Milchkühe unter Verdacht

August 6, 2015
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vom Donnerstag, 6. August 2015

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Die neue Zürcher Zeitung berichtet immer wieder sehr liebevoll über meine persönlichen Lieblingsthemen: Tiere allgemein, Haustiere speziell, wie Kühe (Pferde / Mein Großvater war pommerscher Pferdehändler und besaß Spitzen-Traber, die in Hoppegarten trainiert wurden, aber auch Hunde, Katzen, Schimpansen, besonders Ziegen und noch alle anderen – I love it.)

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NZZ, Mittwoch 5. August 2015 Seite 36 schreibt Angelika Jacobs:

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Milchkühe unter Verdacht. Lauern in Rindfleisch und Milch bis anhin unbekannte Viren, die Krebs begünstigen?

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Kuhmilch ist beliebt geworden im asiatischen Raum. Parallel dazu stieg in den letzten Jahrzehnten auch die Krebsrate. Besteht zwischen diesen Fakten ein Zusammenhang? Ein Nobelpreisträger auf Spurensuche.

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Abgekürzt, Laktose hin oder her: „… Indizien, noch kein Beweis“

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Krebsforscher und Virologen denken über Immunisation von Milchkühen nach.

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Etwas anders sieht es mit Neue Zürcher Zeitung und Davide Scruzzi vom 5. August 2015 aus:

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Schwieriger Schutz vor gefährlichen Kühen. Nach dem tödlichen Unfall einer Wanderin verweisen landwirtschaftliche Fachstellen auf bereits getroffene Massnahmen.

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Mutterkühe haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt für ihr Kalb. So kommt es in der Schweiz, wo Viehwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus überlagert sind zu jährlich mehreren Fällen von (stabile Unfallzahlen) Mutterkuh-Agressionen gegen Bergwanderer.

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NZZ vom 5. August 2015 schreibt: „…Rückwärts gehen. Seitens der Vereinigung Mutterkuh Schweiz will man die genauen Untersuchungen zum Fall von Laax abwarten (eine 77-Jährige wurde kürzlich totgetrampelt), um die zusammen mit der BUL getroffenen Präventionsmassnahmen allenfalls anzupassen … Teil der Präventionsmaßnahmen ist auch die Bekanntmachung von Verhaltensregeln:

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Demnach sollen etwa Herden nicht durchquert und Kälber nicht berührt werden. Hunde seien an der Leine zu nehmen. Zeichnet sich ein Angriff ab, wird empfohlen, die Weide durch langsame Schritte rückwärts zu verlassen. Schnelle Bewegungen wirkten auf die Tiere bedrohlich.“

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Dietmar Moews meint: Ohne Alpwirtschaft wären die Alpen nur halb so schön. Die seit vielen Jahrhunderten praktizierte Viehhaltung bis in hochalpinen Zonen prägt Vegetation, Topografie und Brauchtum. Sind Kühe mit Kälbern unterwegs, wird der Wanderer von ihnen aber rasch als Feind wahrgenommen. (In Laax ist am Freitag eine ältere Frau von einer Kuhherde zu Tode getrampelt worden …).

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Die Gelegenheit muss genutzt werden – hier ist die hervorragende Schriftstellerin Herta Müller zu zitieren („Mein Vaterland war ein Apfelkern – Ein Gespräch“ 2014), Seite 12:

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(Frage) Ihre Aufgabe im Tal war es, die Kühe zu hüten. Als Tiere nehmen sie eine Zwischenstellung ein: Sie gehören nicht so eng zur Landschaft wie die Pflanzen, sie sind nicht verwurzelt, ihr aber doch näher als der Mensch.

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(Antwort Herta Müller) ich war mir sicher, dass die Pflanzen nur am Tag bewegungslos sind, dass sie nachts, wenn alle schlafen, wie die Tiere hin und her laufen und einander besuchen oder sich nur eine andere Gegend anschauen. Dass ihre Wurzeln in der Erde bleiben und auf sie warten, dass sie gegen Morgen, wenn es hell wird, wieder zurückkehren und darum auch jeden Tag an derselben Stelle wachsen.

