Jungmänner im KRIEG und Schnellsprecherinnen im Deutschlandfunk

Oktober 8, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4971

am Mittwoch, 8. Oktober 2014

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Das Neueste, das Schnellste, das Gleichzeitige, das Standardisierte, das Billige, das Jüngste, das Maximum, das Optimum, das Jüngste, das Schnellste-Beste – mit 180 km/h über die Landstraße rasen. Hinten auf einem Toyota-Pickup-Truck.

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Aber sendefähig – im Radio?

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Das schwere Maschinengewehr muss festgehalten werden. Man ist heute im asymmetrischen Landkrieg schneller und beweglicher als die US-Tanks bei „desert storm“.

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Witzig sind auch aufblasbare Gummiattrappen von Toyota-Pickups, die aus der Luft auch von Drohnen schwer zu erkennen sind – während man langsam bewegende Drohnen leicht abschießen kann.

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Ab einem gewissen Alterssport-Alter geht der Mensch lieber zum Alterstennis, zum Hallendbad-Schwimmen, zur orthopädischen Massage – und isst umständehalber Fastfood, aber nicht hastig im Gehen.

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Ab einer persönlichen Ältlichkeit muss der Alte schmunzeln, wenn eine Junge nicht hübsch und für Männer attraktiv sein will. Ab einer gewissen Mütterlichkeit verlieren Frauen den Blick für Männer, die vor jugendlicher Kraft nicht laufen können.

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Kurz: Keiner wundert sich über Devianz und Sonderfälle. Wer ausreichend Geist hat, interessiert sich sogar für das Andere am Andern. Wer geistig ärmer ist, wird im Umgang mit dem Anderen ungeduldig, findet Widerwärtigkeiten lästig und verlangt im Grunde Anpassung, Gleichheit und Affirmation. Die Ökonomie des Alterns verkürzt auch Toleranz und Spieltrieb.

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Spieltrieb? Solange die junge Frau nach Mode und Verzierung, Anmut und Auffälligkeit schielt, hat das Leben die Ausstrahlung der Leichtigkeit und Anmut und der Unsicherheit, dass es nicht funktioniert.

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Den gemeinsamen Tempostil der Jungen entfalten die Jungen, in dem sie sich einfach zusammen treffen – was immer dann den Ton angibt: Schnell geht es. Wer wollte das verurteilen? Wer kann das übersehen?

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Dietmar Moews meint: Ich musste als Junger mit einer kleinen Honda täglich zur Arbeit fahren. Morgens um fünf gings los – ca. um 18 Uhr war ich wieder zu Hause. Tagsüber arbeitete ich auf Großbaustellen – beim U-Bahnbau in Hannover, beim Autobahn-Brückenbau in Langenhagen, am Parkdeck des Neubaus der Medizinischen Hochschule Hannover, wo heute der Hubschrauber landet. Kälterekord, morgens, betrug Minus Fünfzehn. Glätte und Autobusse, die mal eben nach links abbiegen, sieht man als umsichtsvoller Kradfahrer sehr früh. Man weiß auch schon hundert Meter vor einer leichten Kurve, dass die kalte Regenglätte kein Halten ermöglichen wird. dann heißt es nicht „Fußmatte“ (Vogt), sondern Fußraste.

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Ich hatte nie Spaß, wie die meisten meiner Jugendfreunde, ein schweres Motorrad anzuschaffen, zu basteln und zu putzen und im Konvoi zum „Elefantentreffen“ an den Nürburgring zu fahren. Ich fand schon den starken Fahrtwind, der bei 190/h Tempo unablässig an dir reisst und nur die Intelligenz aufs Festhalten konzentriert, als Folter. Ich möchte nicht auf einem ISIS-Toyota-Pickup hocken und den Hals verdrehen, um durch das Mittelfenster zu linsen.

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Die Jungen wissen es oft nicht so ganz genau, was sie tun wollen können und orientieren sich an ihrer Gruppe. So landet man bei Che Guevara, bei Hape Kerkeling von der CDU oder beim EffZee Köln auf der Stehtribüne.

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Wieso die Älteren nicht (wie die Blöden) auf die Jungen einwirken? – Aus Müdigkeit, aus Gleichgültigkeit, aus Kraftlosigkeit erlauben die hervorragenden Spitzenkräfte beim Deutschlandfunk in Köln, dass junge Redakteure zu Moderatoren werden und auf Sendung dürfen, indem sie einfach schnell machen – schnell quasseln, ohne Selbstkontrolle, ohne das professionelle Können eines Rundfunk-Sprechers.

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Aktuell – Oktober 2014 – leidet das Deutschlandfunkprogramm an nichtsendefähigen Schnellsprecherinnen und  -sprechern. Ich nenne stellvertretend Sylvia Engels am 8. Oktober 2014, mittags.

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In letzter Zeit nehmen die Schnell- und Undeutlichsprecherinnen zu. Wenn solche Jungweiblichkeiten anschließend ihren Namen ansagen, kann man den Namen oft nicht verstehen – Hauptsache O-Töne:

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Der Live-Interviewer passt sich in Undeutlichkeit und Geschwindigkeit an die rundfunkamateuristischen O-Töne-Meinungsäußerer an:

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Spitze war heute Mittag Sylvia Engels, der es offensichtlich an Schulung und Selbstkontrolle gebricht. Sie hatte einen türkischen Wissenschaftler in Istanbul am Telefon: Man hörte sehr gut die 2000 Kilometer Äther, Echo, und die stolzen Deutschfähigkeiten des Türken, der sein Stakkato Wort für Wort mit Echtdeutschen Ähs, Ä, Äääh, Ä’s durchsetzte – und die Redaktion, deren Gesprächsführung keinen Sinn ergab, bzw, die Frau Engels anscheinend auch nicht verstand, was der Türke sagen wollte, ihre jeweiligen sinnfreien Anschlussfragen minutenlang fortsetzte, ohne irgend eine Übersetzung für die Hörer des Deutschlandfunks am Mittag, ohne Zwischenfazit und auch ohne zusammenfassende Sinngebung (hintendran gequetscht noch ganz schnell der Sport – Hörsport vermutlich):

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BUNSEPIEK DEUSCHAND – Deutsch für Besserwisser (Eike Christian Hirsch)

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Das Phänomen einer O-Ton-Blödheit des Dlf, von der der Hörer nicht mal erkennen konnte, ob zwar gut gedacht und absurd schlecht gemacht. Oder, ob nur die Geschwindigkeit der Nachsicht begehrenden Jugendgeschwindigkeit hier das Niveau des schlechtesten Kommerz-Lokalradios übertraf.

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Absage im DLF, mittags am 8. Oktober 2014: Frau Engels habe noch einige Fragen aber die Leitung sei schlecht: Pick up Pack.

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P. S. Anschließend kamen jüngere Kräfte zur „Wirtschaft am Mittag“ zum Zuge – interessant die Einladung zum Nachlesen und Nachhören auf deutschlandfunk.de – ja, Scheiße. Hören Sie sich bitte ihren Sprachsumpf selbst an und nehmen Sie bitte Sprechunterricht oder verschwinden Sie aus meinem Sender.

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