Fußball-Bundesliga: FC Schalke 04 vs. FC Bayern München mit internationalem Spitzensport und 0:2 für die Legionäre

September 9, 2016

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Vom Freitag, 9. September 2016

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Ausnahmsweise gebe ich mal einen kleinen Einblick in mein Privatleben. Fiußballer und Fußballfernsehzuschauer auf Lebenszeit und vollkommen auf der Seite der Besten, weil sie die Träume ernähren.

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Als Fußballer, der neun Jahre in München erlebt hat, wie 1860 Heimspiele gegen FC Bayern hatte, und die Bayernzuschauer aus dem Rest der Republik heranreisten, hat wenig Erregung, wenn Bayern oder Schalke, ob Ribery oder ein unbekannter neuer Ausländer bei Schalke tollen Sport bieten.

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Zum heutigen Bundesligaspiel am zweiten Spieltag, am Freitag, 9. September 2016:

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Der quasi mit einer Weltauswahl doppelt besetzte Bayern-Kader ist bereits zum Saisonbeginn vom neuen (italienischen) Trainer Ancelotti in blendende Hochform gebracht. Die ersten Werkproben liegen vor.

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Der FC Schalke hat mit dem Erfolgstrainer Weinzierl und einer Wundertüte von Neueinkäufen beim Auftaktspiel gegen Eintracht Frankfurt ärmlich gewirkt, aber heute gegen die Bayern:

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Das heutige Punktspiel war ein ungewöhnlich gutes Spitzenspiel auf bestem internationalem Niveau.

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Die Bayern zogen ihre systematischen Ballstafetten und die Schalker spielten beinahe über 95 Minuten ein ungewöhnliches Pressing mit enorm gut systematisch funktionierender Raumaufteilung bzw. Zuordnungen und Linienorientierung.

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Ich habe noch niemals eine solch geniale Mannschaftsleistung von Schalke 04 gesehen wie heute gegen Bayern. Dabei wurden Laufleistungen von sehr jungen, noch weitgehend unbekannten Spielern auf Seiten Schalkes gebracht, ohne übertriebene Härte oder Foulspiel.

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Das Spiel stand auch unter dem staunenden Bayernensemble, derart unter Druck ihre Abspiele behaupten zu müssen.

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Die Torhüter haben alles notwendige gekonnt. Aber der für München spielende Gelsenkirchener Manuel Neuer war mehrfach in unuübersichtliche Abwehr-Situationen gebracht worden, wo das Glück letztlich entschied – das heißt, eigentlich war Neuer mehrfach geschlagen, weil er vollkommen zugestellt und zugedrängt worden war.

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Mit einem NULL-zu-NULL-Halbzeitstand setzte das bristante hochspannende Spiel vor ausverkauftem Schalker Stadion noch weitere Spannung, durch mehrere Torchancen für Schalke, Mittelstürmer Huntelaar traf aus 18 Metern die Latte und ebenso die extrem engen Zweikämpfe auf allen Linien , insbesondere vom jungen giftigen Bayern-Legionär Sanchez, und allen Schalkern, die sensationell von ihrem Trainer Weinzierl eingestellt waren.

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Diverse Wechsel brachten Akzentverschiebungen. Für Bayern war die Einwechselung des enorm schnellen Douglas Costa spielentscheidend für beide das Spiel entscheidende Tore. Selbst Ribéry, der in seiner Art agil und witzig spielte, musste also raus. Huntelaar musste nach Köpfe-Zusammenprall mit Thiago raus. Bald musste auch Alonso weichen, die Einwechselung von Joshua Kimmich (Schütze zum 0:2 in der 5-minütigen Nachspielzeit 92ste Minute) brachte neben Robert Lewandowski (Schütze zum 0:1 in der 81sten Minute) den zweiten Torschützen – Bayern gewann schließlich nach völlig offenem Kampf in Gelsenkirchen mit 0 zu 2 Toren.

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Gegen Schluss des Spieles dominierten die Bayern-Legionäre erschütternd überlegen. Mit Philipp Lahm, Thomas Müller, Mats Hummels und Manuel Neuer, dazu Joshua Kimmich spielten für München einige Deutsche, ansonsten nur Fremdenlegionäre mit Weltklasse. Auf Schalker Seite war ein deutscher Torwart, ein später eingewechselter nationaler Leon Goretzka, Nationalspieler Max Meyer, ein Verteidiger Benedikt Höwedes und ein deutscher Trainer, ansonsten auf allen Seiten Afrikaner, Südamerikaner sowie europäische Spitzenlegionäre.

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Dietmar Moews meint: Ich frage mich seit Längerem, warum die Top-Spieler so schlecht schießen können.

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Man muss glauben, dass Alonsos Super-Volley-Treffer, vergangene Woche, ein Glücksding war, sieht man, wie selten gute Fernschüsse versucht werden, wie oft David Alaba auf die Tribünen geigt, wie Philipp Lahm angeblich kein Goalgetter sei, wie Robert Lewandowski am liebsten in der Eins zu Eins-Situation, beim Kopfball oder mit dem Fuß in die Spitze geht, wo es weh tut und er der Beste ist und Tore erzielt – aber kaum aus zwanzig Metern mit freier Bahn (Raffael van der Vaart konnte das, Buffi Ettmayr konnte das, Helmut Rahn konnte das).

