Gerhard Baum zur Kunstfreiheit – ist die Kunst frei? – wie ist die Kunst gesteuert?

Mai 10, 2019

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am Samstag, den 11. Mai 2019

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Kürzlich hatte der NRW-Kulturrat zu einer öffentlichen Podiums-Diskussion eingeladen, Titel:

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>Demokratie – Kultur

Kunst in der stabilen Demokratie<

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Der verdiente frühere Bundesinnenminister Dr. Gerhard Baum, Rechtsanwalt und in diversen Verfassungsfragen aktiver Bürger und Ehrenamtler, wie auch hier, als Vorsitzender des NRW-Kulturrats, am 8. Mai 2019 in Köln.

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Auf dem Podium unter der Moderation von Frank Überall noch

Thea Dorn (Autorin),

Julia Beerhold (Demokratie in Bewegung),

Gerald Hensel (Fearless Democracy)

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Gerhard Baum sprach auch zum gesetzten Thema konkret hinsichtlich des grundrechtlich festgeschriebenen Passus „Freiheit der Kunst“ § 5 Abs 3 GG:

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„Wir haben eine freie Kunst“.

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Baum unterfütterte seine eigenen Reflektionen zu diesem Werte-Bereich mit seinem anfänglichem Unverständnis gegenüber Werken von Joseph Beuys, und dem Diktum „Jeder ist ein Künstler“ – berichtete dann aber, dass er eine Mappe mit Beuyswerken privat (also frei) erstanden habe, mit denen er seitdem in seinen Wohnräumen alltäglich gerne und erfreut lebt.

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Gerhard Baum zitierte noch Gustave Flaubert, der von der Kunst und den Künstlern gefordert haben soll: Sie sollen rebellisch sein.

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Und Baum wies noch auf eine Oper von Helmut Lachenmann hin (neue Musik, mit präparierten Instrumenten und Budenzauber), der  politische Stichworte vertont habe.

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Nun lösen aber die besagten Werke bei Gerhard Baum als Kunstkonsument keine Rebellion aus und werden auch nicht als Rebellion empfunden. Und die Autoren – Beuys und Lachenmann – waren bzw. sind eben nicht rebellisch, sondern dem organisierten Kunst-Förder-System (OKF) in Deutschland vollkommen angepasst gewesen – Beuys documenta-Auftritte waren staatliche, Lachenmanns Aufführungen sind allesamt staatlich finanziert. Quasi staatliche Indienstnahmen – jenseits von staatlichen Kunsturteilen (die nämlich dem Staat verboten sind).

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Nun kann auch der Jurist und Elitepolitiker Gerhard Baum nicht bestreiten, dass wir in Deutschland ein komplexes System von KUNSTORGANISATION (im Verbändestaat / Jürgen Weber: Interessenorganisation…) praktizieren, wodurch nicht zutrifft, was das Grundgesetz dem Anschein nach definiert und fordert:

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Die Kunst ist frei / hat frei zu sein / ohne ästhetische Zwänge …

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sondern Gerhard Baum war selbst viele Jahre daran politisch beteiligt, dieses Organisationssystem aufzubauen und ist es konkret heute noch, als Vorsitzender des NRW-Kulturrats, dass es als empirische Feststellung zu sagen ist:

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Die Kunst ist organisiert.

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Und da beginnt es dann schwierig zu werden – wo der Anspruch „frei“ von staatlicher Organisation getroffen wird..

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Immer Majoritätsquoten entscheiden, was „geframed“ wird, was in Parteierklärungen positioniert wird. Welche Worte überhaupt benutzt werden, wenn man sagt „freie Kunst“ – was ist dann „frei“?

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Man spricht dann ganz folkloristisch von „Freier Kunst“ – weil man weder die Finanzumfänge, noch die einzelnen Normen, Strukturen und besonders personelle Strukturen und die Funktionen (immer als Multifunktionen mit diskretem Multirollenwechseln der Multifunktionären) in Deutschland überhaupt kennt.

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Gerhard Baum ist ein Multifunktionär, Privatperson, Rechtsanwalt, Ex-Höchstgeheimnisträger als BMI, Vorsitzender des NRW-Kulturrats, Mitglied der FDP usw.

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Der normale Bürger weiß nicht, dass etwa 95 Prozent aller volkswirtschaftlichen Finanzflüsse im Bereich von Kunst und Kultur staatliche Quellen sind (s. IFO /Marlies Hummel, nach der letzten Enquete zu Kunst und Kultur), einschließlich aller vor- und nachgelagerten Bereiche.

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Und der normale Bürger weiß nicht, dass der unverhältnismäßig, fast vollkommene Empfängerkreis hierzu, diese gezweckten Kunstförderungsmittel nicht Künstlern zugute kommen, sondern einer infamen Salonpersonnage von Pseudo-Künstlern, Artmen und Parteifunktionären, in der verirrten Kunstorganisation.