Natürlich habe ich auch jeden Tag gedankenlos oder interessiert diese Kühe beobachtet, die mit sich selbst genug hatten. Kaum angekommen im Gras, bückten sie sich und fraßen, bis man sie abends nach Hause trieb. Die brauchten sonst nichts, schauten keinen Himmel an. Auch mich schauten sie kaum an, Gott sei Dank. Sie schlenkerten die Köpfe, weil ihnen die Fliegen zudringlich in die Augen krochen. Das einzige Schöne an ihnen waren die großen Augen. Manchmal tat es mir um ihre Augen leid, die glänzten wie die Wasser im tiefen Brunnen und mich spiegelten, als würde ich schief auf der Erde wachsen. Und dann wusste ich gar nicht, ob es mir um die traurigen Augen leid tat oder um mich selbst. Doch es gab auch Tage, an denen die Kühe statt zu fressen auf der Weide herumrannten. Und ich hinter ihnen her, denn da musste ich aufpassen, dass sie nicht auf die Staatsfelder rennen, dass sie dort keinen Schaden anrichten und man keine Strafe zahlen muss. Das war nicht auszuhalten, ich wurde todmüde und hasst die Kühe.

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(Frage) Wie viele Kühe hatten Sie denn zu hüten?

Die meiste Zeit hatten wir drei Kühe und ein paar Monate kamen dann noch zwei Kälber dazu. Und wenn die Kälber das nötige Gewicht hatten, mussten wir sie dem Staat abliefern. Drei Kühe, aber jede Kuh ist ein Riesending und nicht so gutmütig, wie sie aussieht, sondern wild und kräftig wie ein Traktor, sehr stur und jähzornig. An diesen wilden Tagen war ich verzeifelt, ich lernte im Laufen weinen und im Weinen laufen.“

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ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

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Ungelöste Entsorgung der radioaktiven Abfälle

Juni 15, 2014

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Vom 15. Juni 2014

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Die nukleare Entsorgung der Schweiz“ wird in der Neuen Zürcher Zeitung von Davide Scruzzi am 12.Juni 2014 vorgestellt, Überschrift:

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Endlose Endlagergeschichte“.

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Wir sind bei Trost in dieser alarmistischen Verschusselung der deutschen Geschicke, wenn wir mehr Energie organisieren und dadurch die Marktwirtschaft widerlegen: Mehr Elektrostrom wird bei uns Teuerung des Stroms.

Angesichts offenkundiger Kontrollmängel in tötlicher Dimension erfahren wir nur zufällig und beiläufig, wie eine bauliche Bohrung im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel Hochdruckkavernen mit unbekannter Flüssigkeit explodieren lässt und wie Kühe zwischen Münster und Benelux auf der Wiese umkippen, weil giftige Flüssigkeiten aus 40 qkm großen bergbaulichen Unterhöhlungen an die Oberfläche heraussteigen und teiche bilden, vor denen man angeblich sicher sei. Deshalb heißt es jetzt: Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgefrackt.

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Das Fracking soll zusätzliche Energie bringen (Drecksprofite ohne Verantwortlichkeiten), damit der Verbraucher noch höhere Kilowattstunden berechnet bekommen soll. Eine Schande der Dümmlichkeiten.

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Die nukleare Entsorgung in der Schweiz 1945 – 2006“ von Jörg Hadermann, Hans Issler, Auguste Zurkinden, im Verlag NZZ 2014.

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Das Buch vernachlässigt zwar die sozialen Dynamiken – also was die Schweizer denken, diskutieren und wollen -, gibt aber einen fachmännischen Einblick in ein Stück Technikgeschichte.

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Ich kürze und fasse, Davide Scruzzi in der NZZ, für die Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT hier zusammen:

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Die in der Schweiz zuständige Nagra und die Behörde für nukleare Sicherheit produzieren Atommüll und wissen bis heute nicht, wo das Gift mal gelagert werden könnte.

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Als man mit der Atomenergie begann, wusste man gar nichts zu den Abfällen. Bis in die 1980er Jahre wurde der größte Teil der schwach- und mittelaktiven Stoffe in Fässern eingeschlossen im Atlantik versenkt. Hochaktive Abfälle glaubte man im Ausland wiederaufbereiten lassen zu können (macht man glauben). Aber bei Wiederaufbereitung bleibt Hochgiftiges übrig, das die Schweiz zurücknehmen muss.

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Es entstand substantiierte Kritik und sozialer Druck. Die Nagra versuchte politisch zu regionalisieren und den Bundesrat zu lobbyieren.

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Das Buch geht dann näher auf den gescheiterten Lagerstandort Wellenberg ein. Die politischen Zusammenhänge werden aber nicht analysiert, sondern lediglich politische Entscheidungen werden gefordert.

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Aber es geht um Verantwortung, um Entschädigung, Kosten und auch praktische kantonale Vetorechte.

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Hat in Deutschland mal eine Kanzlerin das Wort Einbezug von Politik und sozialen Dynamiken gehört.

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Dietmar Moews meint: Auch in Deutschland erscheinen Sachbücher der Aufklärung. Unsere Massenmedien, insbesondere die staatlichen, berichteten heute, dass Franz Beckenbauer nun doch die Fragen der FIFA schriftlich beantworten wolle.

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