LÜGE bei ARD TAGESTHEMEN pseudo-demoskopische Behauptung

April 5, 2019

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am Freitag, den 5. April 2019

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Es ist nun längst bei intelligenteren Mitbürgern bekannt, dass all die gießkannenartigen Ausschüttungen des Pfingstgeistes der STAATSLÜGENPRESSE, die Umfragen, Demoskopie nennen, statt den Propagandacharakter klarzustellen.

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Heute abend brachte Frau Atalay ein Interview mit Friderike Hofmann, Köln, von ARD-Deutschlandtrend, zu den angeblichen Wertvorstellungen der deutschen Bürgerinnen und Bürger zur Politik, die entweder europäisch (EU) entschieden werden sollte oder national.

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Die blödsinnige DEUTSCHLAND-TREND-PROPAGANDA wurde erneut nicht transparent aufgeführt – deutlich und klar bedeutet das, man muss ganz genau angeben:

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Wen, wo und so weiter hat der Umfrageforscher befragt (etwa anonym telefonisch / Arbeitsloser / Rentner – wer immer zu Anrufe-Zeit gerade zu Hause ist oder eben Zeit hat, private Anrufe anzunehmen)?

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Welche Fragen wurden zu einem Thema gestellt? – mehrere Alternativantworten? Fragestellung auf Ja oder Nein-Antwort? wurde auch als Antwort angeboten: Möchte nicht antworten! – weiß ich nicht! – oder: ist eine ungenaue Fragestellung!

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Wie hat der Umfrageforscher überprüft, ob die Antworten des befragten Bürgers wahrheitsgemäß zu gelten haben? oder sind Erklärungsnorm der Antwort in der Realität ungültig, denn der befragte Bürger wird im Falle des Falles eine andere Verhaltensnorm an den Tag legen, als er bei der Umfrage falsch „erklärt“ hatte – Erklärungsnorm und Verhaltensnorm müssen mit wissenschaftlicher Technik überprüft werden. Das wird aber gar nicht bei ARD-Deutschlandtrend gemacht – ja, es wird da handwerklich-wissenschaftlich, als empirische Sozialforschungsmethode, überhaupt nicht vermocht – es ist: dümmliche Staatsreklame von der ARD.

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Dietmar Moews meint: Das ist jetzt der Gipfel der Verlogenheit und Frechheit gegenüber den Fernsehzuschauern, die ARD-Tagesthemen anschauen (4. April 2019) und die Moderatorin ATALAY hat das nicht richtiggestellt:

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Diese ARD-Deutschtrendfrau HOFMANN sagte doch tatsächlich, sie hätte die mitgeteilten UMFRAGE-ERGEBNISSE – die übrigens im Falle der BREXIT-Beurteilung mit den bereits im Jahr 2016 GEMESSENEN Ergebnissen übereinstimmenGEMESSEN.

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Umfrageergebnisse bei Bürgern GEMESSEN. Vermutlich mit einem Tauchsieder gemessen oder mit einem Hohlspiegel oder einer Glaskugel gemessen, oder mit einem Zentimeter-Maßband?

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GEMESSEN – VERMESSEN. LÜGENPRESSE bei ARD Fernsehen – toll.

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FINE E COMPATTO,

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E U – EUROPA hat gewählt: Merkel geht weiter

Mai 26, 2014

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Montag, 26. Mai 2014

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In den vergangenen Tagen wurden in den EU-Staaten insgesamt 28 national organisierte EU-Parlamentswahlen durchgeführt. Es nahmen ca. 40 % der wahlberechtigten EU-Bürger, jeweils in ihrem Wohnsitz-Wahlkreis, teil. 40 Prozent Wahlbeteiligung bei freien demokratischen Wahlen zeigt, dass keine Not herrscht.

Selbst jüngst befreite Staaten, wie im Baltikum, haben keine größere Wahlbeteiligung. Aber auch in Deutschland, wo man weitreichend am selben Tag Kommunalwahlen angesetzt hatte, war die Wahlbeteiligung extrem niedrig.

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Der Grund liegt im $0 Prozent. Der $ und seine US-Dollar-Finanzpolitik sind aus vielen Gründen äußerst unbeliebt. Die USA herrschen auch in der E U, wie sie wollen. Die USA erklären: Das USA-Recht gilt überall auf der Welt.

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Die USA verleihen diesem Weltherrschaftsanspruch durch willkürliche Militäreinsätze Nachdruck – auch, wo sie es wollen, überall auf der Welt.

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Die EU will gegen sich keine US-amerikanischen Militäreinsätze in den EU-Staaten (die überwachungstelematik läuft allerdings voll). Deshalb wünschen EU-Staaten sich us-amerikanische Truppen vor Ort (z. B. in Polen oder in Litauen) – in der Hoffnung dann bombardieren die Amerikaner nicht sich selbst. Aber auch das stimmt nicht mehr:

1. Sie bombardieren auch sich selbst (Kolateralschäden).

2. Sie haben inzwischen Militärtechnik der Fernfuchtelei, ohne lebendige Waffentechniker in Kriegseinsatzgebieten, Drohnen, IT-Telematik u. a. überlegenheitstechniken.

