentlichkeit und die von den Massenmedien hergestellte Kommunikationssituation wurde aus der PEGIDA-Menge/Masse eine ganz eindeutig als homogene Gruppe anzusprechende Menge – eine PEGIDA-Menge.

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Die weitere Öffentlichkeit zu und über PEGIDA, definiert durch die durchdringende Herrschaft der Massenmedien über die verbreitete Information und Meinungsführung zu den Montagstreffen am Theaterplatz, macht unweigerlich aus den Versammlungen ein sozio-geistiges Kollektiv.

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PEGIDA-Treffen erhalten eine Homogenität der Gruppe, die man auch mit einigen Wasserwerfern erzeugen könnte.

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Nun sagen die Massenmedien: PEGIDA ist eine Idiotisierung.

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Wenn die Versammelten banale Weihnachtslieder anstimmen, sei das minderwertig. Während „Freude schöner Götterfunken“ am Gärtnerplatz im Münchner Lehel als ein Kulturereignis hingestellt wird: REGIDA (am Münchner Residenztheater).

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Und was sagt der Münchner Demonstrant: „Immer wieder Gänsehaut.“ in Gegenwart des Münchner Oberbürgermeisters, Antifa, Gewerkschaft, Parteien: „Es wird Europäisches missbraucht“, „München ist bunt“ – ja, so kann man das treffend nennen:

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Für die Münchner ist München bunt. Und da ist dann der katholische Bischof von Rom nicht weit – wie hier jetzt erklärend angefügt werden soll:

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München hat sich erfolgreich gewehrt“, behauptet der Deutschlandfunk am 23. Dezember 2014, mittags.

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Das in der deutschen „Lügenpresse“ gängige Vorurteil von dieser „minderwertigen“ PEGIDA von Dresden ist auch ein angeblich vorbestrafter Demo-Anmelder. (Ich denke an Uli Hoeness in der Jugendarbeit) PEGIDA propagiere vollständig leere Parolen gegen die etablierte Staatlichkeit, Medien, Regierungen, Parlamentarier, all die „lügenden Politiker“ usw.

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Ja, sagt die „Lügenpresse“, die PEGIDA will ja nicht mit den Politikern, nicht mit der Öffentlichkeit und nicht mit der Presse sprechen, angebliches Motiv: „Die Presse lüge – die Presse stelle nicht ehrlich dar, was PEGIDA-Demonstranten in Dresden bewegt“.

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Nun ist es ein leicht aufzugreifender empirischer Befund – allein was die „Lügenpresse“ in den vergangenen Tagen an Informationen in Überschriften publiziert hat, reicht für eine weitreichende Staatsverdrossenheit aus Sicht eines normalgebildeten, normalinformierten Dresdners aus – und wir müssen auf die Cloud-Intelligenz des PEGIDA-Flash-Mobs achten, der die konventionelle Massenkommunikation in der IT-Revolution entfremdend aufmischt:

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Ohne Rangfolge folgen jetzt StaMoKap und „Lügenpresse“ empirische Befunde:

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– Weltweite Überwachungs-Rechtlosigkeit und abstreitende Bundesregierung (Snowden).

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– Untersuchung zu Edathy vom Bundestag: Pädophilie, Drogenkonsum, Geheimnisverrat und Heuchelei: Die Aufarbeitung der Edathy-Affäre weckt Verachtung für unser politisches System. CDU sagt: Harte Lügen.

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– TTIP-Freihandelsabkommen als Geheimverhandlungen, ohne dass die EU dazu das Recht hat, politische völkerrechtliche Verträge über die Köpfe der Dresdner PEGIDA hinweg zu schließen. (Ich sage das deshalb etwas ironisch, weil man dieses Argument kaum auf dem Theaterplatz zu hören bekommen wird – stattdessen dumpfen Unmut).

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S. Reicht. (Die StaMoKap-Litanei langweilt. Und Langweilen ist im Show-Business der LICHTGESCHWINDIGKEIT verboten).

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Also dann Franz von ASSISI aus Buenos Aires in Rom:

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Man darf über Alles predigen – nur nicht über zehn Minuten.

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Deshalb ganz kurz: Der Papst hat gestern eine Weihnachtsansprache an seine Kardinäle und Kurienmitglieder gehalten:

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http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-12/papst-franziskus-kurie-kritik-liste

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(KURIE sind die Katholiken, die in der Vatikanstadt als Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche leben und tätig sind – die meisten Kardinäle zählen nicht zur Kurie von Rom, sondern zu ihren eigenen Heimat-Bistümern):

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Papst Franz hätte mit Dietmar Moews sagen können: Der Papst, der Pappst, der Parpst.

