Phil Spector 1939 – 2021 Kurznachruf

Januar 19, 2021

Lichtgeschwindigkeit 10163

am Dienstag, 19. Januar 2021

.

Harvey Phillip „Phil“ Spector wurde am 26. Dezember 1939 in New York City geboren und ist jetzt 81-jährig, am 16. Januar 2021 in French Camp, Kalifornien, in einem Gefängniskrankenhaus an Covid-19 gestorben. Phil Spector war einer der musikindustriellen Spitzenmusiker, zunächst als Bandmusiker, hauptsächlich aber als Musikproduzent mit dem „Wall of Sound“ der 1960er Jahre.

Phil Spector war (in zweiter Ehe) seit 1968 mit der Ronette-Sängerin Veronica Bennett (Ronnie Spector) verheiratet, sie hatten einen Sohn, er adoptierte dazu (als Überraschung) zwei kleine Zwillinge; sie ließ sich 1972 wegen Gewaltübergriffen des Ehemannes scheiden. Spector verlebte die letzten 19 Lebensjahre als Totschlagverurteilter in der kalifornischen Strafhaft.

Spector wurde als Sohn einer jüdischen Familie der unteren Mittelklasse in der New Yorker Bronx geboren. Er begann seine Karriere im Musikgeschäft als Songwiriter, Gitarrist und Sänger in dem von ihm gegründeten Trio The Teddy Bears, das 1958 den Hit To Know Him Is to Love Him hatte.

Die namhaftesten Bestseller, mit Phil Spector bzw. von ihm waren The Rightous Brothers, The Crystals, The Ronettes, The Rolling Stones, The Ramones, Beach Boys, Abba, Walker Brothers, Leonard Cohen, Bruce Springsteen, Ike and Tina Turner u.a. seine größten weltweiten Charts-Erfolge waren Popsongs wie „Be my Baby“, „Baby, I love you“, Da Doo Ron Ron, The Sun aint gonna shine any more, River deep, mountain high, You’ve lost that loving feeling, My Sweet Lord, The Teddy Bears, das Beatles-Album „Let it be“, das Bangladesh-Konzert. Phil Spector wurde auch von den erfolgreichsten Projekten, wie Beatles oder Rolling Stones, Beach Boys oder Ramones als Geschmacksverstärker hinzugezogen, während Projekte wie The Crystals oder Ronettes weitgehend seine Produkte waren.

Berühmt wurde er in den frühen 1960er Jahren durch den besonders vollen Klang („Wall of Sound“) der von ihm produzierten Songs. Als Erster unterlegte er Lieder mit einer intensiven Hintergrundinstrumentierung, zum Beispiel durch mehrere mit Hall-Effekten versehene Schlagzeuge und starke Chor- und Orchesteruntermalung. Diese Technik wurde in der Folge von zahlreichen Musikern adaptiert.

Im Aufnahmestudio entwickelte sich Spector zu einem Meister seines Fachs. Zusammen mit Jeff Barry und Ellie Greenwich schrieb er auch einige noch heute sehr populäre Pop-Klassiker. So stammen die Songs River Deep – Mountain High (Tina Turner) und Be My Baby (Original von den Ronettes) aus der Feder dieses Trios. Spector spielte angeblich Gitarre und Bass bei der Aufnahme des Lieds Play With Fire der Rolling Stones (laut NYTimes). 

Zwischen John Lennon und Paul McCartney kam es bei „Let it be“ zu deutlichen Meinungsverschiedenheiten über Spectors Vorgehensweise; während Lennon diese schätzte, lehnte McCartney den intensiven Einsatz von Streichern und Backgroundsängerinnen ab. Zwischen 1970 und 1972 nahm Spector mehrere Soloalben von John Lennon, Yoko Ono und George Harrison auf, darunter Imagine und All things must pass. Harrisons Lied My sweet Lord, das Spector gemeinsam mit ihm bearbeitet hatte, wurde später von einem Gericht als Plagiat beurteilt. Seitdem wurde ihm immer wieder vorgeworfen, dass er die Ähnlichkeit mit dem Lied He’s So Fine von The Chiffons hätte bemerken müssen.
.

