Am liebsten GELD, BARGELD, MÜNZEN und SCHEINE

Dezember 4, 2014

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am Donnerstag, 4. Dezember 2014

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Das bewährte Bargeld ist die reale Sache, die die Menschen mit Erfolg benutzen und am liebsten haben.

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Das „BIG-BROTHER“-Bestreben, alle Menschen mit der NSA-Technik total zu überwachen, will natürlich das Bargeld abschaffen, weil man es nicht auf Heller und Pfennig kontrollieren und profilieren kann.

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Wir sehen Zeiten entgegen, dass das Bargeld über die Köpfe der Gesellschaft hinweg abgeschafft wird. Man wird das Geld derart in organisatorischen Nachteil setzen, dass unvergleichliche Kostennachteile für die Geldbenutzer entstehen. Was heisst da „Bit-Coin“?

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Momentan bezahlen die Menschen in Deutschland ihre Einkäufe noch bevorzugt mit Bargeld.

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Ein „Kropf des Kapitalismus“, der Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele behauptete kürzlich zum 25-jährigen Jubiläum (was hatten wir denn da vor 26 Jahren?) der Bundesvereinigung Deutscher Geld-und Wertdienste in Frankfurt:

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Die Entwicklung verlaufe aber langsam: „Bargeld wird bis auf weiteres das meistgenutzte Zahlungsmittel am Point of Sale (Verkaufsstelle) sein..“

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Bei kleinen Transaktionen wird Bargeld an die 80 Prozent genutzt.

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Die Geldmanipulateure haben längst den „War of cash“ ausgerufen. Dabei spielen wissenschaftliche Erkenntnisse über Schaden und Nutzen von angeblichen technischen Fortschritten so gut wie nie eine Rolle. Immer wird über Preispolitik und politische Willkür der größte Blödsinn gesetzlich umgesetzt – wenn nötig geheim: TTIP ist ein extremes Beispiel.

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Dietmar Moews meint: Ohne Telefon lebt es sich sehr gut. Man verliert viele Kontakte. Auch weil meist nicht geglaubt wird, dass man kein Telefon habe, sondern lediglich seine Nummer nicht hergeben will. Dietmar Moews ist per E-Mail einfacher zu kontaktieren als die meisten Menschen mit ihren Dauer-Anrufbeantwortern.

Wer sagt eigentlich, dass ein virtuell-digitales I-Phone-Gespräch attraktiver sei als ein ganz normales sinnliches Gespräch zwischen zwei einander gegenüber befindlichen analogen Menschen?

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Wer heute die idiotischen U-Bahnfahrenden beobachtet, die derart überwiegend mit sich, ihren Ohrstöpseln, den winzigen Displays ihrer Units und den leeren Akus beschäftigt sind, verliert sehr bald jegliches Interesse daran überhaupt anzuhören welche Schwachmaten-Kommunikation da verdaddelt wird: „Ich bin jetzt in der U-Bahn und telefoniere.“

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Gerd von Paczensky 1925 – 2014 Kurznachruf

August 2, 2014

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am Sonnabend, 2. August 2014

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Der Publizist und Fernsehredakteur Gerd von Paczensky ist am 1. August 2014 in Köln gestorben. Er stand als eine der demokratischen Persönlichkeiten seine verantwortliche öffentliche Rolle stark und vorbildlich durch.

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Die altersbedingte Vollendung seines Verschwindens ist nicht zu ändern, aber ein großer Verlust, während die Putinisten und Verpitbuller den verkommenen Nachwuchs bilden – kaum noch ein Promi, von Beckenbauer über Boris Becker, Christian Wulff oder Dieter Bohlen, Karl Theodor Guttenberg oder Volker Kauder, Schavan oder Uli Hoeness, der sich vorbildlich zu benehmen weiß. Gerd von Paczensky konnte frei seine Haltung behaupten – und er nahm erhebliche Abstrafungen und Abrichtungen hin.

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Der ganz junge Gerd von Paczensky war von 1942 bis 1945 Nachrichtensoldat im Hitlerkrieg.

