5 G die neuvermarktete kolossale Struktur der digitalen Supernetzwerk-Generation und die strategischen Verwertungsbedenken

Februar 19, 2019

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am Mittwoch, den 20. Februar 2019

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Ich wollte immer in der LICHTGESCHWINDIGKEIT die Tagesthemen vorstellen und beleuchten und eine brauchbare Meinung dazu bringen.

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Es tut mir – in LICHTGESCHWINDIGKEIT sehr leid – hier wichtige politische Machenschaften anzusprechen, die mir selbst schwerverständlich sind, wenn von

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5 G

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die Rede ist. (ich versuche es hier trotzdem).

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5 G – das bedeutet im technischen Geschäfts-Jargon, nämlich, die Entwicklung im Mobilfunk schreitet rasch voran:

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Während die Netzbetreiber in Deutschland zuletzt deutlich in den Ausbau der LTE-Mobilfunknetze, der sogenannten vierten Generation, investiert haben, wird parallel die Nachfolgetechnik entwickelt. Erste Tests der fünften Mobilfunkgeneration, kurz 5G, finden derzeit statt. Ein erster, weltweit einheitlicher Standard wurde im Dezember 2017 verabschiedet, der Termin für die Versteigerung der 5G-Frequenzen in Deutschland ist für Anfang 2019 vorgesehen.

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Jetzt kurz und abgekürzt:

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Während die Netzwerkerstellung für die Benutzer in Deutschland auf die große Zahl der Benutzer, also in Großstädte und Ballungszentren, wie Köln oder Berlin, Hochleistungsverbindungen zur weltweiten MOBIL-DIGITAL-Kommunikation nutzen können (4 G), gibt es noch immer tote Regionen, wo man gar nicht oder nur ganz schlecht überhaupt ins Internetz kommen kann.

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Für die anspruchsvollsten Formate, wie mehrere farbige Videos mit Ton gleichzeitig im STREAM genügen die heute angebotenen Breitbandanschlüsse und Satelitenverbindungen aus.

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Die jetzt angesagte 5 G ist um ein unvorstellbares Vielfaches leistungsfähiger.

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5 G soll für all die zukünftigen KI-Nutzungen geeignet sein, also Echtzeitverrechner in der KI und Robotik, vom automatischen PKW zur staufreien Telematik der großen Verkehrsflüsse, hin zum selbst einkaufenden Kühlschrank, der gleichzeitig die bettlegerige Oma pflegt.

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Die Investoren sind sich totsicher, diese gar nicht gefragten DIGITALNUTZUNGEN, mit Marktdruck den Konsumenten aufzwingen zu können. Dieser Idiot-Kapitalismus schämt sich inzwischen nicht mal, die erbärmliche soziale Unterentwickeltheit ihrer Digitalbanalitäten noch zu entschuldigen – es heißt einfach: FORTSCHRITT, ZUKUNFT.

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Und so verhält sich jetzt auch der deutsche STAAT, der natürlich gerne Kontrolle und Lizenzrechtvergabe taxieren und abschöpfen will, also:

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Der Staat schreibt aus:

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„FREQUENZEN für den neuen Mobilfunkstandard 5G im kommenden März an potentielle Netzbetreiber zu versteigern“

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Inzwischen haben aber neben der Teléfonica auch Vodafone per Eilantrag gegen die Auktion erster Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G Antrag beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Man wolle 5G zwar „schnell und breit ins Land bringen“, aber die „Bundesnetzagentur habe die Bedingungen der Versteigerung stark verändert. Es sollen jetzt strengere Auflagen zur bedingung gemacht werden, damit die ersteigernden neuen Netzbetreiber mehr Funklöcher im Land schließen. Doch diese Bedingungen erschweren Investitionen, statt sie zu erleichtern, kritisiert Vodafone. Auch Teléfonica hatte Anfang des Monats einen Eilantrag gestellt, der zu einem Aufschub der Auktion führen kann. Auch die Deutsche Telekom denkt in diese Richtung.

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Dietmar Moews meint: Atemluft gibt es von Natur wegen für alle Menschen unbegrenzt. Trinkwasser nur gegen Bezahlung. Elektrischen Strom bekommt der Bürger nur nach schweinischen Kartellmachenschaften des Energie-Monopols. Und Breitband-Internetz gibt es, wo die Schaltkästen ausreichend Durchsatzkapazitäten bieten. Die fünfte Generation 5G Netzwerk sind nur für Großgeschäftemacher und für wohlhabende Konsumenten.

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Man darf gespannt sein, wann ie ersten Selbstfahr-E-Automobile in der Mark Brandenburg stehen bleiben und kein Netz mehr finden. Dann kommen die Kulaken mit ihren Panjepferden und spannen ein.

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Ich empfinde 5G ohne breite gesellschaftliche Diskussion als eine politische Gaunerei unserer regierenden StaatsMonopolKapitalistischen Blockparteien.

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Da ist mir völlig nachrangig, ob die USA-IT-Wirtschaft und die NSA ihre eigenen DIGITAL-Einrichtungen in der Europäischen Union durchsetzen wollen, oder ob eine gewisse Kulturkonkurrenz mit HUAWAEI sogar für die zahnlose europäische IT vorteilhaft ist.

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Ob man sich zukünftig bei Google, Facebook oder Apple als Europäer einkaufen kann, um über Aktienbesitz Einfluss zu erlangen, oder ob chinesische Produzenten kein fremdes Kapital reinlassen – wir werden es abwarten können.

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Denn was China gar nicht weiß, wie die chinesischen Telematen zukünftig als Milliardenmassenmenschen freie oder demokratische Zugänge und Teilnahme wünschen werden?

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FINE E COMPATTO,

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Sepp Blatter FIFA UEFA 1. FC KÖLN Overath Beckenbauer Illgner

Mai 28, 2015

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vom Donnerstag, 28. Mai 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-02-13 03:28:08

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Heute findet das erste von zwei Entscheidungsspielen im DFB-Fußball statt:

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Der Hamburger SV war Drittletzter der Ersten Bundesliga des DFB geworden. Der Karlsruher SC war Dritter der Zweiten Bundesliga geworden.

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Nun geht es also um die Entscheidung, welcher der beiden, HSV oder KSC, in der kommenden Meisterschaftssaison 2015 / 2016 in der Ersten Bundesliga mitspielen darf und welcher in der Zweiten.

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Die Fußballer in aller Welt sind in Sportverbänden organisiert (NGO).

