Schoki-Test mit MATCHA LES GOURMANDISES DE MIYUKO BESCHLE Chocolatier Suisse

Mai 30, 2016

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Vom Dienstag, 31. Mai 2016

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Dietmar Moews meint:

Publicity verziert den Akrobaten,

In dem der Ehrgeiz unterschwellig schwelt.

Die Mauer als Trapez für Literaten –

Der Trick, der hat uns gerade noch gefehlt!

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So mancher Knabe lernt das Balancieren

Und strickt zwei rechts, zwei links, am Stacheldraht

Reklame frisch vom Tonbandapparat.

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Man hört im Land, so sei es nicht gewesen,

Und was er spräche, sei nicht zu verstehn.

Nun – was er schreibt, das ist auch nicht zu lesen,

Und deshalb druckt man es wohl unbesehn.

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Sogar der Kesten scheint nun bestzusellen –

Und wozu rauft sich sonst der Sprachverein?

Auch über Johnsons zähgegerbten Fellen

Wird eines Tages Gras gewachsen sein

(Helmuth M. Backhaus, Simplicissimus, 6. Januar, 1962)

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Ich probierte eine schweizer Schokolade, MATCHA LES GOURMANDISES DE MOFYUKO BESCHLE Chocolatier Suisse, nicht Bean to Bar, aber swiss handmade hergestellt, von dem schweizer Hersteller Pascal Beschle ohne Geschäftsadresse.

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Kurz vorab: Diese MATCHA ist eine ungewöhnlich originelle Kakaobutter-Süßtafel mit unbekanntem angeblich japanischem Teegeschmack. Das schmale dekorative Gebinde wiegt nur 50 Gramm, zum Preis von 5 EURO 80 und ist ein ziemlich charakterloses „Nichts“. Die Süßtafel enthält „MATCHA“ als symbolisch geringe Anteilmenge. Während der dominante Geschmack von Zucker und Fett, von künstlichen Aromen, Säurungsmittel (Zitronensäure), die nicht näher bezeichnet werden und dazu die grünerdige künstliche Färbung.

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Angeblich ist MATCHA ein 800 Jahre altes buddhistisches Meditationsgetränk von Mönchen, der in Japan als hochwertige seltene Teesorte angebaut wird. Nur einige Teebauern besitzen die komplexe Kenntnis, diesen Tee herzustellen. MATCHA enthält hohe Werte an positiv wirkenden Abtioxidantien, insbesondere Epigallocatechingallat.

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Diese Sorte BESCHLE CHOCOLATIER SUISSE, trägt die Bezeichnungen „MATCHA LES GOURMANDISES DE MIYUKO“. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „SCHOKOLADEDAS STANDARDWERK“ vorgestellt und mit SCHWEIZ, BASEL, verortet und mit zwei von sechs „Kakaobohnen“ als Einschätzung ausgezeichnet: ZWEI von SECHS KAKAOBOHNEN – Bermardini erwähnt die veredelt: Fleur de Sel & Pistazie“, die „veredelte Rosmarin & Zitronenthymian“, – die hier durchgefallene „MATCHA“ fällt bei ihm nicht auf:

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BESCHLE wurde 1898 von Ernst Beschle als Confiserie gegründet. Erst die vierte Generation, in Person on Dominic und Pascal Beschle erweiterte die Produktionspalette um Schokoladentafeln. Beschle bietet seit dem auch Ursprungs- und veredelte Schokoladen an … bei der verwendeten Schokolade handelt es sich um Schokolade von der Firma Felchin. …“

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Aus „Georg Bernardini – SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK – Der Schokoladentester 2015“ Seite 207.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht so schwarz oder dunkel ist, wie man eine dunkle Milchschokolade nennt, das Schönste. Damit teste ich hier mit der teegrünen MATCHA von BESCHLE auch nicht ganz eigentlich meine Vorliebe. Das 50 g Tafelgebinde ist eine etwa 5 mm dünne Sache, mit einem unverschämten Kostenpunkt bei 5 EURO 80 für 50 Gramm, nur vollkonserven-frisch, riecht ausdruckslos schlaff, Ich weiß wie Kakao schmeckt – diese MATCHA-Schokolade schmeckt nicht nur nicht nach Kakao einer sehr besonderen Sorte, sie bildet einen seifigen Schmelz und der hohe Fettgehalt schmiert schon bei normaler Zimmertemperatur an den Fingern. Angeblich neben BIO-Zucker, wird mit Fruktosesirup gesüßt, als Zusatzaroma sind Matcha, Bio Joghurtpulver, Bio Maltodextrin, Zitronensäure, Aroma / weiße Schokoladem Konservierungsmittel (Kaliumsorbat) hineingestimmt, sonst kein Emulgator. Das teegrüne Süßtafelwerk schmeckt charakterlos, auch im Nachgang extrem und unnatürlich zitrussauer, dabei nicht viel zu süß,

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Das Abbrechen der Bissen, ein müdes Knacken, von der schlichten etwa 5 mm dicken Tafel. Es ist eine der zahlreichen nicht begeisternden, zu süßen Designer-Schokoladen, die von Dr. Dietmar Moews im LICHTGESCHWINDIGKEIT-Schoki-Test vorgestellt wird.

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Aufmachung und Verpackung der BESCHLE „MATCHA“ sind optisch geschmackvoll, wiedererkennbar, originell und stimmig. Die einfache klassisch geformte Pappschachtel-Außenpackung (ohne Glanz), mit reiner teegrünen Mehrfarbflächengestaltung außen, kastanienbraun innen, Siebdruck-Flächen, Weiß, Schwarz, Ocker, ein solbernes BESCHLE-Wappen und ein MYUKO.CH-Emblem sowie handschriftliches Autographen, alles in bescheidener Quer-Ausrichtung der Schriften, überwerten den Inhalt und zielen auf den unangemessen hohen Kaufpreis dieses 50 Gramm-Gebindes.

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BESCHLE teilt auf der Rückseite in drei Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch in kleiner weißer Schrift mit gutlesbarem Kontrast auf Dunkelbraun bzw auf Teegrün mit:

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Zutaten: BIO Kakaobutter, BIO Rohrzucker, Matcha, Zitronenschalen, BIO Maltodextrin, BIO Joghurtpulver entrahmt, BIO Milchpulver entrahmt, Fruktosesirup, Säuerungsmittel (Zitronensäure), Konsrvierungsmittel (Kaliumsorbat), Aroma / Weiße Schokolade / Zutaten stammen aus biologischem Anbau.

