Unechte Kunst im OKF-Kunstbetrieb 2020

August 4, 2020

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am Dienstag, 4. August 2020

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Es firmiert ganz einvernehmlich mit der staatlich organisierten Verbändeorganisation im intermediären Verbands- und Lobbysystem eine Organisierte Kunst Förderung (OKF), die sich als >Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler< e. V. selbst Berufsverband sowie „die Berufsorganisation der Bildenden Künstler“ nennt.

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Die OKF billigt dem BBK die „Standesvertretung“ von Künstlern im föderalen Kompetenzsystem (Kommunen, Länder, Bund) in Deutschland zu. Der BBK soll Künstlerpolitik artikulieren und lobbyieren und ist als Basisverband Mitglied im nichtföderalen Zwischendachverband „Deutscher Kunstrat“ und im zentralistischen Dachverband „Deutscher Kulturrat“.  Der BBK besteht in 15 selbständigen Landesverbände – das sind ca. 10.000 Bildende Künstler im BBK organisiert. Der BBK ist daneben auch auf europäischer Ebene tätig und fördert über seine Mitgliedsverbände den internationalen Austausch von Ausstellungen und Symposien. Mit Blick auf die Europäische Union ist der BBK schlicht unterentwickelt. Hat man schon einmal von einer Enquete-Kommission im EU-Parlament von Strasburg gehört? – Nein, nicht. Da hätte es die deutsche OKF-Wurstkunst auch schwer.

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In der geltenden verfassungsrechtlichen Norm-Wertsetzung lautet die höchste Norm der staatlich gewünschten Kunst: „Freiheit der Kunst“, gemäß §5.3 GG. Es ist die staatliche Garantie für Kunst im Kunstbetrieb, für das zeitgenössische Kunstschaffen und für die bereitgestellte Kunst der im „Kooperativen Kulturföderalismus“ ermöglichten sozio-kulturelle Kunstkonsumtion.

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Nicht der Bund sondern die Länder haben die vom Grundgesetz ausgehende Kompetenz für Kunst in der nach 1949 so bestimmten „Kulturhoheit der Länder“, die der ersten parlamentarischen Hoheit der „Kultusministerkonferenz der Länder“. Den zweiten Kompetenzrang bildet die „Allzuständigkeit der Gemeinden“ gemäß den deutschen Gemeindeverfassungen und Ortssatzungen. Der Bund hat lediglich legislative und judikative Zuständigkeiten, prinzipiell keine exekutiven – überspielt aber das geltende kooperative Kompetenzgefüge durch anmaßende Bundes-Finanzmacht.

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Der BBK unterschlägt schon in seiner Selbstdarstellung, dass in der föderalen Bundesrepublik Deutschland die gesetzliche Zuständigkeit für Kunstpolitik (Kompetenz) überhaupt insgesamt und im einzelnen bei den Bundesländern liegt. Während dem Bund, lediglich ans Grundgesetz gebunden, die Gestaltung des Bundesadlers und der Nationalhymne zusteht. Die Staatssekretärin Monika Grütter im Bundeskanzleramt nennt sich unkompetent „Bundeskunstministerin“ (für Kunst und Kultur) und übt Kunstpolitik durch Bundesinterventionen als Kompetenzanmaßung durch bundeszentrale Steuergelder aus. Dabei ist sie lediglich Staatsekretärin des Kanzleramtes.

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Als Kulturhoheit der Länder bezeichnet man die primäre Zuständigkeit eines jeden der deutschen Bundesländer bezüglich der Gesetzgebung, der Verwaltung und Eingriffe auf dem Gebiet der Kultur, also insbesondere die Zuständigkeit für Sprache, Schul- und Hochschulwesen, Bildung, Rundfunk, Fernsehen und Kunst.

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Was ist heute Kunst? Was stellen sich Corona-Bürger darunter vor, wenn sie sich als Künstler-Berufsverbandsmitglieder an die staatliche Künstler-Sozialpolitik wenden? Ich zitiere mal kurz die aktuelle Selbstsignatur des BBK-bundesverband.de vom 4. August 2020:

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Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern

NEUE MITGLIEDER

Stine Albrecht, Sigrid Henschel, Antje Hubold, Lydia Klammer, Lehel Kovács, Anne Lengnink, Christine Lengtat, Anne Martin, Sieglinde Mix, Jana Nedorost, Julia Reichel, Marike Schreiber, Karin Schroeder, Anett Simon, Stefan Thiel, Anne Wende, Randolph Wolf,

Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern | 11.06.2020-23.08.2020

Der Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK begrüßt seine neuen Mitglieder 2020 mit der Ausstellung „NEUE MITGLIEDER“. Vom 11. Juni bis zum 23. August 2020 werden im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin zeitgenössische Arbeiten der 17 Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Objekt und Plastik zu sehen sein. Die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen versprechen ein besonderes Ausstellungserlebnis.

spiegelt der aktuelle Arbeitsprozess der Künstlerin – in einer Zeit der Selbstisolation und Kontaktbeschränkung – die Auseinandersetzung mit Bildschirm-Begegnungen sowie der Konfrontation mit dem eigenen Selbst im digitalen Raum.

