Schoki-Test mit THE CHOCOLATE LINE MEXICO CRIOLLO CARMELO BEAN to BAR 70% Cocoa Vegan

Oktober 11, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9632

am Sonnabend, 12. Oktober 2019

.

Dietmar Moews meint:  

.

Die Wälder der Kindheitsgegend waren vor allem Nadelwälder, und überdies fast aus­schließ­lich, bis auf die lichteren Lärchen­inseln oben in den Berglagen, die Fichten, mit ihrem besonders dichten Nadel­kleid, und diese Bäume wuchsen jeweils nah bei­einander, die Äste und Zweige ineinander verzahnt und ver­flochten, und finster und finste­rer wurde es beim Hinein­tauchen zwischen all dem Fichten­gewirr, so daß mit der Zeit weder Einzel­bäume noch ein ganzer Wald sinn­fällig wurden, und am fins­ters­ten und ort­loses­ten war es dann im Waldinneren, das oft schon bald oder sogar gleich, nach ein paar Schritten weg von den Rändern, einen umfangen hielt: kein Durchblick mehr zwischen den Stämmen mit den in der Regel toten unteren Ästen hinaus in das eben noch ihn umge­bende Freie, in das eben noch das weite Land bestrah­lende Tages­licht, als Licht nur ein gleich­blei­bendes tiefes Dämmern, welches nirgends als Licht wirk­sam wurde, nicht bloß, kaum einen Hauch‘ in den (unsicht­baren) Wipfeln, sondern gar keiner, vom Vogel­gesang vor ein paar Schritten zu schweigen.“

.

(Peter Handke geb. 1942; Versuch über den Pilznarren“ um 1994)

.

Ich probierte eine belgische THE CHOCOLATE LINE MEXICO CRIOLLO CARMELO BEAN to BAR 70% Cocoa Vegan, hergestellt und kreiert von Dominique Persoono, The Chocolate Line NV, Simon Stevinplein 19, 8000 Brüge Belgium, Palais op de Meir, Meir 50, 2000 Antwerpen

.

Kurz vorab: Diese Schokolade MEXICO CRIOLLO CARMELO BEAN to BAR 70% Cocoa Vegan ist exquisit. Sie professionell, pur und einfach.

.

Diese dunkle Schokolade besteht aus einer puren Kakaomasse (mind. 68%) aus dem Bolivien in Südamerika, genannt Wild Beniano, wenn die Bezeichnung auf der Verpackung geglaubt werden kann, PUR, Kakao, Rohrohrzucker, Kakaobutter, ganz wenig Salz.

.

Sie bringt mit einer kleinen 85 Gramm Packung ausreichend Schokolade. Die Packung ist mit Karton verpackt, daher bruchsicher. Schaut man auf die Rezeptur, verblüfft das pure Rezept. Sie schmeckt enorm nach Charakter-Kakao, ist durch Kakaobutterzusatz durchschnittlich fett. Sie mutet dem Tester zu sauer an, etwas fettig, wirkt indes wohl perfekt gelungen. Sie ist bemerkenswert dezent gesüßt. Sie enthält die Abstimmungsprise Salz auf 100 – ohne dass das geschmacklich signifikant schmeckt. Die 85 gr. Tafelpackung enthält die Menge tiefdunkelbraune Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert, glatt.

.

.

Näheren Aufschluss gäben Zeitangaben zur Mahldauer der Kakaobohnen und des Conchierens (oder ob überhaupt conchiert wurde?) sowie Dauer und Hitze-Temperatur beim Rösten: RÖSTEN: MITTEL, MAHLEN: 24 Stunden, CONCHIEREN 6 Stunden.

.

So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse ist. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung:

.

Im „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015, von Georg Bernardini konzipiert, wird THE CHOCOLATE LINE nicht vorgestellt.

.

http://www.thechocolateline.be

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese neue von THE CHOCOLATE LINE, enthält kein Milchpulver, und ist nicht vakuumverschlossen und enthält 06/04/2021 als Haltbarkeitsangabe.

.

Die MEXICO CRIOLLO CARMELO BEAN to BAR 70% Cocoa Vegan ist nun aber auch noch eine zusätzlich kostbare Schokolade, da der CRIOLLO genannte Kakao sehr selten angebaut wird, eine wilde Sorte ist,m die auch „weißer Kakao“ genannt wird, der allerdings nicht unbedingt bessere Schokolade ergibt als andere Kakaoe. Es hängt immer von der Zubereitung und Herstellungskunst des Chocolatiers ab, wie sophisticated das Werk gelingt. Diese, jedenfalls, rechtfertigt die hohen Kosten und gibt dem CRIOLLO durchaus alle Ehre.

.

Die Komposition ist perfekt. Man schmeckt, wie der Kakao zuzüglich die Kakaobutter wenig Zucker rufen (ein Mini-Quäntchen Salz versteht sich immer): Man hat ein bemerkenswert kraftvolles aber sauberes Abbruch-, Abbeißknacken und geringen Kauwiderstand, ebenso der Duft beim Öffnen der Innenverpackung viel fruchtig-voller als Schokolade gewöhnlich. Die Abbisse schmelzen leicht, schleimen überhaupt nicht – nicht? das kann sich der normale Industriekonsument gar nicht vorstellen. Es ist großartig, wenn man den verarbeiteten Kakao schmecken kann. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Dem Tester ist diese MEXICO CRIOLLO zu säuerlich.

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von THE CHOCOLATE LINE MEXICO CRIOLLO CARMELO BEAN to BAR 70% Cocoa Vegan ist unverwechselbar, handfest. Eine Schachtel aus Cocoa Shell Paper (kräftige naturbräunliche Pappe), wurde mit einer goldenen Ornamentik des Labels und eines chematisch gezeichneten Landrovers in Seitenansicht sowie mit violetter Offsetbeschriftung bedruckt. Schließlich ist dieses Grundlayout vorne Rosa mit den Angaben MEXICO CRIOLLO 70% Vegan und hinten mit den Inhaltsangaben mit vorgefertigten Badges angeklebt. Das passt und wirkt.

.

Jedenfalls hat man auf dem Weg der Aufmachung, keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

.

Dieses Design überzeugt.

.

Auf der Rückseite des Umschlags hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in feinem kleinen Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund lesbar mitteilt; angebaut wurde der Kakao in der Line-Plantation, Mexico, Yucatán:

.

Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählenden Konsumenten – auch um mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können.

.

ZUTATEN: KAKAOMASSE (68%), KAKAOBUTTER, ROHROHRZUCKER, SALZ. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

.

Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandtteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

.

Energie 542 kcal/ 2423 kj

Fett 40,6 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 24,6 Gramm

Kohlenhydrate 36,8 Gramm

davon Zucker 32,1 Gramm

Eiweiß 7,1 Gramm

Salz 0,01 Gramm

.

Der Kaufpreis bei THE CHOCOLATE LINE in ANTWERPEN ist mit 6 EURO 50 hoch. Belgien hat eben auch gute Schokoladenmacher.

.

Zweifellos sehr GUT.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES: sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile.

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

.

Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

.

FAZIT und EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese PURE SCHOKOLADE 70% BEAN TO BAR als Beispiel maßstabssetzender Hochqualität in purer Würzigkeit, Feinheit und dezentem Gezucker – als ein kostbares Vergnügen eines säuerlich schmeckenden Eindrucks. Ich gebe FÜNF von SECHS Sternen. Sie ist zu teuer. Dominique Persoono treibt das Spiel des PUREN „etwas Salz, wenig Zucker, Fettzugabe“, an eine höchstinteressante Erfahrung hin.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Werbeanzeigen

Schoki-Test mit ORIGINAL BEANS FEMMES DE VIRUNGA 55%

September 29, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9594

am Montag, 30. September 2019

.

Dietmar Moews meint:

.

Er flog übern Weg,

Im Sommer bei sanftem Wind:

Ein gelber Vogel mit schwarzen Flügeln,

Schwebend in weiten Schwüngen.

Lange ist’s her.

 

Später hörtest du seinen Gesang

Oben im Blattgewölb’

Des Gewands Lichte Eichen,

Auch dicht am Fluß

Und im Burgenland,

Wo das Akazienwäldchen

Von Bienen summte.

 

Düdelüo klang’s von oben

Zwischen gefiederten Blättern.

 

Seitdem wartest du,

Daß du ihn wiedersiehst,

Schwebend in weiten Schwüngen.“

.

(Hermann Karl Lenz 1913 -1998; „Pirol“, 1980)

.

Ich probierte eine schweizer Bio-Milchschokolade, hergestellt von dem Hersteller MAX FELCHLIN AG Bahnhofstrasse 63, 6430 Schwyz, im Auftrag der ORIGINAL BEANS BV Keizers Gracht 452 1016 GD Amsterdam Niederlande.

.

Diese hervorragende Femmes de Virunga habe ich bereits in Lichtgeschwindigkeit 5926, vom Dienstag, 6. Oktober 2015, getestet, vorgestellt und bewertet. ORIGINAL BEANS FEMMES DE VIRUNGA 55% wurde jetzt in veränderter Aufmachung neu aufgelegt.

.

Kurz vorab: Diese Schokolade ist sehr gut. Sie ist mit 4,37 EURO für 70 Gramm kostspielig. Sie ist pur und nicht zu fettig, nämlich relativ weich, Richtung Schoko-Brotaufstrich, allerdings höchster Qualität.

.

Diese Sorte von ORIGINAL BEANS ist eine „Bean to Bar“ handgemachte Hochqualität. Der schweizer Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ zwar nicht vorgestellt, dafür der Produzent Philipp Kauffmann, der virtuell sowohl bei Bernardini als USA (San Francisco, Kalifornien) wie aktuell als Amsterdam, Niederlande figuriert.

.

http://www.originalbeans.com.de

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die hell ist und Vollmilch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese mind. 55 % Kakao-Milchschokolade, ist eigentlich ideal dunkel, eher wie die dunkleren Sorten und Bitterschokoladen. Die 70 g Packung ist frisch und etwas fett, aber optimal geschmacklich, mal nicht zu süß.

.

Die länglich-klassische Tafel, mit den Abbruchrillen schmeckt ausgeprägt nach Kakao. Die Konsistenz und der Schmelz sind ein wenig zu fett. Insgesamt dominiert eine beseligende kakaoherbe angenehm süße, unmerklich gesalzene, weiter nicht aromatisierte Geschmacklichkeit. Das schweizer-niederländisch-kongolesische Schnuckelwerk ist geschmacklich genial – die 55% Kakao nicht zu stark.

.

So hat man also mal Glück mit dem teueren Probeeinkauf – bei anständiger Raumtemperatur einwandfrei – das Abbeißgefühl von der feinen Tafel: ein feines Knacken ist überzeugend.

.

.

Die Aufmachung hat bei allen Sorten von ORIGINAL BEANS eine farblich varierte sehr anmutige, ziemlich leichte Pappfaltschachtel. Es entsteht durch nicht zu aufdringliche „ÖKO-Reklame“ auf der Packungs-Rückseite ein Hochwert-Habitus, zumindest vom Preis – 4,37 EURO – getragen.

.

Die Werbetexte in schwarzer, weißer und hochglanzgoldnen Klein-Schrift auf dem dezent gemusterten seidenmatten Außenkarton sagt (HIER BRAUCHST DU EINE LUPE):

.

KLIMA -POSITIV 1,000,000 BÄUME GEPFLANZT SEIT 2008 – DIE ANGELINA JOLIE DER SCHOKOLADE – HILFT DEN AM STÄRKSTEN GEFÄHRDETEN MENSCHEN – GARANTIERT NACHHALTIG! – Brand Eins

usw. usf. …

Angegebenes Mindest-Haltbarkeitsdatum bis 30. Juni 2021 zeigt eine versiert gemachte Dauerkonserve an, denn sie wirkt überzeugend frisch.