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Gesagt hat er indes 15 Vorhaltungen gegen die Kurienmitglieder – die kann man jederzeit im Internetz nachschlagen und lesen „Fünfzehn Krankheiten der Kurie“: Als Hit und Top-Slogan brachten die internationalen „Lügenmedien“ Folgendes:

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Spirituelles Alzheimer“ (wortwörtlich in die Gesichter) von seinen Kardinälen, Bischöfen und Priestern prangerte er 15 „Krankheiten“ an – darunter Schizophrenie, Größenwahn und Geschwätzigkeit.

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Der Papst und die Katholische Kirche, die Sezession des jüdischen Christentums in Rom, haben ihre innere Organisation und ihre weltweiten inneren (Jesuiten + Opus Dei) Probleme.

Mit den „15 Krankheiten“ handelte es sich mit einer in alle Welt elektromedial öffentlich übertragene Weihnachtsansprache. Mit dieser Rede spricht Papst Franz die inneren Belange der römischen Kurie konkret und direkt an.

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Das heutige Europa hat sich inzwischen spirituell und rational/irrational vom sogenannten christlichen Abendland entfernt. Die meisten EU-Menschen sind nicht gottgläubig.Während die jeweiligen Kirchen im Sinne des organisierten Christentums als geldheckende Moralunternehmen mit erheblichen steuerstaatlichen Bevorzugungen. Doch auch ohne Gläubige haben die Ausströmungen der Kirchen-Medienmacht konkrete Meinungsbeeinflussung, Verhalten, Werthaltungen, Stereotypien, Sprachwendungen, christlich-abendländisches Gepräge von Sitten, Recht und Ordnung, stets zur Folge.

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Papst Franz redete also zu den Seinen – und nebenbei zu allen anderen Adressaten. Die internationale Gemeinschaft wird von Papst Franziskus so wenig beeinflusst, wie er und seine Kirche konkret Verantwortung für wirkliche Geschehnisse übernehmen.

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Warten wir einfach ab, was eine jede kleine katholische Gemeinde in Deutschland nun mit dieser Weihnachtsansage anfängt? Weitermachen? Oder verändern? Was, wer, wann? Wird Kardinal Reinhard Marx (der hier mit Bergoglio zusammengearbeitet hat) der kommenden Papst?

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Dietmar Moews meint: Rührend, wie Papst Franz marschiert. Er bringt seinen vollen Einsatz offenen Auges, selbst dabei bald zu verbrennen. Denn seine Vatikan-Revolution überfordert menschliche Lebenskräfte. Da hilft Beten wenig.

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Wer nun wirklich wissen will, was PEGIDA-Demonstranten bewegt, was sie motiviert, warum sie die heutige Staatslage ärgerlich finden, der muss nur mal die 15 Krankheiten der Kurie auf Merkel, Seehofer und Gabriel, auf Tillich, Lieberknecht und Bouffier versuchen anzuwenden.

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Es reicht, für die sprachlosen Dresdner PEGIDA-Demonstranten die 15 Krankheiten der Kurie, die Papst Bergoglio jetzt zu Weihnachten 2014 ausbrachte (und die „Lügenpresse“ hat Franz jetzt offiziell zum Friedensnobel-Preis 2015 angemeldet) – gegen die von PEGIDA abgelehnten deutschen Staatsrepräsentanten in Stellung zu bringen.

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Kurz – dass die Große Koalition und die Parteienlage die Parlamente beinahe vollständig in ein Blockparteiensystem ohne Opposition umgestaltet haben. Und dazu die „Lügenpresse“ die sich keinesfalls fähig zeigt, dieses Blockunwesen als unabhängige Medien-Opposition aufzumischen und ständig in Frage zu stellen, reicht zu zeigen, wie unzugänglich dieser Machtblock inzwschen arbeitet.

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Nein, die Staatsmedien hauptsächlich spielen sich als Wirtschafts-Meinungsführer des StaMoKaps (Staats Monopol Kapitalismus) auf und machen alle Skeptiker und Kritiker als „Rechtsextreme“ und/oder „Antiamerikaner“ ab.

