Kanzler Helmut Kohl ließ KOHL-PROTOKOLLE aufnehmen

Mai 13, 2018

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Am Montag, 14. Mai 2018

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Dr. Heribert Schwan und Alt-Kanzler Dr. Helmut Kohl

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Erinnern und Vergessen sind die beiden Perspektiven der kollektiven Macht, die Politik mehr oder wenig nützlich oder zerstörend machen können.

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Insofern sind Proklamationen, Selbstkommentare, Meinungen und Erlebnisberichte von wichtigen Rollenträgern wertvoll. Von Memoiren und Autobiographien gehen immer aufschlussreiche Lügen aus, die Schlüsse auf die Homogenität der wahren Geschehnisse und Ursache-Wirkungen-Dispositionen sowie vieler handlungsmotivationaler Kraftrichtungen anbieten.

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Der große deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl, mit seinen unmoralischen und hinterhältigen Verhaltenspraktiken, hat drei Bände seiner „eigenen“ Erinnerungen von Heribert Schwan schreiben lassen, weil Kohl das selbst nicht gekonnt hätte.

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Um die Protokolle der ausgesprochenen Erinnerungen für den letzten, vierten Teil der Kohl-Erinnerungen, hat Kohl Heribert Schwan nachträglich gerichtlich belangt. Herausgabe der Aufnahmen und aller Kopien, Abstandszahlung und Publikationsverbot veranlasst und doch dabei seine typische KOHL-Spur ausgetreten, ja geradezu ausgelatscht, dass KOHL mit seinen eigenen Tonbandbezeugungen für seine Kundschaft besser eingefärbt wird.

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Allein die Tatsache, dass sich mehrere Biografen mit Tausenden Druckseiten dem CDU-Leben Kohls publizistisch gewidmet haben, dabei ausgiebig die von der LÜGENPRESSE komponierte Ausschnittsdarstellung eines Politiker-Images bedienten, etwa Hans-Peter Schwarz, bei dem wir Anspielungen auf die ZWEI-MILLIONEN-Lüge Kohls lesen können, über eine Spende, die es so vermutlich gar nicht gab – aber gar nichts über das gigantische CDU/Kohl-Schwarzgeld-System gegen das Parteien-Finanzierungs-Gesetz kennenlernen, wozu ja immerhin heute noch die Schlüsselperson, vielleicht die Erfinderrolle des PING-PONG-Spiels mit millionenschweren Schwarzgeld-Zuflüssen noch lebt:

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Kurt Biedenkopf.

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Und auch der Biograf Henning Köhler bringt auf tausend Textseiten „Ein Leben für die Politik“ nicht das korrupte und korrumpierende Leben Kohls für „Bimbes“. Dabei ist „Bimbes“ ein Schlüsselwert in der praktischen Anthropologie des Staatsmannes Kohl – „so ist der Mensch mit den Menschen: BIMBES.“ So ähnlich profan findet man das auch bei KARL MARX.

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Letztlich wissen wir heute aus einem INFO-Schachspiel von Heiner Geissler mit Wolfgang Schäuble sowie den Sekundärrollen der überlebenden Insider, wie das Ganze von Sankt Augustin nach Oggersheim und zurück so lief. KURT BIEDENKOPF hat bis heute niemand zum Reden gebracht und VON BRAUCHITSCH ist tot.

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Dietmar Moews meint: Ich möchte es mal – vorsichtig – so in einige Fragen einkleiden:

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Hätte ein sprachlich hochbegabter und professionell-intelligenter Kulturindustrie-Macher, wie HERIBERT SCHWAN, nicht ganz einfach den Kohl austricksen können, nachdem die Vertragspartnerschaft von Kohl, angeblich, abrupt, geendet worden war (immerhin sollte der Band Vier der KOHL-Erinnerungen ja von Heribert Schwan erarbeitet werden)?

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Dann hätte auch Schwan seinerseits Kohl formal kündigen können. Um anschließend ein eigenes Interviewbuch mit eigenen Autorenrechten herauszubringen (und es hätte Aussage gegen Aussage gestanden, wenn Kohl behauptet hätte, die vorhandenen TONBAND-Protokolle, mit von Kohl gesprochenen Stellungnahmen zu seiner Arbeit, würden zur vertraglichen Arbeit für den Schwan als Ghostwriter für Band Vier gehören. Und Schwan hätte gesagt, die gemeinsame Autorenschaft sei vorher einvernehmlich beendet – Schwan habe dann als Autor im eigenen Namen allein weitergemacht. Bei diesen Tondokumenten handele es sich um Interview-Töne, die bei Interviews zwischen Schwan mit Kohl unabhängig von den ersten drei Erinnerungen entstanden seien. Sie waren im Interviewer-Autorenrecht Schwans entstanden. Sie waren nicht mehr Autorenrecht Kohls.

