Hans A. Nikel 1930 – 2018 Kurznachruf

Januar 3, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8812

am Freitag, 4. Januar 2019

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Hans A. Nikel (eigentlich Johannes Alfons Nikel wurde am 23. Februar 1930 in Bielitz ostschlesisches Polen geboren und ist jetzt 88-jährig, am 27. Dezember 2018, in Bad Homburg vor der Höhe gestorben. Er war Künstler und Publizist, bekannt als Gründer der literarisch-satirischen Zeitschrift „pardon“.

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Hans A. Nikel lebte zuletzt – zusammen mit seiner ebenfalls künstlerisch tätigen Frau – in Bad Homburg.

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Nikel absolvierte eine journalistische Ausbildung bei der Süddeutschen Zeitung und war ab 1949 Redakteur für Politik bzw. Kultur bei der Frankfurter Rundschau. Er studierte Volkswirtschaft sowie Soziologie und Philosophie in Frankfurt. Außerdem war er freier Mitarbeiter bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Hessischen Rundfunk.

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Die hervorragenden Fähigkeiten Nikels kommen durch die enorme Erfolgsbilanz zum Ausdruck – immer seine kritische politische Haltung praktisch vorgestellt, anbetracht der stromlinienartigen Dienstklassenpublizistik von heute – die hier kurzgefasst von WIKIPEDIA übernommen wird:

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„…1954 gründeten Nikel und Erich Bärmeier den Verlag Bärmeier & Nikel (B&N). Nikel gewann prominente Autoren wie Erich Kästner, Alexander Mitscherlich oder Gerhard Zwerenz, die Vorworte für die vorzugsweise grafischen und satirischen Bücher schrieben. Als erstes Buch erschien eines mit Kurt Halbritters Zeichnungen zu dem vieldiskutierten Text von Werner Finck Disziplin ist alles, eine Stellungnahme gegen die Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik. Dem folgte ein Kritischer Kalender von A. Paul Weber. 1955 erfand Nikel die Kleinen Schmunzelbücher (sechs mal sieben Zentimeter), die mit wenig Kapitaleinsatz realisiert werden konnten. Loriot war einer der Autoren. Es folgten Werke von Autoren wie Robert Gernhardt, Walter Hanel, Otto Koehler, Chlodwig Poth, Felix Rexhausen, Hans Traxler, F. K. Waechter sowie eine 20-bändige sowie eine 20-bändige Jules-Verne-Ausgabe mit Neuübersetzungen durch Jungautoren wie Wolf Wondratschek.

Der Verlag bestand bis 1971.

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Im September 1962 gaben Bärmeier und Nikel das erste Heft von „pardon“ heraus, unterstützt von Erich Kästner, Loriot, Werner Finck, Hans Magnus Enzensberger u. a. Im September 1970 schied Bärmeier als Mitherausgeber aus. Bis 1980 war Nikel Verleger, Herausgeber und Chefredakteur. pardon erreichte eine Auflage von 320.000 Exemplaren. Nikel initiierte berühmt gewordene pardon-Aktionen, holte Alice Schwarzer, Günter Wallraff, Gerhard Kromschröder, Robert Junck ins Blatt.

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Nikel leitete pardon bis zum Herbst 1980 als Herausgeber, verkaufte es dann und nahm sein erstes Studium wieder auf. Er promovierte 1983 in Philosophie mit einer Arbeit über Meister Eckhart.

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Nach der Promotion wurde Nikel als Künstler und Bildhauer tätig. Es entstanden mehr als 120 Bronzeskulpturen und -plastiken. 1998 wurden seine Werke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. …“

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F. W. Bernstein 1938 – 2018 Kurznachruf

Dezember 21, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8780

am Samstag, 22. Dezember 2018

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F. W. Bernstein, getauft als Fritz Weigle, wurde am 4. März 1938 in Göppingen geboren und ist jetzt 80-jährig, am 20. Dezember 2018 in Berlin gestorben.

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Bernstein war ein deutscher Lyriker, Grafiker, Karikaturist und Satiriker.

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F.W. Bernstein lebte zusammen mit seiner Frau Sabine Weigle in Berlin. Er hat zwei Kinder.

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Er besuchte das Gymnasium in Göppingen. Schon damals nannten ihn Mitschüler „Bernstein“. Nach dem Abitur 1957 studierte er an der Stuttgarter Kunstakademie. Dort lernte er Robert Gernhardt kennen. 1958 wechselten beide an die Hochschule der Künste Berlin. 1960 kehrte er nach Stuttgart zurück, wo er im Frühjahr 1961 die Kunsterzieherprüfung ablegte. Im Winter 1961 nahm er in Berlin das Grafik-Studium wieder auf, wobei er gleichzeitig an der Freien Universität Berlin Germanistik studierte. 1964 legte er die Prüfung im Beifach Deutsch ab.

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Weigle begann 1966 als Referendar in Frankfurt-Sachsenhausen an der Freiherr-vom-Stein-Schule. 1968 wurde er Assessor in Bad Homburg vor der Höhe. In den Jahren 1970 bis 1972 unterrichtete er am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel. 1972 wurde er als Kunsterzieher an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen angestellt. Von 1984 bis zu seiner Emeritierung 1999 war er Professor für Karikatur und Bildgeschichte in Deutschland an der Hochschule der Künste Berlin.