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Haben sie nicht selbst von „USA ist Folterstaat“ berichtet! Haben sie nicht selbst die Massaker in Gaza so weit wie möglich ignoriert! Wir sehen Frierende in Syrien, aber rufen nicht zu Spenden für die frierenden Araberkinder in Gaza auf, Gaza, das bis heute vom Massakerstaat blockiert wird.

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Dafür finanziert Deutschland für Milliarden neue Kriegsschiffe für Netanjahu – all das entnehme ich den deutsche Medien, die so gesehen keine Lügenpresse sind, sondern lediglich die Meinungsführung so zu halten versuchen, dass die erheblich geschränkte Besatzungs-Souveränität der Deutschen (PEGIDA) vertuscht bleiben soll: Der Pappst, der Parpst.

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Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi macht Christoph Waltz bei 3Sat

Dezember 20, 2014

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am Samstag, 20. Dezember 2014

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Der als Kunst- und Urkundenfälscher verurteilte und eine Gefängnisstrafe absitzende Maler Wolfgang Beltracchi (61) wurde erneut gezeigt, wie er für eine TV-Kleinserie ein Modell in Essig und Öl auf Leinwand portraitiert: Das Kulturindustrie-Modell Christoph Waltz Richtung Max Beckmann, – na, ja.

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Wolfgang Beltracchi hat die Möglichkeit als Portraitmaler für Endemol und 3Sat als Hauptdarsteller mitzuwirken angenommen und so ist es geworden:

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Der Maler Wolfgang Beltracchi und der Schauspieler Christoph Waltz treffen sich im Ostberliner Ballhaus. Sie werden nicht warm – legen aber auch keinen Wert darauf. Waltz macht freundlich mit. Beltracchi redet seine inzwischen bekannten Unverfrorenheiten: „Darf ich Sie was fragen, Herr Waltz? Ihre Mutter hat bei Fernand Léger studiert? – Das ist ja Wahnsinn, dass ich den ausgerechnet gemalt habe“ (wieso ist das Wahnsinn?).

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Wer aufpasst und Augen im Kopf hat, wird bei Begrüßung bemerken, wie Beltracchi unvermittelt und als Erstes den Waltz auf dessen Schnauzbart anspricht. Nach etwa 25 Minuten wird klar:

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Während Maler-Modell Waltz einen Schnauzbart trägt, hat der Beltracchi-Photorealismus versehentlich ein Photo-Modell-Waltz ohne Bart vorgearbeitet. Nun – da ja Beltracchi gar nicht portraitiert, sondern die heimlich vorgezeichneten Linien der Photovorlage auf die Leinwand abpinselt, kann der Maler mit dem Schnauzbart vor Augen nichts anfangen.

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Dem ebenfalls mit forscher Folklore hervortretendem Schauspieler Waltz („Mumpitz, sehr viel Mumpitz“), der dann auch noch sagt: „Man muss die Kunst nicht erklären – jeder soll selbst sehen!“ Sieht sich also auf Beltracchis Tableau als bärtig Portraitierter – nur, ohne Bart und merkt bzw. bemerkt das nicht (während Beltracchi dieses Problem bereits beim Hereinkommen des lebendigen Christoph Waltzt sogleich merkte, dann aber auch nichts dazu sagte, außer: Die Hände).

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Erster Maltag: Ein bereits ohne Publikum abgemaltes Max-Beckmann-Gemälde (Armformat) wird von Beltracchi auf seine Staffelei gestellt und mit einem indigoblauem Tuch verhängt (damit das Modell Waltz nicht sieht, was da bereits längst vorher „portraitiert“ worden war).

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3Sat zeigt, wie der als „Meisterfälscher“ bezeichnete Beltracchi dem Modell (Waltz) Einen vom Pferd erzählt, indes nicht, wie das Portrait auf der Malfläche entsteht.

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Im Bildzentrum der „Beckmann-Fälschung“, in die nun das Gesicht von Waltz noch eingefügt werden soll, ist die Hauptfigur noch gesichtslos – aber bereits mit einem Boluston grundiert.

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Und, schaut man nun genau hin, während der Maler Beltracchi mit seinen Flachpinseln die für Beckmann typischen schwarzen Konturen in das noch nicht ausgemalte Gesicht hinpinselt, ist am Fernsehschirm zu hause zweifellos zu erkennen, dass bereits eine fotorealistische Stiftzeichnung des Waltz-Gesichts, von vorne gesehen, unter der Grundierung der Freifläche durch den Bolus hindurchscheint.