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Jeder Fußballspieler, bis in die unterste Kreisliga, in Deutschland, ist zwangsläufig persönlich/privat Mitglied in seinem Fußball-VEREIN BGB-Vereins-Mitglied.

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Sepp Blatter bei Dittsche

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Also Kölner sind zum Beispiel Mitglied beim 1. FC Köln oder beim ASV Köln oder bei Fortuna Köln oder Viktoria Köln (Jeder Bürger darf in vielen Vereinen gleichzeitig Mitglied sein, muss dann überall Mitgliedsbeiträge zahlen – darf dann aber überall bei den Vereinswahlen mit abstimmen, aber nur in einer Mannschaft gemeldet sein und spielen).

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So ist also möglicherweise ein Ostberliner Vereinsmitglied des 1. FC Köln. Damit ist er auch durch den 1. FC Köln Mitglied im Nordrhein-Westfalen-Fußballverband – der ist Mitglied im DFB (Deutscher Fußball Bund). Der DFB ist Mitglied in der UEFA (der europäische Fußball-(Zwischen-)Dachverband. Alle diese Verbandsebenen haben Verbandsorgane und regelmäßig „demokratische Wahlen“ und Arbeitsgremien – alles nach Satzung und Geschäftsordnung, Steuergesetz und BGB.

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Die UEFA ist, wie alle Kontinental-Dachverbände des Verbandsfußballs, Mitglied im Weltverband FIFA.

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Fifa – oder besser Fiffa – issene Drecksverein.

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Die Fifa mit dem (Schweizer) Fifa-Präsident Joseph Blatter, und jedem persönlichen Mitglied vom 1. FC Köln, betreiben Fußballsport und Fußball-Geschäft.

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Diese Fifa-Organisation wird von Jahr zu Jahr verändert und gibt sich, selbstbestimmt, neue eigene Regeln. Dabei müssen immer die allgemeinen gültigen Gesetze eingehalten werden (das geschieht aber nicht in allen Belangen).

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Beispielsweise darf jeder Spieler eines DFB-Fußballers nur für einen Mannschaftskader in der entsprechenden Spielklasse spielen – nicht in mehreren in verschiedenen Klassen und nicht in mehreren Vereinen gleichzeitig.

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Andererseits können in einer besonderen Berufsfußballer-Organisation (DFL Deutsche Fußball-Liga) die Erwerbsfußball-Vereine der „Profi-Ligen“ Berufsspieler unter Erwerbsverträge nehmen. Doch kein Spieler darf gleichzeitig für verschiedene „Vereine“ mitspielen.

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Besonderheit ist auch, dass die Erwerbs-Profis gar nicht Vereinsmitglied des Vereins sein müssen, für deren Profi-Mannschaft sie unter Vertrag spielen. (Es könnte also ein Katholik Hausmeister bei der Evangelischen Kirche werden). Es könnte also der bisherige Kölner Profi-Spieler Anthony Ujah Mitglied bei Werder Bremen sein, aber für Köln spielberechtigt in der DLF, im DFB, in der UEFA, in der FIFA sein – Ujah kommt aus Nigeria und gehört dem damit afrikanischen Zwischendachverband an.

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Dietmar Moews meint: Warum sind Millionen Fußballer, bei BLATTER in der FIFA?

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Wie blöd sind die alle, die über Blatter meckern, aber selbst bei ihm Mitglied sind?

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Wieso gibt es keine außerordentliche Mitgliederversammlung beim 1. FC Köln, wo ein

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Manifest gegen Fußballmanipulation“ in der Fifa

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diskutiert und dann mit großer Mehrheit verabschiedet und innerverbandlich, über den NRW-Verband, über den DFB, über die UEFA, bis zur FIFA in Zürich, publiziert wird:

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Darin konkrete Forderungen der REFORM der FIFA?

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Alle deutschen Fußballer, die in den deutschen Fußballvereinen Mitglied sind – meist, weil sie Fußball spielen wollen oder früher mal in diesem Verein gespielt haben (oder durch die persönliche Vereinsmitgliedschaft beim 1. FC Köln andere gesellschaftlichen Nebennutzen und Exklusivnutzen in der Lokalpolitik von Köln – oder bei der Wirtschaft, die den 1. FC Köln sponsert – haben wollen; z. B. ist der Manager von REWE oder von FORD privat Vereinsmitglied und redet da mit), sollten mal aufhören, die FIFA und Blatter weiter zu fördern und zu unterstützen und selbst stillzuhalten.

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Es ist möglich, dass berühmte Fußballspieler mal die Restintelligenz zusammentun und ein kurzes „Anstands-Papier“ herausgeben: Vor die Presse treten und mitteilen:

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Schluss mit dem BESCHISS in den FUßBALLVERBÄNDEN: FIFA, UEFA, DFB.

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Die Reformblockade und die bisherige Macht von Sepp Blatter liegt natürlich nicht an der Genialität von Blatter, sondern daran, dass auf allen Kontinenten und bei der UEFA, bis runter zum DFB und in die Vereine hinein, geschoben und bestochen wird:

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Wo ist also der FC Bayern AG / AUDI / ADAC /ALLIANZ / VW/ Telekom?

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wo ist der 1. FC REWE-KÖLN?

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Wo sind Hans Schäfer, Wolfgang Overath und Stefan Engels? Wo ist Tünn Schuhmacher, Pierre Litbarski, Bernd Schuster, Bodo Illgner, Hennes Löhr, Wolfgang Weber, Heinz Flohe und Helmut Rahn? Wie können wir die Lebenden von den bereits Gestorbenen politisch unterscheiden?

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Wo sind also heute die Fußball-Millionarios Beckenbauer, Overath und Illgner im FIFA-Absturz? Wo ist Uli Hoeneß? ach ja, im Zuchthaus.

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FIFA issene Drecksverein – hat Biggi in der Kölner Schtonkssendung 2015 vortragen dürfen: NOW GIVE ME FEVER.

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Mollath und Hoeneß Gerechtigkeit

April 29, 2014

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am 29. April 2014

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Die bayerische Rechtsstaatsgeschichte kennt viel Übel. F. J. Strauß lässt noch immer grüßen – der Bäderkönig war ein Amigo von vielen.

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Nachdem nunmehr ein schwerer Straftäter, der Fußballprominente Uli Hoeneß, ein Urteil bekommen hat, ohne dass seine Straftaten geklärt worden sind.

