Chuck Berry 1926 – 2017 Kurznachruf

März 18, 2017

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von Sonnabend, 18. März 2017

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Chuck Berry wird tot gemeldet.

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Er wurde am Samstag leblos in seinem Haus gefunden.

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Chuck Berry war ein Mann der Wahrheit in der Kulturindustrie, der allen Rock- und Bluesmusikern ein lebender Beweis für Qualität in der Kunst ist.

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Das bleibt.

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Chuck Berry, geboren als Charles Edward Anderson Berry, am 18. Oktober 1926 in St. Louis, Missouri, ist jetzt 90-jährig als Charles Edward Anderson Berry Sr. Am 18. März 2017 in Saint Charles, Missouri gestorben.

 

Chuck Berry war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist, Komponist und Autor außergewöhnlich sensibler und origineller Song-Lyrics.

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„Memphis“ (1959; bekannt als „Memphis Tennessee“)

Long distance information, give me Memphis Tennessee
Help me find the party trying to get in touch with me
She could not leave her number, but I know who placed the call
‚Cause my uncle took the message and he wrote it on the wall

Help me, information, get in touch with my Marie
She’s the only one who’d phone me here from Memphis Tennessee
Her home is on the south side, high up on a ridge
Just a half a mile from the Mississippi Bridge

Help me, information, more than that I cannot add
Only that I miss her and all the fun we had
But we were pulled apart because her mom did not agree
And tore apart our happy home in Memphis Tennessee

Last time I saw Marie she’s waving me good-bye
With hurry home drops on her cheek that trickled from her eye
Marie is only six years old, information please
Try to put me through to her in Memphis Tennessee

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Der englische Text handelt von einem jungen Mann, der bei der Gesprächsvermittlung versucht, die Telefonnummer eines Mädchens herauszufinden. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen um die sechsjährige Tochter des Sängers handelt.

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Das Lied wurde oft gecovert, so von Elvis Presley, The Animals, Paul Anka, Count Basie, The Beatles, The Dave Clark Five, Bo Diddley, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison und vielen anderen. Die deutsche Version von Bernd Spier war ein Nummer-eins-Hit in Deutschland und hielt sich sieben Wochen in den Charts. Die Tantiemen und Folgerechte weltweit werden nun noch teils zwanzig, teils 70 Jahre an Chuck Berrys Rechtsnachfolger zu zahlen sein: Billions of Dollars.

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Durch seine bürgerliche Herkunft mit Literatur, Theater und Bibel vertraut, machte er durch hintergründige und sprachverliebte Lyrik anspruchsvollere Texte für den Pop salonfähig und inspirierte maßgeblich die Frühwerke von Bob Dylan, Mick Jagger und John Lennon.

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Chuck Berry war der größte in seiner Art und einer der einflussreichsten des Rock ‚n Roll, neben Elvis, Bill Haley, Little Richard, Buddy Holly, Fats Domino und den Vorvätern bis Robert Johnson und Leadbelly.

 

Berry wurde 1985 in die Blues Hall of Fame aufgenommen und war 1986 das erste Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame, Berrys Vorbilder waren Nat King Cole, Louis Jordan und Muddy Waters,

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Chuck Berry gilt als wichtiger Impulsgeber für die Entstehung der Beatmusik in der spezifischen Gitarren-Kombo-Ausprägung. Berry hatte beneidenswert große Hände, seine Barré-Licks auch in den tiefen Lagen locker greifen zu können.

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 Während einer mit Füßen Klavier spielte, ein anderer mit der Hüfte wackelte, Chuck Berry zu seinem Duckwalk kam und glaubte, solche Schaueffekte seien für den Erfolg einer Rockmusik-Performance vom Publikum verlangt – so sind die Weltsongs von Maybellene und des legendären Johnny B. Goode geradezu musikalische Weltschlüssel.

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Chuck Berry, der sich musikalisch stets treu geblieben ist, steht in einer Reihe mit Stars wie Little Richard und Fats Domino. Seine Riffs prägen nach wie vor den Rock ’n’ Roll. Viele seiner Hits wurden von Rockgrößen wie den Beatles, den Beach Boys, den Rolling Stones, Jimi Hendrix, Elvis Presley, Buddy Holly, Electric Light Orchestra und vielen anderen nachgespielt. Die Beatles äußerten einmal, dass sie ohne Berry niemals angefangen hätten, Musik zu machen. Die Rolling Stones starteten ihre Karriere mit Chuck-Berry-Songs, und Keith Richards bezeichnete sich wiederholt als seinen größten Fan. Musiker wie Simon and Garfunkel, Eric Clapton, Bruce Springsteen, AC/DC, Motorhead und Status Quo beendeten 40 Jahre lang ihre Konzerte mit Bye Bye Johnny. Sie spielten auch andere Berry-Kompositionen wie Rock and Roll Music, Carol oder Roll over Beethoven. Großen Einfluss hatten auch die Texte, die er zu seinen Liedern schrieb.

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Die Tantiemen und Folgerechte weltweit werden nun noch teils zwanzig, teils 70 Jahre an Chuck Berrys Rechtsnachfolger zu zahlen sein: Billions of Dollars.

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Chuck Berry spielte in den 1950er Jahren bis Anfang der 60er Jahre eine Gibson ES-350T, danach hauptsächlich Varianten, hauptsächlich eine Gibson ES-335 in Rot sowie in Braun.

 

St. Charles County police responded to a medical emergency on Buckner Road at approximately 12:40 p.m. today (Saturday, March 18). Inside the home, first responders observed an unresponsive man and immediately administered lifesaving techniques. Unfortunately, the 90-year-old man could not be revived and was pronounced deceased at 1:26 p.m.

The St. Charles County Police Department sadly confirms the death of Charles Edward Anderson Berry Sr., better known as legendary musician Chuck Berry.

The family requests privacy during this time of bereavement.

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FINE E COMPATTO

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JEFF BECK in Concert – Shapes of Things 2016 im E-Werk Köln

Oktober 27, 2016
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Vom Freitag, 28. Oktober 2016

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DIETMAR MOEWS „Shapes of Things“, DMW 599.13.02., Öl auf Leinwand, 140cm / 160cm, im Jahr 2002 in Dresden gemalt, Verkaufspreis Euro 7.200.-

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Am Donnerstag Abend, 27. Oktober 2016, um 20 Uhr, trat der britische Elektrogitarrist JEFF BECK, ein wirklicher Star seit den 1960er Jahren, mit einer Combo viel jüngerer Musiker und diversen Sänger und Sängerin im Kölner E-WERK auf (Schäl Sick).

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Das Konzert begann pünktlich. Es dauerte etwa anderthalb Stunden ohne Pause.

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Angekündigt war: „Loud Hailer“ (Titel der neuen CD)

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JEFF BECK Shapes of Things im E-Werk, Köln Deutz am 27. Oktober 2016

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Nach sechs Jahren Releasepause geht Jeff Beck 2016 mit einem neuen Album an den Start. »Loud Hailer« (Megaphon) heißt der elf Songs umfassende Longplayer.

Auf einer Geburtstagsfeier des Queen-Schlagzeugers Roger Taylor lernte Beck zuvor die Gitarristin Carmen Vandenberg und später die Sängerin Rosie Bones von der Londoner Band Bones kennen.
Rosie Bones übernimmt in insgesamt neun der elf Songs auf »Loud Hailer« die Vocals, darunter auch die erste Single »Live In The Dark«. Bassistin war vermutlich die kanadische Ex-Prince-Musikerin, wie der Schlagzeuger heißt, wurde nicht klar.

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Es wurden hierfür etwa 1.000 75 Euro zahlende Konzertbesucher eingeworben. Überwiegend männliches 1960er Jahre Publikum, das hier im Stehen die grenzwertige Lautstärke anhörte. Die Halle schwang auf Bass- und Basstrommeln derart, das in diesem Bass-Frequenzbereich nicht gut gehört werden konnte. Stattdessen drückten die Wellen auf die Atmung. Gesang verschwand meist an der Lautstärken-Schmerzgrenze, weil auch die Sologitarre, eine Mundharmonika, eine Sängerin – alle Klangquellen überzogen wurden.

