„ARD-Tatort“ im ERSTEN – AFFENZUCKER mit Axel Milberg als Borowski

November 29, 2015
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Vom Sonntag, 29. November 2015

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Axel Milberg als Borowski und Lars Eidinger als Korthals im TATORT aus KIEL

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Heute abend sendet die ARD im ERSTEN um 20.15 Uhr die neue „Fernseh-Krimi-Unterhaltungsfolge „Tatort aus Kiel“ unter dem Titel:

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Tatort. Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“

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Diese neue Folge bringt aus der Feder des bewährten „Borowski-Autors“ Sascha Arango, diesmal unter der Regie von Claudia Garde:

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Story kurz und Plot: Bei Borowski in Kiel ist ein Serienmörder seit Langem gesucht und wird hier in eine gruselige Fortsetzung gebunden. Schreck, Gewalt, Blut in den Häppchen im Wohnzimmer bringen der Quotenkundschaft Gewünschtes, dem Sender seine Kundenbindung und den Akteuren das Bezahlgeld:

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Zum Schlusserfolg, sich auf diese Art seine sozio-kulturellen Bedürfnisse zu befriedigen, um ein möglichst weitreichendes TV-Abend-Erlebnis mitzuerleben und – was das Entscheidene ist – darüber mit allen anderen Auch-Tatort-Zuschauern kompetent und begeistert Pro- und Kontra reden zu dürfen, ohne dabei irgend eine Gefahr zu laufen, aus der Ecke der Urteilsschwäche herauszumüssen:

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Borowski kriegt den Frauenmörder. Kommissar Borowski menschelt Diesseits von Gut und Böse als hätte er Isaiah Berlin gelesen. Doch keine Sorge: Die vollkommen verblödete AFRI-COLA-Philosophie von Charles Wilp schlägt mal wieder zu:

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ALLES ist in AFRI COLA – der Kommissar hadert mit dem Gesetz (wie alle rechten Polizisten ohnehin ohne Zeugen schon mal abdrücken) auch in diesem „stillen Gast“, wo ja der Staatsfernsehen-Zuschauer „integriert“ werden soll. Der Lauscher an der Wand, der auktoriale TV-Zuschauer muss also durchaus gezeigt bekommen, dass Kommissar und Frauenmörder, beide moralisch normal sind, eben schwach und verkommen, wenns hart wird.

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Dietmar Moews und Axel Milberg, 2015 in Köln fotografiert von Thomas Wipf

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Dietmar Moews meint: Mit dem geschätzten Kommissar Borowski aus Kiel und seiner Besetzung Axel Milberg aus Kiel wird den ARD-Zuschauern ein vorhandener Bedarf zur Freizeitunterhaltung vor dem heimischen TV-Bildschirm ausgezeichnet befriedigt.

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Wir erhalten etwas Innovation und ganz viel Redundanz. Das dramaturgische Strickmuster erlaubt schonmal etwas unkonzentriert beizuwohnen, eine Pisteline Bier aus der Küche zu holen, Pipi-Pause einzuschieben und doch zur Schlussbeschleunigung bereits Alles gut von Oben kommen zu sehen.

Schmeckt PRIMA.

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Hochspannend? – die Darsteller und Modells, AXEL MILBERG und LARS EIDINGER charakterisieren ihr schnellgeschnittenes Patchwork-Modelling einwandfrei. Große oder herausragende Schauspielkunst findet in einem Tatort gar nicht statt. Zum Glück wird wenig geweint und geschluchzt – dafür ganz guter Sport und Action.

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Immerhin werden die Hauptdarsteller unterhalb Ihres Könnens gefordert. Sie sind eben nicht überfordert, sondern haben noch gute Reserven in den zugespitzteren Szenen. Daraus entsteht eine sozialpsychologische Ambivalenz bzw. Räume etwaiger Zuschauerfantasie, wenn der Zuschauer auf die Uhr schaut und weiß, wie lange es noch dauern darf, bis sich die Lage entzaubert.

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Dr. Dietmar Moews kommt die Gut und Böse-Philosophie von Sascha Arango dumm und irreführend vor. Es steht dem Autor zwar frei alle malbaren moralischen Farben in die Kommissarrolle einzumischen. Doch was einerseits ein versierter Einfühler Borowski (Johannes Brobowski) durchzuspielen wissen muss, um einen gesuchten Täter erfolgreich zu „profilieren“ – wären doch die unausgesprochenen Werte des Allzumenschlichen deutlich abzugrenzen gegen Irrationalität, Schwächen, Instinktunsicherheit, Lebensdienlichkeit, Sozialambitionen, will man nicht einen schwimmenden Autoren erkennen müssen.

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Bildschirmfoto vom 2015-11-25 13:57:07

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