BBK Nordrhein-Westfalen > BBK Bezirk NiederrheinBBK Krefeld, Nordrhein-Westfalen | 19.09.2020-30.10.2020
Vernissage: 19.09.2020 19:00 Uhr
Finissage: 30.10.2020 19:00 Uhr

Atelier Pförtnerloge in der Fabrik Heeder,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld, Eingang C

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BBK Nordrhein-Westfalen > BBK Bezirksverband Bonn/Rhein-Sieg Unter dem Titel „ver-rückt“ zeigen Künstlerinnen und Künstler aus Bonn, Aachen, Düsseldorf und Siegen Arbeiten, in denen sie sich im weitesten Sinne mit der aktuellen politischen Lage auseinandersetzen.2021 folgen dann die Städtische Galerie Haus Seel in Siegen (ASK Siegen) und das Kloster Monschau als Ausstellungsort des BBK Aachen, 2022 ist ver-rückt dann in den Ausstellungsräumen des BBK Düsseldorf zu sehen.

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Next

ver-rückt

Bonn, Nordrhein-Westfalen | 05.09.2020-27.09.2020

Glaskarree – Kunstverein Bad Godesberg

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BBK Bayern > Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Unterfranken Meininger Künstler in der BBK Galerie – Mitglieder des Meininger Kunstvereins NEKST e.V. 

Würzburg, BBK Galerie im Kulturspeicher, Bayern,

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Der BBK informiert per Newsletter im Juni 2020: „… die Grundrente kommt, und das ist gut. In dieser Woche soll das Gesetz verabschiedet werden. Aber leider, wie es aussieht, unverändert. Das verlangte Mindesteinkommen wird nicht abgesenkt werden, so wie es knapp 46.000 Menschen und viele Verbände von Künstler*innen und Kreativen gefordert hatten. Das ist mehr als bedauerlich und muss weiterhin Thema bleiben – ein schöner Wahlprüfstein im kommenden Jahr!

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„… das Programm „NEUSTART KULTUR“ tatsächlich Arbeitsmöglichkeiten für Bildende Künstler*innen bringt.“

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„…Ist das Milliardenprogramm der Bundesregierung wirklich der große Aufschlag? Was muss getan werden, damit die Gelder unbürokratisch fließen und nicht im föderalen Klein-Klein versacken? Wer bestimmt, wer wie viel bekommen soll, wer verteilt die Unterstützung? Und wie kann gesichert werden, dass sie ihren Zweck auch erfüllt?“

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für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Auch Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind antragsberechtigt. Das branchenübergreifende Zuschuss-Programm hat eine Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020), es stehen max. 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Eine Antragstellung ist noch nicht möglich, Richtlinien werden derzeit zwischen Bund und Ländern abgestimmt.“

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An anderer Stelle heißt es dann bei bbk-bundesverband.de am 4. August 2020:

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„Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (wie Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos, Clubs etc.)“

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Dietmar Moews meint: Wer bis hierhin gelesen hat, wird verstehen, warum die historische Kunst so beliebt ist, die den staatlichen Kunstbetrieb interessant macht. Man nimmt eben Breugel oder Albrecht Dürer gerne – während man dann zur unechten Salonpersonnage der Künstlerienen von heute nicht hingeht.

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Wer will sich auch diese verirrten Unglücksbezeugungen schon freiwillig anschauen, während Corona doch ausreichend Grund bietet, wegzubleiben.

Ein heutiger echter Künstler in Deutschland muss erkennen, dass er entweder als „klein klein im föderalen“ segregiert und disqualifiziert wird oder dass er nur antragsberechtigt ist, wenn er Vereinsmitglied im IKFS (dem Verbände- bzw. Vereinssystem der OKF) ist – also Berufskünstler durch Vereinseintritt.

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Die Stadt Hamburg bietet aktuell am 4. August 2020:

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„Antragsberechtigt sind alle Personen mit Hauptwohnsitz in Hamburg, die Mitglied in der Künstlersozialkasse (KSK) sind oder die inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen und durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.“

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Schleswig-Holstein teilt über den Landeskulturverband e. V. am 4. August 2020 mit:

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„Schleswig-Holstein Die #KulturhilfeSH wurde im Juni neu aufgelegt. Über einen Projektfonds kann bis zum 31. August 2020 eine Projektförderung bis zu 2.500 Euro beantragt werden. Künstler*innen und Kulturschaffende, die die Voraussetzungen für den Projektfonds nicht erfüllen, können kleinere Fördersummen aus einem Nothilfefonds erhalten (max. 500 Euro). Die Mittel werden je nach verfügbaren Mitteln aus einem Spendentopf (von Stiftungen und Privatpersonen) ausgezahlt. „

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Wer Mitgliedskünstler im BBK werden will, wird von Oben nach Unten abgewiesen (bbk-bundesverband.de am4. August 2020):

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„Jede Bildende Künstlerin und jeder Bildende Künstler kann Mitglied im BBK werden!