NY Times am 18. Januar 2021: „Am 3. Februar 2003 rief Spectors Chauffeur die Polizei per Notruf zu dessen Haus im kalifornischen Alhambra wo die Schauspielerin Lana Clarkson durch einen Revolverschuss in den Mund gestorben war. Spector sprach von einem „Selbstmord aus Versehen“, als Clarkson „die Waffe geküsst“ habe. Der Chauffeur hatte Spector bei seinem Notruf mit den Worten zitiert: „Ich glaube, ich habe jemanden umgebracht“. Spector blieb zunächst gegen eine Kaution von einer Million US-Dollar auf freiem Fuß. Die erste Hauptverhandlung ab März 2007 endete im September ohne Ergebnis; nur zehn der zwölf Geschworenen stimmten für eine Verurteilung. Im Oktober 2008 begann ein Verfahren mit einer neuen Jury; die eigentliche Hauptverhandlung fand im März 2009 statt. Als Zeugen wurden unter anderem fünf Frauen gehört, die aussagten, bis zu 30 Jahre davor von Spector mit einer Schusswaffe bedroht worden zu sein. Im April 2009 befand die Jury Spector des Totschlag (second-dagree-murder) für schuldig. Er wurde in Haft genommen und im Mai 2009 eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren bis zu lebenslang festgesetzt. Im Juni 2009 wurde Spector in die Behandlungseinrichtung für Rauschmittelmissbrauch und Staatsgefängnis (SATF-CSP) in Corcoran überstellt. Er war dort auf einer Station für Alter von 81 Jahren im San Joaquin General Hospital in French Camp…

Dort waren Gefangene untergebracht, die (beispielsweise wegen ihrer Prominenz) als gefährdet galten. Spectors Berufung wurde im Mai 2011 verworfen; sein Einspruch gegen diese Entscheidung scheiterte im August 2011 vor dem Obersten Gerichtshof Kaliforniens. Phil Spector starb im Januar 2021 im Alter von 81 Jahren im San Joaquin General Hospital in French Camp….“

Spector wurde verurteilt für den Totschlag an Lana Clarkson 2003. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits andere Fakten über sein sprunghaftes, unberechenbares und schießwütiges Verhalten aufgetaucht, vor allem in Ronnie Spectors (Bennett) Memoiren „Be My Baby“ von 1990, in denen sie seine Misshandlungen während ihrer siebenjährigen Ehe detailliert beschreibt.

.

Phil Spector hinterlässt ein gewaltiges Klang-Erbe. Er wurde wegen angeblichen Totschlags verurteilt und starb als Häftling in Kalifornien, aber die Arbeit des Produzenten aus den frühen 1960er Jahren ist ein untrennbarer Teil der Popmusikgeschichte.

Jahrzehnte zuvor, in den frühen 1960er Jahren, schuf Spector die Hits, die er berühmt als „kleine Symphonien für die Kinder“ bezeichnete, indem er freche Innovationen in dreiminütige Melodramen verpackte und die Jugendromantik als ein Universum aus Schwärmerei und Tragödie behandelte. Er holte Dutzende von Musikern und Sängern ins Studio, um gemeinsam aufzutreten, verdoppelte Parts für mehr Wucht und Wirkung und trieb die Abmischung bis an den Rand der Verzerrung, um seine Wall of Sound zu schaffen. Er versammelte Songwriter, die die weibliche Sehnsucht und das Verlangen nach seinen Girlgroups überzeugend einfangen konnten, um sie abzuliefern. Und er fand Sängerinnen – viele von ihnen ehrgeizige schwarze Teenager -, die diese Songs mit Gospel-Spirit aufladen konnten. Nach seiner erstaunlichen Hitserie in den frühen 1960er Jahren fand Spector in den 1970er Jahren Bewunderer, die gerne mit ihm zusammenarbeiteten: die Beatles (gemeinsam und einzeln), die Ramones, sogar Leonard Cohen. Dann zog sich Spector für die nächsten Jahrzehnte fast vollständig aus der Musik zurück. Doch im Laufe der Jahre ahmten unzählige andere – darunter die Beach Boys, Bruce Springsteen, die Walker Brothers, die Jesus and Mary Chain, Abba, Meat Loaf und Bleachers – den donnernden Beat, die klingenden Akkorde und die üppige Percussion seiner Wall of Sound nach. „Ich lächle immer noch, wenn ich die Musik höre, die wir zusammen gemacht haben, und werde es immer tun“, sagte Ronnie Spector (frühere Ehefrau und Ronettes-Sängerin) einem Interview mit Billboard nach Spectors Tod. „Die Musik wird für immer sein.“ Um keine potenziellen Hits zu vergeuden, platzierte Spector oft Instrumentals auf den B-Seiten seiner Singles. Die B-Seite von „Why Do Lovers Break Each Other’s Heart?“ wurde nach Dr. Harold Kaplan benannt, der in den 1960er Jahren Spectors Psychiater war und ständig auf Abruf stand. Einige B-Seiten von Spector sind eindeutig Studio-Jams, sind aber vollwertiges Arrangement, mit einer schwungvollen Saxophon-Melodie, vielen Handclaps und, auf halbem Weg, einem wahnsinnigen Lachen.

