Wer’s glaubt: 60 Millionen fehlen beim VATIKAN

Dezember 29, 2014

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am Montag, 29. Dezember 2014

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Süßer die Glocken nie klingen“ – wenn das im WIRTSCHAFTS-Teil, auf Seite 19 der Süddeutschen Zeitung von Matthias Drobinski, als Moralunternehmen rubrizierte Geldinstitut VATIKANBANK zu Weihnachten in die Schlagzeilen kommt:

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Skandal bei der Vatikanbank: der langjährige Ex-Präsident soll mit Komplizen 60 Millionen Euro veruntreut haben.

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Der Heilige Stuhl veröffentlicht diese Machenschaften nun erstmals – und verspricht radikale Aufklärung.“

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Annete Schavan mit vorgetäuschtem Doktorhut, ROM 2014

Annete Schavan mit vorgetäuschtem Doktorhut, ROM 2014

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Die Päpste Franz und Benedikt XVI. verfügen angeblich über klare Erkenntnisse, dass der über 20 Jahre als Präsident des IOR (Instituto per le Opere di Religione), also der Vatikanbank, amtierende Angelo Caloia auf eigene Rechnung ein Betrugsgeschäft aus GELDWÄSCHE und BETRUG führte sowie auch erhebliche SCHWARZE KASSEN gefunden worden sind.

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Die Klärung solcher Sumpfgeschichten, die konkrete Verantwortungszurechnung und Bestrafung und Haftung, sind nun die eine Linie für Transparenz und Aufklärung. Der Vatikan geht davon aus, dass dafür viele Jahre benötigt werden.

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Die zweite Linie ist aber der harte Schnitt, den Papst Franz jetzt veranlasst hat:

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Caloia und sein ehemaliger Generaldirektor und Mitverschwörer Leilo Scaletti sowie deren Anwalt Gabriele Liuzzo sind ihrer Ämter enthoben. Caloia musste auch das Amt als Präsident der Mailänder Dombauhütte abgeben.

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Und das IOR wurde „neu aufgestellt“: Neues Führungspersonal und Auflösung aller illegalen Geschäftsfelder.

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Kurz zu den kriminellen Aktivitäten, die schon auf die Zeit des hemdsärmligen Bankchefs Kardinal Marcinkus zu Zeiten der Päpste Paul VI. (Montini aus Mailand), Johannes Paul I. (Luciani aus Venedig) und Johannes Paul II. (Woytila aus Krakau) zurückverfolgbar sind. Die engen Verbindungen zu Waffengeschäften, zu Geldwäsche, Mafia, zur Loge P2, zu Licio Gelli, der Leiche unter der Black Friars Bridge in London und Mario Andreotti, dem legendären Christdemokraten, der schließlich sich der Strafverfolgung in Italien entzog, indem der nach Ägypten ins Asyl ging:

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Das IOR wirft dem Kardinal-Betrüger und seiner Bande vor:

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Zwischen 2001 und 2008 (Päpste Woytila und Ratzinger) verkaufte das IOR insgesamt 29 Immobilien. Eine Briefkastenfirma erwarb sie günstig von der Vatikanbank und verkaufte sie teuer weiter, auf Vermittlung von Caloia und seinen Helfern, die dann kräftig an den Geschäften mitverdienten. Im Januar 2014 zeigte die Vatikanbank dann die ehemaligen Manager an. Als die mitbekamen, dass gegen sie Ermittlungen der vatikanischen Staatsanwaltschaft liefen, versuchten sie, ihr bei der IOR geparktes Geld abzuziehen. Zu spät: Die Konten waren gesperrt, das Geld beschlagnahmt – immerhin fast 17 Millionen Euro. Verglichen mit dem vermuteten Schaden von mehr als 60 Millionen Euro ist das nicht allzuviel, ein Faustpfand immerhin.

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Ferner wurden Schwarze Depots in der Vatikanbank gefunden, mit mehreren hundert Millionen Euro Guthaben, die in keiner Bilanz aufgeführt waren und nicht sind – über die letztlich die IOR-Führung ebenfalls die Verfügung hatte.