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Zwar hätte Kohl dann immer noch Schwan sowie auch eine Schwan-Publikation gerichtlich anfechten können – jedoch nicht aus einer schrift-vertraglich ausgewiesenen Dienstleister-Rolle Schwans, der im Auftrag und für Kohl lediglich die Texte erfasste. Folglich deren Rechte aber im Einzelnen wie im Ganzen allein Kohls Verfügungs- und Verwertungsrecht seien und bleiben sollen.

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Die Umstände um einen solchen urheberrechtlichen Schwenk hätten sich aus eben den selben Motiven Kohls beziehen lassen, die auch Schwan für sich hätte beanspruchen können, allein, weil es um Erinnerungen geht, die zu formulieren Kohl nicht allen fähig war.

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Wie weit ein Gericht Schwans Produktion von Kohls letzten Bekenntnissen (die ja zur Publikation und nicht zum Schwärzen gemeint waren) auf nachträglichen Wunsch Kohls hätte schwärzen lassen?

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So ist dann ein Buch von Schwan (der dazu offensichtlich fähig war) herausgebracht, dass dann als VERMÄCHTNIS, gekürzt, und nicht als KOHLS ERINNERUNGEN TEIL IV herausgebracht worden sind. Schwan zeigt nicht die von den opportunistischen Biografen dargestellte „Selbstaufopferung Kohls für die Parteispenden-Skandal CDU“, sondern den gezielten „Quod licet Jovi-Politiker“ Dr. Helmut Kohl, der Auskunft verweigert mit der Ansage:

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„Ich denke ja gar nicht daran.“

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Ist es also glaubhaft, wie es auf den eingeklagten Protokoll-Tonbändern erklingt, dass Kohl gesagt hat,

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„Lothar Späth als einen der Dreckigsten“ betitelte .. der habe seinen Charakter schon beim Sturz seines Amtsvorgängers Filbinger demonstriert – Späths „Verhalten war für mich degoutant, obwohl ich kein Filbinger-Fan bin. Aber das war eine Nuance zu clever … Späth hat den ehemaligen Marinerichter fallen lassen, dass ist vielleicht das falsche Wort … Späth hatte dafür gesorgt, dass die Leiter fehlte, auf der er hätte heruntersteigen können. Insofern fiel er.“

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Wir wissen es nicht, aber lesen es in den geschwärzten SCHWAN-Büchern: „HERIBERT SCHWAN, TILMAN JENS „VERMÄCHTNIS – DIE KOHL-PROTOKOLLE“, 256 Seiten; Heyne München 2014.

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Ist es vorstellbar, dass Kohl seinen Freund MICHAIL GORBATSCHOW im Zusammenhang mit Glasnost und Perestroika wie folgt bedacht hat?

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„Gorbatschow ging über die Bücher und musste erkennen, dass er am Arsch des Propheten war und das Regime nicht halten konnte“ – auch dass Raissa, die Gattin, zum Entsetzen von Hannelore Kohl glühende Kommunistin gewesen sei.  – In diesem Ton Kohl dem Tonband gesagt haben könnte:

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„Von Gorbatschow bleibt übrig, dass er den Kommunismus abgelöst hat, zum Teil wider Willen, aber de facto hat er ihn abgelöst. Ohne Gewalt. Ohne Blutvergießen. Sehr viel mehr, was wirklich bleibt, fällt mir nicht ein … Ja sicher, er ist ein gescheiterter, gewiss

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… Ein anderer, Jeltzin, Gorbatschows Nachfolger, Boris Jeltzin, der Glücksfall, ein Freund unseres Landes. Und ein persönlicher Freund. … Er erkannte als Erster, dass der Kommunismus tot und nicht reformierbar ist, und das zu einem Zeitpunkt, als Michail Gorbatschow und vor allem Raissa dran glaubten, dass eine Modernisierung möglich war. … Gorbatschow hätte sich beim Augustputsch 1991 jedenfalls nicht auf die bedrohlich angerückten Panzer gestellt. Jeltzin dagegen habe sich, auch wenn er mit seiner Gesundheit Raubbau trieb, als ganzer Kerl erwiesen. Er war betrunken besser als andere, die nicht betrunken sind…“

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Wem liegt schon daran, ob Kohl und Schwan Vertrag oder Streit hatten. Die Tonbandprotokolle sind da – nicht um von der Erbin weggebunkert zu werden.