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Helmut Rahn (Rot Weiß Essen /1. FC Köln) um 1962

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Warum trainieren die Spieler nicht aus dem Lauf das Schießen aufs Tor? Die gesamte Abwehrorganisation müsste anders und variabler angelegt werden, der Angriff wäre weniger ausrechenbar, wenn die Angreifer auch aus 25 oder 20 Meter Entfernung torgefährlich schießen würden, anstatt immer den kurzen Pass ins Gedränge zu versuchen.

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Jedenfalls waren Schalke und Bayern heute wunderbar. Von beiden wird in der kommenden Saison viel zu erwarten sein. Trainer Weinzierl und Neueinkäufe bei Schalke sind jetzt wirklich mal da, wo bisher jahrelang nur der Genieverdacht verhandelt wurde.

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FRANKREICH STARK mit 2:0 im EM-FINALE

Juli 7, 2016

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vom Donnerstag, 7. Juli 2016

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Diese Wette habe ich klar verloren. Wie kam es?

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Mehmet Scholl sollte jetzt DFB-Cheftrainer werden.

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Frankreich schlug die DFB-Auswahl im Halbfinale in Marseille mit 2:0.

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Gewonnen haben die Franzosen, weil sie objektiv so stark waren, das deutsche Angriffsspiel durch ungeheuer disziplinierte Laufarbeit vollkommen zu erdrücken.

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Immer wenn das Pressing begann blieb für die Deutschen kein unbehinderter Angriffsball oder Angriffspass übrig. Die Torchancen der Deutschen waren letztlich immer auf glücklichen Abschluss angewiesen – nun sagten hinterher alle:

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Das sei eine sehr gute Leistung der DFB-Leute gewesen, das beste Spiel, aber es habe das Glück im Abschluss gefehlt.

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Dietmar Moews meint: Antoine Griezmann erzielte beide Tore für Frankreich zum 2:0 Endstand. Griezmann erzielte nun bereits sieben Tore bei dieser Europameisterschaft. Griezmann ist eine Freude, anzuschauen.

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Ich würde zwar Griezmann nicht gegen dünnes Müller tauschen – und diese beiden Genies haben ähnliche Qualitäten im Mannschaftsspiel, Angriff wie Abwehr -, aber der deutsche Trainer sollte mal überlegen, welche taktisch freie Stellung Griezmann im Mannschaftsgefüge der Franzosen spielte und welche Aufgaben-Zuordnungen von Spiel zu Spiel für Thomas Müller, immer einer Pointierung des deutschen Angriffsspiels angepasst, jeweils übrigblieb.

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Müller war dennoch auch in diesem Halbfinale mehrmals aussichtsreich am Überraschungsball – und da fehlte etwas Glück bzw. Torwart Lloris hielt sensationell.

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NOCHMAL: Das residuale Flügelspiel von Hektor und Kimmich reichte absolut nicht, Mittelstürmer Müller als Torjäger ins Spiel zu bringen und  gefährlich anzuspielen.

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Ursache waren die unglaublich guten Abwehrzusammenhänge der wachen Franzosen. Während die deutsche Abwehr vielfach mit einfachen Doppelpässen von Griezmann mit Giroud in Not gebracht werden konnte.

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Torwart Manuel Neuer hat wieder hervorragend gespielt – das zweite Tor war eine Verkettung von fünf individuellen Fehlern, der vorletzte war Neuers Abklatschversuch vor die Füße von Griezmann. Nur, warum bekommt Griezmann den zweiten Ball?

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Marseillaise in Marseille ging hervorragend. Marseillaise in Paris wird nun auch im Sternenlicht von Renato Sanchez, Christiano Ronaldo und Pepe versuchen müssen, selbst das Spiel zu machen – damit ist auch Portugal ein echter Kandidat auf den Gewinn UEFA-EM-2016.

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Die angeblichen taktischen Maßnahmen des deutschen Trainers durch die heutige Mannschaftsaufstellung, nämlich die Abwehr gegen diese konkrete französische Auswahl undurchdringlich zu machen, ging nicht auf.

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Bereits im Viertelfinale gegen Italien teilte ich die Konzeption von Bundestrainer LÖW nicht.

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Wer gewinnen will, muss Tore erzielen – man verliert nicht wegen eines Handelfmeters, wenn man Tore schießt. Damit war es insgesamt seitens der Deutschen einfach zu wenig. Auch so hat die Equipe „Les Bleues“ verdient das Finale erreicht.

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Mehmet Scholl hatte ähnliche Kritikansätze wie ich. Doch das Italien-Spiel wurde immerhin gewonnen. Was heute aus dem kümmerlichen Flügelspiel, zum zugedeckten Mittelstürmer Müller, den zugedeckten Kroos und den zugedeckten Özil an Angriffsdruck führen sollte – stets war bereits die Vorbereitung der Angriffe abgewürgt. Nachdem Mario Götze reingewechselt wurde, fiel dessen Name zehn Minuten kein Mal. Leroy Sané war drei Mal am Ball.