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Ja, sogar wird von interessierter Seite verbreitet, Hoeneß sei geständig und habe an der Aufklärung mitgewirkt, sieht es ganz hart anders aus:

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Hoeneß lügt in entscheidenden Ermittlungsfragen bis heute und stützt sich auf Verjährung statt auf Klärung und hat während des Ermittlungsverfahrens entscheidende Akten und Dokumente verheimlicht. Damit ist am Tage des Urteilsspruches – übrigens bis heute – die Steuerhinterziehungen nicht beziffert und nicht ermittelt. So ist es bis heute.

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Hier hat die bayerische Landesregierung nicht politisch nachgefasst oder doch – man muss wissen, dass die Staatsanwaltschaft an Justizminister und Ministerpräsident Horst Seehofer weisungsgebunden ist,

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Nun haben wir eine gelebte Rechtsstaatlichkeit mit Uli Hoeneß und ein Gerechtigkeitserlebnis der herrschenden Kampfmoral.

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Lebendiger Teil der heutigen bayerischen Rechsstaatsgeschichte ist der Strafrechtsfall gegen den Nürnberger Gustl Mollath – im Vergleich zu Uli Hoeneß:

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Mollaths strafrechtliche Anschuldigungen wurden schließlich mit einem Freispruch im Urteil bewertet. Aber – im weiteren Sinn wie im Fall Hoeneß – wurde auch gegen Mollath nicht ausermittelt.

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Unterschied zwischen Mollath und Hoeneß: Mollath wollte, dass die Vorwürfe gegen ihn angemessen ermittelt worden wären, damit seine Unschuld deutlich geworden wäre.

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Aber Mollath erhielt einen Freispruch mit unzähligen Verfahrensfehlern, Amtsanmaßungen, Beweis- und Zeugnisunterschlagung durch Gerichtspersonal, insbesondere Richter Otto Brixner.

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Ja, Freispruch hieß für Gustl Mollath aber nicht FREI – man erklärte Mollath für gemeingefährlich und ließ Mollath im bayerischen Psychiatrie-Enigma verschwinden: Er galt als schuldunfähig und gefährlich.

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Dietmar Moews meint: Kam denn Niemand auf die Idee, Uli Hoeneß dem bayerischen Psychiatrie-Trogglodytmarismus zu übereignen? Dann hätte man sich die Schande der unermittelten schweren Straftaten von Uli Hoeneß erspraren können – ähnlich dem Verfahren gegen Mollath

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In dem kommenden Wiederaufnahme-Strafverfahren gegen Gustl Mollath kann keine Verschlimmbesserung für Mollath herauskommen. Kurz, schlechter als Freispruch kann es nicht kommen. Mollath darf hoffen, dass die gesamten Straftatenvorwürfe gegen ihn so gut es geht im Wiederaufnahmeverfahren geklärt werden wird. Das wäre die nach Gerechtigkeit schreiende Rehabilitierung für Gustl Mollath.

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Mollath will zusätzlich vor das Oberlandesgericht in Bamberg ziehen bzw. Mollaths Rechtsanwalt Strate hat beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt:

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Mollath will klären lassen, ab wann Mollath widerrechtlich in der Psychiatrie gesessen hat bzw. sein Anwalt Gerhard Strate habe beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Beschwerde gegen einen OLG Bamberg-Beschluß von 2011 eingereicht. Bamberg hatte bis zuletzt darauf entschieden, dass Gustl Mollath wegen seines gutachterlich-psychiatrischen Status in der geschlossenen Anstalt in Bayreuth bleiben musste (dpa / neues deutschland, 29. April 2014).

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Was sagen Uli Hoeneß, Gerechtigkeit und der freie Bürger?


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 19

April 1, 2014

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am 1. April 2014

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Zum prominenten Kapitalverbrecher Uli Hoeneß lässt sich die Fibel zur Volksbildung zum Thema in aller Ruhe ausfalten: geduldgeduld. Zu den bis hierher getroffenen Feststellungen und Erwägungen zu Fragen des Sittenverfalls oder Verpitbullung kommen weitere mitspielende Kraftrichtungen hinzu.

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Wer sich nicht so auskennt, weiß in besonderen Fällen, wie hier mit Hoeneß, nicht wie man sich dazu stellt. Soll man nach Recht und Ordnung rufen? Soll man den Ausgleich suchen, wie wenn ein Familienmitglied mal Pech gehabt hat? Was weiß man denn über Moral und die Nachteile von gelegentlichen Verstößen gegen die Allgemeinheit?

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Empirische Feststellung hierzu drückt sich in weitreichender Indolenz und Urteilsschwäche der öffentlichen Kundschaft aus: Meist wissen Leute gar nicht, was denn Moral praktisch sein könnte. Man weiß auch nicht, welche Fragen zunächst zu klären und zu beantworten wären, damit so ein Kapitalverbrecher Hoeneß richtig ins Licht gerückt werden kann.

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Ja,und dann ist da die Aufklärung, der Rechtsstaat und die verhuschte Methode, wie das Hoeneß-Ding nun in bayerischer Art gedreht worden ist.

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Und – wars das?

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Ich zitiere hier aus einem Brief an die Herausgeber“ der FAZ v. 31. März 2014:

…Der kurios arrangierte Prozess Hoeneß war das juristische Gegenteil der salomonischen Methode, die das römische „Fiat iustitia et pereat mundus“, antizipierte, aber in dem überlieferten Fall zu besseren Ergebnissen führte. König Salomo fällte ein brutales Urteil, aber noch nicht auf Kosten eines unschuldigen Dritten, um ein Geständnis zu erpressen, an die Wahrheit zu kommen und ein gerechtes Urteil zu finden. Unbelastet vom modernen Rechtsstaat hat er das Urteil einfach in die Beweisführung importiert. Auf Uli Hoeneß angewendet: der FC Bayern dürfte kein einziges Spiel mehr antreten, bis jedes private Geschäft seines vormaligen Präsidenten vollständig geklärt und offenbart wäre.

In diesem Sinne freut es das Herz des Fußballfans, dass man es in Bayern mit der Gerechtigkeit nicht biblisch ernst nimmt. Benjamin Letzler, München“

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Dietmar Moews meint:

FAZ-Briefschreiber Letzler trifft, worauf es in der Moral- und Verpitbullungsfrage ankommt: Gerechtigkeit und rechtsstaatlicher Umgang mit Gerechtigkeit werden im Fall Hoeneß konkret berührt. Daraus folgt, was jedes Individuum voraussetzt und erwartet, wenn es selbst zum Verbrecher würde: Der Staat geht damit dann hoeneßmäßig um – ignoriert Gerechtigekeitsqualitäten indem er sich im Sinne des Rechtsspiels und der Rechtspflege den Fall vom Hals schafft, ohne auf die „Inspiration“ unter den Mitbürgern groß Rücksicht zu nehmen.