Diese Schokolade ist von trefflich gesüßtem Kakao Bean to Bar aus dem Ost-Kongo. Man schnuppert und riecht am Abbruch und? – sie riecht gut und ist kostspielig.

.

Der Kaufpreis liegt mit 4 Euro 37 für nur 70 Gramm hoch. Aufmachung und Verpackung sind passend. Die innere hochglänzende Vakuumplastikfolie, sieht militärisch unangenehm aus, soll „abfallfrei Schachtel und Folie aus Holz. Bitte kompostieren. Die Pappschachtel ist wiederverschließbar.

.

ORIGINAL BEANS teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Pappe in Deutsch mit: Direkt angekaufte Kakaomasse; Rohrohrzucker; Kakaobutter, Vollmilchpulver; zertifiziert biologisch glutenfrei;

.

Nährwertinformation, Angaben der Zutaten-Anteile pro 100g:

.

Energie 2454 kj / 584 kcal;

.

Fett 43 g;

.

davon gesättigte Fettsäuren 26 g;

.

Kohlehydrate 38 g;

.

davon Zucker 35 g;

.

Eiweiß 8 g;

.

Salz 0,16 g.

.

Bio (Siegel) EU/non-EU Agricultur: NL-Bio-01Skal: 026366

.

FAZIT:

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 55% FEMMES de VIRUNGA – zur Unterstützung der Kakaobäuerinnen am ältesten Naturpark Afrikas Ostkongo (D. R.) sich gelegentlich zu kaufen (so steht es auf der Packung).

Diese von 2019 weist leichte Abweichungen zu der im Jahr 2015 getesteten –

etwas leichter, noch besser.

.

Ich gebe hierfür SECHS von SECHS Kochlöffel. Fazit: Der Kakao ist eher simpel, aber Felchlin hat das Beste daraus gemacht … die Schokolade ist toll gelungen und sollte von jedem Chocoholic probiert werden. / Dieses Mal hat mir auch die Milchschokolade gefallen …“

.

Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese ORIGINAL BEANS in seinem Schokoladentester-Buch und gibt 5 von 6 Kakaobohnen – das ist die seltenste Höchstwertung und schreibt:

.

…meine anfängliche Skepsis ist etwas gewichen und ich hoffe, dass viel vom eingenommenen Geld bei den Bauern in den Ursprungsländern ankommt. Besonders das Engagement im Kongo ist eine sehr wichtige und vorbildliche Unterstützung. Man weiß, dass Qualitäts-Labels missbraucht und hintergangen werden.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Schoki-Test mit TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao

September 28, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9591

am Sonntag, 29. September 2019

.

Dietmar Moews meint:

.

Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten
Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr
So hört ich oft schon von alten Leuten
Und seht, von denen weiß ich´s her.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Es blühen Rosen, es blühen Nelken,
Es blühen Blumen und welken ab.
Ja, auch wir Menschen, wir tun verwelken
Und müssen sinken ins kühle Grab.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Ein jeder Weinstock, der trägt auch Reben
Und aus den Reben fließt edler Wein;
Vom Himmel ward er uns gegeben
Um unsere Jugend dran zu erfreu’n.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Vergangene Zeiten kehren niemals wieder,
Nur einmal blühet des Lebens Mai.
Drum lasset singen uns
frohe Lieder,
Genießt die Jugend, eh’ sie vorbei.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Ich kenn nen Schäfer, der weidet Schafe
der weidet Schafe auf grüner Au

Man liebt auch Mädchen bei frohen Zeiten
man liebt auch Mädchen zum Zeitvertreib
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Ja ist denn Lieben ein Verbrechen
darf man denn nicht mehr zärtlich sein
Nicht mehr mit seinem Liebchen sprechen
und sich der Liebe gar nicht freu´n

Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr“

.

(Verfasser unbekannt, ach einer Volksweise aus dem Seulingswald: Der Seulingswald (auch Sillingswald ) ist ein bis etwa 480 Meter hohes Sandsteingebirge und gehört zum Fulda-Werra-Bergland; „Schön ist die Jugend“, um 1850)

.

Ich probierte eine belgische TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao. Sie ist industriell – also nicht Bean to Bar – hergestellt in Belgien und wird unter TONY’S CHOCOLONELY Polonceaukade 20 1014 Amsterdam Niederlande vermarktet.

.

Kurz vorab: Diese Schokolade TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao ist eigentlich ein industrielles Billigprodukt dem hier REWE in Köln die Hand in die Regale geöffnet hat. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese enthält immerhin 42% Kakao, viel Zucker 62%, dazu viel Zusatzfett und Emulgator: Sojalecithin.

.

Diese Testsorte TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao ist geschmacklich den bekannten Nesquick-Naschgeschmack nachempfunden, sie ist grob, in keiner Beziehung sehr gut und enthält knapp 50% Zucker, während bessere Schokoladen um 40% Zucker oder weniger enthalten – ein Bluff, eine Zumutung und auch noch mit hochstaplerischen Werbesprüchen angeboten, wenn fett aufgedruckt ist: 100% sklavenfrei.

.

Sie ist als „dunkle“ Vollmilch-Schokolade vergleichsweise zu anderen Chocolonely-Angeboten besser, weil sie angeblich mit 42% Mindestkakaogehalt angenehm kakaohaltig ist.

.

Zu den Ausgangsstoffen zählen neben Zucker, KAKAOMASSE, Vollmilchpulver, Kakaobutter, Brezel 7,2%, (Weizenmehl, Salz, Sonnenblumenöl, Weizenmalzmehl, Hefe, Säureregulator, Natriumhydroxid), Toffee 2,8% (Zucker, Zuckersirup), Meersalz, Emulgator: Sojalecithin. – Von der Rührdauer/Conchieren, Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, wird nichts mitgeteilt. Von den Anbauländern und Herkunft der Blendkakaomischungen ist außer „Westafrika“ nichts zu erfahren.

.

Sie bringt mit einer heftigen groben 180 Grammpackung einen mit 3 Euro 95 (im Versand 3 Euro 30) auch noch teueren Süßstoff Schokolade. Sie ist überzuckert. Sie enthält mit 0,47 Gramm – geradezu amerikanischen Süßigkeiten ähnlich – ungewöhnlich viel Salz. Die 180 Gramm Tafelpackung enthält einen Schokoladenblock der an der Oberseite als Bruchkantenrelief eine Art M&S-Reifen. Die Unterseite ist ungemustert.

.

Es ist bemerkenswert, dass das ein unverortetes belgisches Produkt aus den Niederlanden ein echtes EU-Veredelungs-Produkt aus Europa ist – mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen des Kakaos aus Westafrika – 100% sklavenfrei. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können. Unter Fairtrade versteht man doch etwas ganz anderes.

.

.

So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse ist. Vertrauenserweckend indes sind die Werbesprüche auf der Packung nicht. Da heißt es Wie es begann:

.

„Hallo, ich bin Tony’s Chocolonely. Ich bin eine ungewöhnliche Schokoladentafel. Mich gibt es, damit die Sklaven in der Schokoladenindustrie abgeschafft werden. Du denkst wahrscheinlich, hä?… Sklaverei? Ja. Schau dir das Video an, um mehr über unsere Geschichte zu erfahren! „

.

Mehr erfährt man auch auf der Direkt-Marketing-Homepage nicht:

.

http://www.tonyschocolonely.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao trifft mich – auch, weil REWE allgemein nicht die billigsten und nicht minderwertige Produkte verkauft, wo diese neuerdings im Sortiment aufgetaucht ist. Der Inhalt der 180 GRAMM Packung war nicht gerade frisch und gibt weder Haltbarkeitsgrenze noch Herstellungsdatum an.

.

Man schmeckt, wie sowohl viel Zucker, Kakao, die Kakaobutter wie die weiteren Bestandteile ein schlappes Abbruch-, Abbeißknacken ergeben. Der Kauwiderstand ist seifig aber durch die Brezel-Streuseln als undefinierbare Kleinpartikel eine bisswiderständige Genussfreude. Die Abbisse schmelzen nicht gerade, weil die Schokoladenmasse nicht fein sondern ziemlich grob ist, aber der Emulgator schleimt. (Der Test erinnerte an die weniger guten Marken – ich denke an üble Nummern von Stollwerck, von Trumpf-Schokoletten, an Cadbury und an eine russische Sorte – alle in Lichtgeschwindigkeit beschrieben).

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao wurde ein dunkelblauer Umschlag gewählt und innen mit Silberpapier abgepackt. Wiederverschließbar ist diese Großpackung nicht.

.

Die blaue Packung mit weißen Spiegeln und Zinoberoter Großschrift sowie einer umlaufenden gelbgedruckten Banderole mit dem Titel dunkle vollmilchschokolade brezel toffee 42% dunkle ….Kakao – umlaufend.

.

Das Format der Tafelfläche entspricht dem „klassischen“, gewohnten. 180 Gramm Inhalt sind natürlich „gewichtig“. Auf dem Weg der Aufmachung haben Tony’s keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht, sondern auf die grelle Popfarbe gesetzt, die an sich mit dem Produkt gar nichts zu tun hat.

.

Das Design überzeugt – so gesehen – als großmäulig.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in lesbar kleinem Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund mitteilt:

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die kalorienzählende Konsumenten – auch um diese Tony’s mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch.

.

ZUTATEN: Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Emulgator: Sojalecithin, SALZ.

.

Die Werbetexte auf der Innenseite des Umschlagspapiers sind knallrot in Kinderjargon geschrieben. Die Schriftgrößen sind lesbar:

.

„Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story

.

Während du das hier liest, schuften Sklavenarbeiter auf den Kakaoplantagen in Westafrika, darunter auch viele Kinder. Das ist nicht normal.

.

Unsere Vision für die Zukunft ist es, zu 100% sklavenfreie Schokolade zu erreichen. Nicht nur unsere Schokolade, sondern alle Schokoladen weltweit.

.

Mit unserer wahnsinnig leckeren Schokolade gehen wir mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass die Herstellung von Schokolade auch anders laufen kann: In Sachen Geschmack, Verpackung und Umgang mit den Kakaobauern.

.

Wir selbst stellen unsere Schokolade sklavenfrei her, doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sämtliche Schokolade 100% sklavenfrei hergestellt wird. Deshalb bitten wir dich, mitzumachen.

.

Denn je mehr Menschen sklavenfreie Schokolade wählen und unsere Story mit anderen teilen, desto eher ist 100% sklavenfreie Schokolade die Norm. Also ist es letztendlich deine Entscheidung. Bist du dabei? Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story.“

.

CRAZY ABOUR CHOCOLATE. SERIOUS ABOUT PEOPLE“

.

Die auf der Hinterseite aufgebotene Nährwerttabelle per 100 Gramm lautet:

.

Energie 534 kcal/ 2238 kj

Fett 32,7 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 19,6 Gramm

Kohlenhydrate 48,8 Gramm

davon Zucker 41,1 Gramm

Eiweiß 8,1 Gramm

Salz 0,47 Gramm

.

Der Kaufpreis bei bei REWE, Bonner Straße, Köln-Südstadt ist mit 3 EURO 80 zu hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao nicht. Sie knackt nicht, sie duftet überhaupt nicht, sie ist sehr süß, allenfalls als Beispiel maßstabssetzender Großmäuligkeit und Junkfood-Dreistigkeit, unfein und grob.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist, ohne verboten zu sein. Wobei die erlogenen Werbesprüche der Sklavenfreiheit völlig unsachlich an der heutigen Wirklichkeit hochwertiger, natürlich kostbarerer Bean to Bar-Chocolatiers vorbeigeht.