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NUTRITION FACTS: (auf %)

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Energiewert 523 kcal ; 2000kj

Fett 28 gr

davon gesättigte Fettsäuren 17 g

Kohlehydrate 59 g

davon Zucker 53 g

Eiweiß 19 gr

Salz 1 g

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Haltbarkeitsdatum 04.02. 2017. Die Tafel war heutigen Datums als Vollkonserve anzusprechen.

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www.beschle.ch

www.myuko.ch

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ACHTUNG: Diese BESCHLE ist BIO! Diese BESCHLE ist Fair Trade.

MIT der Kennzeichnung BIO und ÖKO-013 EU haben wir es folglich nicht mit genmanipulierten und/oder agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobutter, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

MIT der Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. GUT.

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FAZIT Dr. Dietmar Moews: MATCHA von BESCHLE ist NEPP – unverschämt hochpreisig überteuert und steht schlecht zur bekannten Qualitätsspitze. Ich werde sie nicht wieder kaufen und würde dafür die höchstens ZWEI Punkte von SECHS der Bewertung geben.

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Aus dem Fazit von Testerbuch-Autor Georg Bernardini ist zu lesen:

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Die edle Anmutung und die ansprechende Verpackung halten leider nicht, was sie versprechen. Im Grunde waren alle Produkte eine Enttäuschung. Was nicht daran liegt, dass die Felchin-Schokolade schlecht ist. … Alle veredelten Schokoladen sind aber viel zu spärlich bestreut bzw. gefüllt , die Kombinationen teilweise sehr unharmonisch … die vielen Fehler in den Zutatenlisten und den Deklarationen“.

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EVA GRITZMANN im DLF zur WELT DER SCHOKOLADE mit Georg Bernardini

März 12, 2016
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Vom Samstag, 12. März 2016

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Die Hörfunk-Autorin Eva Gritzmann hat das neue Buch von Georg Bernardini:

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SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK – Der Schokoladentester 2015“ – sagen wir mal – ausgewertet und sinnvoll in eine Kurzfassung gebracht:

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Der Deutschlandfunk Köln hat einen Hörfunk-Beitrag über den CHOCOLATIER, Schokoladentester und Schokolade-Buchautor Georg Bernardini aus Bonn produziert. Bernardini ist selbst auch Spitzen-Chocolatier mit der eigenen Hochwertproduktions-Stätte GEORGIA-RAMON in Bonn-Oberkassel sowie mit dem aktuellen STANDARD-Buch 2015:

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Georg Bernardini Die Welt der Schokolade“:

Es klingt für manche nach einem Traumberuf: Schokoladentester. Georg Bernardini hat weltweit über 4.000 verschiedene Schokoladen verkostet und akribisch bewertet. Spaß hat es ihm allerdings nicht immer gemacht. Manchmal auch überhaupt nicht. Mit einigen Milka-, Godiva- und Lindt-Produkten braucht man ihm nicht zu kommen.

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Es wird zu viel gelobt auf der Welt. Hier nicht. Dieses Buch ist ein Schlachtfest und ein Massaker, ein Gemetzel und eine Orgie der Zurückweisung. Endlich sagt mal einer nein. Endlich steht mal einer auf und wehrt sich gegen Papp und Schmu, gegen Zumutungen und Abgeschmacktheiten, gegen alles, was unser Alltag an Fadem und Banalem bereithält. Hier wird penibel Perfektion eingefordert. Hier werden Werte keinem faulen Kompromiss geopfert. Hier wird auf Ansprüchen beharrt – ohne jeden Rabatt, dafür mit kräftig Rabatz. Schließlich geht es um etwas sehr, sehr Wichtiges: es geht um Schokolade!

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Niemand ist geeigneter, mit einigen mythischen Schokoladen-Marken abzurechnen, als der Schokoladentester Georg Bernardini. Der 1967 geborene Sohn einer deutsch-italienischen Gastronomenfamilie ist gelernter Konditor und Mitgründer der Confiserie Coppeneur, einer Pionierfirma im deutschen Schokoladenmarkt. Für sein fast tausendseitiges Handbuch hat Bernardini 4.000 Schokoladenprodukte von 550 Unternehmen aus 70 Ländern verkostet und bewertet. Er hat dafür Schokoladenprodukte aus Kamelmilch gegessen, Kakao aus Vietnam verkostet und sich Konfekt mit Zwiebelfüllung in den Mund gesteckt. Sein Wissen verleiht ihm die Kompetenz, einige schillernde Seifenblasen der Schokoladenwelt zum Platzen zu bringen. Zum Beispiel Konfekt von Godiva:

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„Die Produkte sind alle von einfacher Qualität. Fettige, buttrige und viel zu süße Füllungen…“

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Ferrero Kinderschokolade:

„Eine süße, im Mund etwas klebrig-schmierige Füllung. Schmeckt dezent nach Milch und auch nicht übermäßig nach Kakao. Ein Produkt, das vor allem als Kohlenhydrat-Lieferant dient.“

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Hersheys Milchschokolade:

„Schmeckt extrem ranzig-käsig. Extrem süß, kaum Kakao-Charakter, etwas milchig. Mit künstlichen Aromastoffen. Ungenießbar.“

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Schokolade von Lindt & Sprüngli:

„Lindt-Produkte sind allgegenwärtig und Lindt ist wohl die weltweit bekannteste Schokoladenmarke. Das beruht nicht auf der heutigen Qualität der Produkte, sondern auch auf historischen Ereignissen und überaus professionellem und cleverem Marketing und Vertrieb.“

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Kritik an Milka

Milka Zartherb, Milka Alpenmilch und Milka Weiße Schokolade:

„Diese drei getesteten Schokoladen sind des Namens ‚Schokolade‘ unwürdig und es ist kaum zu glauben, dass jedes Jahr alleine in Lörrach 140.000 Tonnen von diesem ungenießbaren und absolut überflüssigen Zeug hergestellt und demnach auch verkauft wird.“ 

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Sarotti Schokolade aus Berlin:

„Ich möchte ja keinem Menschen und besonders nicht meinen Lesern auf die Füße treten oder gar beleidigen. In keiner Weise soll es respektlos klingen und arrogant erscheinen und ich versuche mich so vorsichtig wie möglich auszudrücken. Welcher Mensch ist in der Lage (…) diese Art Produkte zu essen, geschweige denn zu genießen? Bei allem Verständnis, ich kann das einfach nicht nachvollziehen.“

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Schokolade von Suchard:

