BERGELL Bondo wieder befahrbar – Alte Kantonstraße tagsüber geöffnet

September 15, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7583

Vom Samstag, 16. September 2017

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Wie hier in LICHTGESCHWINDIGKEIT und Schweizer LANGSAMKEIT berichtet und ausgeschmückt worden ist, geschah am Mittwochmorgen, den 23. August 2017, bei einem Felsabbruch, Bergsturz genannt, es donnerten am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo riesige Mengen Gesteinsmassen ins Tal.

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Rund 100 Menschen bangen dort nun um ihr evakuiertes Dorf Bondo, an dem die graue Masse direkt vorbeirollte. Verletzt wurde in dem Ort niemand, weil es ein Alarmsystem hat. Das hatte rechtzeitig vor dem Murgang, wie das Geschiebe heißt, gewarnt. Bondo liegt an der Grenze zu Italien, rund 35 Kilometer südwestlich von St. Moritz.

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Nach Schätzungen rutschten bis zu vier Millionen Kubikmeter Geschiebe mit Schlamm und größeren Gesteinsbrocken nach. Die Erdbebenwarte in Zürich registrierte den Bergsturz mit ihren Geräten wie ein kleines Erdbeben.

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Weitere Murgänge folgten und weitere müssen situationbsbedingt erwartet werden.

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Am 1. September 2017 berichtete die Neue Zürcher Zeitung:

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„EWZ-Kraftwerk in Bondo lahmgelegt. Bergsturz begräbt Wasserfassung. … Leitung nach Zürich.“

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Neue Zürcher Zeitung, Seite 20, am 9. September 2017:

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„Bergell wieder befahrbar. Alte Kantonstrasse tagsüber geöffnet.

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Die Schweizer Katastrophenschützer und Bergwacht haben inzwischen erhebliche Sicherungsmaßnahmen in Bondo und im Bondascatal, unterhalb des Piz Cengalo vorangetrieben:

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„Das Bündner Südtal Bergell kann nach dem Bergsturz bei Bondo vor zwei Wochen und den Murgängen danach wieder auf der ganzen Länge von rund 30 Kilometern durchfahren werden. Der Verkehr fliesst über die alte Kantonstraße – vorerst aber nur tagsüber. … Geöffnet wurde die Kantonstraße, die über Promontogno führt und als Umfahrungsstraße von Bondo dient, wie die Gemeinde Bregaglia am Donnerstag mitteilte. Wegen der engen Strasse wird der Verkehr für Fahrzeuge bis 32 Tonnen und Cars mit einer maximalen Länge von 12 Metern wechselweise einspurig geführt. Für Sattelschlepper und Anhängerzüge bleibt die Malojastrasse im Bergsturzgebiet gesperrt. Zudem gilt bis auf weiteres eine Nachtsperre zwischen 20 und 6 Uhr 30. Weiterhin gesperrt ist die neue Kantonsstrasse zwischen dem Ortsteil Spino und Promontogno. … Die Gemeinde Bregaglia teilte mit, es bestehe die Gefahr weiterer Murgänge aus dem Val Bondasca. Eine frühzeitige Alarmierung sei nur bei Tag möglich. Auf Antrag der Gemeinde erliess die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag in den evakuierten Bereichen Sicherheitszonen mit beschränktem Zutritt.“

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Dietmar Moews meint: Die riesigen Gesteinsmengen, die oberhalb auf der schiefen Ebene lauern, werden sicher überraschend runterkommen. Der alte schöne Verbindungsweg von Deutschland, über Oberengadin, Maloja, Bondo, Chiavenna, Como, nach Italien, wird noch länger nur beschränkt passierbar sein.

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BONDO Permafrost gigantischer Bergsturz Murgang 2017

September 1, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7550

Vom Samstag, 2. September 2017

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Bondo Auffangbecken des Murengangs

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Heute, am 1. September 2017, wurden im Bündner Bondo weitere Häuser vom Murengang aus dem Bondascatal verschüttet, während die Bagger versuchen, dem Wasserdrang einen Abfluss in den Talfluss Mera zu bahnen.