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Marshall-Türme, Fendergitarren, keine große Choreografie, die Musiker hielten Blickkontakte. Alles lief ziemlich perfekt.

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Die Musiker waren zivil, sachlich gekleidet, JEFF BECK, wie man es kennt, mit ärmellosem weißen Hemd, darunter ein hellblaues Shirt, helle Hose, Strass-Arm-Manschette, ansonsten sportliche Freizeitkleidung, eine stämmige Sängerin im schwarzen Overall.

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Bühnenbild SCHWARZ, farbige Projektionen, Bitzlichter, Punktstrahler auf die Musiker und teils ins Publikum. Ich stand vor dem Mischpult, etwa dort, wo der Tontechniker aussteuerte – der Sound war gelungen, das Sandwich war an der Lautstärke-Obergrenze insgesamt zu undifferenziert.

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Zu hören waren diverse gradlinige 4/4tel-Takt Null-acht-fuffzehn Stücke, immer geradeaus, mit stark akzentuierten Breaks, ohne Taktwechsel, mal mit Sängerin, mal instrumental, immer mit bombastischer Batteristerie, viel Abschlagbecken, akkurater, aber langweiliger Arrangements. Die Bass-Spielerin war laut und verschwommen. Die zweite Gitarristin, Carmen Vandenberg, spielte akkurat und harmoniert gut mit JEFF BECK. Hinzu kam ein Sänger, Jimmy Hall, mit überflüssigem Hut und sehr gutem Stimmumfang – er sang bluesig. Sein Mundharmonikaspiel ging in den Gitarrenhertz-Zahlen unter, wenn es hieß:

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I was born in New York … naja, dann.

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Ein Slap-Bass-Solo war ziemlich überflüssig, wenn man mal Rhythmusgefühl voraussetzt, aber doch noch einige eigenartige Intervalle oder Tonfolgen, wenn schon nicht Motive oder Melodien erwartet werden.

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Ein angedeutetes Schlagzeugsolo führte die perfekte Technik dieses JEFF BECK-Combo-Drummers vor – er kann also durchaus auch leiser spielen.

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Dann kam irgendwann mal ein 6/8tel Blues in den Maschinenraum.

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JEFF BECK spielte 1965/66 bei den Londoner YARDBIRDS, mit Keith Relf und Jimmy Page. Gründete 1967 die JEFF-BECK-GROUP. Das mit dem Trio Beck, Bogert & Appice  (BBA) nach 1972 eingespielte Superstition, von Stevie Wonder, wurde im E-Werk sehr intesiv und funkig vorgespielt.

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Dabei waren damals Rod Stewart (Gesang), Ron Wood (Bass), Mick Waller (Schlagzeug), Nicky Hopkins (Keyboard). Nach 1969 spielte Jeff Beck in diversen Gruppen und als Sessionmusiker, schließlich SOLO-Projekte mit zahlreichen Studioaufnahmen.

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Beck spielt fast ausschließlich Fender-Stratocaster-Gitarren. Fender hat mit ihm zusammen ein „Signature“-Stratocaster-Modell konzipiert, das durch den Fender-Custom Shop produziert und vertrieben wird.

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Hier in Köln, heute, spielte Beck auch eine Telecaster und eine ziemlich mittelmäßige Slideguitar. Letzteres war nicht so delikat.

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Fokko von Felde spielt Saxophon, Dietmar Moews Stromgitarre: Improvisation über "Lucy in the sky with diamonds"

Fokko von Felde spielt Saxophon, Dietmar Moews Stromgitarre: Improvisation über „Lucy in the sky with diamonds“

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Dietmar Moews meint: Die Musik des Jeff Beck im Jahr 2016 basiert auf Elektro-Rock und Blues, Viervierteltakt, ohne Taktwechsel. Jeff Becks Band besteht aus der Enkelgeneration des inzwischen 72-jährigen Beck, die mehr auf Funk und Rap zu schielen scheinen, auch wenn denen das Rock-Alphabet vertraut ist. Dabei gelangen die zwei langsameren 6/8el Blues-Stücke am farbigsten und zu Allem, was aus der ganzen Blues-Gitarrenmusik bekannt ist und gespielt wurde, kommt hierbei das unvergleichliche außergewöhnliche Gitarrenspiel von JEFF BECK zum Zug – er spielt sensationell.

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Musikalisch wurde das Konzert in dem Moment, wo ein Stück der 1965er YARDBIRDS aufleuchtete. Diese Band – Toningenieur am Mischpult, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Vocal, ohne Keyboards – spielt eine ungewöhnliche makellose, studioartige Zusammenspielqualität:

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SHAPES OF THINGS. Hier wurde über einen klassischen Pop-Song eine neue Auslegung gefunden, deren virtuose und druckvolle Darbietung begeisterte – nicht zuletzt, weil eine Song-Idee und eine MELODIE drin vorkam und – Taktwechsel. Der Sänger rief: Come tomorrow, und der Chor respondierte, will I be older? (Come Tomorrow) May be a soldier? (Come Tomorrow) May I be bolder than today?

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Irgendwann heißt es Rolling and Tumbling (das Stück haben damals fast alle gespielt oder kopiert) und mit diesen alten Bluessongs kam Schwingung ins virtuose Geschehen.

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Das fein durchgestylte JEFF-BECK-Spiel wurde im Laufe der vergangenen 50 Jahren vielfach mit GRAMMIES gepreist, besonders seine Instrumentals. Und das bot er dann auch im Zugabenteil des sympathischen Auftritts:

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A DAY IN THE LIFE – das großartige BEATLES-Sergeant-Pepper Schlussstück, hier aus filigranen Auflösungen und Anwandlungen – ohne den Text – und mit perfekter rhythmischer Durchbildung.

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Das war eine tolle Leistung des 73-jährigen JEFF BECK. Das war eine seriöse, etwas introvertierte Vorstellung. BECK war völlig durchgeschwitzt, schien aber gut gelaunt. Das war der Ehrgeiz des einzigartigen Gitarrenartisten, der ohne viel Effektgeräte, nur mit seinen beiden Händen und mit seiner Stoffbeherrschung vorspielt. Lob auch für den Gitarrenstimmer, der zu jedem extremen Vibrato Bar (Tremolo-Hebel)- Einsatz ein nachgestimmtes Instrument bereithielt.

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Aber:

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JEFF BECK spielt musikalisch unter seinen Möglichkeiten. Er spielt voll arrangiert, anstatt freien Jazz loszulassen. Da lägen Innovation und Neues.

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Bei dieser Konzeption, die am 27. Oktober 2016 gespielt wurde, möchte ich sagen: Die sechziger Jahre Leute sind musikalisch tot. So lange sie ihre Museumsstücke gut performen wird die Altersgruppe weiter kommen und hohe Stehpreise zahlen. Doch es ist ganz NOSTALGIE der Geburtsjahrgänge, nicht mehr übrig von der 1960er Jahre-Sensation, die diese Generation zusammenbrachte. Kein Rest übrig, von der VERVE, die die BEATLESMANIA weltweit verströmte.

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Jeff Beck 2016  klingt wie aus einem Studio in Los Angeles.

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Vergessen wir also nicht den Musikmarkt, die Kulturindustrie, die Hallenmieten usw. wer denn überhaupt JEFF BECK noch kennt, wenn es keine Spielzeiten für die Studioaufnahmen in Radiosende-Programmen mehr gibt.

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Solche Musiker, wie die heutige Combo, können ja zu hause für sich selbst alleine improvisieren, frei spielen und Musik machen – während das Bezahlpublikum den Abklatsch vorgesetzt bekommt – JEFF BECK, immerhin bescheiden auftretend und dazu was Wiedererkennbares: ROLLING and TUMBLING. Jeder schlechte Robert Johnson-Auftritt wäre inspirierender als dieses volle Vierviertel-Brett von JEFF BECK. Namentlich richtig vorgestellt hat JEFF BECK bei diesem Kölner Auftritt seine Mitspieler leider nicht.