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Auch die Kunst- und Kulturverbände, bis in den Kunstrat, werden völlig von Nichtkünstlern dominiert und beherrscht:

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„Künstlerverbände“ – „einen Künstlerrat“ in Deutschland gibt es nicht. Weder der Deutsche Künstlerbund, noch die Gedok, noch der BBK haben die Legitimation, für die Künstler aufzutreten und Interessen zu verhandeln. Einerseits ist die überwiegende Zahl der Künstler nicht Mitglied dieser Verbände – aber noch schlimmer – die Vorstände vertreten nicht die Kollegen, sondern ganz persönlich eigenmächtige Interessen.

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Ich bringe deshalb zwei kurze Beispiele, die jeden Menschen in Deutschland öffentlich ansprechen und überwiegend als Beweise für die praktische Freiheit der Kunst verstanden werden – siehe auch http://www.universitaet-bremen/bibliothek/elektr. Publikation, Diss. 2000 „Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland und das BBK-Erlebnis“, Dietmar Moews; Bremen 2000:

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Die Galerie Michael-Horbach-Stiftung, Köln (NGO, als eine staatlich anerkannte Stiftung), dazu weiter unten ein Zitat zu Pablo Casals, als freiem Künstler (nicht in Katalonien, sondern erst nach Auswanderung, nach Frankreich und nach Puerto Rico).

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„Anlässlich des Sommerblut Kulturfestivals in Köln – 2019 dem Schwerpunkt „Glaube“ gewidmet – zeigt die Michael-Horbach-Stiftung in ihren Kunsträumen Arbeiten von 7 international agierenden Künstlern. Die gebotenen fotografischen Einblicke lassen keinen Zweifel an der üppigen Vielfalt, die Cubas Glaube und Spiritualität zu bieten hat.


Auf Cuba blüht heute ein breites Spektrum an Glaubensrichtungen, so bunt, wie die Palette der indigenen, afrikanischen und europäischen Wurzeln der Bewohner. In den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung gibt die Fotoausstellung „Glaube auf Cuba“ – die fünfte zum Thema Cuba in diesen Räumen – mit 7 Künstler-Positionen überraschende Einblicke, die vielleicht eine für den Betrachter eher unbekannte Seite Cubas zeigen, „ein anderes Cuba, als uns durch Medien vorgeführt wird““

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Der spanisch-katalanische Cellist Pablo Casals (1876 – 1973), auch Komponist und Dirigent, gilt als einer der allerbesten aller Zeiten.

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Pau Casals beschreibt in seiner Autobiographie, wie seine lebenslange Liebe zu dem Instrument Cello bei einem Konzert in El Vendrell entstanden ist:

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Casals übte noch im Alter von 93 Jahren täglich vier bis fünf Stunden Cello.

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Auf die Frage „Warum?“ antwortete er einmal:

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Ich habe den Eindruck, ich mache Fortschritte.“

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Dietmar Moews meint: Dass ein Staat die Kunst in der Kultur so hoch bewertet, dass er ihren gesellschaftlichen Bereich organisiert und durch den Finanzumfang sich in eine

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„Kulturgestaltungsmacht des Bundes“

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hineinorganisiert, durch die verfassungsmäßige Kompetenz der

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„Kulturhoheit der Länder“

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in die administrative Kompetenz der Kunstbelange und über die

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„Allzuständigkeit der Gemeinden“,

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ganz im föderalistischen Aufbau von unten nach oben – Gemeinde, Land, Bund – die obrigkeitliche Zuständigkeit geregelt hat, wozu eben auch er gesamte intermediäre Bereich der Vereine, Verbände, Parteien, Stiftungen usw. zu zählen ist (wer eine ephemere Gruppe bildet, unterliegt unmittelbar dem BGB; das beginnt bereits mit der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) und geht hin zu internationalen Dachverbänden wie z. B. DFB, UEFA, FIFA).

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Es wird jeder leicht einsehen, wenn man KUNST völlig offen einer mehrheitlichen oder auch willkürlichen rechtsgültigen Definition überlässt und das „Freiheit der Kunst“ normativ und rechtsverbindlich nennt, öffnet den Kunstbereich der Einwanderung von interessierten Nichtkünstler.

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Sobald Nichtkünstler in den Kunst- und Kulturverbänden die Mehrheiten bilden und die Personalauswahl bestimmen, ist das Spiel bereits gelaufen.

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Damit ist aber „organisierte Kunst“ eben genau nicht Organisation der Grundrechtsforderung §5 Abs 3 GG „Kunstfreiheit“, sondern sie schafft ein wildes Kollektivgebilde (Theodor Eschenburg) der Ermächtigung über den gesamten politischen Bereich der Kunst, der Organsiationskunst und des Organisationspersonals, der offiziell (auch von Gerhard Baum) als Kunstfreiheit bezeichnet wird.

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Dass dabei, ausgehend von der Kulturpolitischen Gesellschaft Hagen, die zweifelsfrei eine Verbändeorganisationsstruktur der SPD war (siehe Norbert Sievers, Diss.), die jetzt inzwischen in Form des NRW-Kulturrats einen FDP-Politiker, Dr. Gerhard Baum als Vorsitzenden hat, der garantiert demnächst von einer GENDER-AMAZONE ersetzt werden wird, sei nur zur Erheiterung von Gerhard Baum angefügt.