.

FAZIT:

.

TEST-BEWERTUNG: TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao. Sie ist ein müder Testgegenstand auf EIN von SECHS Zuckerhüten.

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

.

Wie man hier bei TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao lernen muss, ist die Mehrdeutigkeit der Labels – was heißt schon Fairtrade, wenn untransparente Blend-Rohstoffe verarbeitet werden?

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Schoki-Test mit GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE

September 17, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9554

am Mittwoch, 18. September 2019

.

Dietmar Moews meint:

.

„Geh nicht in Frieden in die gute Nacht.
Wer alt ist, sollte schäumen voller Wut.
Empör dich, wenn das Tageslicht erstirbt!

Zwar wissen Weise: Dunkelheit hat Recht.
Doch weil sie selber keinen Blitz entzündet,
Gehn sie verzweifelt in die gute Nacht.

Und gute Menschen, deren schwache Taten
So gern in einer grünen Bucht getanzt,
Empör’n sich auf der letzten Lebenswelle.

Und wilde Männer, die die Sonne liebten
Verstehn zu spät, es war ein Missverständnis
Und klagen, fluchend, dass sie untergeht.

Und ernste Männer sehn, zu spät und lichtverbannt,
Auch blinde Augen könnten wie Meteore
Vor Freude strahl’n – und wüten, fast erblindet.

Mein Vater, du, hoch oben und in Trauer
Verfluch mich, segne mich mit scharfen Tränen,
Empör dich, weil das Tageslicht erstirbt!
Geh nicht in Frieden in die gute Nacht!

 

***

Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

Though wise men at their end know dark is right,
Because their words had forked no lightning they
Do not go gentle into that good night.

Good men, the last wave by, crying how bright
Their frail deeds might have danced in a green bay,
Rage, rage against the dying of the light.

Wild men who caught and sang the sun in flight,
And learn, too late, they grieved it on its way,
Do not go gentle into that good night.

Grave men, near death, who see with blinding sight
Blind eyes could blaze like meteors and be gay,
Rage, rage against the dying of the light.

And you, my father, there on the sad height,
Curse, bless me now with your fierce tears, I pray.
Do not go gentle into that good night.
Rage, rage against the dying of the light.“

.

(Dylan Thomas 1914-1953; „Do Not Go Gentle Into That Good Night“, an extract from In My Craft or Sullen Art).

.

aus dem deutschen Schokoladengesetz:

.

1. die Schokolade mindestens 43 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse, davon mindestens 26 Prozent Kakaobutter,

.

2. die Milchschokolade mindestens 30 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse und mindestens 18 Prozent Milchtrockenmasse, davon mindestens 4,5 Prozent Milchfett, aus teilweise oder vollständig dehydratisierter Vollmilch, teil- oder vollentrahmter Milch, teilweise oder vollständig dehydratisiert, Sahne, teilweise oder vollständig dehydratisierter Sahne, Butter oder Milchfett,
.
3. die Schokoladenkuvertüre mindestens 16 Prozent fettfreie Kakaotrockenmasse enthält, dürfen die Bezeichnungen der Lebensmittel „Schokolade“, „Milchschokolade“ und „Schokoladenkuvertüre“ durch Angaben, die sich auf die Qualität nach Maßgabe jeweils der Nummern 1, 2 oder 3 beziehen, ergänzt werden.

.

Ich probierte eine deutsche GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE. Zur Herkunft des Kakaos wird Dominican Republik Öko Caribe, Trinitario, auf der Packung angegeben. Sie ist hergestellt und kreiert von dem ambitionierten Herstellerpaar Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel Germany.

.

Dabei ist GR Georg Bernardini, auch der Chocolatier und Autor des SCHOKOLADEN-BUCHS, der Tester, Experte, Kenner und Liebhaber ein gültiger Schokoladenwegweiser.

.

als Tester, in dem Bernardini die Produkte nach klaren Qualitätskategorien unbestechlich durchprüft

.

als Kenner, in dem Bernardini eine langjährige Marktkenntnis sowie den aktuellen Angebots-, Innovations- und Experimentiermarkt täglich im Auge und Geschmackssinn hat

.

als Experte, in dem Bernardini die gesamte Produktionskette, von den Kakaosorten, den Anbaugebieten, den Anbaukonzepten, den Kakaobauern und -Plantagen-Industrien, die historischen handwerklichen und aktuellen Ernte- und Verarbeitungstechniken und -gerätschaften, die Veredlungstechniken, -Tricks- und Geheimnisse sowie Herstellungsunfug, ferner die Transport- und Vermarktungswege, die Handelsagenturen, der Nachfragemarkt und die Nischen beim Discounter-Wettlauf unfairer Industrien.

.

als Liebhaber, ist Bernardini ein Neugierde-General, der gerne Alles kennt, was mit Patisserie und Chocolade angestellt wird und werden könnte. Seine persönliche Marktlücke sind neue Kreationen, die mit Kakao und anderen Rohstoffen sensationell sind:

.

.

Ich nenne die GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE, hier anliegende eine gelungene Überraschung – aber mit konkreten Abstrichen.

.

Mit neuen Ausgangsstoffen experimentieren GEORGIA RAMON die unzähligen Variablen beim Schokolademachen – von der Rührdauer (Conchieren), Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, eventuellen Gewürzen und Aromen, Salzmenge, Süßstoffe wie Zucker oder Fruktosen, Melasse, Karamell, Honig usw. die Prozentanteiligkeit der Zutaten, Farbstoffe, Fette, Eiweiße, Alkohol, dazu die Konsistenz der Kau- bzw. Schmelzmasse, eventuelle Beißkörnungen es ist unendlich variabel, aber nicht alles gleich gut. Industrieschokoladen enthalten oft fremde Fettzusätze. Fraglich ist bereits, ob die zugesetzte Kakaobutter aus der Kakaosorte gepresst worden ist, der als Bean-to-Bar-Herkunfstort des verwendeten Kakaos angegeben wird.

.

Bei dieser GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE, ist nun der ungewöhnliche Ansatz, mit hochprozentigem Kakaoanteil, was man von den dunklen Rezepten kennt, eine Milchschokolade herzustellen. Gleichzeitig wird nur 5 Gramm Zuckeranteil angegeben – quasi bis auf den Milch-Zuckergehalt auch ohne sonstige Süßmittel. Ebenfalls experimentell ist bei diesem Ansatz der sehr hohe Fettgehalt von über 50 Prozent, der sehr hohe Eiweißgehalt von 9 Gramm auf 50, auch der Salzanteil von 0,23 % fällt auf.

 

Kurz vorab: Diese Schokolade GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE ist exquisit. Die Komposition wirkt rund, harmonisch und gelungen. Das Erlebnis im Mund kennzeichnet dann allerdings den experimentellen Charakter dieses Rezepts. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE enthält mit angeblich 72% Kakao aus der Dominikanischen Republik, den Anteilen nach Kakaomasse und Kakaobutter von 51 Gramm pro 100, Vollmilchpulver (25%), wenig Salz. Wir haben also Fett aus dem Kakao und aus zusätzlicher Kakaobutter, wir haben Eiweiß und Zucker aus der Vollmilch. Kurz vorab: Das Luxusgut schleimt im Mund und, ob Kuh, Ziege oder Meerschweinchen, hat das Milchige einen „Geschmack“. Die „Best before“-Angabe 2021-03-12 könnte qualitativ nicht ganz aufgehen. Dazu müsste eine ganz frische Produktion getestet werden, um zu erleben, ob dieser „Geschmack“ mit abnehmender Frische zu tun hat, oder ob es gerade dieses Kuh-Vollmilchpulver so will.

.

GR geben an eine mittlere Röstung, Mahlen der Kakaonuss 70 Stunden, kein Conchieren. Von der Herstellung der Kakaobutter wird nichts mitgeteilt.

.

Sie bringt mit einer kleinen 50 Gramm Packung zu 5 Euro 90 wenig kostspielige Schokolade, bei Hernando Cortez in Köln. Die Packung ist nicht ausreichend bruchsicher. Schaut man auf die Rezeptur, verblüfft das pure Rezept. Sie schmeckt enorm pur und nach gutem feinen Kakao, ist wie einige neue Kompositionen von GeorgiaRamon, mit etwa 50% Gewichtsanteil sehr fett, und mundet dennoch wirklich rund. GR nennt es milchig-cremig. Sie ist nicht mit Zucker gesüßt. Sie enthält die Abstimmungsprise Salz 0,23% auf 100 Gramm. Die 50 Gramm Tafelpackung enthält die kleine Menge Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief und Riffelverzierung oben. Die Unterseite ist ungemustert.

.

Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen aus Domenikanische Republik angegeben ist. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können.

.

So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse und Zertifizierung ist. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung:

.

Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft“ (das ist nicht „biodynamisch“).

.

Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt.

.

Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt. Seit einiger Zeit produziert Georg zusammen mit seiner Frau Ramona und sie entfalten den Schwung, eine Chocolatier-Apartheid zu etablieren – einzigartig.

.

Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar handgemachte Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist GR Georg und Ramona Bernardini, deren eigene Kunst in Bernardinis eigenem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorgestellt wird – kann dafür hier von Dr. Dietmar Moews herausgehoben angesprochen werden.

.

www.georgia-ramon.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese „INTERNATIONALE NEWCOMER 2017“ von GR trifft mich leider nicht. Sie ist neuerdings auch im Sortiment des wunderbaren Kölner Fachgeschäft HERNANDO CORTEZ zu haben. Der Inhalt der 50 GRAMM Packung war am 17. September 2019 frisch, als fest verschlossene Konserve mindesthaltbar zum 03. 12. 2021 datiert.

.

Die Komposition ist sehr gut gelungen– , man schmeckt, wie sowohl der Kakao, die Kakaobutter das Milchpulver die GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE nicht unbedingt nach Zucker rufen (ein Quäntchen Salz versteht sich immer), hat ein bemerkenswertes Abbruch-, Abbeißknacken und geringen Kauwiderstand, viel leichter als Schokolade gewöhnlich. Die Abbisse schmelzen unmerklich leicht, aber schleimen. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Für Kinder ist das 50-Gramm-Gebinde zu klein.

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von GR Georgia Ramon ist kreissymmetrisch wie ein Häkeldeckchen folkloristisch, in Weiß auf Umschlagpappe in Schwarz.

.

Man liest noch verschiedene Labels wie „ACADEMY of CHOCOLATE Newcomer 2017“ sowie „SPECIAL EDITION“, dazu „FSC-Mix Karton“, wozu nun noch eine Rüge fällig wird.

.

Das in der EU anerkannte, quasi-staatliche Qualitätslabel „FSC“ wird auf nachhaltige Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Papier- und Pappe angewendet, wie hier. Dabei ist bekannt, dass für FSC bis zu 95% falsche Zertifikate vorgelegt werden – es ist besser als 100% Verwüstung der Waldgebiete.

.

Aber – hier heißt es nun „FSC-Mix“. Und dieser Zusatz „Mix“ bedeutet, dass die holzverarbeitende Industrie bereits FSC-Holz mit Verwüstungsholz ungetrennt einkauft und dann ungekennzeichnet als „FSC-Mix“ labelt. Die wissenschaftliche Überwachung dieses Missbrauchs hat ergeben, dass FSC-Mix durchweg von verbotenen Wildrodungen stammt – und zwar überall auf der Welt, ob in Peru, Brasilien oder Uruguay, ob im Kongo oder gar im EU-Schweden, wo Urwald geerntet wird und Fichtenplantagen dafür hingestellt werden. Kurz, FSC-Mix ist eine schlechte Werbung für die ernstzunehmende ökologische Orientierung der hochwertigen GR-Schokoladen.