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dpa, am 28. August 2017, ganz nebenbei kommt die Agenturmeldung:

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beunruhigen Risse am Eiger die Geologen. Ein Abbruch stehe am 3970 Meter hohen Eiger jedoch nicht unmittelbar bevor, teilte die Gemeinde Grindelwald im Kanton Bern am Donnerstag mit. Fachleute hätten die Risse an der Ostflanke des Berges inspiziert und dort 13 Messspiegel installiert, um von der gegenüberliegenden Hangseite aus Veränderungen messen zu können. Siedlungen seien nicht in Gefahr: Die Felswand am Eiger liegt den Angaben zufolge fernab jeglicher Siedlungen. Ein Felsabbruch mit zwei Millionen Kubikmetern war 2006 ebenfalls ohne Schäden geblieben.“

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Doch der augenblickliche Brennpunkt ist der Murengang vom Pizzo Cengalo durch das Bondascatal nach Bondo, in Graubünden, Bergell. Die Hauptstrasse von Deutschland durch die Schweiz, über Graubünden, Malojapass, nach Italien ist vorerst gesperrt. Suche nach Vermissten vom Bergsturz, am 23. August 2017 im Bondascatal, wurde eingestellt. Nachstürze kommen sicher.

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Süddeutsche Zeitung, Seite 10, am 25. August 2017, von Charlotte Theile:

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„… Hintergrund der Bergstürze ist nach Ansicht der Experten die globale Erwärmung. Beim Piz Cengalo handelt es sich um ein Permafrostgebiet. Wenn dort der Boden auftaue, könnten Bergstürze die Folge sein … weitere Ursachen können starke Regen- und Schneefälle sein. Auch Ende 2011 hatte eine besonders warme Periode in den Wintermonaten die Bergstürze im Bondascatal ausgelöst.

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Bei dem Bergsturz sind nach Angaben des Bündner Amtes für Wald und Naturgefahren vier Millionen Kubikmeter Gestein ins Tal gerollt, wo die Geröllmassen vom Fluss weitergeschoben wurden. Eine Naturgewalt. Der Abbruch allein hatte ein Erdbeben der Stärke drei ausgelöst. Und nicht nur das: Eine Million Kubikmeter seien weiterhin in Bewegung. Experten rechnen daher auch mit sogenannten Nachstürzen … Bis Freitagvormittag bleibt Bondo in jedem Fall gesperrt, auch die Hauptstrasse durch das Tal ist im Moment nicht befahrbar. … Es ist nicht das erste Mal , dass am Bündner Piz Cengalo ein Bergsturz zu beobachten ist. Schon im Dezember 2011 … größeren Abgang … rund eine Million Kubikmeter .. fasst unbemerkt ins Bondascatal … Am 13. August schrieb die lokale Zeitung „Südostschweiz“: „Im Bergell wird größerer Felssturz erwartet.“ Ein Hüttenwart berichtete, er sehe fast täglich kleinere Geröllabgänge – und melde diese an die Behörden. Eine Leserreporterin filmte zudem einen Felssturz …“

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NZZ am 29. August 2017: „… Einzelne nehmen einen stundenlangen Umweg über Julier und Splügen .. um heimzukommen…“

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 29. August 2017:

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„Ermittlungen zu Bergsturz in Bondo. Die Bündner Polizei untersucht, ob Touristen genügend gewarnt wurden“.

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Information und Kritik seitens der Schweizer NZZ zu dieser Hochgebirgs-Katastrophe lässt nichts zu wünschen übrig. So dass sich die Interessenten angemessen und nüchtern informieren können:

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„… Die Suche nach den acht vermissten Wanderern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde bereits am späten Freitagabend eingestellt, nachdem im Bondascatal eine zweite Mure niedergegangen war … Am Piz Cengalo könnte es jederzeit zu neuen Murgängen und Felsabbrüchen kommen,

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In Bondo gehen die Aufräumarbeiten denn auch in angespannter Atmosphäre voran, wie Gespräche mit Beteiligten zeigen. Oberste Priorität hat die Räumung des vollen Auffangbeckens am unteren Ende des Bondascatals: Dieses Becken dient als Puffer, der weiteres Wasser und Schlamm auffangen soll, bevor dadurch Schaden angerichtet wird. Sollte es zu einem weiteren Murgang kommen, könnte der Ortsteil Spino, der etwas unterhalb am Bergeller Hauptfluss Mera liegt, überflutet werden, erklärt der erfahrene örtliche Bergführer Siffredo Negrini…“

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Neue Zürcher Zeitung am 29. August 2017, Seite 18 von Andreas Doepfner:

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Die Angst vor dem Fels bleibt. Alarmsystem, durch Bergsturz im Bondascatal zerstört – Rettungskräfte und Anwohner erschöpft.