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Wenn also die Michael-Horbach-Stiftung Kubanische Photos ausstellt, ist das einerseits eine Kunstbereitstellung durch staatliche Organisation (NGO / NRO sind stattlich steuerbegünstigte Rechtsformen), so ist andererseits die Produktion jener Photos und deren Autoren, nicht dargestellt – wie weit die frei oder in Dienstleistung usw. fotografiert hatten.

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Wenn Pablo Casals auf seinem Cello übte oder sogar komponierte, so ist hier eine musikalische Kunstproduktion tatsächlich „frei“ zu nennen. Nur eine Publikation, Druck von Partituren, Uraufführung an einem staatlich subventionierten Opernhaus usw. allesamt organisiert kontrolliert und gesteuert. Ein Stern des Cellos, wie Pablo Casals, wurde so auch nur durch seine Flucht vor den Franco-Faschisten ein zu hause frei übender Instrumentalist – durchaus ein freier Mentalist.

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P. S. Wer jetzt schwierig findet, zu verstehen, warum die Kunst in Deutschland nicht frei ist, weil sie so organisiert wurde wie es empirisch funktioniert, nämlich völlig personalkontrolliert, muss sich kurz in die DDR versetzen, wo man auch KUNST machen ließ oder eben personell steuerte,

der Präses des VDK Verbandes der Künstler der DDR, der Maler Willi Sitte, konnte sogar nach San Francisco reisen, wo das „Haus der DDR“ im Jahr 1980 Aquarelle von Sitte ausstellte. Während ein AR PENCK genannter Ralf Winkler in Dresden kriminalisiert worden ist.

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Ob sich Willi Sitte so frei fühlte wie Penck, ist nicht festgestellt worden – wobei heute die telematischen Chinesen inzwischen eindeutig auf Freiheit verzichten, weil sie dafür die Sicherheit bevorzugen. Mag auch Willi Sitte seine Reise nach San Francisco – ich selbst war zu jener Zeit als bundesdeutscher Künstler in San Francisco – irritierend empfunden haben, denn jene Freiheit gab es in der DDR nicht, die es auch zur Nazizeit nicht gab – woher also sollte Willi Sitte jene Freiheit kennen?

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Welche kennt Gerhard Baum?

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Ich erinnere an Georg Meistermann, Maler und Malerieprofessor und Vorsitzender des „Deutschen Künstlerbunds“, der sagte – nachzulesen in KUNSTREPORT –

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„…Wenn ich schon höre „staatliche Kunstförderung“ – man sollte damit völlig aufhören..“ (weil es nicht Förderungswürdigkeit und Förderungsbedarf berücksichtigt, sondern zu kunstfernen Eingriffsmöglichkeiten führt).

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Dietmar Moews, Palette auf Tisch, Öl auf Nessel, 130cm/110cm. gemalt 1973

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Staatskunst als Fliegenschiss

März 28, 2015

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vom Samstag, 28. März 2015

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Ein guter Lehrer ist verlässlich – also stets – vorbildlich. Ein guter Lehrer redet nicht schön, wenn nichts schön ist, lobt nicht, wenn lediglich nichts schlecht war, sondern versucht dem Schüler sehr deutlich zu sagen, wo aus Sicht des Lehrers die Möglichkeiten für den Schüler liegen können.

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Der deutsche Staat hat die Organisationsmacht über die Kultur (mit ca. 95% der Geldmittel im Bereich von Kunst und Kultur, vgl. Hummel 1988; vgl. Moews 2000).

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und über den zeitgenössischen Kunstprozess aus Kunstproduktion, Kunstbereitstellung, Kunstkonsumtion, Kunstpolitik und die Salonpersonnage (die Positionierung unechter Künstler anstelle echter Künstler über den Modus „Freiheit der Kunst“ und über die Verbändeorganisation im „Deutschen Kulturrat, Deutschen Kunstrat, Deutschen Musikrat, Gema usw. Künstlersozialkasse, Deutscher Künstlerbund, VG Bild-Kunst, Bundesverband der Galeristen, IG-Verdi im DGB, die Kirchen und Moralunternehnen u.v.a.m.).

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Die Glücksritter dieses bolschewistischen Salonpersonnage-Systems (das die Blockparteien – weitestgehend die SPD-unechten Künstler – unter sich aufteilen) behaupten:

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Dadurch, dass der Staat diese Art der verirrten Kunstorganisation allokatiert und gesetzlich organisiert und durch die parteipolitische Personnage mit unechten Künstlern als Salonpersonnage besetzt, haben diese die vollkommene Direktion und Kontrolle über Kunst und Kultur – und die wird durchgesetzt (selbst, wenn dadurch große Künstler vernichtet und verhindert werden).

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Dieses Salonpersonnage / unechten Künstler behaupten einfach (ohne das Verfassungsrecht auf „Pluralität“ zuzulassen): KEIN C-DUR!