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Das milde Lächeln des Alters ist besser als totes Grinsen – und – wie wir kürzlich hören, ERIC CLAPTON kann nicht mehr – es werden täglich weniger dieser 1960er Sensation.

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Bill Wyman 80

Oktober 25, 2016
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Vom Dienstag, 25. Oktober 2016

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Der Bassgitarrist der Rolling Stones, Bill Wyman, erlebte am 24. Oktober 2016 seinen 80sten Geburtstag.

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Deutschlandfunk, FAZ und die wichtigsten Massenmedien in Deutschland haben den Geburtstag angesprochen:

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, am 24. Oktober 2016:

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FAZ am 24. Oktober 2016: Bill Wyman 80

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Bill Wyman spielte etwa 30 Jahre, seit 1962 bis 1992, in der epochalen Popmusik-Band The Rolling Stones aus London in unzähligen Live-Konzerten in aller Welt, Bill Wyman gilt neben Brian Jones, Mick Jagger, Keith Richards, Charly Watts und Ian Stewart zur Gründungsbesetzung der Stones. Die musikalische Ausrichtung war zunächst die US-amerikanische Blues-Rockmusik, auf die Gitarren-Combo sowie Stimmen, Mundharmonika und Klavier gestellt.

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Mit dem Aufstieg der Rolling Stones in die kulturindustrielle POP-MUSIK der 1960er Jahre entstand eine intensive BEATLES-MANIA, der langhaarigen zunächst britischen Amateurbands, deren bedeutende schöpferische Generation rückblickend als ein musikalisches Jahrhundertereignis erscheint.

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Mit dem Geburtsjahrgang 1936 zählt Bill Wyman zu den älteren dieser „Beat-Musiker“, die meist, noch Kriegskinder, um 1940 geboren sind, die überwiegend autodidaktisch in einen 60er Jahre Life-Stile eingingen und durch die Libertinage der elterlichen Kriegsgeneration den Genuss erheblicher individueller Freiheit geschenkt bekommen hatten. Sehr viele dieser britischen Beatmusiker trafen sich an Kunsthochschulen und bald auf den Club-Bühnen und Aufnahmestudios in London. Dazu kam ein sehr ehrgeiziger kleiner Kreis musikindustrieller Verwerter, Verleger und Promotoren. Beinahe alle britischen Bands der 1960er Jahre, Beatles, Rollings Stones, Hollies, Searchers, Kinks, Who u. a. wurden geschäftlich ausgenommen und in riesige Steuerschulden gestürzt.

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Bill Wyman hat sich bei den Rolling Stones künstlerisch und geschäftlich im Hintergrund aufgehalten. Sein Bassspiel ist sowohl in der Live-Band wie bei den Studio-Produktionen durch die dichte treibende Ausdruckskraft auf den Schlagzeuger Charly Watts bezogen, legendär.

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Die Rolling Stones als Hit-Pop-Band haben bis 1992 mit Bill Wyman – sowohl mit Brian Jones, Mick Taylor und Ron Wood – ihre größten bekannten Plattenerfolge erreicht – von Satisfaction, Jumping Jack Flash (wo Keith Richard den Bass spielt, den Bill Wyman ausgelegt hat), bis Brown Sugar oder One Hit To THE Body.

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Nachdem Bill Wyman bei den Stones aufgehört hat, spielten die Rolling Stones mehr als eine Mick Jagger-Band sehr aufwendige Studioplatten, mit Hilfe der besten Sessionmusiker sowie in riesigen OPEN-AIR-Konzerttourneen mit erheblichem Publikumsinteresse – hauptsächlich auf die Musik der Bill Wyman-Zeit.

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Bill Wyman hat inzwischen eigene „Amateurbands“ formiert, mit namhaften Sessionisten der alten Londoner Musikszene, insbesondere „The Rhythm Kings“, die am kommenden Wochenende prominent in LONDON konzertieren Vielleicht spielt da auch mal einer der Stones mit.

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Dietmar Moews meint: Mich beschäftigt mein Leben lang, wie phänomenal damals in England diese „Jugendbewegung“ über die Proletenmusik so intensiv zusammengekommen sein konnte, dass daraus WELTPOLITIK wurde, die mich persönlich vollkommen ergriffen hat.(Es passte meine elterliche Großzügigkeits-Erziehung – Geburtsjahrgang 1924 – zu diesen 1936 / 1944 geborenen Liberages offenbar zusammen).

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Die Beatlesmania, die von den Rolling Stones enorm akzelleriert worden ist, ging einher mit dem HÖHER SCHNELLER WEITER nach dem ZWEITEN WELTKRIEG, was man Emanzipation nannte und bis zu JIM HENDRIX formal die Grenzen (der Lautstärke und Steigerungsmöglichkeiten) überschritt, so fern Gitarren verbrennen, zerstörte Trommelfelle und Feedback keine ausbaufähigen ästhetische Aspekte mehr boten und nicht bieten. Mit Songlyrics wie Satisfaction, Get off of my cloud gehören die Stones zu den literarischen Autoren, wie Ray Davies von den Kinks, Pete Townshend von The Who, später auch John Lennon – kurz – bis hin, dass der Autor von „LIKE A ROLLING STONE“, Bob Dylan, den diesjährigen Literatur-Nobelpreis zugesprochen bekam.

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Bill Wyman ist einer dieser im zwanzigsten Jahrhundert zu historischem Rang aufgestiegenen Menschen, die mit wertorientiertem Verhalten eine erhebliche Sozialkraft entfalteten und anders als so viele Jung-Millionäre (die im öffentlichen Show- und Medien-Geschäft, wie Fußballstars – meist aus Blödheit -, eben schlechte Vorbilder abgeben) ein einfaches Menschenbild vertreten und leben. So blöd, wie Beckenbauer oder Hoeness (vielleicht Allan Price, der den Kollegen die Songrechte klaute), ist kaum einer der Hundertschaften britischer Popmusiker ins öffentliche Geschehen eingegangen.

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Hierzu gibt es inzwischen sehr wichtige umfangreiche Interviews auf YOUTUBE, die ich nur empfehlen kann, was Bill Wyman, John Lennon, Mick Jagger, Ray Davies, Pete Townshend, Phil May oder Dick Taylor von den Pretty Things so dachten und denken. Hier liegt, summarisch betrachtet, der Integrationswert von Unterhaltungsindustrie der Konsummassen. Die prominenten Adepten sind einzeln zu prüfen.

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DIETMAR MOEWS Öl auf Leinwand, 110cm / 130 cm, nach Dosso Dossi

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Chris Squire 1948-2015 – Kurznachruf

Juni 29, 2015
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vom Montag, 29. Juni 2015

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Der britische Rockmusiker Chris Squire starb 67-jährig am 27. Juni in Phoenix Arizona infolge eines langen Leukemie-Leidens.

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Chris Squire wurde als Christopher Edward Russel Squire am 4. März 1948 in Kingsbury / London geboren, wo er aufwuchs und lebte.

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Er erlebte die Beatlemania in den 1960er Jahren in London intensiv, indem er von anfang an, schon als Schüler, Elektro-Bass spielte und – er arbeitete in einem bekannten Gitarren- und Musikalienladen. Als seine Vorbilder im Bassspiel gab Squire Paul Mc Cartney von The Beatles und John Entwistle von The Who an.

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Nachdem Chris Squire in zahlreichen jungen Beatbands mitspielte kam es mit The Syn zu den erste Studioplatten mit Verkaufserfolg und bald darauf mit dem Sänger Ion Anderson zur Gründung von „YES“.

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Squire war der einzige Yes-Musiker, der auf jedem YES-Album zu hören ist. Als einziger hat er die Band nie verlassen. Neben seinem innovativen, außergewöhnlich melodiösen Bassspiel ist auch sein Gesang bei vielen Yes-Stücken zu hören. Bereits in den späten siebziger Jahren, verstärkt aber seit der LP „90125“ ist er für den starken Pop-Rock-Einschlag verantwortlich, der Yes’ Musik seit den achtziger Jahren stark prägt. Im Jahr 1980 löste sich YES erstmalig auf – spielte dann aber weiter Studioaufnahmen, in vielfältige Besetzungen. Z. B. mit Squire, Anderson und dem Schlagzeuger Bill Bruford war Yes eine SUPER-GROUP ohne Vergleich.