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Herausgebracht wurden die kriminellen Strukturen unter Caloia dadurch, dass der damalige Vatikanbank-Chef Ernst von Freyberg, (von Ratzinger her) seit Februar im Amt, die amerikanische Unternehmensberatung Promotory Group beauftragt hatte, die fast 19.000 Konten der Bank zu prüfen und die Inhaber zu identifizieren. Die stellten fest, dass immer wieder gegen die europäische Bankenaufsicht verstoßen wurde und das IOR und die Führungsspitze eklatante Mängel aufwiesen.

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Dietmar Mows Gründerzeit

Dietmar Moews, 1971 bei Kardinal Angelo Luciani in Venedig, dem 1978 ermordeten 33-Tage-Papst Johannes PaulI.

Dietmar Moews meint: Wenn man betrachtet, wie uninteressiert die deutsche Öffentlichkeit diesen Skandal geradezu übergeht, ist vollkommen klar, dass nicht bekannt ist, wie sehr das Geschäft dieser Kirche vom deutschen Staat gefüttert und gepflegt wird. Das reicht von der Bezahlung der Bischofsgehälter und der fiskalischen Begünstigung durch die staatlich eingezogene Kirchensteuer. Das reicht von der kirchlichen Arbeitswelt als „rechtsfreier Raum“, wo nicht der deutsche Rechtsstaat gilt, sondern das absolutistische Kirchenrecht herrscht.

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Es ist anzuerkennen, dass der teuflische Herr Dr. Ratzinger, dem nicht am Rechtsstaat und an Aufklärung gelegen ist, offensichtlich den mafiotischen Drecksgeschäften, deren außerkirchlichen „Familienbeziehungen“ und der persönlichen Missbrauchskarrieren inner- und außerhalb der Kurie einen Dämpfer verpassen wollte.

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Ratzinger ist zurückgetreten, als der Wust von Kriminalität am Papst vorbei seiner Einschätzung nach auf seine BENEDIKT XVI.-Kappe ging.

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Unter diesen Prämissen ist dem Ratzinger ausdrücklich Lob zuzusprechen, dass und wie er seinen Rücktritt mit einem geeigneten Nachfolger verbunden hat. Kein Zweifel wie dieser „Dritte-Welt-Papst“ Bergoglio ausgewählt und gewählt worden ist.

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Zweifellos könnte im Konklave auch ein digitaler Wahlcomputer verwendet werden, statt der Zettel, die anschließend sowieso verbrannt werden. Denn, wo Wahlfälschung beabsichtigt ist, sind Abstimmung-Computer ideal – denn sie ergeben beim anschließenden Verbrennen so einen schönen schneeweißen Rauch über der Sixtina.

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Es wird klar, dass Ratzingers Rücktritt eine – bislang – unblutige Revolution war: Chapeau!

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Und Franz von Assisi konnte bekanntlich mit den Vögeln sprechen – folglich auch mit den schrägen Vögeln (schade, dass die altersmäßig nicht mehr sistierfähig sind bzw. die meisten der mörderischen römisch-katholischen Verbrecher bereits tot sind). Luciani, der 33 Tage-Papst, hatte exakt diese Aufräumarbeit konzipiert und bereits erste Entscheidungen getroffen – als er überraschend sterben musste). Wenn hier mal eine Heiligsprechung nötig wäre, dann eine für Giovanni Paolo PRIMO, 1978 im September: Johannes Paul I., Dottore Angelo Luciani aus dem Veneto.

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CHRIST-HEIL – 100-Tausende im Vatikan

April 27, 2014

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am 27. April 2014

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Weltweit berichten die Massenmedien in Holz und Strom über die Heiligsprechung, die der Papst Franz I. nun in Gegenwart von 100-Tausenden Menschen, im Geiste

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des katholischen Moralunternehmens zelebriert hat (BILD schrieb 1000.000).

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Papst Franz sprach zwei frühere Päpste heilig: Johannes XXIII. (1958-1963), Roncalli aus Bergamo sowie Johannes-Paul II. (1978-2005), Wojtyla aus Krakau.

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Die Heiligsprechung ist ein formalisiertes Verfahren – es gibt auch „Sancto subito“ -, das gestorbenen Päpsten zuteil werden kann, wenn sie Wunder vollbracht haben.

