Peter Handke LESEN und Kanzler Kurz beobachten

September 8, 2018

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am Samstag, 8. September 2018

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Es ist zwar Privatsache, ob Kanzler Helmut Kohl gerne Schweinesülze aß, die man „Saumagen“ nannte oder ob Kanzler Helmut Schmidt gerne Bach pianierte, was als hausmusikantische Leidenschaft kein Hörgenuß war – oder ob Kanzlerin Angela Merkel lieber Volkslieder sänge als Beethovens „Ode an die Freude“ – all das dient, durch öffentliche Bekanntmachung und konkrete Anschauungsgelegenheiten, dass man die Ansprechbarkeit und Reizbarkeit, die Sensibilität und bestimmte Sozialschwächen dieser wichtigen Personen der Zeitgeschichte besser einschätzen kann – denn darum geht es immer, wenn man es mit Stellvertreter-Personal zu tun hat. Schließlich geht es um Leben und Tod – nicht nur des Einzelnen, sondern auch um ganze Bewusstseinsfärbungen der Völker.

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Ich möchte deshalb auf die Werke des Dichters PETER HANDKE hinweisen.

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Peter Handke, der jetzt 75-jährig in Paris lebt, ist ein Österreicher mit slowenischen Bezügen, der einer der wenigen lesenswerten Denker deutscher Sprache seit den Beatles ist (etwa ab 1967).

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Es genügt nicht, einen staatlichen und einen kommerziellen Literaturbetrieb aufzuziehen, wo es darum geht durch viel organisierten Bohei, viele gutbezahlte unproduktive staatliche Arbeitsplätze einer parteipolitischen Salonpersonnage in den zähen Organisationsbolschewismus hineinzustricken (all der Minderbegabten, die gerne Schriftsteller sein könnten, aber nicht können) – während bekanntlich „Klüngel“ durchaus auch eine Eigenmacht aufbaut, auch! wenn nicht mit Steuergeld direkt nachgeholfen wird.

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Es genügt also nicht, wenn man den Literaturbetrieb und seine Kulturindustrie auf Trapp hält, die Massenmedien und die Massenkommunikation mit neuen AUTOREN zu bestücken und täglich zu bewerben, bis die Verkaufszahlen „stimmen“. Sondern es soll doch eine Rezeption der Literatur ermöglicht werden, die die Qualität unserer Denker und Dichter, die auf den Schultern von Riesen stehen, den Alphabeten von Erwerb und Freizeit näher zu bringen. Damit nicht jeder unsinnige Neubuch-Kauf bereits als Literatur-Rezeption missverstanden wird, der nur Konsumterror ist. Und damit die wichtigen wertvollen Dichter gelesen werden, woran sich das Denken und Fühlen der Menschen und ihrer lesenden Kinder angeleitet wird, durch Qualitätsvermittlung und nicht nur durch Bohei und Bestseller-Quote, die die Kulturindustrie selbst erzeugt.

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Es ist also nicht damit getan, dass man Peter Handke auch im Katalog hat, denn der habe ja längst „seine Leserinnen“. Sondern es kommt darauf an, dass jeder Mensch Peter Handke zu lesen veranlasst wird (so wie jeder die Bibel und den Koran gelesen haben sollte; so wie jeder Deutsche Hitlers „Mein Kampf“ kennen sollte – KENNEN, siehe in LICHTGESCHWINDIGKEIT: Entschlüsselungen zu Hitler „MEIN KAMPF; so wie jedes Weib, dass noch Wollust kennt, Friedrich Schillers „Handschuh“ kennen sollte).

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Und sollte eine Frau fragen: #metoo? – ja, meinetwegen auch Frauen sollen lesen – heraus kommt dabei leider selten was. Lieber sollten sie achtsam sein, wie es Handke schreibt, statt schusselig.