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Man verlangt als Genugtuung für die öffentlichen Sittenregeln am allgemeinen Gerechtigkeitsanspruch, nämlich der Gleichbehandlung eines Jeden vor dem Gesetz und vor dem Gericht, zumindest die Aufklärung der Taten – ungeachtet von Verjährung und Strafe.

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Dagegen werden die engeren Hoeneßvertrauten dem Uli Hoeneß noch weniger vertrauen bzw. noch grenzenloser Rechtsuntreue zutrauen als schon bisher. Das spürt Uli Hoeneß dann von Fall zu Fall selbst, wenn sein Wort nunmehr weniger gilt und leichter genommen werden wird.

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 18

März 26, 2014

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am 26. März 2014

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Im Kriminalfall des Prominenten Uli Hoeneß kommen zu den bis hierher getroffenen Feststellungen und Erwägungen zu Fragen des Sittenverfalls oder Verpitbullung neue mitspielende Kraftrichtungen hinzu.

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Wir können heute an der breiten Medienresonanz zur 24. Deutschen Fußballmeisterschaft von Bayern München sehen, dass man trennt. Auf die Zusammenhänge zwischen dem Fußballverein, seinen Erwerbsfußballspielern und deren Sprechern und dem Kriminellen Hoeneß, wird weder innerhalb der Bayernmünchengruppe noch bei anderen Vereinen oder beim sonstigen Fußballpublikum zum Ausdruck gebracht, dass man bemerkenswert berührt wäre.

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Es ist ferner festzustellen, dass Instanzen der Gesellschaft, deren Thema und Gewerbe Moral ist, wie die christlichen, jüdischen, moslemischen und sonstige Moralunternehmen, keine grundsätzlichen Positionen zum Fall Hoeneß publiziert haben. Einzelmeinungen von Kirchenführern dringen nicht wesentlich durch und müssen deshalb hier nicht angefügt werden.

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Ja, und allerdings – es gibt wie bereits längst hier argumentiert worden ist – greifbare strafbare Tatsachverhalte des Uli Hoeneß, die nach zusätzlicher rechtsstaatlicher Klärung und Bewertung rufen. Dazu referierte gestern die FAZ im Wirtschaftsteil vom 25. März 2014, Seite15, hauptsächlich das Schweizer Wirtschaftsblatt „Bilanz“, wo es heißt:

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Die Aussagen des früheren FC-Bayern-Präsidenten Ulrich Hoeneß vor dem Münchner Landgericht erscheinen immer zweifelhafter. Hoeneß hat nach Angaben des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“für seine unversteuerten Devisentermingeschäfte in der Alpenrepublik stets einen konkreten Auftrag erteilt. „Hoeneß blieb beim Prinzip „Execution only“, das für jede Order einen persönlichen Kundenauftrag verlangt“, schreibt das Blatt in seiner neuesten Ausgabe. Dabei wartet es mit bemerkenswerten Detailkenntnissen aus der Privatbank Vontobel auf, wo Hoeneß zwei Geheimkonten führte. Der Vorwurf des Magazins: „Anders er als vor Gericht behauptete, musste er also am Telefon jede Order durchgeben.“

Auch der Vorsitzende Richter Rupert Heindl, dessen Strafkammer Hoeneß vor zwei Wochen wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte,ließ erhebliche Zweifel an seinen Aussagen erkennen. „Das hat Vontobel alleine entschieden?“, fragte er den Angeklagten ungläubig. „Sie können mit ihrem Geld machen, was sie wollen – aber ich kann das nicht nachvollziehen!“ Bei Transaktionen in Millionenhöhe müsse Hoeneß doch Gespräche mit der Bank geführt haben. Was dieser abstritt.

Zeitweise konnte Hoeneß dem Bericht zufolge auf Sicherheiten von 200 Millionen Euro zurückgreifen; daher müsse er zeitweise mehr als jene 155 Millionen Franken auf seinem Konto gehabt haben, die aus seinen Bankunterlagen ersichtlich waren. Damit sei Hoeneß am Züricher Bankenplatz über lange Zeit „der berühmteste deutsche Trader schlechthin“ gewesen. Das Magazin will überdies erfahren haben, dass Hoeneß entgegen seinen Beteuerungen sehr viel früher über die 70 000 Dokumente verfügen konnte, die er den Steuerbehörden erst zwei Wochen vor Prozessbeginn übergab. Hoeneß hatte sich darauf berufen, die Bank habe über ein Jahr gebraucht, um die Unterlagen zusammenzustellen. Dem widerspricht „Bilanz“ ausdrücklich: Für das Geldinstitut sei das keine große Sache gewesen; dessen IT-System erlaube solche Dokumentenrecherchen innerhalb weniger Tage.

Hoeneß Verteidiger äußerten sich dazu auf Anfrage dieser Zeitung (FAZ) bis Redaktionsschluss nicht. Auch weitere wichtige Fragen blieben in dem Turboprozess, der nur vier tage dauerte, ausgeklammert. Schweizer Finanzexperten weisen etwa darauf hin, dass die gleichartigen Finanzgeschäfte, die Hoeneß in derselben Zeit auf einem offiziell versteuerten Konto bei der Münchner Reuschel-Bank tätigte, auf ein lukratives Doppelspiel hindeuten könnten ( der „Herstatt-Dattel-Komplex“ A.d.V.). Bei solchen „Backup Deals“ setzen Kunden im Ausland auf einen Kursgewinn, im Heimatland dagegen spiegelbildlich bei derselben Währung auf einen Verlust. Gewinne bei der Offshore-Bank könnten dann unversteuert bleiben; die daheim anfallenden Verluste ließen sich dagegen steuerlich geltend machen (gewinnmindernde Verlustvorträge). Einen ähnlichen Vorwurf der Staatsanwaltschaft ließ das Gericht jedoch am Ende als unbedeutend unter den Tisch fallen.Schweizer Rechtsanwälte erläutern zudem, dass sich auf diese Weise auch Geld waschen, Korruption verschleiern und Scheingeschäfte abwickeln ließen.