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Trainerwechsel wäre für die DFB-Auswahl auch mal nötig – Löws und Bierhofs Plastik-Interviews sind inzwischen vollständig bei YOUTUBE nachzuhören. Die Indolenz gegenüber FIFA- und UEFA- und DFB-Machenschaften mögen Bierhof gesellschaftliche Vorteile in Pöcking und Starnberg bringen – für die emanzipatorische Demokratie ist das Gift.

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DEUTSCHLAND vs. ITALIEN im UEFA-EM-Viertelfinale 2016

Juli 1, 2016

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Vom SAMSTAG, 2. Juli 2016

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Das K. O.-Spiel in Bordeaux der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien wird sehr stark werden.

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Beide Mannschaftsaufgebote sind gut eingestellt, motiviert – Deutschland wird 3 zu 1 gewinnen und ins Halbfinale gegen Frankreich oder Island einziehen.

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EINS: Die Italiener haben/sind durch das ohne extremes Blutdoping nicht vorstellbare Laufpensum, wie wir es im K. O.-Spiel gegen die ja bekanntlich ebenfalls nicht ganz „laufunbegabte“ spanische Auswahl!!!! im Durchschnitt 4 Km im Spiel pro Mitspieler mehr gelaufen.

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ZWEI: Italien hat eine wache, variable und relativ fehlerfrei spielende Auswahl, dazu eine ziemlich effiziente Nutzung, weniger Torchancen.

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DREI: Für den DFB spielen die besseren, stärkeren Spieler. Der Torwart Neuer ist zwar nie fehlerfrei, aber mit Abstand der beste und entscheidet Spiele- auch gegen Italien. Zwar trifft das spielentscheidende Potenzial auf Gigi Buffon ebenfalls zu, doch ist er nicht derart vollkommen als elfter Feldspieler ins italienische Spiel integriert.

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VIER: Alle für Deutschland spielenden Immigrationstalente schießen Tore, denken selbst, haben eine athletische und spielerische Karrierehöhe, während die Italiener sowohl altersmäßig drüber hinweg sind oder jünger, weniger erfahren.

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Dietmar Moews meint: Ich sehe die Aufstellung des letzten Spiels nun gegen Italien erneut für die Deutschen – zunächst mit Draxler, ohne Götze, mit Kimmich, ohne Höwedes, anstatt des linken Außens Hektor drängt sich kein besserer auf, ohne Schweinsteiger und Podolski, dafür unter aktuellen Umständen Götze und Sané als Einwechselung im Sturm, nicht Schürrle.

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Die Absprachen der Defensivarbeit sollten während des Spiels von außen dringend angefordert werden, so wie jemand beim Umschalten vorne bzw. hinten stehen bleibt, muss von außen angetrieben werden.

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Ferner muss dringend der Positionswechsel von Spitzen sowie auf links und rechts permanent erlaufen werden. Dieses variable Potenzial von Müller, Draxler, Götze, Gomez, Kimmich, Hektor ist, was die Italiener konfus macht.

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Ich tippe, dass das Spiel in der normalen Spielzeit von 90 Minuten zugunsten des DFB entschieden wird – und wünsche viel Spaß (mit Mehmed Scholl und hoffentlich ohne den unfähigen ARD-Sprecher Simon) – gut wäre erneut die ausgezeichnete ARD-Sprecherin.

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Leipziger Fußball auf BUNDESLIGA-KURS

Juli 26, 2014

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am Sonntag, 27. Juli 2014

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Und es kündigen sich die neu zusammengestellten Fußballmannschaften für die kommende Saison an. Und es wird viel geschehen, zwischen wünschen und hoffen, Begeisterung und Sensationen. Was kann Paderborn in der Spitzenklasse schaffen? Wann konsolidieren sich die mitteldeutschen Standorte, Magdeburg, Jena, Dresden, Halle, Rostock, Chemnitz und wer sonst noch Ansprüche stellt in der Dritten Liga?

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DIETMAR MOEWS Sportflagge  Ukraine Bodenturnen

DIETMAR MOEWS
Sportflagge
Ukraine Bodenturnen / leipziger Farben

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Ich begrüße begeistert, dass endlich Leipzig kommt. Leipziger Fußball, aus der Stadt, die erste Fußballmannschaften aufstellte, den Deutschen Fußballverband gründete und immer Spitzenfußballer hatte – freut mich sehr.

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Wie komisch und traurig wirkte auf mich das große Zentralstadion, als ich in den 1990er Jahren in diesem Walter-Ulbricht-Spinnweben überzogenen DDR-Bruchwerk Leipzig lebte. Und nach dem Umbau des Stadions, doch keine Sportfeste dort Platz griffen.

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Die SED-Kultur hatte so staatstragende Macht, dass es keine Vereinstradition der Fußball-Stadt, sondern nur des SED-Verbandes gab. Warum wurden auch die alten Vereine gelöscht. Wer konnte nun unter Begriffen wie „Lokomotive“, „Dynamo“ und „Schwarze Pumpe“ einen Amateurspitzenfußball schaffen? – die PDS oder die LINKE?