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Kürzlich erschien in der Wochenzeitung Der Freitag ein Interview mit PETER HANDKE. Darin nennt Handke unentwegt eigene besondere Werthaltungen, nennt Dichter, die er schätzt, andere Leute, die er begründet furchtbar finden, so hier mein Exposé mit SEBASTIAN KURZ, den österreichischen Bundeskanzler (ÖVP entspricht programmatisch der deutschen CDU).

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Der Freitag auf freitag.de

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https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ich-habe-keine-schublade

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Da sagt Peter Handke über den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz auf den Vorhalt der Interviewer: Der österreichische Bundeskanzler ist sehr jung:

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„Ja, sein Gesicht sieht aus wie so eine Maske, die sich Kinder überziehen, um wie ein Bankräuber auszusehen.“

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(Haben Sie auch aufgehört, sich für Politik zu interessieren?

Ich habe mich nie wirklich für Politik interessiert und bin da ein Stümper. Was in Österreich vorgeht, weiß ich nicht.

In Deutschland?

Ein bisschen mehr.

Der österreichische Bundeskanzler ist sehr jung.

Ja, sein Gesicht sieht aus wie so eine Maske, die sich Kinder überziehen, um wie ein Bankräuber auszusehen.

Ist Frankreich Ihre Heimat?

Nein, das gehört sich auch nicht. Man ist nirgendwo zu Hause. Der Goethe ist manchmal zu Hause am Busen einer Frau. Warum nicht, für Momente. Das Wort Heimat darf man nicht gebrauchen.

Warum?

Es kommt auf die Grammatik an. Es kann ein Mensch einen Ausruf haben: „Mann, oh Heimat!“ Aber mit der Heimat Ideologie zu machen, ist das Schlimmste überhaupt. In Österreich habe ich das erlebt, von Kind auf. Die Ideologie der Heimat ist ein Teil des Nazitums. Mit der Heimaterpressung: „Du hast kein Heimatgefühl“, setzen die einen unter Druck.) …“

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Dietmar Moews und Alphons Silbermann – und Jakob Wassermann

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Dietmar Moews meint: Was Peter Handke im Interview in derFreitag Ausgabe 34, 2018, von Jan C. Behmann, Mladen Gladić mitteilt, ist kennenswert. derFreitag macht mit dem Titel auf:

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„Glück ist ein Scheiß“

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laut dem 75-jährigen Denker und Schreiber Peter Handke, der allein in einem Haus lebt und ausgeprägt auf die eigene Sinnlichkeit und auf die ihm entgegenkommende Dinglichkeit mit poetischem Grundgeist mit seinen Wörtern antwortet.

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„Ja, sein Gesicht sieht aus wie so eine Maske, die sich Kinder überziehen, um wie ein Bankräuber auszusehen.“

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Hierin liegt eine persönliche Beleidigung und eine persönliche Beleidigungsabsicht – doch über die Ansage „die sich Kinder überziehen“ und die empirische Erkenntnis „Bankräuber sehen wie Jeder aus, außer beim Bankraub“, lässt sich die abwertende Positionierung Handkes zwar leicht erkennen, doch nicht an den semantischen Gehalt seiner Wortkunst juristisch festnageln – schließlich ist „Aussehen“ wie ein Bankräuber, laut Strafgesetzbuch nicht verboten:

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Das ist die exklusive „FORENSIK“ von qualitativ hochwertiger Denker- und Dichterarbeit, zu der Peter Handke jederzeit fähig ist, wofür andere „Umberto Ecos“ jahrzehntelang ihre Cut&Paste-1000-seitigen Romane fabrizieren, bis die Kühlung des Textcomputers heißläuft – doch eine solche virtuose Beleidigung, wie die Handkes, kommt dabei nicht heraus.

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Ich wüsste gerne, würde man den besten Codierern der Algorithmen-Profilierungs-Software eine Peter Handke „Poesie“-Aufgabe, wie diese „Beleidigung“ stellen, ob sie es schaffen, einen Literatur-Roboter so einzustellen, dass er diese juristisch unangreifbare Beleidigungsstruktur auf Kopfdruck textlich hervorbrächte?

