WAS weiß NSA? Und: Können wir uns wehren? Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 6, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4375

vom 6. Mai 2014

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Gruß

Die Diskussion und die Aufklärung seitens des Bundestages scheinen ja eher klein beizugeben als die gesamte Sache ernsthaft beeinflussen zu wollen. Ich frage Sie: NSA, der BND – und wir?


Was weiß die NSA über uns und wie können wir uns dagegen wehren?
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Spätestens seit Edward Snowden wissen wir, dass wir täglich ausgespäht werden. Wir wissen, dass die NSA und ihre befreundeten Geheimdienste uns mit Programmen wie PRISM, Squeaky Dolphin, Tempora oder XKeyScore überwachen und keine Kosten und Mühen scheuen um an unsere Daten zu gelangen. Doch was steckt hinter diesen kryptischen Kürzeln? Sind es wirklich nur “die Amerikaner” oder sind britische und deutsche Geheimdienste keinen Deut besser?

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Was bedeutet die komplette Überwachung der Kommunikation für Demokratie und politische Veränderung? Warum ist es wichtig, dass Merkels Telefon nicht mehr abgehört wird, deines aber schon? Und was und warum wollen die eigentlich mit unseren Daten?

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Nachdem wir im ersten Teil die Enthüllungen von Edward Snowden noch einmal revue passieren ließen, wirft der zweite Teil die Frage auf, was das eigentlich alles für uns bedeutet und was wir dagegen unternehmen können – wie können wir uns technisch vor einer Totalüberwachung schützen und was muss politisch getan werden um den NSA-Skandal wirklich für beendet erklären zu können?
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Muss ich Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft studieren, um zum Themenkomplex Datenschutz, Überwachung und Kontrolle wissenschaftliche Arbeiten und Artikel zu verstehen?

Halte ich etwa Workshops und Vorträge zum Thema für meine Lieben ab, die aber auch keinerlei Ahnung und Problembewusstsein dafür haben?

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Antwort:

Schauen Sie sich mal meine Youtube-Videos LICHTGESCHWINDIGKEIT zum IT-Revolutions-Thema an: Vom Kinderporno-Theater bis zum BERLINER MANIFEST finden Sie Wertungen und Leitbilder, wie man als Laie nunmehr das heutige leben annehmen kann, ohne nur noch OPFER oder schmerzbefreit zu sein.

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Sie müssen nicht gleich Teil des Forschernetzwerks surveillance-studies.org, bloggt bei netzpolitik.org oder Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft werden. Beispielsweise bei mtmedia.org setzt man Datenschutz auch ganz praktisch um: Das mtmedia.org-Kollektiv betreibt sichere, nachhaltige und datensparsame Kommunikationsdienste.

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Ich mag nicht, wenn man sagt: Das Leben ist kurz – ich habe was Besseres zu tun.

Wir sind hier – noch – weil andere vor uns da waren. Ich meine, wir müssen die IT-Revolution allein deshalb annehmen und mitgestalten, weil andere nach uns kommen, denen wir nicht nur Rolltreppen, Überwachungskameras und Autobahnen vererben, sondern eine Lebenskultur der Menschlichkeit und der menschlichen Selbstbestimmung, statt nur die Robotik und die Telematik ihrer ökonomischen Plänkeleien zu überlassen.

Kuckuck


CCCS – Chaos Computer Club Stuttgart, VORTRAG: „Datenspeicherung und Datenzugriff durch Ermittlungsbehörden“

Mai 6, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4374

am 6. Mai 2014

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CCCS – Chaos Computer Club Stuttgart, VORTRAG:

„Datenspeicherung und Datenzugriff durch Ermittlungsbehörden“


Referent: Thomas Hochstein

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Datum: Donnerstag, 8. Mai 2014

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Zeit: 19:00 Einlass, 19:30 Vortragsbeginn

Thema: „Datenspeicherung und Datenzugriff durch
Ermittlungsbehörden“
Referent: Thomas Hochstein

Ort: Stadtbibliothek am Mailänder Platz
Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Max Bense Forum, UG
N48° 47′ 25.249″ E9° 10′ 56.96″

Veranstalter: Chaos Computer Club Stuttgart (http://www.cccs.de/)
Kooperation: Dank an die Stadtbibliothek Stuttgart für die Räumlichkeiten!