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Folglich spielt hier eine fragende Phantasie in der Heribert Schwan abgelauschten Kohl-Diktion die Wahrheit des NARRATIVS unserer Tage – ausgedacht könnte Kohl stärker treffen, als obige Mutmaßung seiner Erinnerungen. Dass Gorbatschow im Sommer 2017 nicht an Kohls Aussegnung teilnahm hat sicher mit dieser Krankheit zu tun.

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Ein letztes Beispiel einer ERINNERUNGS-PROTOKOLL-Frage an Heribert Schwan sei noch gegeben:

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Herr Schwan, halten Sie für möglich, dass KOHL folgende abwertende Episode aufs Tonband gesprochen hat? – Wenn NEIN, schweigen Sie bitte – wenn JA, schweigen Sie ebenfalls:

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„Angela Merkel? Frau Merkel konnte ja nicht richtig mit Messer und Gabel essen … sie lungerte sich bei den Staatsessen herum, so dass ich sie mehrfach zur Ordnung rufen musste. Das Mädchen aus der Uckermark und ihr Vertrauter Friedrich Merz? Das sind Leute, die es nicht können. Die Merkel hat keine Ahnung, und der Fraktionsvorsitzende ist ein politisches Kleinkind.. Lothar Späth? Nicht mehr als ein Schaumschläger. Und Norbert Blüm, der alte Haudegen .. hat Kohl, so wie es der Anstand gebietet, zum Tod seiner Frau kondolliert. In der ihm eigenen Schlichtheit. Aber vermutlich von Herzen ehrlich: ich bin unendlich traurig, Norbert. Und Witwer Kohl mit beißendem Spott: „Was interessiert mich, ob der traurig ist.“

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Soviel zur fragenden Spekulation um die geschwärzten Stellen in HERIBERT SCHWANS Kohl-Buch „VERMÄCHTNIS DIE KOHL-PROTOKOLLE“. Nun ist es nicht mehr Kohls Spur, sondern lebenswichtiger Teil meines politischen Lebens von mehr oder weniger „ehrlichen“ Leuten politisch verführt zu werden, wie hier von Kohl bis zum Tod im Sommer 2017, wo er dann abschließend noch einmal Recht behält, wie er es selbst beschrieb: „Da wird jetzt der Begriff „Schwester“ abgeschafft. Jetzt kommen Frau Meier oder Frau Fischer rein und legen dich trocken.“

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Stehende Ovationen für Gorbatschow in Berlin

November 10, 2014

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am Montag, 10. November 2014

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DIETMAR MOEWS „Sixties: Get off of my cloud“ DMW 439.17.89 120 cm / 120 cm, Öl auf Leinwand, 1989 in München gemalt

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Ich freue mich, zum Feiertag der deutschen Einheit, eine Sekunde innezuhalten. Und auf den Ehrenauftritt des Perestroika-Staatschefs von damals, Michail Gorbatschow, und seiner politischen Stellungnahme zu den vergangenen gemeinsamen 25 Jahren, möchte ich Deutschland kritisieren.

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DIETMAR MOEWS „Sixties Gorbatschow“ DMW 440.18.89 und „Sixties Globus“ DMW 441.19.89 120 cm / 120 öl auf Leinwand, 1989 in München gemalt

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Bereits im Jahr 1959 ging ich durch das Brandenburger Tor, noch ohne Mauer. Bei diesem Berlinbesuch ging meine Familie unter der S-Bahnbrücke Wollankstraße hindurch, von der Sternstraße 1 im Wedding nach Altpankow, wo mein Großonkel, der Maler Theodor Großmann mit seiner Frau, Tante Charlotte, wohnte, in einer alten bürgerlichen Wohnung mit schweren schwarzen Barockmöbeln. Onkel Theo schenke mir einen kleinen Aquarellmalkasten, Pinsel und einen geleimten Aquarellblock. Mein Vater, in Niederschönhausen im Jahr 1924 geboren, mein Onkel Theo, der die Panke malte, in Öl und mit Wasserfarben, und zwischen 2008 und 2013 hatte ich selbst in der Schönholzer Straße 2 in Alt-Pankow gewohnt und das Kunstprojekt „Globus mit Vorgarten“ gegründet.

