Billag No Billag organisierte Massenkommunikation und Information oder Berlusconisierung

Januar 17, 2018
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Vom Donnerstag, 18. Januar 2018

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Der Schweizer Berlusconist gegen Billag

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Es geht um die Zwangsgebühren für Fernsehen und Radio, die jeder Haushalt der Schweiz zahlen muss.

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Der demokratische Staat Schweiz, ähnlich der Bundesrepublik Deutschland, hat die in der Verfassung geregelte Pflicht die organisatorischen Vorkehrungen für allzugängliche verpflichtende Bildung durch Schulpflicht, wie auch Informationsversorgung sowie Kommunikationsführung durch professionell geführte Massenkommunikation herzustellen.

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Dabei reicht nicht, den täglich anfallenden Informationsdrang von Neuigkeiten und Agenturmeldungen zugänglich zu machen. Sondern durch qualifizierte Publizisten redaktionell zu erfassen und der Wichtigkeit und den Rezeptionsmöglichkeiten der Öffentlichkeit und den vielfältigen Lebensgewohnheiten der Bürger gemäß zu „führen“.

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Es würde also nicht reichen, einen wilden informellen Informations- und Meinungsschwall, wie ihn die Bürger selbst durch Internetz-Formate dezentral und frei publizieren oder wie es kommerzielle Marketing-Medien durch Einschaltreize zu hohen Einschaltquoten bringen, als quasi „liberales“ Informationsgeschehen der Gesellschaft und den massenkommunikativen Spielen von Neugierde und Notwendigkeiten zu überlassen.

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Eine mündige demokratische Gesellschaft muss die besten Vorkehrungen zur Vorstellungsorientierung und Information sowie Anreize zur privaten und öffentlichen Kommunikation erhalten.

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Dabei geht es um eine Frage, die sich auch viele Menschen in Deutschland stellen:

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Welche Rolle soll der öffentliche Rundfunk im Internetzeitalter spielen?

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Doch die Debatte betrifft nicht nur die zukünftige Rolle des Schweizer Fernsehens – sondern auch das nationale Selbstverständnis.

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Die Billag AG (Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren, französisch Organe suisse de perception des redevances de réception des programmes de radio et de télévision, italienisch Ufficio svizzero di riscossione dei canoni radiotelevisivi) ist eine Schweizer Tochtergesellschaft der Swisscom, die für die Erhebung der Radio- und Fernsehempfangsgebühren zuständig ist. Sie erhebt die Empfangsgebühren seit 1998 und wird diese Aufgabe zum 1. Januar 2019 abgeben.

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Der Kunstname „Billag“ setzt sich nach Angabe von Jonny Kopp, Head of Communications bei der Billag, zusammen aus englisch «Bill» (Rechnung) und Aktiengesellschaft, also wörtlich «Rechnungs-AG». Da die Rechtsform «AG» als Bestandteil des Kunstbegriffs damit nicht mehr eindeutig ist, wird sie den rechtlichen Vorgaben entsprechend doppelt angefügt.

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Ziel der Billag-Einträge ist die laufende Finanzierung der Programmerstellung der SRG SSR und gewisser privater Senderstationen.

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Die analogen Institutionen in Deutschland und Österreich heissen ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice und GIS.

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Dabei geht es um die staatlich und privatwirtschaftlich organisierte, freizugängliche Rundfunk-, Fernseh-, und Internetz-Inhalte-Programme-Produktion und Bereitstellung einerseits und die privaten, gewerblichen und kommerziellen Nutzer, in den geografisch national gesatzten Bereitstellungsbereichen.

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Private Haushalte haben unabhängig von der Anzahl der dort lebenden Personen nur eine Gebühr zu bezahlen. Autoradios sind hierbei eingeschlossen. Für jeden weiteren Standort ist eine zusätzliche Gebühr zu bezahlen, sofern man diesen für drei oder mehr Tage pro Woche und dies während mehr als sechs Monaten pro Jahr benutzt.