Doch Ermittlungen darüber wird es nicht geben, denn das Urteil ist bereits rechtskräftig: Der Wurstfabrikant hat prompt auf eine Revision beim Bundesgerichtshof verzichtet; die Staatsanwaltschaft hat sich nach einer Schamfrist angeschlossen. Erfahrene Strafverteidiger gehen davon aus, dass dies vorab zwischen beiden Seiten verabredet war. „Bei so etwas fragt man vorher die Anklagebehörde, ob sie mitzieht, um kein Risiko einzugehen“, heißt es in Anwaltskreisen.

Die Münchner Strafverfolger beteuern zwar, es habe keine Einflussnahme der Politik gegeben. Doch Staatsanwälte sind weisungsgebunden, und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte umgehend seinen Respekt für Hoeneß‘ Entscheidung bekundet, auf Rechtsmittel zu verzichten. Auffällig ist auch, dass Aussagen eines angeblichen Informanten, der sich mehrfach über einen renommierten Anwalt für „Whistleblower“ mit zusätzlichen Vorwürfen bei den Behörden gemeldet hatte, am Münchner Justizministerium scheiterte. Denn dieses verweigerte ihm den geforderten Informantenschutz.“

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Wollte man mit Turbofall-Hoeneß ein neues System – den „unausgesprochenen Deal“ – so würde damit eine oberste Gerichtsentscheidung unterlaufen, wonach solche zulässigen Absprachen allerdings von strenger Einhaltung der gesetzlichen Formvorschriften abhängig gemacht ist. Das wäre hier hintergangen (Revisionsaspekt).

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Durch den völligen Verzicht auf denkbare und sich teilweise sogar aufdrängenden Beweisanträge hat sich die Verteidigung diesem Grundkonsens angeschlossen.“

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Unter obigen Befunden kommt die „klassische Herrschaftsmoral“ zur aktuellen offizialen Bestätigung: „Man lässt die Großen laufen, während die Kleinen hängen müssen.“

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 15

März 23, 2014

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am 23. März 2014
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Zum Fall Uli Hoeneß sind Fragen zur gesellschaftlichen Resonanz und zu Wirkungen auf das Wertverhalten der Menschen zu stellen. Die Antworten sind individuell und kollektiv sowie als soziales Geschehen zu fassen und zu interpretieren – nicht mit allgemeinen Statements wie, „kann ich nicht leiden“, „gehört sich nicht“, „die Sitten verkommen“ oder „Raubtierkapitalismus“ abzutun.
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Immer zur Hand und mehr oder weniger offen oder untergründig setzt sich die Anteilnahme an einem auffälligen Fall, wie es Uli Hoeneß geworden ist, nach einfachsten Mustern zusammen.

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Dabei spielen meist einfache Gleichheitspostulate mit, wie das Biblische, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und „wie du mir, so ich dir“ also Spielarten der Gegenseitigkeitsansprüche der „Goldenen Regel“.
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Entsprechend kommen Ausprägungen des „kategorischen Imperativs“ von Konfuzius über Christian Wolff und Immanuel Kant, Letzterer zuspitzte: „Jeder solle so handeln, dass danach allgemeine Gesetze geschrieben werden könnten“. Und Kant erklärte: handeln wie ein fürsorglicher Vater am Familientisch. Die europäische Aufklärung hat auf diesem Weg zu den drei Forderungen der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gefunden. Der Preußenkönig Friedrich II. erließ das Rechtsstaats-Prinzip, indem für alle, auch für ihn selbst, Gleichheit unter dem Gesetz gelten sollte.

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Im Alltagsleben wird daraus dann leicht: „Was erlaubt sich dieser oder jener?“, „Was sich Jemand herausnimmt“, „da könnte ja Jeder kommen“, „Wer, glaubst du denn, der Du bist?“

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Es ist also das Interesse vorausgesetzt, dass sich Jemand mit Fragen und gegebenenfalls mit einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Sittlichkeit befasst und einlässt. Dabei sind Augenmaß, Bildung und Nüchternheit nicht immer in der angemessenen Balance gegeben, weil Interesse meist mit Eigennutz oder Selbstschutz verbunden ist.

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Nur bei individuellem Interesse werden wertende Gedanken ausgesprochen, entweder der Ablehnung und Distanzierung zum Fall und zum Akteur oder der Identifikation mit dem Fall oder dem Akteur durch Solidaritätsbekundung oder durch Abstreiten, Bagatellisieren, Beschönigung und sonstige abschwächende Urteile.
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Dabei sind Auffälligkeit und Skandalisierung eines solchen Falles nicht gleich den etwaig daraus folgenden Beachtung und Wirkungen.
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Wer selbst einmal vorbestraft worden ist, kann leicht Mitgefühle haben. Ebenso ist möglich, dass ein solcher Gleichheitsaspekt dadurch Ausdruck bekommt, nachdem man selbst seine Suppe ausgelöffelt hatte, auch dem Hoeneß dessen Strafe zu gönnen. Ebenso kann auch über die „Schergen“ und den „Obrigkeitsstaat“, den „Polizeistaat“, die „Bluthunde“ gezürnt werden oder es zu einer Gegenattacke kommen: „wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“.
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Bei genauerer Betrachtung auf der Suche nach Schäden an der Moral im Einzelnen und im Gesamten wird man jedoch sehen, bei aller Erregung und aller inszenierten Erregung, bei wirklicher oder künstlicher Betroffenheit, entstehen dem Individuum direkt kaum tiefgründige Verletzungen durch solche die Sitte verletzenden Regelverstöße wie beim Fall Hoeneß. Eher wird in sozialen Szenerien mit einem solchen Fallbeispiel im Dreieck hantiert, gedroht, getadelt oder gelobt, meist ohne große Sorgfalt wie und ob das Beispiel tatsächlich passt. Denn auf wen passt schon so ein Fall des prominenten reichen Provinzlers mit Weltgeltung, Uli Hoeneß?

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Anders liegt die Ambition für die „Goldene Regel“, wenn Menschen eine Verschwörung, einen Bund oder eine Genossenschaft bilden. Dann tritt man bei und wird aufgenommen, weil man wünscht, durch gemeinschaftliche Selbstverpflichtung Exklusivnutzen zu erlangen. Es ist hierbei widmungsgemäß nicht möglich, eigensüchtig Vorteile herauszunehmen, indem der Genossenschaft Schaden entsteht. Die Regelverletzung bedeutet Austritt und Verlust der Exklusivnutzen bzw. Fehlverhalten kann von einem Schiedsgericht nach der „Goldenen Regel“ geklärt verfolgt werden.