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Es kam, wie es kommen musste – in Leipzig wie in Dresden – der alte VFB Leipzig war genau wie der Dresdner SC wegorganisiert. Die Fußballfreunde waren nun vom SED-Fußball-Vereinswesen so einbezogen, dass daneben kein weiteres Pflänzchen DSC oder VFB wuchs.

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Es hat zwanzig Jahre gedauert, bis der Frust dem heutigen Bezahlfußball auch nicht als Armeeclub die Stirn bieten zu können, nun doch die ungeliebte westliche Organisationsform „Schuldengeld“ auszuprobieren.

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Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

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Dietmar Moews meint: Egal, wie kotzig wir den Weggang von Bernd Hobsch aus Skeuditzsch bei Leipzig nach Bremen oder von René Adler noch nachträglich finden mögen – es geht diesen Gang. Und jetzt kommt also RB Leipzig mit Power hoch:

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Rasen Ballsport Leipzig, ein Marketing-Projekt der Firma Rasen Ballsport Getränke (RB), mit Spitzen-Personal und einem konkurrenzfähigen Konzept mit den internationalen Wettberwerbern.

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RB Leipzig spielt jetzt in der Zweiten Profi-Liga, ist alljährlich von unten her jeweils aufgestiegen, steht vor dem Durchmarsch in die Erste Bundesliga, und kann als Konsortium mit RB Salzburg, einer eigenen Fußballschule und einer Exklave in Brasilien, neuartigen Aufbau und Transferpolitik bzw. Spieler-Kauf-Leih-Zirkel unterhalten, die anderen Profi-Vereinen bzw. Erwerbs-Fußballorganisationen überlegen ist. Fußballfachmann Ralf Rangnick hat es in Hoffenheim bereits einmal vorgemacht.

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Was das Dorf Hoffenheim sich an sozialen Bezügen erarbeiten konnte, kann der großen deutschen Fußball-Stadt Leipzig gar nicht misslingen.

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Ob Rasen Ballsport, Rosinen Brotesser oder Red Bullsäufer – das ist das gleiche Blut am gleichen Geld, wie bei Celtic Glasgow, Saint Germain Paris oder Real Madrid. Leipzig ist eine traditionell intelligentere witzige Stadt – man wird sich über eine neu hinzuwachsende Weltbedeutung (im Bezahlfußball) nicht auf Dauer hinwegsetzen. Glück auf!

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WM-Kirche: VORBILD-Wirkung mit Fifa-Dumpfheiten

Juli 16, 2014

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am Mittwoch, 16. Juli 2014

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Der Soziologe im Hochgebirge spricht: VORBILD für MORAL

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Das war vorherzusehen – siehe Lichtgeschwindigkeit 4674 von gestern: Wie gehen die Gauchos?

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Ja, wie gehen die? Zunächst sehe ich eine Gruppe von sechs Fifa-Spielern des DFB, die von der Mannschaftsführung in exakt dieser individuellen Zusammensetzung eine Zimmergemeinschaft während der Fifa-WM bilden mussten: Torwart Weidenfeller (alter Spieler), Moustafi, Schürrle, Klose (alter Spieler) Götze, Kroos.

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Andere Zimmergemeinschaften haben diese, in Fifa-Brasilien von verschiedenen andersnationalen Schmähruf-Fahnenschwingern, gegen jeweils unterlegene Fifa-Mannschaften gesungene und getanzte Distanz, nicht so herausgehoben aufgeführt.

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Wer mag sich mit den übelen Beleidigungsgesängen argentinischer Fußballer in Brasilien gegen Brasilien trösten? wer mit dem Nationalhymnen-Gebrüll der brasilianischen Fifa-Mannschaft vor den Spielen? – So nach dem Motto: das ist üblich, das machen alle, das ist Spaß.

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Dietmar Moews meint: Die Kritik sollte dieses herausragende Massengeschehnis auf der Fifa-TV-Fan-Meile von Berlin nicht einfach als Sonderfall abhaken. Es bedarf schon der Nutzung zur Nachbetrachtung: Macht es bitte nicht viel dummer als nötig.

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Bereits große internationale Pressepublikationen bringen diese Spielform des aktuellen Deutschismus ziemlich weit vorne (s. New York Times v. 16. Juli 2014).

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Es ist auf folgenden, oft unterschätzten oder übersehenen Einfluss von Vorbildern auf besonders empfängliche, führungs- und fühlungsbedürftige Mitbürger zu erkennen.

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Wenn Boris Becker, Steffi Graf und Franz Beckenbauer auf verschiedene Weise ihre Privatmoral und ihre kindische staatsbürgerliche Vorbildverantwortung als Steuervermeider, Steuerhinterzieher und Rücksichtslosigkeiten ansehen, liegt der Schluss nahe, dass hier von und durch Vorbilder mit Stil und Qualität öffentlichen Verhaltens von Prominenten Freiräume für den „normalen kleinen Mann“ als zulässig eingewöhnt wurden und werden.