 

Nur diese staatliche Organisation durch Staatsgeld ermöglicht eine unechte Kunst und verhindert jede echte Kunstproduktion außerhalb der eigenen Personnage, die die Gesellschaft durch die Kunstkonsumenten gar nicht hervorbringen würde (hier ist die Rede von heutigem Kunstschaffen, nicht von 1968 oder 1699).

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Was echte Künstler in informellen Nischen privat schaffen, wird nicht durch den staatlichen Publikationsapparat öffentlich bereitgestellt, sondern durch staatliche Abwertung vollkommen abgeblockt (120 Chinesen in NRW-Häusern und? – welches sind die Namen der deutschen „Kreativen“, die im Gegenzug in China auftreten? auf Staatsgeld).

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Der staatlich vorgehaltene Kunstbetrieb mit seinem Bewertungsfaschismus für zeitgenössische Kunst hat für vollkommene Ahnungslosigkeit des potenziellen Kunstpublikums gesorgt:

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Man stellt den Maler Claude Monet aus und behauptet: Bei Monet sähe man bereits die „Auflösung der Form“ (aktuelle Monet-Ausstellung in Frankfurt).

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Folglich werden Pseudokünstler der Form- und Geistlosigkeit Preisträger und Repräsentanten der Salonpersonnage, die sich selbst als hochkarätig labeln. (Gestern wurde in der Zeitung ganzseitig die Staatsschranze Markus Lüperz mal wieder als „Künstlerfürst“ gefeatured. Lüperz dirigierte viele Jahre die NRW-Professuren der Salonpersonnage der Kunstakademie Düsseldorf (und darüber hinaus) – und sein lachhafter Kleiderschrank der exklusiven Hochkarätigkeit wurde vorgeführt – Malerei war mal wieder nicht zu sehen, denn – das ist bekannt: Malen konnte und kann Lüperz so wenig wie Fußballspielen.

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Niemand darf glauben, Lüperz sei je mehr als eine NRW-Schranze der Salonpersonnage gewesen – seine Pseudokunst  geht allen am Arsch vorbei, selbst wenn sie in Fußgängerzonen oder auf Hoteldächern, gemeinsam mit der niedersächsischen Staatsschranze Siegfried Neuenhausen oder der Heidelberger in Berlin, Klaus Staeck, herumsteht – das sind die „SPD-Professoren“, die auch ohne Parteibuch den Schwur verwirklichen:

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Das bolschewistische „Modell Folgeförderung“:  …ein interner Ringeltanz: Man fasst sich an die Hände und sagt: Gut, dass wir uns gefunden haben, und wir lassen nicht mehr los. Ich muss dazu folgende Berechtigungsklausel abgeben: Wir haben gerade in unseren aktuellen Künstlerförderstätten Künstler, die eine Kunst machen, welche man mehr unter Inszenierung, unter Installation und Aktion fassen kann. Es gibt heute Kunstformen, die nicht unmittelbar zu kaufen sind …“ (A. 72, Gerd Grabenhorst im Niedersächsischen Min. f. Wissenschaft u. Kunst, in Klaus von Düring hrsg. WORPSWEDER BEGEGNUNGEN BARKENHOFF-SYMPOSIUM ZUR KÜNSTELRFÖRDERUNG MAI 1989)

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Denn die Gesellschaft hat eher folkloristische „anti-avantgardistische“ Konsumbedürfnisse – Alltags-Musikkonsumenten zahlen eher Kleingeld für tonale Popwerke als Großgeld für eine Avantgarde, die inzwischen 70 Jahre alt und überholt ist und Klang-Experimente von 1982 als NEU durchsetzen will – weil es sich für sie auszahlt – ganz vergessen, was avant garde bedeuten soll (s. Alex Ross THE NEW YORKER in Neue Sinnlichkeit 45).

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Gestern, Freitag, 27. März 2015, berichtete die Süddeutsche Zeitung, Feuilleton, Seite 11 vom „Fliegenschiss“:

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Fliegenschiss hinterm Komma. Dieter Gorny, der Schrecken der Piraten, berät nun die Regierung“.

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Der Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat angeblich Dieter Gorny zum „Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie“ ernannt.

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Das Wort „Künstler“ ist nun weg – es heißt jetzt „Kreative“ – stattdessen werden „Kreative“ angesprochen, ja, und, worauf es ankommt – statt auf Kunst und Künstler überhaupt – die Ökonomie und die IT-Revolution, kurz:

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Die Kulturindustrie (die Industrie als industrieller Produzent und ist Konsument der Künstler) wurde an Stelle der handwerklichen Künstler, die Originale und Prototypen schaffen, gesetzt – die Mitwirkenden in der Kulturindustrie werden jetzt als „Künstler“ gezeichnet (Pseudo-Künstler) und dominieren sogar die Künstlersozial-VERSICHERUNG (KSV). Jeder, der am Computer herumdaddelt, zählt nun in der Künstler-Verbändeorganisation – weil er sich als „kreativ“ bezeichnen darf (ja, „kreativ“ ist Vieles – nur Kunst und Künstler sind etwas völlig anderes).