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BLICK, schweizer Tageszeitung, Leserbriefe, am 16. 1. 2018:

„…Mit CNN, BBC, ARD, Online-Zeitungen, Google, YouTube, Online Magazinen bin ich besser informiert als mit SRF.
Deutsch eignet sich zum Manipulieren, währen Englisch zum Mitdenken auffordert. Im Japanischen müssen Sie die Grammatik beherrschen, damit Sie korrekt sprechen können. Es braucht Logik !!!
Im CH-Deutsch rechtfertigt sich jeder mit jedem dritten Satz ! Fehlerkorrekturen sind an der Tagesordnung.
…“

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Das Handelsblatt am 16. Januar 2018 schreibt:

„…Derzeit zahlen die Schweizer Haushalte rund 451 Franken Billag-Gebühren im Jahr. Das Geld fließt an die Schweizerische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft (SRG) und an 34 private regionale Radio- und Fernsehstationen. Im Gegenzug für den Erhalt erfüllen die Sender einen Auftrag des Bundes, den so genannten Service Public: Sie müssen über aktuelle Themen in ihrem Sendegebiet berichten. Auch Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer halben Millionen Franken müssen zahlen – ein Grund, weshalb sich auch der Schweizer Gewerbeverband für die Abschaffung der Gebühren stark macht.

Ab 2018 soll die Gebühr auf 365 Franken sinken.“

„… Eine Abschaffung der Gebühren träfe vor allem das Schweizer Radio und Fernsehen, die SRG. Sie wird von ihren Fans für ihre unaufgeregte Berichterstattung geschätzt, von ihren Gegnern als „Staatsfunk“ verhasst. Zwar werden mit den Billag-Einnahmen auch private Lokalstationen finanziert. Doch der Löwenanteil von insgesamt rund 1,2 Milliarden Franken (ca. 1,02 Milliarden Euro) fließt an die SRG. Sie betreibt in der Schweiz insgesamt 17 Radio- und 7 Fernsehprogramme – und das in einem Land mit gerademal 8,3 Millionen Einwohnern.

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Dass es bei der SRG Reformbedarf gibt, stellt in der Schweiz kaum jemand in Frage. Doch der Gruppe und ihren rund 6000 Mitarbeitern die Finanzierung zu entziehen, gehe zu weit, sagt Filippo Lombardi von der Christlichen Volkspartei (CVP). „Wenn wir Kopfschmerzen behandeln wollen, greifen wir ja auch zum Aspirin und nicht zur Guillotine“, sagt der Tessiner. Vor allem für die sprachlichen Minderheiten hätte die Abschaffung fatale Folgen, fürchtet Lombardi. Denn die Gebühren sichern auch in der rätoromanischen, italienischen und französischsprachigen Schweiz die Grundversorgung mit Informationen.

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… sprechen .. selbst Abgeordnete der liberalen FDP für die Beibehaltung der Gebühren aus. „Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Schweizer Medien zum Sprachrohr von zahlungskräftigen Interessensvertretern werden“, sagt Christa Markwalder von den Freien Demokraten.

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Die Verteidiger der Gebühren fürchten eine „Berlusconisierung“ der schweizerischen Medienlandschaft. Der ehemalige italienische Regierungschef nutzte seine enorme Macht als Medienunternehmer immer wieder für seine politischen Ziele. Die Billag-Verteidiger fürchten, dass der SVP-Grande und Medienzar Christoph Blocher eines Tages eine ähnliche Rolle in der Schweiz übernehmen könnte, wenn die SRG erst einmal kaltgestellt ist. Blocher ließ die Schweizer schon vor einigen Wochen wissen, dass er mit „Ja“ für die Billag-Abschaffung stimmen wird.

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Dietmar Moews meint: Dass der Schweizer Milliardär Christoph Blocher mit einem eigenen Berlusconismus liebäugelt, ist peinlich genug und dürfte von den demokratiegeübten Schweizern abgewehrt werden.

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Was tatsächlich eine schwache Leistung der aktuellen Ministerin ist, ist das Fehlen von alternativen Neukonzepten der Billag-Regeln. Was soll es, wenn beinahe alle Interessenten vom Reformbedarf der auslaufenden Finanzierunsgmodalitäten sprechen – schließlich jedoch nur noch

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Billag und No-Billag zur Wahl stehen.