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Europa hat 2014 die USA-Vorherrschaft wiedergewählt.

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Prognosen, Hochrechnungen, Wahlergebnisse, offizielle Endergebnisse vom 25. Mai 2014

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Wir wissen längst, dass die Prognosen gekauft sind und deshalb immer günstige Wahlergebnisse vorhersagen. Die Wunschergebnisse werden aber meist nicht erreicht.

Wir hatten in Bayern noch in der letzten Woche vor den Wahlen Prognosen von 47 % für die CSU; die CSU dann eine Staatskrise mit ca. 40 % bestätigt bekommen hat. CSU-Scharnagel hat heute dazu erklärt, „ohne die Scharfmacherei gegen Martin Schulz, hätte die CDU noch schlechter abgeschnitten“. Kurz, die CSU hatte keinen eigenen Kandidaten. Junckers oder McAllister ziehen in Bayern nicht so gut wie Horst Seehofer gezogen hätte (Seehofer – bei Hoeneß im Gefängnis oder bei Prof. Leipziger in der Psychiatrie Bayreuth – als EU-Kommissionspräsident wäre den CSU-Wählern aber nur vielleicht attraktiver erschienen).

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Bei den Hochrechnungen im Laufe des Wahltages wurden in den stündlichen Nachrichten und im Internetz keine Angaben mehr zur prozentualen Wahlbeteiligung genannt. Während üblicher Weise sonst bereits in der Mittagszeit gesagt wird, die Wahlbeteiligung ist so oder so, gut, besser oder nicht so stark. Damit war klar – die Wahlbeteiligung wird eine Katastrophe durch Nichtwahlbeteiligung.

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Die Lesart: Wenig Wähler, schlechte Wahlergebnisse ist allerdings nicht  nur zutreffend. Denn, welche Qualität haben Wahlergebnisse mit Wählern, die nicht wissen was sie gewählt haben. Bei der EU-Parlamentswahl 2014 war den Wahlberechtigten eben nicht deutlich, was überhaupt gewählt wird.

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Endergebnis der EU-Parlamentswahl 2014 am Tag nach den Wahlen

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1. Die Zusammensetzung des EU-Parlaments, also die Sitzverteilung an die ca. 30.000 Parteien-Kandidaten aus ganz Europa, hat nun ergeben: Es wird so weiter gehen, wie es war.

2. Der EURO als EU-Geld wird bleiben. Ob EU-Staaten aus dem EURO aussteigen, ist momentan nicht zu erwarten (die deutsche EURO-Ausstiegspartei AfD hat in Deutschland 7% bekommen).

3. Die EU wird voraussichtlich, trotz der eher rechten Ergebnisse in Frankreich, England, Dänemark, Ungarn, nicht auseinanderfliegen. Der Merkel-GroKo-Kurs hat die EU-Parlamentsmehrheit.

4. Wir alle als us-amerikanisch unterworfene Angela Merkel-Große-Koalition aus SPD und CDU in Deutschland werden so weitermachen können (EVP und SOzialisten, Junckers und Martin Schlulz haben die große Mehrheit im EU-Parlament).

5. Die Bestimmung (es ist keine Wahl mit Kandidaturen) des künftigen EU-Kommissionspräsidenten wird nicht vom EU-Parlament in Strassbourg getroffen, sondern die EVP-Soz-Koalition wird sich einen Statthalter auskegeln (Angela Merkel als Obermoderatorin). Das findet also in London, Paris, Berlin statt, nicht in Strassbourg..

In Strassbourg und Brüssel wird abgenickt.

6. Das Wort STRASSBOURG wurde bei dieser Wahl überhaupt nicht erwähnt. Das Wort BRüSSEL auch nur selten.

7. Die EU-Parlamentswahlen waren nationale Wahlen. National sind die Ergebnisse. Die Frage lautete: Für USA oder gegen USA? ca. 85% der abgegebenen Stimmen waren für USA bzw. nicht für politische Distanzierung zu USA, wie es z. B. die deutsche Linkspartei vorschlägt.

8. Die von den USA abweichenden Linken in Europa (teils nennen sie sich Kommunisten) – der deutsche Linkensprecher Dietmar Bartsch sprach heute erstmalig seit Langem wieder das Wort GENOSSEN aus – haben nur in Griechenland einen Erdrutschsieg hingelegt.

Die deutschen Linken haben sich mit ca. 7% als verdiente Oppositionsarbeiter ihre Plätze redlich verdient. Die Linke muss nur das Wort Karl Marx weiter bemühen, dann werden sie wieder abstürzen.

9. Entgegen den Propagandasprüchen der Merkel-Blockpartien wurden in der EU so gut wie keine Rechtsextremen gewählt. Schon die Bedeutungsverschiebung von National zu Nationalistisch ist meist schief. Der Begriff Extrem ist gewaltsamen Parteien vorbehalten. Z. B. in der Ukraine stehen sich sogar mehrere rechtsextreme Parteien gegenüber: Ukrainer und Putins Russen, beide sind rechtsextrem. Die britische UKIP oder Marie Le Pen sind nicht rechtsextrem.