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Linonel Messi, genialer Fußballsportler, argentinischer Großverdiener und wirtschaftlicher Großbetrüger, wurde jetzt von der Fifa zum „Fifa-Spieler des Fifa-Turniers“ erklärt und herausgehoben. Wieso sollte nicht Uli Hoeness seine Praktiken der Schattenwirtschaft und der Schwerkriminalität frech vorzeigen und nicht ändern? Wieso sollte nicht Bastian Schweinsteiger diesen Kriminellen als Vorbild ansehen und noch nach Spielschluss in Rio de Janeiro namentlich ausdrücklich Uli Hoeness danken? Was erlaubt sich Schweinsteiger für eine öffentliche Arschkriecherei einer „mir san mir“-Prominenz ohne Vorbildverpflichtung?

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Wieso sollten also nicht deutsche Fifa-Spieler auf dem Plastikgrün der „Fifa-Fan-Meile vor dem Brandenburger Tor dem Vorbild dieses „Wie gehen die Gauchos?“ (gebückt) und wie gehen die Deutschen? (aufrecht wie das Hermannsdenkmal der Cherusker im Teutoburger Wald) – auf diesem Niveau mitmischen? ihr gelebtes Volksempfinden führte nicht zu Tomatenwürfen des anwesenden Publikums.

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Es ist genauer besehen eine erhebliche Selbstschmähung durch diese sechs Fifa-Spieler – wer erfreut sich freier und ausgiebiger an Schadenfreude, weil ihm die Freude nicht reicht? Und was sehen wir? Die Angst und das Bewusstsein dieser Fifa-Sportler, wie sie im starken Endspiel an der Niederlage vorbeigeschrammt sind, weil die „Gauchos“ gleichstark waren.

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Es hätte gereicht zu singen: „Wir haben nicht nur einen Spieler (Messi und Neymar), der das virtuose Götzetor hätte schießen können. Wir haben Götze, Özil und Gündogan, die dieses balltechnische Genie in höchster Dynamik haben.

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Der „wie gehn die Deutschen-Tanz“ zeigte, wie solche begabten Spieler wie Götze, der durchgängig und verlässlich, öffentlich eher schüchtern und vernünftig sich äußert, hier als jugendliches Würstchen von älteren Dumpfbacken mitgerissen wird: VORBILD-WIRKUNG. Ich verkneife mir den Vergleich zwischen Toni Kroos und Jan Ulrich oder die Heimatkundlichkeit des Oberschlesiers Miro Klose.

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Da muss Uli Hoeness, da muss Manuel Neuer hinschauen – was hat es mit Prominenz und Vorbild-Verantwortung auf sich.

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So sieht es

ALISON SMALE in der New York Times:

Still Walking on Air, Germans Touch Down for World Cup Party

BERLIN — Germany paraded its pride and its festive side on Tuesday when hundreds of thousands of fans gathered on a joyous, sun-kissed day to welcome home their victorious World Cup soccer squad.

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We are all world champions,” Coach Joachim Löw shouted into a microphone as he stood in front of the crowd, which stretched at least half a mile from the stage at Brandenburg Gate, a symbol of reunited Germany.

The first glimpse that fans caught of the national team was of its plane, a Boeing 747 operated by the German airline Lufthansa that was newly christened Siegerflieger (“the victors’ plane”) Fanhansa. The aircraft was given special permission to sweep low over the so-called fan mile.

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Minutes later, it landed at Tegel Airport, 90 minutes behind schedule after a collision with a luggage cart delayed its departure by two hours in Rio de Janeiro Monday night. Also not part of the plan, it seemed, was the steady stream of humanity that swelled on sidewalks and in the street as the team’s open-topped double-decker bus approached the celebration.

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The crowd slowed the team’s vehicle to a walking pace as thousands filmed the occasion and hurled T-shirts to the team members. Obliging players found markers to sign them and toss them back.

Even American diplomats and employees of the United States embassy joined the party, either from their doorstep near Brandenburg Gate or clustered on the embassy’s terrace looking down on the fans. A banner on the embassy proclaimed America’s congratulations to the German team.

I just don’t know what besides this world championship could spark the ‘we’ feeling in this country,” said Wolfgang Niersbach, the president of the German Football Association. “That we gave so many people joy is worth more than our own happiness. It was madness, and it is just madness.”

Tens of millions watched a live broadcast that lasted more than four hours. Most of them had a better view than those at the fan mile, several of whom arrived as early as 4 a.m.

Tobias Jäger, 45, a caterer in Berlin, had his young son on his shoulders. “I am here because I am insane like everyone else here,” he said. “I was hoping to catch a good view — but that is very unrealistic.”

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Gudrun Neubauer, a 66-year-old pensioner from Hamburg, was happy for the experience but “definitely disappointed by the organization of this event.” She had first tried an entrance closer to the action but was turned away, she said.

Sister Martina, a 46-year-old nun from a convent in Bad Saulgau in southwest Germany, wore her gray habit and four stars — one for each of Germany’s world championships — on her forehead. “I just want to applaud our team,” Sister Martina said. “They played like giant — absolutely fantastic.”