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Im April 1964 trat Weigle in die Redaktion der satirischen Monatszeitschrift „Pardon“ ein. Wenig später wurde – zusammen mit Robert Gernhardt und F. K. Waechter – die Pardon-Beilage Welt im Spiegel (WimS), die unabhängige Zeitung für eine sauberere Welt, aus der Taufe gehoben und bis 1975 fortgeführt.

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F. W. Bernstein begründete zusammen mit Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, F. K. Waechter, Chlodwig Poth, Bernd Eilert, Peter Knorr und Hans Traxler die Neue Frankfurter Schule, deren Publikationsorgan ab 1979 das Satiremagazin „Titanic“ wurde.

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Bernstein lebte und arbeitete in Berlin-Steglitz.

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Manfred Deix 1949 – 2016 – Kurznachruf

Juni 27, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6623

vom Montag, 27. Juni 2016

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Manfred Deix wurde am 22. Februar 1949 in St. Pölten, Niederösterreich geboren und ist 67-jährig am 25. Juni 2016 ebenda gestorben.

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Manfred Deix war ein österreichischer Karikaturist, Grafiker und Cartoonist, Maler, Musiker und Schriftsteller.

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Deix nahm seinen Weg vom Land in die Stadt und die Welt über Wien, besuchte die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstaltung u. a. gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Josef Bramer und Bernhard Paul (Circus Roncalli) anschließend schrieb er sich 1968 an der Akademie der Bildenden Künste Wien ein und publizierte im Kreis der Titanic-Zeichner (Neue Frankfurter Schule) Hans Traxler, Chlodwig Poth, F. K. Waechter und Robert Gernhardt.

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Darstellungen Haiders u. a. als Kampfhund, Hannibal Lecter oder Tiger (siehe Der Dicke Deix, Seiten 112, 212, 249) führten zu diversen Klagen Haiders. Ebenfalls augenfällig sind Deix’ Volks-Darstellungen: Zechgelage, (Kinder-) Pornokonsumenten oder sich sexuell betätigende Kleriker wurden zum Thema einer tabulosen Ironisierung. Gleichzeitig praktizierte Deix große Volksnähe, die ihm erlaubte, den von ihm reklamierten „liebevollen Blick auf die Österreicher“ aus einer Haltung der Empathie heraus zu entwickeln und sich selbst als Gegenstand der Ironisierung nicht auszusparen. Selbstporträtierungen und Autobiografisches waren daher nicht weniger ironisch-sarkastisch als andere Arbeiten.

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Zahlreiche Karikaturen Deix’ sind mit von ihm selbst verfassten Texten versehen, welche häufig die Form durchaus eigenständiger Gedichte haben. Analog zur Kontrastierung zwischen feinen Gestaltungsmitteln und explizit Dargestelltem im Grafischen verwendete er im Text einen witzigen, mitunter fast kindlichen Ton, dem in der Wortwahl die explizite Benennung von Sexualpraktiken, Fäkalien und Vulgärausdrücken entgegengestellt werden. Aufgrund seines provozierenden Stils und der – oft auch kirchenkritischen – Inhalte sind die Arbeiten Deix’ durchaus umstritten, werden aber auch gerade wegen dieser Eigenschaften hoch geschätzt.

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Manfred Deix hatte in seinem Lebensertrag einen Professorentitel, einen Blasphemieprozess, zahlreiche permanente Beteiligungen als Prototyp-Lieferant für kulturindustrielle Massenprodukte, Bücher, Filme, Zeitschriften. Seit 1977 veröffentlichte Deix außerdem Zeichnungen (auch Titelblätter) und andere Werke in den Magazinen Titanic, stern, Spiegel, Playboy, profil, News, Extrablatt.

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Durch seine californische Ehefrau entstand Kontakt mit den von ihm sehr geschätzten Beach Boys. Später hat er eine CD mit Songs der Beach Boys im Wiener Dialekt aufgenommen mit der „Deix & die Good Vibrations Band (goldene Schallplatte).

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1988 erlitt Deix – nicht zuletzt aufgrund seines exzessiven Lebenswandels („ich arbeite, zeichne, rauche, saufe“) – einen Lungeninfarkt. Sieben Jahre später folgte ein weiterer, diesmal alkoholbedingter Zusammenbruch, der den Zeichner veranlasste, eine „brave Phase bis heute …“

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Im Herbst 2014 erlitt Deix einen weiteren Lungeninfarkt, dem ein mehrmonatiger Krankenhausaufenthalt folgte, und stellte, als ehemaliger Kettenraucher, seinen Zigarettenkonsum danach auf E-Zigaretten um. September 2015 erlitt Deix einen Herz-Kreislauf-Zusammenbruch.

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Seitens der Kunstkritik war Deix zum Zeitpunkt seines Todes anerkannt, viele seiner Karikaturen sind Klassiker und gelten als stilprägend. In Österreich wurde sogar sein Name als Synonym für einen bestimmten Menschentyp eingebürgert, der in Verhalten und Aussehen an seine Karikaturen erinnert: die „Deixfigur“.

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