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Wie überall, wo staatliche, private und kommerzielle Organisationen Massenkommunikation und Information herstellen, müssen regulierte Strukturen ermöglichen, dass eine steuerfinanzierte (Billag) freie, plurale, nüchterne Bereitstellung verlässlich erzeugt wird. Aber dass nicht durch die Marktmacht der staatlich finanzierten Konsumentenquoten auch die Werbebudgets der werbenden Wirtschaft weitgehend abgeholt werden, und den privaten keine ausreichende marktwirtschaftliche Finanzierung möglich ist bzw. durch rein kommerzielle Programmanbieter zwar Werbequoten eingeworben werden können, jedoch die Informations- und Kommunikationsversorgung unter „Berlusconismus“ und buntem Flitter untergeht.

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Michael Palin: Neue Sinnlichkeit: ‘The Clangers werden eine kleine Oase der Ruhe sein

Juni 1, 2015
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vom Montag, 1. Juni 2015

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The Guardian, intelligente liberale Londoner Tageszeitung, schreibt am 30. Mai 2015 über CBEEBIES der „Clangers“ und den genialen Michael Palin, den wir von Monty Python’s kennen, und trifft ins Herz der Neuen Sinnlichkeit:

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Die Wiederbelebung klassischer Kindershows beschäftigt momentan alle. Mit Paddington, Thunderbirds, die Teletubbies und die Wombles – alle erhalten ein neues Leben.

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CBeebies

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Als nächstes kommen die Clangers (die Fettnäppfchentreter), die Show über rosa gestrickte, mäuseartig-pfeifende Aliens, die im Jahr 1969 von Oliver Postgate und Peter Firmin gestaltet wurden. Doch die Fans der freundlich, hinterlistigen surrealen Serien können beruhigt bleiben, die Clangers sind kein CGI (Computer-Digital-Animations-Video) Runderneuerung oder Modernisierungen für die kommende neue CBeebies-Serie, Ende dieses Monats, hat die alte Machart der „Schönheit“ erhalten.

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Als deren Erzähler erklärte Michael Palin (Monty Pythons): „ Ich bin sehr glücklich, dass sie keine Grundveränderungen mit den Clangers gemacht haben. Denn es ist ein reizvolles Konzept das funktioniert. Ich glaube, zum Teil liegt das daran, dass es in besonderer Art weltläufig ist – sie benutzen eine Art Blei-Teile und elastische Bänder und alle Arten von Sachen, die es so wunderbar machen.

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Ich glaube es ermutigt Kinder selbst zu denken, und nicht einen Knopf zu drücken und das wäre es dann für sie – in der digitalen Art. Da steckt definitiv ein Element der alten Technologie des Clangers.Planeten und der Clangers selbst drin. Das gefällt mir außerordentlich.“

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Ich liebte, die Clangers mit unseren Kindern anzuschauen,“ erinnert sich Palin. „Es hatte etwas Alles Beruhigendes. Und ich glaube heute, da Alles derart abgehetzt ist und diese Vielzahl von Anforderungen an unsere Zeit gestellt sind, „Mach Dies, mach Das, bist Du bald fertig, Dies musst du wissen, und erkundige dich nach Diesem und Jenem“. Diese Clangers werden eine Raststätte der Ruhe sein und das ist, was so anspricht.“

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Palin fügt hinzu: „Ich empfinde die Clangers-Welt nicht nur beruhigend, sondern geradezu therapeutisch. Es hat eine ZEN-Dimension. Jemand, der meint, das sei noch zu steigern, würde ich sagen, „Gib nicht Tausende für ein Kurheilbad aus, wenn es reicht, ein Wochenende auf dem blauen Planet zu verbringen“

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Die ersten beiden Serien, die Postgate erzählt hatte – der im Jahr 2008 starb – und Palin, der bislang seine Stimme noch nicht einer regelrechten Kinder-Fernsehserie gegeben hatte, sagt, es war „eine Ehre“ gefragt worden zu sein, die Rolle anzunehmen. Und sogar seine Kinder waren beeindruckt. „Ich entschied mich, ohne eine Sekunde zu zögern, die Rolle anzunehmen, weil die Clangers besonders sind. Es gibt nichts sonst, wie diese kleine Welt, die von Postgate und Firmin all die Jahre gestaltet worden ist.

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Ich erinnere mich, mit meinen Kindern geschaut zu haben und fand es nur wunderbar, friedlich, mit durchaus etwas vertrackten Ungeschicklichkeiten, welches eine sehr schöne Mischung ergibt. Für mich ist es eins der größten „Klassiker“ und das Angebot scheint mir, als hätte man mir angeboten Biggles oder sowas ähnliches zu sein. Ich bin sehr geehrt, gefragt worden zu sein.”

