The Beatles : eight days a week – The touring years bei arte-Mediathek

Oktober 7, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8564

am Montag, 8. Oktober 2018

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„She Loves You“ – Anfield Road Stadium Liverpool: Zehntausende singen

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Ich lach mich immer tot, wenn ich die Originalaufnahmen der NME-Preiskonzerte – natürlich in Mono-Ton und Schwarz-Weiß-Film – ansehen kann, wo dann (1963, 1964, 1965) der Glatzkopf-Anzugträger vor lärmenden Teenagern ausrufend ankündigt:

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„The world leading vocal group! – T H E    B E A T L E S !“

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Liebe Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT, mein Kurzbericht zu der neuen DOKU, aus Zusammenschnitten der Beatles Life-Jahre 1960 – 1966 + Roof Top 1969, soll einfach nur dazu auffordern, diese 88 Minuten BEATLES über die ARTE-MEDIATHEK (online) selbst mehrmals anzuschauen.

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The Beatles waren das Musikereignis, stellvertretend für einen Kommunikationssprung in die Echtzeit und weltweite Kulturindustrie, dem qualitativen Endpunkt des HÖHER SCHNELLER WEITER der MODERNE.

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Nach den Beatles kam das retardierende Moment der Postmoderne und das Durcheinander der Gleichzeitigkeit.

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EIGHT DAYS A WEEK:

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106 Min.

Verfügbar von 05/10/2018 bis 11/10/2018

Live verfügbar: ja

Nächste Ausstrahlung am Samstag, 20. Oktober um 05:35

Ron Howards Dokumentarfilm schildert die Zeit von 1962 bis 1966, als die Beatles unaufhörlich durch die Welt tourten. Die Beatles leisteten Schwerstarbeit: Hunderte Konzerte in unterschiedlichen Ländern auf fünf Erdteilen, zwei Filme, 120 Songs, von denen zwölf die Verkaufszahlen in Großbritannien sprengten – die eindrucksvolle Bilanz von mehr als tausend Hard Day’s Nights.

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Jeder kennt die Beatles, doch nicht immer ihre Geschichte. Oscar-Preisträger Ron Howard – Regisseur von Filmen wie „A Beautiful Mind“ und dem Formel-1-Drama „Rush – Alles für den Sieg“ – wirft einen Blick auf die frühen Jahre der Band, als das Leben der vier Jungs aus Liverpool noch einfach war, denn sie wollten nur eines: auf der Bühne stehen und spielen. Er begleitet sie auf ihren bewegten Tourneen vor Erscheinen des Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“. Ein Jahr später hatte die Band das Swinging London erobert. Seltene Archivaufnahmen schildern die Zeit von 1962 bis 1966, als die Beatles unaufhörlich durch die Welt tourten. Hunderte Auftritte, Zehntausende Fans und viele Stunden Livemusik bahnten ihr den Weg zur Legende. Auf diesen Konzertreisen kamen sich die Jungs näher, sie loteten ihren künstlerischen Anspruch aus und fanden sich selbst. Viele Titel, mit denen die Gruppe Musikgeschichte schrieb, entstanden unterwegs. Ron Howards Dokumentarfilm ist der erste, den die Band seit ihrer Auflösung 1970 autorisierte. Livemitschnitte und unveröffentlichte Archivaufnahmen aus den Jahren zwischen dem Debüt im Liverpooler Cavern Club und dem Abschiedskonzert im „Candlestick Park“-Stadion zeigen die Beatles, wie sie bisher selten zu sehen waren. Sie dokumentieren ihren unverkennbaren Sound und ihre Entwicklung. Interviews mit Paul McCartney und Ringo Starr sowie zahlreichen Mitarbeitern und Beatles-Kennern beleuchten die Zeit aus heutiger Sicht.

 

Regie : Ron Howard

Land : USA

Jahr : 2016

Herkunft : ARTE F

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Dietmar Moews meint: Der den als Doku-Titel benutzte Song „Eight Days A Week“ gehört noch zu den konventionellen Kombo-Songs, die quasi Live im Studio eingespielt werden konnten und entsprechend sich eignen auch im Konzert gespielt zu werden. Das Stück Eight Days a Week, kam als Single-Schallplatte A-Seite heraus, auf dem deutschen Parlophone-Lable ODEON mit „No Reply“ als zweite A-Seite.

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Nachdem die Beatles ihre Set-Lists im Jahr 1966 bereits nicht mehr ausbauten. „Paperback Writer“ war einer der letzten Songs, die noch hinzukamen – dann, zuletzt, „Get Back“ und „Dont Let Me Down“, I’ve Got a Feeling“ auf dem Roof Top, entstand Eight Days A Week.