The country followed the fate of its team as never before, with a record 86 percent tuning in to the World Cup final Sunday. (Germany beat Argentina, 1-0, with a goal from Mario Götze, the second youngest member of the team, in the 113th minute.)

The four World Cup championship years — 1954, 1974, 1990 and 2014 — were emblazoned on the side of the team’s bus, and each of the first three wins also carried some political significance. In 1954, West Germany’s championship was seen as a sign that the country was back on its feet, nine years after the defeat of the Nazis. The win in 1974 symbolized the surety of West Germany’s economic miracle, while the 1990 title — also over Argentina — came midway between the fall of the Berlin Wall in November 1989 and the reunification of Germany in October 1990.

That was before Götze was born and before German soccer slumped to an unusual low. About a decade ago, just as its government took tough measures to reinvigorate the economy, the country’s soccer elite did the same with its national team, reaching out to build a younger, tougher, more diverse but also more collective-minded squad.

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The players showed off that team spirit on Tuesday. Taking the stage in the four groups that roomed together in houses at the team’s headquarters in Brazil, they clowned, crowed and celebrated the Cup.

One group, led by the veteran Miroslav Klose, who has scored a record 16 goals in the World Cup, spoofed a 2008 fan song about various opponents in the European championship to poke fun at the Argentines walking small, while the Germans go tall.

Defender Jérôme Boateng, who has a German mother and Ghanaian father, paid perhaps the best tribute to his vibrant hometown. “Hello, Berlin!” he said. “I am so proud to be a Berliner.”

Striker Thomas Müller, known as a garrulous jokester, and his housemates, including the team captain, Philipp Lahm, roused the crowd to a fan samba, with Müller playing air guitar. The group had walked in with the golden World Cup trophy well hidden behind their backs, revealing it when they collapsed on the ground and left Lahm holding it high.

Bastian Schweinsteiger, who sustained a cut under his right eye in Sunday’s final, still sported a bandage on the spot. Wrapped most of the time in a black, red and gold national flag, he summed up his view of Germany’s soccer trek.

We were here in 2006,” he recalled, when the country hosted the championships, giving a great party but finishing third. “Now,” he yelled, “we’ve got the damned thing at last!”

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WM-Kirche: Fifa-MercedesBenz-Empfang in BERLIN

Juli 15, 2014

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am Dienstag, 15. Juli 2014

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An Tagen wie diesen … trifft sich eine imaginierte Fußballwelt über die Echtzeit-Elektronik in der IT-Revolution.

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Es ist ein besonderes Massenerlebnis. Die von Oben gesetzten Zeichen heißen Mercedes Benz und Obrigado (Portugiesisch für DANKE).

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Die Massenkommunikation lässt Menschen, die sich nicht persönlich kennen, die glauben durch eine Fußballbegeisterung miteinander verbunden zu sein, gemeinsam öffentlich auftreten und sich zu gemeinsamem Verhalten, zu Jubelarien führen: Wie gehen die Gauchos? Wie gehen die Deutschen? Ich bin stolz, ein Berliner zu sein usw. Plattheiten.

Fifa-Blatter-Fußball-WM Brasil 2014: ENDSPIEL: Fifa-WEIßE und Fifa-BLAUE. Weltmeister und Sieger Fifa-Deutschland mit 1:0 durch Mario Götze mit Geniestreich.

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Endstand nach 120 Minuten 1: 0 für Fifa-Deutschland.

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Dietmar Moews meint: Als Kölner kennt man die Feierfreude von Individuen. Wir gehen freiwillig in anonyme Massen auf, singen, tanzen und praktizieren kleine Mitmachformen (Alkohol).

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Wenn man, wie bei der Berliner Fifa-Party am 15. Juli 2014, glaubt, die ganze Welt sei dabei, dann können Hunderttausende eine Straßenparty zum Empfang der Fifa-Mannschaft feiern.

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Die Straße des 17. Juni und das Brandenburger Tor, Mercedes Benz, das deutsche Staatsfernsehen, und die tief in den Sport-Akteuren verankerte Überzeugung des deutschen Liberalismus, werden durch die weltweite elektronische Echtzeitverbreitung zu einem Begeisterungs-Geschehen geführt.

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Ich habe das Endspiel vor Augen. Leistungssportler aus Argentinien und aus Deutschland spielten herausragenden Fußballsport. Mir schien es, wie ein „die Wahrheit kann warten, sie hat ein langes Leben“-Erlebnis, als die bis dahin nicht optimal eingesetzten Spieler Mesut Özil, Kevin Boateng und Mario Götze, diese außergewöhnlichen Sportler, durch eine günstigere Disposition, wie die anderen Mitspieler nun auch großartig herauskamen und das Spiel entschieden.

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Der Liberalismus in den diffusen Selbstabholungen junger Leistungssportler, die gleichzeitig prominente Fifa-Vertrags-Jungmillionarios sind, ist hier  – angesichts der Massenrelevanz (wie gehen die Gauchos?) – zu kommentieren:

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Erstaunlich, welche Typen nach sportlichem Leistungsvermögen ausgewählt worden sind, und immerhin soviel Abrichtung und Ausbildung haben, hier aufzutreten, ohne schwerwiegende Dummheiten zu verbreiten.