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Dietmar Moews meint: Geschmack ist eine eigene Sache – meine eigene Erfahrung als Bassspieler in den 1960er Jahren reisst mich zu einer superlativen Bemerkung hin für den gestorbenen Chris Squire:

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Im Jahr 1968 war das Hit-Single-Stakkato der weltberühmten britischen Beatbands zuende.

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Man kann sagen, die erste Generation, Hollies, Beatles, Rolling Stones, Kinks, Who, Searchers, Swinging Blue Jeans, Manfred Mann, Dave Clark Five und etliche andere etwas später kommende, wie The Small Faces und Led Zeppelin, gaben den heftigen Rhythmus ständiger Neuerscheinungen auf. Man machte nun nicht mehr 1.47 Min. Hits (Hippy Shake, Love me do) sondern Langspielplatten und Programmmusik. Die Beatles hörten damit bald auf – mit „Revolution No 9“ setzten sie den ästhetischen Schlusspunkt – für alle.

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Das war „sozial-psychologische Erschöpfung“ der Musiker und der Kundschaft. Und die Musikindustrie hatte das Stildiktat übernommen, dem die Bands physisch nicht mehr Folge leisten konnten. Ab da ging es nur noch ums Geschäft.

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Es musste etwas Neues kommen.

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Und das kam dann mit den sogenannten Supergroups The Cream und Jimi Hendrix – einem Aufleuchten von ganz kurzer Dauer.

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Aber dann ergaben sich „barocke“ Ausweitungen in dieser Bandmusik, mit der britischen Collosseum, mit der Bostoner Blood Sweat and Tears, mit Genesis und mit YES, die Chris Squire mitgestaltete. Diese Gruppen waren eher Big Bands als Combos und spielten komplex und technisch sehr schwierige Sachen – nicht nur im Studio, sondern auch live.

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Wer jemals vor der Bühne von Chris Squire stand und auf dessen Finger schaute, er spielte hauptsächlich auf einem Rickenbacker 4001 Solidbody – dazu sang er lupenreine Mehrstimmen zu dem Glockenstimmensänger Ion Anderson, war einfach fasziniert von der artistisch-körperliche Leistung. Squire war als nicht klassisch ausgebildeter Bassspieler auch spieltechnisch virtuos und richtig stark kam das von der Bühne..

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Neue Sinnlichkeit 65: Erfolgskinder

Januar 9, 2015

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am Freitag, 9. Januar 2015

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Kurzvorstellung des Blattes Neue Sinnlichkeit 65, das im November 2014 im 35. Jahrgang in Köln erschien und nach wie vor von Dietmar Moews verantwortlich herausgegeben wird.

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Zum Geleit

Bleibe so, wie Du bist! Oder bessere Dich! Oder – Du hast Dich ja überhaupt nicht verändert! – Liebste Leserin, lieberer Leser, Sie kennen solche Ausbringungen, die nichts Böses bedeuten sollen, an Ehrentagen, Jubiläen und auf Beerdigungen (dort im Trauermob).

Goethe ging gar nicht hin. Meine Mutter, die Goethe nur von der Goethestraße her kannte, auch nicht. Schiller ging auch nicht zu Goethes Begräbnis. Doch handelte es sich neben der öffentlichen Achtungsbezeugung durch persönliche Anwesenheit immer auch um die Teilnahme an einer Versammlung, deren Tenor oft äußerst widerlich ist, heuchlerisch, für den zu Begrabenden eine Fremdbildkatastrophe, die er nie im Leben akzeptiert hätte. Wer dazu stößt, müsste im Zweifelsfall gegen die Lügen am offenen Grab eine Lanze brechen. Man wäre es dem Toten im Namen der Gerechtigkeit und der Wahrheit des gelebten Lebens schuldig – doch zuerst ist man sich selbst schuldig, nicht zum Zeugen gegen sich selbst durch Dummheiten zu werden. Damit ist man im Prinzip fein raus, wenns um Abwesenheit bei Trauerfeiern, ja gar um sogenannte Gottesdienste oder um Aussegnungstreffen sich handelt, die man meiden möchte.

Im seltenen wichtigen Fall muss man allerdings ganz nach vorne gehen, selbst am Grab das Wort erheben und der Differenz mit dem Toten das Wort leihen – wer’s kann. So sind zwar die kommenden Tage und Zeiten die bruchlose Fortsetzung von heute, aus dem gelebten Dasein, der vergangenen Geschichten, der Vorurteile und guten Traditionen von Erinnern und Vergessen. Je nach dem, worauf sich der Künstler fixiert, aufs Weiterfließen, aufs Ausharren und Bremsen oder auf das Ding an sich ins totale mögliche Sein: Innovation und Virginität. Wer bestimmt das? Natürlich Herausgeber und Leser.

Eine Neue Sinnlichkeit fürs Anregen und Stillen bietet nur wenige Fortsetzungen der vorherigen, auch wenn Fortsetzungstexte, laufende Rubriken und eine hauptsächlich gleichbleibende Aufteilung in der Rhythmisierung der Beiträge gegeben wird – eine Zeichnung, Schlussvignetten, wenige Abbildungen, manchmal faksimilierte Musiknoten.

KURZ: Weder bleib‘ so, wie du SPD bist, noch, besser dich, wie die CDU, noch, nieder mit den Übermächten und den lügenden Statthaltern in Deutschland – sind diese Blätter stets der Kunst und jedem Künstler gewidmet, der sich aus Herzenstiefe mit der angängigen künstlerischen Stoffveränderung abgibt, dabei die Allgemeinheit, die Öffentlichkeit, das interessierte Publikum und alle Verwerter von Kunst im Leben auf dingliche Einsichten und Erkenntnisse zu stützen sucht und findet. Damit Metaphysik auf Physik sich stützt und nicht bodenlose Dummheiten ist. The Dummheit is the Message, ist dem idiotischen Marshall Mc Luhan zu erwidern. Das Ding hat einen Geruch an sich (Das Ding muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich).

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Inhalt

Umschlag: aus einem Ausstellungs-Plakat GEORGES BRAQUE 1

Zum Geleit 2

Inhalt 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4 Köln Süd OFFEN! 2014 12

ZUGINSFELD für GAUCK in Köln 2014 13

Sozialtourismus: Unwort des Jahres 2013 22

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 23

GUSTAV von CAMPE: Selbsthass und Charisma 24

Kopftreter und Kopflenker 26

Machtlügen FUKUSHIMA 28

Mein Alltagssexismus im Sprach-Kontroll-Staat; denn die Jugend braucht Vorbilder 31

LICHTGESCHWINDIGKEIT der Dietmar-Moews-Blog – täglich aktuell Online 32

Neuer Realismus – Sinnlichkeit mal neu? 34

FRANZ OTTO KOPP: Die Schachspielerfinderbelohnung 51

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796 Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit; Fortsetzungen XV. Teil 55

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Kardinal Clemens August Graf von Galen 59

CLEMENS AUGUST GRAF von GALEN: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 60

Die Kinderseiten der Epoche: Der Feuerball raste 61

Auflösung Qualitätsrätsel 64: MARTIN HEIDEGGER („Ursprung des Kunstwerks“)

QUALITÄTSRÄTSEL 65: Wer hats geschrieben? 63

Impressum: Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln http://www.neuesinnlichkeit.com; Verlagsanschrift:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, 50678 Köln ISSN 1432-5268

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Erfolgskinder

Willkommen, liebste Leserin und lieberer Leser, im neuen Blatt für Kunst und Kultur. Es trägt den wundervollen Untertitel Blätter für die Knechtschaft der Freiheit.

Welch eine Macht? Und welch eine totale Selbstbestimmung? Welche Bestimmungsmacht über Verschwendung – angesichts des verfügbaren Wissens, all der zuhandenen, der nützlichen Geschicklichkeiten, die man nicht nutzt? Ist es denn Verschwendung, wenn man einen vorhandenen Reichtum nicht nutzt, nicht, benutzt? nicht verbraucht? – Ist nicht verbrauchen, Verschwendung?