„Die Produkte sind so schlecht, dass sich ein weiterer Kommentar erübrigt. Schlechter Geschmack, schlechtes Aroma und minderwertige Rohstoffe. Dieser Satz auf der Website von Suchard hat Comedy-Potential: ‚Philippe Suchards Streben nach Qualität hat alle Veränderungen überdauert: Nur die besten Zutaten und besondere Rezepte werden zur Herstellung unwiderstehlicher Schokoladenkompositionen verwendet, um das Leben unserer Kunden mit feinster Suchard-Schokolade zu versüßen.‘ Das schreibt ein Unternehmen, das künstliche Aromastoffen in seinen Produkten systematisch einsetzt.“

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Kein Fan belgischer Schokolade

Ja mitunter trifft Georg Bernardinis Bannspruch ganze Länder und ihre international hochgeschätzten Confiserie-Stars:

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„Liebe Belgier, jetzt müssen Sie alle stark und mutig sein, um diese Zeilen zu lesen (…) Belgien hat seine Schokoladenkultur fast gänzlich verloren. (…) Warum typisch belgisches Konfekt ein so großes Ansehen genießt, werde ich nie verstehen. Ich assoziiere es mit Leonidas, Neuhaus, Guylian oder Godiva: einfache, süße und aromaschwere Schokolade, fettige, schwere und süße Füllungen mit wenig Aroma und Geschmack. Diese Hersteller zähle ich nicht zu den guten Confiseuren, aber sicher zu den guten Unternehmern, deren Marketingleistung große Anerkennung verdient. Mit mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Produkten weltweit einen guten Ruf aufzubauen, verdient größten Respekt.“

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Georg Bernardini ist ein Freund  klarer Worte. Das merkt man schon am Titel. Hieß die erste Auflage von 2012 noch „Der Schokoladentester“, so nennt Bernardini die Neuauflage nun selbstbewusst: „Schokolade – Das Standardwerk.“ Der Titel ist keine Untertreibung. Georg Bernardinis Rundgang durch die internationalen Schokoladensorten ist für die Welt der Chocolatiers, Confiseure und Patissiers das, was der Michel-Katalog für Briefmarkensammler und Schöns Münzkatalog für Numismatiker ist. Ja mehr noch: Georg Bernardini erzählt in einem selbst schon buchlangen Teil die Kulturgeschichte der Schokolade von der Kakaobohne zum Konfekt und lässt dabei auch die dunklen Seiten der Schokolade nicht aus – Kinderarbeit auf Kakaoplantagen ist keine Seltenheit, in früheren Jahrhunderten waren Schokolade und Sklaverei fast Synonyme. Und ganz en passant dringt Georg Bernardini dabei zu den Kernfragen der Gourmandise vor:

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„Haben Sie Spaß daran, ein Schokoladenprodukt mit naturidentischen oder künstlichen Aromastoffen zu essen und zu wissen, dass Ihnen nur vorgegaukelt wird, es handele sich um ein Naturprodukt? Finden Sie es wirklich interessant und genussvoll, wenn ein Hersteller nur mit Aromastoffen in der Lage ist, das Aroma und den Geschmack der namensgebenden Zutat zu treffen? Wäre es nicht weitaus befriedigender, ein Fruchtkonfekt zu konsumieren, das nicht nur das Aroma, sondern auch den Charakter der Frucht besitzt – und das mit rein natürlichen Rohstoffen, ohne Tricksereien mit Aromastoffen? Wollen Sie Ihrem Gaumen weiterhin zumuten, von Aromen überlistet, betrogen und geprägt zu werden? Glauben Sie ernsthaft, dass es Ihrem Gaumen auch nach jahrelangem Konsum von Aromastoffen noch möglich ist, das natürliche Aroma ausreichend zu erkennen und zu genießen. Ich glaube es nicht.“

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Georg Bernardini lässt seinen Leser zwar hin und wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen, schmiert ihnen aber keinen Honig ums Maul. Und wie nebenbei weiht Bernardini kompetent in die Mysterien der Herstellung von Nougat, Konfekt und Schokolade ein:

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„Erwärmen auf ca. 45°C, abkühlen auf 28°C und wieder erwärmen auf 32°C. (….) Durch das Durchlaufen der unterschiedlichen Temperaturen können die Fettkristalle der Kakaobutter eine stabile Struktur aufbauen. Nur so ist es möglich, alle gewünschten Eigenschaften der Schokolade zu erhalten. Geringe Abweichungen der Temperaturkurve können bei der Weiterverarbeitung gravierende Folgen nach sich ziehen. Eines der großen Geheimnisse, warum Schokolade im Mund so unvergleichlich zart zergeht, liegt im Schmelzpunkt der Kakaobutter – er liegt bei ca. 34°C und damit knapp unterhalb der menschlichen Körpertemperatur. Schokolade, die andere Fette enthält, weist nicht annäherend einen so angenehmen Schmelz auf, da deren Schmelzpunkt weiter unter dem der Kakaobutter liegt.“

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Manchmal ist das Geheimnis einer glücklichen Kindheit sehr prosaisch. „All you need is love – ab und zu ein bisschen Schokolade ist aber auch nicht schlecht.“ Längst hat sich diese Erkenntnis Bahn gebrochen, die der „Peanuts“-Zeichner Charles M. Schultz seinem Beagle Snoopy ins Maul legte. Doch Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Georg Bernardini legt seine Kriterien offen und benennt, was er in Schokolade gar nicht mag: künstliche Aromen wie Vanillin, Kakaobutter-Zusatz, aber auch geschmacksverzerrende echte Vanille in Ursprungsschokoladen.

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Auch den gesundheitlichen Aspekten des Schokoladenkonsums widmet Georg Bernardini breiten Raum. Sehr wohltuend dabei ist, dass er dem weltweiten Trend zur Raw Chocolate, also zur Rohkostschokolade skeptisch gegenüber bleibt. Bernardini beklagt deren fehlende Aromenentwicklung, spricht von „Panscherei“ und fragt, woher denn ohne Rösten und Fermentation der Kakaobohnen die Aromen kommen sollen. Auch die Sirenenklänge medizinischer Heilsversprechungen sogenannter Superfoods stoßen bei Georg Bernardini auf taube Ohren:

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„Camu Camu Berry, Mesquite Pod, Maca Root, Ashwaganda, Gotu Kola, Damiana, Fo Ti, Yohimbe, Dong Quai, Reishi Mushroom, Lucumafrucht, Acaibeeren, Spirulina oder Yaconsirup. Hört sich alles spannend und exotisch an, ist aber nicht immer schmackhaft. (…) Ich habe schon einige Produkte mit diesen Wunderzutaten gekostet, die letztendlich ungenießbar waren. (…) Bei Raw Chocolate und bei Superfood geht es in erster Linie um Gesundheit und nicht um Genuss. Bei Gesundheitsthemen jedoch bedarf es ganz besonderen Vertrauens. Das kann ich nicht in Unternehmen haben, die keinerlei gesetzlichen Bestimmungen unterliegen und wenig Auskunft von und über sich geben.“

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Deutliche Gewichtszunahme durchs Testen

In wenigen Ländern ist der Pro-Kopf-Konsum an Schokolade so hoch wie in Deutschland. Das vernichtendste Urteil für eine Schokolade in Georg Bernardinis Genusskosmos heißt: Kohlenhydratlieferant. Bernardini weiß um die Schattenseite der Schokolade.