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Bernd Graff schreibt in der Süddeutschen also:

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Er schon wieder! Der Mann ist Medienmanager und Musiker, Professor ist er und Grimme-Preisträger. Medienmann des Jahres war er 1992. In Nordrhein-Westfalen ist er, Jahrgang 1953, seit den Achtziger Jahren eine dicke Nummer im Medien-Geschäft: die Musikmesse VIVA hat er gegründet. Und krempelte auch schon Essen zur Kulturhauptstadt Europas um. Der Tausendsassa Dieter Gorny, das ist der Mann, ist umtriebig und sehr präsent.

Nirgends machte er das bislang so deutlich wie im Amt des Präsidenten des „Bundesverband Musikindustrie“, der deutschen Abteilung der internationalen Tonträgerhersteller (IFPI). Als solcher ist Gorny nicht nur Musikalien-Anwalt, sondern – sorry – ihr fettester Lautsprecher. ..“

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Elsbeth Moser im WDR-Konzert Köln am 27. März 2015

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Hier wird eine Mär aufgebaut, „dass die Downloader dem Musikprozess und den Erträgen schaden“, während hier das Marketing und die Konsumenten-Kommunikationsintensität für die Musikindustrie kostenlos angekurbelt wird.

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(SZ weiter) „..Denn Gorny ist der Schrecken der Piratebay, der bissigste Feind des illegalen Downloads. Niemand kann so laut und so schön so dicke Krokodilstränen weinen wie Gorny, wenn es um Urheberrecht und die Überschlags-Berechnung der durch Raubkopien verlorenen Künstler-Tantiemen geht. Doch Gorny ist jetzt nicht mehr nur der alerteste Vorzeigelobbyist der Branche, er ist fürderhin auch Regierungsberater.“

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Der Wirtschaftsminister macht die Künstler zugunsten der Kulturindustrie mittels der irreführenden Kunstorganisation PLATT.

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(SZ weiter) „.. der ehemalige Pop-Beauftragte der SPD und jetzige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Dieter Gorny zum „Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie ernannt… Der Impuls, die Kreativwirtschaft zu stärken, ist begrüßenswert. Aber er wird gleich im Keim erstickt, wenn die Unabhängigkeit nicht gewahrt bleibt. Die Bedenken sind angebracht und verständlich. Dennoch könnten die Kreativen und die Digitale Ökonomie kaum besser fahren als unter dem Segel des Lobby-Dickschiffs Gorny.

Die Herausforderungen, denen die Kreativbranche sich schon jetzt und erst recht in Zukunft zu stellen hat, sind gewaltig. Gornys ökonomische Gegner sind nun vor allem die größten Medien-Giganten des Silicon-Valley … im Ring stehen unter anderem: Apple, Amazon, Netflix, Spotify. Wer, wenn nicht Gorny, könnte hierzulande für einen lauteren Aufschrei gegen sie sorgen? Und wer wüsste das besser als die alten Piraten, gegen die Gorny bisher so viel Dampf machte? BERND GRAFF“

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DIETMAR MOEWS 1978 Ballhof-Galerie Hannover

DIETMAR MOEWS 1978
Ballhof-Galerie Hannover

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Dietmar Moews meint: Bernd Graff – der kleine kulturindustrielle Salonpersonnage-Beiwagen – was erzählt der hier für die SZ einen Mist!

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Alter Pirat? – das bin ich selbst. Und Fachmann der Verbändeorganisation ausgewiesen als ein Doktor der Organisationssoziologie, selbst Mitglied als Künstler in sämtlichen dieser Industrieverbände.

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Das ist die Tragik: Die Künstler haben von ihrer eigenen Erwerbsorganisation durch Industriepolitik keine Ahnung – leider leider.

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Die die Künstler entmündigenden unechten Künstler wie dieser SPD-Gorny machen Lobbying für die Musikindustrie und für die Kulturindustrie, aber nicht für die Künstler!

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Nicht für die Künstler lobbyiert Dieter Gorny, sondern für die Wirtschaftspolitik, gegen die Künstler. Gornys Einsatz für die GEMA wird ewig irreführend so hingestellt, als diene die GEMA den Künstlern.

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Nein, die GEMA und Gorny beuten die Künstler aus und machen dann anstelle der Originalgenies „ihre eigenen Kreativen“, die eigentlich selbst nur Kunstkonsumenten sind: GEMA ist Kunstkonsument – GEMA hilft nicht dem Kunstproduzenten, sondern unterdrückt ihn.

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Kurz, die Ernennung durch Gabriel (SPD) des Dieter Gorny zum Salonpersonnage- Obergespenst wird hier von der Süddeutschen Zeitung als „Dampfmacher“ gegen Silicon Valley hingestellt.

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Tatsache ist, dass die gesamte Kulturindustrie eine Honigsauger-Scheiße ist, die von den Künstler das Leben nimmt und noch die Kunstproduktion industriell abrichtet bzw. blockiert – stattdessen die eigene Profitsoße „formatgerecht“ einspeist.