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Und wie total ist das, wenn man doch nur ein Teil vom Ganzen ist, wenn man nur ein Beitrag zum Ganzen ist?

Man vergisst so leicht, dass Alles einmalig ist. Selbst Wiederholungen in der Zeit sind keine Wiederholungen, sondern eben einmalige Vorkommnisse, Teile – auch Krieg!

Und so weit wir das sinnlich wahrnehmen und erkennen, ist es überhaupt nicht entscheidend (weil wir nur ein Teil und weil mein Beitrag zwar Reichtum andeutet, aber nicht nachweislich konstitutiv ist). Ob diese Sinnlichkeit auf Sinnestäuschung oder auf physikalische Handgreiflichkeit gründet – in der Zeit nämlich, kann dem Verschwender, der Verschwenderin gleichgültig scheinen, so lange sich keine relevanten politischen Gruppen für solche Beiträge erwärmen. Und – „wo ein Licht ist“ – wusste bereits Till Eulenspiegel – „da ist noch längst keine Erwärmung zu holen“.

Meine Liebsten und Lieberen, was zählt, ist Anschauung – Anschauung, nicht Entscheidung. Wir können ruhig mit Nietzsche und Goethe und Konfuzius bei Kant gehen!

Unsere Anschauung sagt uns: Der Mensch ist einzeln ausnahmsweise Superman – normal ist er Sülze und hitlerschlau.

Der Mensch ist immer Heerdenthier, aber nicht eigentlich Raubtier, sondern dösend ganz gern fickender Tanz-Bär – jedenfalls symbolisch: „Du warst so gut – dass ich schon wieder in Ohnmacht falle.“

Ich will sagen: Es bewegt sich immer neu, zäh und altlastig. An den Kindern sehen wir die Macken der Großeltern. Und selbst die bewegen sich. Und der Rausch geht weiter. Und schon wieder ist es uns gelungen, ein Paket Knäckebrot an die Front zu bringen:

Dem aktuellen Heidegger-Bashing aufzuspringen – zur nachträglichen, also lächerlichen Klärung, was Nazi ist – ein Sahnehäubchen zur Neuen Sinnlichkeit: In Ihrer Haut möchte ich stecken (Manuela Lenzen), … zentral für Empathie ist gerade die Bereitschaft, die eigene Einschätzung des anderen zu revidieren .. oder, wie Heidegger es formulierte: „das Ich muss weder aus sich herausbrechen noch bricht es in den anderen hinein, weil es sich mit diesem immer schon draußen trifft.“

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Beatles-Generation

Kurz: Dietmar Moews steht ungebrochen unter dem Dampf seiner Beatlesgeneration.

Alle Mitglieder dieser Beatlesgeneration kennen und verstehen den Ernst, die Lust, den Freiheitssinn, den Spieltrieb und den Ehrgeiz, die Solidarität und den Aufklärungssinn unserer „französischen“ Technik- und Kommunikations-Revolution für den Alltag: Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit – immer klarer: im Konflikt mit den Machinationen des weltweiten Finanzkapitalismus, nunmehr im Bilde der IT-Revolution, algorithmisch 4.0 VIER PUNKT NULL bedeutet, die Komputer interagieren (nicht kommunizieren) interdependierend miteinander: Prozessor mit Prozessoren, ohne dass da noch ein Mensch zwischenfummelt oder eingreift, kontrolliert oder steuert. Wir diskutieren jetzt, wann bei 4.0-Produktion nach welchen Zielsetzungen von Menschenhand nachgesteuert werden soll und wann sich die 4.0-Systeme selbst justieren oder korrigieren? – Das ist die Knechtschaft der Freiheit. Wollen wir als Mensch das letzte Wort haben, werden wir geknechtet, die Komputerprozesse mitzudenken.

All we are saying is give peace a chance“ und „I was sick and tired, fed up with this and decided to take a drive downtown …I was so tired and started to dream …I say hey, you, get off of my cloud“ und „it is a hard rain a gonna fall“. Das sind die Sprecher der Beatlesgeneration, John Lennon, Mick Jagger und Bob Dylan. Wie Jagger 1967 in Satanic Majesties Request singt: „Well my name is a number, a piece of plastic film and I grow tiny flow’rs on my little window sill… I am having an affair with a random computer don’t you know I’m the Two Thousend Man“.

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Die Hitlerschlauheit

Die Hitlerschlauheit ist eine konkrete Ausprägung einer anderen sozialen Tatsache – das “Hannemann geh‘ du voran“. Wir kennen es auch aus der Meinungsforschung, wo man „Schweigespirale“ nennt, was sich hinter zurückhaltener oder nachgeäffter Meinungsscheu handelt: man sagt nur, was allgemein üblich ist und erklärt zur eigenen Meinung, was andere sagen. Dabei müsste eine Meinungsforschung klären, was tatsächlich für eine Meinung als Verhaltenserwartung feststellbar ist. Hitlerschlauheit ist eine historische Blindheit weiter Teile der den Krieg überstehenden Deutschen. Sie behaupteten nach dem Zusammenbruch Deutschlands: Das haben wir nicht gewusst; Auschwitz? nie gehört. Die anderen haben auch Propaganda gemacht. Mit der heutigen Hitlerschlauheit wird das Verhaltensmuster aber eindeutig, wenn es um aktive Verteidigung der Selbstbestimmung in der Demokratie und der rechtsstaatlichen Lebensweise geht: Man wills nicht wissen, der Krieg bricht aus – man weiß nichts. Intransparenz und Tagespropaganda – andere sind schuld.

Dietmar nennt es das Leben in der IT-Revolution; „Globus mit Vorgarten“. Angesprochen wird damit die lokale Gartenzwerg-Perspektive im eigenen kleinen Vorgarten, wo der Blick nur bis zum Zaun oder an die Hecke reicht. Außerhalb ist die weite Welt, von der man nichts Genaues weiß und wo man nicht hinschauen kann: die IT-gestützte weltweite Fernfuchtelei. Aber das Internetz erfasst die Welt nicht. Das Internetz ist als Bereitstellungsmedium nur sehr beschränkt ein Massenmedium. Denn die Bereitstellung erreicht nur diejenige Öffentlichkeit, spezieller Wahlverhalten. Ähnlich wie eine Universitätsvorlesung zwar öffentlich bereitgestellt werden kann, dennoch nur eine Auswahl erreicht. Zwar ist das Internetz gleichsam ein Interaktionsmedium. Aber das Erfasst lediglich, wie ein Telefon, eine P to P-Kommunikation.. Erfasst? – nur wenn man zugreift.

Während die 68er zurückblickend die virtuelle Gespensterwelt bekämpfen wollen, die sie damals verkannt hatten (Habermas in „Theorie und Praxis“), hat die Beatleswelt die kulturindustrielle Hölle angenommen. Die Tür zur Hölle ist noch nicht ganz zu. Ob Robotik oder Mensch kann noch wertorientiert gebeugt werden – mit ACDC-Hören.

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Erbe 2014

Dietmar war als Junge in die westliche Nachkriegs-Welt hineingewachsen, ist in die elektrische Beatleswelt hineingelaufen. Dietmar ist heute, im Jahr 2014, führender Denker der sinnlichen malenden Rückbindung bedeutender Teil dieser weiter wirksamen Beatleswelt. Otto Nebel, der Malerdichter des ZUGINSFELD zur Ächtung des Ersten Weltkrieges meinte, „alles schöpferische Streben kann allein erst über tragende Stufenfolgen des Feinen zum Kostbaren im Schönen emporgelangen.

Die Idee des Philosophen Peter Sloterdijk, der den quälenden Gedanken wälzt, dass die Wahrnehmungsökonomie und die psychologische Blickrichtung der Nachkommen – nicht auf Tradition und Erbe, sondern auf Losgelöstheit hinausleben will, ist ein Kropf.

Wie lange haben wir uns mit Vorurteilen und über historischen Ballast beschwert, um dann mit Martin Heidegger, die Vorurteilsfreiheit zu postulieren: „Das Dasein steht hinaus in das mögliche Sein.“

Und wir wollten doch das mögliche Sein nicht länger durch Vorurteile verhindern.