Eintritt: Frei. Um Spenden wird gebeten.

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Kurzbeschreibung:

„Nicht erst seit den Enthüllungen über die Späh- und Überwachungsprogramme der US-amerikanischen NSA steht die Frage, wer was über uns speichert und wie und unter welchen Voraussetzungen „der Staat“ auf diese Daten zugreifen kann, in der öffentlichen Diskussion. Nicht immer wird dabei klar zwischen den verschiedenen tatsächlichen und rechtlichen Möglichkeiten des Datenzugriffs unterschieden, die sich jedoch je nach Art der betroffenen Daten und je nach „interessierter“ staatlicher Stelle durchaus voneinander unterscheiden.

Der Vortrag will diese Möglichkeiten des Zugriffs auf durch Private gespeicherte Daten in erster Linie aus rechtlicher Sicht und aus dem Blickfeld der Strafverfolgungsbehörden, also primär Polizei und Staatsanwaltschaft, beleuchten. Welche Daten speichern bspw. Banken, Telekommunikations- und Internetanbieter über uns? Wo hinterlassen wir überall Datenspuren? Wie ist diese Vielzahl verschiedener Daten rechtlich zu kategorisieren? Welche Daten genießen welchen Schutz? Unter welchen Voraussetzungen dürfen Polizei und Staatsanwaltschaft auf welche Daten zugreifen, wer entscheidet das und wie geht das praktisch vor sich? Wie fügen sich bereits verabschiedete und zukünftig geplante Gesetzesvorhaben (Bestandsdatenabfrage,
Vorratsdatenspeicherung, …) in diese Systematik ein?

Nicht Gegenstand des Vortrags werden technische Einzelheiten der Datenspeicherung und des Datenzugriffs oder die (faktischen oder rechtlichen) Zugriffsmöglichkeiten von Geheimdiensten oder sonstigen in- und ausländischen privaten oder öffentlichen Stellen sein. Auch soll es nicht darum gehen, welche Daten der Staat selbst über seine Bürger in polizeilichen, justitiellen, geheimdienstlichen oder anderen Dateien speichert.

Die Veranstaltung richtet sich an jeden, der sich für das Thema interessiert. Besondere juristische oder technische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Zur Person

Thomas Hochstein ist Staatsanwalt in Stuttgart und interessiert sich sowohl für das Netz und seine Dienste als auch für
Rechtsfragen und Praxis der sog. „verdeckten Ermittlungsmaßnahmen“, zu denen viele der Datenzugriffsmöglichkeiten gehören.“

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Dietmar Moews meint: Die CCCler des CCCS betreiben einerseits Selbstaufklärung durch ihre Vereinsaktivitäten als IT-Revolutionäre – allein zuhause, digital übers Internetz miteinander, und analog in regelmäßigen freiwilligen Treffen.

Andererseits nehmen sie zu it-politischen Themen im Internetz Stellung.

Und Mitglieder des CCCS geben bei Freiwilligkeit an die Restwelt auf höfliche Anfragen in Nutzung der Internetz-Öffentlichkeit fallweise schriftliche Meinungsbilder.

Zusätzlich bringen CCCSler in der Stuttgarter Bibliothek seit einigen Jahren freiwillige Referenten in einer Vortragsreihe mit Vorträgen, die in der Regel wirklich lehrreich und interessant, aktuell und verlässlich sind.

Der CCCS zeigt ein Beispiel für Bürgerinitiative in der demokratisch-presserechtlich regulierten Kommunikationsöffentlichkeit.

Der Referent th h ist selbst als Volljurist und Staatsdiener seit Jahren privat aktiver CCCSler, dort persönlich bekannt und genießt Wertschätzung als verlässlich.

Der Vortrag ist deshalb empfehlenswert.