10. Europa wählt also die Europäische Union unter den jeweils speziellen regionalen und nationalen Motivlagen. Wenn die EU sich zukünftig weiter so uneuropäisch gebärdet, werden weiterhin Wähler wenig Ambitionen für die Europäische Union zeigen können.

11. Die Europäer wollen ökonomische Sicherheit und militärische Sicherheit. Beide Werte stehen im Wahlverhalten nicht zu Lösungen dieser Fragen. Vielmehr werden Wähler mehr von Furcht und Sorgen von den jeweils massenmedial aufgezogenen Unsicherheiten beeinflusst.

Das heißt, der EU-Wahlbürger wählt gegen die Angst von ökonomischer Unsicherheitsbedrohung und vor konkreten militärischen Bedrohungen.

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Dietmar Moews meint: Es sieht so aus, als könne Angela Merkels US-amerikanische Statthalterei so weiterschaukeln: StaatsMonopolKapitalismus (StaMoKap) heißt: Die Regierungen machen Gesetze (z. B. Freihandelsabkommen), dass die Monopole der Welt freie Bahn haben und die Menschen nachrangig leben müssen.

Es sieht so aus, als würde Frau Merkel bald neue wichtige Partner bekommen. Der französische Präsident Hollande ist bei diesen Wahlen erneut abgestürzt. Es bleibt abzuwarten.

Der Euro wird bleiben.

Die US-Herrschaft und die IT-Revolution der USA ist auf dem Markt und wird Konkurrenz erhalten (China kommt und Putin sperrt den Weltraum und die russischen NSA-Bodenstationen).

 


DEUTSCHER KRIEGSWAHN – und mehr Rüstungsexporte

Mai 14, 2014

 

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Vom 14. Mai 2014

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Die deutsche Presseagentur („dpa“ – eine Privatfirma) bietet sekündlich verlässliches Neues an:

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Zuginsfeld zur Ächtung des Krieges, Dietmar Moews vor der Georgenkirche in Halle / Saale

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Wir Deutschsprachigen können Eins und Eins zusammenzählen. Einerseits ist der deutsche Staat auf Gedeih und Verderb den Kriegsgewinnern des zweiten Weltkriegs unterworfen, den USA, den Briten, den Franzosen. Diese Patrone sind auch unsere militärischen Bündnispartner. Und diese Bündnispartner machen Krieg wie sie wollen, verletzen die UNO-Charta wie sie wollen – und Deutschland geht stets zwangsläufig mit. Es ist bestätigt, dass US-Spezialtruppen als quasi marktwirtschaftliche Dienstleister und Touristen in der Ukraine militärische Aktionen durchführen.

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Gleichzeitig berichten die deutschen Zeitungen, dass die Deutschen mit großer Mehrheit für das Engagement „des Westens“ in der Ukraine eingestellt sind. Dabei werden propagandistische Methoden einer sogenannten „Demoskopie“ als Meinungsforschung vorgetäuscht. Das sind geradezu Nazi-Propaganda-Methoden. Denn das hieße, die Mehrheit der Deutschen sei für Kriegsbeteiligung in der Ukraine gegen Russland.

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Und dazu passt nunmehr die dpa-Meldung von den gesteigerten Rüstungsexporten der deutschen Militärwirtschaft:

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Deutschland hat seine Rüstungsexporte im Jahr 2013 besonders in sogenannte Drittländer erheblich gesteigert. Das geht aus parlamentarischen Anfragen der Linksfraktion im Bundestag hervor („neues deutschland“ v. 12. Mai 2014, Politik, Seite 6), deren Ergebnisse der Nachrichtenagentur dpa vorlagen.

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Demnach erteilte die Bundesregierung 2013 Einzelausfuhrgenehmigungen im Gesamtwert von 5,8 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 24 Prozent gegenüber 2012. Dabei entfällt ein Betrag von 3,6 Milliarden Euro auf Drittländer, die weder zur EU noch zur Nato gehören. 2012 waren dies 2,6 Milliarden.

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Dietmar Moews meint: Man muss nicht drehen und wenden, um den Sinn der Werte des geltenden Grundgesetzes zu verstehen: Die Politik, in diesen Spielarten Krieg zu organisieren, wie es diese Bewaffnungsgeschäfte bedeuten, ist verfassungswidrig. Angesichts der Erfahrungen Deutschlands mit Krieg, ist diese Kriegsfreude erschütternd.

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Die massenmediale Reiz-Anheizerei, mit der Publikation von angeblichen Meinungsbildern, die Kriegsbereitschaft der Deutschen vorzutäuschen, ist eine Beleidigung aller Kinder und aller Anständigen in der Welt.