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Dietmar Moews meint: Die Heiligen der Gläubigen sind Ausdruck einer institutionalisierten Christenintegration einerseits, andererseits ist eine

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Heiligsprechung Ausdruck der Allmacht des jeweiligen Papstes als Stellvertreter Christen-Gottes im Bereich des organisierten Weltkatholikentums.

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Die Päpste der Papstgeschichte haben vorrangig säkulare Bedeutung und Spuren – ihre esoterische Dimension kann bleiben, wo sie ist.

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Wo Glaube und Aberglaube nicht zu unterscheiden sind, kann die Weltgemeinschaft sich an ihrer insgesamten schillernden Vielfarbigkeit und Inspiration beköstigen. Sie kann darauf auch die Weltgeschichte der Kriege und Abscheulichkeiten stellen.

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Die beiden neuen Heiligen, Roncalli und Wojtyla, haben ein bedeutendes Schaffen gelebt, Roncalli als Herzensmensch, Wojtyla als Dauerpapst und Stalinismus-Knacker – man muss den Katholiken gratulieren, dass sie solche Leute vorzuzeigen hat.

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Die Fernwunder, Fernheilungen und sonstige Anmaßungen, zugunsten der beiden allerdings sind Scheinheiligkeiten. Wer es nicht glauben kann, sollte das versuchen – es funktioniert sehr gut.

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Dass unsere staatlichen Medien in Deutschland über Scheinheiligkeit und Scheinwunder so berichteten, als handele es sich um historische Tatsachen, als

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wären die zwei Päpste seinsgebundene Wundertäter gewesen, ist bei säkularem Ansinnen und verfassungsgemäß rationalem Lebensstil unakzeptabel.

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Wertewandel in der Gesellschaft

Oktober 2, 2009

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Wert und Werte, was heißt das denn?

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Sammelpunkte des Vortrags im Lingnerschloss

Dresden, am 17. August 2007

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Nur nach häufiger familiärer Unterredung gerade

über diesen Gegenstand sowie aus innigem

Zusammenleben (Platon, 7. Brief)

Menschen etwas Wert hat, weil er es

schätzt, oder schätzt er etwas, weil

etwas Wert hat;

und: Einstellungen um zentrale Werte.

Da stützen sich Werte auf Bedürfnisse.

Die wechseln – also sind ewige Werte

überirdisch.

Werte stehen im Blick des Werdens

und der Zukunft. Wenig Sinn hat,

nach einem Urbild in der Vergangenheit

zu suchen.

Sinnvoller das Erkennen des Werdens

von Werten.

Wir blicken auf den Gebrauch der

WERTE und der

WERTEDEBATTE, GEMEINSCHAFTSWERTE,

Wertedefizit. Jede Gruppe besteht auf die

Gültigkeit ihrer Werte und ihrer Ängste.

Wir nennen es GENERATIONENKONFLIKT.

SEXUALMORAL: Freud s Irrlehre, nach

der das Soziale aus dem Sexuellen geboren

sei. Während sich das Sexuelle des

Sozialen bedient. Hier sollte der Affekt

gelten. Bei Freud zählt die rationale Kälte.

Die sexuelle Alltagsmoral geht ihre eigenen

Wege, eigene Werte.

Überhaupt die JUGEND: Rock und Hose.

Jugend benutzt Pornos nicht wie die Allten –

eher zur Belustigung und Karrikatur.

Der Wandel ist unaufhaltsam. Die Dynamik

einer Gesellschaft muss von den Menschen

kommen dürfen, statt gehemmt zu

werden.

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Der Begriff Werteverlust ist eine Vokabel

der Angstmacherei.

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Da geschehen in jeder Minute 5 Straftaten

in Deutschland. Pessimismus, das interesse

an der Arbeit und am Beruf ist mäßig,

Beteiligung am sozialen Leben, Kirchen,

Vereinen, Parteien, Gewerkschaften stagniert.

Entpolitisierung der Gesellschaft – dahinter

steckt ANGSTMACHEREI mit dem Begriff

WERTVERLUST. Sagen Sie Ihr Bedürfnis.

Gehen sie nach vorne.

Sprechen sie ihren Wert offen aus.

Rückzug: My home is my castle, Privatisierung.