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Dennoch ist nicht zu unterschätzen, dass die unangekränkelte „Liberalismus-Ideologie“ als wünschenswerte gängige Grundhaltung vorgeführt wird.

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Diesen deutschen Fifa-Sportlern scheint noch nicht klar zu sein, dass diese deutsche Liberal-Ideologie nur funktioniert, weil in weiten Teilen der Welt genau Unterdrückung, Mord und Totschlag vorgehalten werden: Sicherheitspolitik heißt das mit Bundespräsident Gauck neuerdings, nicht mehr Friedenspolitik.

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Der Liberalismus, den die deutschen Fifa-Sportler vorführen, bedeutet Unterdrückung in anderen Weltteilen (wers nicht glaubt, kann es auch als Deutscher in Deutschland haben: Angst Angst Angst).

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Die Feier am Brandenburger Tor hat das Gaza-Bombardement und die IT-Totalüberwachung als den Sportlern selbstverständliches Equipement ihres öffentlichen Prominentendaseins. Die Erleichterung der Selbsterleichterung ist eine Siegerlaune, die den Opfern das Leben noch schwerer macht.

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Joachim Löw, Fifa-Trainer, sagte am Brandenburger Tor: WIR SIND ALLE WELTMEISTER. Er sagte nicht: WIR SIND ALLE HIRNRISSIG UND HARTHERZIG.

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Die Kritik sollte dieses herausragende Massengeschehnis nicht einfach als Sonderfall abhaken. Es bedarf schon der Nutzung zur Nachbetrachtung: Macht es bitte nicht viel dummer als nötig.

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Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 28

Juli 14, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4459

am 27. Mai 2014

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Die letzten Tage der Menschheit - 1914

Die letzten Tage der Menschheit – 1914

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Der angeblich in der Krankenabteilung der bayerischen JVA Landsberg einsitzende Schwerkriminelle Uli Hoeneß von Bayern München, der zwischen 30 und 70 Millionen EURO den Staatskassen durch komplizierte Steuerbetrugstechniken schadete und nun noch die Kosten des Strafvollzuges verursacht, wird hier als sozialer Beispielfall beleuchtet: Ob und wie wirkt der Fall Hoeness moralisch?

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Frage im engen und weiteren Sinn sind etwaige Wirkungen des Kriminalfalles Uli Hoeness, als ein Vorbild oder Beispiel, auf die vorhandenen Moral- und Wertvorstellungen in der sozialen Welt einerseits, andererseits auf die praktizierten Moralverhalten. Dabei ist streng zwischen den Wertvorstellungen und den Werterklärungen der Menschen – was sie glauben, denken und vorstellen – und ihrem wirklichen Verhalten zu unterscheiden, wenn sie wirklich dran sind.

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Solche gelebten Moralbegriffe finden in den verschiedenen Lebenssphären unterschiedlich Ausdruck – wobei ein Individuum im normalen Alltagsleben eine konstante moralische Einstellung beibehält.

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Unter extremen oder geänderten Situationen sind Moral- und sonstige Wertbegriffe zwar als Vorurteile konstant, Anpassungsdruck und Lebensnotwendigkeiten erlauben aber Haltlosigkeit oder zweckrationale Verhaltensänderungen.

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Um hier empirische Erkenntnisanhalte zu erkennen, ist nötig, die Art der sozialen Beziehungen und der sozialen Szenerie, auf die ein Individuum reflektiert, zu unterscheiden und zu trennen.

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Im Fall Uli Hoeness, wie in jedem Fall, gibt es die informellen intimen Moralhaltungen der persönlichen Bindungen und Bindungsschwächen.

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Ferner gibt es das Privatleben, der Familie, der Bekanntschaften, der Freunde, der Geschäftsbeziehungen – in denen stets auch Moralbegriffe – meist einfache Bezüge von Gut und Böse – gelebt und abweichend davon, auf Begriffe gebracht werden.

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Außerdem gibt es die moralische Positionierung in der Öffentlichkeit. Hier finden wir beinahe durchgängig kaum individuelle Proklamationen. Wenn überhaupt äußern sich in der Öffentlichkeit prominente Personen angepasst, in dem sie sich solchen bereits in den Massenmedien geführten Moralverurteilungen oder Moralforderungen anschließen.

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Ausnahmsweise leisten sich Individuen, die sich selbst als normale, nichtprominente Alltagsmenschen einschätzen, besonders abweichende oder emotionale Aussagen zu Gut und Böse.

Wie es auch wenige Prominente gibt, die in besonderen Moral-Stress-Situationen, wie auch im Falle des Steuerkriminellen Uli Hoeness, sich vorwagen, öffentliche Moralerklärungen abzugeben. Dabei zielt immer ein Kalkül auf die mediale Resonanz und die Selbstaufwertung desjenigen, der sich zu Gut und Böse erklärt.

Eine Sondertechnik besteht darin, Mutterwitz, Schlaumeierei, Ironie oder Zynismus auszudrücken – ein besonderes Beispiel ist der Fußballprominente Franz Beckenbauer, der in allen möglichen passenden und unpassenden Gelegenheiten sein „Schaun mer mal“ oder „der liebe Gott hats so gewollt“ anfügt. Beckenbauer nutzt diese Leerformeln zu mehreren eigennützigen Funktionen: zur Selbstentlastung, nicht wortlos und gedankenlos zu scheinen, – zur Ablenkung von moralischen Schlussfolgerungen, – zur Entlastung eines schlechten Moralvorbildes, – zur Verweigerung der persönlichen Anerkennung durch Beckenbauer, einer zur Kommentierung anstehenden Person.

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Jedenfalls haben Beckenbauers Leerformeln immer Entlastungscharakter und die Macht des Prominenten, Folklore und Banalität zu propagieren, wo Kritik und Analyse, Vorbildhaftigkeit und Vorbildverantwortungsbereitschaft, öffentlich verlangt wären. Beckenbauer möchte gerne die Vorteile der Prominenz nicht mit der Verantwortung als Vorbild bezahlen, sondern sich öffentlich aufführen wie ein Privatmensch.

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Hier sind sich Hoeness und Beckenbauer ähnlich. Hoeness möchte auch gerne das große Rad drehen, vergleicht sich dann aber in absoluten Zahlen mit den Steuerzahlungen eines privaten Normalbürgers.

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Dietmar Moews meint: Meine Betrachtungen und Überlegungen zu Wirkungen des Falles Uli Hoeness auf das spezielle und allgemeine Moralverhalten und auf Moral in den Reden der Leute, zielt auf nachweisliche Veränderungen des heute Üblichen von Sitte und Gebrauch im Reden und Tun.

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Befund dieser Hoeness-Moral-Betrachtung zeichnet sich eindeutig ab:

Veränderungen in Wertvorstellungen sind kaum zu beobachten. Allerdings werden die Moralverhalten in Wort und Tat, wie sie heute „normal“ und üblich sind, deutlicher – mehr Leute bringen was raus, die sich sonst zu Fragen der Moral nicht vorwagen. Der Fall bringt viele Menschen dazu, sich dazu zu erklären.

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In Interviews nach Abpfiff des Fifa-Endspiels, sagte der Fifa-Spieler Bastian Schweinsteiger ungefragt in die Mikrofone: „Ich möchte anfügen: Ich möchte Uli Hoeness danken – Hoeness hat erheblichen Anteil an diesem Erfolg.“

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Es ist erstaunlich bzw. als schlichte Tatsache aufzunehmen, dass der selbst höchstprominente dreißigjährige Fifa-Spitzenfußballer Schweinsteiger, Vertragsspieler der Fifa und der FC Bayern AG, seine Möglichkeit der öffentlichen Moralpositionierung gebraucht:

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Schweinsteiger äußert sich moralisch (persönliche Solidarität für den Straftäter, statt öffentliche Moral).

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Schweinsteiger schweigt weiterhin zu Fifa und Insiderwissen zu Manipulationen, Personnage-Bünde, Marketing- und Werbe-Kampagnen, Medienverbindungen der Personnage, Doping-Praktiken – von Schweinsteiger kam auch der Begriff „homöopathisches Doping“ von Müller-Wohlfahrt (er sprach es ohne Gänsefüßchen).

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Das Beispiel Schweinsteiger, in dieser Bezugnahme zum Fall Uli Hoeness, unmittelbar nach dem Endspielsieg in Rio de Janeiro, zeigt, dass und wie der Nachwuchs in der Moralpeer-Group des gesellschaftlichen Fußballwesens, Schweinsteiger, ganz folkloristisch an seine Vorbilder Beckenbauer und Hoeness anschließt (Beckenbauer hat sich im Sieg bei niemand bedankt). Schweinsteiger sieht, dass er sich das ohne viel Umstände erlauben kann (den Umstand hier in der Lichtgeschwindigkeit wird Schweinsteiger überleben).

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Wir sehen, dass von Größen wie Schweinsteiger keinerlei Selbstkritik oder Reformaktivitäten oder Reformkommunikation hinsichtlich der Fifa und des DFB erwartet werden können. Schweinsteiger verkörpert dabei den ganz normalen Mob der Mitmacher, der glaubt, salonfähig zu sein, wenn er als öffentliche Person, die privaten Maßstäbe raushängt.

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Verantwortungsbewusster und intelligenter verhält sich der Prominente Mehmed Scholl, der zumindest in seinen aktuellen Fifa-WM-TV-Auftritten den Fall Hoeness nicht in die falschen Ohren hineinstrapaziert hat, wie es Schweinsteiger gestern versuchte – schreiben wir es Schweinsteigers Zurechnungsfähigkeit (und Scholls Klugkeit) unmittelbar nach dem Abpfiff zu.

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Schweinsteiger sollte die Angelegenheit erneut bedenken und darauf differenzierter öffentlich eingehen: Fall Hoeness, öffentlich und privat – Fall Fifa, öffentlich und privat.

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DIETMAR MOEWS "Theatralische Sendung", DMW 38.3.75, 162 cm / 192 cm, Öl auf Leinwand, 1975 in Springe gemalt

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