.

Wer bei der Druckerei FSC bestellt, aber FSC-Mix bekommt, wurde betrogen. Wer FSC-Mix als Label aufdruckt, macht sich damit unbeliebt.

 

Die Umschlagpappe bringt die schlichte, freundliche Farbgestaltung für den wertvollen Inhalt eine reizende Anmutung durch den Auftritt der Packung. Das übergroße Pappe-Briefformat des wiederverschließbaren, zum Postversand geeigneten Gebindes, lässt sich als Büchersendung für inzwischen 120 Cent innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Doch diese Pappe ist noch zu schwach. Diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE erreichte den Test bereits einmal gebrochen. Die einliegende kleine Einhüllung des Schokoladen-Riegels, ein Tütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist aber an sich für große Dauer „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen. Sehr schön.

.

Jedenfalls haben GR auf dem Weg der Aufmachung keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

.

Dieses Design überzeugt.

.

Eine wirklich starke Anti-Bruch-Pappe oder ein originell gestaltetes „Versteifungsmittel“-Holztäfelchen – wie sich Franz Otto Kopp und Dietmar Moews jahrelang per Post zusandten – wäre dem Understatement dieses GR-Höchtswertproduktes angemessen und noch umsatzfördernd im Hochpreis unterzubringen – 2019 noch für 6 Euro 40 für 50 Gramm, inzwischen 50 Cent verteuert bei „Hernando Cortez“ in Köln.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund lesbar mitteilt:

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese GR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Schwedisch.

.

ZUTATEN: KAKAOMASSE, VOLLMILCHPULVER, KAKAOBUTTER. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

.

Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

.

Energie 580 kcal/ 2427 kj

Fett 51 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 30 Gramm

Kohlenhydrate 15 Gramm

davon Zucker 10 Gramm

Eiweiß 18 Gramm

Salz 0,23 Gramm

.

Der Kaufpreis bei HERNANDO CORTEZ ist mit 5 EURO 90 zu hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE als Beispiel maßstabssetzender Hochqualität, aber hochfett und etwas milchschleimig – als ein kostbares Experiment. GeorgiaRamon treiben das Spiel des PUREN „etwas Salz, wenig Zucker viel Fett“, ohne Emulgator, viel Eiweiß, an eine höchstinteressante Erfahrung hin.

.

Sie erhielt wegen des hohen Preises von 5 Euro 90 für 50 Gramm „nur“ VIER von SECHS Punkten.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile als Experiment.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Schoki-Test mit TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%

September 16, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9549

am Dienstag, 17. September 2019

.

Dietmar Moews meint:

.
 I.

Lechzend klebe mir die Zunge
An dem Gaumen, und es welke
Meine rechte Hand, vergäß’ ich
Jemals dein, Jerusalem –“

5

Wort und Weise, unaufhörlich

Schwirren sie mir heut’ im Kopfe,
Und mir ist, als hört’ ich Stimmen,
Psalmodirend, Männerstimmen –
Manchmal kommen auch zum Vorschein

10

Bärte, schattig lange Bärte –

Traumgestalten, wer von euch
Ist Jehuda ben Halevy?
Doch sie huschen rasch vorüber;
Die Gespenster scheuen furchtsam

15

Der Lebend’gen plumpen Zuspruch –

Aber ihn hab’ ich erkannt –

Ich erkannt’ ihn an der bleichen

Und gedankenstolzen Stirne,
An der Augen süßer Starrheit –

20

Sah’n mich an so schmerzlich forschend –

Doch zumeist erkannt ich ihn
An dem räthselhaften Lächeln
Jener schön gereimten Lippen,
Die man nur bei Dichtern findet.

25

Jahre kommen und verfließen.

Seit Jehuda ben Halevy
Ward geboren, sind verflossen
Siebenhundert fünfzig Jahre –
Hat zuerst das Licht erblickt

30

Zu Toledo in Castilien,

Und es hat der goldne Tajo
Ihm sein Wiegenlied gelullet.

Für Entwicklung seines Geistes
Sorgte früh der strenge Vater,

35

Der den Unterricht begann

Mit dem Gottesbuch, der Thora.

Diese las er mit dem Sohne

In dem Urtext, dessen schöne,
Hieroglyphisch pittoreske,

40

Altcaldäische Quadratschrift

Herstammt aus dem Kindesalter
Unsrer Welt, und auch deswegen
Jedem kindlichen Gemüthe
So vertraut entgegenlacht.

45

Diesen echten alten Text

Rezitirte auch der Knabe
In der uralt hergebrachten
Singsang-Weise, Tropp geheißen –
Und er gurgelte gar lieblich

50

Jene fetten Gutturalen,

Und er schlug dabei den Triller,
Den Schalscheleth, wie ein Vogel.
Auch den Targum Onkelos,
Der geschrieben ist in jenem

55

Plattjudäischen Idiom,

Das wir aramäisch nennen

Und zur Sprache der Propheten

Sich verhalten mag etwa
Wie das Schwäbische zum Deutschen –

60

Dieses Gelbveiglein-Hebräisch

Lernte gleichfalls früh der Knabe,
Und es kam ihm solche Kenntniß
Bald darauf sehr gut zu Statten
Bei dem Studium des Talmuds.

65

Ja, frühzeitig hat der Vater

Ihn geleitet zu dem Talmud,
Und da hat er ihm erschlossen
Die Halacha, diese große
Fechterschule, wo die besten

70

Dialektischen Athleten

Babylons und Pumpedithas
Ihre Kämpferspiele trieben.
Lernen konnte hier der Knabe
Alle Künste der Polemik;

75

Seine Meisterschaft bezeugte

Späterhin das Buch Cosari.

Doch der Himmel gießt herunter

Zwei verschiedne Sorten Lichtes:
Grelles Tageslicht der Sonne

80

Und das mildre Mondlicht – Also,
Also leuchtet auch der Talmud
Zwiefach, und man theilt ihn ein
In Halacha und Hagada.
Erstre nannt’ ich eine Fechtschul’ –

85

Letztre aber, die Hagada,

Will ich einen Garten nennen,
Einen Garten, hochphantastisch
Und vergleichbar jenem andern,
Welcher ebenfalls dem Boden

90

Babylons entsprossen weiland –

Garten der Semiramis,
Achtes Wunderwerk der Welt.
Königin Semiramis,
Die als Kind erzogen worden

95

Von den Vögeln, und gar manche

Vögelthümlichkeit bewahrte,

Wollte nicht auf platter Erde

Promeniren wie wir andern
Säugethiere, und sie pflanzte

100

Einen Garten in der Luft –
Hoch auf colossalen Säulen
Prangten Palmen und Cypressen,
Goldorangen, Blumenbeete,
Marmorbilder, auch Springbrunnen,

105

Alles klug und fest verbunden

Durch unzähl’ge Hänge-Brücken,
Die wie Schlingepflanzen aussahn
Und worauf sich Vögel wiegten –
Große, bunte, ernste Vögel,

110

Tiefe Denker, die nicht singen,

Während sie umflattert kleines
Zeisigvolk, das lustig trillert –
Alle athmen ein, beseligt,
Einen reinen Balsamduft,

115

Welcher unvermischt mit schnödem

Erdendunst und Mißgeruche.

Die Hagada ist ein Garten

Solcher Luftkindgrillen-Art,
Und der junge Talmudschüler,

120

Wenn sein Herze war bestäubet
Und betäubet vom Gezänke
Der Halacha, vom Dispute
Ueber das fatale Ei,
Das ein Huhn gelegt am Festtag,

125

Oder über eine Frage

Gleicher Importanz – der Knabe
Floh alsdann sich zu erfrischen
In die blühende Hagada,
Wo die schönen alten Sagen,

130

Engelmährchen und Legenden,

Stille Märtyrerhistorien,
Festgesänge, Weisheitsprüche,
Auch Hyperbeln, gar possirlich,
Alles aber glaubenskräftig,

135

Glaubensglühend – O, das glänzte,

Quoll und sproß so überschwenglich –

Und des Knaben edles Herze

Ward ergriffen von der wilden,
Abenteuerlichen Süße,

140

Von der wundersamen Schmerzlust
Und den fabelhaften Schauern
Jener seligen Geheimwelt,
Jener großen Offenbarung,
Die wir nennen Poesie.

145

Auch die Kunst der Poesie,

Heitres Wissen, holdes Können,
Welches wir die Dichtkunst heißen,
That sich auf dem Sinn des Knaben.
Und Jehuda ben Halevy

150

Ward nicht blos ein Schriftgelehrter,

Sondern auch der Dichtkunst Meister,
Sondern auch ein großer Dichter.
Ja, er ward ein großer Dichter,
Stern und Fackel seiner Zeit,

155

Seines Volkes Licht und Leuchte,

Eine wunderbare, große

Feuersäule des Gesanges,

Die der Schmerzenskarawane
Israels vorangezogen

160

In der Wüste des Exils.
Rein und wahrhaft, sonder Makel
War sein Lied, wie seine Seele –
Als der Schöpfer sie erschaffen,
Diese Seele, selbstzufrieden

165

Küßte er die schöne Seele,

Und des Kusses holder Nachklang
Bebt in jedem Lied des Dichters,
Das geweiht durch diese Gnade.
Wie im Leben, so im Dichten

170

Ist das höchste Gut die Gnade –

Wer sie hat, der kann nicht sünd’gen,
Nicht in Versen, noch in Prosa.
Solchen Dichter von der Gnade
Gottes nennen wir Genie:

175

Unverantwortlicher König

Des Gedankenreiches ist er.

Nur dem Gotte steht er Rede,

Nicht dem Volke – In der Kunst,
Wie im Leben kann das Volk

180

Tödten uns, doch niemals richten. –

.

 II.

Bei den Wassern Babels saßen
Wir und weinten, unsre Harfen
Lehnten an den Trauerweiden –
Kennst du noch das alte Lied?

185

Kennst du noch die alte Weise,

Die im Anfang so elegisch
Greint und sumset, wie ein Kessel,

Welcher auf dem Herde kocht?
Lange schon, jahrtausendlange

190

Kocht’s in mir. Ein dunkles Wehe!

Und die Zeit leckt meine Wunde,
Wie der Hund die Schwären Hiob’s.
Dank dir, Hund, für deinen Speichel –
Doch das kann nur kühlend lindern –

195

Heilen kann mich nur der Tod,

Aber, ach, ich bin unsterblich!

Jahre kommen und vergehen –

In dem Webstuhl läuft geschäftig
Schnurrend hin und her die Spule –

200

Was er webt, das weiß kein Weber.
Jahre kommen und vergehen,
Menschenthränen träufeln, rinnen
Auf die Erde, und die Erde
Saugt sie ein mit stiller Gier –

205

Tolle Sud! Der Deckel springt –

Heil dem Manne, dessen Hand
Deine junge Brut ergreifet
Und zerschmettert an der Felswand.
Gott sei Dank! die Sud verdampfet

210

In dem Kessel, der allmählig

Ganz verstummt. Es weicht mein Spleen,
Mein westöstlich dunkler Spleen –
Auch mein Flügelrößlein wiehert
Wieder heiter, scheint den bösen

215

Nachtalp von sich abzuschütteln,

Und die klugen Augen fragen:

Reiten wir zurück nach Spanien

Zu dem kleinen Talmudisten,
Der ein großer Dichter worden,

220

Zu Jehuda ben Halevy?
Ja, er ward ein großer Dichter,
Absoluter Traumweltsherrscher
Mit der Geisterkönigskrone,
Ein Poet von Gottes Gnade,

225

Der in heiligen Sirventen,

Madrigalen und Terzinen,
Canzonetten und Ghaselen
Ausgegossen alle Flammen
Seiner gottgeküßten Seele!