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Jo Chalkley, einer der Animatoren dieser Serien, hatte auf die Stop-Frame-Animation zurückgegriffen, die er für Lego-Computer-Spiele angewendet hatte, weil darin eine bestimmte Beziehung zu den Clangers anklingt. Sie war dafür eingenommen, als sie herausfand, dass die keine Baseball-Kappen mit Schriftzügen trugen, sondern schlicht wie das Original – einfach nur wundervoll.

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Palin sagt, „die ganze Idee ist, es so nah am Original zu belassen, wie es das Design und der Blick auf den Planeten anbieten“ – im 12 Bewegungen pro Sekunde-Modus, wie die Serie aufgenommen wird. „Sie haben eine neue Garnitur Puppen angefertigt, die als ziemlich komplexe Kreaturen zu sehr originellen Bewegungen fähig sind, so dass man aus ihnen noch mehr Posen herausholen kann. Nur die Geräusche, die sie abgeben, sind die selben, die Leute und deren Welt sind einfach ziemlich die selben.

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Die Texte sind alle frisch geschrieben, aber im Geist der alten Geschichten. So ist es wie die Anknüpfung als Fortsetzung, wo es mal aufhörte. Und gerade das ist für mich das Besondere an den Clangers, dass sie völlig zeitlos zu sein scheinen. Sie werden immer da sein, ihr Leben führen und versuchen, Tag für Tag ihre kleinen Probleme zu packen, die auftauchen. Das ist ein feines Gefühl für Dauerhaftigkeit, das einen wirklich rückbindet.

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Postgate’s Sohn Dan, der einige Texte geschrieben hatte, sagte, als die BBC und der Koproduzent Coolabi mit seiner Familien-Schmalfilm-Firma darüber sprachen, die Clangers wieder aufleben zu lassen, „Ich glaubte, da sei die Wunschvorstellung die Sachen zu beschleunigen und Sachen etwas zu Überzuckern, schnellere Schnitte und schnelle Stories“; aber er war beruhigt, als sie sagten, „Nein, sowas wollen wir nicht; wir wollen genau diese Art der schönen Mischung behalten und freundliche Ausgestaltung dahin.

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Die neuen Serien zu machen, brachte natürlich was Unbekanntes. Zumal viel mehr Leute mitwirkten. Aber ich glaube, es kommt fantastisch gut zusammen und bin sehr erfreut über das herausgekommene Ergebnis. Ich denke, wir haben den ganzen Ethos und die Werte des Originals bewahrt und noch ausgebaut. Ich könnte wirklich gar nicht glücklicher sein. Es ist sehr gut gemacht.“

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Wie Aidan Turner, als er ausgesucht worden war, Poldark zu spielen, sagte Postgate, er hätte ein riesiges Verantwortungsgefühl gegenüber den Fans der Originalserien der Clangers empfunden. Und zu seinem Vater sagte er: „Ich wollte nicht gerade derjenige sein, wie es so oft geht, „Oh Gott, was hat dessen Sohn gemacht!“

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Alle Clangers haben jetzt ein individuelles Schwanenpfeifen – das von einer winzigen Holzpfeife für Kleine bis zu einer großen 1930er Bakelitpfeife für Großmutter reicht – damit Kinder zwischen ihnen besser unterscheiden können. Mit der Hilfe von Firmin, den Show-Herstellern der Stop-Frame-Fabrik-Firma, und den Puppenmachern Mackinnon und Saunders, die ebenfalls neue Elemente geschaffen haben, von denen Firmin schon längst geträumt hatte, aber die Mittel nie dafür gereicht hatten – wie „Mutters Garten“ und „Meisters Werkstatt“.

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Als sie gefragt worden waren 52 11-Minuten-Geschichten zu machen, haben die Mitwirkenden eine Produktion von neun Ausstattungen um 35 Puppen eingeteilt. Damit können sechs Animatoren parallel an Geschichten arbeiten. Die Sensibilität für alle Kleinigkeiten sind außergewöhnlich. Hunderte kleine Arbeitsschritte, die von Haareschneiden bis Radiohören reichen, wurden erfunden. Das Team hat das gesamte Materiallager an gefärbter Wolle, genannt „Alte Rose“, aufgekauft, um sicher zu gehen, über die gesamte Filmherstellung über exakt die gleichen Farbmaterialien zu verfügen.