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„Innerhalb von neun Monaten habe ich für mein erstes Buch täglich ca. 9 – 10 Schokoladenprodukte verkostet, mit einem Durchschnitt von 100 – 150 g. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit nahezu keinerlei Sport betrieben. Meine sonstige Ernährung blieb normal, vergleichbar mit der Zeit vor der intensiven Verkostung. Nach den neun Monaten brachte ich sechs Kilogramm mehr Gewicht auf die Waage. Es ist sicher unüblich, über einen längeren Zeitraum so extrem viele Süßigkeiten zu verzehren, ich würde auch jedem davon abraten und es selbst nicht noch einmal tun. Zumindest nicht, ohne regelmäßig Sport zu treiben.“

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Georg Bernardini hat nicht nur seinem Körper einiges zugemutet, sondern für seine Recherchen rund um den Globus viel Zeit und Geld investiert. Die „Belize Chocolate Company“ etwa produziert in winzigen Chargen von gerade mal 110 oder 120 Tafeln und nummeriert jede einzelne Tafel fortlaufend durch. Bernardinis Verkostungsnotiz dazu lautet:

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„70 Prozent Dark: Nur Kakaobohnen und Rohrzucker, beides aus Belize. Mild-herb, mit feinem Schmelz und weder sauer, noch adstringierend. Überraschend süß für den ’niedrigen‘ Kakaogehalt. Mit Aromen von Tropenfrüchten und Gewürzen.“

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Bernardini aß Tafel 66 von einer Edition von 120. Für die langweilige Konfektionsware in unseren Supermarktregalen gilt „Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix“. Anders als die Einheitskost der Redundanzesser ist die Welt der Beans-to-Bar-Hersteller jedoch in ständigem Umbruch. Berlin, Brandenburg und Sachsen sind zur Zeit die Zentren dieser seit etwa 15 Jahren existierenden Szene von Schokoladenmanufakturen, die nicht auf fertige Kakaomassen oder Kuvertüren zurückgreifen, sondern ihre Schokolade von der Kakaobohne an bis zur fertigen Tafel selbst reinigen, rösten, brechen, mahlen, conchieren, gießen oder Konfekt daraus herstellen: denn just das und nichts anderes bedeutet „bean to bar“. Anders als Österreich mit Zotter oder die Schweiz mit Idilio findet sich aber kein deutscher Hersteller unter Georg Bernardinis Top-Twentyfive-Liste jener Unternehmen, die für ihn den Maßstab für Schokoladenkunst der Gegenwart definieren. Zu Bernardinis Favoriten zählen Demarquette aus London, Es Koyama aus Japan, La Maison du Chocolat in Paris, Marcolini in Brüssel, Nobile aus der Schweiz und Domori aus Italien:

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„Domori bleibt bei dunkler Schokolade der Maßstab aller Dinge. Nicht jede Schokolade ist ein Volltreffer, jedoch kann insgesamt kein anderer Hersteller dieses hohe Niveau vorweisen. Auch in anderen Kategorien setzte Domori das eine oder andere Mal Maßstäbe, so dass im Gesamten keiner Domori den Spitzenplatz als bester Schokoladenhersteller der Welt streitig machen kann.“

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Komplexität ist immer schön, und die Vermesser der irdischen Vielfalt sind auf dem Weg ins Paradies. Vladimir Nabokov fand sein Paradies im Reich der Schmetterlinge. Ernst Jünger unter Käfern. Georg Bernardini in der

Schokolade. Sein „Schokolade – das Standardwerk“ liefert genau, was der Titel verspricht.

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Dietmar Moews meint: Danke ist den Schokoladen-Ernstnehmern hier ausdrücklich auszudrücken: Danke!

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Es ist eine kleine sozialromantische Nische, in der eine Hoffnung auf „Qualität setzt sich durch“, auf Wettbewerb durch Qualität und Wettbewerb, dass sich die gute Leistung, Schokolade herzustellen und als

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BEAN TO BAR, als

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BIO und als

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FAIR TRADE

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zu machen und durch die qualitätsbewussten Konsumenten durchsetzen zu können.

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Dafür liefert Georg Bernardini einen nützlichen RATGEBER – DAS BUCH, nennt die Beispiele und die Beurteilungserfahrungen beim Wort genannt. Damit Schokoladen-Konsumenten eine Schokoladen-Bildungs-Chance haben, mehr als nur „friss und stirb“ zu können.

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Und Dietmar Moews, als Schokoladen-Tester mit dem SCHOKI-TEST in LICHTGESCHWINDIGKEIT, freut sich sehr über die Anerkennung für das wirklich wertvolle künstlerische Werk von Georg Bernardini und seiner eigenen Produktion, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ramona und in dem Schokoladen-Café in Bonn und dem jungen gastfreundlichen Terrier.

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Ich teile – nebenbei – Bernardinis Distanz zu belgischer Schokolade.

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Dr. Dietmar Moews hat der Schoki-Test schon wunderbare Erlebnisse gebracht – dazu entsetzliches Insiderwissen und – uns wird es unmöglich, noch Billig-Junk-Produkte zu kosten – ein Hershey-Rest liegt hier rum  – Keiner nimmt es, selbst, wenn gerade eine Versorgungslücke den Schoki-Appetit in den roten Bereich steigert.

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Schoki-Test mit Konnerup MILK CHOCOLATE Pure java milk chocolate

September 27, 2015
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Vom Montag, 28. September 2015

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Dietmar Moews meint: „Auf den Grund schlaf gesund! Dann geht es wie das Sprüchlein rühmt: gebt jedem das, was ihm geziemt. Hans nimmt das Gretchen, jeder sein Mädchen findt jeder Deckel seinen Topf, und alles geht’s nach ihrem Kopf.“ (Shakespeare bei Benjamin Britten)

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Ich probierte eine dänische Milchschokolade, hergestellt von dem Hersteller Konnerup & Co. APS, Svendborgvej 399, 5600 Faaborg Denmark.