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Es ist wie Auschwitz, wie Hannah Arendt sagte: „Das durfte gar nicht geschehen“. Und es ist wieder so, dass die schweigender Mehrheit sagt: „Wieso, das wissen wir doch gar nicht.“

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Demoskopie-Propaganda im Vergleich

April 22, 2014

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am 22. April 2014

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BEISPIEL: Demoskopie Allensbach ermittelt zu blöd: Man fragt irgend wen und zählt die vorgegebenen Jas und Neins im Kuckucksprinzip.

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BEISPIEL: Poll backs Guardian over NSA. Aktuelle Umfrage im Vereinigten Königreich Großbritannien stützen die Zeitung The Guardian für die Veröffentlichung der NSA-Geheimdienstpraktiken durch Snowden.

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Bereits in den 1930er Jahren entwickelten US-Amerikanische Soziologen und Publizisten (Leo Loewenthal „Falsche Propheten“) konkrete Methoden der politischen Propaganda.

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Solche Propagandamethoden brachte die deutsche Publizistin Dr. Elisabeth Nölle (später Noelle-Neumann in Allensbach) aus den USA in die Goebbels-Propagandaschmiede der NSDAP, wo daraus tüchtig Funken geschlagen worden sind. Noelle-Neumanns Karriere in der ersten Bundesrepublik mit erheblichen Funktionen für die CDU-Regierungen und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, waren systemrelevant.

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Elisbath Noelle-Neumann hat sich niemals von ihrer Altnazi-Vergangenheit distanziert.

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Sie hat insbesondere nie Abstand genommen, von der Allensbach-Umfrage-Propaganda, von den Kuckucksfragen und von den sogenannten Sonntagsfragen (Wen würden Sie wählen, wenn heute Wahlen wären?) ausdrücklich zur Wahlbeeinflussung im Sinne derjenigen Partei, die die Umfrage bezahlt.

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Dabei bezog man Erfahrungen aus der Werbung sowie die rasant verfügbar werdenden neuen Medien und deren neuen elektronischen Echtzeitkommunikationstechniken.

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Zeitungsredaktionen konnten schnell drucken, konnten verbessert Bilder aufbieten. Telefon und Telegramm brachten weltweite Nachrichten, Kino-Film-Weltspiegel, Schallplatten, Radiofunk und Fernsehfunk – eine kommunikative Beschleunigung geriet geradezu aus den Fugen bzw. gab den Impressarios unermessliche Macht.

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Im Bereich der IT-Kommunikation tritt Allensbach nicht durch relevante wissenschaftliche Praktiken hervor, sondern lediglich durch die Benutzung der Telematik, deren Reichweite, Allgegenwart und Geschwindigkeit.

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Eine bis heute unwissenschaftlich und propagandistisch angewendete Einflussmethode auf die allgemeine Alltagswelt, mit überprüfbarer Durchdringung, Reichweite und Wirkung im Sinn von Information, Desinformation, Nichtinformation, sowie von Wertschätzung und Geringschätzung bei den Menschen, sind gezielt formulierte und durchgeführte sogenannte Meinungserhebungen.

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Profitorientierte Demoskopieunternehmen beschäftigen ungelernte Telefonisten und Interviewer, die stellen Kuckucksfragen an einzelne Passanten auf der Straße oder durch private Telefonanrufe.

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Dabei werden standardisierte Fragen und Antworten dem Befragten angeboten. Abschließend werden die Antworten (O-Töne) ausgezählt. Wer nicht antworten möchte oder lügt, wird dabei unterschlagen bzw. gar nicht festgestellt. Man nennt das quantitative Datenerhebung.

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BEISPIEL: Demoskopie Allensbach ermittelt zu blöd: Wir finden immer wieder Allensbach-Umfrageergebisse in der FAZ (einmal monatlich), etwa zu Fragen wie:

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Sind die Deutschen zufrieden?

Sind die Deutschen glücklich?

Haben die Deutschen Zukunftsangst?

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Gefragt wird angeblich repräsentativ, also eine Zufallsauswahl von zu Befragenden wird nach einer Durchschnittseigenschaften-Zuordnung und Anzahl befragt – wenn man sie erreichen kann.

– Was denkst du über die anderen Deutschen? Bist du Deutscher? Hast du Zukunftsangst? Hast du Angst, deine Zukunftsangst am Telefon bekanntzugeben?

– Ist die Frage eigentlich eine Omnisbusfrage? Omnibus nennt man, wenn eine Frage und eine Antwort zugleich für mehrere Fragefelder ausgenutzt werden, (z. B. FRAGE: Bist du glücklich? Bist du zur Anrufzeit telefonisch erreichbar?

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Ausgebeutet wird dein Antwortverhalten dann möglicherweise so: Antwortest du überhaupt auf diese Frage am Telefon, Ja oder Nein? Sagst du Fremden deine Meinung überhaupt? Antwortest du Fremden ehrlich? Wann und wie benutzt du dein Telefon? Welches Wissen hast du zum gefragten Feld? Welches Wissen hast du konkret zum Thema?