230

Wahrlich ebenbürtig war

Dieser Troubadour den besten
Lautenschlägern der Provence,
Poitous und der Guienne,
Roussillons und aller andern

235

Süßen Pomeranzenlande

Der galanten Christenheit.

Der galanten Christenheit

Süße Pomeranzenlande!
Wie sie duften, glänzen, klingen

240

In dem Zwielicht der Erinnrung!
Schöne Nachtigallenwelt!
Wo man statt des wahren Gottes
Nur den falschen Gott der Liebe
Und der Musen angebeten.

245

Clerici mit Rosenkränzen

Auf der Glatze, sangen Psalmen
In der heitern Sprache
d’oc;
Und die Laien, edle Ritter,
Stolz auf hohen Rossen trabend,

250

Spintisirten Vers und Reime

Zur Verherrlichung der Dame,
Der ihr Herze fröhlich diente.
Ohne Dame keine Minne,
Und es war dem Minnesänger

255

Unentbehrlich eine Dame,

Wie dem Butterbrod die Butter.

Auch der Held, den wir besingen,

Auch Jehuda ben Halevy
Hatte seine Herzensdame;

260

Doch sie war besondrer Art.
Sie war keine Laura, deren
Augen, sterbliche Gestirne,
In dem Dome am Charfreitag
Den berühmten Brand gestiftet –

265

Sie war keine Chatelaine,

Die im Blüthenschmuck der Jugend
Bei Turniren präsidirte
Und den Lorbeerkranz ertheilte –
Keine Kußrechtscasuistin

270

War sie, keine Doctrinärrin,

Die im Spruchcollegium
Eines Minnehofs dozirte –
Jene, die der Rabbi liebte,
War ein traurig armes Liebchen,

275

Der Zerstörung Jammerbildniß,

Und sie hieß Jerusalem.

Schon in frühen Kindestagen

War sie seine ganze Liebe;
Sein Gemüthe machte beben

280

Schon das Wort Jerusalem.
Purpurflamme auf der Wange
Stand der Knabe, und er horchte
Wenn ein Pilger nach Toledo
Kam aus fernem Morgenlande

285

Und erzählte: wie verödet

Und verunreint jetzt die Stätte,
Wo am Boden noch die Lichtspur
Von dem Fuße der Propheten –
Wo die Luft noch balsamiret

290

Von dem ew’gen Odem Gottes –

O des Jammeranblicks! rief
Einst ein Pilger, dessen Bart
Silberweiß hinabfloß, während
Sich das Barthaar an der Spitze

295

Wieder schwärzte und es aussah,

Als ob sich der Bart verjünge –

Ein gar wunderlicher Pilger

Mocht’ es sein, die Augen lugten
Wie aus tausendjähr’gem Trübsinn

300

Und er seufzt’: „Jerusalem!
„Sie, die volkreich heil’ge Stadt
Ist zur Wüstenei geworden,
Wo Waldteufel, Werwolf, Schakal
Ihr verruchtes Wesen treiben –

305

Schlangen, Nachtgevögel nisten

Im verwitterten Gemäuer;
Aus des Fensters luft’gem Bogen
Schaut der Fuchs mit Wohlbehagen.
„Hier und da taucht auf zuweilen

310

Ein zerlumpter Knecht der Wüste,

Der sein höckriges Kameel
In dem hohen Grase weidet.
„Auf der edlen Höhe Zions,
Wo die goldne Veste ragte,

315

Deren Herrlichkeiten zeugten

Von der Pracht des großen Königs:

Dort, von Unkraut überwuchert,

Liegen nur noch graue Trümmer,
Die uns ansehn schmerzhaft traurig,

320

Daß man glauben muß, sie weinten.
„Und es heißt, sie weinten wirklich
Einmal in dem Jahr, an jenem
Neunten Tag des Monats Ab –
Und mit thränend eignen Augen

325

Schaute ich die dicken Tropfen

Aus den großen Steinen sickern,
Und ich hörte weheklagen
Die gebrochnen Tempelsäulen.“ – –
Solche fromme Pilgersagen

330

Weckten in der jungen Brust

Des Jehuda ben Halevy
Sehnsucht nach Jerusalem.
Dichtersehnsucht! ahnend, träumend
Und fatal war sie, wie jene,

335

Die auf seinem Schloß zu Blaye

Einst empfand der edle Vidam,

Messer Geoffroi Rudello,

Als die Ritter, die zurück
Aus dem Morgenlande kehrten,

340

Laut beim Becherklang betheuert.
Ausbund aller Huld und Züchten,
Perl’ und Blume aller Frauen,
Sei die schöne Melisande,
Markgräfin von Tripolis.

345

Jeder weiß, für diese Dame

Schwärmte jetzt der Troubadour;
Er besang sie, und es wurde
Ihm zu eng im Schlosse Blaye.
Und es trieb ihn fort. Zu Cette

350

Schiffte er sich ein, erkrankte

Aber auf dem Meer, und sterbend
Kam er an zu Tripolis.
Hier erblickt’ er Melisanden
Endlich auch mit Leibesaugen,

355

Die jedoch des Todes Schatten

In derselben Stunde deckten.

Seinen letzten Liebessang

Singend, starb er zu den Füßen
Seiner Dame Melisande,

360

Markgräfin von Tripolis.
Wunderbare Aehnlichkeit
In dem Schicksal beider Dichter!
Nur daß jener erst im Alter
Seine große Wallfahrt antrat.

365

Auch Jehuda ben Halevy

Starb zu Füßen seiner Liebsten,
Und sein sterbend Haupt, es ruhte
Auf den Knien Jerusalem
.

.

 III.

Nach der Schlacht bei Arabella,

370

Hat der große Alexander

Land und Leute des Darius,
Hof und Harem, Pferde, Weiber.
Elephanten und Dariken,
Kron’ und Scepter, goldnen Plunder,

375

Eingesteckt in seine weiten

Macedon’schen Pluderhosen.
In dem Zelt des großen Königs,
Der entflohn, um nicht höchstselbst
Gleichfalls eingesteckt zu werden,

380

Fand der junge Held ein Kästchen,
Eine kleine güldne Truhe,
Mit Miniaturbildwerken
Und mit incrustirten Steinen
Und Cameen reich geschmückt –

385

Dieses Kästchen, selbst ein Kleinod

Unschätzbaren Werthes, diente
Zur Bewahrung von Kleinodien,
Des Monarchen Leibjuwelen.
Letztre schenkte Alexander

390

An die Tapfern seines Heeres,

Darob lächelnd, daß sich Männer
Kindisch freun an bunten Steinchen.
Eine kostbar schönste Gemme
Schickte er der lieben Mutter;

395

War der Siegelring des Cyrus,

Wurde jetzt zu einer Brosche.
Seinem alten Weltarschpauker
Aristoteles, dem sandt’ er
Einen Onix für sein großes

400

Naturaliencabinet.
In dem Kästchen waren Perlen,
Eine wunderbare Schnur,

Die der Königin Atossa
Einst geschenkt der falsche Smerdis –

405

Doch die Perlen waren echt –

Und der heitre Sieger gab sie
Einer schönen Tänzerin
Aus Corinth, mit Namen Thais.
Diese trug sie in den Haaren,

410

Die bacchantisch aufgelöst,

In der Brandnacht, als sie tanzte
Zu Persepolis und frech
In die Königsburg geschleudert
Ihre Fackel, daß laut prasselnd

415

Bald die Flammenlohe aufschlug,

Wie ein Feuerwerk zum Feste.
Nach dem Tod der schönen Thais,
Die an einer babylon’schen
Krankheit starb zu Babylon,

420

Wurden ihre Perlen dort
Auf dem Börsensaal vergantert.
Sie erstand ein Pfaff aus Memphis,
Der sie nach Aegypten brachte,
Wo sie später auf dem Putztisch

425

Der Cleopatra erschienen,

Die die schönste Perl’ zerstampft
Und mit Wein vermischt verschluckte,
Um Antonius zu foppen.
Mit dem letzten Omayaden

430

Kam die Perlenschnur nach Spanien,

Und sie schlängelte am Turban
Des Califen zu Corduva.
Abderam der Dritte trug sie
Als Brustschleife beim Turnier,

435

Wo er dreißig goldne Ringe

Und das Herz Zuleima’s stach.
Nach dem Fall der Mohrenherrschaft
Gingen zu den Christen über
Auch die Perlen, und geriethen

440

In den Kronschatz von Castilien.
Die kathol’schen Majestäten
Span’scher Königinnen schmückten
Sich damit bei Hoffestspielen,
Stiergefechten, Prozessionen,

445

So wie auch Autodafés,

Wo sie auf Balkonen sitzend,
Sich erquickten am Geruche
Von gebratnen alten Juden.
Späterhin gab Mendizabel,

450

Satans-Enkel, diese Perlen

In Versatz, um der Finanzen
Defizit damit zu decken.
An dem Hof der Tuilerien
Kam die Schnur zuletzt zum Vorschein,

455

Und sie schimmerte am Halse

Der Baronin Salomon.
So erging’s den schönen Perlen.
Minder abenteuerlich
Ging’s dem Kästchen, dies behielt

460

Alexander für sich selber.
Er verschloß darin die Lieder
Des ambrosischen Homeros,
Seines Lieblings, und zu Häupten
Seines Bettes in der Nacht

465

Stand das Kästchen – schlief der König,

Stiegen draus hervor der Helden
Lichte Bilder, und sie schlichen
Gaukelnd sich in seine Träume.
Andre Zeiten, andre Vögel –

470

Ich, ich liebte weiland gleichfalls

Die Gesänge von den Thaten
Des Peliden, des Odysseus.
Damals war so sonnengoldig
Und so purpurn mir zu Muthe,

475

Meine Stirn’ umkränzte Weinlaub,

Und es tönten die Fanfaren –
Still davon – gebrochen liegt
Jetzt mein stolzer Siegeswagen,
Und die Panther, die ihn zogen,

480

Sind verreckt, so wie die Weiber,
Die mit Pauk’ und Zimbelklängen
Mich umtanzten, und ich selbst
Wälze mich am Boden elend,
Krüppelelend – still davon –

485

Still davon – es ist die Rede

Von dem Kästchen des Darius,
Und ich dacht’ in meinem Sinne:
Käm’ ich in Besitz des Kästchens,
Und mich zwänge nicht Finanznoth,

490

Gleich dasselbe zu versilbern,

So verschlösse ich darin
Die Gedichte unsres Rabbi –
Des Jehuda ben Halevy
Festgesänge, Klagelieder,

495

Die Ghaselen, Reisebilder

Seiner Wallfahrt – alles ließ ich
Von dem besten Zophar schreiben
Auf der reinsten Pergamenthaut,
Und ich legte diese Handschrift

500

In das kleine goldne Kästchen.
Dieses stellt’ ich auf den Tisch
Neben meinem Bett, und kämen
Dann die Freunde und erstaunten
Ob der Pracht der kleinen Truhe,

505

Ob den seltnen Basrelièffen

Die so winzig, doch vollendet
Sind zugleich und ob den großen
Incrustirten Edelsteinen –
Lächelnd würd’ ich ihnen sagen:

510

Das ist nur die rohe Schale,

Die den bessren Schatz verschließet –
Hier in diesem Kästchen liegen
Diamanten, deren Lichter
Abglanz, Wiederschein des Himmels,

515

Herzblutglühende Rubinen,

Fleckenlose Turkoasen,
Auch Smaragde der Verheißung,
Perlen, reiner noch als jene
Die der Königin Atossa

520

Einst geschenkt der falsche Smerdis,
Und die späterhin geschmücket
Alle Notabilitäten
Dieser mondumkreisten Erde,
Thais und Cleopatra,

525

Isispriester, Mohrenfürsten,

Auch Hispaniens Königinnen.
Und zuletzt die hochverehrte
Frau Baronin Salomon –
Diese weltberühmten Perlen,

530

Sie sind nur der bleiche Schleim

Eines armen Austerthiers,
Das im Meergrund blöde kränkelt:
Doch die Perlen hier im Kästchen
Sind entquollen einer schönen

535

Menschenseele, die noch tiefer,

Abgrundtiefer als das Weltmeer –
Denn es sind die Thränenperlen
Des Jehuda ben Halevy,
Die er ob dem Untergang

540

Von Jerusalem geweinet –
Perlenthränen, die verbunden
Durch des Reimes goldnen Faden,
Aus der Dichtkunst güldnen Schmiede
Als ein Lied hervorgegangen.