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Erheblicher Materialsturz schon 2011… Unter großem Getöse brechen am 27. Dezember 2011, etwa um 19:30 Uhr am Piz Cengalo riesige Felsmassen ab und stürzen ins Bondascatal … Die Behörden hatten damals kein Communiqué versendet … ausserhalb der Siedlungszone und ausserhalb von Verkehrslinien niedergegangen und für Personen keine Gefahr bestanden haben … bereits am Nachmittag des 27. Dezembers Feldbewegungen am Pizzo Cengalo wahrgenommen worden seien.“

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„… konzentrieren sich im vollen Auffangbecken der Bondasca bei Bondo mit nur wenigen Baubaggern darauf, dem unter dem hohen Geröllschlamm aufgestauten Wasser einen Abfluss zu verschaffen. Dies kann nur gelingen, wenn das Gletscherwasser aus dem steilen Seitental keine unterirdischen Seen bildet und dadurch neue Murgänge auslöst …

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Da das technische Alarmsystem im oberen Bondascatal durch den gigantischen Bergsturz zerstört wurde, müssen nun Menschen dessen Aufgaben wahrnehmen … Siffredo Negrini stand dann auch 72 Stunden ununterbrochen im Einsatz … „Nichts ist stabil!“, sagte Negrini am Sonntag gegenüber der NZZ. „Wann der Berg kommt, bestimmt er. Wir müssen die knapp fünf Minuten Alarmierungszeit optimal ausnützen. Das ist nicht einfach im verwinkelten Bondascatal. immerhin sind neueste Funkgeräte eine große Hilfe.“ Welche Geschwindigkeit diese Abgänge hätten, sei je nach Material unterschiedlich. „Es ist aber immer unglaublich schnell,“ sagt Negrini. „Der Bergsturz am Mittwoch hatte 200 Kilometer die Stunde.“ … Wenn ein grosser Murgang nicht durch Ausbaggern des übervollen Auffangbeckens in die richtige Richtung gelenkt werden könne, müsse mit der Überflutung Spinos gerechnet werden. Und: „Die bekanntlich schon in Bewegung befindliche Million Tonnen Fels kommt noch herunter.“

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„… Bis jetzt unbeantwortet ist die Frage nach einer potenziellen Gefährdung des Albigna-Stausees, der nur eine Gebirgskette nördlich des Bondascatals liegt. Die Gefährdung könnte von einem Bergsturz von anderen Gipfeln als dem Cengalo oder von Gletscherabbrüchen in den See ausgehen… In den Stausee oder wenig oberhalb münden immerhin die Zungen dreier kleiner Gletscher: Castel Nord, Albigna, Cantun…“

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„… Polizist in St. Moritz – ein Bergeller – erwartet seine Versetzung nach Bondo-Spino, um sich dort als Ablöser übermüdeter Kollegen nützlich zu machen …. Einer seiner Freunde am Stammtisch Casaccia, ebenfalls im Engadin ansässig, hat gute Informanten bei den Einsatzkräften. Einer von ihnen habe ihm vor Wochen gestanden, man sitze im offiziellen Bergell auf Nadeln, weil man unschlüssig sei, ob vorsorgliche Maßnahmen zu treffen seien – und wenn ja, welche. War diese Formulierung bewusst oder unbewusst gemünzt auf die vordersten, nun weggebrochenen Felsnadeln des Pizzo Cengalo? Das Heimweh verändert sich in diesen Tagen zur Sehnsucht nach Geborgenheit in der Bergeller Heimat, die es so nicht mehr geben wird.“

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Dietmar Moews im Fextal, Oberengadin, oberhalb Bondo

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Dietmar Moews meint: Mit wenigen Baubaggern … haben hier jetzt europäische Freunde der Schweiz Hilfe angeboten? Es ist doch geboten. Schweizer Militär ist zumindest von Beginn der Katastrophe in Bondo aktiv.