Phil Spector arbeitete in Los Angeles viel mit der „Wrecking Crew“ zusammen. Einer der Grundbeats des Rock – gespielt von dem Schlagzeuger Hal Blaine und seither immer wieder imitiert – eröffnet einen Barry-Greenwich-Spector-Song, der Bitte und Versprechen zugleich ist. Veronica Bennett, später als Ronnie Spector, erhebt sich über die Band mit einer Stimme. Die Ronettes würden Jahrzehnte damit verbringen, Spector vor Gericht um ihren Anteil an den Tantiemen zu bekämpfen. The Crystals, „Santa Claus Is Coming to Town“ (1963). brachte den Weihnachtsmann, der in dieser von Saxophonen und Glockenspiel gepumpten Vollgasversion des Liedes genauso gut auf einer aufgemotzten Dampfwalze daherkommen könnte – ein Arrangement, das Bruce Springsteen selbst zu einem jährlichen Konzert-Highlight machen würde. Mit Ike und Tina Turner, „River Deep, Mountain High“ (1966)

Spectors Lauf als Nonstop-Hitmacher endete – unerklärlicherweise – der grandiose Bombast von „River Deep, Mountain High“, den er mit Barry und Greenwich schrieb. Spector war fest entschlossen, ein Meisterwerk zu schaffen, und die Produktion setzte alles ein, was sein Arsenal hergab: Band, Bläser, Streicher, Maracas, „doot-do-doot“-Unterstützungsgesang. John Ono Lennon, ‚Instant Karma! (We All Shine On)‘ (1970) beginnt relativ unscheinbar, mit Lennons Stimme, einem nicht ganz stimmigen Klavier und einem rudimentären Backbeat. Aber Spectors Produktion lässt alles überlebensgroß klingen, Lennon steigert sich bald in einen Shout und ein voller Chor materialisiert sich hinter ihm; so lässig war es nie. George Harrisons Album „All Things Must Pass“ von 1970 wurde von Spector und Harrison produziert. Harrison agierte selbst mit seiner eigenen Wall of Sound, mit wummernden Drums, einer Buzz-Bomb-Gitarrenlinie, massierten Bläsern und Streichern und einem sehr geschäftigen Tamburin (1977).

Leonard Cohens Album „Death of a Ladies‘ Man“ ist eine der größten Fehlpaarungen zwischen Songwriter und Produzent. Ähnlich wurde The Ramones, „Rock ’n‘ Roll High School“ (1980). Das letzte Album, das Spector vor seinem jahrzehntelangen Ruhestand produzierte, war „End of the Century“ der Ramones, das nach allem, was man hört, eine Kollision zwischen den üblichen „quick-and-dirty“-Aufnahmemethoden der Ramones und Spectors akribischem Perfektionismus war. Aber sie teilten die Verpflichtung zur Prägnanz und zum Drive, und die Spector-typischen Elemente – riesiges Schlagzeug, gedoppelte Gitarren, überlagerte Gesangsharmonien, ein Wechsel der Tonart mitten im Song – tragen nur zum zweiminütigen Knall bei.


„The Wrecking Crew“, Hal Blaine, Carol Kaye …sagenumwobene Studioband

Juni 16, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6596

Vom Freitag, 17. Juni 2016

.

.

Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 14. Juni 2016, Feuilleton mit Juliane Liebert im Interview mit dem Schlagzeuger der „The Wrecking Crew“:

.