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Zwischen 1973 und 1989 fuhr ich unzählige Male im Transit, hauptsächlich von Hannover nach Westberlin, wo meine Malerfreunde lebten. „Die Mauer umpissen“, war meine jedes Mal wiederholte kleine Symbolhandlung – das war entweder in Kreuzberg oder im Wedding, je nach dem, wo man direkt an die Mauer rankam. Geglaubt haben wir daran so wenig, wie das Absingen und Trommeln auf dem Autolenkrad von Tony Sheridans „Skinnie Minnie“, mit dem Kehrreim „D D R DDR, wenn das elende schikanöse Grenzwarten nicht enden wollte, in Helmstedt und in Dreilinden – manchmal stand man da nachts im Schnee über fünf Stunden, die Vopos fertigten einfach nicht ab, während sie in ihrer Bude saßen, Gardinen zugezogen und Karten spielten.

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Am 9. November 1989 war ich bei einem Freund in Preetz (bei Kiel), es war am 10. und 11. November Wochenende, Frost und strahlende Sonne, wir gingen durch den Ort und es kamen Trabis im Konvoi und einzeln, mit den bläulichen Zweitakt-Wölkchen, fünf, manchmal sechs Leute reingequetscht und beschlagene Fenster mit Eisblumen.

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Wir hatten aus den Fernsehübertragungen die Nachrichten mitbekommen und die Bilder von den Berliner Grenzübergängen – es war jedem bewusst, dass hier schwere Änderungen in Deutschland geschahen, deren Ausgang zwischen Irritationen und Weltkrieg Alles andeuten konnten: Ein geradezu bedrohlicher Emergenzprozess sozialer Dynamik, unter den schlimmsten Erwartungen historischer Bezugsgeschehnisse.

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Allerdings war eine solche absolute Staatspleite – Finanzkollaps und gleichzeitig fundamentale soziale Zersetzung, wie dieser abgewirtschafteten DDR – ohne erinnerliches historisches Beispiel. Was, also, durfte man hoffen?

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Wir waren an der Hauptstraße von Preetz unverabredet einfach stehengeblieben und staunten die Trabi-Gänsemärsche an – und weinten vor Rührung.

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Mir waren die, in diesen Tagen nach dem 9. November 1989, vom Brandenburger Tor übertragene Massenbegeisterung und Freude und der Sturm der Mauer von der Westseite her, verdächtig und äußerst leichtsinnig.

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Zum Glück ging es so, wie wir rückblickend wissen, wie das, was man heute Flash-Mob nennen kann – es floss, ohne Lynchjustiz und Gemetzel. Kein Waffenträger verlor die Nerven und richtete seine Waffe auf Andersdenkende. Mielke und die SED ergaben sich ohne zu schießen.

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Michail Gorbatschow, der damalige sowjetische Staats-und Partei-Kreml-Chef, Wegbereiter der deutschen Einheit, heute Fürsprecher des russischen Staatschefs Vladimir Putin, erklärte der deutschen Öffentlichkeit zu den diesjährigen Gedenkfeiern zum Ende der Berliner Mauer beim Staatsempfang:

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Nach der deutschen Wiedervereinigung habe es so ausgesehen, als könnte Europa durch die Schaffung gegenseitigen Vertrauens ein Beispiel für Konfliktlösungen weltweit werden. Doch der Test für die Erneuerung sei nicht bestanden worden – wir stehen am Rande eines neuen Kalten Krieges. Auf einer Tagung in Berlin „Russland und der Westen“ rief Gorbatschow auf, mit gegenseitigen Anschuldigungen aufzuhören und neues Vertrauen zu bilden.

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Es sollte eigentlich eine Zielsystemorientierung Deutschlands und der EU mit Russland geben. Danach hätte man gemeinsam darauf zu sinnen, dass die Russen und russischstämmigen Menschen in all den Staaten der ehemaligen Sowjetunion (UDSSR / CCCP), nach Auflösung der UDSSR, zumindest eine kulturelle Mindestselbstbestimmung und Gleichberechtigung haben sollten.

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Dass in all den Fällen der neuerlichen Unterdrückung, von Russen außerhalb Russlands, in Estland, Lettland und Litauen, die Einmischung des heutigen Putin-Russlands verständlich scheint, kann nicht verkannt werden. Putin muss auch eine inzwischen „kapitalistisch“ angefixte Russenöffentlichkeit führen.