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BONDO gewaltiger Bergsturz im Schweizer Kanton Graubünden

August 24, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7534

Vom Donnerstag, 24. August 2017

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Piz Cengalo, oberhalb Bondo in Graubünden

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Ein gewaltiger Bergsturz, riesige Felsmassen stürzen ins Tal, dahinter eine Geröll- und Schlammmasse, die das Dorf Bondo verschütten.

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Der Bergrutsch ereignete sich am Mittwochmorgen, den 23. August 2017.

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GMX.de / dpa / am Donnerstag, 24. August 2017:

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„Das Alarmsystem in Bondo warnte Einwohner. Bei dem Felsabbruch, Bergsturz genannt, donnerten am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo riesige Mengen Gesteinsmassen ins Tal.

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Rund 100 Menschen bangen dort nun um ihr evakuiertes Dorf Bondo, an dem die graue Masse direkt vorbeirollte. Verletzt wurde in dem Ort niemand, weil es ein Alarmsystem hat. Das hatte rechtzeitig vor dem Murgang, wie das Geschiebe heißt, gewarnt. Bondo liegt an der Grenze zu Italien, rund 35 Kilometer südwestlich von St. Moritz.

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Nach Schätzungen rutschten bis zu vier Millionen Kubikmeter Geschiebe mit Schlamm und größeren Gesteinsbrocken nach. Die Erdbebenwarte in Zürich registrierte den Bergsturz mit ihren Geräten wie ein kleines Erdbeben.

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Die Suche nach den Vermissten laufe vor allem mit Hubschraubern, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. In dem Wandergebiet im Bondasca-Tal gebe es zwei Hütten. Bewohner und Besucher der Hütten sowie einige Wanderer seien bereits am Mittwoch mit dem Hubschrauber ausgeflogen worden.

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BILD.de Screen Shot am 24. August 2017

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Nach Abklärung der Personalien und Rücksprache mit Angehörigen der Vermissten wollte die Polizei am Nachmittag um 14.00 Uhr erneut informieren. …“

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„…Bergstürze lassen sich mit technischen Mitteln nicht verhindern“, schreibt die Nationale Plattform Naturgefahren (Planat). Gefährdete Gebiete sollten gemieden werden.

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Am Piz Cengalo waren 2011 schon einmal größere Felsstücke abgebrochen. Eine ähnliche Menge Geröll stürzte ab, blieb aber im hinteren Teil des Bondasca-Tals liegen.“

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REUTERS, Screen Shot am 24. August 2017

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„Auf einem bewährten Alpenweg von Deutschland nach Italien liegt Bondo, bereits auf der italienischen Seite der Alpen, unterhalb des berühmten Soglio, wo Rilke dichtete, im Val Bregaglia, Kanton Graubünden, am Alpen-Passweg von Deutschland durch die Schweiz nach Italien, entweder über den Fernpass und Liechtenstein oder den Julier-Pass ins Oberengadin, Silvaplana bei St. Moritz, Sils Maria – dem Nietzsche-Ort, Maloja, wo Segantini die besten Landschaftsbilder der Welt malte, den Maloja-Pass hinab ins Val Bregaglia (Bergell), wo in Borgonovo die Familie Giacometti mit ihrem Eisengeschrunze lebt, Vicosoprano, Stampa, Bondo, mit dem zauberhaften Campingplatz am reißenden Bergbach, westseits oben Soglio, bis zur schweizerisch-italienischen Grenze, am Semperdorf Castasegna, kurz vor dem italienischen Chiavenna, Richtung Comer See und Mailand.

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Von acht Wanderern fehlt jede Spur. Solche Bergstürze sind keine Seltenheit in den Alpen, bergen aber gewaltige Gefahren, denn: Schützen kann man sich kaum. Darunter seien Deutsche, Österreicher und Schweizer, berichtete die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag.