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Bereits die LPs-Liste von 1966, der LP „REVOLVER“ enthielt nicht live spielbare Stücke („Tomorrow never Knows“) sowie die weiteren „Sergeant Peppers Lonely Hearts Club Band“ – oder anders gesagt, neue Songs und neue Kompositionen waren Studioexperimente. Nebenbei nahmen die Beatles noch sehr alte und frühe Stücke als Combo auf und brachten solche auf den letzten LPs, wie auf dem „White Album“, auf „Let It Be“ und „Abbey Road“, wo Studio-Experimente wie „Revolution No. 9“, Soloproduktionen wie „Blackbird“ oder „Why don’t we Do It in The Road (Paul McCartney), „While my Guitar Gently Weeps“ (George Harrison) und altes Songmaterial aus Vor-Beatlesmania zusammengemischt wurden („One after 909“, „I Me Mine“).

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Ringo Starr, der emphatische Drumset-Beatle – wirklich genial. Und man hat ihn um seine Credits in so fern gebracht, dass seine Percussions-Arbeit ganz eigen von Ringo ausgelegt und  „komponiert“ wurde, also eigene Leistungsschutz-Rechte generiert hat. Man stelle sich die Breaks, Taktwechsel und Triolen bei den ersten Durchbruch-Hits vor – „She Loves You“, “ I Want to Hold Your Hand“, „Ticket To Ride“ usw. von Mick Avory oder Charly Watts oder Bobby Elliot vor – allesamt hervorragende Trommler, das wäre nicht gelungen. Die Tantiemen erhielten und nahmen Lennon & McCartney.

RINGO = underrated.

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Dietmar Moews meint: Meine gesamte innere Musikwelt wurde durch wenige äußerliche Kräfte gestimmt, neben der häuslichen Gesangsfreudigkeit, von Schallplatten: GLENN MILLER STORY, LOUIS ARMSTRONG and his ALLSTARS, THE BEATLES / THE ROLLING STONES. Mein ganzer weiter Zugang zur sogenannten ernsten Musik, ob frühe alte Musik, ob Barockmeister und Bach und Händel, ob Beethoven, Schubert, Tschaikowskij, Berlioz, Rachmaninow, sowie von deutschen Volksliedern, den Kirchenliedern aus dem evangelischen Gesangsbuch, den Pfadfinderliedern, später auch Schostakowitsch oder Wilhelm Furtwängler und Lennie Bernstein – meine perkussive und melodiöse Sonorität lässt sich aus der Beatles-Perspektive verstehen. Dabei spielt mit und neben der Musik die damalige Jugendzeit, erster Luxusfreiheiten und genialer großzügiger Eltern, die 68-ger Rolling Stones-Bewegung, die vielen süßen Mädchen, die vordergründige Hauptrolle, keineswegs die deutschen Talare der Universitäts-Streiks und 68er-Nazi-Themen.

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Die aktuelle Doku aus Frankreich bei arte, Eight Days A Week, gehört aktuell zu meinem täglichen Nachtprogramm – es wird noch etwa ein Jahr lang in der arte-Mediathek bereitgestellt.

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Viel Spaß:

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The world leading vocal group – The Beatles. (Beatlesgesang ging nach Don + Phil Everly und der Strat-Stromgitarre von Buddy Holly)

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Sie traten bis zum letzten Konzert stets in einheitlichen Anzügen bzw. Kombinationen mit diesen schwarzen Revers-Spiegeln auf, mit Kravatten und den Beatlesstiefeln. Nach jedem Stück verbeugten sie sich – auch Ringo am Schlagzeug. Verbeugen war Höflichkeit. Einzig 1969, beim Roof Top, trugen sie individuelle Regenklamotten.

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Wer die Sangeskunst der Liverpooler Fußballfans erlebt, muss darin britische Musikfreude und Sozio-Kultur erkennen, die ihren Rand bei alkoholisierten Hooligans haben. Aber es ist nicht mit dem in Deutschland weltberühmten „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ – frei nach Lennon/McCartneys „Yellow Submarine“ – getan, wenn man erstaunt merkt, dass die Deutschen mit den Nazis ihre Lieder nicht mehr singen:

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„Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm

der Regen durchrauschte die Straßen …

des Urhorns blasen.“

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Dieses Urhorn klingt in „She Loves You“ wie im Anfield-Dauerbrenner „You’ll Never Walk Alone“ – es geht

durch Mark und Bein ins Herz hinein. Diese Füße können nicht fremd gehen.