Kaputte Typen. Hal Blaine, der Drummer der sagenumworbenen Studioband „The Wrecking Crew“, über die „Beach Boys“, Elvis, die goldenen Sechziger, Hits, Geld und Eitelkeit“.

.

Spielte man die Hitliste der Wrecking Crew ab, wären die meisten heutigen Musikfreunde entsetzt bzw. vollkommen begeistert, dass anteilmäßig von aller heute abgespielten Studiomusik der 1960er und 1970er, die zweifellos allermeisten topnotierten Stücke, vieler verschiedener Gesangs-Weltstars, von dieser „Wrecking Crew“ in USA-Aufnahmestudios in Los Angeles, California, ausgeführt bzw. eingespielt worden sind.

Das Interview mit Hal Blaine ist lesenswert. Blaine sagt was, ist kein Opportunist und hat unvergleichliche Kenntnisse und Erfahrungen.

.

IMG_8715

.

Bei YOUTUBE findet man diverse Videos mit den meisten Musikern, neben Hal Blaine – alles wirklich eindrucksvolle Typen. Und ich habe immer die inzwischen „OMA“ Carol Kaye vor Augen und Ohren, wie sie auf ihrem Fender JAZZ Bass rumdudelt, z. B. The Beat Goes On folgte am 13. Dezember 1966 wiederum in den Gold Star Studios mit dem berühmten, von Carol Kaye stammenden Bass-Intro.

.

Good Vibrations“ der weltberühmte Beach Boys Song, „Mr. Tambourine Man“ (The Byrds) oder „I’m a Believer“ von der Retortenband „The Monkees“. Gemeinsam gespielt? Sie wurden, bis auf den Gesang, nicht von den Beach Boys, den Byrds und den Monkees aufgenommen, sondern von Studiomusikern, die heute unter dem pauschalen Namen „The Wrecking Crew“ bekannt sind. Ihre Diskografie ist schwindelerregend, sie spielten Tausende Sessions. Zeitweise nahmen sie ein Album morgens und eines abends auf. Die berühmte Basslinie in Nancy Sinatras „Theses Boots are made for walkin’“ geht ebenso auf ihr Konto wie „You’ve Lost that loving Feeling“ von den Righteous Brothers und die Begleitung von Simon & Garfunkels „Mrs. Robinson“. Die Namen der Begleitmusiker erschienen meist nicht einmal auf den Plattencovern. Der kreative Anteil der Wrecking Crew war jedoch so beträchtlich , dass Aufnahme-Sessions verschoben wurden, wenn sie nicht verfügbar waren. …“

,

Es lohnt, sich dieses SZ-Interview von JULIANE LIEBERT mit dem Sessionmusiker HAL BLAINE der „WRECKING CREW“ kennenzulernen – von Elvis Presley bis Frank Sinatra, von „La Bamba“ bis „The Sun ain’t gonna shine anymore“ und „I Got You Babe“ – hat man hier noch lebendige Zeugen.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Neue Sinnlichkeit

.

IMG_8722

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Ian Mc Lagan 1945 -2014 – Kurznachruf

Dezember 5, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5157

am Freitag, 5. Dezember 2014

.

Der britische Beatmusiker, als E-Pianist und Organist und Sänger, Ian Mc Lagan, geboren 1945 in Hounslow Middelsex UK, Mitglied des epochalen Quartetts „Small Faces“ ist – einen Tag nach einem Schlaganfall – am 3. Dezember 2014, in Austin / Texas USA, zu Hause gestorben.

.

Mc Lagan stand kurz vor einem Tourneebeginn in Nordamerika mit seinem Lable-Kollegen Nick Lowe.

.

Ian Mc Lagan, Orgel und Vocals und Steve Marriott, Gitarre und Vocals, Ronnie Lane, Bass und Vocals, Kenny Jones, Schlagzeug, als Small Faces, waren Teil der erschütternden BEATLE-MANIA und seit 2012 „Member of the Rock and Roll Hall of Fame“.

.