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Das christliche Kreuz auf der Flagge Dänermarks mit Stabhochspringer von DIETMAR MOEWS

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Kurz vorab: Diese Schokolade wirkt weder hochwertig noch fein, sondern eher wie eine Klassenkameradin der Vollkonserven von MILKA – diese ist nur schöner verpackt und dreifach so kostspielig.

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Warum das dänische Angebot nicht auf Dänisch / Dansk zu mir spricht, sondern als MILK CHOCOLATE statt als Maelkechokolade, weiß vermutlich http://www.konnerup-CO.DK

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Diese Sorte von Konnerup Chocolatiers ist keine „Bean to Bar“ handgemachte Hochqualität. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die hell ist und „Pure java milk chocolate“ heißt, wie diese 35,8 % Kakao-Milchschokale, eigentlich nicht so angenehm. Der 50 g Block ist nicht frisch, eher tranig und höchst süß

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Der dünne Block schmeckt kaum nach Kakao, die Konsistenz und der Schmelz ist zwar nicht zu fett, aber insgesamt dominiert eine zu süße und gesalzene Geschmacklosigkeit.

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Das Abbrechen vom Block war bei anständiger Raumtemperatur einwandfrei – Knacken zu wenig?

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Angegebenes Mindest-Haltbarkeitsdatum bis 07.08.2016 – das Ganze ist weder frisch noch auf Frische hin ausgelegt.

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Diese Schokolade ist wie gesagt insgesamt viel zu süß. Man schnuppert und riecht am Abbruch und? – sie riecht sehr gut, schmeckt aber zu wenig nach Kakao.

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Die Konnerup MILK CHOCOLADE im Mund bringt wenig Kaulust. Kauen und im Munde Zergehenlassen ist eben sehr süß.

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Der Kaufpreis liegt in Wien bei Julius Meinl, mit 3 Euro 29 für 50 Gramm, viel viel zu hoch. Aufmachung und Verpackung muten sehr angenehm und dekorativ an. Es kommt als Hochwert-Confiserie daher – die billige Vakuumplastikfolie, innen, ist unangenehm, die äußere Pappschachtel ist quadratisch gefaltet und geklappt und wiederverschließbar.

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Konnerup teilt nur folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Pappe in Dänisch, Englisch, Deutsch und Französisch mit: Milchschokolade . Kakao 35,8 % mindestens – also keine Angaben der Zutaten.regelgerecht werden die Bestandteile dem Mengenanteil der Reihe nach, begonnen mit dem größten Anteil:

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Dazu ebenfalls auf der Hinterseite eine Nährwert-Analyse-Tabelle der 50 Gramm-Packung auf 100 Gramm angegeben, in vier Sprachen in winziger Schriftgröße, die keine Mensch ohne Sehhilfe ablesen kann regelgerecht werden die Bestandteile dem Mengenanteil der Reihe nach, begonnen mit dem größten Anteil – durchschnittliche Angaben ohne Gewichtsbezug.

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Brennwert: 564kcal /2.365kJ, Fett 30 g, Gesättigte Fettsäuren 25 g, Kohlenhydrate 50 g, Zucker 45 g Eiweiß: 8 g, Natrium 0,1 g.

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Kein Bio (Siegel) EU/non-EU Agricultur: Keine Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau

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EMPFEHLUNG: Wenig Kakao, wenig Schokolade-Geschmack, verhältnismäßig wenig Fett. Aber das Ganze ist obersüß – viel zu süß. Der Tester wird sie sich nicht kaufen. Bei 45 Gramm Zucker einer 100 Gramm Menge hat hier der dänische Testschokoladen-Süßhammer in der LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews eingeschlagen.

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FAZIT: Entschuldigung – die Probe wird hier zwar ganz verzehrt und nicht weiterverschenkt.

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Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese KONNERUP Chocolatiers zu recht nicht.

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Schoki-Test mit Berger Vollmilch

Februar 9, 2015
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vom Montag, 9. Februar 2015

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Dietmar Moews meint: „Im Frühtau zu Berge wir zieh’n vallera …“

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Ich probierte eine österreichische pure Vollmilch-Schokolade, hergestellt von Berger feinste Confiserie GmbH A-5090 Lofer Schokoladenweg 1

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http://www.confiserie-berger.at

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Kurz vorab: Diese Sorte ist Wichtigtuerei.

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Diese Sorte von Berger ist angeblich „Bean to Bar“ hergestellt. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ auf Seiten 158f vorgestellt und kritisiert – jedoch nicht diese Sorte.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht so schwarz oder dunkel ist, eine, wie man Vollmilchschokolade oder Milchschokolade nennt, das Schönste. Ich weiß wie Kakao schmeckt – dass Schokolade aber nach Schokolade und auch nach Kakao schmeckt, aber nicht wie Kakao. Diese Berger schmeckt nicht nach Kakao und nicht wie Schokolade, sondern wie eine braune extreme Süßigkeit.

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Die Berger Milchschokolade ist sehr fein, feiner als jede Billigschokolade:

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Viel zu süß. Sie ist wegen Fettigkeit an den Fingern klebrig. Das bedingt beim Abbrechen der vorgestanzten dünnen Stückchen eine Biegung und kein klares Knacken.

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Dem Schokoladenfreund wird die Milch-Schokoladen-Genusserwartung völlig enttäuscht, sei es nur, weil Vollmilch draufsteht, vom Geschmack, Konsistenz, Fettigkeit, Süßheit, Kakaoart, Abschmeckung, gute Feinheit, Klebrigkeit, Mundgerechtheit – kann man Alles vergessen: Viel Süß, wenig Schokolade.

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Das winzige Quadrat von ca. 8,5 cm Kantenlänge, 5 mm Stärke und nur 40 Gramm Gewicht ist zu kostspielig – wichtigtuerisch. Aufmachung und Verpackung ist sehr schön und ins Feine gesteigert. Sie enthält die einfache uniweiße Transparent-Papierpackung, mit einem etwa sechs Siebtel bedeckendes Papier-Cover außen und einliegend eine Antibruch-Versteifungs-Quadrat aus goldhochglänzender kaschierter Pappe.

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Berger teilt folgende Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpuder, Kakaomasse, Emulgator (Soja-Lecithin), natürliches Vanillearoma, Kakao: 35 % mindestens in der Vollmilchschokolade.

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Keine Angabe zur Kakaosorte oder Herkunft: Haltbar bis 10.10.15 – das Probe-Täfelchen war frische ansprechend.