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1946 begann er seine journalistische Tätigkeit als Reporter der Deutschen Allgemeinen Nachrichtenagentur (DANA) in Stuttgart, wurde später Redakteur der DANA-Zentrale in Bad Nauheim und leitete anschließend den Berliner Stadtdienst der DANA. Von 1947 an arbeitete er für Die Welt (Korrespondent in London 1949–1952, in Paris bis 1957, dann Ressortchef „Außenpolitik“). Ab 1960 arbeitete er für den NDR wo er 1961 zusammen mit Rüdiger Proske das Fernsehmagazin „Panorama“ gründete. Wegen zahlreicher regierungskritischer Berichte in dieser Sendung (z. B. über Franz Josef Strauss im Zusammenhang mit der Fibag-Affäre und der Spiegel-Affäre wurde sein Vertrag beim NDR 1963 nicht mehr verlängert.

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Paczensky war 1963/1964 stellvertretender Chefredakteur des Stern. Ende 1965 gründete er gemeinsam mit Bernt Engelmann in Hamburg einen Verlag, in dem ab Anfang 1966 die Zeitschrift Deutsches Panorama erschien (1967 wegen finanzieller Probleme eingestellt). Paczensky war kurzzeitig 1969/1970 und dann wieder seit 1973 Chefredakteur bei Radio Bremen, wo er auch zeitweise als Co-Moderator in der Talkshow 3 nach 9 tätig war. Von März 1972 bis August 1973 war er Leiter des Referats „Grundsatzfragen, Inneres und Justiz“ des Bundespresseamtes, wohin ihn Conrad Ahlers auf Zeit berufen hatte. Auf dem Saarbrücker Kongress des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) wurde er in den Bundesvorstand gewählt, dem er von 1984 bis 1987 angehörte.

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Seit 1950 behandelte er Probleme der „Dritten Welt“ in Artikeln, Rundfunksendungen, Fernsehfilmen und Büchern und schrieb vor allem in den 1970er-Jahren mehrere Bücher, die sich kritisch mit Kolonialismus und wirtschaftlicher Ausbeutung beschäftigten. 1994 klagte er erfolgreich vor dem Oberlandesgericht Hamburg gegen die Charakterisierung als „linker Antisemit“ durch den Publizisten Hendry M. Broder.

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Paczensky schrieb auch beliebte und einflussreiche Restaurantkritiken. Als Mitarbeiter der Zeitschrift essen & trinken berichtete er mehrere Jahrzehnte lang aus der deutschen und französischen Spitzengastronomie und setzte sich für die Verbesserung der Esskultur in deutschen Landen ein. In dieser Phase habe er – so ein Kenner der Szene – „die Restaurantkritik zur schönen Kunst erhoben“. Seine Bücher über Cognac und Champagner wurden international zu Standardwerken. Seit 1985 war er Ehrenbürger der Stadt Cognac. Er war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschlands.

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Dietmar Moews meint: Ich hätte gerne mal mit Gerd von Paczensky eine strittige Diskussion gehabt, weil er nüchtern und stark, fähig und bereit war, Argumente hinzunehmen und darauf zu erwidern. Wer kann das heute schon?

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Gedenken an diese Vorbildperson ist hiermit verordnet – welch Auftritte mit Gerd von Paczensky und Wolfgang Menge bei „3 nach 9“ in der Radio Bremen-Talk-Show! Die waren fähig, eine Diskussion derart ins Schwimmen zu bringen, dass der rote Faden zerfaserte oder in der Höhe bzw. Flachheit verschwand und plötzlich wieder in einer anderen Farbe präsent war – einfach virtuoses intelligentes Schweben, manchmal bis in ein Schweigen, während alle, auch das 3 nach 9 Publikum zu hause, in innere Monologe abglitt, ohne abzuschalten.

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Mich hat Paczenskys Nähe zu Stasi-Leuten wie Bernt Engelmann gestört.

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Es zählt aber vielmehr der aufrechte Gang und die geistige Kraft, die deutsche Weltgeschichte in der Rolle des leidenden Kritikers so weitreichend auszufüllen.

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Wie leicht ist es angepasst herumzujubeln, wie Volker Kauder oder die Kinder der Konrad Adenauer-Stiftung oder der Friedrich Ebert-Stiftung, die opportunistisch bis über die Ohren und zum Bundesverdienstkreuz unterworfen und durchgereicht werden.

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Gerd von Paczensky war sensationelles großes Live-Fernsehen – wie traurig dagegen vor einigen Tage das Biologie-Rätsel-Spiel mit Frank Elstner und Ranga Jogeshwar.