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Bis dahin füge ich noch eine kleine Sprachbildung aus der jüdisch-deutsch-jiddischen Sprachwelt hinzu, die es immer lohnt, kennenzulernen:

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JÜDISCHE ALLGEMEINE am 8. September 2018 nach 3. Juli 2014:

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„Viel Bohei um Bohei“ von Christoph Gutknecht …

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...Viel Lärm um Nichts lautet die bei uns zum geflügelten Wort avancierte Titelübersetzung von Shakespeares Komödie Much Ado about Nothing von 1598. Für solchen Lärm findet sich seit den 80er-Jahren in der überregionalen Presse oft der endbetonte Begriff »Bohei« oder »Buhei«, etwa bei Spiegel Online: »Was gab es für einen Bohei um den Börsengang des Kurznachrichtendienstes Twitter«.

 

Schon lange vorher trat das Wort mundartlich und sondersprachlich auf. Bereits im Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs (1767) steht »een groot Behoi maken«. Vielerorts sprossen die Sprüche – in Ostfriesland »he maakt’n groot Puhee um nicks«, in Moers »en grot Behei en necks en de Täsch«, in Köln »dä mäht vil Buhei öm nix«, in Aachen »voel Behei oem nues maache«. Das Rheinische Wörterbuch nennt »Buheikopf« (Großsprecher), »Buheimaul« (Prahler), das Verb »buheien« und das Adjektiv »buheizig« (kleinlich). In Wien und der Steiermark heißt es »Bahöö« beziehungsweise »Bahöll/Pahöll«. Der Generalstäbler in Karl Kraus’ Die letzten Tage der Menschheit etwa ruft: »Gehts machts doch nicht so an Pahöll!«

scheuchruf Aber woher kommt das Wort? Für deutsche Regionalwörterbücher, die Duden-Redaktion, Küppers Wörterbuch der deutschen Umgangssprache und die Gesellschaft für deutsche Sprache (im »Sprachdienst« 48/2004) ist »Buhei« eine Zusammenrückung der Scheuchrufe »bu(h)« und »hei«, die später substantiviert worden sei. Die Jenaer Indogermanistin Sabine Ziegler deutete das Wort jüngst als Lautwiedergabe des schottisch-gälischen Kampfrufs »buaidh« (= Sieg), der aus Spott ins Umgangsenglisch übernommen und in der britischen Besatzungszone nach 1945 verstärkt gebraucht worden sei.

Übersehen werden bei diesen Herleitungen allerdings Hinweise auf jiddische beziehungsweise hebräische Ursprünge. Schon 1898 schrieb V. Hintner in der Zeitschrift für österreichische Volkskunde, »Bahöll« sei »natürlich nichts anderes als das hebräische behäla (Schrecken, Bestürzung, Lärm): Lev. 26, 16; Ps. 78, 33; Jer. 15, 8.« Das Siebenbürgisch-Sächsische Wörterbuch (1924) nennt unter »Buhé« eine Handschrift von Damasus Dürr (1537–1585) mit einem Bericht von der Zerstörung Jerusalems: »Das got trefflichen grossen bahelen an dem volk hat lassen geschehen und gestrafft mit hunger.« …“

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Leider haben Richter an deutschen Landgerichten so viel täglichen Augenstaub zu bewältigen, dass ihnen dann neben Vigoleis Thelen, „Felix Krull“ und „Schuld und Sühne“ des Dostojewskij, selten ein PETER HANDKE entgegenkommt. Weil:

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Erstens: Handke wird selten in den Literaturredaktionen erörtert – man überlässt ihn den immer selben Handke-Kennern –

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Zweitens: Die katalogeweisen Neuerscheinungen der Schüttware der Kulturindustrie zwingen dann forensisches Personal auch noch zur Lektüre von Gewaltakten, wie „Der Name der Rose“ oder „Das Pendel“, anstatt zu Jakob Wassermann – das deutsch-österreichische Genie –  das Thomas Mann immerhin über sich selbst sah.