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In wie fern ist der Auswahlkreis der angerufenen zu Befragenden repräsentativ, wenn man doch nicht alle im Telefonbuch findet, die dort stehen müssten, damit es repräsentativ werden könnte?

– wie oft wird der repräsentativ Anzurufende wiederholt angerufen, nachdem der mehrfach nicht erreichbar war? Fließt die Erreichbarkeit und Willigkeit an der Umfrage teilzunehmen in die Auswertung der Antworten qualitativ ein?

– wenn man nicht alle Nummern der Mobiltelefoneigentümer kennt,

– wenn Viele bei Anruf einer unbekannten Anrufernummer, den Telefonanruf zur Umfrage nicht annehmen,

– nur diejenigen annehmen, die gerade dazu lustig sind, alle Unlustigen aber nicht,

– wenn der Anruf für den zu Befragenden zur Unzeit kommt, er schläft, er arbeitet, er ist in Eile usw.

– Was passiert, wenn der Befragte eine Gegenfrage zum Verständnis stellt und damit die standartisierte Quantitativerhebung durchbrochen wird?

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Wer jemals zu diesen und anderen Fragen und Problemen bei Allensbachpublikationen Informationen gefunden hat? BITTE MELDEN!

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Den Kuckucksfaktor, den Allensbach beinahe permanent bemüht – also gewünschtes Antwortverhalten durch gezielte Fragestellung erzeugen – erläutert Allensbach nie. Allensbachs Methode ist so gesehen stets Propaganda und nicht Meinungsforschung.

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FRAGE: Glauben Sie an die Spruchweisheit: Wer zahlt, bestellt die Musik?

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BEISPIEL: Poll backs Guardian over NSA. YouGov finds 37% of the British people thought the Guardian was right to publish while 22% thought it wrong (Quelle: Guardian.uk. am 22. 4.2014). Zu Deutsch: „Aktuelle Umfrage im Vereinigten Königreich Großbritannien stützen die Zeitung The Guardian für die Veröffentlichung der NSA-Geheimdienstpraktiken durch Snowden. Das Regierungs-Umfrage-Institut YouGov hat ermittelt, dass 37 % der Briten dachten, der Guardian hatte Recht damit, die NSA-Geheimnisse zu veröffentlichen, während 22 % der Briten dachten, das wäre falsch gewesen.“

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Von allen befragten Briten (100 %) werden hier insgesamt 59 % übermittelt.

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Was fehlt? – Wer kann sagen, ob diese Befragten wahrhaftig geantwortet hatten?

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Wer kann sagen, ob die Befragten die Fragen verstanden haben?

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Ob sie die Voraussetzungen der Fragen zutreffend kannten oder nur auf Gerüchte oder Empfindungen reagierten?

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Wer kann sagen, wer hier im Interview wen gefragt hat – Männlein Weiblein? Alt, jung? Jung, alt?

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Kurz, es mangelt und fehlt bei diesen Umfragen an methodischer Überprüfung, ob und wie hinter den Antworten Meinungserklärungen stehen, denen ein Wertverhalten bzw. Verhaltensnormen zugrunde liegt?

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Und wie verlässlich sind die Wertäußerungen? Fragt man in einer friedlichen Situation am Nachmittag, mag die Antwort ehrlich sein – jedoch, wenn ein Ernstfall das wirkliche Verhalten verlangt, könnte sich der Befragte spontan oder berechnend ganz entgegengesetzt verhalten. Er antwortet im Telefoninterview möglicherweise verantwortungsethisch GUT, handelt aber wenn er praktisch gefordert wird gesinnungsethisch SCHLECHT (also rücksichtslos).

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Die Polls und demoskopischen Umfragen werden von den Umfrageinstituten so gut wie nie auf ihren Wirklichkeitsverlass methodisch überprüft – sie sind so gesehen Müll. Und man kann getrost annehmen: Wer den Auftrag einer Umfrage bezahlt, kann ein wunschgemäßes Ergebnis erhalten.

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Besonders heikel und methodisch unsinnig ist dabei, dass Nichtantworten oder eigene Wertformulierungen nicht qualitativ ausgewertet werden, sondern in ein quantitatives Ja/Nein-Raster gepresst werden.

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Das Kuckucksprinzip dabei besteht in dem inzwischen längst wissenschaftlich festgestellten Antwortverhalten der Befragten:

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Die große Mehrheit aller Befragten antwortet niemals wahrheitsgemäß, sondern flüchtet immer in einen Anpassungsmodus hinein. Die Befragten antworten, was sie glauben, dass bei der Befragung vom Befrager erwartet wird. Durch Affirmation vermeidet der Befragte Nachfragen seitens des Interviewers (entsprechend verhalten sich Menschen überhaupt in heterogenen Gruppen, wo Widerspruch und Gegenfragen aufzukommen drohen können).

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Motive dafür sind zunächst allgemeine Harmoniesucht, alsdann Erleichterungsstreben: Denn wer kontrovers antwortet, riskiert Nachfragen. Wer angepasst antwortet, wird damit eine weitere Befragung oder Nachfragen los.