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Man muss sicher gehen, dass die Puppen robust sind und in der hohen HD-Auflösung kann man jeden Fussel sehen“, erklärt Phil Chalk, der Herstellungs-Manager.

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Sechs Stricker arbeiten Vollzeit, um die rosa Häute herzustellen, die das ausgetüftelte, mechanische Innenleben der Clangers umgeben. Sie brauchten dafür drei Kilometer Wolle. Die Häute basieren dabei – mit wenigen Abweichungen – auf den Originalmustern, die Firmins Frau in den 1960er Jahren erfunden hatte und die auf der CBeebies Zeichnungs-Seite angeboten werden. Trotz ziemlichen Aufwands mit neuer Technik, wie die Malereien aus den kleinen Rigs, die die Clangers halten, um hüpfen zu können, blieb es einfach, z. B. sind die Sterne im Hintergrund in der gleichen Machart wie die Originale waren – indem Löcher in die Rückwand gebohrt wurden, durch die Licht scheint.

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Bereits vertraute Charaktäre, wie der Suppen-Drachen und die Eisen-Hühnchen, bleiben. Dazu kommen Musikbäume. Musik – gemacht von dem Langzeit Monty-Python-Mitwirkenden John du Prez – spielt jetzt eine noch wichtigere Rolle als vorher, zusammen mit der gesamten Vertonung des Clangers-Pfeifens. CBeebies Produktionsleiter Jackie Edwards sagt: „Das ist das Gute daran, dass das Programm so reich ist, weil jedes einzelne Element so gut durchdacht ist. Es ist eine äußerst feine Liebesarbeit.

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Dan Maddicott, der Serienproduzent von Coolabi, der ebenfalls die Clangers-Flöten spielt, fügt noch an: „Ich habe an vielen Programmen mitgearbeitet. Und dieses sind wirklich glückliche Folgen. Jeder der mitarbeitet, fühlt sich fast privilegiert“. Chalk erklärt: „Viele der Animatoren freuen sich, an dieser Stop-Frame-Produktion der Clangers mitzuwirken. Teil einer solchen Wiederbelebung sein zu dürfen, ist schon was Besonderes.“

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Waren sie gezwungen CGI zu benutzen?

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„Wir hätten niemals die Rechte bekommen,“ sagte Maddicott. „Es waren viele Diskussionen nötig, nicht um Peter und Dan nachzumachen, sondern dass wir das besonders genau machen müssen. Sie hätten sich niemals auch nur auf einen Einsatz von CGI eingelassen.

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Edwards fügt hinzu „Und wir hätten es nicht gekauft“.

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Chalk sagte: „Wir müssen das Zielpublikum sehr aufmerksam beachten. Dies ist kein Eitelkeits-Projekt. Wir versuchen eine erfolgreiche Marke dem CBeebies-Publikum erneut vorzustellen. Deshalb muss es authentisch sein, weil dieses Publikum kein Vorwissen oder Vorurteile entgegenbringe, davon, was die Clangers sind oder wo sie leben – für sie ist das Alles vollkommen neu.“

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Aber mit „Herz und Ton“ des Originals, erklärt es Edwards.

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In den 1970ern waren die Clangers außerhalb Großbritanniens kaum bekannt, weshalb dazu kaum zusätzliche Ausstattungen notwendig waren. Der Fernseh-Markt ist heute sehr ausdifferenziert und die Produktion ist bereits im Ausland vorverkauft worden, einschließlich der BBC sowie NBC/Sprout, bis zu Sendern wie Austaliens ABC-Network. Das kann leicht herumgereicht werden, indem jedes Land seine eigenen Erzähler einfügen kann. William Shatner macht eine US-Version – augenscheinlich für eine Star Trek Stars-Raum-Geschichte.

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Ist das Comeback der Clangers Teil eine Neuausrichtung auf den Weltraum und das aktuelle Nischensuchen der Senderprogramme oder ist es Teil einer allgemeineren Entwicklung der Rückwendung zu altmodischen Formen auf Bildschirmen?