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Die Künstler brauchen den Vertrieb ihrer Kunst und nicht die Zensur durch Gornys Zensor-Industrie. Apple, Google, Youporne usw. stellen einen neuen Direktvertrieb für die Künstler – Gorny ist ein Honigsauger und muss gestrichen werden:

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Schluss mit der „Verirrten Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland“ – so der Titel der Dissertation von Dietmar Moews, publiziert im Jahr 2000 von der Universität Bremen.

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Youtube bringt Künstler und Kunstkonsumenten unvermittelt zusammen (leider zockt Youtube die Rechte und die Folgerechte ab –

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nur dagegen brauchen wir nicht den alten Rechte-Abzocker Gorny für die Industrie, sondern kluge IT-Juristen).

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DIETMAR MOEWS 2008 Lingner Schloss Dresden

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Kulturetat 2015: Deutschland steigert den Bundesaufwand

November 16, 2014

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am Sonntag, 16. November 2014

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BundesKanzler Gerhard Schröder vor „Strohbild“

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Die Nachricht von dem Zuschnitt des kommenden Bundeshaushalts ist nicht „einfach“ zu lesen. Jedenfalls: Der Bundeshaushalt 2015 wurde vergangene Woche vom Haushaltsausschuss verabschiedet.

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Dietmar Moews 1997 DMW 513.5.97, Öl auf Zebra 140cm / 140 cm In Leipzig gemalt

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Ich möchte hier mit Interpretation der Bundesbemittelung für Kultur auf die Besonderheiten der Bundeskompetenz für Kultur im deutschen Föderalismus eingehen.

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DIETMAR MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Zweitens möchte ich auf die Widmungszwecke dieser Bundesgelder hin die Politik für Kunst und Kultur im deutschen etatistischen Föderalismus kritisieren.

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Aus der Verfassungsgeschichte Deutschlands als demokratische Bundesrepublik nach 1948 ist schrittweise erkennbar, dass Kunst und Kultur sowie Bildung, Schulen, Wissenschaften und Universitäten zunächst praktisch und kompetenzrechtlich von der Kultusministerkonferenz der Länder ausgingen.

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Die staatsrechtliche Zuständigkeit (Kompetenz) wurde auf die „Kulturhoheit der Länder“ festgelegt und so entfaltet.

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Den Gemeinden, als lokalpolitische Basis im Föderalismus, fiel – stets sorgfältig unter Einhaltung des politischen Kompetenztrennungsgebots (ohne Doppelkompetenzen oder Kompetenzüberschneidungen) – der Schulbau zu („Allzuständigkeit der Gemeinden“).

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Während das Land das Lehr-Personal finanziert („Kulturhoheit der Länder“).

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Dem Bund fallen wenige magere Gestaltungsmöglichkeiten zu, in dem der Bund an Länder und Gemeinden Projektbemittelungen oder -bezuschussungen vergeben darf. Mittels wachsender„Kulturgestaltungsmacht“ des Bundes, steigt die Bedeutung der Redewendung „Wer zahlt, bestimmt die Musik“..

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Dietmar Moews 1999 mit „Strohbildern“ vor dem Blauen Wunder in Dresden und bei Schröder in Berlin

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Im Haushaltsposten „Kulturetat des Bundes 2015“ werden also Haushaltsmittel bereitgestellt, die – ohne „Bundeskompetenz“ für die Kunst- und Kulturpolitik – zur Kulturgestaltungsmacht verwendet werden.

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Dietmar Moews 1996 mit „Strohbildern“ in Magdeburg an der Elbe

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Es muss der normale juristisch studierte Staatsbürger aber wissen, dass tatsächlich der Bund keinerlei spezielle Kunst- und Kulturpolitikkompetenz hat. Sei es die Gestaltung der Bundeswappen, der Rückseiten der deutschen EURO-Münzen oder die Frage, soll der Bundesadler den Kopf nach rechts oder nach links ins Bild setzen.

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Alle fiskalpolitischen Festlegungen, die die Finanzministerien der Länder festlegen, werden zwar mit den föderalistischen Steuereinzieh- und verteilungsschlüsseln mit dem Bundesfinanzminister und der Bundesregierung abgestimmt. Aber auch hierfür gibt es keine Bundeskompetenz.

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Der Minister von Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 1997 ein „Strohbild“ von Dietmar Moews „abgezweigt“

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Es gibt auch kein Bundeskunst- oder Bundeskulturministerium. Sondern ganz funktionale Kontrolle im föderalen Kunst- und Kulturspiel nimmt seit eh und je ein Staatsminister im Bundeskanzleramt wahr, der sich seit einigen Jahren nunmehr „Kulturstaatsminister“ nennt.

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Dietmar Moews-Ausstellung in Magedburg 1997

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Dadurch, dass die Länder, denen kompetenzrechtlich die Hauptfinanzlast zukommt, in zunehmendem Maße kaum noch fähig sind, die laufenden Unterhaltskosten der Landskultureinrichtungen zu finanzieren, schiebt sich der Bund und die heutige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auch gestalterisch in das Zentrum wichtiger Entscheidungen durch Zuschüsse, Projekte, oder deren Verweigerung.