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Der Preis ist unverschämt, da es – etwas talgig und ziemlich süß – kein Spitzenprodukt ist: 40 Gramm für 3,30 Euro

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Die Aufschrift „FEINSTE CONFISERIE“ ist nach allgemeinen Qualitätsbegriffen angemessen, weil es sich um eine hochwertige Herstellung handelt. Die hübsche sehr dekorative Packung lässt sich einfach öffnen und nicht wiederverschließen.

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Es gehört zur Standardauszeichnung, dass man Angaben zu Nutritional Values – also Nährwerte findet. Das macht Berger nicht. Mir fehlt es nicht.

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Ich empfehle diese Berger VOLLMILCH nicht. Sie ist als Vollmilch eine Enttäuschung.

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Georg Bernardini schreibt zu Berger:

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… Die Geschichte von Hubert und Christine Berger ist eine klassische Erfolgsstory. Begonnen haben die beiden als Zwei-Personen-Betrieb im österreichischen Lofer mit einer Spezialisierung auf Edelkonfekt und süße Kunstwerke. Im Laufe der Jahre wuchs das Sortiment beträchtlich … auch wichtiger Hersteller für Handelsmarken und stellt Produkte für Unternehmen wie z. B. BioArt her. Besonders beliebt sind die gefüllten und veredelten Schokoladentafeln, schön verpackt und mit kreativen Kompositionen.

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Berger ..schaffen es den Zeitgeist und den Trend perfekt zu treffen. Obwohl einige Produkte sehr gute Noten bekommen haben, ist die Gesamtbeurteilung unerwartet schlecht. … Das liegt einfach daran, dass zu viele Produkte enttäuschen …

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EMPFEHLUNG: Kaufen Sie sie im Fachhandel und lassen Sie sich beraten oder probieren Sie vor dem Kauf. Bei diesen Preisen kann man vom Fachhändler erwarten, dass er ein Probieren ermöglicht…“

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Schoki-Test mit Confiserie Coppeneur „CRU DE CAO REPUBLIC OF GHANA PURistique“

Februar 1, 2015

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vom Sonntag, 1. Februar 2015

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Dietmar Moews meint: „Schick dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein, dass die Welt sich schick in ihn hinein“ (Johann Peter Hebel)

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Ich probierte eine Sorte des Schokolatiers und Confiseurs Oliver Coppeneur:

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CRU DE CAO REPUBLIC OF GHANA PURistique 85 % Cocoa Forastero

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Dies ist nun eine jedenfalls grandiose Spitzenschokolade: Dunkle Schokolade pur.

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Diese Cru de Cao von Coppeneur gehört ohne Zweifel zum Besten, was überhaupt gemacht werden kann.

Sie wird in Deutschland gemacht, in der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Wittichenauer Straße 15-17, Bad Honnef.

http://www.coppeneur.de.

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Ich möchte zunächst die einfache Atzung und Schokifreude beschreiben, dann mein Kurzurteil geben. Anschließend die schöne und informative Verpackung und den Beipackzettel referieren. Schließlich kann der Schokoladentester Georg Bernardini zitiert werden.

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85 % Kakao – das zählt zu den kakaohaltigsten Mischungen, die ich bislang in Tafelschokolade probieren konnte. CRU DE CAO kommt als 50 Gramm etwa 5 mm dicken länglichen Täfelchen aus der ausgereizten interessanten Verpackung. Geht ganz leicht auf. Die Schokoladenmasse hat den tiefen edlen dunkelbrauen Matt-Glanz – auf der Oberseite erscheint ein flaches erhabenes Basrelief geprägt – ich breche es ganz leicht und dann findet ein vergleichsweise kleines unregelmäßiges Abbruch-Stückchen den Weg in die Unterwelt – sie riecht schon „pur“.

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Diese dunkle Schokolade ist das feinste, was meine Kalbzunge aufnehmen und fühlen kann. Der Fettgehalt ist optimal gering. Die süße ist optimal gering.

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Man kaut unwillkürlich gar nicht groß drauflos – das Bisschen ist ja auch eher klein – aber es inspiriert geradezu über den Gaumen ins Gehirn. Diese Schokolade vom Meister Coppeneur ist eine Offenbarung. Geschmack, Feinheit, Schmelz (keine der oft lästigen Sperenzchen, wie Zusatzgewürz, viel Sauerheit und Salz, viel Zucker) – nur hervorragend gut.

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Dass es ein so kleines Täfelchen ist – 50 Gramm – macht nichts. Ich hatte das Erlebnis des Kakaos, wie bei anderen Extremstoffen, wo schon die Idee Alles ist (ich übertreibe, ob Muskat, Trüffel oder Zimt – nichts davon) – man kann nur das Schärflein genießen (Schärflein: die kleinstmögliche Menge).

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Vakuum in Transparentplastikfolie, drum herum ein gewitzter Faltkarton, aufwendig gestaltet, kleiner vielfarbiger Text-und Bilder-Folder einliegend und außen herum – das „Kleine Schwarze“ mit einer rosa Bauchbinde mit den aktuellen Angaben, wie Öko-Siegel, Nicht-EU-Landwirtschaft.

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Kaufpreis lautet 3 Euro 70 für 50 Gramm – non c’e male und dann lauten die Angaben: Mindesthaltbar 1.2015 – Ja, die CRU DE CAO war begeisternd frisch – so muss man wohl sagen „1.2015“, mindest? das ist untertrieben, über die Wintermonate ist wirklich eine extrem vorsichtige, herausragende Qualitätsuntertreibung. Kauf und Test fand 1/2015 statt: Pico bello Alles.

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Inhalt von CRU DE CAO REPUBLIC DE GHANA lautet (Kakao: 85 % mindestens). Zutaten: Kakaomasse, Rohrohrzucker, Kakaobutter. Kann Gluten, Schalenfrüchte, Soja und Milchbestandteile enthalten. Alle Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft.

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Durchschnittliche Nährwertangaben pro 100g: Energie 579,75 kcal; Fett 51,78g davon 32,78g; Kohlenhydrate 20,2g davon Zucker 15,74g; Eiweiß 8,25g; Salz 0,02g.

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Ich betone: Keine Vanille (Schalenfrüchte?) oder andere Aromen.

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In der aufgeklappten Verpackungspappe liest man in Deutsch und English:

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Erleben Sie Schokolade mit allen Sinnen! … die Aromavielfalt entfaltet sich am besten bei Zimmertemperatur. Beginnen Sie bei der Degustation mit der Schokolade mit dem niedrigsten Kakaoanteil. (Ja, leider hab‘ ichs genau falsch gemacht – ich habe ja nur diese eine GHANA 85%, mit dem höchsten, zum Test).