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Die Gesellschaft und der genossenschaftliche Zusammenhalt besteht anerkanntermaßen aus Triebverhalten. Wir erleben in Spielräumen der Sozio-Kultur Triebverwirklichungen neben Triebhemmungen und neben Triebverzicht. Damit hat jeder Mensch sein individuelles Päckchen zu tragen. Welche sozialen Gruppenbezüge mitspielen, ist in jedem Einzelfall anzuschauen und zu interpretieren. Wie konstant Sitten, Moral, Kampfmoral und Unmoral alltäglich oder ausnahmsweise vorkommen bzw. welchen Wandel wir dabei beobachten können, ist von hochrangiger politischer Bedeutung. Vorab ist aber gewissermaßen Entwarnung gegeben:

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Der Fall Hoeneß und die bedeutenden Erklärungen dazu, seitens des Landgerichts, seitens der Massenmedien und seitens der Bundeskanzlerin (Merkel: Respekt für die Hinnahme des Urteils) sowie wichtiger Rollenträger der Prominenz, hat als gerichtsnotorisches Beispiel Folgen im allgemeinen Ansatz von sittlichem Verhalten von Angeklagten in Strafprozessen. Wie respektabel ist eine Bundeskanzlerin, die anlässlich der Hinnahme eines Strafprozessurteils dem Straftäter dafür ihren ausdrücklichen Respekt öffentlich bezeugt. Oder, wie glaubhaft ist eine solche mutwillige Verbalattacke auf die moralischen Gepflogenheiten, wie dialektisch wird hier durch eine „Verpitbullung“ Mephisto angerufen, um das Gute zu bewirken?

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Wir bewegen uns also in Richtung ästhetischer Bewertungen von Sinn und Form –  die Reizsprache und die Mittel der Skandalisierung und Rücksichtslosigkeiten des investigativen Journalismus und der Publizistik werden wie eine leerdrehende Spirale weitergedreht, ohne dass wir damit Stoff und Träume wirklich treffen. Das spielt wohl stets an den Grenzen der Geschmacklosigkeiten, lässt sich aber bestenfalls als Stilwechsel der öffentlichen Kampfmoral, jenseits moralischer Qualität des Wertverhaltens der Individuen notieren.
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Schließlich müssen wir es für eine anthropologische Konstante anerkennen, dass stets in Gegenwart und Zukunft im menschlichen Wahlverhalten mit der „Macht des Schwertes“ und den Abwägungen des Mächtigen über die Anwendung von Gewalt zu rechnen ist. Zwar sind Rücksichtnahmen und Gerechtigkeit im Familiären üblich. Ansonsten vermeidet der Mensch aber Fairness und Gerechtigkeit, wenn es ihn kostet. Denn im sozialen Hintergrund handelt sich der Rücksichtsvolle den Verdacht auf Schwäche und Dummheit ein.
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Goldene Regel privat oder öffentlich
Als Vergleichsmaßstab des Verhaltens und des etwaigen Wandels werden zwei Hauptperspektiven – das private und das öffentliche Rollenverhalten – betrachtet, die prinzipiell gegensätzlich angelegt sind.
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Das informelle und private Individuum verhält sich egoistisch, zum eigenen Vorteil leistungsorientiert, selbstgerecht, gierig, rücksichtsvoll, empfindsam, sorgsam,  ehrgeizig u. ä.

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Das öffentliche Rollenverhalten der Individuen ist an gesetzten Verhaltensnormen auf Allseitigkeit wie Rechtsstaatlichkeit, Beamtenrecht, Marktgepflogenheiten, Freizeitspiele u. ä. auf Sitte und Alltagsgewohnheiten hin orientiert. Abweichendes Verhalten und ein gewisser Minderheitenschutz sind dabei üblich.

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Dazu verhalten sich Menschen privat-öffentlich in ihren Erklärungen gerne im Rahmen der „Goldenen Regel“: „Wie du mir, so ich dir“ bzw. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“. Dabei ist jeder seinen eigenen, möglicherweise inkonstant moralischen Verhaltensweisen und Orientierungen zugeneigt, die er dem anderen ebenfalls einzuräumen bereit ist. Das bezieht sich auf „Großzügigkeit“ hinsichtlich „kleiner Sünden“, Eigenlob, Fehlerverzeihen, Kavaliersdelikte, Heuchelei, Lügen, Unehrlichkeit – jeweils qualitativ seitwärts von Vorschriften und Rechtsnormen. Täuschen, Tarnen, Abfälschen, Abstreiten und Bullshit sind üblich.

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Dabei handelt es sich einerseits um zu erfassende verbale Einlassungen und die darin steckenden Erklärungsnormen, andererseits um praktisches Verhalten und die darin steckenden Verhaltensnormen. Gesucht und untersucht wird ein möglicher prozessuraler Verhaltenswandel. Das beginnt schon mit der Schwierigkeit, eine empirische Bezugslage zu erkennen und in einem nachvollziehbaren Verfahren qualitativ feststellen zu können: Wie moralisch, kampfmoralisch, unmoralisch oder verpitbullend war der anerkannte und praktizierte Moralitätspegel zum Zeitschnittpunkt vor dem Fall Hoeneß eingestellt? Wie konstant oder inkonstant? Was bedeuten dynamisierende soziale Kontrolleinflüsse für Lebensglück und Entfaltung? Was bedeuten verwilderte Spielräume? Anarchie muss jedenfalls bedacht werden. Schließlich wiederum muss in mehreren Zeitschnitten, während des Fallverlaufes, nach dem Urteilsspruch durch das Gericht und zu späteren Zeitpunkten – mit dem Blick auf Veränderungen in den gesellschaftlichen Moralspielen, zersetzende oder inspirierende Wirkungen oder weitreichende Indifferenz erfasst werden.

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Schließlich kann alsdann als wissenschaftlicher Befund zur Hypothese „der kommunizierte Fall Hoeneß trägt zur Verpitbullung der Gesellschaft“ bei, gesagt werden, ob, Was und wie bewirkt worden ist.

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Hauptsächlich sind dirigierte, regulierte, moderierte und freizügige Spiele zu unterscheiden. Rollenverhalten unterliegen organisatorischen Anforderungen von Standardisierung, Elastizität und Flexibilität. Deshalb sind die staatlichen, intermediären, privaten und informellen Rollen verschieden ausgelegt, als Stellvertreter, als multifunktionale öffentliche, als private und als informelle Rollen ist von Rollenträgern Rollentreue verlangt.