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Bildschirmfoto vom 2014-07-15 16:12:59

Dietmar Moews-„Strohbild“ als Staatsankauf, im Jahr 2010 hinter dem Landwirtschaftsminister

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Angesichts des weithin wenig bekannten Sachverhaltes, dass innerhalb der volkswirtschaftlichen Verhältnisse von Kunst und Kultur im Kernbereich sowie in den Kunst und Kultur vorgelagerten (z. B. Künstlerausbildung oder Produktion von Arbeitsmaterialien, Farbe, Gitarrensaiten u. ä.) und nachgelagerten Bereichen (z. B. Kunstspeditionen, Aufsichtspersonal in Kultureinrichtungen, kulturindustrielle Medien wie TV, Presse u. a.), über 90 % der Finanzmittel aus staatlichen Budgets kommen, ist der Staat in Kunst und Kultur etwa, was der Staat für das Militär und den Krieg ist.

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Das heißt, etwa 5 Prozent bei den Gemeinden (für Pflicht- und Kann-Aufgaben), Land etwa 85 Prozent, Bund etwa 5 Prozent, nur der kleine Rest entspringt den Marktkonsumenten und Privatquellen.

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Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

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Diese gesamten Budgets werden überwiegend in festen Kostenpositionen im alljährlichen Zyklus für Personal ausgegeben. Dazu kommen sonstige feste Kosten.

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Die Vorstellung, der Bundeskulturhaushalt sage irgendetwas dazu aus, wie es dem einzelnen freien Künstler im kommenden Jahr gehen wird, kann bestenfalls darauf beschränkt werden, dass die Künstlersozialversicherung nicht abgeschafft wird.

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Bildschirmfoto vom 2014-07-15 16:15:21

Dietmar Moews-„Strohbild“ mit Minister Dr. Hermann Onko Aeikens

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EINS die Kunstorganisation als ein vollkommen durchorganisierter Politikbereich im Deutschen Kulturrat, im Deutschen Kunstrat und in den einzelnen Kultur- und Kunstverbänden (wie z. B. Gema, Bundesverband der deutschen Galeristen, Deutscher Künstlerbund, Deutscher Musikrat u. v. a.) hermetisch als Struktur der Politik der Kulturindustrie ausgelegt und durchgesetzt wird.

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Gegen die Kulturindustrie und die massenmedialen standardisierten Verwertungsformen haben Einzelkünstler, die handwerklich arbeiten oder Prototypen herstellen, keinerlei berufspolitische Macht, ihre besonderen Interessen durchzusetzen.

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Dietmar Moews 2014 mit „Strohbild“ in der Mainzer Straße Südstadt Köln

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ZWEI Überall, wo solche Finanzmittel für Kunst und Kultur ausgegeben werden, entscheiden stets Gremien oder Parlamente und Ausschüsse, die von den Parteien, hauptsächlich von der SPD dominiert werden.

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Eine kleine Entschädigungsfreude ist der Umstand, dass das verfügbare Geld und die sämtlichen Posten an Hochschulen, Professuren-Planstellen und Projektmittel im Verhältnis zu der großen Zahl der Begehrlichen in den Mitgliederverbänden, hinten und vorne nicht reicht. Nicht jeder, der in die SPD eintritt, kann eine Professur bekommen.

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ZUGINSFELD Goethe-Institut Dresden 2003 Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

ZUGINSFELD
Goethe-Institut Dresden 2003
Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

Dietmar Moews-Ausstellung 2003 im Goethe-Institut mit ZUGINFELD-Proklamation von Thomas Wipf, Lothar Lange und Dietmar Moews

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Dietmar Moews meint: Die Botschaft vom neuen Kulturhaushalt, aufgestockt um Plus vier Prozent, ist von den Künstlern kritisch aufzunehmen.

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Dietmar Moews 2008 „Das Heldenmotiv“ ZUGINSFELD 36 DMW 667.14.8 Öl auf Leinwand 190cm / 190cm in Berlin gemalt

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Es kommt darauf an, dass der Bund einerseits Kunst und Kultur am Markt kauft, ganz im Sinne des Wirkbereiches und der Kunstindienstnahme.

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Ferner sollte der Staat, insbesondere der Bund, keinen Einfluss auf Kunst und Künstler und Künstler- und Kunstorganisation nehmen – und: keine Auslagerung von Staatskompetenz auf nicht- oder außerstaatliche Gremien und Kuratoren.

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Dietmar Moews 1985 „Endsport“ DMW 352.5.83, 900cm / 600cm Öl und Kunststoff-Dispersion aif Leinwand, 1983 in Hannover gemalt – Ausstellung über dem Portal der Dortmunder Westfalenhalle

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Daneben soll der Bund die Kunstbereitsstellung – also Museen, Publikationen, Transporte, Versicherungen, Aufsichtspersonal und alle pluralistischen Distributions- und Konsumtionsformen ermöglichen. Dabei darf aber keine staatliche Kunstauswahl oder Vorzensur zur Anwendung, wie heute weitgehend intransparent, getroffen werden.