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Nach Abklärung der Personalien und Rücksprache mit Angehörigen der Vermissten wollte die Polizei am Nachmittag um 14.00 Uhr erneut informieren.

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„Bergstürze lassen sich mit technischen Mitteln nicht verhindern“, schreibt die Nationale Plattform Naturgefahren (Planat). Gefährdete Gebiete sollten gemieden werden.

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Am Piz Cengalo waren 2011 schon einmal größere Felsstücke abgebrochen. Eine ähnliche Menge Geröll stürzte ab, blieb aber im hinteren Teil des Bondasca-Tals liegen.

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Dieser Bergsturz ist dreimal so gross wie jener Ende des Jahres 2011. Es handelt sich um einen der grössten Bergstürze im Kanton Graubünden der letzten Jahrzehnte, wie der Polizeisprecher an der Medienkonferenz erklärt. Von der bewegten Masse am Cengalo sind zirka 4 Millionen Kubikmeter abgestürzt, 1 Million Kubikmeter ist noch in Bewegung.

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Von möglicherweise verendeten Tieren weiss man derzeit nichts.

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Die Einwohner von Bondo dürfen bis am Freitag um 10 Uhr nicht in ihre Häuser zurückkehren. Der 200-Seelen-Ort bleibt evakuiert. Experten schliessen Nachstürze im Seitental Val Bondasca nicht aus. Auch die Hauptstrasse durch das Tal bleibt gesperrt. Die Fahrbahn war vom Murgang sowohl unterspült als auch überspült worden, ist beschädigt und stellenweise verschüttet.

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Das folgende Video aus Bondo (2012 aufgenommen) beginnt auf der Brücke über den Bergbach Bondasca und zeigt mit dem subktiven Kameragang, hin zum Campingplatz, exakt die jetzt durch den Murgang verwüstete nördliche Uferseite sowie die vernichteten Häuser, bis hinunter zur Durchgangsstraße St. Moritz – Chiavenna.

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LICHTGESCHWINDIGKEIT-Video bei Youtube von dietmarmoews, von Bondo aus dem Jahr 2012

 

Dietmar Moews meint: Täglich verdaut der Mensch seine inneren Selbstwahrnehmungen sowie Alles, was von außen kommt. Dieser Dauerverdauungsvorgang endet mit den letzten Atemzügen.

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Manchmal atmet man zwischendurch tief durch.

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So ging es mir heute, als die Nachricht vom Bergsturz von Bondo bei mir ankam. Seit 1970 verkehre ich mit Bondo, auf dem Weg zu Nietzsche in Sils-Maria und auf dem Weg Goethes und Heinrich Heines nach Italien.

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Es hatte nicht ganz viel gefehlt, dass ich selbst, in diesen Tagen, dort gewesen wäre – nur ein Gerichtsstreit mit der Firma Siemens AG und der Siemens CEO Janina Kugel, hat mich davor bewahrt.

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In Bondo ist am Bondasca-Tal der reißende Bergbach mit einem heimlichen Zeltplatz, mit Jugendherberge, mitten im Dorf, wo ich mehrfach Gast war.

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BILD.de Screen Shot am 24. August 2017: Bergrutsch Piz Cengalo über Bondo

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Die Graubündner Bewohner im Bergell sind so arm, dass dort die Kinder, sowie sie herangewachsen sind, abwandern müssen, weil für sie kein Leben im Bergell ist, außer Fremdenverkehr als Durchreisende. Wer beispielsweise das berühmte Hochgebirgsdörflein Soglio, mit dem Palazzo Salis, wo Rilke mehrfach war, und wo ein altes Klavier steht und eine gigantische Redpine-Kathedralen-Fichte im Park des Palazzos.

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Noch 2012 habe ich dort im Bergell, in Vicosoprano und Stampa, unmittelbar nach der schweren Mure, einige LICHTGESCHWINDIGKEITS-Video aufgenommen und auch kurz den BONDO-Campingplatz wiedergesehen. Exakt der bekannte Campingplatz, entlang des Bergbaches von Bondo, ist völlig verschüttet.

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