Das bedeutet, dass in der heutigen hochintegrierten Lebens- und Arbeitswelt durch ein hohes Maß an Regelbindungen, vorausgehenden, begleitenden und nachträglichen Kontrollen und Steuerungen kaum wesentliche Veränderungen der Moralität und Sitten ohne sofortige Sanktionen zustatten kommen können. Also etwaige Anmutungen durch den miterlebten, mitkommunizierten Beispielfall Hoeneß zunächst bestenfalls Verstimmung, Motivationswirkungen oder Lähmung bzw. Dynamisierung bewirken mag, ohne dass dadurch gleich eine Reformpolitik oder sonstige Ausbalancierung veranlasst werden würde. Man freut sich oder leidet, man meckert oder wendet sich verächtlich ab und stänkert in seinen Familien und Freundschaften
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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 3

März 12, 2014

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am 12. März 2014

Der dritte Verhandlungstag am Landgericht München im Strafverfahren gegen den Prominenten Uli Hoeneß schloß mit den vorliegenden Beweisaufnahmen und Zeugenschaften. Der Prozess genügt damit der staatsanwaltlichen Klageschrift substantiell in allen Punkten:

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Der Angeklagte hat die vorgeworfenen Straftaten vollständig gestanden. Erst durch diesen Strafprozeß hat Hoeneß zusätzliche wesentliche zu Tage geförderte Straftaten gestanden.

Ob hiermit der gesamte empirische Komplex vollumfänglich dem Gericht und der Öffentlichkeit mitgeteilt worden ist, konnte bislang nicht geklärt werden, ist aber auch nicht Bestandteil der Klage.

Uli Hoeneß als Kaugummikauer zeugt von Kampfmoral im Ernstfall. Tätige Reue, Wiedergutmachung und Geständnisse zur Strafmilderung oder gar Strafbefreiung sehen anders aus. Auch gewinndezimierende Sozialspenden vor Steuern sind zwar kein Raub aus der Finanzkasse, aber unter Aspekten der persönlichen Imagepflege lediglich die „Kapital verpflichtet“-Pflicht. Jetzt also 27,2 Millionen Euro? – wieso sollte man das glauben? Das Geständnis soll laut Verteidigung bis zu 60 Millionen hin gelten.

Implizit führt die Verteidigung indirekt „Suchtkrankheit“ bzw. zeitweilig „eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit“ vor: „Der Betrüger war nicht(!) krank, habe aber zeitweilig den Überblick verloren und Tag und Nacht „gezockt“.“

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Was meint Edward Snowden? Die Volldatenspeicherung der NSA muß mit einer Suchsoftware in kurzer Zeit nach Uli Hoeneß‘ digitaler Märchenwelt abgecheckt werden können und präzise pfündig werden – aber?

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Hoeneß‘ Verteidigungsinszenierung lief heute darauf hinaus, dass der Strafverteidiger – „wir sind doch nicht dämlich“ – vortrug, die Gesamtdimension der Steuerkriminalität nebst der hinzugekommenen Betrugs-Straftaten der in Deutschland geltend gemachten Verlustvorträge zwar erst scheibchenweise eingestanden zu haben. Jedoch die Größenordnung der Straftaten habe er schon zu Anfang gekannt.

Hoeneß ist damit geständiger Steuerhinterzieher und geständiger Betrüger.

Hoeneß‘ gewünschte Strafbefreiung wurde durch die scheibchenweise Mitwirkung und das Zurückhalten wesentlicher Tatsachverhalte ausgeschlossen. Weitere Konten in der Schweiz und in Deutschland in ähnlicher Benutzung waren in der Selbstanzeige verheimlicht worden.

Die bisherige Klärung im Verfahren am Landgericht hat die Frage zur Gültigkeit der Selbstanzeige zweifelsfrei erbracht: Die Selbstanzeige ist nicht vollständig gewesen. Die Mängel, Fehler und Fehlstellen der Selbstanzeige waren nicht im guten Glauben, sondern wider besseres Wissen vorgelegt worden.

Im Verlauf des Prozesses wurde darüber hinaus seitens der Verteidigung der Eindruck erzeugt, es habe anbetracht des unübersichtlichen Schwarzhandels des Angeklagten keine kurzfristige Möglichkeit bestanden, eine vorschriftsmäßige Selbstanzeige vorzulegen.

Gleichzeitig konnten über ein Konto in Deutschland entsprechende Devisenhandelsverluste des beklagten Hoeneß als „perfekte“ Verlustvorträge geltend gemacht werden. Damit kommen die verspätet vorgelegten 70.000 Blatt Schwarzgeschäftsdokumente der Schweizer Vontobel-Bank beabsichtigter Vertuschung gleich. Folglich geht die Unmöglichkeit einer termingerechten vollständigen Selbstanzeige zu Lasten des Beklagten selbst.

Ferner hat Uli Hoeneß, auch als Wurstfabrikant der Howe-Nürnberg und als FC Bayern-Berufsmanager sowie Vorstand und Präsident des Münchner Vereins und dessen Aktiengesellschaft, keinen Aufschluß über den gesamten Zeitraum der Schwarzgeschäfte für seine Geldquellen gegeben. Weder Gesamtvolumen noch Einzelnachweise sind geklärt. Angesichts gewünschter Strafmilderung hat der Beklagte Hoeneß – ungeachtet von Strafbarkeit und diverser Verjährungen – seine Karten eben nicht auf den Tisch gelegt.

Hoeneß wird durch den Gerichtsbeschluß nicht mit „reinem Tisch“ vor die Öffentlichkeit treten können:

Das angebliche Geld von dem Adidasmanager und Freund Robert (der tot ist) ist sowohl zweifelhaft – wer würde sich in eine solche Erpressbarkeit begeben, wie Uli Hoeneß es durch sein geheimes Schwarzgeldkonto brachte – wie auch die Quellen des insgesamten Finanzvolumens von dem hier in der angängigen Steuerstrafsache gegen Hoeneß gehandelt wird. In diesem Zusammenhang kam es damals zur privaten Begünstigung durch eine ansonsten unmotivierte Bonitätsstellung über 20 Mio und zum bevorzugten Einstieg der Adidas gegen den Mitbewerber Nike beim FC Bayern.

Es hat Indiskretionen gegen das Recht von Hoeneß auf Steuergeheimnis gegeben.

Denn inzwischen ist bekannt, dass ein erheblicher Kreis von bayerischen CSU-Politikern, z.B. Ministerpräsident Horst Seehofer, über Hoeneß Steuergeheimnisse widerrechtlich informiert worden war. Außer der Justizministerin (Fall Mollath) Beat Merk, hätte das niemand wissen dürfen. Wo ist also die Verletzung des Steuergeheimnis‘ zu suchen? – beim Finanzamt? beim Landgericht? vermutlich bei der CSU?