545

Dieses Perlenthränenlied

Ist die vielberühmte Klage,
Die gesungen wird in allen
Weltzerstreuten Zelten Jakob’s
An dem neunten Tag des Monats,

550

Der geheißen Ab, dem Jahrstag

Von Jerusalems Zerstörung
Durch den Titus Vespasianus.
Ja, das ist das Zionslied,
Das Jehuda ben Halevy

555

Sterbend auf den heil’gen Trümmern

Von Jerusalem gesungen –
Baarfuß und im Büßerkittel
Saß er dorten auf dem Bruchstück
Einer umgestürzten Säule; –

560

Bis zur Brust herunter fiel
Wie ein greiser Wald sein Haupthaar,
Abenteuerlich beschattend
Das bekümmert bleiche Antlitz
Mit den geisterhaften Augen –

565

Also saß er und er sang,

Wie ein Seher aus der Vorzeit
Anzuschaun – dem Grab entstiegen
Schien Jeremias, der Alte –
Das Gevögel der Ruinen

570

Zähmte schier der wilde Schmerzlaut

Des Gesanges, und die Geier
Nahten horchend, fast mitleidig –
Doch ein frecher Sarazene
Kam desselben Wegs geritten,

575

Hoch zu Roß, im Bug sich wiegend

Und die blanke Lanze schwingend –
In die Brust des armen Sängers
Stieß er diesen Todesspeer,
Und er jagte rasch von dannen,

580

Wie ein Schattenbild beflügelt.
Ruhig floß das Blut des Rabbi,
Ruhig seinen Sang zu Ende
Sang er, und sein sterbeletzter
Seufzer war Jerusalem! – –

585

Eine alte Sage meldet,

Jener Sarazene sei
Gar kein böser Mensch gewesen,
Sondern ein verkappter Engel,
Der vom Himmel ward gesendet,

590

Gottes Liebling zu entrücken

Dieser Erde, und zu fördern
Ohne Qual in’s Reich der Sel’gen.
Droben, heißt es, harrte seiner
Ein Empfang, der schmeichelhaft

595

Ganz besonders für den Dichter,

Eine himmlische Sürprise.
Festlich kam das Chor der Engel
Ihm entgegen mit Musik,
Und als Hymne grüßten ihn

600

Seine eignen Verse, jenes
Synagogen-Hochzeitcarmen,
Jene Sabbath-Hymenäen,
Mit den jauchzend wohlbekannten
Melodieen – welche Töne!

605

Englein bliesen auf Hauboen,

Englein spielten Violine,
Andre strichen auch die Bratsche
Oder schlugen Pauk’ und Zimbel.
Und das sang und klang so lieblich,

610

Und so lieblich in den weiten

Himmelsräumen wiederhallt es:
Lecho Daudi Likras Kalle.

 

 IV.

Meine Frau ist nicht zufrieden
Mit dem vorigen Capitel,

615

Ganz besonders in Bezug

Auf das Kästchen des Darius.
Fast mit Bitterkeit bemerkt sie:
Daß ein Ehemann, der wahrhaft
Religiöse sei, das Kästchen

620

Gleich zu Gelde machen würde,
Um damit für seine arme
Legitime Ehegattin
Einen Kaschemir zu kaufen,
Dessen sie so sehr bedürfe.

625

Der Jehuda ben Halevy,

Meinte sie, der sei hinlänglich
Ehrenvoll bewahrt in einem
Schönen Futteral von Pappe

Mit chinesisch eleganten

630

Arabesken, wie die hübschen

Bombonnièren von Marquis
Im Passage Panorama.
Sonderbar! – setzt sie hinzu –
Daß ich niemals nennen hörte

635

Diesen großen Dichternamen,

Den Jehuda ben Halevy.
Liebstes Kind, gab ich zur Antwort,
Solche holde Ignoranz,
Sie bekundet die Lakunen

640

Der französischen Erziehung,
Der Pariser Pensionate,
Wo die Mädchen, diese künft’gen
Mütter eines freien Volkes,
Ihren Unterricht genießen –

645

Alte Mumien, ausgestopfte

Pharaonen von Aegypten,
Merovinger Schattenkön’ge,
Ungepuderte Perücken,

Auch die Zopfmonarchen Chinas,

650

Porzellanpagodenkaiser –

Alle lernen sie auswendig,
Kluge Mädchen, aber Himmel –
Fragt man sie nach großen Namen
Aus dem großen Goldzeitalter

655

Der arabisch-althispanisch

Jüdischen Poetenschule,
Fragt man nach dem Dreigestirn,
Nach Jehuda ben Halevy,
Nach dem Salomon Gabirol

660

Und dem Moses Iben Esra –
Fragt man nach dergleichen Namen,
Dann mit großen Augen schaun
Uns die Kleinen an – alsdann
Stehn am Berge die Ochsinnen.

665

Rathen möcht’ ich dir, Geliebte,

Nachzuholen das Versäumte
Und hebräisch zu erlernen –
Laß Theater und Conzerte,

Widme ein’ge Jahre solchem

670

Studium, du kannst alsdann

Im Originale lesen
Iben Esra und Gabirol
Und versteht sich den Halevy,
Das Triumvirat der Dichtkunst,

675

Das dem Saitenspiel Davidis

Einst entlockt die schönsten Laute.
Alcharisi – der, ich wette,
Dir nicht minder unbekannt ist,
Ob er gleich, französ’scher Witzbold,

680

Den Hariri überwitzelt
Im Gebiete der Makame,
Und ein Voltairianer war
Schon sechs hundert Jahr vor Voltair’ –
Jener Alcharisi sagte:

685

Durch Gedanken glänzt Gabirol

Und gefällt zumeist dem Denker,
Iben Esra glänzt durch Kunst
Und behagt weit mehr dem Künstler –

Aber Beider Eigenschaften

690

Hat Jehuda ben Halevy,

Und er ist ein großer Dichter
Und ein Liebling aller Menschen.“
Iben Esra war ein Freund
Und ich glaube auch ein Vetter

695

Des Jehuda ben Halevy,

Der in seinem Wanderbuche
Schmerzlich klagt, wie er vergebens
In Granada aufgesucht hat
Seinen Freund, und nur den Bruder

700

Dorten fand, den Medicus,
Rabbi Meyer, auch ein Dichter
Und der Vater jener Schönen,
Die mit hoffnungsloser Flamme
Iben Esra’s Herz entzunden –

705

Um das Mühmchen zu vergessen,

Griff er nach dem Wanderstabe,
Wie so mancher der Collegen;
Lebte unstät, heimathlos.

Pilgernd nach Jerusalem,

710

Ueberfielen ihn Tartaren,

Die an einen Gaul gebunden
Ihn nach ihren Steppen schleppten.
Mußte Dienste dort verrichten,
Die nicht würdig eines Rabbi

715

Und noch wen’ger eines Dichters,

Mußte nämlich Kühe melken.
Einstens, als er unterm Bauche
Einer Kuh gekauert saß,
Ihre Euter hastig fingernd,

720

Daß die Milch floß in den Zuber –
Eine Position, unwürdig
Eines Rabbi’s, eines Dichters –
Da befiel ihn tiefe Wehmuth
Und er fing zu singen an,

725

Und er sang so schön und lieblich,

Daß der Chan, der Fürst der Horde,
Der vorbei ging, ward gerühret
Und die Freiheit gab dem Sclaven.

Auch Geschenke gab er ihm,

730

Einen Fuchspelz, eine lange

Sarazenenmandoline
Und das Zehrgeld für die Heimkehr.
Dichterschicksal! böser Unstern,
Der die Söhne des Apollo

735

Tödtlich nergelt, und sogar

Ihren Vater nicht verschont hat,
Als er hinter Daphnen laufend
Statt des weißen Nymphenleibes
Nur den Lorbeerbaum erfaßte,

740

Er, der göttliche Schlemihl!
Ja, der hohe Delphier ist
Ein Schlemihl, und gar der Lorbeer,
Der so stolz die Stirne krönet,
Ist ein Zeichen des Schlemihlthums.

745

Was das Wort Schlemihl bedeutet,

Wissen wir. Hat doch Chamisso
Ihm das Bürgerrecht in Deutschland
Längst verschafft, dem Worte nämlich.

Aber unbekannt geblieben,

750

Wie des heil’gen Niles Quellen,

Ist sein Ursprung; hab’ darüber
Nachgegrübelt manche Nacht.
Zu Berlin vor vielen Jahren
Wandt’ ich mich deshalb an unsern

755

Freund Chamisso, suchte Auskunft

Beim Dekane der Schlemihle.
Doch er konnt’ mich nicht befried’gen
Und verwies mich drob an Hitzig,
Der ihm den Familiennamen

760

Seines schattenlosen Peters
Einst verrathen. Alsbald nahm ich
Eine Droschke und ich rollte
Zu dem Criminalrath Hitzig,
Welcher eh’mals Itzig hieß –

765

Als er noch ein Itzig war,

Träumte ihm, er säh’ geschrieben
An dem Himmel seinen Namen
Und davor den Buchstab H.

Was bedeutet dieses H?“

770

Frug er sich – „etwa Herr Itzig

Oder Heil’ger Itzig? Heil’ger
Ist ein schöner Titel – aber
„In Berlin nicht passend“ – Endlich
Grübelnsmüd nannt’ er sich Hitzig,

775

Und nur die Getreuen wußten

In dem Hitzig steckt ein Heil’ger.
Heil’ger Hitzig! sprach ich also,
Als ich zu ihm kam, Sie sollen
Mir die Etymologie

780

Von dem Wort Schlemihl erklären.
Viel Umschweife nahm der Heil’ge,
Konnte sich nicht recht erinnern,
Eine Ausflucht nach der andern,
Immer christlich – Bis mir endlich,

785

Endlich alle Knöpfe rissen

An der Hose der Geduld,
Und ich anfing so zu fluchen,
So gottlästerlich zu fluchen,

Daß der fromme Pietist,

790

Leichenblaß und beineschlotternd,

Unverzüglich mir willfahrte
Und mir Folgendes erzählte:
„In der Bibel ist zu lesen,
Als zur Zeit der Wüstenwandrung

795

Israel sich oft erlustigt

Mit den Töchtern Kanaans,
„Da geschah es, daß der Pinhas
Sahe wie der edle Simri
Buhlschaft trieb mit einem Weibsbild

800

Aus dem Stamm der Kananiter,
„Und alsbald ergriff er zornig
Seinen Speer und hat den Simri
Auf der Stelle todtgestochen –
Also heißt es in der Bibel.