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Die Befragten möchten nicht Nichtantworten. Denn es entstünde ein Begründungszwang: warum willst du nicht antworten? Man möchte nicht vermeindlich unerwünschte Positionen bekanntgeben. Aber man möchte auch nicht sagen, welche Vorbehalte oder auch welches Insiderwissen man in der befragten Angelegenheit hat.

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Es kommt bei diesen Fragen stets eine nicht ausgewiesene Quote der Kuckucksantworten heraus, die man durch die Fragestellung und durch die Fragesituation vorher hineingebracht hat. Beweis ist leicht zu erbringen, indem man die Frage- und Frager/Befragtensituation ändert und zu den gleichen Wertfragen darauf anderes Antwortverhalten der Befragten erhielte.

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Antworten und O-Töne sind also nur Antwortverhalten.

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Keinesfalls kann man daher in einfacher Ableitung konkrete Wertäußerungen oder gar verlässliche Verhaltensnormen erkennen, außer über Antwortverhalten. Doch auch dieses müsste methodisch qualitativ erhoben, analysiert und interpretiert werden, bis man damit nutzbringend umgehen könnte.

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Was war jetzt beim YouGov-Poll mit den restlichen 41 %? Wir werden es wohl nie erfahren. Wir wissen aber, dass die angeblichen 37 % gegen BIG BOTHER noch Reste von Zivilcourage zeigen.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 12

März 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4229

am 20. März 2014

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Der Fall des prominenten Steuerkriminellen Uli Hoeneß findet in der gesellschaftlichen Resonanz weiterhin ein außergewöhnlich weitreichendes Aufmerksamkeitspotential. Aus Sicht des empirischen Soziologen bietet sich ein vielfältiges Aufkommen an bemerkenswerten Einlassungen aus vielerlei Quellen und Interessenlagen zum Fall Hoeneß.

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Dietmar Moews erfasst und analysiert Erklärungsnormen und Verhaltensnormen in den Äußerungen dieser Hoeneß-Straftatenszenerie.

Erschlossen werden Hinweise auf die darin vorgetragene Kampfmoral und Unmoral der sozialen Straftäterszenerie wie auch in den Stimmen der weiteren öffentlichen Szenerien, im Sinne eines „Verpitbullung der Gesellschaft“ genannten Wertewandels.

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Verschiedene Typen der aktuellen Hoeneß-Szenerie treten öffentlich durch Meinungsäußerungen, Diskussionsteilnahme und Argumente vordergründig in Erscheinung. Diese Schlagzeilenreiterei findet den ungewöhnlich hohen Teilnehmerzuspruch aber, nachdem der Neuigkeitswert abgenutzt ist, nur aufgrund einer erheblichen Hintergrund-Erregung in der öffentlichen Kommunikationskraft.

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Es wird inzwischen nicht mehr so sehr die erste Aufregung, die möglichen Skandalisierungen oder ausufernden Spekulationen medial angespielt, um die Quotenträchtigkeit des Falles Hoeneß zu nutzen. Aber es stehen wichtige Werte und Ziele der gesellschaftlichen Integration bzw. Zersetzung, der machtpolitischen Führung und Verantwortung wie auch der knochentrockenen Vorteilspolitik der mitspielenden Einflußrichtungen auf dem Spiel, die feststellbar und wirklich da sind:

Man ist individuell betroffen und verhält sich interessiert, ob eventuell politisch Strukturveränderungen aufkommen:

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Machtpolitische Führung und Fühlung

Machtpolitische Führung und Fühlung mittels der repräsentativen Demokratie in der rechtsstaatlich-geldgesteuerten Lebensweise hat mit Blick auf das gesellschaftliche Gelingen, ordnungspolitisch Kurs halten. Es ist die Kunst einen vielseitigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Beteiligungsprozess zu inspirieren, indem Mündigkeit, Mitbestimmung und Verantwortungsbereitschaft selbststeuernd  täglich neu entstehen.

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Den Regierenden unserer deutschen Blockparteien im internationalen StaMoKap (Staats-Monopol-Kapitalismus) des Westens dienen die organisierte Klientelisierung und Kalmierung der Bürger durch den korporierten Verbändestaat.

Wir beobachten mobartige, gelähmte und entkoppelte kollektive wie individuelle Reize. Dadurch werden  irrationale und emotionale Verhaltensoptionen angespielt. Bürgerrechtliche Stimulierung und Aktivierung verkümmern. Es entstehen soziale Situationen von Bedrohung/Sicherheit, Belohnung/Bestrafung, Lebensfreude/Angst u. ä. auf die die Menschen vergleichsweise individuell und kontingent politisch reagieren und wenig Mitverantwortung artikulieren.

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Der Fall Hoeneß lässt seine Aufladung und Reizhöhe in zwei Hauptperspektiven erkennen:

Es ist zum Einen der prominente Herr Hoeneß als Individuum (wie du und ich), also Solidarität, Mitleid, Kollektivorientierung für den Einzelnen als Sonderfall (der Einzige und sein Eigentum).