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3 a Die GROßEN ALLGEMEINHEITSWERTE,

Macht, Herrschaft, Vermassung, Organisation

und Verfassung, Loyalität und Staatsräson,

Kaufvertrag und Rechtsstaat/Geld, Friede und

Wettbewerb, Glück, Verführung, Werbung,

Kultur, Kulturindustrie, Massenmedien,

Gewalt, Religion, Kunst, Umwelt, Angst,

Bildungsorganisation, Sozialstaat und

Solidarität, FREIHEIT, Zusammenhalt,

Alltag/Feiertag, Erinnerungspolitik,

Vergessen und Gedenken, Vertrauen,

Pluralität und Identität.

lokal/global, regional, national

Was rät Salomo?

Wie werde ich Bundeskanzler?

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3 b Die KLEINEN FAMILIAREN THEMEN

Glück, Marx‘ Himmelreich, Papst‘

VERTRÖSTUNG, können

siamesische Zwillinge glücklich sein?

Respekt vor dem Alter

Wertkonservativ/Sozialdynamik

Familienzusammenhalt Gut/Böse

Wertgefühl

Zweck/Mittel

Vertrauen,

Liebe

Familientradition und Familienfeste:

das Tor zum Glück,

gestattende Gesellschaft/Permissivität:

das gehört sich aber nicht,

Partnerwahl, Last und Lust,

Abhängigkeiten/Veränderlichkeiten/Tradition,

Opportunismus/Konfliktvermeidung,

Ratschläge

Bildung und Wertvermittlung

Ziele

Erfolgs- und Gewinnstreben

Gewissen/Gelassenheit, Trost, Neid

Vetternwirtschaft, Nepotismus, Klüngel

Kavaliersdelikte, Drogen, Gesundheit und

Krankheit

Bullshit/Wahrheit/Lüge/Erleichterung

Intrige Perfidie

Anpassung Majorität/Minorität

Erlösung: Das Flüchtige fest machen und

das Feste flüchtig.

Wir kommunizieren unsere Aufklärung

durch Angstmacherei und Übertreibungen.

Es entstehen Entfremdung und

Dickfälligkeit. Sublimation und Sensibilisierung

Fehlanzeige, dabei sind Richtig und Falsch,

Pflichten, Rechte und Tabus allesamt in

Gebote, Vorschriften und Gesetze, ethische

Kodizes oder Prinzipien, Richtschnuren in

strenge Formen

gefasst.

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PAUSE

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ZWEITER AUFZUG

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Das Rentnerlied

Das alte Weib

Verinnerlichung von Wertorientierungen,

Haltungen, Widerstand bei Versuchungen

und Verlockungen

1 Werte und Würde in Texten, Textbildern

und Bildern von Wilhelm Busch:

Im Spannungsfeld von Gewinn und Verlust

stehen heute in der Wertorientierung

zwischen Meinungen und Diskurs

Wertäußerungen in Konjunktur, die von

unerwünschten Wertverlusten durch

Entfremdung (Habermas) und

Wertrelativismus (Papst Benedikt XVI.)

verlaufen. Was bei Wilhelm Busch als

Wertbildner der Kunst dazu hervorgebracht

worden ist, hält sich weniger mit

Verlustgeheule, als mit Wertverwandlung

und einer nicht zu verachtenden Lebenstechnik,

das Schicksal mit Elastizität, Humor und –

diesseits von Gut und Böse –

einer Portion alltagspolitischen Selbstbetrugs

zu umarmen.

Im Kern des Vortrags stehen die ständig erklärten

>idealen Werte< und der Zank um sogenannten

>Werteverlust<. Wir beobachten aber bei der

überwiegenden heutigen Menschlichkeit in Deutschland

wirklich „gelebte Werte“ zwischen mehr oder weniger

geschmeidiger Umarmung des Schicksals und dem

ergebenen Erleichterungsbedarf durch Selbsterleichterung.