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Palin meint, „Weltraum ist für Kinder immer faszinierend“, besonders, wenn Bilder von fremden Planeten hereinkommen, aber es kann auch nur sein, „weil die Folgen gut gemacht sind und deshalb sehr geliebt werden. Jene „Clangers-Zeit war ein „goldenes Zeitalter“ des Kinderfernsehens. Es wurde jetzt von den inzwischen Aufgewachsenen wiederentdeckt, die nun in der Position sind, es zurückzubringen.

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So gibt es noch weitere Chancen mit einem anderen Projekt, Ivor the Engine, so mutmaßt jedenfalls Postgate, dass noch so Manches mit den 50gern und 70gern komischen Dampf-Lokomotiven möglich ist – möglicherweise sogar eher noch als Live-Aufführungen als als Video-Animation. „Es gibt jetzt neue Techniken und Möglichkeiten, die das können. Und ich halte viel von der besonderen dramatischen Qualität von Ivor the Engine. Mein Vater war ein großer Fan von Dylan Thomas und Under Milk Wood. Daher habe ich diese Art des Blickes auf Wales, in ganz besonders verzauberter Stimmung.“

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Ich glaube, da gibt es etwas sehr Schönes zum Anschauen, indem exzentrische Charaktäre entfaltet werden. Und das ist nicht speziell für Kinder, sondern wirklich für Jeden. Das interessiert mich sehr.

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Ich habe kürzlich Cerys Matthews gehört und dachte, sie ist wirklich gut als Idris – sollte man das nicht meinen?

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Aber zum weltläufigen Mythos, dass die Original-Clangers etwas Festes, Bestimmtes enthielten, klärte Firmin auf: „Ich wünsche, dass Journalisten sich die Zeit nehmen würden, sich die Manuskripte anzuschauen, Seite 146, wo man sieht, wie daraus die Kunst des Schmalfilms wurde. Die Spur, die zum Mythos führt ist: „Oh, verdammt. Das blöde Ding steckt schon wieder fest!“ – es gab nie eine andere Methode und es wird nie eine andere geben. So wurde es uns gepfiffen / geflötet / geflüstert.

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Dietmar Moews meint: Michael Palin ist ein genialer Philosoph und Künstlergelehrter. Er weiß, wie der Mensch in der stets wandelnden Umgebung von Mensch zu Mensch kommt, wie viel Flüchtigmachen und wieviel Festmachen und wie viel Fingerspitzengefühl für sich selbst und die sozialen Optionen verlangt sind:

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Wenn der sagt: Ich liebe die Clangers – heißt das: Es ist gut und: Ich möchte gerne was verdienen.

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Michael Palin ist ein Meister der Sinnlichkeit und deshalb ist sein Wort zu der Sinnlichkeit der kleinen Bühnenkunst der Clangers, der Versatzstück-Kollagen des Trickfilms fürs Fernsehformat, ein sehr aufschlussreicher Ausflug in die Wertvorstellungen einer neuen Sinnlichkeit.

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Manfred Sexauer 1930 -2014 – Kurznachruf

Juli 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4700

am Sonntag, 20. Juli 2014

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Heute wurde die Todesnachricht von Manfred Sexauer bekannt. Er starb kurz vor seinem vierundachtzigsten Geburtstag in einer Klinik in Saarbrücken.

Sexauer ist ein bekannter Multiplikator der 1960er-Beatmusik.

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Auf der Europawelle des Saarländischen Rundfunks moderierte der gelernte Schauspieler Manfred Sexauer ab dem Jahr 1965 die Sendung „Hallo Twen“. Damit schrieb Sexauer Radiogeschichte: Beat, Rock und Blues waren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorher tabu. Der Moderator aber spielte solche Platten aus England und den USA, und wurde über die Mittelwelle des SR im gesamten deutschsprachigen Raum eingeschaltet – während die Musikjugend längst zu ausländischen Sendern abgewandert waren.

Dem gelernten Schauspieler und Radiostar gelang später der Sprung ins Fernsehen: Zusammen mit Uschi Nerke etwa präsentierte er von 1972 bis 1985 im Ersten Deutschen Fernsehen den von Radio Bremen produzierten „Musikladen“, und schon gab es auch im TV mehr als Schlager und Volksmusik. Sexauer engagierte sich für “SOS-Kinderdörfer“.