Und ich brülle es hier heraus: Die elektrische Kohorte, „Beatleswelt“ (das waren nicht „68er“, nicht „Love and Peace für Vietnam“) bedeuteten den qualitativen Sprung in die IT-Revolution.

Es ist die I can’t get no-Generation der ausgehenden 1960er. Wir „Beatles“ bilden die hellsichtige Klimax des abendländischen Nachkriegs in die globale IT-Revolution.

Bereits die „1980er Generation Golf“ trägt die Zeichen der Vorkriegsblinden. Nur die Beatlesgeneration hat den Witz und die zuversichtliche Dynamik im „Globus mit Vorgarten“. Wir stehen im deutschen Vorgarten und umarmen die Welt der Zukunft.

Trost in den Blicken, die man sich zuwerfen kann. Kraft aus Blicken die man einfangen kann – man muss aber hinschauen, nicht nur hinscheuen.

Jeder erfährt sein Leben auch im Licht der Theorien, die gerade im Schwange sind: Man macht irgendwie mit. Metaphysik wird und jeder schöpft selbst seine Abirrungen. Besinnungslose Mitmacher leben unbeschwerter als Bedenkenträger. Dies ist keine Agitation seines Kreises, der seinen Horizont beschränkt.

Der Umarmte denkt beim Umarmen und umarmt werden einfach noch an Weiterungen oder Zuspitzungen. Auch mit der Zunge. Leonardo wird nachgesagt, er habe im Buche von der Malerei geschrieben: „Mir scheint, es sei all das Wissen eitel und voller Irrtümer, das nichts von der Sinneserfahrung, der Mutter aller Gewissheit, zur Welt gebracht wird.“

Aber dann? Und nun? Was jetzt? Stillung oder Anregung? (Sedativ/Stimulans) Sündenbekenntnis und Beichte oder Turnvater Jahns kraftvolles Leben? Autoritäten und Idole? Lieber gelebter Opportunismus, als Konventionen tradierter Vorurteile: Der selbstverständliche Konformismus ist viel gefährlicher als der opportunistische, schreibt Ludwig Marcuse in seinem Selbstnachruf:

Goethe glaubte: Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.“ Nun? – was meint er? Betont er fruchtbar?

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Bescheidenheit

Lieber Leser! Zwar ist nicht jeder Leser ein Interessent – mir ist klar, nicht jeden zu erreichen, nicht jede erreichen zu können – gilt die Mitteilung dieser Erfolgskinder eben denjenigen Lesern, die – so gut es geht – Interessent sind bzw. die daran interessiert sind, Interessent zu sein.

Alle Beschränkungen, zu denen uns das Leben zwingt, verlangen nach einer lebens-freundlichen Selbstkultur, dieses Schicksal zu umarmen, sofern man es nicht ändern kann. Bescheidenheit setzt da ein, wo der Zwang nicht oder noch nicht bestimmt, wo Spielräume sind, die wir auslegen können. Somit, ohne Beschwörungen: Dietmar Moews hat bis heute sein Lebensglück erzwingen können, schaffenskräftig, arbeits-lustig und -wütig, völlig hingegeben der geistigen Entfaltung und seinem sinnlichen Kunstschaffen zu leben. Das ist äußerst dynamisch und spannungsvoll. Es geschieht in der verrücktesten, schnellsten Entfremdungswelt, der jemals Menschen ausgesetzt waren. Auch mit Krieg (im Online-TV) geht’s.

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Gute Musik genießen

Den gemessenen Ton hier vorzugeben, hören wir zunächst Rachmaninov, Klaviersonate No. 2, gespielt von Simone Pedroni beim 1993er Van-Cliburn-Wettbewerb: A whole record is rightly devoted to Italy’s Simone Pedroni (first prize) Sonata for Piano no 2 in B flat minor, Op. 36 by Sergei Rachmaninov.

Einmal richtig eingestimmt ist noch der passenden Stimmung halber gesagt: Ich rede vom Öffentlichen bei uns im Bonner Deutschland – auch heute, unter Berliner Missstimmungen – und darin ist das Öffentliche weitreichend mit dem Privaten, von jedem „Beatle“ gleichbedeutend und gleichrangig. Niemand darf daran zweifeln, dass Beethoven ein lebendes Wunder war.

Wo es mehr offizial-öffentlich wird, fallen wir nicht in Pathos, sondern wir witzeln.

Wo es öffentlich unanständig wird, verlangen wir Anständigkeit (und nicht als doppelte Moral).

Wo der Alltagsmensch sich zu wichtig nimmt, pfeifen wir ihn auch schonmal zurück. Anders gesagt:

Die Beatlesgeneration unterscheidet noch Kavaliersdelikte, Versicherungsbetrug, Mundraub oder Fremdgeh-Lügen von konsequenter Ächtung in Fällen der Verpitbullung.

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Und wenn die Adern violett heraustreten Oder noch härter: Wo sich heute Schmerzbefreite über Empathie, Höflichkeitspflicht, Verlässlichkeit und Solidarität hinwegsetzen, wird nicht auf Zeitgeist und Stilwechsel erkannt, sondern auf Bildung und gegenseitigen Respekt. Selbstbestimmung steht über dem Recht des Stärkeren – wo die Humanität mehr zu sein hat als Naturrecht.

Meinin ledigliches Wissen ums wohl Pflegen iste er, klein, je kleiner desto besser? Vermutlich meinte Goethe das Pflegen; sogar et nicht entscheidend für die Fruchtbarkeit. Es geht den gepflegten Kreis, sogar fruchtbar do kleene sein kann, wenn er der kleinste wäre. Dabei ist ein Kleinstkreis mehr als zwei Teilnehmer, Dreieck, Quartett, Quintett? Vermutlich Kreis die soziale, also die Mensch zu Mensch-Dimension – vielleicht im Kreissaal schon ab zwei Pflegisten, wo ein Anfang möglich ist, die Aussicht auf Fruchtbarkeit. Runde Sachen. KeineSchreibfehler nirgends wird die geduld ende

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Hier schreibt der besondere Künstlergelehrte seine geöffneten Hände um die Arschbacken zwischen Schlüpfer und Wohlgefühl, herausgehoben für besondere Leserinnen und dynamische Leser. Es ist nicht zu übergehen oder abzuwiegeln, dass dem intelligenten Menschen das Leben ständig angebuntet wird durch Zugewinne. Neue Einsichten, Erlebnisse die zu Erfahrungen werden, wenn man sich mit ihnen und mit seinen geistigen Partnern dazu einlässt. Oft sind Zugewinne Enttäuschungen und es fällt schwer, eine Enttäuschung freudig zu empfangen – hatte man doch anders gehofft. Und mit dem Eigenständler Arno Schmidt möchte ich sagen: „Sei es noch so unzeitgemäß und unpopulär, aber ich weiß, als einzige Panacee, gegen Alles, immer nur Die Arbeit zu nennen; und was speziell das anbelangt, ist unser ganzes Volk, an der Spitze natürlich die Jugend, mit nichten überarbeitet: ich kann das Geschwafel von der „40-Stunden-Woche“ einfach nicht mehr hören: meine Woche hat immer 100 Stunden gehabt.“ Heimat im Schlüpfer.

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Heimatgestimmtheit

Ob man seine Heimat achtet, liebt, hasst, unzulänglich ablehnt oder heimatlich mit Zuneigung annimmt, bezieht solche Einstellungen aus äußeren Gewohnheiten der Heimat.

Du siehst, wie daraus sich Heimatort und Heimatgegend wandeln, wie sie verlässlich bleiben, was sie sind. Leute haben Eigenarten, wie es einem selbst zur Entfaltung günstig war und weiter scheint, wie soziale Beziehungen verlässlich wirken, wie die gelebte Kultur zu einem selbst passt und freie Teilnahme, Zugang und Differenz den eigenen Lebensbedürfnissen entgegenkommen.

Man muss das Wort Heimat nicht verwenden oder vermeiden, um heimatbewusst seinen eigenen Beitrag zur Heimat zu bringen – es geht auch ohne Absicht, ohne Heimatorganisation.