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1983_sportlerfuerdenfrieden_01westfalenhalle

Dortmunder Westfalenhalle 2010

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Die Künstler, egal in welchem Metier, ob Musik, Theater, Malerei, Literatur, sollen in ihren Verbänden und bei den Topleuten, wie Kulturstaats-Ministerin Monika Grütter (CDU), sagen, wie ein Geld von ihr bei dem einzelnen Künstler ankommt? Der Künstler und der Kunstkonsument müssen anfragen, wie man selbst selbstbestimmt an dieser Vergabeentscheidung beteiligt oder im Sinne der „Freiheit der Kunst“ bevormundet und entmündigt wird.

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Dietmar Moews 2004 „Mondstrohfeld“ DMW 634.3.4, Öl auf Leinwand 60cm / 60cm in Dresden gemalt

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Staat beseitigt ZEITGENÖSSISCHE KÜNSTLER durch OKF

Juli 28, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4722

am Montag, 28. Juli 2014

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Wollte man eine Katze umbringen, müsste man sie in einer Tür einklemmen, denn Katzen haben ein zähes Leben (SCHWEJK). Entschuldigen Sie, Herr Fihrer, dass ich mich etwas lustig mache, dann wird’s etwas leichter ums Herz.

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Was der Leiter im Haus der Kunst, München, meinte, nachdem ihm die Süddeutsche Zeitung entgegen gehalten hatte (Samstag, 26. Juli 2014, S. 38): „… die relativ bedeutungslosen Künstlerverbände“: „Ein Teil der Situation ist aber auch, dass die vier Säulen, auf die sich das Haus finanziell stützt, wackeln. Die Schörghuber-Stiftung hat sich mit 500 000 Euro jährlicher Unterstützung zurückgezogen. In der Gesellschaft der Freunde herrschen chaotische Zustände. Einzig der Freistaat und die relativ bedeutungslosen Künstlerverbände bleiben noch“ (Evelyn Vogel und Christoph Wiedemann)

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DIETMAR MOEWS "Et in Argentina ego" Öl auf Leinwand

DIETMAR MOEWS
„Et in Argentina ego“
Öl auf Leinwand

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Man braucht hier zum Verständnis erstmal kein weiteres Wissen, und muss jene Staatsschranze, Okwui Enweszor, nicht persönlich kennen. Man kann der von Enweszor unwidersprochenen Aussage: „relativ bedeutungslos“ ins nüchterne Auge zu blicken:

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Der deutsche Staat hat die gesamte Lage der Künstler, über die Definition „Kunstfreiheit gemäß § 5 GG“ in die relative Bedeutungslosigkeit, ins Abseits und an den Tropf, organisiert. Die organisierte Kunstförderung OKF lässt sich neben allen Verfahrensumständen der rechtlich-föderalistischen Kunstorganisiation verkürzt auf über 90 % Staatsabhängigkeit und die restlichen Prozent Selbstausbeutung begreifen. (Quelle: IFO-Institut „Volkswirtschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur“; Dietmar Moews „Verirrte Kunstorganisation“, Universitäts-Diss. 2000 / 2005)

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DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm, KUBUS Hannover 1980 Künstlergruppe  Neue Sinnlichkeit

DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm,
KUBUS Hannover 1980
Künstlergruppe
Neue Sinnlichkeit

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Dietmar Moews meint: Der deutsche Föderalstaat hat das Gemeinwesen zum föderalen Verbändestaat durchorganisiert. Auch Kunst und Kultur ist in einem absurden Deutschen Kulturrat zusammengefasst, darin Deutscher Kunstrat, Deutscher Musikrat usw. Der deutsche Kunstrat vertritt Künstler als Prototyp-Produzenten, zusammen mit Kulturindustrie-Konsumenten und allen kommerziellen Interessenten, Galeristenverband usw. Egal bei welchem künstlerpolitischen Unterfangen im Deutschen Kunstrat sind immer die Produzenten-Künstler gegen die große Mehrheit all der Interessent, die an und durch die Künstler verdienen wollen.

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Dieser Verrat der OKF wird in offizialen Verlautbarungen und in den Parlamenten stets als Legitimationspolster missbraucht: „Wir haben uns mit dem Deutschen Kulturrat abgestimmt, wir haben eine Enquete, wir haben eine Anhörung usw. Zitiert werden dann immer die Stimmen der kulturindustriellen Mehrheit, niemals die Bedürfnisse des einzelnen Berufskünstler.

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Schließlich gibt man der staatlich organisierten Not noch den Rest, indem einzelne Hofschranzen als Beweis der staatlichen Künstlerförderung vorgezeigt werden (natürlich Staatsdiener oder gar Künstler-Beamte).Ist es nicht schön für alle Beamten, dass der Staat sie als „Fürst“ bezeichnet – „Künstlerfürst“.

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Bedingung, die der Staat dem Künstlerfürst stellt ist, dass er sich marginal bürokratistisch und im Abseits aufhält und keine ernsthafte kunstpolitische Dissidenz vertritt.

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DIETMAR MOEWS "Cien Australes" Öl auf Leinwand

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„Cien Australes“
Öl auf Leinwand

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