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FINE E COMPATTO

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Chuck Berry 1926 – 2017 Kurznachruf

März 18, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7212

von Sonnabend, 18. März 2017

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Chuck Berry wird tot gemeldet.

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Er wurde am Samstag leblos in seinem Haus gefunden.

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Chuck Berry war ein Mann der Wahrheit in der Kulturindustrie, der allen Rock- und Bluesmusikern ein lebender Beweis für Qualität in der Kunst ist.

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Das bleibt.

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Chuck Berry, geboren als Charles Edward Anderson Berry, am 18. Oktober 1926 in St. Louis, Missouri, ist jetzt 90-jährig als Charles Edward Anderson Berry Sr. Am 18. März 2017 in Saint Charles, Missouri gestorben.

 

Chuck Berry war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist, Komponist und Autor außergewöhnlich sensibler und origineller Song-Lyrics.

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„Memphis“ (1959; bekannt als „Memphis Tennessee“)

Long distance information, give me Memphis Tennessee
Help me find the party trying to get in touch with me
She could not leave her number, but I know who placed the call
‚Cause my uncle took the message and he wrote it on the wall

Help me, information, get in touch with my Marie
She’s the only one who’d phone me here from Memphis Tennessee
Her home is on the south side, high up on a ridge
Just a half a mile from the Mississippi Bridge

Help me, information, more than that I cannot add
Only that I miss her and all the fun we had
But we were pulled apart because her mom did not agree
And tore apart our happy home in Memphis Tennessee

Last time I saw Marie she’s waving me good-bye
With hurry home drops on her cheek that trickled from her eye
Marie is only six years old, information please
Try to put me through to her in Memphis Tennessee

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Der englische Text handelt von einem jungen Mann, der bei der Gesprächsvermittlung versucht, die Telefonnummer eines Mädchens herauszufinden. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen um die sechsjährige Tochter des Sängers handelt.

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Das Lied wurde oft gecovert, so von Elvis Presley, The Animals, Paul Anka, Count Basie, The Beatles, The Dave Clark Five, Bo Diddley, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison und vielen anderen. Die deutsche Version von Bernd Spier war ein Nummer-eins-Hit in Deutschland und hielt sich sieben Wochen in den Charts. Die Tantiemen und Folgerechte weltweit werden nun noch teils zwanzig, teils 70 Jahre an Chuck Berrys Rechtsnachfolger zu zahlen sein: Billions of Dollars.

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Durch seine bürgerliche Herkunft mit Literatur, Theater und Bibel vertraut, machte er durch hintergründige und sprachverliebte Lyrik anspruchsvollere Texte für den Pop salonfähig und inspirierte maßgeblich die Frühwerke von Bob Dylan, Mick Jagger und John Lennon.

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Chuck Berry war der größte in seiner Art und einer der einflussreichsten des Rock ‚n Roll, neben Elvis, Bill Haley, Little Richard, Buddy Holly, Fats Domino und den Vorvätern bis Robert Johnson und Leadbelly.

 

Berry wurde 1985 in die Blues Hall of Fame aufgenommen und war 1986 das erste Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame, Berrys Vorbilder waren Nat King Cole, Louis Jordan und Muddy Waters,

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Chuck Berry gilt als wichtiger Impulsgeber für die Entstehung der Beatmusik in der spezifischen Gitarren-Kombo-Ausprägung. Berry hatte beneidenswert große Hände, seine Barré-Licks auch in den tiefen Lagen locker greifen zu können.

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 Während einer mit Füßen Klavier spielte, ein anderer mit der Hüfte wackelte, Chuck Berry zu seinem Duckwalk kam und glaubte, solche Schaueffekte seien für den Erfolg einer Rockmusik-Performance vom Publikum verlangt – so sind die Weltsongs von Maybellene und des legendären Johnny B. Goode geradezu musikalische Weltschlüssel.

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Chuck Berry, der sich musikalisch stets treu geblieben ist, steht in einer Reihe mit Stars wie Little Richard und Fats Domino. Seine Riffs prägen nach wie vor den Rock ’n’ Roll. Viele seiner Hits wurden von Rockgrößen wie den Beatles, den Beach Boys, den Rolling Stones, Jimi Hendrix, Elvis Presley, Buddy Holly, Electric Light Orchestra und vielen anderen nachgespielt. Die Beatles äußerten einmal, dass sie ohne Berry niemals angefangen hätten, Musik zu machen. Die Rolling Stones starteten ihre Karriere mit Chuck-Berry-Songs, und Keith Richards bezeichnete sich wiederholt als seinen größten Fan. Musiker wie Simon and Garfunkel, Eric Clapton, Bruce Springsteen, AC/DC, Motorhead und Status Quo beendeten 40 Jahre lang ihre Konzerte mit Bye Bye Johnny. Sie spielten auch andere Berry-Kompositionen wie Rock and Roll Music, Carol oder Roll over Beethoven. Großen Einfluss hatten auch die Texte, die er zu seinen Liedern schrieb.