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Das heißt, nur mit dem stolzen opfervollen Vaterländischen Krieg der ROTEN ARMEE alleine, lassen sich die so langsam aktivierten Russen nicht zügeln. Wir sehen es an den aggressiver werdenden Artikulationen, nicht nur durch Demonstrationen in Moskau hervortreten, sondern auch durch Freiwillige in Donezk. Und das ist kein Spaß – wie Putin seiner russischen Innenpolitik einen ziemlich symbolischen Martialstil vorzuführen hat.

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Auch Putin hat mit Islamismus in den ehemaligen Sowjet-Turkstaaten zu tun.

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Wir sehen Olympia Sotchi, Formel EINS mit Ecclestone und Fußball-WM – und das reicht nicht zur Balance eines selbstgemachten Selbstvertrauens gegen von Außen ausgesendete Geringschätzung.

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Es reicht nicht, wenn Deutschland fordert:

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Selbstbestimmung und Freiheit von Russland in allen ehemaligen Sowjetrepubliken.

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Es reicht nicht, dass sich Deutschland militärisch gegen Russland wendet, wenn der Konflikt zwischen den Staatsbürgern der Ukraine wie auch der Krim, in gegenseitige Gewalt und Unterdrückung mündet. Das betrifft Georgien wie Moldawien, Weißrussland und viele andere ehemalige Sowjetrepubliken und Länder.

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Nun sieht es leider so aus, als habe Russland und als habe Putin das Vertrauen zum Westen verloren. Statt einer zusammenwachsenden Partnerschaft durch Integration und Wandel durch Anpassung führen zu können, eskalieren offene Konflikte.

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Die deutsche Bundesregierung ließ heute den Regierungssprecher Steffen Seibert, dem großen Staatsmann Gorbatschow des Etikett, „Person der Zeitgeschichte“, also der Vergangenheit an – es geht um Verschärfung im Ton und der militärischen Aktivitäten in der Ukraine sowie um die unsäglichen sogenannten wirtschaftlichen Sanktionen.

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DIETMAR MOEWS „Nowhere man / Sixties I“ DMW 410.11.88 205cm/205cm. Öl auf Leinwand, 1989 in München gemalt (Strat mit Uwe Johnson im Fernsehen/My Generation)

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Wie kommen diese Schwachmaten nur auf die Idee, Gorbatschow auf die Jahre 1989 und 1990 festzureden. Ist doch Gorbatschow, nach Jeltzin, der große politische Führer, der aus dem stalinistischen Sowjetapparat eine friedliche Revolution über viele Jahre, seit 1985 bis 1991, führte: „Glasnost und Perestroika“ – diese beiden russischen Zaubervokabeln – dürften doch auch die „falschen Propheten“ Merkel und Seibert von Deutschland begriffen haben.

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DIETMAR MOEWS „Nowhere man / Sixties II“ DMW 436.14.89, 205 cm / 205 cm, Öl auf Leinwand, 1989 in München gemalt

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BILD vom Axel-Springer-Verlag brachte eine angeblich 42 Millionen-Auflage BILD Sonderausgabe zum 9. November 2014 „GRATIS“: Liebes Deutschland. … Mauerfall, ohne Michail Gorbatschows Perestroika angemessen zu würdigen. Da steht dann ein kleiner Textkasten neben George Bush – von dem Bush man zur aktuellen Kriegspolitik der USA durchaus ebenfalls eine kleine „Lage“ gerne lesen würde.

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DIETMAR MOEWS „Nowhere man / Sixties III“ DMW 437.15.89, 205 cm / 205 cm, Öl auf Leinwand, 1989 in München gemalt

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Dietmar Moews meint: Ich bin weit davon entfernt, Politik als Wunschkonzert zu verstehen oder verantwortliche Regierungen zu schelten, wenn sie üble Kompromisse oder schlechte Entscheidungen treffen. Doch es geht um Voraussichten:

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Was soll aus dem wirtschaftlichen Druck und den Sanktionen werden, wenn der Westen fordert, durch Gelddruck militärische Aktivitäten Russlands ändern zu wollen? Man sollte diese Frage ernsthaft sich selbst stellen.

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Welche Karte spielen die USA in den eigenen Totalitätsauffaltungen der militärischen Weltkontrolle und aktuellen heißen Kriegsaktivitäten? Ist die Kriegspolitik der USA wirklich Ausdruck einer Wertegemeinschaft, wie sie die US-Verfassung als amerikanische Vorrechte formuliert?

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Ich wünsche eine Erörterung und Auslegung einer eigenen deutschen Politik mit Blick auf eine EU-Weltpolitik.

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