Am besten kommt man mit seiner Heimat klar, indem man Heimatmenschen, Heimatgegend und Heimatgeschichten als schwimmendem Hintergrund der eigenen Lebensambitionen, umarmt. Sie sind geeignet ohne konkrete Inanspruchnahme oder Zwecknutzungsversuche als Heimatreligion einzustimmen, indem sie als poetische Sprachmittel mitlaufen. Damit sind allerdings auch mehrere konkurrierende oder wechselnde Heimaten locker möglich.

Platz ist überall, wenn der Geist offen und die Herzen Kraft erübrigen.

Kurz – Heimat ist etwas durch und durch Gutes und Nützliches: Ein Heil der Heimat.

Jede und Jeder darf sich freimütig ins Heimatgeschehen einmischen, wenn was schlecht läuft:

Ich bin hier. Es ist meine Heimat. Was mich angeht, muss ich kümmern! Das betrifft das Reden, das öffentliche Reden und das Handeln und Einmischen ins Handeln anderer aus und in der Heimat.

Wer von den Menschen seiner Heimat im Laufe seines Lebens immer mehr entsetzt ist, weil sie statt aufmerksam und anteilnehmend, dumpf, indolent und brutal sind. Wer erlebt, wie feinere Werte und Verhaltensweisen einerseits ignoriert andererseits ausgegrenzt und niedergemobbt werden. Wer, wenn er sich darüber beschwert, die Heimat anruft und die Landsleute anruft, doch die Menschlichkeit der Weltgemeinde nicht verkommen zu lassen, Rechte, Pflichten und Treue zur Anteilnahme am Geschick auch persönlich einzulösen und zu erweisen, einsam zurückgelassen wird – Jeder! – wenn er dran ist – muss stehen.

Aber -, so gut wie keiner steht.

Wer dann die Kälte, die Wand der leeren Steinmenschen erleidet, statt zur Tagesordnung überzugehen. Ja, nun, der Heimatmensch ist nur Heimatmensch, wenn er intelligent und sozial auf Heimatkultur besteht. Die anderen sind lediglich mit Heimatparolen verkitschte Zombies der Überforderung. Der muss sich seiner höheren Begabung erfreuen. Muss sich Genossen suchen und auf diese im Guten einwirken: Das geht sehr gut, wenn man nur gibt, was gebraucht wird, statt nur abzuzirkeln, was gerecht wäre.

Gerechtigkeit ist eine schöne Heimatvokabel für Heimatlose – Selbstgerechtigkeit verhilft zum Eingedenken in die sozialen Erwartungen der anderen. Man muss munter gehen, lassen, was falsch geht. Und erhält hin und wieder einen geduldigen Blick dafür.

Mehr ist dann an Weihnachten, wenn man daran glaubt: Weihnachten in der Heimat! Ja, dann kommt die Überraschung in der Heimat. Man erinnert sich an Dich: falsch! Man fälscht die Erinnerung, die Geschichte, übergeht Geschehnisse, verleugnet Dich, schönt Eigennutz und Schweinereien.

Vergisst die Wahrheit, die man ja auch in der Gegenwart nicht bezeugt. Das fünfte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.

Wir sehen die Heimat also noch als ein metaphysisches Gespenst der rückwärtigen Verleugnung von moralischer und politischer Bedeutung. Dafür errichtet man Ehrenmale und Mahnmale des Selbstdesigns:

Jeder sein kleiner Bert Brecht, des eugenbrechtschen rückwärtigen Ausbaus der eigenen Lobgeschichte und zur Vertuschung mobhaftiger Überlebensnöte.

Walter Bauer beklagte den Heimatverlust und war vor der infamen Vergewaltigung seiner verlogenen Heimat in Toronto hart gelandet. Nietzsche rief: Wohl dem der Heimat hat – die Krähen fliegen irren Flugs zur Stadt.

Wer ohne ausgebaute Heimatsentimentalität auskommt, hat es besser. Gewohnheiten sind dein Feind!

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Nachrufe

Dem werten Karl-Heinz Thies 1925-2014, der ein treuer kluger Genosse war und umständhalber das ertrinkende Kind Dietmar ca. 1956 aus der Ostsee zog – ist so ein Gedenken Pflicht? oder Recht?

Den werten Sternen unseres Planeten Frans Brüggen, Peter Scholl-Latour, Wolfgang Leonhard – stehen wir auf den Schultern der Riesen und … rufen eben nach.

NOCH: Ich danke für die Resonanz auf die Kunstförderungsabhandlung anlässlich des Todes meines Freunde, des Oldenburger Komponisten Thomas Schmidt-Kowalski im den Blättern Numero 64: Für meisterliche Stoffveränderung.

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NOCH: Ich lebe in einem neuen Land Deutschland, die zweite Bundesrepublik. Da sind nun DDR-Deutsche hinzugekommen, die hier in der neuen Republik leben und glauben, es sei die alte: Der Westen solle doch auch was vom Osten annehmen. Es gibt seit Längerem eine Bundeskanzlerin, eine SED-Doktorin, einen Rostocker Pfarrer als Bundespräsident Gauck, einen Oppositionsführer bzw. eine Opposition aus dem ehemaligen Ostberlin mit Gregor Gysi und Sarah Wagenknecht.

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NOCH: Der Münsteraner Graf von Galen, Nazi und aufrechter Katholik in der Hitlerzeit, liegt schon lange an für eine Portraitzeichnung der von mir Wertgeschätzten.

Jaron Lanier (54) der Sun Valley Preisträger von Microsoft: „Erst kommt der Mensch, dann die Maschine. Ohne Menschen sind Computer Raumwärmerm die Muster erzeugen“. Hat bestätigt, was ich seit ewig Dr. Schäuble (CDU) warne, seit er Bundesinnenminister war:

Notstandsgesetze, Intransparenz bei BND und NSA, die Rechtsstaatsbeugungen bei NSU, die EURO-Lügen – was geschieht mit Rollstuhlfahrern wenn Eutanasie-Gestapo herrscht? Was passiert, wenn die große Zahl zur Herrschaft kommt? Der Mob? Der Flash-Mob? Man hat in der Piratenpartei den Mob für Cloud und Flash begeistert: Direkte Demokratie durch Flash-Mob (das nennt man sogar Mob).

Es ist Schäuble scheißegal gewesen.

Und heute sagt Jaron Lanier und warnt: Wenn eines Tages die Gründer von Google, Facebook und Konsorten mal abgegangen sein werden und von weniger genialen neuen CEOs abgelöst sind: Was passiert dann mit der riesigen Macht über Datenmengen und Algorithmen?

Wir bewegen uns auf den urzeitlichen Mob des Kalifats seitens des NSA-Netzes mit vollem Karacho zu. Ebola ist demokratisch.

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Ian Mc Lagan 1945 -2014 – Kurznachruf

Dezember 5, 2014

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am Freitag, 5. Dezember 2014

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Der britische Beatmusiker, als E-Pianist und Organist und Sänger, Ian Mc Lagan, geboren 1945 in Hounslow Middelsex UK, Mitglied des epochalen Quartetts „Small Faces“ ist – einen Tag nach einem Schlaganfall – am 3. Dezember 2014, in Austin / Texas USA, zu Hause gestorben.

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Mc Lagan stand kurz vor einem Tourneebeginn in Nordamerika mit seinem Lable-Kollegen Nick Lowe.

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Ian Mc Lagan, Orgel und Vocals und Steve Marriott, Gitarre und Vocals, Ronnie Lane, Bass und Vocals, Kenny Jones, Schlagzeug, als Small Faces, waren Teil der erschütternden BEATLE-MANIA und seit 2012 „Member of the Rock and Roll Hall of Fame“.

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„The Small Faces“ (ab 1965) waren neben den „Hollies“ (ab 1961), „Beatles“ ( ab 1962), „Rolling Stones“ (ab 1963), „Searchers“ (ab 1963), „Swinging Blue Jeans“ (ab 1964), „Dave Clark Five“ (ab 1964), „Yardbirds“ (ab 1864), „Kinks“ (ab 1964), „Manfred Mann“ (ab 1964), „Who“ (1964, die ganz extremen Avantgardisten in der frühen Beatmusik als Teil der POP-ART.