Es ist zum Anderen der Fall Hoeneß als Stoff. Er ruft massenkommunikatorische Betroffenheit und Dynamisierung hervor. Der Ablauf der „Storyline“ der im Prozessverlauf bekannt werdenden Tatsachen werden auf Innovation und Redundanz im Wandel der Sitte durchgekaut. Es findet ein öffentlicher Besinnungsprozess des Zeitgeists, der metaphysisch empfundenen Wertorientierung von Werttreue, Wertkonservativismus, Werterweiterungen und das Prinzip von abweichenden Verhaltensoptionen des Sonderlings (Devianz) kommuniziert.

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Fall Hoeneß als Filmsujet

Bei einem jetzt aktuell aufgebrachten Filmprojekt wird, wie es für ein das Massenpublikum ansteuerndes Produkt üblich ist, ein „Held“ und seine individuelle Sonderrolle zum roten Faden und Konzept der Dramaturgie. Exponiert werden das „Schicksal“, der „Fokus auf den wir alle Hinglotzen“, der „Sündebock“, der „Haltet den Dieb“, das klassische „Ohne mich“:

Uli Hoeneß geht es wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff: Sein Fall wird auf Film gebannt. Zwei Produzenten sollen schon an der Umsetzung arbeiten.

Der Film soll laut Produzent Walid Nakschbandi nicht nur Uli Hoeneß‘ Rücktritt als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Bayern und das Verfahren wegen Steuerhinterziehung behandeln, sondern auch seinen Aufstieg. „Man versteht Hoeneß nicht, wenn man nicht erzählt, wo er herkommt“, sagt Nakschbandi. Welcher Schauspieler den ehemaligen Bayern-Präsidenten spielen werde, sei noch offen.

Die Produktionsfirmen AVE und Zeitsprung, wie ein Sprecher der Süddeutschen Zeitung bestätigte, wollen ohne Buchvorlage drehen – man stütze sich auf eigene Recherchen.

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Der Fall Hoeneß in Leserbriefen und Blogs

Neben den traditionellen Leserbrief-Rubriken, die Zeitungen abdrucken und in zunehmenden Maß auch über Internetz-Foren von Radio und Fernsehsendern als „Volkes Stimme“ bzw. als die Wahrheit der „O-Töne“ des Publikums in Fällen wie dem aktuellen Hoeneß aufgezogen werden, dienen immer den Absatz- und Quotenzielen der Veranstalter.

In keinem Fall dürfen wir die Erfolgsquote, die in O-Tönen und -Texten als naive Werthaltung der Öffentlichkeit hingestellt wird, als Verhaltensnorm verstanden werden. Es ist lediglich, was Leute unentgeltlich öffentlich von sich geben. Es sind unverbindliche, zu Nichts verpflichtende, oberflächliche, irrlaufende Reflexe. Um daraus einen moralischen Wandel erkennen und feststellen zu können, müssten die Autoren dieser Äußerungen qualitativ untersucht werden. Nur ein sytematischer Tiefenbefund ermöglicht zu interpretieren und zu bewerten.

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Wollte man die Kraft und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Anteilnahme am Fall Hoeneß beurteilen und die propagandistische massenmediale Inszenierung hierfür als akzellerierende Pumpwirkung nutzen, sind zwei Kontrollüberlegungen zu zwei Fragen hilfreich:

1. Welche Intensität und Durchdringung hätten Teilnahme, Aufmerksamkeit bis hin zu moralischer Erregung, wenn das Thema „Hoeneß-Prominenz-Steuerkriminalität“ fallengelassen würde und ein neues Reizthema aufgezogen würde? Was gäbe der Fall Hoeness noch her, wenn etwa Spekulationen über „Kindersex im Kanzleramt“ herausgebracht würden?

Antwort: Der „Fall Hoeneß“ enthält erhebliche metaphysische Aufladungen und Reize für einen erheblichen Anteil der Öffentlichkeit und für das Selbstverständnis unserer Lebensweise. Kurz: Hoeneß lässt sich nicht so einfach wegdrücken.

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2. Wie tragfähig wurde die Empörung über die sieben Jahre währende Entrechtung des bayerischen Bürgers Gustl Mollath mit staatlichen Mitteln? indem moralisch heilende Wertvorstellungen auf die parteipolitische Agenda gelangt wären?

Antwort: Verzeichnen können wir im „Fall Mollath“ das gestärkte Bewusstsein der hiervon berührten Individuen für Wachheit vor Verfahren. Auch wenn die Verletzung moralischer Vorstellungen erheblich ist, ist der individuelle Rückzug aus dieser Debatte zu erwarten.

Die allgemeinen Verlautbarungen und Beklagungen der geübten staatlichen Willkür im „Fall Mollath“, durch Ärzte, Gerichte und Gutachter lassen momentan keinen greifbaren Wertwandel erkennen. Der erfolgte strukturelle Eingriff – Umbettung der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk in ein bequemeres CSU-Bett – ist die längst bekannte Schaukelmethode des Staatskrisenmanagers Horst Seehofer (CSU), in die Kiste reizvoller Symbolhandlungen zu greifen.