805

Aber mündlich überliefert

Hat im Volke sich die Sage,
Daß es nicht der Simri war,
Den des Pinhas Speer getroffen,

Sondern daß der Blinderzürnte,

810

Statt des Sünders, unversehens

Einen ganz Unschuld’gen traf,
Den Schlemihl ben Zuri Schadday.“ –
Dieser nun, Schlemihl I,
Ist der Ahnherr des Geschlechtes

815

Derer von Schlemihl. Wir stammen

Von Schlemihl ben Zuri Schadday.
Freilich keine Heldenthaten
Meldet man von ihm, wir kennen
Nur den Namen und wir wissen

820

Daß er ein Schlemihl gewesen.
Doch geschätzet wird ein Stammbaum
Nicht ob seinen guten Früchten,
Sondern nur ob seinem Alter –
Drei Jahrtausend zählt der unsre!

825

Jahre kommen und vergehen –

Drei Jahrtausende verflossen,
Seit gestorben unser Ahnherr,
Herr Schlemihl ben Zuri Schadday.

Längst ist auch der Pinhas todt –

830

Doch sein Speer hat sich erhalten,

Und wir hören ihn beständig
Ueber unsre Häupter schwirren.
Und die besten Herzen trifft er –
Wie Jehuda ben Halevy,

835

Traf er Moses Iben Esra

Und er traf auch den Gabirol –
Den Gabirol, diesen treuen
Gottgeweihten Minnesänger,
Diese fromme Nachtigall

840

Deren Rose Gott gewesen –
Diese Nachtigall, die zärtlich
Ihre Liebeslieder sang
In der Dunkelheit der gothisch
Mittelalterlichen Nacht!

845

Unerschrocken, unbekümmert

Ob den Fratzen und Gespenstern,
Ob dem Wust von Tod und Wahnsinn,
Die gespukt in jener Nacht –

Sie, die Nachtigall, sie dachte

850

Nur an ihren göttlich Liebsten,

Dem sie ihre Liebe schluchzte,
Den ihr Lobgesang verherrlicht! –
Dreißig Lenze sah Gabirol
Hier auf Erden, aber Fama

855

Ausposaunte seines Namens

Herrlichkeit durch alle Lande.
Zu Corduba, wo er wohnte,
War ein Mohr sein nächster Nachbar,
Welcher gleichfalls Verse machte

860

Und des Dichters Ruhm beneidet’.
Hörte er den Dichter singen,
Schwoll dem Mohren gleich die Galle
Und der Lieder Süße wurde
Bittre Wermuth für den Neidhart.

865

Er verlockte den Verhaßten

Nächtlich in sein Haus, erschlug ihn
Dorten und vergrub den Leichnam
Hinterm Hause in dem Garten.

Aber siehe! aus dem Boden,

870

Wo die Leiche eingescharrt war,

Wuchs hervor ein Feigenbaum
Von der wunderbarsten Schönheit.
Seine Frucht war seltsam länglich
Und von seltsam würz’ger Süße;

875

Wer davon genoß, versank

In ein träumerisch Entzücken.
In dem Volke ging darüber
Viel Gerede und Gemunkel,
Das am End zu den erlauchten

880

Ohren des Chalifen kam.
Dieser prüfte eigenzüngig
Jenes Feigenphänomen,
Und ernannte eine strenge
Untersuchungscommission.

885

Man verfuhr summarisch. Sechzig

Bambushiebe auf die Sohlen
Gab man gleich dem Herrn des Baumes,
Welcher eingestand die Unthat.

Darauf riß man auch den Baum

890

Mit den Wurzeln aus dem Boden,

Und zum Vorschein kam die Leiche
Des erschlagenen Gabirol.
Diese ward mit Pomp bestattet
Und betrauert von den Brüdern;

895

An demselben Tage henkte

Man den Mohren zu Corduba.

(Fragment)

.

(Heinrich Heine 1797-1856; aus „Romanzero III. Buch, Hebräische Melodien „Jehuda ben Halevy“, 1851)

 

.

Ich probierte eine belgische TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. Sie ist industriell hergestellt in Belgien und wird unter TONY’S CHOCOLONELY Polonceaukade 20 1014 Amsterdam Niederlande vermarktet.

.

Diese Testsorte Tony’s Chocolonely ist grässlich, sie ist grob, in jeder Beziehung mangelhaft und enthält über 60% Zucker, während bessere Schokoladen um 40% Zucker oder weniger enthalten – eine Bluff, eine Zumutung und auch noch mit hochstaplerischen Werbesprüchen angeboten: 100% sklavenfrei

Sie darf Schokolade genannt werden, weil sie angeblich den Mindestkakaogehalt von 32 Prozent enthält.

.

Zu den Ausgangsstoffen zählen neben Zucker, Vollmilchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Nougat 10%, (Zucker, Glukosesirup, Mandeln 20%, Honig, Kakaobutter, Kartoffelstärke. Hühnereieiweiß, natürliches Vanillearoma), Emulgator: Sojalecithin; Zucker, Glukosesirup, Mandeln 20%, Honig, Kakaobutter, natürliches Vanillearoma nach Fairtrade-Standards gehandelt – von der Rührdauer, Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, Conchieren wird nichts mitgeteilt. Von den Anbauländern und Herkunft der Blendkakaomischungen ist nichts zu erfahren.

.

 

Kurz vorab: Diese Schokolade TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. ist eigentlich ein industrieller Lebensmittelkandal, dem hier REWE in Köln die Hand in die Regale geöffnet hat. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese enthält anstatt Kakao Zucker 62%, dazu Zusatzfett und Emulgator: Sojalecithin.

.

Sie bringt mit einer heftigen groben 180 Grammpackung einen mit 3 Euro 95 (im Versand 3 Euro 30) auch noch teueren Süßstoff Schokolade. Sie ist extrem überzuckert. Sie enthält mit 0,19 Gramm vergleichsweise viel Salz. Die 180 Gramm Tafelpackung enthält einen Schokoladenblock der an der Oberseite als Bruchkantenrelief eine Art M&S-Reifeb. Die Unterseite ist ungemustert.

.

Es ist bemerkenswert, dass das ein unverortetes belgisches Produkt aus den Niederlanden ein echtes EU-Veredelungs-Produkt aus Europa ist mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen des Kakaos aus Westafrika – 100% sklavenfrei. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können. Unter Fairtrade versteht man doch etwas ganz anderes.

.

So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse ist. Vertrauenserweckend indes sind die Werbesprüche auf der Packung nicht. Da heißt es Wie es begann:

.

„Hallo, ich bin Tony’s Chocolonely. Ich bin eine ungewöhnliche Schokoladentafel. Mich gibt es, damit die Sklaven in der Schokoladenindustrie abgeschafft werden. Du denkst wahrscheinlich, hä?… Sklaverei? Ja. Schau dir das Video an, um mehr über unsere Geschichte zu erfahren! „

.

Mehr erfährt man auch auf der Direkt-Marketing-Homepage nicht:

.

http://www.tonychocolonely.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. trifft mich – auch, weil REWE allgemein nicht die billigsten und minderwertige Produkte verkauft, wo sie neuerdings im Sortiment aufgetaucht ist. Der Inhalt der 180 GRAMM Packung war nicht gerade frisch und soll bis zum 01.07.2020 haltbar sein (Herstellungsdatum ist nicht ersichtlich).

.

Man schmeckt, wie sowohl der viele Zucker, Kakao, die Kakaobutter wie die weiteren Bestandteile ein schlappes Abbruch-, Abbeißknacken ergibt. Der Kauwiderstand ist seifig aber durch harte undefinierbare Kleinpartikel, sandähnlich knirschend keine Genussfreude. Die Abbisse schmelzen nicht, weil die Schokoladenmasse nicht fein sondern ziemlich grob ist, aber schleimt. Man kann solche 180 Gramm nicht aufessen – nur nach dem Test wegschmeißen (ich denke an üble Nummern von Stollwerck, von Trumpf-Schokoletten, an Cadbury und an eine russische Sorte – alle in Lichtgeschwindigkeit beschrieben).

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32% wurde ein popgrell gelber

Umschlag gewählt und innen mit Silberpapier abgepackt. Wiederverschließbar ist die Gespenstergroßpackung nicht.

 

 

Knattergelbe Packung mit weißen Spiegeln und Zinoberoter Großschrift sowie einer umlaufenden grüngedruckten Banderole mit dem Titel „TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. Hinzugekommen zum Layout.

.

Das Format der Tafelfläche entspricht dem „klassischen“, gewohnten. 180 Gramm Inhalt sind natürlich „gewichtig“. Auf dem Weg der Aufmachung haben Tony’s keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht, sondern auf die grelle Popfarbe gesetzt, die an sich mit dem Produkt gar nichts zu tun hat.

.

Das Design überzeugt – so gesehen – als großmäulig.

.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in lesbar kleinem Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund mitteilt:

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die kalorienzählende Konsumenten – auch um diese Tony’s mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch.

.

ZUTATEN: Zucker, VOLLMILCHPULVER, Kakaobutter, tKakaomasse, Nougat, Emulgator: Sojalecithin, SALZ.

.

Die Werbetexte auf der Innenseite des Umschlagspapiers sind knallrot in Kinderjargon geschrieben. Die Schriftgrößen sind lesbar:

.

„Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story

.

Während du das hier liest, schuften Sklavenarbeiter auf den Kakaoplantagen in Westafrika, darunter auch viele Kinder. Das ist nicht normal.

.

Unsere Vision für die Zukunft ist es, zu 100% sklavenfreie Schokolade zu erreichen. Nicht nur unsere Schokolade, sondern alle Schokoladen weltweit.

.

Mit unserer wahnsinnig leckeren Schokolade gehen wir mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass die Herstellung von Schokolade auch anders laufen kann: In Sachen Geschmack, Verpackung und Umgang mit den Kakaobauern.

.

Wir selbst stellen unsere Schokolade sklavenfrei her, doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sämtliche Schokolade 100% sklavenfrei hergestellt wird. Deshalb bitten wir dich, mitzumachen.

.

Denn je mehr Menschen sklavenfreie Schokolade wählen und unsere Story mit anderen teilen, desto eher ist 100% sklavenfreie Schokolade die Norm. Also ist es letztendlich deine Entscheidung. Bist du dabei? Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story.“

.

CRAZY ABOUR CHOCOLATE. SERIOUS ABOUT PEOPLE“

.

Die auf der Hinterseite aufgebotene Nährwerttabelle per 100 Gramm lautet:

.

Energie 537 kcal/ 2246 kj

Fett 31,5 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 18,2 Gramm

Kohlenhydrate 63,7 Gramm

davon Zucker 61,0 Gramm

Eiweiß 7,8 Gramm

Salz 0,19 Gramm

.

Der Kaufpreis bei bei REWE, Bonner Straße, Köln-Südstadt ist mit 3 EURO 80 zu hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. nicht. Sie knackt nicht, sie duftet überhaupt nicht, sie ist extrem übersüß, allenfalls als Beispiel maßstabssetzender Großmäuligkeit und Junkfood-Dreistigkeit, unfein und grob.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist, ohne verboten zu sein. Wobei die erlogenen Werbesprüche der Sklavenfreiheit völlig unsachlich an der heutigen Wirklichkeit hochwertiger, natürlich kostbarerer Bean to Bar-Chocolatiers vorbeigeht.

.

TEST-BEWERTUNG: TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32%. Sie ist ein einmaliger maßstabssetzender Absturz auf NULL von SECHS Zuckerhüten.

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

.

Wie man hier bei TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade nougat 32% lernen muss, ist die Mehrdeutigkeit der Labels – was heißt schon „Fairtrade“, wenn untransparente Blend-Rohstoffe verarbeitet werden? Was heißt schon „FSB MIX“ – es wird inzwischen mit EU-Normen Urkundenfälschung offen publiziert, der zusatz „Mix“ bedeutet eben genau, dass es nicht FSB-Qualität ist – sie roden den Regenwald und labeln: „FSB Mix“.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Schoki-Test mit GR BEAN TO BAR GUATEMALA 72% DUNKLE SCHOKOLADE

September 11, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9535

am Donnerstag, 12. September 2019

.