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Bildende Kunst an einer deutschen Kunsthochschule oder einer vergleichbaren ausländischen Institution oder der Nachweis einer professionellen Ausstellungs- und Publikationstätigkeit.

Eine Mitgliedschaft im BBK ist über die Landesverbände bzw. die Regional- oder Bezirksverbände möglich. Die Vorteile bestehen u. a. in berufsspezifischen Beratungsangeboten, vergünstigten Publikationen, in Ausstellungsmöglichkeiten der BBK-Verbände und einem regelmäßigen kollegialen Austausch. Dadurch wird auch die Arbeit des BBK-Bundesverbandes unterstützt, der sich auf Bundesebene für die Verbesserung der beruflichen und sozialen Rahmenbedingungen einsetzt.

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Wenn Sie Mitglied werden möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Landesverband bzw. dem Regional- oder Bezirksverband an Ihrem Wohnort auf. Adressen und Kontaktdaten finden Sie (im Internetz).

Die Websites bzw. Geschäftsstellen der Verbände stellen detaillierte Informationen zur Mitgliedschaft – zu Voraussetzungen, Kosten etc. – bereit. „

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Es bleibt die Frage nach den Zulassungsbedingungen zum „Künstlerstudium und den Abschlussprüfungen daselbst“. Wie wird man antragsberechtigt?

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Man kann aber auch einfach als Hausfrau (mit weiblichem Vornamen, etwa „Kai-Maria“) einen Aufnahmeantrag stellen.

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Oder man kann Umsatzsteuer-Zahlbelege an das eigene Finanzamt vorlegen – denn wer Ertrag erzeugt, ist allemal Berufskünstler beim BBK und bei der Künstlersozialkasse, KSK laut KSV (wenn man da beitritt).

Neben dem BBK gibt es noch den Deutschen Künstlerbund DKB und die Gedok, dem Damenverband, die den Kunst-Werkbereich in der OKF besetzen. Sie werden stets gegen den Wirkbereich der Verbände der Kunstkonsumenten innerhalb von Kulturrat und Kunstrat, in der politischen Interessenminderheit sein.

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Der Deutsche Künstlerbund (DKB) vertritt angeblich über 800 Künstler, die quantitativ mit den oben zitierten 46.000 beim BBK optierten Klienten (Verbandskünstler) nur als Minorität wirken kann:

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„Als Forum der Avantgarde wurde der Deutsche Künstlerbund 1903 in Weimar auf Initiative des Kunstförderers Harry Graf Kessler von Lovis Corinth, Max Liebermann, Alfred Lichtwark, Max Slevogt und anderen ins Leben gerufen. Nach seiner Auflösung im Jahr 1936 durch die Nationalsozialisten wurde er 1950 durch die Künstler Willi Baumeister, Karl Hofer, Ewald Mataré und Karl Schmidt-Rottluff in Berlin neu begründet.

Rund 750 namhafte Künstler*innen aller Generationen gehören heute dieser Vereinigung an. Der Deutsche Künstlerbund übernimmt – zu Beginn noch in der Position eines Pioniers – seit seiner Entstehung engagiert und kompetent kulturpolitische Aufgaben in unserer Gesellschaft.

Er versteht sich als ein Zusammenschluss von bildenden Künstler*innen, die sich, mit Respekt vor dem Werk des anderen, im Interesse aller Kolleg*innen engagieren. Mitglieder des Künstlerbundes wirken in nationalen und internationalen Gremien, Kuratorien und Ausschüssen mit, die auch beratend an der Erarbeitung gesetzgebender Regelungen beteiligt sind. Viele Initiativen des Deutschen Künstlerbundes, wie zum Beispiel die Einrichtungen der Künstlersozialkasse, haben sich mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit im Kultur-Alltag etabliert.

Der Deutsche Künstlerbund versteht sich vor allem als lebendiger Ort der künstlerischen Auseinandersetzung und des kritischen Diskurses. Der eigene Projektraum in Berlin bietet eine attraktive Plattform für die Diskussion aktueller Fragestellungen und zeitgenössischer Positionen.

Der Deutsche Künstlerbund setzt sich ein für den Bestand der künstlerischen Freiheit als unverzichtbare Basis einer kulturellen Fortentwicklung und für die Stärkung der Position von Kunst und Künstler*innen in der Gesellschaft.“

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Beachtlich ist noch, zu verstehen, dass die Vorsitzenden und Vorstände all der IKFS, stets die Obrigkeit affirmieren und gegen die eigenen Verbandsmitglieder helfen durchzusetzen. Man kann es aktuell bei den Corona-Sonderförderungen beobachten. Es gibt keinerlei satzungsgerechte Beschlüsse im BBK und im DKB, dass der deutsche Föderalismus nachteilig sei und der Zentralismus des Bunds von den Künstlern gewünscht würde.

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In der Verbandskommunikation, Zeitschriften und Internetz-Texten werden all diese Fraglichkeiten verschwiegen (z. B. „kulturpolitik“ vom BBK).

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Frage bleibt für jeden Neu- und Echtkünstler, ob er in der akuten Corona-Konjunktur dann tatsächlich einem der Pseudo-Berufsverbände beitreten soll, um staatliche Stütze beantragen zu dürfen? Ist nicht gewerbliche Selbständigkeit einfacher? oder, wer sich arbeitslos meldet, erwirbt den „Hartz IV-Status“ und kann der Arbeitslosen-Versorgung beitreten. Es sind damit ja immer auch Sozial-, Kranken-, Pflege- und Altersversicherungsansprüche bewährt.

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Hingegen, wer in der Künstlersozialversicherung die Monatsbeiträge nicht zahlen kann, erhält unverzüglich eine „Ruhensmahnung“ – d. h. die Versicherungsleistungen werden sofort gestopp. Keine Krankenversicherung kann im Corona-Zeitalter Elend bedeuten.

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Was sagt der Künstlerverband den staatlichen Stellen, welches die politischen Interessen der Künstler sind? – das sind niemals die selben, die Kunstkonsumenten in ihren Verbänden vertreten.

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So geht es zum Zentralismus und zur KUNSTPAUSE durch OKF.

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P. S.

Zugegeben, heute wäre Adolf Hüttler, der mehrfach in Wien von der Kunstakademie abgelehnt worden war, Kunstakademieabsolvent, Berufskünstler-Verbandsmitglied und als Versicherter in der Künstler-Sozialversicherung. Nicht auszudenken, was uns die heutige fortgeschrittene KUNSTPAUSE durch OKF erspart.

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Gerhard Baum zur Kunstfreiheit – ist die Kunst frei? – wie ist die Kunst gesteuert?

Mai 10, 2019

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am Samstag, den 11. Mai 2019

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Kürzlich hatte der NRW-Kulturrat zu einer öffentlichen Podiums-Diskussion eingeladen, Titel:

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>Demokratie – Kultur

Kunst in der stabilen Demokratie<

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Der verdiente frühere Bundesinnenminister Dr. Gerhard Baum, Rechtsanwalt und in diversen Verfassungsfragen aktiver Bürger und Ehrenamtler, wie auch hier, als Vorsitzender des NRW-Kulturrats, am 8. Mai 2019 in Köln.

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Auf dem Podium unter der Moderation von Frank Überall noch

Thea Dorn (Autorin),

Julia Beerhold (Demokratie in Bewegung),

Gerald Hensel (Fearless Democracy)

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Gerhard Baum sprach auch zum gesetzten Thema konkret hinsichtlich des grundrechtlich festgeschriebenen Passus „Freiheit der Kunst“ § 5 Abs 3 GG:

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„Wir haben eine freie Kunst“.

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Baum unterfütterte seine eigenen Reflektionen zu diesem Werte-Bereich mit seinem anfänglichem Unverständnis gegenüber Werken von Joseph Beuys, und dem Diktum „Jeder ist ein Künstler“ – berichtete dann aber, dass er eine Mappe mit Beuyswerken privat (also frei) erstanden habe, mit denen er seitdem in seinen Wohnräumen alltäglich gerne und erfreut lebt.

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Gerhard Baum zitierte noch Gustave Flaubert, der von der Kunst und den Künstlern gefordert haben soll: Sie sollen rebellisch sein.

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Und Baum wies noch auf eine Oper von Helmut Lachenmann hin (neue Musik, mit präparierten Instrumenten und Budenzauber), der  politische Stichworte vertont habe.

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Nun lösen aber die besagten Werke bei Gerhard Baum als Kunstkonsument keine Rebellion aus und werden auch nicht als Rebellion empfunden. Und die Autoren – Beuys und Lachenmann – waren bzw. sind eben nicht rebellisch, sondern dem organisierten Kunst-Förder-System (OKF) in Deutschland vollkommen angepasst gewesen – Beuys documenta-Auftritte waren staatliche, Lachenmanns Aufführungen sind allesamt staatlich finanziert. Quasi staatliche Indienstnahmen – jenseits von staatlichen Kunsturteilen (die nämlich dem Staat verboten sind).

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Nun kann auch der Jurist und Elitepolitiker Gerhard Baum nicht bestreiten, dass wir in Deutschland ein komplexes System von KUNSTORGANISATION (im Verbändestaat / Jürgen Weber: Interessenorganisation…) praktizieren, wodurch nicht zutrifft, was das Grundgesetz dem Anschein nach definiert und fordert:

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Die Kunst ist frei / hat frei zu sein / ohne ästhetische Zwänge …

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sondern Gerhard Baum war selbst viele Jahre daran politisch beteiligt, dieses Organisationssystem aufzubauen und ist es konkret heute noch, als Vorsitzender des NRW-Kulturrats, dass es als empirische Feststellung zu sagen ist:

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Die Kunst ist organisiert.

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Und da beginnt es dann schwierig zu werden – wo der Anspruch „frei“ von staatlicher Organisation getroffen wird..

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Immer Majoritätsquoten entscheiden, was „geframed“ wird, was in Parteierklärungen positioniert wird. Welche Worte überhaupt benutzt werden, wenn man sagt „freie Kunst“ – was ist dann „frei“?

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Man spricht dann ganz folkloristisch von „Freier Kunst“ – weil man weder die Finanzumfänge, noch die einzelnen Normen, Strukturen und besonders personelle Strukturen und die Funktionen (immer als Multifunktionen mit diskretem Multirollenwechseln der Multifunktionären) in Deutschland überhaupt kennt.

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Gerhard Baum ist ein Multifunktionär, Privatperson, Rechtsanwalt, Ex-Höchstgeheimnisträger als BMI, Vorsitzender des NRW-Kulturrats, Mitglied der FDP usw.

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Der normale Bürger weiß nicht, dass etwa 95 Prozent aller volkswirtschaftlichen Finanzflüsse im Bereich von Kunst und Kultur staatliche Quellen sind (s. IFO /Marlies Hummel, nach der letzten Enquete zu Kunst und Kultur), einschließlich aller vor- und nachgelagerten Bereiche.

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Und der normale Bürger weiß nicht, dass der unverhältnismäßig, fast vollkommene Empfängerkreis hierzu, diese gezweckten Kunstförderungsmittel nicht Künstlern zugute kommen, sondern einer infamen Salonpersonnage von Pseudo-Künstlern, Artmen und Parteifunktionären, in der verirrten Kunstorganisation.

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Auch die Kunst- und Kulturverbände, bis in den Kunstrat, werden völlig von Nichtkünstlern dominiert und beherrscht:

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„Künstlerverbände“ – „einen Künstlerrat“ in Deutschland gibt es nicht. Weder der Deutsche Künstlerbund, noch die Gedok, noch der BBK haben die Legitimation, für die Künstler aufzutreten und Interessen zu verhandeln. Einerseits ist die überwiegende Zahl der Künstler nicht Mitglied dieser Verbände – aber noch schlimmer – die Vorstände vertreten nicht die Kollegen, sondern ganz persönlich eigenmächtige Interessen.

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Ich bringe deshalb zwei kurze Beispiele, die jeden Menschen in Deutschland öffentlich ansprechen und überwiegend als Beweise für die praktische Freiheit der Kunst verstanden werden – siehe auch http://www.universitaet-bremen/bibliothek/elektr. Publikation, Diss. 2000 „Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland und das BBK-Erlebnis“, Dietmar Moews; Bremen 2000:

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Die Galerie Michael-Horbach-Stiftung, Köln (NGO, als eine staatlich anerkannte Stiftung), dazu weiter unten ein Zitat zu Pablo Casals, als freiem Künstler (nicht in Katalonien, sondern erst nach Auswanderung, nach Frankreich und nach Puerto Rico).

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„Anlässlich des Sommerblut Kulturfestivals in Köln – 2019 dem Schwerpunkt „Glaube“ gewidmet – zeigt die Michael-Horbach-Stiftung in ihren Kunsträumen Arbeiten von 7 international agierenden Künstlern. Die gebotenen fotografischen Einblicke lassen keinen Zweifel an der üppigen Vielfalt, die Cubas Glaube und Spiritualität zu bieten hat.


Auf Cuba blüht heute ein breites Spektrum an Glaubensrichtungen, so bunt, wie die Palette der indigenen, afrikanischen und europäischen Wurzeln der Bewohner. In den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung gibt die Fotoausstellung „Glaube auf Cuba“ – die fünfte zum Thema Cuba in diesen Räumen – mit 7 Künstler-Positionen überraschende Einblicke, die vielleicht eine für den Betrachter eher unbekannte Seite Cubas zeigen, „ein anderes Cuba, als uns durch Medien vorgeführt wird““

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Der spanisch-katalanische Cellist Pablo Casals (1876 – 1973), auch Komponist und Dirigent, gilt als einer der allerbesten aller Zeiten.

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Pau Casals beschreibt in seiner Autobiographie, wie seine lebenslange Liebe zu dem Instrument Cello bei einem Konzert in El Vendrell entstanden ist:

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Casals übte noch im Alter von 93 Jahren täglich vier bis fünf Stunden Cello.

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Auf die Frage „Warum?“ antwortete er einmal:

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Ich habe den Eindruck, ich mache Fortschritte.“

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Dietmar Moews meint: Dass ein Staat die Kunst in der Kultur so hoch bewertet, dass er ihren gesellschaftlichen Bereich organisiert und durch den Finanzumfang sich in eine

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„Kulturgestaltungsmacht des Bundes“

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hineinorganisiert, durch die verfassungsmäßige Kompetenz der

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„Kulturhoheit der Länder“

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in die administrative Kompetenz der Kunstbelange und über die

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„Allzuständigkeit der Gemeinden“,

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ganz im föderalistischen Aufbau von unten nach oben – Gemeinde, Land, Bund – die obrigkeitliche Zuständigkeit geregelt hat, wozu eben auch er gesamte intermediäre Bereich der Vereine, Verbände, Parteien, Stiftungen usw. zu zählen ist (wer eine ephemere Gruppe bildet, unterliegt unmittelbar dem BGB; das beginnt bereits mit der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) und geht hin zu internationalen Dachverbänden wie z. B. DFB, UEFA, FIFA).

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Es wird jeder leicht einsehen, wenn man KUNST völlig offen einer mehrheitlichen oder auch willkürlichen rechtsgültigen Definition überlässt und das „Freiheit der Kunst“ normativ und rechtsverbindlich nennt, öffnet den Kunstbereich der Einwanderung von interessierten Nichtkünstler.

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Sobald Nichtkünstler in den Kunst- und Kulturverbänden die Mehrheiten bilden und die Personalauswahl bestimmen, ist das Spiel bereits gelaufen.

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Damit ist aber „organisierte Kunst“ eben genau nicht Organisation der Grundrechtsforderung §5 Abs 3 GG „Kunstfreiheit“, sondern sie schafft ein wildes Kollektivgebilde (Theodor Eschenburg) der Ermächtigung über den gesamten politischen Bereich der Kunst, der Organsiationskunst und des Organisationspersonals, der offiziell (auch von Gerhard Baum) als Kunstfreiheit bezeichnet wird.

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Dass dabei, ausgehend von der Kulturpolitischen Gesellschaft Hagen, die zweifelsfrei eine Verbändeorganisationsstruktur der SPD war (siehe Norbert Sievers, Diss.), die jetzt inzwischen in Form des NRW-Kulturrats einen FDP-Politiker, Dr. Gerhard Baum als Vorsitzenden hat, der garantiert demnächst von einer GENDER-AMAZONE ersetzt werden wird, sei nur zur Erheiterung von Gerhard Baum angefügt.

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Wenn also die Michael-Horbach-Stiftung Kubanische Photos ausstellt, ist das einerseits eine Kunstbereitstellung durch staatliche Organisation (NGO / NRO sind stattlich steuerbegünstigte Rechtsformen), so ist andererseits die Produktion jener Photos und deren Autoren, nicht dargestellt – wie weit die frei oder in Dienstleistung usw. fotografiert hatten.

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Wenn Pablo Casals auf seinem Cello übte oder sogar komponierte, so ist hier eine musikalische Kunstproduktion tatsächlich „frei“ zu nennen. Nur eine Publikation, Druck von Partituren, Uraufführung an einem staatlich subventionierten Opernhaus usw. allesamt organisiert kontrolliert und gesteuert. Ein Stern des Cellos, wie Pablo Casals, wurde so auch nur durch seine Flucht vor den Franco-Faschisten ein zu hause frei übender Instrumentalist – durchaus ein freier Mentalist.

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P. S. Wer jetzt schwierig findet, zu verstehen, warum die Kunst in Deutschland nicht frei ist, weil sie so organisiert wurde wie es empirisch funktioniert, nämlich völlig personalkontrolliert, muss sich kurz in die DDR versetzen, wo man auch KUNST machen ließ oder eben personell steuerte,

der Präses des VDK Verbandes der Künstler der DDR, der Maler Willi Sitte, konnte sogar nach San Francisco reisen, wo das „Haus der DDR“ im Jahr 1980 Aquarelle von Sitte ausstellte. Während ein AR PENCK genannter Ralf Winkler in Dresden kriminalisiert worden ist.

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Ob sich Willi Sitte so frei fühlte wie Penck, ist nicht festgestellt worden – wobei heute die telematischen Chinesen inzwischen eindeutig auf Freiheit verzichten, weil sie dafür die Sicherheit bevorzugen. Mag auch Willi Sitte seine Reise nach San Francisco – ich selbst war zu jener Zeit als bundesdeutscher Künstler in San Francisco – irritierend empfunden haben, denn jene Freiheit gab es in der DDR nicht, die es auch zur Nazizeit nicht gab – woher also sollte Willi Sitte jene Freiheit kennen?

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Welche kennt Gerhard Baum?

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Ich erinnere an Georg Meistermann, Maler und Malerieprofessor und Vorsitzender des „Deutschen Künstlerbunds“, der sagte – nachzulesen in KUNSTREPORT –

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„…Wenn ich schon höre „staatliche Kunstförderung“ – man sollte damit völlig aufhören..“ (weil es nicht Förderungswürdigkeit und Förderungsbedarf berücksichtigt, sondern zu kunstfernen Eingriffsmöglichkeiten führt).

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Dietmar Moews, Palette auf Tisch, Öl auf Nessel, 130cm/110cm. gemalt 1973

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Werner Berges 1941 – 2017 Kurznachruf

November 8, 2017
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Vom Mittwoch, 8. November 2017

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Werner Berges, deutscher Maler, geboren am 7. Dezember 1941 in Cloppenburg, ist jetzt 75-jährig, am 26. Oktober 2017 in Schallstadt gestorben. Berges war ein deutscher Pop-Art-Künstler im Sinne figürlich-ästhetischer Abstraktion.

Von 1963 bis 1968 folgte ein Studium der freien Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Alexaner Camaro, 1965 wandte sich Berges langsam der figurativen Malerei zu. Werke aus dieser Zeit zeigen anthropomorphe Figuren, die sich auf der Leinwand verteilen und auf den ersten Blick oft nicht als solche zu erkennen sind. Die einzelnen Figuren präsentieren sich in den mannigfaltigsten Formen, schlängeln sich über die Bildfläche und lassen so einen surrealen Eindruck entstehen, der das Figurative noch dominiert. 1966 wurde Berges Mitglied der 1964 gegründeten Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35. Eine seiner frühen Einzelausstellungen fand 1966 in den Räumen der Ausstellungsgemeinschaft statt.

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Werner Berges war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Berges lebte und arbeitete in Schallstadt bei Freiburg und in Cadaqués/Spanien.

 

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Kunst der Malerei in staatlicher Direktion der Kunstindienstnahme

August 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7544

Vom Dienstag, 29. August 2017

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Gibt es ein BAUVERLANGEN? – wie es der deutsche Architekt BRUNO TAUT für ANKARA entfaltete?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN? – wie es für den Maler DIETMAR MOEWS sein Leben lang gibt und in Malerei-Bildern geschaffen wird?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN anderer MALER? – Gibt es eines des MALEREIPUBLIKUMS? – es gibt einen weltweiten intensiven Kunstprozess, in dessen Mittelpunkt, zwischen Malern und Publikum, MALEREIWERKE im KUNSTERLEBNIS gebraucht werden.

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Warum erschien keine LICHTGESCHWINDIGKEIT mit einem KURZNACHRUF auf den just gestorbenen Künstler K O GOETZ?

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Diese Anfrage per E-MAIL erreichte mich freundlich. Ich antwortete prompt. Inzwischen finde ich, meine Antwort kann auch andere an Malerei Interessierte ansprechen:

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Den Maler Goetz kenne ich seit den 1970er Jahren. Er wurde jetzt in den Massenmedien herausgehoben, weil er als Kölner die eitlen Vorteile der Medien- und Kunststadt genoss.

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Seine Bilder – die ich kenne – gefallen mir überhaupt nicht. Es ist dabei für mich nicht mal zu sehen, dass er seine Bilder liebt, oder dass er was kann, oder, was er den Menschen zu geben hat.

 

Den Herrn Goetz kenne ich bereits als einen jener deutschen Kunsthochschul-Staatsdienern, die den Deutschen Künstlerbund abriegelten. Der DKB war die staatsdienende Berufskünstler-Elite. Die brachten alljährlich ihre Protegées in die große  Jahresausstellung (jedes Jahr in einer großen deutschen Stadt), womit dieser auserlesene Nachwuchs in die privaten Galerien, Kunstvereinsausstellungen und Kunstmessen gelangten (Wer sind Sie denn?).

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Eine gewisse Gatekeeper-Funktion, wie damals der Deutsche Künstlerbund, so ist es heute mit ART NET – nur dass man sich da einkaufen kann bzw. wenn ein Agent einen Künstler da einkauft, dann gehört man zu den „zeitgenössischen Künstlern“. Wer nicht bei ART NEt gelistet ist, kann noch nicht einmal ein Werk in Auktionen der internationalen Auktionshäuser hineinbringen (die auch Kataloge herstellen und die erhebliche Verkaufs-Provisionen nehmen). Doch sie nehmen keinen Künstler, der nicht da gelistet ist. Selbst wenn ein bekannter Kunstsammler oder Galerist einen nicht gelisteten Namen zur jährlichen Versteigerung (immer gegen Gebühren) einreichen möchte, wird das abgelehnt.

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Es ist so im Sinne dieses Westkunst-Syndikats, die sonst – ohne einen offenen Zugang zum Auktions- und Messemarkt – mit ihrem Gerümpel ihrer Vertragskünstler unter zehntausenden zeitgenössischen Künstlerangeboten untergingen.

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Da ist nun Goetz, über den Deutschen Künstlerbund, gerade noch mit drin – als ehemaliger Professor an der Düsseldorfer Akademie. Aber er wurde nie besonders von all den Kollegen beachtet oder geachtet. Im Gegenteil – die soziale Stimmung unter diesen Staatskünstlern war enorm von entweder Klüngel-Genossen-Salonpersonnage oder von Missgünstlingen und Neidern geprägt, die mit dem Rücken zu den Werken der jeweils anderen durch die Ausstellungseröffnung gingen. Alle drängten sich danach, aber dem Redner Hans Küng oder Willy Brandt usw. persönlich die Hand geben zu dürfen (am Besten wenn das Ehegespons und die Enkeltochter das sahen): Bezeugung als Künstler in der Kunstöffentlichkeit ist für Leute, deren Werke niemanden berühren, das A und O.

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Dietmar Moews meint: Es ist wohl ganz allgemein normal so üblich, dass sich Friseure nicht unbedingt gegenseitig schätzen. Ein guter Meister wird sicher keinen Wichtigtuer beachten:

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„Meister, da ist ein Kunde, der will die Haare geschnitten haben“, sagt der Lehrling. „Ja, ist gut, aber schneid‘ dich nicht“.

