Benedikt Schulz redet im Deutschlandfunk von Faschismus

Dezember 30, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8801

am Montag, den 31. Dezember 2018

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Seit 1964 höre ich Deutschlandfunk Köln.

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Seit inzwischen zehn Jahren schreibe ich in LICHTGESCHWINDIGKEIT zur Kommunikationslage und zur Kulturindustrie – und freue mich, wenn redliche Arbeit verlässlich geliefert wird. Es ist immerhin eine sehr anspruchsvolle Erwerbsberuflichkeit, als Publizist und Journalist und gleichzeitig Präsentator zu arbeiten. Der staatliche Deutschlandfunk ist ein ziemlich verlässlicher Mitspieler der Kulturindustrie in Deutschland.

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Inzwischen wurden von mir zahlreiche hervorragende Journalisten in Lichtgeschwindkeit vorgestellt. Auch ärgerliche Nachlässigkeiten, insbesondere die LÜGENPRESSE einer bräsigen Mainstream-Dienstklasse werden immer wieder aufgespießt. Denn, was vielleicht eine Kommerzzeitung oder ein Kommerzquotensender nicht bringt, soll der Staatsvertrag der Staatssender, im Sinne von Pluralität, Meinungsvielfalt und Aufklärung, ergänzend servieren.

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Den DLF-Titel CAMPUS & KARRIERE habe ich bislang nicht vorgestellt. Dabei handelt es sich thematisch weitreichend um das Arbeitsfeld der Soziologie. Leider hat der DLF in dieser Redaktion kaum kompetente Fachleute – im Gegenteil. So oft ich zugehört oder nachgelesen habe, waren CAMPUS und KARRIERE erheblicher Unfug.

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Hier jetzt doch mal ein Beispiel, nachdem bereits gestern das selbe „Genie für Computer im DIGITALPAKT“ schwerwiegend Unfug verbreitet hatte – Benedikt Schulz.

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Nun bereits erneut in der Magazinsendung „Informationen …“.

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BENEDIKT SCHULZ präsentierte den angeblichen Historiker Petersen über den DDR-GründungsmythosBlinde Flecken in der Vergangenheitsbewältigung inbegriffen.

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Die DDR sei auf einem „Entlastungsmythos“ gegründet worden – als Staat derer, die 1933 bis 1945 „auf der richtigen Seite“ gestanden hatten, sagte der Historiker Andreas Petersen im Dlf. Gründungserzählungen wie diese erzeugten immer auch blinde Flecken. Das gelte auch für das Bild von der Sowjetunion.

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Vor bald 70 Jahren, am 7. Oktober 1949, wurde die DDR gegründet. Und es gab eine Gründungserzählung dazu: Deutsche Kommunisten erschaffen aus Ruinen mithilfe der Sowjetunion ein neues, besseres Deutschland, so fasst der Historiker Andreas Petersen den Mythos im Dlf-Interview zusammen. Die Gewissheit, während des Nationalsozialismus „auf der richtigen Seite“ gestanden und dafür gelitten zu haben, sei gewissermaßen das „moralische Hinterland“ dieses Projekts eines „Neustarts der deutschen Geschichte“. Durch diesen Entlasttungsmythos gebe es dann auch „keine Fragen an das, was war“.“

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Die Begriffe „Komintern und Kominform“, „Hotel Lux in Moskau“, „Gruppe Ulbricht“, „Wolfgang Leonhard“, „Nationalsozialismus“, Totalitarismus“ – verwendete dieser DDR-Exeget Petersen nicht – im Gegenteil, er versuchte auf dem FDAJ-Jargon seine Hypothesen vorzustellen. Und der DLF-Redakteur ließ es so kommen und unnachgefragt so stehen.

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„Die genaue Ausrichtung des neuen Staats sei keineswegs sofort Konsens gewesen, erklärt Petersen. Es habe erhebliche Differenzen gegeben zwischen den Kommunisten, die während der NS-Zeit in Deutschland ausgeharrt hatten, den in alle Welt Vertriebenen und den zum Teil schon vor 1933 nach Moskau Emigierten. In den anfänglichen Machtkämpfen und Intrigen hätten sich die Moskauer schließlich durchgesetzt. Und mit ihnen das aus der Sowjetunion mitgebrachte Trauma des stalinistischen Terrors, so Petersen.

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Der antifaschistische Mythos habe natürlich blinden Flecken bei der Vergangenheitsbewältigung Vorschub geleistet. Man könne mit Gründungserzählungen „einfach Sachen zudecken“, sagt Petersen: „Wenn für mich klar ist, dass der Faschismus im Land sozusagen mit Stumpf und Stiel ausgerottet ist, dass die ehemaligen Nazis alle im Westen sind und dass der Antifaschismus Staatsdoktrin war und dann am Ende gar keine Frage mehr übrig bleibt zu den letzten zwölf Jahren, ist das natürlich schon ein Problem für die Aufarbeitung.