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Diese britischen Bands hatten zeitgleich zahlreiche us-amerikanische Musikindustrie-Stars-Ensemble, die als Gesangsgruppen bezeichnet worden waren, wie „Beach Boys“ (ab 1964), „Byrds“ (ab 1965) und viele andere.

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Das neue, neben den legendären Bestseller-Hits, der kleinen Gitarren-Combo, bestehend aus Sologitarre, Rhythmus-Gitarre, Bass-Gitarre und Schlagzeug und Stimmen, war eine elektrisch verstärkte erhebliche Lautstärke, oft gebrüllter mehrstimmiger Gesang und ein lautes im Big-Bandstil gespieltes Drumset.

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Die Studioaufnahmen von Hitmusik hatten stets zusätzliche Füllinstrumente, Klavier, Orgel, Streicher, Bläsersätze, je nach Genealogie, ob Liverpool, London, Chicago, Memphis, Los Angeles – Skiffle, Dixieland, Blues, Boogie, Rock’n Roll, Country, Folk.

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Das Line-up der Small Faces hatte also Ian Mc Lagan, der in den Konzertauftritten Wurlitzer E-Piano oder eine Hammondorgel klanglich in der Mitte spielte und damit dem Gitarristen Freiheit zum akzentuierten Solospiel geben konnte:

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What you’re gonna do about it“, „All or nothing“, „Sha lala lala lee“, „In my minds Eyes“, „Tin soldier“, „Here comes the nice“, „Itchycoo Park“, „Lazy sunday“ – das besondere dieser BEATLEMANIA war, dass die Bands überwiegend eigene Kompositionen und Lyrics erfanden und wie ein Trommelfeuer, alle drei Monate eine neue Hit-Single (45 U/min Vinylplatten) und zwei Langspielplatten (33 U/min LP/Long Player), später sogenannte „Alben“, veröffentlichten und dadurch permanent in den Verkaufs- und Spiellisten der Radio-, später TV-Sender erschienen, dazu ein ununterbrochener weltweiter Konzert-Tourneen-Marathon lief. Die jungen Musiker waren ab 17 Jahre alt, und hatten bereits im Alter von 20 Jahren Weltbekanntheit.

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Hinter bzw. vor diesen BEATLES-MANIA-Bands standen professionelle Produzenten, Verleger und Manager der älteren Generation, die ihre jungen Musiker extrem ausbeuteten und wirtschaftlich vorführten.

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Ian Mc Lagan war Insider der Londoner Rockmusikszene seit 1965 bis heute. Mc Lagan spielte nach dem Ende der Small Faces und dem Mod und Pop (1968, Ausstieg des Gitarristen und Sängers Steve Marriott) zusammen mit dem Rest der Band und Ronnie Wood und Rod Steward als „The Faces“, ebenfalls in der Weltspitze („Stay with me“) fortan Rockmusik.

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Ian Mc Lagan hat bis heute in zahlreichen Studio- und Konzerttournee-Projekten mitgewirkt. Herausragend als Keyboarder der Rolling Stones ab 1969, auch mit Bob Dylan, Jackson Browne, Chuck Berry, Pete Townshend, Bruce Springsteen, Joe Cocker sowie eigene Studio-Alben.

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Dietmar Moews meint: Ian Mc Lagan – Rest In Peace – und the Small Faces gehören seit anbeginn zu meinen Lieblingsbands – deren freundlich-aggressive Performance und Kraft unendlich wirken – sehr bald vom Stones-Manager Andrew Loog Oldham auf dem Immediate-Lable publiziert (jetzt lebt noch der Drummer Kenny Jones).

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Es gehört nicht viel dazu, hinzunehmen, das einer nach dem anderen hier vorbeikommt: KURZNACHRUF (Bobby Keys ist noch gar nicht ganz kalt). Die Stones lassen ganz eindeutig Federn – wie auch nicht?

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Dietmar Moews: Blätter für die Knechtschaft der Freiheit

November 9, 2014

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am Sonntag, 9. November 2014

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Ich freue mich eine neue „Neue Sinnlichkeit 65 Blätter für die Knechtschaft der Freiheit“ im 35sten Jahrgang herausgeben zu können.

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Ich möchte kurz zum gewählten Untertitel „Blätter für die Knechtschaft der Freiheit“ aus dem Leitartikel „Erfolgskinder“ zitieren, damit der Untertitel als Kernbotschaft sicher nutzbar gelesen werden kann:

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Die IT-Revolution, Computer, Software, Netzwerke, Anwenderkultur, ist aus enormen Investitions-Milliarden des US-Amerikanischen Rüstungsministeriums angeschoben worden und inzwischen durch die weltweite Vermarktung durch zivil-private Marktnutzer in eine epochale Investitionsrevolution explodiert, die das gesamte Leben verändert hat.

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Wir befinden uns in einer technologischen Entwicklung, in der elektronische Rechneranwendungen den Menschen in jeder Arbeitsverrichtung maßlos übertreffen und durch Massendaten und Algorithmen telematische Prozesse anrichten, die ohne menschliche Kontrolle auch kein menschliches Maß erreichen können:

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Dies ist die Freiheit für uns Menschen und die Befreiung von beschwerlicher menschlicher Arbeitsleistung durch die Maschine, die Prozessoren und die Robotik, bis hin zur virtuellen Erweiterung der Kultur.

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Und hierin liegt die Knechtschaft durch diese Freiheit:

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Die Menschen müssen durch hohe IT-Intelligenz erlernen und verstehen können, was eine 4.0-Telematik kann und tut, nämlich:

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Computer geben an Roboter Befehle, ohne dabei, im analogen Wert der Bedeutung, humane Abschätzungen berücksichtigen zu können. Folglich müssen die Menschen das Urteilswissen über 4.0-IT erlernen und durch sozio-kulturelle Entscheidungsprozesse die humanen Maßgaben für die Hochleistungsprozessoren beschließen zu können und in Software-Bedingungen einarbeiten zu lassen.

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Wir werden mit jedem Fortschritt in der IT-Revolution immer höhere Kenntnisse zur IT benötigen. Ohne Kontrolle und Steuerung durch Menschen sind die 4.0-Roboter nicht an ihrer sinnlosen Verselbständigung und prozessoralen Optimierung durch Algorithmen zu hindern.

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ZITAT aus „Neue Sinnlichkeit 65 Blätter für die Knechtschaft der Freiheit“:

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Ich will sagen: Es bewegt sich immer neu, zäh und altlastig. An den Kindern sehen wir die Macken der Großeltern. Und selbst die bewegen sich. Und der Rausch geht weiter. Und schon wieder ist es uns gelungen, ein Paket Knäckebrot an die Front zu bringen:

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Beatles-Generation

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All we are saying is give peace a chance“

und „I was sick and tired, fed up with this and decided to take a drive downtown …I was so tired and started to dream …I say hey, you, get off of my cloud“ und „it is a hard rain a gonna fall“. Das sind die Sprecher der Beatlesgeneration, John Lennon, Mick Jagger und Bob Dylan. Wie Jagger 1967 in Satanic Majesties Request singt: „Well my name is a number, a piece of plastic film and I grow tiny flow’rs on my little window sill… I am having an affair with a random computer don’t you know I’m the Two Thousend Man“.

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Strasbourg: Europa-Parlament von der gelungenen Rückseite

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Dietmar Moews meint: Ich möchte erinnern, dass Menschen in unserem europäisch-westlichem Kulturkreis immer noch glauben, es sei rechtschaffend und akzeptabel, sich nicht für Politik, für IT-Politik und für IT-Technologie zu interessieren – vollkommen auf dem abstürzenden Ast zu sitzen glauben und allein durch ihr Konsumverhalten den eigenen Untergang auslösen. Jeder muss darüber mehr kommunizieren als: wie und ob man einen Taschenrechner mit einem Telefon verwechseln kann:

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PANDORA KUNST PROJEKT

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