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Wenn ich das dümmliche Nachkriegs-Gerakel von Goetz in Filmen sehe und was „Avantgardistisches“, 50 Jahre verspätet, Karl Otto Goetz dazu im Film sagte, finde ich es einfach nicht weniger peinlich, als den greisen Lable-Rakler Gerhard Richter in seinen Werkhallen.

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Die Jahreskataloge des Deutschen Künstlerbundes der ausgehenden 1960 Jahre sind voll mit „Informell-Deutschen“ (hinten dran ganz leise, knapp hinter Jackson Pollock, Fred Thieler, auch Bernhard Schulze und viele andere).

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Anfang September wird der Schweizer Meister Ferdinand Hodler in der Bundeskunsthalle Bonn ausgestellt – da habe ich eine persönlich Einladung zur Eröffnung – und werde hingehen.

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Staat beseitigt ZEITGENÖSSISCHE KÜNSTLER durch OKF

Juli 28, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4722

am Montag, 28. Juli 2014

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Wollte man eine Katze umbringen, müsste man sie in einer Tür einklemmen, denn Katzen haben ein zähes Leben (SCHWEJK). Entschuldigen Sie, Herr Fihrer, dass ich mich etwas lustig mache, dann wird’s etwas leichter ums Herz.

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Was der Leiter im Haus der Kunst, München, meinte, nachdem ihm die Süddeutsche Zeitung entgegen gehalten hatte (Samstag, 26. Juli 2014, S. 38): „… die relativ bedeutungslosen Künstlerverbände“: „Ein Teil der Situation ist aber auch, dass die vier Säulen, auf die sich das Haus finanziell stützt, wackeln. Die Schörghuber-Stiftung hat sich mit 500 000 Euro jährlicher Unterstützung zurückgezogen. In der Gesellschaft der Freunde herrschen chaotische Zustände. Einzig der Freistaat und die relativ bedeutungslosen Künstlerverbände bleiben noch“ (Evelyn Vogel und Christoph Wiedemann)

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DIETMAR MOEWS "Et in Argentina ego" Öl auf Leinwand

DIETMAR MOEWS
„Et in Argentina ego“
Öl auf Leinwand

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Man braucht hier zum Verständnis erstmal kein weiteres Wissen, und muss jene Staatsschranze, Okwui Enweszor, nicht persönlich kennen. Man kann der von Enweszor unwidersprochenen Aussage: „relativ bedeutungslos“ ins nüchterne Auge zu blicken:

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Der deutsche Staat hat die gesamte Lage der Künstler, über die Definition „Kunstfreiheit gemäß § 5 GG“ in die relative Bedeutungslosigkeit, ins Abseits und an den Tropf, organisiert. Die organisierte Kunstförderung OKF lässt sich neben allen Verfahrensumständen der rechtlich-föderalistischen Kunstorganisiation verkürzt auf über 90 % Staatsabhängigkeit und die restlichen Prozent Selbstausbeutung begreifen. (Quelle: IFO-Institut „Volkswirtschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur“; Dietmar Moews „Verirrte Kunstorganisation“, Universitäts-Diss. 2000 / 2005)

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DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm, KUBUS Hannover 1980 Künstlergruppe  Neue Sinnlichkeit

DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm,
KUBUS Hannover 1980
Künstlergruppe
Neue Sinnlichkeit

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Dietmar Moews meint: Der deutsche Föderalstaat hat das Gemeinwesen zum föderalen Verbändestaat durchorganisiert. Auch Kunst und Kultur ist in einem absurden Deutschen Kulturrat zusammengefasst, darin Deutscher Kunstrat, Deutscher Musikrat usw. Der deutsche Kunstrat vertritt Künstler als Prototyp-Produzenten, zusammen mit Kulturindustrie-Konsumenten und allen kommerziellen Interessenten, Galeristenverband usw. Egal bei welchem künstlerpolitischen Unterfangen im Deutschen Kunstrat sind immer die Produzenten-Künstler gegen die große Mehrheit all der Interessent, die an und durch die Künstler verdienen wollen.

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Dieser Verrat der OKF wird in offizialen Verlautbarungen und in den Parlamenten stets als Legitimationspolster missbraucht: „Wir haben uns mit dem Deutschen Kulturrat abgestimmt, wir haben eine Enquete, wir haben eine Anhörung usw. Zitiert werden dann immer die Stimmen der kulturindustriellen Mehrheit, niemals die Bedürfnisse des einzelnen Berufskünstler.

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Schließlich gibt man der staatlich organisierten Not noch den Rest, indem einzelne Hofschranzen als Beweis der staatlichen Künstlerförderung vorgezeigt werden (natürlich Staatsdiener oder gar Künstler-Beamte).Ist es nicht schön für alle Beamten, dass der Staat sie als „Fürst“ bezeichnet – „Künstlerfürst“.

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Bedingung, die der Staat dem Künstlerfürst stellt ist, dass er sich marginal bürokratistisch und im Abseits aufhält und keine ernsthafte kunstpolitische Dissidenz vertritt.

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DIETMAR MOEWS "Cien Australes" Öl auf Leinwand

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„Cien Australes“
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