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Die Tantiemen und Folgerechte weltweit werden nun noch teils zwanzig, teils 70 Jahre an Chuck Berrys Rechtsnachfolger zu zahlen sein: Billions of Dollars.

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Chuck Berry spielte in den 1950er Jahren bis Anfang der 60er Jahre eine Gibson ES-350T, danach hauptsächlich Varianten, hauptsächlich eine Gibson ES-335 in Rot sowie in Braun.

 

St. Charles County police responded to a medical emergency on Buckner Road at approximately 12:40 p.m. today (Saturday, March 18). Inside the home, first responders observed an unresponsive man and immediately administered lifesaving techniques. Unfortunately, the 90-year-old man could not be revived and was pronounced deceased at 1:26 p.m.

The St. Charles County Police Department sadly confirms the death of Charles Edward Anderson Berry Sr., better known as legendary musician Chuck Berry.

The family requests privacy during this time of bereavement.

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Pete Townshend 70

Mai 20, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5598

vom Mittwoch, 20. Mai 2015

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Pete Townshend, britischer Beatmusiker, Gründer, Gitarrist, Sänger, Komponist und Initiator der großen Jahrhundert-Band THE WHO, geboren 19. Mai 1945 in Chiswick London, lebt und arbeitet in Südwest-London bzw. Richmond, wurde 70 Jahre alt.

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THE WHO zählen zu den ganz großen vier britischen Beatbands, neben The Beatles aus Liverpool, The Rolling Stones aus Dartford / Südwest London, THE KINKS aus North of London Muswell Hill.

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Diese Vier machten exemplarisch Alles selbst und drangen durch ihre einzigartige Publikumsresonanz in die Top Ten der musikindustriellen Schlagerfaktur ein, wodurch sich in der gesamten Branche Alles veränderte. Andere hatten auch erheblichen Erfolg und waren teils ebenso berühmt. Aber das Beatband-Projekt wuchs nach autodidaktischen eigenen künstlerischen Impulsen, nicht nach dem Markt. Sie suchten von Schritt zu Schritt eine neue Performance voranzutreiben, die sich jedesmal gegenseitig überbot, also ständig weiterveränderte. Dabei wurde sehr oft die große Zahl des kommerziellen Publikums enttäuscht. Andere ebenso kreative Startups hatten nicht diese riesigen Verkaufserfolge oder wurden derart vom Management ausgebeutet (THE ANIMALS wurden vom eigenen Organist Alan Price ausgebeutet; THE HOLLIES wurden von den Hauskomponisten mit teils unauthentischen Texten versorgt; THE PRETTY THINGS waren zu unkommerziell, THE DAVE CLARK FIVE war zu doof u. v. a. m.)

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Die großen vier Musikkombos erzielten den Klangwechsel in der populären Unterhaltungs- und Tanzmusik durch eigene Songs und eigene Lyriks mit immer grenzüberschreitenden poetischen Themen und Aussagen, elektrisch-verstärkte Lautstärke, mehrstimmigen Brüll-Gesang und Big-Band-Schlagzeug sowie ständigen Klangexperimenten.

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Pete Townshend, wie fast alle später bekannt gewordenen Typen dieser minderjährigen Band-Start-Ups, studierte in London Kunst, Art School, Fine-Arts, also in den Großstädten, Liverpool, Manchester, Birmingham, meist London.

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Play as loud as you can – lautete die Spielanweisung.

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Man orientierte sich an Skiffle und Dixieland, in London gaben Jazz-Clubs den Ton an, aber der große Einfluss lag in der Begeisterung für die schwarze US-Bluesmusik:

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Big Bill Broonzie, Robert Johnson, daraus folgten James Brown, Chuck Berry, Little Richard, es spielten die weißen Landmusiker wie Bill Haley, Buddy Holly, Elvis Presley eine große Einflussrolle, die aber von den jungen Briten selbst durchgefiltert – dann von den Beatles und den Rolling Stones, die bereits 1962/1963 in London auffielen. Selbstnachahmung im Dauerlauf von Tag zu Tag.

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Pete Townshend spielte elektrische und akustische Fender und Gibson Gitarren. Es gibt zunächst auch Showeffekte mit der berühmten Rickenbacker. Aber die Solidbody-Strat und Gibson SG über Marshallwand wurden sein Erkennungsmerkmal.