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Glauben wir, dass wir mit 3Sat Zeuge des ersten Maltermins der Portraitssitzung sind, dann hat man also die Portrait-Vorzeichnung schon vorher, ohne das Portrait-Modell Waltz, hergestellt – wie denn? wer denn? – wir sollen glauben, Wolfgang Beltracchi sei der „Gesichtsfälscher“ gewesen, vermutlich nach einem Foto. Nur wird das dem Fernsehzuschauer vorenthalten. Es handelt sich nämlich um den Zaubertrick dieses „Beltracchi-Foto-Realismus“, dass da immer schon nach Foto vorgearbeitet ist, wenn sich Meister und Modell an die anscheinende Arbeit machen.

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Wenige Minuten Malschnitte zeigen nun, wie Beltracchi diese ziemlich realistische Vorzeichnung hinsichtlich der Portraitgenauigkeit nachzieht.

Der Kritiker muss hier einwenden: Was entsteht ist fotogenauer als es bei Beckmann normaler Weise der Fall ist. Und es ist „totgemalt“ – es wird zu viel Farbtubenfarbe vermalt. So dicke Aufstriche haben Beckmanns Original-Bilder manchmal in den hastigen Pinselzeichnungs-Umrissen, eigentlich aber nie in den Flächen (sowas Dickes findet man mehr bei Rembrandt).

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Es wird dadurch weniger ein Waltz-Beckmann-Portrait – wie die gesamte restliche Darstellung in diesem Beckmann-Beltracchi-Bild, das ein Waltz-Portrait werden sollte, aber bereits mit einer Beckmann-Kopie überzogen fertig dasteht.

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Aber Beltracchi möchte dem Laienblick der 3Sat-Zuschauer und damit der Referenz des Modells Christoph Waltz vorgreifen, das zwar sagen darf „Beckmann gefällt mir nicht“ („die Hände sind schlecht“, meint Beltracchi). Aber keiner sollte an der Portraitgenauigkeit der Portrait-Kunstfertigkeit Beltracchis zweifeln, wenn er dieses 3Sat-Machwerk sieht.

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Es ist eigentlich witzig: Der 3Sat-Zuschauer  soll glauben, es würde gezeigt, wie Beltracchi fälscht. Nur, das wird gar nicht gezeigt.

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Was immer als „Beltracchi“ hier vorgeführt wird, entsteht nicht vor Augen der Zuschauer.

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Ja, wir wissen nicht mal, ob das abgebildete Gemale irgendein namenloser Zahntechniker oder Gebrauchsgrafiker herstellte und was dabei Beltracchi selbst zu tun hatte.

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Mit dieser Trickübung zeigt Beltracchi, dass er ein Beckmann-Vorbild aus dem Bilderband irgendwie reproduzieren kann (er zeigt aber nicht, wie er und seine Frau das machen – ob sie malen).

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Ein Beckmann-Portrait von Waltz hat er nun nicht vorgemacht. So gesehen hätte Beltracchi-3Sat besser einen Foto-Siebdruck von Andy Warhol mit Christoph-Waltz-Automaten-Foto vormachen sollen.

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Bei dieser Christoph Waltz-Arie wird nun dem 3Sat-Publikum gar nichts mehr mitgeteilt, was mit Malen, Portraitieren oder Fälschen zu tun haben könnte. Beltracchi teilt mit, dass man gerne ins Beckmann-Museum oder ins Museum Ludwig Köln oder ins Städel Frankfurt gegangen wäre, aber die lassen keine Beltracchi-3Sat-Darstellung in die seriösen Gemächer der Museums-Gemälde.

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Alle Museums-Chefs hätten abgelehnt.

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Man bringt leider keinen der Staatskunst-Beltracchi-Ablehner vor Mikrofon und Kamera.

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3Sat möchte offensichtlich die Beltracchi-Mache unerklärt vors 3Sat-Fälscher-Publikum bringen. So könnte deutlich werden, wie urteilsschwach ein jeder Fernsehzuschauer ist, sobald sich noch ein berühmter Oscar-Schauspieler Waltz dafür hergibt.

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Dabei hatte der Christoph Waltz weder mitgeteilt, warum gerade á là Max Beckmann „portraitiert“ werden sollte. Und er enthielt sich – außer den halblauten Aufschrei, nachdem er nach mehreren Sitzungen das erste Mal das fertige Gesamtbild sehen durfte – vollkommen jeder Wertäußerung und auch jeder Sympathiebekundung für Wolfgang Beltracchi, der dann ganz einfach sich selbst auf die Schulter klopfte und sagte:

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„Jetzt muss ich mir mal selbst auf die Schulter klopfen – es ist wirklich gelungen, mehr Beckmann kann es nicht sein“.