„The Small Faces“ (ab 1965) waren neben den „Hollies“ (ab 1961), „Beatles“ ( ab 1962), „Rolling Stones“ (ab 1963), „Searchers“ (ab 1963), „Swinging Blue Jeans“ (ab 1964), „Dave Clark Five“ (ab 1964), „Yardbirds“ (ab 1864), „Kinks“ (ab 1964), „Manfred Mann“ (ab 1964), „Who“ (1964, die ganz extremen Avantgardisten in der frühen Beatmusik als Teil der POP-ART.

.

Diese britischen Bands hatten zeitgleich zahlreiche us-amerikanische Musikindustrie-Stars-Ensemble, die als Gesangsgruppen bezeichnet worden waren, wie „Beach Boys“ (ab 1964), „Byrds“ (ab 1965) und viele andere.

.

Das neue, neben den legendären Bestseller-Hits, der kleinen Gitarren-Combo, bestehend aus Sologitarre, Rhythmus-Gitarre, Bass-Gitarre und Schlagzeug und Stimmen, war eine elektrisch verstärkte erhebliche Lautstärke, oft gebrüllter mehrstimmiger Gesang und ein lautes im Big-Bandstil gespieltes Drumset.

.

Die Studioaufnahmen von Hitmusik hatten stets zusätzliche Füllinstrumente, Klavier, Orgel, Streicher, Bläsersätze, je nach Genealogie, ob Liverpool, London, Chicago, Memphis, Los Angeles – Skiffle, Dixieland, Blues, Boogie, Rock’n Roll, Country, Folk.

.

Das Line-up der Small Faces hatte also Ian Mc Lagan, der in den Konzertauftritten Wurlitzer E-Piano oder eine Hammondorgel klanglich in der Mitte spielte und damit dem Gitarristen Freiheit zum akzentuierten Solospiel geben konnte:

.

What you’re gonna do about it“, „All or nothing“, „Sha lala lala lee“, „In my minds Eyes“, „Tin soldier“, „Here comes the nice“, „Itchycoo Park“, „Lazy sunday“ – das besondere dieser BEATLEMANIA war, dass die Bands überwiegend eigene Kompositionen und Lyrics erfanden und wie ein Trommelfeuer, alle drei Monate eine neue Hit-Single (45 U/min Vinylplatten) und zwei Langspielplatten (33 U/min LP/Long Player), später sogenannte „Alben“, veröffentlichten und dadurch permanent in den Verkaufs- und Spiellisten der Radio-, später TV-Sender erschienen, dazu ein ununterbrochener weltweiter Konzert-Tourneen-Marathon lief. Die jungen Musiker waren ab 17 Jahre alt, und hatten bereits im Alter von 20 Jahren Weltbekanntheit.

.

Hinter bzw. vor diesen BEATLES-MANIA-Bands standen professionelle Produzenten, Verleger und Manager der älteren Generation, die ihre jungen Musiker extrem ausbeuteten und wirtschaftlich vorführten.

.

Ian Mc Lagan war Insider der Londoner Rockmusikszene seit 1965 bis heute. Mc Lagan spielte nach dem Ende der Small Faces und dem Mod und Pop (1968, Ausstieg des Gitarristen und Sängers Steve Marriott) zusammen mit dem Rest der Band und Ronnie Wood und Rod Steward als „The Faces“, ebenfalls in der Weltspitze („Stay with me“) fortan Rockmusik.

.

Ian Mc Lagan hat bis heute in zahlreichen Studio- und Konzerttournee-Projekten mitgewirkt. Herausragend als Keyboarder der Rolling Stones ab 1969, auch mit Bob Dylan, Jackson Browne, Chuck Berry, Pete Townshend, Bruce Springsteen, Joe Cocker sowie eigene Studio-Alben.

.

Dietmar Moews meint: Ian Mc Lagan – Rest In Peace – und the Small Faces gehören seit anbeginn zu meinen Lieblingsbands – deren freundlich-aggressive Performance und Kraft unendlich wirken – sehr bald vom Stones-Manager Andrew Loog Oldham auf dem Immediate-Lable publiziert (jetzt lebt noch der Drummer Kenny Jones).

.

Es gehört nicht viel dazu, hinzunehmen, das einer nach dem anderen hier vorbeikommt: KURZNACHRUF (Bobby Keys ist noch gar nicht ganz kalt). Die Stones lassen ganz eindeutig Federn – wie auch nicht?

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_2943

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

.