Dietmar Moews meint:

.

In my craft or sullen art
Exercised in the still night
When only the moon rages
And the lovers lie abed
With all their griefs in their arms
I labour by singing light
Not for ambition or bread
Or the strut and trade of charms on the ivory stages
But for the common wages
Of their most secret heart.

.

(Dylan Thomas 1914-1953; An extract from In My Craft or Sullen Art).

.

Ich probierte eine deutsche GR Georgia Ramon Bean to Bar, GUATEMALA Dunkle SCHOKOLADE 72% COCOA, nachdem ich bereits eine GR Georgia Ramon GUATEMALA Vollmilch-SCHOKOLADE 62% COCOA und eine GR Georgia Ramon GUATEMALA DUNKLE SCHOKOLADE 72% COCOA, mit eben dieser Kakaosorte, aber anderem Rezept, getestet habe (s. o.). Sie erhielt wegen des hohen Preises von 6 Euro 40 für 50 Gramm „nur“ VIER von SECHS Punkten. Jetzt beträgt der Verkaufspreis 5 Euro 90 Cent. Sie ist hergestellt und kreiert von dem ambitionierten Herstellerpaar Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel Germany.

.

Dabei ist GR Georg Bernardini auch der Chocolatier und Autor des SCHOKOLADEN-BUCHS, der Tester, Experte, Kenner und Liebhaber ein gültiger Schokoladenwegweiser.

.

als Tester, in dem Bernardini die Produkte nach klaren Qualitätskategorien unbestechlich durchprüft

.

als Kenner, in dem Bernardini eine langjährige Marktkenntnis sowie den aktuellen Angebots-, Innovations- und Experimentiermarkt täglich im Auge und Geschmackssinn hat

.

als Experte, in dem Bernardini die gesamte Produktionskette, von den Kakaosorten, den Anbaugebieten, den Anbaukonzepten, den Kakaobauern und -Plantagen-Industrien, die historischen handwerklichen und aktuellen Ernte- und Verarbeitungstechniken und -gerätschaften, die Veredlungstechniken, -Tricks- und Geheimnisse sowie Herstellungsunfug, ferner die Transport- und Vermarktungswege, die Handelsagenturen, der Nachfragemarkt und die Nischen beim Discounter-Wettlauf unfairer Industrien.

.

als Liebhaber, ist Bernardini ein Neugierde-General, der gerne Alles kennt, was mit Patisserie und Chocolade angestellt wird und werden könnte. Seine persönliche Marktlücke sind neue Kreationen, die mit Kakao und anderen Rohstoffen sensationell sind:

.

.

Ich nenne die hier anliegende GUATEMALA DUNKLE SCHOKOLADE 72% COCOA eine geniale Überraschung.

.

Mit neuen Ausgangsstoffen experimentieren GEORGIA RAMON die unzähligen Variablen beim Schokolademachen ausprobieren – von der Rührdauer, Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, Conchieren, eventuellen Gewürzen und Aromen, Salzmenge, Süßstoffe wie Zucker oder Fruktosen, Melasse, Karamell, Honig usw. die Prozentanteiligkeit der Zutaten, Farbstoffe, Fette, Eiweiße, Alkohol, dazu die Konsistenz der Kau- bzw. Schmelzmasse, eventuelle Beißkörnungen es ist unendlich variabel, aber nicht alles gleich gut.

 

Kurz vorab: Diese Bean to Bar – das bedeutet eigentlich, der Chocolatier kauft den Kakao, wo er angebaut wurde und hält die Rohstoffe bis zum Endprodukt unter seiner Sorgfalt. Schokolade GUATEMALA DUNKLE SCHOKOLADE 72% COCOA von GR ist exquisit. Wunderbar und ungewöhnlich der wirklich dezente feine Geschmack, einfach und ein Erlebnis im Mund. Diese GUATEMALA DUNKLE SCHOKOLADE enthält mind. 72% Kakao aus der Guatemala, den Anteilen nach Kakaomasse, Kakaobutter, Rohrohrzucker, ganz wenig Salz.

.

GR geben an, eine mittlere Röstung, Mahlen der Kakaonuss 70 Sunden, kein Conchieren. Von der Herstellung der Kakaobutter wird nichts mitgeteilt.

.

Sie bringt mit einer kleinen 50 Gramm Packung zu 5 Euro 90 wenig kostspielige Schokolade. Die Packung ist nicht ausreichend bruchsicher (wollte man so ein 50-Gramm-Heftchen als Postbrief versenden). Schaut man auf die Rezeptur, verblüfft das pure Rezept. Der sehr feine Kakaogeruch, beim Öffnen des Gebindes, ist sensationell (das verdirbt die Ansprüche, die andere dann nicht mehr erreichen können). Sie schmeckt enorm dezent nach Kakao, sogar leicht fruchtig wie schwarze Johannisbeere – GR bezeichnen Fruchtigkeit in Geschmacksrichtung Reife Kirschen und Brombeeren, auch Kardamom). Sie ist wie einige neue Kompositionen von GeorgiaRamon und mit knapp 50% Gewichtsanteil durch Kakaobutterzusatz sehr fett, und mundet vermutlich auch daher wirklich angenehm rund. GR nennt es milchig-cremig. Sie ist genial dezent gesüßt. Sie enthält die Mini-Abstimmungsprise Salz auf. Die 50 Gramm Tafelpackung enthält die kleine Menge Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief und Riffelverzierung oben. Die Unterseite ist ungemustert.

.

Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen aus Guatemala angegeben ist. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können, die lauten: CAHABÒN ESTATE, COOPERATIVE FEDECOVERA Q’EQCHI MAYAS FARMERS TRINITARIO. Man muss dem Chocolatier auch vertrauen, dass die alljährlichen Ernten nicht konstant schmecken (es ist nicht Coca Cola), sondern, dass auch neue Sorten und variierte Rezepturen nichts anderes sollen, als nǵeniale Schokolade zu ergeben.

.

Das ist GR hier wirklich gelungen. Ich weise auf E-Mail und Direktbestellung hin – wer keinen HERNANDO CORTEZ in seiner Nähe hat.

.

http://www.info@georgia-ramon.com

.

http://www.georgia-ramon.com

.

Mein Schoki-Test muss nicht de profundis gehen; es ist ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung von GR:

.

Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft“ (das ist nicht „biodynamisch“).

.

Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt.

.

Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt. Seit einiger Zeit produziert Georg zusammen mit seiner Frau Ramona und sie entfalten den Schwung, eine Chocolatier-Apartheid zu etablieren – einzigartig.

.

Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist GR Georg und Ramona Bernardini, deren eigene Kunst in Bernardinis eigenem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorgestellt wird – dafür kann er hier von Dr. Dietmar Moews herausgehoben angesprochen werden.

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese GR BEAN TO BAR GUATEMALA 72% DUNKLE SCHOKOLADE von GR trifft mich. Sie ist neuerdings auch im Sortiment des wunderbaren Kölner Fachgeschäft HERNANDO CORTEZ zu haben. Und es ist ein genialer Volltreffer. Der Inhalt der 50 GRAMM Packung war am 1. April 2019 frisch, als nicht vakuum-verschlossene Packung mindesthaltbar zum 2021 – 01 – 25 datiert.

.

Die Komposition (also die Zubereitung des Grundstoffes KAKAO-BOHNE ist herausragend gut – , man schmeckt, wie sowohl der Kakao, die Kakaobutter wie die weiteren Bestandteile wenig Zucker rufen (ein Quäntchen Salz versteht sich immer), hat ein bemerkenswertes Abbruch-, Abbeißknacken und geringen Kauwiderstand, viel leichter als Schokolade gewöhnlich. Die Abbisse schmelzen unmerklich leicht, schleimen nicht. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Für Kinder ist das 50-Gramm-Gebinde zu klein.

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von GR Georgia Ramon ist floral mit südamerikanischen Urwaldlaub und Azteken-Pyramide und Masken folkloristisch, in den varianten Grün-Farben auf Umschlagpappe in Altweiß. Hinzugekommen zum Layout, gegenüber Dezember 2017, sind „ACADEMY of CHOCOLATE Newcomer 2017“-und „SILVER WINNER 2018“-Siegel sowie „Vegan“ und „Glutenfrei“ sowie „FSC Karton“. Die Umschlagpappe bringt die schlichte, freundliche Farbgestaltung für den wertvollen Inhalt eine reizende Anmutung durch den Auftritt der Packung. Das übergroße Pappe-Briefformat des wiederverschließbaren, zum Postversand geeigneten Gebindes, lässt sich als Brief für inzwischen 95 Cent innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Doch diese Pappe ist noch zu schwach. Die darin einliegende kleine Einhüllung des Schokoladen-Riegels, ein Tütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist aber an sich für große Dauer „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen. Sehr schön.

.

Jedenfalls haben GR auf dem Weg der Aufmachung keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

.

Dieses Design überzeugt.

.

.

Eine wirklich starke Anti-Bruch-Pappe oder ein originell gestaltetes „Versteifungsmittel“-Holztäfelchen – wie sich Franz Otto Kopp und Dietmar Moews jahrelang per Post zusandten – wäre dem Understatement dieses GR-Höchtswertproduktes angemessen und noch umsatzfördernd im Hochpreis unterzubringen – 2019 noch für 6 Euro 40 für 50 Gramm, inzwischen 50 Cent verteuert bei „Hernando Cortez“ in Köln.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund lesbar mitteilt:

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese GR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Schwedisch.

.

ZUTATEN: KAKAOMASSE, ROHROHRZUCKER, KAKAOBUTTER, SALZ. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft. Hier ist nicht bekannt, ob die Kakaobutter der selben Bohne entnommen wurde.

.

Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

.

Energie 541 kcal/ 2265 kj

Fett 42 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 25 Gramm

Kohlenhydrate 33 Gramm

davon Zucker 28 Gramm

Eiweiß 9 Gramm

Salz 0,01 Gramm

.

Der Kaufpreis bei HERNANDO CORTEZ ist mit 5 EURO 90 hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese GR GUATEMALA Bean to Bar SCHOKOLADE 72% Kakao als Beispiel maßstabssetzender Hochqualität in purer Würzigkeit, Feinheit und dezentem Gezucker, aber Hochfett und sehr kalorienreich – als ein kostbares Vergnügen. GeorgiaRamon treiben das Spiel des PUREN „etwas Salz, wenig Zucker viel Fett“, ohne Emulgator, an eine höchstinteressante Erfahrung hin.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES: MAXIMALE BEWERTUNG, sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile.

.

TEST-BEWERTUNG: Diese GR GUATEMALA DUNKLE SCHOKOLADE 72% KAKAO ist exzellent gelungen. Sie ist ein einmaliger maßstabssetzender Genuss. Der Verkaufspreis für 50 Gramm von 5 Euro 90 ist hoch. Ich gebe ungeachtet des Hochpreises SECHS von SECHS STERNEN.

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

.

Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

.

Ein Qualitäts-Künstler wie Georg Bernardini hat nicht das industrielle Fair-Trade-Lable, weil er zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ in kleinen Mengen herausbringt – er reist zur Plantage, röstet, mahlt, ggfs. conchiert selbst, testet Ideen, die dann vielleicht nicht marktfein werden – wer will schon Kokosmilch mit Kümmel, kandiert? Und mal erfindet GR auch eigene Lables „FAIR PAID“ ist lustig.

.

Wer also bemängelt, dass GR in Bonn kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Deutschland kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der muss woanders anlegen.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein