Baracholka mit Uranmunition und postsowjetischen Landschaften des Konsums der Super-Malls

Februar 19, 2018
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Vom Montag, 19. Februar 2018

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Man kennt Flohmarkt und Trödel. Darin stecken sehr einfache, grundsätzliche Versorgungsleistungen und Bedürfnisbefriedigungen. Schwarzmarkt und Naturalientausch sind bekannte Versorgungspraktiken, zu denen Menschen greifen, wenn Not herrscht.

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Es gibt die Lebenskraft des Lebendigen, die sehr pragmatisch zu Notwendigkeiten fähig ist, auch wenn dabei Gewohnheiten oder Konventionen unerfüllt bleiben und auch wenn gar nicht groß Erfindungsgeist oder Innovationsstreben mitspielen müssen, entsteht Gesellschaft auch in Selbstorganisation aus Not heraus.

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Es knallt, und ein Mensch macht unwillkürlich die Augen zu.

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Die Atombombe wird angezeigt und die Menschen – ganz im Zeichen von „just duck and cover“ – halten sich ihre Aktentasche über den Kopf oder klettern auf den nächsten Baum. Es verdeutlicht, wie nicht jede sinnliche Reaktion geeignet ist, Schutz und Rettung zu bringen und eine Not zu wenden.

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Ich möchte mich kurz der russischen Baracholka widmen, die bei Karl Schlögel in seinem neuen Buch „DAS SOWJETISCHE JAHRHUNDERT“ beschrieben wird. Da wird nicht gefragt, ob die angeboteten Raritäten etwa aus Diebstahl oder Hehlerei stammen. Oder ob gebrauchte Gegenstände nicht etwa aus Belgrad stammen, wo DU-Munition der NATO im sogenannten Balkankrieg, die ganze Hauptstadt Jugoslawiens, heute Serbiens, vollkommen rücksichtslos radioaktiv und tötlich verseucht hat. Etwa 20 Prozent mehr verkrüppelte Neugeborene und Leukämie-Sterbende sind die Tatsachen, die aktuell auf der MSC 54 in München verschwiegen werden. Da kauft man sich einen auf einem Flohmarkt einen Pelzmantel und bekommt bald BLUTKREBS? – möglich ist das durchaus. Jugoslawien ist nicht so weit, wie Tschernobyl von Deutschland oder auch Moskau liegt klimatisch im „dessert storm“.

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In München, auf der MSC 54 – Tagung für Krieg – diskutiert man auf Neurüstung der EU und der NATO und über die weltweite Kriegsbereitschaft der Bundeswehr unter der kommissarischen Bundes-Kriegsministerin ZENSURSULA – für Uran-Munition.

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Baracholka, den Basar als Trödelmarkt in Moskau findet man vom Stadtzentrum aus nach Ismailowo. „…Es sind nur ein paar Metrostationen. Man steigt an der Partisaskaja aus und folgt den Wegweisern oder einfach dem Menschenstrom, der dorthin geht, wo alle hinwollen: Zum Basar oder zur Baracholka, wie man den Trödelmarkt in Russland schon vor der Revolution nannte und auf dem gebrauchte, heute sagt man, second hand, Gegenstände gehandelt werden. Das ganze Land, ja der ganze ehemalige Ostblock war nach dem Ende der sozialistischen Verteilungswirtschaft überzogen von einem Netz Abertausender solcher Basare und Trödelmärkte in Parks, an Endstationen von U-Bahnen mit Hunderttausenden von Besuchern und Kunden – wie etwa der „Siebte Kilometer“ bei Odessa oder der Markt, der sich am Stadion in Lushniki in Moskau ausgebreitet hatte. In der Zeit des Zusammenbruchs der Verteilungsökonomie, des Absturzes der Währungen und einer zeitweiligen Rückkehr zum Naturalientausch waren diese Märkte zu zentralen Orten der Krisenbewältigung und des Überlebenskampfes geworden, mit Millionen von Menschen, die als Shopping-Touristen über die Grenzen hinweg pendelten. Der Basar im Park von Ismailowo war etwas Besonderes. Das lag schon an der Nähe zum Stadtzentrum, er war nach dem Gorki-Park der zweitgrößte Stadtpark Moskaus, in den 1930er Jahren hieß er Stalin-Park, und am Eingang stand eine Stalin-Statue. Dort sollte das Stalin-Stadion gebaut werden. Wenn es heute Fremde in Moskau dorthin zieht, dann nicht nur wegen der großzügigen Garten- und Parkanlagen, sondern wegen dieses großen Basars.

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Beim Gang über den Arbat in Moskau, wird eine weltgeschichtliche Epoche verramscht: Auf dem Alten Arbat sieht man Verkaufsstände mit Matrjoschkas, Samowaren, Ikonen, Fotos des letzten Zaren und seiner Familie. Portraits weißgardistischer Generäle – Kolschak, Denikin … Eine Lenin-Büste … Matrjoschkas in jeder Gestalt – Gorbi-Matrjoschlas und Jeltzin-Matrjoschkas. …Was war das für eine Stadt? Auf dem Asphalt saß ein alter Mann auf Ziegelsteinen und spielte Akkordeon. Die Brust voller Orden. Er sang Lieder aus dem Krieg, vor ihm lag eine Mütze mit Münzen. Vertraute, geliebte Lieder … er war von Ausländern umringt … zum Fotografieren … kein Wunder! Sie hatten uns so gefürchtet, und nun … Da! Nur noch ein Haufen Gerümpel. Das Imperium – futsch! Neben den Matrjoschkas und Samowaren bergeweise rote Fahnen und Wimpel, Parteibücher und Komsomolausweise. Und sowjetische Auszeichnungen! Lenin-Orden und Rotbannerorden. Medaillen!

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Basare, Trödel- und Flohmärkte dieser Art gab und gibt es in allen Städten der ehemaligen Sowjetunion, und was man auf ihnen besichtigen kann, sind die Splitter, die Trümmer, die Fragmente der Objektwelt des untergegangenen Imperiums. Es gibt nichts, was man dort nicht finden könnte. Gegenstände, die der Welt vergangener Generationen angehört hatten, wechseln die Besitzer und werden so zum Eigentum der heute Lebenden: Zirkulation vergegenständlichter Formen, Wiederaneignung durch andere. Das sind gusseiserne Bügeleisen, die mit Holzkohle befeuert wurden und vielleicht aus einem zum Abriss bestimmten Bauernhaus im russischen Norden stammen, vielleicht aber auch ein modernes Bügeleisen, das den Arbeitern einer Fabrik, die schon lange keine Löhne mehr ausbezahlt hatte oder deren Geldlöhne in den 1990er Jahren sinnlos geworden waren, in natura ausgehändigt worden war. Das können einzelne gut erhaltene Exemplare einer einst in Millionenauflage gedruckten Parteizeitung sein, die nun aber – mit einem Portrait des Führers Stalin und einem wichtigen Erlass – zu einem historischen Dokument geworden sind. Es können Photoalben sein, in denen die Stationen eines ganzen Lebens festgehalten sind – die Großeltern, die Familie, die Zeit bei den Pionieren, die Schule, der Beginn des Arbeitslebens, möglicherweise die Zeit bei der Armee – und in denen der Übergang von der einen zur anderen Epoche durch den Übergang von Sephiabraun zu Schwarz-Weiß – und in einem langen Leben zum Farbphoto – markiert ist. Es finden sich Ansichtskarten vom Urlaub am Schwarzen Meer, Augenblicke des Glücks. So liegen sie nun da, ausgebreitet im Staub, in Plastikhüllen, so wie andere Dokumente, die die Mühe des Arbeitslebens dokumentieren, das Arbeitsbuch etwa mit den in schöner Schrift in Tinte eingetragenen Stationen der Werkskarriere. Manchmal findet sich – mit dem Tod eines Menschen oder der Auflösung eines Haushaltes – ein ganzes Bündel von Dokumenten, in denen sich eine Biographie widerspiegelt: Photographien, aus denen sich die Physiognomie, die Statur eines Menschen ablesen lässt, die Schulzeugnisse, die Erfolge im Sportverein, eine Parteimitgliedschaft bis zum Lebensende. Auf dem Basar findet sich das Mobiliar, mit dem die Kindeskinder nichts anfangen können oder nichts anfangen wollen, weil es nicht mehr zeitgemäß, nicht mehr „modern“ genug ist. Ganze Bibliotheken finden sich wieder und geben Zeugnis vom Geschmack vergangener Generationen von Lesern. In vielen Büchern finden sich Randnotizen und Unterstreichungen. Die Verkaufsstände sind wahre Enzyklopädien historischer Trends und Moden. Hier kann man ablesen, worin sich eine Jugend, die mit der alten Welt nichts mehr zu tun haben wollte, absetzte von der Welt von gestern: Lederjacken, Matrosenhemden. Was bis zum Lebensende besonders sorgfältig aufbewahrt worden war – Auszeichnungen, Betriebsurkunden, Diplome, sogar Orden -, ist nun nicht davor geschützt, eines Tages auf dem Trödel- und Flohmarkt feilgeboten zu werden, ist die Not nur groß und die Pietät niedrig genug. Auf dem postimperialen Trödel finden sich die aus Zentralasien mitgebrachten Wandteppiche und die Radioapparate, die wegzuwerfen man sich nicht getraut hatte – sie könnten vielleicht noch einmal gebraucht werden. Der Spezialist für Graphik der 1920er Jahre kann kaum seine Erregung unterdrücken, wenn er ein Blatt entdeckt, das ein ahnungsloser Händler ihm anbietet. Plunder, Kram, second hand, Unikat – alles ist Zeugnis, je nachdem. Diese Märkte sind etwas für gelangweilte Touristen, aber auch für hochspezialisierte Experten. Sie erkennen an der verbeulten Keksdose das Design der vorrevolutionären Süßwarenfabrik von Einem oder des Zigaretten-Trusts Mosselprom aus den 1920er Jahren. Sie erkennen an dem Bücherstand die kostbar aufgemachten Klassiker-Editionen des Akademie-Verlages der 1930er Jahre. In der Kiste mit den Hunderten von kunstvoll geschliffenen Parfum-Flacons suchen sie zielgerichtet jene heraus, die zum Parfum „Rotes Moskau“ oder „Flieder“ gehören. Mit den Händlern, die die Porzellanfigürchen feilbieten, nimmt es niemand an Sachkenntnis und Kunstverstand auf: Sie kennen die Designer, die Werkstatt, die Signatur am Boden der Figur. Man findet auf solchen Märkten Spezialisten, die alles über Meißner Porzellan, über die verschiedenen Ausführungen des Pathephons wissen und ein unendliches Set von Papirossy- und Streichholzschachteln vor sich ausbreiten. Heute als skandalumwittert geltende Staliniana – wie das von Gorki herausgegebene und von Rodtschenko illustrierte Werk über den Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals – sind besonders teuer. Für Funde aus dem deutsch-sowjetischen Krieg gibt es noch immer besonders Interessierte: Koppelschlösser, Soldbücher und Wehrpässe, durchschossene Helme, Arbeitsbücher von ehemaligen „Ostarbeitern“, auch Briefe von deutschen Soldaten, die ihren Weg in die Heimat nicht mehr gefunden haben – alles ist zu haben. Ganze Sammlungen werden verkauft, von wild durcheinander bis systematisch geordnet – etwa Teeglasuntersetzer, Briefmarken und Münzsammlungen (Besonders aus der Zeit der Bürgerkriegs mit Dutzenden von konkurrierenden lokalen Währungen). Dazwischen sind plötzlich Klassenphotos aus dem Jahr des Großen Terrors 1937 zu entdecken.

Die Baracholka von heute hat ihre Vorläufer. Man kann fast sagen: jede große Krise, jeder Umbruch, jedes Epochenende schlägt sich nieder auf Basaren, auf denen die Splitter der untergegangenen Welt feilgeboten werden. „Fragmente des Imperiums“ – so lautete der Titel eines 1929 gedrehten Films des Regisseurs Friedrich Ermler, eines Meisterwerks der sowjetischen (Stumm-)Filmkunst … Auch damals gelangte alles auf den Markt, wenn es nur half, um in Hunger und Kälte zu überleben. Zum Verkauf oder zum Verramschen stand der Reichtum der ganzen zum Untergang verurteilten alten Hauptstadt. Die postrevolutionäre Situation war eine der grenzenlosen Verschleuderung von über Generationen angesammelten Reichtümern: 1 Paar Stiefel gegen 10 Kilogramm Bücher oder: 1 Uniform gegen 1 Kerosinkocher. Ein Rubens-Bild, das aus einem Palais verschwunden war, für einen Laib Brot. Der Augenblick der Auflösung konnte für Connaisseurs, die nicht emigriert waren, zur Sternstunde werden … Das war der Ort der Ärmsten der Armen. Im Bürgerkrieg gingen alle dorthin, um Naturalientausch zu treiben. Geld hatte keinen Wert mehr. Dort trafen sich alle Gesellschaftsklassen. Dort gab es alles: Porzellanfigürchen, Lüster, Ferngläser und Photoapparate mit Zeiss-Optik, Nachttöpfe, Nähmaschinen der Marke Underwood, Straußenfedern, Bände der Zeitschrift „Newa“, französisches Parfüm. Die Baracholka-Petrograd – das wäre die Geschichte eines Ortes, an dem die vom Zusammenbruch aller sozialen Beziehungen getroffenen Stadt ihren Zusammenhang aufrechterhält, Ort des Tausches und Handels, wo alles ineinander übergeht: Tausch, Betrug, Aktivitäten der Berufsdiebe, Weltläufigkeit von Kunsthändlern, das Aufeinandertreffen all derer, die, aus ihren angestammten sozialen Rollen herauskatapultiert, sich neu aufstellen müssen.“

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Dietmar Moews meint: Eine solche Literatur lässt sich nicht zitieren, sondern ist in jeder Einzelheit Zeugnis vom Gelebten. Karl Schlögel sagt selbst, er schrieb, was er selbst gesehen hat, dinglich, aber hält sich mit Interpretationen zurück.

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Die Baracholka blieb auch später ein fester Bestandteil des sowjetischen Alltagslebens, zeitweilig untersagt, stets Gegenstand von Kontrollen und Schikanen, aber immer unersetzlich, um die Schwächen der Planökonomie zu konterkarieren. Der Ökonom W. Scher sah im Moskauer Basar die Wiedergeburt des Kapitalismus: „Die Sucharewka erobert den Roten Platz im Namen der Verwandlung ganz Moskaus in ein New York oder Chicago. 1936 gab es in Moskau den Jaroslawler und Dubininsker Markt, wo man Gummigaloschen, Schuhe, Konfektionskleidung, Schallplatten u. a. kaufen konnte. Die Bracholka der 1930er und 40er Jahre existierte Seite an Seite mit den staatlichen Kommissionsgeschäften. In den 1940er Jahren schreibt der nach der Besetzung Ostpolens ins Reichsinnere, nach Alma-Ata, verbannte Pole Aleksander Wat über die Baracholka oder Tolkutschla in Alma-Ata (zit. aus KARL SCHLÖGEL Seite 28ff „Das sowjetische Jahrhundert – Archäologie einer untergegangenen Welt“; München 2017):

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„Der Trödelmarkt spielte eine Rolle in meinem Leben, deshalb will ich ihn ein wenig beschreiben. Ein riesiger Platz, fast wie der Rote Platz in Moskau. Tagsüber herrschte hier ein Sodom und Gomorrha, ein Gewühle von Lumpen und Menschen. In allen Farben. Alles wurde hier verkauft. Nägel, einzelne Gummistiefel, aber gleichzeitig auch ordentliche Dinge, zum Beispiel Gold. Jedermann hielt krampfhaft sein Hab und Gut fest, sie hatten ihre Waren um den Arm geschlungen oder hielten sie in der Hand, oder die ganze Familie bildete einen Schutzwall, denn dort trieben sich urki (Kriminelle) herum. Ein unsägliches Geschrei in zwanzig Sprachen und Dialekten. So war es tagsüber.

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Überlebensorte waren die Trödel- und Schwarzmärkte besonders in den vom Krieg verwüsteten Städten im Westen der Sowjetunion, als die staatliche Versorgung noch nicht wiederhergestellt war. Juri Nagibin zufolge gab es im Nachkriegsmoskau auf der Baracholka vor allem altes Schuhzeug, gebrauchte Kleidung, Soldatenmäntel, herrschaftliche Pelze, Goldringe und Antiquitäten, von der saitenlosen Balalaika bis zur Ziehharmonika, zu Pistolen, Orden, gefälschte Dokumenten, Wattejacken, Priestergewändern. Brüsseler Spitzen, amerikanische Sommeranzügen – alles Mögliche eben. Eine wieder andere Bedeutung hatten sie in der Zeit des Tauwetters und der sowjetischen Spätzeit …

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Am gravierendsten ist aber die Entsorgungsaktion am Ende der Sowjetunion. Der Entsorgung der Vergangenheit eignete – für einen Augenblick wenigstens – ein Moment von Hysterie. Man kann Möbel, Kleider und Bücher der Sowjetzeit nicht schnell genug loswerden. Doch diese Zeiten sind inzwischen vorbei. Die Baracholka ist heute fast zum Verschwinden gebracht inmitten der postsowjetischen Landschaften des Konsums aus Super-Malls, Einkaufszentren, dazugehörigen Parkplätzen und Logistik-Komplexen. Auf der Baracholka lebt allenfalls fort, was die teure Warenwelt und der allerletzte Schrei nicht bieten können. Splitter des Imperiums.

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Denke ich an den samstäglichen Flohmarkt an der Straße des 17. Juni, findet man die westliche Variante, bestehend aus erwerbsmäßigen Trödelhändlern mit „Mischkalkulation“ und den westlichen Freizeit-Müßiggängern, deren Kaufverhalten vorwiegend von der verfügbaren Freizeit und dem Taschengeld abhängt – schließlich muss man gekauften Trödel mit sich herumschleppen.

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Ich empfehle das wunderbare dicke Buch bei C.H.BECK von Karl Schlögel.

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Selbst habe ich um das Jahr 1973 holländische Holzschuhe aus Pappelholz auf dem Flohmarkt am Hohen Ufer in Hannover verkauft. Das war ein schönes mobiles Geschäft – mein damaliger VW-Käfer war im Rückraum mit Holzschuh-Paaren aller Größen angefüllt. Der Verkauf lief auf Anfrage Tag und Nacht vom Auto aus. Es gab dann eine Zeit, da lief die Hälfte der Szene meiner Heimatstadt in diesen Holzschuhen herum.

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Dietmar Moews 1970 mit Holzschuhen in Venedig

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VW-Winterkorn soll haften

Dezember 15, 2015
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Vom Dienstag, 15. Dezember 2015

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Der in Schande vertriebene VW-Chef Winterkorn soll zahlen – lautet die heilsame Idee, gegen Zersetzung und Frustration aller Rechtschaffenden.

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Ich fordere seit dreißig Jahren, als der ehrenwerte Beruf des Bankiers in das dümmliche raffgierige Banker-Unwesen überging, dass CEOs zahlen und haften müssen, wenn in ihrer Verantwortung, unternehmerisches Risiko in kapitalistischen Betrug verschoben wird.

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Was mussten wir erleben?

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Die Betrugsbanker erhielten Abfindungszahlungen und steuerbefreiten Vorruhestand, während die Allgemeinheit den Betrügern den Raub noch bezahlte.

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Jetzt kommen inzwischen neue Ideen zum Thema „Verantwortung“ und „Haftung“ auf – weil die Gesellschaft inzwischen auseinanderfällt in die Betrogenen und die Betrüger.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag, 14. Dezember 2015, Seite 19:

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Winterkorn könnte Verlust des Vermögens drohen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn, muss um sein gesamtes Vermögen fürchten. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete, wollen VW-Aufsichtsräte der Arbeitnehmerseite den Manager für den entstandenen Schaden durch die Diesel-Betrügereien haftbar machen. „Im Extremfall sind Winterkorns Ersparnisse dann komplett weg“, sagt Gregor Bachmann, Rechtsprofessor an der FU Berlin. Manager hafteten nach deutschem Recht nicht nur, wenn sie einem Unternehmen willentlich schaden, sondern auch dann, wenn sie Kontrollen vernachlässigt haben. Niemand müsse belegen, dass der Vorstand bei der Kontrolle geschlampt hat. Vielmehr müsse Winterkorn beweisen, dass er alles getan habe, um Regelverstöße zu erkennen und zu ahnden. Kein Staatsanwalt, sondern der VW-Aufsichtsrat müsse Winterkorn demnach finanziell zur Rechenschaft ziehen. Aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes von 1997 gehe hervor, dass die Kontrolleure gar keine andere Wahl haben. Die Versicherungen, die Konzerne wie VW für ihr Führungspersonal abschließen, heilten längst nicht alles …

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…er müsse zahlen, bis er nicht mehr könne. Winterkorn drohe deshalb der Verlust der bürgerlichen Existenz, ohne dass ihm ein handfestes Vergehen nachgewiesen werden muss. Er müsse nicht selbst die Software manipuliert haben, er müsse niemanden angewiesen oder nur ermuntert haben, er müsse nicht einmal von den Betrügereien gewusst haben – und habe doch dafür geradezustehen, so will es das Aktienrecht, wenn er seinen Betrieb nicht ordentlich organisiert hat“, sagt Bachmann.

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Dietmar Moews meint: „Stasi in die Produktion“ – was kann so ein Techniker Winterkorn, wenn er aus Karriere-Geilheit in eine Konzern-Organisator-Verantwortung eintritt, dafür unglaublich hohe Gelder nimmt und dann derart versagt, anderes tun, als das Geld zurückzugeben.

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Ich wünsche mir neben der aktienrechtlichen Argumentation des Prof. Bachmann eine strafrechtliche Verfolgung solcher Hochstapler, wie Winterkorn, Stoiber, Zumwinkel, Ackermann und Genossen – was fummeln sie höchstbezahlt herum und reißen das Maul auf und machen mal eben dem bayerischen Staat ein Milliardenpleite mit Hypo-Alpine …

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Das ist unser individuelles Staatsbürgerprinzip – es gibt Zurechnung und Haftpflicht.

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Die Gleichheitsforderung, dass auch Höchstbezahlte, die nicht den Geboten der Professionalität entsprachen und Schaden angerichtet haben, dafür belangt werden.

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Wer’s glaubt: 60 Millionen fehlen beim VATIKAN

Dezember 29, 2014

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am Montag, 29. Dezember 2014

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Süßer die Glocken nie klingen“ – wenn das im WIRTSCHAFTS-Teil, auf Seite 19 der Süddeutschen Zeitung von Matthias Drobinski, als Moralunternehmen rubrizierte Geldinstitut VATIKANBANK zu Weihnachten in die Schlagzeilen kommt:

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Skandal bei der Vatikanbank: der langjährige Ex-Präsident soll mit Komplizen 60 Millionen Euro veruntreut haben.

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Der Heilige Stuhl veröffentlicht diese Machenschaften nun erstmals – und verspricht radikale Aufklärung.“

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Annete Schavan mit vorgetäuschtem Doktorhut, ROM 2014

Annete Schavan mit vorgetäuschtem Doktorhut, ROM 2014

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Die Päpste Franz und Benedikt XVI. verfügen angeblich über klare Erkenntnisse, dass der über 20 Jahre als Präsident des IOR (Instituto per le Opere di Religione), also der Vatikanbank, amtierende Angelo Caloia auf eigene Rechnung ein Betrugsgeschäft aus GELDWÄSCHE und BETRUG führte sowie auch erhebliche SCHWARZE KASSEN gefunden worden sind.

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Die Klärung solcher Sumpfgeschichten, die konkrete Verantwortungszurechnung und Bestrafung und Haftung, sind nun die eine Linie für Transparenz und Aufklärung. Der Vatikan geht davon aus, dass dafür viele Jahre benötigt werden.

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Die zweite Linie ist aber der harte Schnitt, den Papst Franz jetzt veranlasst hat:

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Caloia und sein ehemaliger Generaldirektor und Mitverschwörer Leilo Scaletti sowie deren Anwalt Gabriele Liuzzo sind ihrer Ämter enthoben. Caloia musste auch das Amt als Präsident der Mailänder Dombauhütte abgeben.

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Und das IOR wurde „neu aufgestellt“: Neues Führungspersonal und Auflösung aller illegalen Geschäftsfelder.

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Kurz zu den kriminellen Aktivitäten, die schon auf die Zeit des hemdsärmligen Bankchefs Kardinal Marcinkus zu Zeiten der Päpste Paul VI. (Montini aus Mailand), Johannes Paul I. (Luciani aus Venedig) und Johannes Paul II. (Woytila aus Krakau) zurückverfolgbar sind. Die engen Verbindungen zu Waffengeschäften, zu Geldwäsche, Mafia, zur Loge P2, zu Licio Gelli, der Leiche unter der Black Friars Bridge in London und Mario Andreotti, dem legendären Christdemokraten, der schließlich sich der Strafverfolgung in Italien entzog, indem der nach Ägypten ins Asyl ging:

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Das IOR wirft dem Kardinal-Betrüger und seiner Bande vor:

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Zwischen 2001 und 2008 (Päpste Woytila und Ratzinger) verkaufte das IOR insgesamt 29 Immobilien. Eine Briefkastenfirma erwarb sie günstig von der Vatikanbank und verkaufte sie teuer weiter, auf Vermittlung von Caloia und seinen Helfern, die dann kräftig an den Geschäften mitverdienten. Im Januar 2014 zeigte die Vatikanbank dann die ehemaligen Manager an. Als die mitbekamen, dass gegen sie Ermittlungen der vatikanischen Staatsanwaltschaft liefen, versuchten sie, ihr bei der IOR geparktes Geld abzuziehen. Zu spät: Die Konten waren gesperrt, das Geld beschlagnahmt – immerhin fast 17 Millionen Euro. Verglichen mit dem vermuteten Schaden von mehr als 60 Millionen Euro ist das nicht allzuviel, ein Faustpfand immerhin.

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Ferner wurden Schwarze Depots in der Vatikanbank gefunden, mit mehreren hundert Millionen Euro Guthaben, die in keiner Bilanz aufgeführt waren und nicht sind – über die letztlich die IOR-Führung ebenfalls die Verfügung hatte.

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Herausgebracht wurden die kriminellen Strukturen unter Caloia dadurch, dass der damalige Vatikanbank-Chef Ernst von Freyberg, (von Ratzinger her) seit Februar im Amt, die amerikanische Unternehmensberatung Promotory Group beauftragt hatte, die fast 19.000 Konten der Bank zu prüfen und die Inhaber zu identifizieren. Die stellten fest, dass immer wieder gegen die europäische Bankenaufsicht verstoßen wurde und das IOR und die Führungsspitze eklatante Mängel aufwiesen.

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Dietmar Moews, 1971 bei Kardinal Angelo Luciani in Venedig, dem 1978 ermordeten 33-Tage-Papst Johannes PaulI.

Dietmar Moews meint: Wenn man betrachtet, wie uninteressiert die deutsche Öffentlichkeit diesen Skandal geradezu übergeht, ist vollkommen klar, dass nicht bekannt ist, wie sehr das Geschäft dieser Kirche vom deutschen Staat gefüttert und gepflegt wird. Das reicht von der Bezahlung der Bischofsgehälter und der fiskalischen Begünstigung durch die staatlich eingezogene Kirchensteuer. Das reicht von der kirchlichen Arbeitswelt als „rechtsfreier Raum“, wo nicht der deutsche Rechtsstaat gilt, sondern das absolutistische Kirchenrecht herrscht.

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Es ist anzuerkennen, dass der teuflische Herr Dr. Ratzinger, dem nicht am Rechtsstaat und an Aufklärung gelegen ist, offensichtlich den mafiotischen Drecksgeschäften, deren außerkirchlichen „Familienbeziehungen“ und der persönlichen Missbrauchskarrieren inner- und außerhalb der Kurie einen Dämpfer verpassen wollte.

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Ratzinger ist zurückgetreten, als der Wust von Kriminalität am Papst vorbei seiner Einschätzung nach auf seine BENEDIKT XVI.-Kappe ging.

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Unter diesen Prämissen ist dem Ratzinger ausdrücklich Lob zuzusprechen, dass und wie er seinen Rücktritt mit einem geeigneten Nachfolger verbunden hat. Kein Zweifel wie dieser „Dritte-Welt-Papst“ Bergoglio ausgewählt und gewählt worden ist.

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Zweifellos könnte im Konklave auch ein digitaler Wahlcomputer verwendet werden, statt der Zettel, die anschließend sowieso verbrannt werden. Denn, wo Wahlfälschung beabsichtigt ist, sind Abstimmung-Computer ideal – denn sie ergeben beim anschließenden Verbrennen so einen schönen schneeweißen Rauch über der Sixtina.

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Es wird klar, dass Ratzingers Rücktritt eine – bislang – unblutige Revolution war: Chapeau!

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Und Franz von Assisi konnte bekanntlich mit den Vögeln sprechen – folglich auch mit den schrägen Vögeln (schade, dass die altersmäßig nicht mehr sistierfähig sind bzw. die meisten der mörderischen römisch-katholischen Verbrecher bereits tot sind). Luciani, der 33 Tage-Papst, hatte exakt diese Aufräumarbeit konzipiert und bereits erste Entscheidungen getroffen – als er überraschend sterben musste). Wenn hier mal eine Heiligsprechung nötig wäre, dann eine für Giovanni Paolo PRIMO, 1978 im September: Johannes Paul I., Dottore Angelo Luciani aus dem Veneto.

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HELGE ACHENBACH – Strafanklage wegen Kunstgeschäften

Oktober 30, 2014

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am Donnerstag, 30. Oktober 2014

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http://www.dietmarmoews.com/

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Die Staatsanwaltschaft Essen hat nun die strafrechtlichen Vorwürfe zur Anklage des Kaufmanns Helge Achenbach aus Düsseldorf bekannt gegeben:

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Dabei geht es um vier nominierte Fälle: eine Schadenssumme von 23 Millionen Euro und Vorwürfe des Betruges, der Untreue und der Urkundenfälschung.

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Der Kaufmann und Geschäftsführer Helge Achenbach sitzt nach seiner Festnahme derzeit in Untersuchungshaft.

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Bislang waren alle Beschuldigungen lediglich Medienklamauk und Folklore.

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Jetzt wurden Urkundenfälschungsvorwürfe zur Anklage gebracht, die eindeutig geklärt werden können. Denn es gibt über Bezahlgelder schriftliche Belege. Es muss Vertragsdokumente geben, in denen die Provisionsvereinbarungen spezifiziert worden sein müssen, woraus eindeutig hervorgeht, ob eine betrügerische EURO / DOLLAR-Verwechslung gegen bezahlende Kunden von Achenbach vorgenommen wurden, oder ob es sich hierbei um Unterstellungen und Mutmaßungen handelt.

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Es wurden angeblich Provisionsansprüche auf die Einkaufs- bzw- Beschaffungspreise zu zahlen vereinbart – dabei spielt die Währung der durchgeführten Abrechnungen juristisch keine Rolle. In diesem Punkt der Urkundenfälschungs-Vorwürfe wird der Prozess Klarheit bringen.

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Die in Rede gebrachten Untreue- und Betrugsverdächtigungen wollen nachträglich, über konkrete gemeinsame Verhandlungen zwischen Achenbach und seinen Kunden, strafrechtliche Machenschaften beweisen. Das ist nach Lage der Dinge des Kunstgeschäftes nicht möglich, weil über solche Risiko- bzw. Spekulationskäufe letztlich immer der anschaffende Kunde die eigene Letztentscheidung trifft, die dann, sofern man handelseinig wurde, nachträglich nicht einseitig revidierbar ist. Denn es ist kaum vorstellbar, dass der Verkäufer bzw- Vermittler Achenbach diesbezüglich verfängliche Vertragstexte unterzeichnet hätte.

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Dietmar Moews meint: Vermutlich wird Aschenbach weiterhin als Düsseldorfer Kunstskandal gehyped werden.

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Doch scheint nach Lage der Dinge, heute, das Ganze ein albernes Theater, indem Herr Achenbach letztlich achselzuckend davon kommen wird – aber sein Geschäft ist nunmehr zerstört.

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Achenbachs Geschäft war unternehmerische arbeit und nicht Berufsbetrüger. Die Vernichtung seines Geschäftes wird in ein Gegenwertverhältnis eines rechtsstaatlichen Strafverlangens für Urkundenfälschung gestellt werden müssen, wenn das Gericht ein Urteil errechnen sollte.

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Dietmar Moews, 4.Mai in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

Dietmar Moews, 4. Mai in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

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Layos Dayatos sagt: „In der Kunst gibt es keine Pause“.

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Kalte Progression und politische Aufklärung

August 4, 2014

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am Montag, 4. August 2014

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Ist das so ein geheimes Geheimwissen? Die Banken und das gesamte Bankpersonal lebt vom Geld der Bankkunden. Die Polizisten leben von den lebenden Menschen – darf man wohl fragen: Lebt das Leben? Die Berufspolitiker und die dem Politikapparat vor- und nachgelagerten volkswirtschaftlichen Bereiche leben von der Gesamtheit der Menschen der Gesellschaft im Staat. Der Staat lebt keinesfalls aus sich selbst – er lebt von den Menschen und ihren gesellschaftlichen Erscheinungszenerien.

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Dass der Staat Geld verbraucht und für die staatlichen Aufgaben Geld braucht, ist bekannt und allgemein einsichtig.

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Dass der Staat eine kluge Daseinsvorsorge betreiben soll, ist eine selbstverständliche Pflicht – aber jeder einzelne Staatsdiener wird sogar darauf persönlich vereidigt.

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Wenn das Geld nicht reicht, muss der Staat seine Einnahmen so einsetzen, dass das Gemeinwesen aufrecht erhalten werden kann, ohne dass eine Schuldenwalze jede ehrliche Haushaltsführung unmöglich macht, weil wucherartige Zinsdienste eingegangen wurden. Das darf nicht sein.

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Die westdeutsche Politik hat mit Bundeskanzler Willy Brandt in den 1970er Jahren begonnen, was dem kommunistischen Deutschland das Pleitescheitern brachte, Zins-und Zinseszinsen, die unbezahlbar sind: Wiederwahl auf Pump.

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Heute lebt die westliche Welt von Luftgeld, Casinospielen, Krieg und Lügen.

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Es wird ständig behauptet, Kapitalismus ginge nur mit Wachstum. Das ist nicht bewiesen, sondern einfach irreführend. Wachstum ist eine eigene ökonomische Idee im Kapitalismus – auch ein Negativwachstum ist ebenso Kapitalismus.

 

Negativwachstum allerdings ist eine kapitalistische Situation in der die Kapitalisten nicht reicher werden, nicht akkumulieren, sondern schrumpfen.

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Aber es ist den Sprachbeherrschern gelungen, dass die Massenmedien des Marktes wie auch die staatlichen Medien permanent die Lüge wiederholen:

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Kapitalismus (sei die beste Organisations-Form) und dazu gehöre Wachstum.

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Es fehlt diesen Kapitalmehrungs-Ideologen allerdings der Verstand für sachliche Unterscheidungen, dass:

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Wachstum aus Leistungssteigerung das Kapital stärkt, aber

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Wachstum durch Inflation ist eine Zahlenlüge.

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Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

Dietmar Moews meint: Die sogenannte Kalte Progression hat zwei völlig voneinander unabhängige Zielsetzungen.

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EINS: Der Steuerstaat kommt mit seinen Steuereinnahmen nicht aus.

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Der Steuerstaat besorgt sich durch Inflation und Verschuldung kurzfristige Liquidität auf Kredit und Zinslast.

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ZWEI: Der Beschiss ist der Trick: Der Steuerpflichtige erhält seine Bezahlung nach Steuerklassen – wer höhere Bezahlung bekommt, kommt in teuerere Steuerklassen: Und das geht so:

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Durch die Inflation steigen die Kurse – auch der Bezahlungen. Die zahlenmäßig abgegrenzten Steuerklassen müssten folglich an die Inflation gekoppelt werden.

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Entsprechend der Geldentwertung aber entsteht nun der Betrug am Gehaltsempfänger: Die Kaufkraft eines Einkommens sinkt durch Geldentwertung. Die Anpassung steigt in eine teuerere Steuerklasse und seine höhere Jahreseinkommenssumme wird durch höhere Steuerpflicht derart geschröpft, dass er insgesamt ärmer wird: Kalte Progression.

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Besonders witzig ist diese kalte Progression bei Rentenerhöhungen, die nur die Geldentwertung ausgleichen und nicht mehr Kaufkraft den Rentnern bringt.

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Wenn der Rentner Pech hat, wenn er in eine kalte Progression kommt, dann bekommt er seine Erhöhung und eine kostspieligere Steuerklasse, macht insgesamt MINUS in der Kasse. Die gleiche Untreue wird mit der Besteuerung von Pensionen oder durch die erhöhten Alters-Sozial-Tarife hingebogen – jedesmal gehts um den Griff in die Taschen.

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Und das ist der Beschiss: Der Staat trickst seine Steuereinkünfte hoch durch Kalte Progression, anstatt jede Inflation auch in der Steuerlast abzubilden. Wenn nun das Geld nicht reicht, müsste der Staat einfach und klar von STEUERERHÖHUNG durch INFLATION mit den Wählern diskutieren. Stattdessen erleben wir den bekannten Avanti-Schritt: Zweie vor, Drei zurück.

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Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 12

März 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4229

am 20. März 2014

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Der Fall des prominenten Steuerkriminellen Uli Hoeneß findet in der gesellschaftlichen Resonanz weiterhin ein außergewöhnlich weitreichendes Aufmerksamkeitspotential. Aus Sicht des empirischen Soziologen bietet sich ein vielfältiges Aufkommen an bemerkenswerten Einlassungen aus vielerlei Quellen und Interessenlagen zum Fall Hoeneß.

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Dietmar Moews erfasst und analysiert Erklärungsnormen und Verhaltensnormen in den Äußerungen dieser Hoeneß-Straftatenszenerie.

Erschlossen werden Hinweise auf die darin vorgetragene Kampfmoral und Unmoral der sozialen Straftäterszenerie wie auch in den Stimmen der weiteren öffentlichen Szenerien, im Sinne eines „Verpitbullung der Gesellschaft“ genannten Wertewandels.

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Verschiedene Typen der aktuellen Hoeneß-Szenerie treten öffentlich durch Meinungsäußerungen, Diskussionsteilnahme und Argumente vordergründig in Erscheinung. Diese Schlagzeilenreiterei findet den ungewöhnlich hohen Teilnehmerzuspruch aber, nachdem der Neuigkeitswert abgenutzt ist, nur aufgrund einer erheblichen Hintergrund-Erregung in der öffentlichen Kommunikationskraft.

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Es wird inzwischen nicht mehr so sehr die erste Aufregung, die möglichen Skandalisierungen oder ausufernden Spekulationen medial angespielt, um die Quotenträchtigkeit des Falles Hoeneß zu nutzen. Aber es stehen wichtige Werte und Ziele der gesellschaftlichen Integration bzw. Zersetzung, der machtpolitischen Führung und Verantwortung wie auch der knochentrockenen Vorteilspolitik der mitspielenden Einflußrichtungen auf dem Spiel, die feststellbar und wirklich da sind:

Man ist individuell betroffen und verhält sich interessiert, ob eventuell politisch Strukturveränderungen aufkommen:

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Machtpolitische Führung und Fühlung

Machtpolitische Führung und Fühlung mittels der repräsentativen Demokratie in der rechtsstaatlich-geldgesteuerten Lebensweise hat mit Blick auf das gesellschaftliche Gelingen, ordnungspolitisch Kurs halten. Es ist die Kunst einen vielseitigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Beteiligungsprozess zu inspirieren, indem Mündigkeit, Mitbestimmung und Verantwortungsbereitschaft selbststeuernd  täglich neu entstehen.

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Den Regierenden unserer deutschen Blockparteien im internationalen StaMoKap (Staats-Monopol-Kapitalismus) des Westens dienen die organisierte Klientelisierung und Kalmierung der Bürger durch den korporierten Verbändestaat.

Wir beobachten mobartige, gelähmte und entkoppelte kollektive wie individuelle Reize. Dadurch werden  irrationale und emotionale Verhaltensoptionen angespielt. Bürgerrechtliche Stimulierung und Aktivierung verkümmern. Es entstehen soziale Situationen von Bedrohung/Sicherheit, Belohnung/Bestrafung, Lebensfreude/Angst u. ä. auf die die Menschen vergleichsweise individuell und kontingent politisch reagieren und wenig Mitverantwortung artikulieren.

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Der Fall Hoeneß lässt seine Aufladung und Reizhöhe in zwei Hauptperspektiven erkennen:

Es ist zum Einen der prominente Herr Hoeneß als Individuum (wie du und ich), also Solidarität, Mitleid, Kollektivorientierung für den Einzelnen als Sonderfall (der Einzige und sein Eigentum).

Es ist zum Anderen der Fall Hoeneß als Stoff. Er ruft massenkommunikatorische Betroffenheit und Dynamisierung hervor. Der Ablauf der „Storyline“ der im Prozessverlauf bekannt werdenden Tatsachen werden auf Innovation und Redundanz im Wandel der Sitte durchgekaut. Es findet ein öffentlicher Besinnungsprozess des Zeitgeists, der metaphysisch empfundenen Wertorientierung von Werttreue, Wertkonservativismus, Werterweiterungen und das Prinzip von abweichenden Verhaltensoptionen des Sonderlings (Devianz) kommuniziert.

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Fall Hoeneß als Filmsujet

Bei einem jetzt aktuell aufgebrachten Filmprojekt wird, wie es für ein das Massenpublikum ansteuerndes Produkt üblich ist, ein „Held“ und seine individuelle Sonderrolle zum roten Faden und Konzept der Dramaturgie. Exponiert werden das „Schicksal“, der „Fokus auf den wir alle Hinglotzen“, der „Sündebock“, der „Haltet den Dieb“, das klassische „Ohne mich“:

Uli Hoeneß geht es wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff: Sein Fall wird auf Film gebannt. Zwei Produzenten sollen schon an der Umsetzung arbeiten.

Der Film soll laut Produzent Walid Nakschbandi nicht nur Uli Hoeneß‘ Rücktritt als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Bayern und das Verfahren wegen Steuerhinterziehung behandeln, sondern auch seinen Aufstieg. „Man versteht Hoeneß nicht, wenn man nicht erzählt, wo er herkommt“, sagt Nakschbandi. Welcher Schauspieler den ehemaligen Bayern-Präsidenten spielen werde, sei noch offen.

Die Produktionsfirmen AVE und Zeitsprung, wie ein Sprecher der Süddeutschen Zeitung bestätigte, wollen ohne Buchvorlage drehen – man stütze sich auf eigene Recherchen.

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Der Fall Hoeneß in Leserbriefen und Blogs

Neben den traditionellen Leserbrief-Rubriken, die Zeitungen abdrucken und in zunehmenden Maß auch über Internetz-Foren von Radio und Fernsehsendern als „Volkes Stimme“ bzw. als die Wahrheit der „O-Töne“ des Publikums in Fällen wie dem aktuellen Hoeneß aufgezogen werden, dienen immer den Absatz- und Quotenzielen der Veranstalter.

In keinem Fall dürfen wir die Erfolgsquote, die in O-Tönen und -Texten als naive Werthaltung der Öffentlichkeit hingestellt wird, als Verhaltensnorm verstanden werden. Es ist lediglich, was Leute unentgeltlich öffentlich von sich geben. Es sind unverbindliche, zu Nichts verpflichtende, oberflächliche, irrlaufende Reflexe. Um daraus einen moralischen Wandel erkennen und feststellen zu können, müssten die Autoren dieser Äußerungen qualitativ untersucht werden. Nur ein sytematischer Tiefenbefund ermöglicht zu interpretieren und zu bewerten.

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Wollte man die Kraft und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Anteilnahme am Fall Hoeneß beurteilen und die propagandistische massenmediale Inszenierung hierfür als akzellerierende Pumpwirkung nutzen, sind zwei Kontrollüberlegungen zu zwei Fragen hilfreich:

1. Welche Intensität und Durchdringung hätten Teilnahme, Aufmerksamkeit bis hin zu moralischer Erregung, wenn das Thema „Hoeneß-Prominenz-Steuerkriminalität“ fallengelassen würde und ein neues Reizthema aufgezogen würde? Was gäbe der Fall Hoeness noch her, wenn etwa Spekulationen über „Kindersex im Kanzleramt“ herausgebracht würden?

Antwort: Der „Fall Hoeneß“ enthält erhebliche metaphysische Aufladungen und Reize für einen erheblichen Anteil der Öffentlichkeit und für das Selbstverständnis unserer Lebensweise. Kurz: Hoeneß lässt sich nicht so einfach wegdrücken.

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2. Wie tragfähig wurde die Empörung über die sieben Jahre währende Entrechtung des bayerischen Bürgers Gustl Mollath mit staatlichen Mitteln? indem moralisch heilende Wertvorstellungen auf die parteipolitische Agenda gelangt wären?

Antwort: Verzeichnen können wir im „Fall Mollath“ das gestärkte Bewusstsein der hiervon berührten Individuen für Wachheit vor Verfahren. Auch wenn die Verletzung moralischer Vorstellungen erheblich ist, ist der individuelle Rückzug aus dieser Debatte zu erwarten.

Die allgemeinen Verlautbarungen und Beklagungen der geübten staatlichen Willkür im „Fall Mollath“, durch Ärzte, Gerichte und Gutachter lassen momentan keinen greifbaren Wertwandel erkennen. Der erfolgte strukturelle Eingriff – Umbettung der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk in ein bequemeres CSU-Bett – ist die längst bekannte Schaukelmethode des Staatskrisenmanagers Horst Seehofer (CSU), in die Kiste reizvoller Symbolhandlungen zu greifen.

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Auch sogenannte repräsentative Erhebungen und Umfragen sind zunächst völlig wertlos:

Antworten auf Fragen sind stets nur Antworten auf Fragen wie der Kuckuck im Wald. Die sogenannte Demoskopie ist keine Demoskopie sondern Propaganda der „falschen Propheten“ (Leo Loewenthal).

Antworten sind nicht aufschlussreicher als keine Antworten. Werthaltungs-und Verhaltensuntersuchungen müssten als anspruchsvolle empirische Sozialforschungsprojekte durchgeführt werden. Das findet aber so gut wie nie statt. Einerseits sind qualitative empirische Untersuchungen kostspielig. Anderseits werden die billigen Zwecke einer tagesaktuellen Überschrift gebraucht. Ungeachtet der Gültigkeit und Tragfähigkeit reichen den Veranstaltern reißerische Stichworte dazu, das gewünschte Leben zwischen „Sender und Empfänger“ zu simulieren.

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Wir beobachten deshalb ziemlich folgenlos zwei Positionen in den redigierten publizierten Publikumsstimmen:

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Moralische Empörung und Beschimpfung des Kriminellen FC Bayern-Prominenten Hoeneß und seine Heuchelei – also quasi Anti-Hoeneß-Hetzerei. Und Hoeneß wird dazu zitiert: „Ich habe Hass erlebt“ wie auch „meine Vorstellung von Anstand – ich akzeptiere das Urteil ohne Revision“

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Entgegengesetzte moralische Empörung über die moralisch Empörten. Hier geht es um die Farbe im Alltäglichen: „Wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“. Anders gesagt: Jeder ist selbst ein Heuchler und Steuerhinterzieher, Schwarzfahrer und Schwarzarbeiter, also alle Schnauze halten, wenn ein Hoeneß erwischt worden ist.

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Ganz konkrete korporatistische (CSU) Interessen, denn Hoeneß ist Teil der heutigen Blockparteien-Szenerie gewesen: Kanzlerin Merkel spricht Hoeneß Respekt aus.

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Erwerbsmäßige Agenten der Verpitbullungs-Interessenten bagatellisieren den Fall Hoeneß und reden weiterhin von „Steuersünder“, der „einen Fehler“ gemacht habe. Noch am Mittwoch, 19. März ein Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der ARD-Fernsehrunde ANNE WILL.

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Die Verpibullungsfraktion verteidigt ihre rechtswidrigen Vorteilsnahmen und Privilegienfortsetzung durch gekaufte Publizistik mittels direkter und indirekter Intervention (Werbebudgets großer Firmen, Bakschisch für einzelne Publizisten, gekaufte Unterdrückung kritischer Darstellungen).

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Zusammenfassung

Momentan ist greifbar, dass der Fall Hoeneß das Potential für eine Jahrhundert-Erregung zu entfalten scheint, zumindest in der weltweit kommunizierenden Fußball-Massenkommunikation.

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Neuerliche Entdeckungen zu diesem bislang keineswegs enthüllten und geklärten Falles Hoeneß, der nicht ohne einen weiterreichenden materiellen und sozialen Hintergrund denkbar ist, werden weitere Dimensionen ansprechen und in der fortgesetzten Aufmerksamkeit Ausdruck finden.

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Es geht ums Bescheißen, es geht um die Großen und die Kleinen, es geht um raubtierkapitalistische Spielarten im Konflikt mit sozialer Friedlichkeit und zivilisatorischer Reproduktion.

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Schwarz gesehen zeichnet sich am Beispiel des Falles Hoeneß eine anthropologische Neuakzentuierung des Individuums in der Gesellschaft ab (Max Stirner „Der Einzige und sein Eigentum“).

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Niccolo Machiavelli für Alle

Wir kommen als Abendländer nicht umhin, das Einmaleins von Niccolo Machiavelli zu studieren: Il Principe/Der Fürst; Discorsi/Gedanken über Politik und Staatsführung; Geschichte von Florenz – alle etwa 500 Jahre alt und ungebrochen aktuell, meist bezogen auf die Römische Republik von vor 2000 Jahren.

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Die Verpitbullungs-Adepten verkennen die zersetzende Wirkung im Sinne der „Kritik der zynischen Vernunft“, wenn der „Papst öffentlich Wasser predigt, aber heimlich Wein säuft“ (Peter Sloterdijk „Kritik der zynischen Vernunft“)

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Aufklärung des „kleinen Mannes“ in Sachen „Verpitbullung“, Unmoral und Kampfmoral ist notwendig, damit die Basisdistanz zwischen den Privilegierten und den Dummgehaltenen nicht zu groß wird. Ein Film zum individuellen Hoeneß ist so gesehen „des Affen Zucker“ und dient der Verblödung.

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 6

März 16, 2014

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am 16. März 2014

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Der verurteilte Prominente Uli Hoeneß erklärte nun schriftlich, wie er sich Anstand als öffentliche Pflichterfüllung vorstellt. Hoeneß verzichtet auf die Beantragung eines Einspruches gegen das Urteil.

Hoeneß bewegt sich damit in mehrerlei Hinsicht geradlinig in der Spur von Kampfmoral und Unmoral – wie hier als „Verpitbullung“ bezeichnet wird.

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Schweigen oder nicht – zum „FC-Bayern-Heiligen“ Uli Hoeneß bis Weihnachten

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Konkret wird die zuständige Finanzbehörde Hoeneß‘ Steuer-Dokumente der exakt abzuschließenden und zu bescheidenden steuerpflichtigen Aktivitäten der zurückliegenden sieben Jahre durcharbeiten müssen. Hierdurch werden wahrscheinlich bislang nicht bekannte und weder durch die Geständnisse im Prozess noch durch die unvollständige Selbstanzeige herausgekommene weitere Straftaten gerichtsnotorisch.

So lange das Urteil vom 13. März 2014 nicht rechtsgültig ist, sind die anhängigen Straftaten nicht abschließend vom Tisch. Und es kann in den bereits verhandelten Schuldfragen zu erneuter und höherer Verurteilung kommen.

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Hoeneß Verzicht auf Einspruch dient also nicht dem Anstand sondern der zeitlichen Beschleunigung zum rechtsgültigen Abschluss hin.

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Die im bisherigen Gerichtsverfahren herausgetretenen offenen Fragenkomplexe, zuzüglich all der mangels Beweisen oder wegen Verjährung von der staatsanwaltlichen Klage ausgeschlossenen Vorgänge, werden noch erhebliche Belastungen gegen Hoeneß erbringen:

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Es wird ein „Herstatt-Dany Dattel-Komplex“-Betrug untersucht werden müssen

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Es sind die Geldquellen für die „Zockerei“ undeutlich

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Es gab Mitwirkende, die zu verfolgen sind

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eventuell weitere, in konkreten Funktionen zuzuordnende Nummernkonten und Depots,

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weitere Unterstützer und „Hintermänner“ in der Wirtschaft und

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beim FC Bayern,

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eventuelle Zusammenhänge mit der CSU

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weitere Rechercheansätze beim STERN und anderen Redakteuren

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Informationen aus Bankkreisen zum Schutze des Schweizer Bank-Images

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Es wird noch zu klären sein, wie und wodurch das Steuergeheimnis in Sachen Hoeneß ausgespielt worden ist

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Fragen von möglichen Insidergeschäfte bei den Zielgeschäften sowie

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weitere Betrugsumstände hinsichtlich der irregulär erlangten Verlustvorträge

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mögliche weitere Schwarzkapitalien von Uli Hoeneß

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Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts München hat erhebliche Einspruchsgründe gegen das Urteil. Es liegen Revisionsgründe hinsichtlich der gescheiterten Selbstanzeige wie auch ein Katalog von Berufungsgründen aufgrund der nicht ausermittelten offenen Belastungsszenerie offen zutage.

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Fortsetzung folgt