CHINA-Börse: Blase platzt

Juli 9, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5724

vom Donnerstag, 9. Juli 2015

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Heute, Donnerstag, 9. Juli 2015, haben sich die Weltwirtschaftsnachrichten auf die Panikeinbrüche an der chinesischen Börse eingelassen.

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Nachdem die Kurse bis zu 30 Prozent Preisabstürze verzeichnen, zeigen auch andere wichtige Börsen in den USA und auch beim deutschen Dax konkrete Reflexe der Verunsicherung.

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Es ist aber Zweierlei zu Unterscheiden:

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EINS Es handelt sich in der Regel um die Marktpreise von Beteiligungs-Wertpapieren von börsennotierten Aktien-Gesellschaften, die das Kapitalwesen von realwirtschaftlichen Unternehmen betreffen.

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Kurs- bzw. Preisschwankungen haben immer realwirtschaftlichen Bezug, nämlich zur Lage, ob ein Unternehmen eine erfolgreiche Marktlage hat, also gute Erträge, guten Absatz, gute Konkurrenzsituation, Finanzhintergrund, Soziallage, Innovation, Image und Kommunikation, Wirtschaftspolitik usw.

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Wenn die realwirtschaftliche Entwicklung ungünstig ist, werden Anleger aufmerksam und es kann zu Verkäufen kommen, also Anteilscheine werden zum Kauf angeboten, und wenn keine Nachfrage da ist, sinkt die Bewertung der Aktie ab.

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ZWEI Vorrangig spielt bei den transnationalen Aktiengesellschaften aber der Spekulationsmarkt eine Hauptrolle. Indem große Aktienpakete durch stimulative Börsenmachenschaften verschoben werden – seien es künstliche Nachfrager, die zu steigenden Preisen einsteigen, seien es große Pakete mit schwindenden Preisen zum Verkauf, wird eine Kursbewegung ausgelöst. Darauf reagieren nichteingeweihte Spekulanten mit Kauf- und Verkaufentscheidungen – das Spiel beginnt.

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Eine andere Praxis der Aktienmanipulation sind sogenannte Übernahmeinteressen oder Ausschlachtung eines Konzerns durch Zerstückelungsverkäufe der Unternehmenszweige bzw. bereits Heuschrecken-Gerüchte können den Kurs in Bewegung bringen.

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Immer arbeiten große Banken mit großen Anteilspaketen einer Aktiengesellschaft mit preisbestimmender Wirkung. Immer müssen kleine Anleger aufpassen und das eigene Risiko eventuell durch Stillhalten (und Kursverfall hinnehmen) oder durch Verkauf der eigenen Anteile Verlustrisiken zu kontrollieren versuchen. Immer sind die Kleinen im Nachteil, weil sie meist nicht die Hintergrundabsprachen kennen, die die Großaktionäre schrittweise durchführen. Dabei sind Internet-Buchungen und Echtzeit-Zielgeschäfte nur noch auszubalancieren, wenn man frühzeitige verlässliche Insider-Infos erhält (Uli Hoeness als Schattenmann).

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Dabei geht es immer um real gezahltes Kaufgeld zu einem Tageskurs und dann im weiteren Bewertungsverlauf der Aktie um die Möglichkeit, Gewinne durch Verkauf im richtigen Moment mitzunehmen. Den Großaktionärs-Pools geht es dabei immer darum, durch Auf- und Abwertungsspiele, die Kleinanleger, die aus Risikoangst auf große kommende Werteinbußen mit geringeren Werteinbußen ihre Anteile schnell verkaufen. Und genau diese Verluste der Kleinen nehmen dann die Großen mit: Das ist die Spekulation.

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Ferner können große Aktienhalter über die Unternehmensführung die regelmäßigen Quartals- bzw. Jahresergebnisse „designen“ – mal stehen da gute Ergebnisse und Gewinnausschüttungen an die Aktionäre. Mal werden zusätzliche Aktien angeboten – was natürlich den Preis der einzelnen Aktie mindert. Mal werden Gewinne minimiert, weil Kosten erhöht oder Investitionen oder Unternehmenszukäufe oder andere unternehmerische Kampagnen durchgesetzt werden. Mal wird die Jahresausschüttung erhöht – immer bestimmen die Starken.

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Auch auf solche unternehmerischen Entscheidungen haben Hauptversammlungsabstimmungen und besonders Kleinanleger keinen entscheidenden Einfluss. Meist haben sie nicht mal Hintergrundinformationen, was hinter bestimmten Entscheidungen für Ziele stehen. Oft werden unternehmerische Ziele vorgetäuscht und lediglich Gewinnmitnahmen großer Aktienpools werden erzeugt.

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Immer sind es „Insidergeschäfte“ der Aktionäre eines Unternehmens. Gewinne, die einerseits durch verbilligte Aktien erhofft werden, sind konkrete Verluste derjenigen Aktionäre, die aus Verlusten und weiterer Verlustangst verkaufen.