Inzwischen ist bekannt, dass Hoeneß von der CSU-Ministerin Aigner einen Oberbayern-CSU-Landtagswahlkreis angeboten bekommen haben soll.

Damit liegt auf der Hand, dass im Gerangel um den CSU-Listenplatz mit dem den möglichen Kandidaten Hoeneß diskreditierenden Insider-Schwarzgeschäfte-Wissen geplänkelt worden ist: Hoeneß hat natürlich auf eine CSU-Kandidatur verzichtet.

Der Fall Hoeneß zeigt also weitere Facetten der andauernden Staatskrise in Bayern. Seehofer muss in einen Untersuchungsausschuß zum Steuergeheimnis. Die damalige Bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk, heute Europaministerin, ist für die eklatente Verletzung des Steuergeheimnis zur Rechenschaft zu ziehen.

Falls am angesetzten letzten Verhandlungstag keine weiteren Beweisanträge vorgebracht werden, soll es am morgigen Donnerstag zur Urteilsverkündigung kommen. Das wäre – sollten nicht noch die Parteien weitere schriftliche Vereinbarungen beschließen – angesichts der Neuigkeiten weltfremd! Das nennt man „kurzen Prozeß“.

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Die Riesenmenge an ungesichtetem Beweismaterial und die latenten Potentiale weiterer strafrechtlicher Belastungen für den Beklagten verlangen nach einer zeitaufwendigen Unterbrechung des Prozesses. Es muss eine steuerrechtliche Tiefenprüfung und ein systematisch vollständiges Gutachten erstellt werden.

Hoeneß‘ Verteidigung kann bei nicht durchgeführter Tiefenprüfung geradezu „blanko“ Revision beantragen, wegen unterlassener Ermittlungen und Beweisaufnahmen.

Der FC Bayern AG und seine Leitungsfunktionäre beugen den Rechtsstaat und seine sittlichen Verhaltens-Spielräume im Sinne eines professionellen Compliance. Hoeneß führt seine persönliche Verpitbullung im Sinne von Kampfmoral und Unmoral vor und wird dafür von Managern der Audi, Allianz, VW, Telekom und weiteren bestätigt.

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Die Vereinsmitglieder des FC Bayern wurden von Uli Hoeneß vielfach belogen – ein „Kameradenschwein“ ist „koa Hund“.

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Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft Fortsetzung folgt

Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft
Fortsetzung folgt

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 1

März 10, 2014

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am 10. März 2014

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Heute wurde am Landgericht München das Steuerstrafverfahren gegen den Prominenten Uli Hoeneß eröffnet.

Die erste Selbstdarstellung des Angeklagten Hoeneß erweiterte die vorliegende Selbstanzeige erheblich, erneut schrittweise.

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Hoeneß eröffnete, bislang der Staatsanwaltschaft und dem Gericht nicht bekannte, neue zusätzliche selbst belastende Straftatbestände.

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Damit können Einsicht, Reue und Mitwirkung im Verfahren durch Hoeneß nicht glaubhaft gemacht werden.

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Auf die Risse in seinem Vortrag, zwischen Rechtstreue, Moral, Kampfmoral und Unmoral sowie intellektueller Unredlichkeit, zeigt der erste Auftritt von Uli Hoeneß seine persönliche Verpitbullung, indem Individualität und Urteilsschwäche mit Anmaßung und Rücksichtslosigkeit gepaart sind.

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Hoeneß‘ sogenannten „sozialen Taten“, voluntaristische Aktivitäten“ und im Laufe von Jahrzehnten geleisteten Spenden sollten zunächst sauber unterscheidbar in Handlungen der Steuerbegünstigung und Steuerabschreibungen bzw. Hingaben materieller Mitmenschlichkeit aus vor Einkommensteuer erworbenem privaten Mitteln deutlich machen. Hoeneß‘ persönlichen „Sozialleistungen“ waren Gewinnminderungen auf Steuerpflicht und Steuerzahlungen. Hoeneß hat quasi das Geld der Steuerallgemeinheit, ausgegeben. Wofür solches Geld ausgegeben wurde, entschied Hoeneß persönlich, keineswegs die Steuerzahler. So, zwar, sehen es die Wirtschafts- und Steuergesetze vor, aber Entlastung für einen Steuerkriminellen kann hieraus schwerlich bezogen werden.

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Sollte die moralische Verpflichtung des Obersatzes „Eigentum verpflichtet“ gelten, sind voluntaristische Betriebsausgaben und Steuerabschreibungen lediglich kaufmännische Etikette. Pflichterfüllung im Sinne der Moral wären Hilfen aus dem eigenen Portemonnaie oder Freizeitarbeit.

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Kurz, bei Uli Hoeneß haben wir es finanziell stets statt mit Moral mit Kampfmoral und Unmoral zu tun.

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Gefängnis auf Bewährung – Vollumfängliche freiwillige Steuerzahlung über alle Jahre – natürlich kein Freispruch – neues Steuerstrafrecht

Hoeneß Verpitbullung ist so weit gediehen, dass er seine zeitweilige Unzurechnungsfähigkeit „beim Zocken“ dem Gericht vortrug. Herausstach die Eröffnung, dass allein an einem Tag 18 Millionen Spekulationsverluste entstanden waren. Hoeneß hielt dennoch die Handlungsanweisung an seine Bank Vontobel aufrecht, weiter zu spekulieren.

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Den ehemaligen Leistungssportler Uli Hoeneß, als Fußballer in der Weltspitze, kennzeichneten Verhaltensweisen der Schnelligkeit, guter Auffassungsgabe, mehr der Geschicklichkeit, Feinheit und des Ehrgeizes, aber nicht der Brutalität oder der Nicklichkeit. Hoeneß erlitt durch schwere Sportverletzungen quasi eine Sportinvalidität und musste seinen Wettkampfsport vorzeitig aufgegeben.

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Uli Hoeneß erarbeitete als Manager, Sportdirektor und jetzt Vereinspräsident sowie Vorstand der AG FC Bayern München, für sich und den Verein sportlich und wirtschaftlich Weltgeltung.

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Hoeneß erlitt durch das Bekanntwerden seiner Spielsucht und seinen über den Verjährungszeitraum hinausreichenden vielfachen kriminellen Handlungen ein weltweites Verpitbullungs-Stigma.

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Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft Fortsetzung folgt

Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft
Fortsetzung folgt

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