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Auch sogenannte repräsentative Erhebungen und Umfragen sind zunächst völlig wertlos:

Antworten auf Fragen sind stets nur Antworten auf Fragen wie der Kuckuck im Wald. Die sogenannte Demoskopie ist keine Demoskopie sondern Propaganda der „falschen Propheten“ (Leo Loewenthal).

Antworten sind nicht aufschlussreicher als keine Antworten. Werthaltungs-und Verhaltensuntersuchungen müssten als anspruchsvolle empirische Sozialforschungsprojekte durchgeführt werden. Das findet aber so gut wie nie statt. Einerseits sind qualitative empirische Untersuchungen kostspielig. Anderseits werden die billigen Zwecke einer tagesaktuellen Überschrift gebraucht. Ungeachtet der Gültigkeit und Tragfähigkeit reichen den Veranstaltern reißerische Stichworte dazu, das gewünschte Leben zwischen „Sender und Empfänger“ zu simulieren.

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Wir beobachten deshalb ziemlich folgenlos zwei Positionen in den redigierten publizierten Publikumsstimmen:

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Moralische Empörung und Beschimpfung des Kriminellen FC Bayern-Prominenten Hoeneß und seine Heuchelei – also quasi Anti-Hoeneß-Hetzerei. Und Hoeneß wird dazu zitiert: „Ich habe Hass erlebt“ wie auch „meine Vorstellung von Anstand – ich akzeptiere das Urteil ohne Revision“

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Entgegengesetzte moralische Empörung über die moralisch Empörten. Hier geht es um die Farbe im Alltäglichen: „Wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“. Anders gesagt: Jeder ist selbst ein Heuchler und Steuerhinterzieher, Schwarzfahrer und Schwarzarbeiter, also alle Schnauze halten, wenn ein Hoeneß erwischt worden ist.

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Ganz konkrete korporatistische (CSU) Interessen, denn Hoeneß ist Teil der heutigen Blockparteien-Szenerie gewesen: Kanzlerin Merkel spricht Hoeneß Respekt aus.

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Erwerbsmäßige Agenten der Verpitbullungs-Interessenten bagatellisieren den Fall Hoeneß und reden weiterhin von „Steuersünder“, der „einen Fehler“ gemacht habe. Noch am Mittwoch, 19. März ein Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der ARD-Fernsehrunde ANNE WILL.

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Die Verpibullungsfraktion verteidigt ihre rechtswidrigen Vorteilsnahmen und Privilegienfortsetzung durch gekaufte Publizistik mittels direkter und indirekter Intervention (Werbebudgets großer Firmen, Bakschisch für einzelne Publizisten, gekaufte Unterdrückung kritischer Darstellungen).

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Zusammenfassung

Momentan ist greifbar, dass der Fall Hoeneß das Potential für eine Jahrhundert-Erregung zu entfalten scheint, zumindest in der weltweit kommunizierenden Fußball-Massenkommunikation.

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Neuerliche Entdeckungen zu diesem bislang keineswegs enthüllten und geklärten Falles Hoeneß, der nicht ohne einen weiterreichenden materiellen und sozialen Hintergrund denkbar ist, werden weitere Dimensionen ansprechen und in der fortgesetzten Aufmerksamkeit Ausdruck finden.

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Es geht ums Bescheißen, es geht um die Großen und die Kleinen, es geht um raubtierkapitalistische Spielarten im Konflikt mit sozialer Friedlichkeit und zivilisatorischer Reproduktion.

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Schwarz gesehen zeichnet sich am Beispiel des Falles Hoeneß eine anthropologische Neuakzentuierung des Individuums in der Gesellschaft ab (Max Stirner „Der Einzige und sein Eigentum“).

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Niccolo Machiavelli für Alle

Wir kommen als Abendländer nicht umhin, das Einmaleins von Niccolo Machiavelli zu studieren: Il Principe/Der Fürst; Discorsi/Gedanken über Politik und Staatsführung; Geschichte von Florenz – alle etwa 500 Jahre alt und ungebrochen aktuell, meist bezogen auf die Römische Republik von vor 2000 Jahren.

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Die Verpitbullungs-Adepten verkennen die zersetzende Wirkung im Sinne der „Kritik der zynischen Vernunft“, wenn der „Papst öffentlich Wasser predigt, aber heimlich Wein säuft“ (Peter Sloterdijk „Kritik der zynischen Vernunft“)

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Aufklärung des „kleinen Mannes“ in Sachen „Verpitbullung“, Unmoral und Kampfmoral ist notwendig, damit die Basisdistanz zwischen den Privilegierten und den Dummgehaltenen nicht zu groß wird. Ein Film zum individuellen Hoeneß ist so gesehen „des Affen Zucker“ und dient der Verblödung.

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Fortsetzung folgt