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So gesehen ist ein Kurssturz in China zunächst nur für die Aktien-Eigentümer und für das Börsengeschäft bedeutend – die Börse und die Händler verdienen bei jedem Buchungsgang, egal ob die Aktionäre selbst Gewinne oder Verluste abkriegen.Möglich dass Gewinnmitnahmen noch mit Zusatz-Provisionen für die Börsenhändler belastet sind.

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Die sonstige Realwirtschaft hat mit dem Geschäftserfolg der Börse direkt gar nichts zu tun. Stürzt die chinesische Börse ab, kann das der sonstigen chinesischen Wirtschaft zunächst völlig egal sein.

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Dietmar Moews meint: Die chinesische Börsenpanik hat mit 30 Prozent Preissturz eine greifbare internationale Dimension und Wirkung:

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EINS Man muss dabei wissen, dass die Kurse der chinesischen Börse im Verlauf des vergangenen Jahres um 30 Prozent gestiegen waren. Diese Wertsteigerung folgte aber nicht aus ökonomischer Leistungskraftsteigerung, sondern hauptsächlich aus der Notenbank-Inflation der chinesischen Notenbank „LUFTGELD zu drucken“. Die Chinesen machen, was die USA-FED-Bank mit der US-Dollar-Schwemme macht und was auch die EZB mit dem Luftgeld-Euro macht – sie drucken einfach Geld, das sie in den Finanzmarkt als Zahlungsmittel einfüllen, ohne dass dahinter eine volkswirtschaftliche Leistung oder Realwachstum steht:

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Ohne Leistungswachstum wird Geld gedruckt, das nicht gedeckt ist. In der Folge ist die gesamte kurante Währung inflationär, d. h. das Geld sinkt im Wert am Weltfinanzmarkt. Gleichzeitig bilden sich Blasen aus diesem Luftgeld, die in Form von Preissteigerungen von Realien bestehen.

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Beispielsweise werden mit dem Inflationsgeld zu steigenden Preisen Immobilien gekauft, oder Unternehmensanteile, die man gar nicht gebrauchen kann. Durch diese Inflationsgeld-Nachfragesteigerung werden Kaufrealien knapp. Gebäudepreise steigen, ohne das höherer Mieterlös einkommen kann, bzw. wo Wohnraum knapp ist, inflationieren sich die Miethöhen und Lebenskosten – bis der Markt die Blasenpreise nicht mehr „refinanzieren“ lässt: dann platzt eine Blase durch Pleiten und Zahlungsunfähigkeiten. Und ein Dominoeffekt beginnt, mit der Folge, dass alle am Kredit- und Risikoroulette Beteiligten Zahlungsausfälle erleiden und ebenfalls Verluste schreiben oder Pleite gehen.

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PANIKVERKÄUFE heißt also das Zauberwort, das momentan die Wertverluste der chinesischen Börse charakterisiert.

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Wenn die Börsenpanik als realwirtschaftliche Marktaspekte Wirkung zeigt, beispielsweise wenn chinesische Konsumenten weniger deutsche Autos kaufen, zeitigen natürlich die deutschen Betriebsergebnisse Einbußen.

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Die deutschen Autobauer haben immense Absatzeinbrüche als produzierendes Unternehmen. Aber es beginnt ebenfalls unter den Aktienhaltern Risikospiele, aus Verlustangst Aktien abzugeben oder, bei sinkenden Bewertungen einzusteigen.

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Heute hat die chinesische Börse 5 Prozent Steigerung ausgewiesen – es ist also noch keine Verkaufslawine oder Dominoeffekt ausgelöst.

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Doch hinter all den quasi börseninternen Kapitalistenspielen stehen realwirtschaftliche Drucksituationen. Der Arbeitsmarkt, die Preise, die Produktivität und die Ertragslage wird gestresst:

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Es kann nicht sein, dass alle großen Notenbanken statt unternehmerische Konkurrenzfähigkeit zu organisieren, einfach auf quasi-staatliches Gelddrucken und Inflation setzen, ohne dass dann unweigerlich BLASEN platzen.

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Die Überschuldungspolitik es deutschen Staats, jedenfalls, der als Staats-Nachfrager eine erhebliche Staatsquote“ am Auftragsmarkt aufgebaut hat und dabei ein erheblich umfangreicher Arbeitgeber geworden ist (12 Prozent der Deutschen arbeiten beim Staat – das ist eine apolitische Dienstklasse und kostet Demokratie) – ist ein großes UNHEIL.

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Wer glaubt, das deutsche Unheil wird von der EU und vom EURO aufgefangen? – heute sehen wir, dass der US-IWF und Frau Lagarde in New York der EU härteste Bedingungen genannt haben, GRIECHENLAND zu retten.

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Wir sehen – der DOLLAR arbeitet – er arbeitet auch in China und er arbeitet auch in Griechenland. Deshalb bringt ja die CIA / NSA-Zusammenarbeit so viel Vertrauen und Sicherheit /Honi soit qui mal y pense. Putin hat sich schon mal mit Xi Jinping getroffen.

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