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Alle Namen, die inzwischen Legion sind, holten sich bei den Beatles und den Rolling Stones den Antrieb und den Mut, frei und aggressiver und lauter als Alles aufzutreten.

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Pete Townshend berichtet, wie er als 15-Jähriger in Richmond und in Hammersmith Odeon den ersten Auftritt der ganz neuen Rolling Stones miterlebte, Jimmy Page erzählt das selbe: Eine noch nie erlebte Dynamik und enthemmte Jugendusstrahlung.

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Dieser Hype reichte bei den Beatles bis 1966 – 1969, dann endeten sie ihre Studiogemeinschaft. Bei den Stones gab es die große Steuerflucht – man kann sagen: Not, machte erfinderisch, so dass die 1969, nach Südfrankreich emigriert, ganz neu anfangen mussten. THE KINKS erhielten infolge von schlechtem Management und Geschäftsintrigen während einer US-Tournee Auftrittsverbot und wurden nicht mehr gesendet. Die KINKS spielten fortan außerhalb der USA und Ray Davies widmete sich dem Lokalkolorid Londons, Waterloo Sunset und The last powered Steam von YOU REALLY GOT ME. Und THE WHO spielten eine ganz eigenartige Bigband-Musik mit der Combo. Keith Moon spielte am Schlagzeug Melodie, Bassist Entwistle spielte Orchester und Solobass. Pete Townshend spielte elektrische Schlaggitarre und alle vier sangen – Hauptvocals Roger Daltrey, der Sänger.

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So entstanden nach der ersten Konzeptalben Beach Boys „Pet sounds“ und Beatles „Seargent Pepper“, die erste Rock-Oper THE PRETTY THINGS „S. F. Sorrow“, THE KINKS „ARTHUR“, die Rockoper“, mehr Musical und Programmmusik THE WHO  „A quick one“, aber dann auch als Spielfilm: THE WHO mit „Tommy“ von Pete Townshend (1968), dann SMALL FACES Odgens Nut Gun, sowie das Musical THE WHO „QUADROPHENIA“, auch als Film mit David Bowie.

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Nur Pete Townshend und THE WHO brachten ihre „Opern“ selbst live auf die Tournee-Konzertbühnen – eine herausragende musikantische Leistung. In den 1970er Jahren brach die Beatlesmania als ein historischer Moment ab, bzw. läppert aus in eine riesige kommerzielle Musikindustrie, die alle kommenden Independent Lables aufsogen. Schließlich verschwanden die Impulsgeber und wurden als LAS VEGAS Special Guests nunmehr als „Rosinen“ verpulvert.

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Seit dem frühen Tod von Drummer Keith Moon, im Jahr 1978, der völlig übergedreht war, erschienen noch weiter neue Studioplatten von Pete Townshend und er komponiert und spielt bis heute immer weiter eigene neue Musik ein.

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Vor etwa zehn Jahren starb John Entwistle, der irre Solo-Bassspieler, Sänger und Komponist von THE WHO. Seitdem stellen Pete Townshend und Roger Daltrey zu besonderen Events THE WHO auf die Bühne, die dann eine Art Schattenband spielen und noch viel Freude machen (Simon Phillipps als Drummer oder Zak Starkey).

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Pete Townshend ist inzwischen häufiger Gast in US-Fernseh-Talkshows. So dass man bei Letterman auf Youtube hören und sehen kann, dass Pete Townshend wohl zu den herausragend begabtesten und intelligentesten aus dieser gesamten Beatmusik-Szenerie ist. Andere sind sehr clever, sehr geschäftstüchtig, sehr musikalisch – Pete Townshend ist ein großartiger Denker, Komponist und Dichter: „Hope I die before I get old“ – das ist wohl nicht zu überbieten – „Things they do look awfull cold“. So sang Pete Townshend über sich mit 19 Jahren als „MY GENERATION“.

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Das Gitarrenspiel der Stücke von Pete Townshend ist meist so ausgetüftelt, dass weder er noch jemand anderes es ohne weiteres nachspielen kann. In den Bühnenfassungen kennt man stundenlange Townshendpassagen mit schlechtgestimmten Gitarren – die er oft publikumswirksam auf der Bühne zerkloppte.

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Auch Pete Townshend – jetzt mit siebzig – ist ein Spiegel für diese Beatmusik-Kohorte auf der ganzen Welt, wie schwerhörig darf man sein, wie unpolitisch, wie glücklich, wie besoffen – das kann der Alles erzählen.

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