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Man wird „Caspar Hauser“ und „Der Fall Maurizius“ und „Das Gänsemännchen“ lesen müssen – wer es nicht tut, ist ein ungebildeter Idiot, der seine Eltern verhöhnt, in dem er mögliche Bildung ausläßt oder gar verachtet.

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Alphons Silbermann hatte mich auf Jakob Wassermann, den zu Unrecht über die Nazizeit bis heute weitgehend entsorgten Meister-Denker, hingewiesen:

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Die heutigen Literaturbetriebler sollen die Allgemeinheit auf PETER HANDKE hinweisen – täglich erinnern. (Handke schaut nicht Fernsehen außer – bei Gelegenheit in Gemeinschaft – Fußball).

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FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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WARNUNG: recommended posts

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SYNAGOGIG: Bestürzung und Perspektivlosigkeit

November 19, 2014

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am Mittwoch, 19. November 2014

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Information am Morgen“, Rundfunksendung vom Deutschlandfunk (DLF) aus Köln, mit dem Moderator Tobias Armbruster berichtete heute, am 19. November 2014:

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Zwei Gewalttäter haben angeblich in einer Synagoge (jüdisches Gemeinschaftshaus) von Jerusalem eine Versammlung von Hand angegriffen und ein Blutbad angerichtet. Dabei wurden viele Menschen verletzt. Insgesamt wurden fünf jüdische Israelis von zwei arabische Israelis umgebracht (je nach dem, wie die israelische Propaganda (Polizei) die Palästinenser signiert: als Palästinenser, als arabische Israelis, als Moslems, als Araber mit Arbeitserlaubnis?)

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Anschließend wurden die zwei Attentäter von der Polizei in Lynchjustiz erschossen sowie die Wohnhäuser der Angreifer im arabischen Teil von Jerusalem zerstört und eingeebnet.

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In der Sendung „Information am Morgen“ im Deutschlandfunk (DLF) wurde vom Moderator Tobias Armbruster erklärt:

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Die Welt sei über den Anschlag bestürzt: „Bestürzung“. Und er sagte: Die Situation der Palästinenser sei perspektivlos: „Perspektivlosigkeit“.

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Inzwischen wurden weitere arabische Häuser vom israelischen Militär wegen Vergeltung in Palästina vernichtet. Als Reaktion auf die Reaktion der Reaktion der Reaktion, gibt es kein arabisches Militär in Palästina. Die gewählte palästinensische Regierung und der Staatschef Abbas rufen zur Ordnung und gegen Gewalt auf. Abbas hat keine Intifada (Krieg) ausgerufen.

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Israels Regierung greift Abbas an, weil der den Angehörigen der getöteten Attentätern schriftlich sein „Beileid“ übermittelt habe.

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Dietmar Moews meint: Synagoge, Bestürzung, Perspektivlosigkeit, Vergeltung, Hass, Antisemitismus – so lauten in obigen Nachrichten die adjektivlosen Substantive.

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Da hinein schenkt und liefert die deutsche Bundesregierung Geld und Waffen an Israels Juden.

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Somit ist die deutsche Wählermehrheit daran beteiligt, dass Deutschland dieses Kriegsgebiet füttert und referiert: STAATSRÄSON – so nennt das die Bundesregierung der Großen Koalition.

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Und die Deutschen lassen vom Deutschlandfunk so darüber berichten: „Synagoge, Attentäter, Bestürzung, Perspektivlosigkeit, Vergeltung, Reaktion, Reaktion, Reaktion …“

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ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 aktuell: KÖLNER LICHTER mit Zeitungstitel

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