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Kurz, was Texte und Bildtexte betrifft,

zeigt Wilhelm Busch uns, wie sowohl die

Buben Max und Moritz böse sind, die Opfer

übel spießig, Busch selbst als bornierter

Eiferer, aus einer eigentlich unsympathischen

Werthaltung – eben des bornierten Eiferers –

heraus, uns Buschkunden über seinen

Buschhumor in Verbindung mit seiner

Buschkunst auf seine Seite bringt. Das

ist nicht einfach Schadenfreude oder

Galgenhumor, sondern es ist der sinnliche

Genussmensch, der ohne Askese zeigt,

wie eine skeptische bis pessimistische

Grundhaltung als Wertorientierung –

zwischen cool und kalt – verkörpert,

welche soziale Freundlichkeit für unser

Alltägliches – mit Busch – zu haben ist.

Natürlich ist Buschs Werteleben viel mit

Alkohol verbunden, wie bei Jesus, der aus

Wasser Wein machte.

Busch bringt uns mit seinem Werteprogramm

vor Augen, wie aus Übeln und Minderwertigkeiten

eine Werteverwandlung zur schmunzelnden

und lachenden Konsonanz der Gemüter im

alltäglichen Diesseits von Gut und Böse möglich

ist – wie er den tragischen Widerspruch

zwischen Mensch und Würde mit Witz

verzaubert.

Bei seinen Bildern, insbesondere wenn es

Wilhelm Busch um die Kunst der Malerei

gegangen ist, kommen wir nicht umhin,

zu erkennen und anzuerkennen, dass es

ihm zweifellos um das „Wahre, Gute, Schöne“

eines Malerschaffens ging. Das bedeutet,

wenn man nicht der Beliebigkeit heutigen

Umgangs mit Kunst im Kunsterlebnis im

Kunstbetrieb, das sinnliche Anliegen der

Malerei, wie sie vom Maler hergebracht

wurde, opfert, hat der „Kunde von

Wilhelm Busch“, der die Kunst zu seinem

persönlichen wie sozio-kulturellen Gegenstand

inmitten des Kunsterlebnisses stellen will, es

mit einem echten zu Herzen gehende Malwerk

zu tun, das vollkommen zweifelsfrei Ausdruck

eines hingebungsvollen leidenschaftlichen

Idealismus‘, eines guten Auges und großen

Könnens ist, worum es dann hinsichtlich

dieser Wertedebatte auch zu gehen hat.

Betreffs seiner Malerei und seiner Zeichnungen

und Skizzen war das Genie Wilhelm Busch ein

Spitzenmaler seiner Zeit, dessen

Sonder-Prima-Malerei“ mit den idealen

Begriffen „Sonder-Expressionismus“ und

Sonder-Impressionismus“ sinnvoll umrissen

werden können. Insofern hat es keinen

zweckvollen Sinn, auf die Fortschrittlichkeit

oder den Konservativismus von Wilhelm

Busch und das Achtel Lorbeerblatt von

Duchamp oder Joseph Beuys zu bestehen,

um sich einem großen Künstler modernistisch

anzubiedern. So gesehen kann zukünftig

getrost die Rede vom heutigen Wertkampf

im Multirollenspiel unserer Gesellschaft,

zwischen den modernen Wertproklamationen

und den spießigen Verhaltensnormen

aufgenommen werden. Und, wer glaubt,

dass davon Wilhelm Buschs Werke nicht

zeugen – dass er ein Vogel wär‘, so irrt

sich der.

12 Ratzingers Allmachtgott und Habermas‘

Relativismus der Entfremdung

Der Papst Benedikt xvI belegt das menschliche

Dasein mit der Totalität.

Habermas will sich wissenschaftlich einrichten,

Wertsetzungen durch Erkenntnis und Interesse

schöpfen und instrumentalisieren. Habermas

will die kultur- und fortschrittsbedingten

Entfremdungen mit marxistischen Konzepten

in den Griff nehmen.

Ratzinger weist dabei auf Wissenschaft als

Aberglauben hin, der den Erlösungsbedarf

derart erhöht, dass es die Hölle ist. Der Glaube

an Gott weist laut Ratzinger auf die Erlösung,

die durch den Tod des Sohnes am Kreuz als

ein Angebot in die Ewigkeit aufgefasst werden soll.

3 Es ist eine Ehre vor gepflegtem Publikum geistigen

Anschluss zu finden

Roxanne

Out on the Weekend

Heart of Gold

Die Flasche wird geöffnet.

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