SIEMENS dreht sich mal wieder im Grabe

September 22, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4916

am Montag, 22. September 2014

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Werner von Siemens

Werner von Siemens – Zeichnung von DIETMAR MOEWS

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Der große deutsche, in München sitzende Weltkonzern SIEMENS hat mit einer Investition von 6 Milliarden Euro für einen US-Amerikanischen Energie-Technik-Konzern, das eigene Geschäftsfeld geändert. Denn gleichzeitig hat SIEMENS einen klassischen Siemenszweig, Elektrogeräte, für 3 Milliarden EURO verkauft bzw. solches angekündigt.

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Siemens legt 7,6 Milliarden Dollar (im Us-amerikanisch muss es 7,6 Billions heißen) auf den Tisch und übernimmt das US-Unternehmen Dresser Rand. Gleichzeitig verkaufen die Münchner ihren Anteil an der gemeinsamen Hausgerätesparte an Bosch für drei Milliarden Euro.

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Es gibt also mächtig Bewegung im Siemens-Portfolio. Der Einstiegspreis von 6 Milliarden ist hoch, weil das Interesse des Schweizer Konkurrenten Sulzer mit Ex-Siemens-Chef Peter Löscher an der Spitze an Dresser Rand bekannt geworden war. Zuletzt hieß es sogar, dass auch Siemens-Erzrivale General Electric an Dresser Rand interessiert sei.

Denn über eines sind sich Analysten und Branchenbeobachter einig: ein Zukauf des amerikanischen Öl-und Gastechnik-Spezialisten ist eine perfekte Ehe. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte Dresser Rand bereits zuvor als eine attraktive Adresse rausgeguckt. Damit ist die kurze, aber heftige Bieterschlacht um Dresser Rand zu Ende.

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Jetzt werden 83 Dollar je Aktie oder 7,6 Milliarden Dollar geboten (rund 5,8 Milliarden Euro). Wie in der Nacht bekannt wurde, unterstützt der Verwaltungsrat der Amerikaner den Deal und empfiehlt den Aktionären, das Angebot anzunehmen. Siemens rechnet damit, dass die Übernahme bis zum Sommer 2015 abgeschlossen ist. Die ARD.de berichtet heute, 22. September 2014: Milliardenverkauf an Bosch: Gleichzeitig mit dem Zukauf in Amerika zieht sich Siemens aus einem Bereich zurück, der vor allem beim heimischen Verbraucher für fast ein halbes Jahrhundert zum Markenzeichen geworden war. Der 50-prozentige Anteile an der zusammen mit Bosch gegründeten Hausgerätetochter BSH geht für drei Milliarden Euro komplett an Bosch.

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Dietmar Moews meint: Der Siemensgründer Werner von Siemens war ein genialer Deutscher: eine Revolution der Geschichte und Motor der weltweiten Elektrifizierung. Ganz nebenbei entstand so ein unglaublicher SIEMENS-Konzern – Weltmarkt-Konkurrent zu General Electric (GE), dem us-amerikanischen Edisonkonzern.

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Die Entwicklungen gehen weiter. Das Personal muss fortlaufend erneuert und verbessert werden.

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Inzwischen wurde also Siemens eine internationale Großverwaltung ohne noch geistige Führungsrolle der Technikindustrie, wandelte sich zur DDR-Treuhand-Immobilien- und Grundstückehandlung, musste GE auf den deutschen Markt lassen, Siemens nunmehr mehr Bank statt Industrieunternehmen. IT- und Computer hat Siemens AG sehr bald vollkommen aufgegeben. Jetzt hat Siemens also die elektrischen Haushaltsgeräte verkauft. Und mit Dresser Rand ein marktrelevantes wichtiges Feld der Energiewirtschaft eingekauft.

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Ich bezweifele, dass dieser Kauf klug ist. Das Geschäftsfeld für Umweltvernichtung durch Bodenschätze-Raubbau passt nicht zum grünen Siemens-Etikettier-Image.

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FRACKING wird als Wachstumsbrache eingeschätzt. Doch niemand schaut die Schäden an, wie die USA flächenmäßig zerstört werden: der Erdboden, auf dem gerne Menschen leben möchten, wird irreversibel zur Giftküche gemacht. Das kann in Deutschland nicht geschehen.

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Die Kostenseite des Fracking, auch in den USA, ist ungünstig im Vergleich zur sonstigen Öl- und Gasförderungs-Konkurrenz. Saudi-Arabien drosselt nicht die Ölpumpen und bietet billiger an.

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Dafür ist Siemens inzwischen nicht ausreichend deutschnational angebunden, um Fracking gegen die Deutschen in Deutschland durchsetzen zu können. Zwar ist der Siemens-Hauptsitz noch in München, jedoch gehört der Weltkonzern unübersichtlichen Anteilseignern (ISIS lässt grüßen).

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Ein derart intransparentes Kapital-Casino wie Siemens kann nicht mit deutschnationalen Vorteilen kommen.

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FRACKING in Deutschland? Wo denn? – seitlich anbohren? Werner von Siemens hätte seine Marktgängigkeit weniger vom Casinowesen als von technischen Abschätzungen gesucht.

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