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Der Off-Sprecher behauptet: Die Beltracchis treffen sich – fertig.

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Beltracchi sagt: Es sind über hundert Fachleute – der verschiedenen Maler, die ich nachgeahmt habe – die alle versagt haben, meine Bilder als Fälschungen zu erkennen. Das Ehepaar blättert Beckmann-Fotobände durch.

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Zweiter Maltag mit Waltz: „Langweilen Sie sich?“ Waltz meint: „Nein überhaupt nicht“.

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Ich glaube, die Hände von Beckmann – viel besser kann man das nicht mehr machen, jedenfalls nicht als Beckmann“, suggeriert Beltracchi seinem Publikum – denn Waltz, zu dem Beltracchi vor der Kamera spricht, der ja keinen einzigen Blick auf die Malgänge werfen durfte, lässt sich gar nicht ein – wie auch, wenn er nichts sieht.

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Dietmar Moews (als Berichterstatter hier) hat sehr viele Bilder – eigentlich alle Hauptwerke von Max Beckmann –  in zahlreichen Wanderausstellungen und an Originalplätzen in aller Welt sehen können: „Ich schätze Max Beckmann nicht, verabscheue die schwarzen „spanischen“ Konturen, – finde sogar die Bilder, die er nach seiner Übersiedlung nach New York malte, wirklich schlecht“.

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Hier, für Wolfgang Beltracchi, ist das unerachtlich – es ist mehr die Frage: Ist dieses hier von 3Sat zelebrierte Portrait eine gelungene „Fälschung“ des Bild- und Malstils von Max Beckmann, wie angekündigt?

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Und hier lautet meine Beurteilung, anders als die Selbstbezeugung Beltracchis: Gerade bei der Christoph-Waltz-Gesichtsdarstellung im Beltracchi-Beckmann von 3Sat ist erheblich mehr Farbe vermalt worden, als bei Beckmann-Bildern sonst. Das Waltz-Gesicht hat viel mehr pastose Farbmasse als hier bei dem im Waltz-Portrait dem Beckmann nachempfundenen Arsch, den Beltracchi so lobt.

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Beltracchi wagte nicht, das Waltz-Portrait so zügig zu „abstrahieren“ wie es Beckmann Portraits gewöhnlich sind. Ich denke da an die zahlreichen Selbstbildnisse von Max Beckmann.

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Sollte Beltracchi doch mal ein Beltracchi-Selbstportrait vorlegen, das im Beckmann Stil „gefälscht“ worden ist (ich will gar nicht überprüfen, wie er es malt, nur  sehen, was er irgendwie im Beltracchi-Foto-Realismus fabriziert.)

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Was löst das Bild bei Ihnen aus (Christoph Waltz)? fragt der 3Sat-Off-Sprecher-Filmer aus dem Off.

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Antwort Waltz: „Jetzt muss man das Bild erstmal Bild-Sein-lassen – ich würde Ihnen sowieso nicht sagen, ob und was mich berührt.“

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Dietmar Moews meint: Diese Meisterfälscher-Folge wurde schlicht langweilig. Kaum vorzustellen, dass hier jetzt Harald Schmidt, Gloria von Emmeran oder Max Helge Achenbach Spaß daran hätten, die hohle Angeberei anzuschauen. Wolfgang Beltracchi kündigt an: Bald gehen wir wieder nach Frankreich, in die Heimat. Da haben wir ja immer gelebt. Da haben wir alle unsere Freunde. Wo man seine Freunde hat, ist die Heimat. Oder?

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Christoph Waltz hat Heimat mit Beltracchi-Freunden so anscheinend nicht – er kann die Heimatdefinition Beltracchis nicht bestätigen.

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Beltracchi meint auch, in Deutschland gibt es hundertausend Vorschriften – in Frankreich ist Alles erlaubt.

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Klar, dass auf solchen Prämissen nicht „Heimat“ sondern eher „Hemdsärmligkeit“ diskutierbar wäre – und das wäre hier zum Fälscher-Künstler und seinen Kenntnissen und Qualitätsbegriffen ein Einstieg. Doch das war nicht Absicht dieser 3Sat-Mistsendung in mehreren Folgen – aber, neuer Rekord: 39 mal das Wort Beltracchi in einem Beitrag und damit ganz klar 3Sat geschlagen.

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