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Sehen: Farbe, Struktur und Glanz

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Tasten: …im Mund. Sorgfältige Verarbeitung lässt eine glatte Oberfläche, eine feste Konsistenz und einen sanften Schmelz entstehen, der ein angenehmes Gaumengefühl hinterlässt.

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Hören: Ein deutlich wahrnehmbares Knackgeräusch beim Brechen … es entsteht eine glatte Bruchkante.

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Riechen: … welche Aromen nehmen Sie wahr?

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Schmecken: Jajaja, wirklich gut gesagt, aber wunderbarer Genuss.

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Zu CRU DE CAO heißt es noch „…Als Manufaktur ist es für uns selbstverständlich, die besten Kakaobohnen und die besten Ernten mit höchster Sensibilität auszuwählen, um diese sorgfältig in kleinen Chargen zu verarbeiten. Nur unsere eigene Herstellung ab der Kakaobohne ermöglicht es uns, jeden einzelnen Schritt im Herstellungsprozess die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und die Besonderheiten sowie die Aromavielfalt der jeweiligen Kakaobohnen-Sorte ausgewogen wiederzugeben.“

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„…Unsere Kreationen Cru de Cao-Puristique sind unsere Wertschätzung für die authentischen und ursprünglichen Geschmacksnuancen der Kakaobohnen aus den unterschiedlichen Regionen nahe dem Äquator. Mit den Kreationen Cru de Cao-Libertée arrangieren wir besondere ausgewählte Zutaten, die den Facettenreichtum der ursprünglichen Schokoladen-Kreationen harmonisch in Szene setzen.“

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HERZLICH WILLKOMMEN In einer Welt, in der Image der Wahrhaftigkeit und Marketing der Produktqualität überlegen ist, wird Authentizität zum seltenen Gut. Nur kritisch intensiv Hinterfragende finden sie, denn sie gibt es noch! CRU DE CAO Kreationen gehören zu den weltweit ganz wenigen Chokoladen-Produkten, die in handwerklich kleinsten Chargen von passionierten Chocolatiers hergestellt werde.

Wir danken Ihnen daher, dass sie zu CRU DE CAO gefunden haben …

Der Name Chocolatier …spezialisiert weltweit …ein paar Hände voll … der Name ist nicht geschützt … Oliver Coppeneur ist „der Deutsche“ in der kleinen und internationalen „Clique“ der wahren Chocolatiers. Viele Wochen im Jahr verbringt er bei seinen Partnern auf den Plantagen …

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sehr viele Worte – nur: Diese Probe GHANA 85% ist so unbeschreiblich großartig fein, dass dem Meister Coppeneur alle Anerkennung auszusprechen ist – er weiß und kann wirklich, wovon er redet: SUPERB

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Und was schreibt der Schokoladentester zu COPPENEUR GHANA?

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Georg Bernardini hat diesen Hersteller „Bean to Bar“ in seinem informativen BUCH „Der Schokoladentester“ hoch eingestuft und sagt netterweise (S. 245):

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Zur Wahrung der Objektivität habe ich mich dazu entschlossen die Verkostung und die Bewertung von Coppeneur-Produkten nicht selber durchzuführen, sondern dies zwei exzellenten Fachleuten überlassen.“

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Dahinter steckt ganz einfach, dass Oliver Coppeneur (bis 1989) und Georg Bernardini (bis 1987) gemeinsam bei der Bonner Konditorei Müller-Langhardt ausgebildet worden waren und beide im Jahr 1992 gemeinsam (bis 2010) das Unternehmen Coppeneur gegründet haben, wo sie seit 2006 Schokoladen machen:

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Die erste Schokolade wurde mit Kakaobohnen von der Bio-Plantage Hacienda lara aus Ecuador hergestellt. Leider wurde die Plantage verkauft und mittlerweile sind alle Kakaobäume gerodet und Palmen zur Gewinnung von Palmöl angepflanzt wordem. Das hat zur Konsequenz, dass es bei Coppeneur keine Hacienda lara-Schokolade mehr gibt. Die Hacienda lara war eine wunderschöne Plantage mit sehr altem Baumbestand der Kakaosorte Nacional. Es ist eine Schande, dass so ein kleines Paradies profitgierigen Menschen zum Opfer gefallen ist. Ein kleiner Wermutstropfen ist bei Coppeneur, dass für das Konfekt und für die Pralinen-Schokoladen nicht die Schokolade aus der eigenen Herstellung verwendet, sondern auf Standardqualitäten von Zulieferern zurückgegriffen wird.

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Die beiden Gasttester, Martin Cristy aus England und Mark Christian aus USA, bewerten Coppeneur als einen der sechs besten Schokolatiers ein. Die hier von Dietmar Moews getestete PUR de CAO Ghana 85% wird nicht im „Der Schokoladentester“ vorgestellt – sie ist die höchstprozentigste. Für die „of Ghana“ mit 72 % Kakaoanteil heißt es: „Eine Schokolade mit einfacher Struktur, fast schon langweilig. Die zugesetzte Kakaobutter mildert die harte und aggressive Natur des West-Afrika-Kakaos ab.“

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Dietmar Moews meint: Ich muss!! dringend nachschlagen: Für mich kann nur die Rede von einem begeisterndem Schokoladengenuss sein – gar nichts von hart oder langweilig – langweilig?

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Coppeneur hat mir die bislang beste Schokolade (von der Bohne weg) gegeben – ohne bei Unvergleichlichkeit unnötig vergleichen zu wollen: SUPERLATIV.

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zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Schokitest mit NUSS – PLUS – Schokolade von XOCOLAT MANUFAKTUR

Mai 14, 2014

 

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Vom 14. Mai 2014

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Dietmar Moews meint: Im Märzen der Bauer die Rosse einspannt – wenn all die Maden, Motten, Mücken, die wir vergaßen zu zerdrücken, von selber sterben, dann sag‘ ich dir: Dann steht der Winter vor der Tür

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Süßes zur Kriegstreiberei – Zeit für einen Schokoladentest in Köln.

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Ich probierte eine NUSS – PLUS – Schokolade, feinste Macadamianüsse mit Jade-Milchschokolade – bean-to-bar – aus Wien von XOCOLAT von Hand gegossen.

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Sie schreiben: wir erzeugen Delikatessen aus Premium-Schokoladen und feinen Zutaten in reiner Handarbeit, ausschließlich ohne Aromastoffe und Konservierungsmittel … eine natürliche Haltbarkeit und bereiten frisch die allergrößte Freude. Reinbeißen! Jetzt.

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Diese Sorte wird als Tafel von 100 gr zum Preis von 6,80 Euro angeboten.