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Dabei seien am Zweiten Weltkrieg immerhin 18 Millionen deutsche Männer beteiligt gewesen. „Das betrifft alle Familien. Und die Frage, was diese Männer eigentlich in diesem Krieg gemacht haben und auch wie die Frauen sich dazu verhalten haben, ist natürlich eine zentrale Frage auch der Aufarbeitung.“

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Auch beim Bild der Sowjetunion habe sich unter Führung der Moskauer eine Erzählung mit Lücken durchgesetzt. So hätten die in Deutschland verbliebenen Kommunisten etwa sehr früh die Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten gegen Kriegsende in Deutschland angesprochen. „Das wird von den Moskauern völlig tabuisiert. Es kann überhaupt keine Kritik geben daran.“

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Dietmar Moews meint: Es spricht nichts dagegen, dass – im Rahmen der Meinungsfreiheit – da im DLF Irgendjemand Irgendetwas erzählen darf. Der heutige Designer-Begriff dafür ist ohnehin andauernd irreführend im Munde: NARRATIV.

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Ja, narrativ. Das kann beliebig Alles sein.

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So einen NARRATOR, wie Petersen, als Wissenschaftler vorzustellen, indes, ist eine Frechheit.

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Da kam also ein Herr Petersen, der seinen Broterwerb über dem Kampfbegriff „FASCHISMUS“ und „antifaschistisch“ gefunden zu haben scheint – was zweifellos aus einer Kindheit in der ehemaligen DDR zu stammen scheint. Denn FASCHISMUS war dort der FAKE-Begriff für die Hitlerei, für den Nationalsozialismus, für den Nazi-Totalitarismus, der eben gerade kein Faschismus war.

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Faschismus ist der sozio-kulturell disponierte Begriff (fasciare/bündeln), der historisch an Programm und Wertkonzept der faschistischen Partei Italiens (PNF), von 1922/1943, der großen Zeit des Benito Mussolini, angebunden ist. Es wurde eine Einparteiendiktatur der PNF unter Mussolini.

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Ursprung und Begriffsentwicklung von „Faschismus“ rühren von der Herrschaftsform und der politischen Ideologie des diktatorischen, italienischen Faschismus‘ her, der eben nicht in letzter Konsequenz totalitär war. Grundsätzlich verschieden war der nationalsozialistische Totalitarismus im III. Deutschen Reich. Ähnlich wie in der Sowjetunion Stalins 1937 und, vergleichbar, Mao Tsetung in Rotchina, wurden von den deutschen Nazis freie Wahlen abgeschafft und Machtfragen durch Massenmorde jeweils vorentschieden.

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Es darf ein DDR-Kind in DDR-Sprache von Faschismus reden, auch wenn das nur die politikgeschichtliche Unterbelichtung kennzeichnet, die Gegensätze zwischen Diktatur, Totalistarismus oder freien und unfreien politischen Wahlen und Abstimmungen, nicht gelernt zu haben, zur Sprache zu bringen. (Das kann aber ein Wissenschaftler nicht so handhaben).

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Aber BENEDIKT SCHULZ, der Redakteur beim DLF, wäre verpflichtet, diese Begriffsverwendung jenes Professor PETERSEN zu befragen und zurückzuweisen. Mit Faschismus ist der NATIONALSOZIALISMUS, der ein verkappter aber unerbittlicher TOTALITARISMUS war, nicht zu verzieren.

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BENEDIKT SCHULZ müsste wissen, dass die Faschistische Bewegung/Partei und der Ministerpräsident/DUCE Mussolini durch eine Abstimmung abgesetzt und entmachtet worden war und aus der Kriegskoalition mit Hitler zurückgepfiffen worden war, während die Alliierten in Italien landeten. Erst die ab 1943 (Salo) in Norditalien von den Nazis gewaltsam durchgesetzte totalitäre Marionetten-Mussolini-Diktatur konnte jene Faschisten verhaften, die im Juli 1943 im Großen Faschistischen Rat, in Rom, gegen Mussolini gestimmt hatten.

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Es sollte bekannt sein, dass HITLER nicht entsprechend durch Abwahl hätte entmachtet werden können, wie es den italienischen Faschisten ergangen ist.

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Das ist grundsätzlich eine völlig unverwechselbare Qualität des Machiavellismus, des Weges der NSDAP unter HITLER gegenüber des Faschismus unter MUSSOLINI. In der Abwählbarkeit Mussolinis liegt der substantielle Unterschied zum Nazi-Totalitarismus und auch der DDR zu den Nazis (die DDR war in letzter Konsequenz nicht totalitär). Dass sich die DDR selbst als „antifaschistisch“ etikettierte, ist angesichts der mörderischen Staatspraktiken lachhaft.

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Vielleicht könnte doch mal Deutschlandfunk CAMPUS & KARRIERE das THEMA „FASCHISMUS als DDR-Sprachgebrauch“ exponieren?

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