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Reine Freude, und erfüllt, was versprochen wird: perfekt, feine Schokolade, passend süß, nicht zu. Scheinbar leicht, fast fluffig, vermutlich weniger Fett. Angeblich mehr als 38 % Kakaoanteile, lässt sich wunderbar schlucken. Die Nüsse sind gewöhnungsbedürftig, denn sie sind ebenfalls, im Vergleich zu den gewohnten Haselnüssen, leicht und weich und nicht so nussig.

Ich lese auf der schön dekorierten Packung: Macadamianüsse, Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, Milchpulver, Emulgator (Sojalecithin), natürliches Vanillearoma.

Kurz: Es entsprach meiner Experimentierlust. Edele Leichtschokolade – nicht mein Favorit.

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Empfehlung von Georg Bernardini

Herr Bernardini hat diese Sorte in seinem Schokitest-Buch als Verarbeitungsstufe Standard-Schokolade ausgewiesen. Er schreibt: „Wien ist als Stadt der süßen Genüsse bekannt, wobei man sicher darüber streiten kann, wie gut eine traditionelle Sachertorte oder eine Mozartkugel in Wirklichkeit ist. Seit dem Jahr 2001 hat Wien jedoch eine ganz besondere Attraktion: eines der besten und visionärsten Schokoladen-Fachgeschäfte der Welt. Auch das Ambiente um das Stammhaus herum ist sehr gelungen. In der Passage des Palais Ferstel in der Wiener Innenstadt wird auf mittlerweile 150 Quadratmetern ein reichhaltiges Sortiment an Schokoladenprodukten angeboten. Inhaberin Frau Ramona Mahr ist eine Pionierin in Sachen Schokolade … ist sie ihren Kollegen immer wieder einen Schritt voraus … Werner Meisinger .. ist verantwortlich für die geschmackvolle Gestaltung der Verpackung und das Design der Marke. Xocolat verarbeitet vornehmlich Kuvertüre des spanischen Herstellers Chocovic und des französischen Produzenten Valrona.

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Die Nussschokoladen sind überdurchschnittlich gut und sehr großzügig gefüllt. Die Auswahl der Nüsse äußerst aromatisch, schmackhaft und überdurchschnittlich gut.

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(aus „DER SCHOKOLADENTESTER Georg Bernardini. Die besten Schokoladen und Pralinen der Welt. Was dahinter steckt und worauf wir gerne verzichten“


Schokitest mit DOMORI

April 24, 2014

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am 24. April 2014

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Dietmar Moews meint: Was für die Seele ein Büchel, ist für den Gaumen ein Küchel.

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Zu berichten ist von einem erfolgreichen Schokoladentest in Köln. Wo der weltberühmte Spitzenchocolatier DOMORI aus None /Torino aus der gruppo illy bei Hernando Cortez in der Gertrudenstraße seine edlen bean-to-bar Schokoladenprodukte anbieten lässt.

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Ich probierte von den Pur-Schokoladen – bean-to-bar – von DOMORI der Produktbezeichnungen CACAO CRIOLLO 70% Puertofino, CACAO CRIOLLO 70% Chuao und CACAO CRIOLLO 70% Porcelana.

Diese Sorten werden unter anderem als Carré Chocolat von 25 gr zum Preis von 4,99 Euro – zu Deutsch: Edelbitterschokolade angeboten.

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Der Schokoladenspaß mit DOMORI war nun so: Alle drei Sorten sind sehr sehr höchstfeine Schokolade. Es wäre sinnlos, hier Geschmacksunterschiede als Qualitätsunterschiede herauszustellen. Entsprechend fein löst sie sich im Mund, lässt sich wunderbar schlucken und auch verschlingen, keine Fäden, keine Störungen, außer bei der Porcelana. Die Sorte Porcelana war zwar noch ein halbes Jahr unter dem angegebenen Zeitlimit, aber sie hatte einen Nebengeschmack, nicht gerade ranzig, aber wie Getreidestaub – etwas mehlig. Insgesamt sind diese Edelbitterschokoladen rein aus den Kakaosorten Puertofino, Chuao oder Porcelana, womit Anbauregionen bezeichnet sind sowie mit Rohrzucker dezent gesüßt, ohne weitere Aromatisierungen. Der Geschmack ist nicht süß. Trotz der Gewohnheit überwiegend stark gesüßte und vanilleierte Industrieschokoladen zu essen, sind die beiden Sorten Puertofino sowie Chuao absolute Spitzengenüsse.

Kurz: hellauf begeistert war ich und setzte Puertofio vor Chuao auf den Vorderplatz. Meine Verkostungsfreundin empfand Chuao vorne.

Auf der Chuao-Packung findet sich momentan ein goldener Aufdruck: „Vinciatore premio come meglior cioccolato d’origine „TAVOLTTA D’ORO 2012“ / Winner for best single origin choclate of „GOLDEN CHOCLATE 2012“

Mit 4,99 Euro für das hübsche kleine 25 Gramm Quadrat hat man einen kostspieligen edlen Kick. DOMORI ist wirklich herausragend.

Das Design der Verpackungen ist immer Geschmackssache. Immerhin finde ich, die kleinen Packungen sehen wunderbar aus, sind nicht zu kostspielig, aber praktisch. Die Beschreibung und die Angaben sowie Herstellungsdatum und Haltbarkeit sind professionell.

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Nun lese ich zu Hause beim Schokoladentester Georg Bernhardini:

Domori bleibt bei dunkler Schokolade der Maßstab aller Dinge. Nicht jede Schokolade ist ein Volltreffer, jedoch kann insgesamt kein anderer Hersteller dieses hohe Niveau vorweisen und setzt damit Maßstäbe.

Das Trio Porcelana, Puertomar und Puertofino kann seit Jahren das hohe Qualitätsniveau halten. Dazu gesellt sich neuerdings die Chuao, deren Kakao seit 2002 auf der Hacienda San Josè angebaut wird … diese Domori-Schokoladen dürften als Benchmark von Domori-Schokolade oder von Schokolade generell angesehen werden.

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Empfehlung von Georg Bernardini

Die Ursprungsschokoladen empfehlen sich allen Liebhabern reiner dunkler Schokolade, die hochprozentigen dunklen Schokoladen allen Chocoholics. Hier muss man die IL 100% probiert haben. Nougatliebhaber sollten auf jeden Fall die Aufstriche und das Giandujotto probieren. Sie sind eine Sünde wert.

Liebhaber veredelter weißer Schokolade kommen an DOMORI nicht vorbei. Die Biancomenta bleibt einem noch lange in Erinnerung.