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Dietmar Moews meint: Der heute gestorbene Moderator Manfred Sexauer zählt zu den prominenten Multiplikatoren der Beatle-Mania.

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Als älterer Radio-Funker war Sexauer nicht so avantgardistisch wie die junge Musikgeneration der 1960er Jahre, die sich bei ausländischen Sendern bediente: Radio Luxemburg, BBC, aber im Deutschen Fernsehen.

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„BEAT-CLUB“ weit und breit, einzig und allein, Mitte der 1960er war in der heißen britischen Umbruchzeit der Beatles, im us-amerikanischen Schwall nach Elvis und Buddy Holly, bis zum Tod von Jimi Hendrix, im Jahr 1970, das deutsche Fernsehnadelöhr und Bilderlieferant der Symbole einer weltweiten Kulturrevolution.

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Erst Anfang der 1970er – als es die Beatles, Brian Jones, Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, schon gar nicht mehr gab – kamen Uschi Nerke (vormals Beat Club) und Manfred Sexauer mit dem „Musikladen“. Zu diesem Zeitpunkt war die gesamte Popmusik bereits internationalisiert und es mussten in deutschen Sendern keine Widerstände überwunden werden, um Musikladen zu machen.

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Die später Geborenen können nicht wissen, wie das damals war. Besonders mit dem Wort „68er“ / Achtundsechziger geht den Jüngeren Alles durcheinander:

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Kein 1940 geborener CDU-Politiker hätte sich als 68er bezeichnen lassen oder selbst so bezeichnet.

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Wer – wie der Autor hier – im Jahr 1950 geboren ist, hat die Beatles-Mania von Anfang an selbst konkret miterlebt, war und ist aber keinesfalls als 68er anzusprechen. Diejenigen des Jahrgangs 1950, die sich eventuell an die 68er angehängt haben, waren oder sind Claqueure, aber keine 68er.

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Der Begriff „Achtundsechziger“ bedeutet sehr konkret die Bezeichnung für eine Minoritätsgruppe bestimmter Geburtsjahrgänge von Deutschen. 68er ist eine Bezeichnung für eine kleine Gruppe Deutscher. Es sind solche, die später um das  Jahr 1968 in öffentliche politische Ränge hineinwachsende Deutsche, deren Eltern in der Nazizeit Erwachsene waren, während sie selbst als „Nazikinder“ geboren waren.

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68er lebten in der Hitlerei als Kinder und Jugendliche. Sie trugen noch keine politische Verantwortung, weil sie zu jung waren. D. h. ein 68er wurde etwa zwischen 1928 und 1940 als Deutscher geboren.

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Viele 68er haben möglicherweise irgendwelche Erinnerungen, also keine eigenen Erfahrungen und Urteile aus der Hitler- und Kriegszeit. Die 68er sind aber im Unterschied zu anderen Deutschen aus dieser Kohorte, viel später dann, also z. B. im Jahr 1968, hervorgetreten, indem sie ihre eigene Elterngeneration kritisierten. Sie beschuldigten ihre Eltern und verlangten Rechenschaft darüber, welche Rollen diese Eltern in der Hitlerzeit hatten, was die Eltern damals politisch dachten, wussten, was sie mitgemacht hatten, was sie verschwiegen.

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Die meisten jungen Deutschen, die dieser Jahrgangskohorte angehören (ca. 1928-1940), unternahmen eine solche Elterninquisition nicht. Es wäre also falsch, den Begriff auf den Geburtsjahrgang allein zu beziehen (Papst Franz ist keinesfalls ein 68er – das gabs in Argentinien nicht).

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Dass 68er oft in den Geisteswissenschaften an bestimmten Universitäten aktiv waren, in Frankfurt a.M., in Berlin, in Tübingen, sich mit Marx, Kropotkin oder Mao dekorierten, später in Bielefeld und Bremen eigene 68er-Pools gründeten und einer Krankheits-Literatur der eigenen Psychopathologie des Alltagslebens von Siegmund Freud, Kafka und Simone de Beauvoir frönten, was so gesehen beim Staat fette Beamtenposten einbrachte, hat durchdringenden Einfluss auf die gesamte deutsche Kulturpolitik durch Postenbesetzen und entsprechende Programme, bis heute: Achtundsechziger-Enkel als Heinrich Manns Untertanen.

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Es liegt auf der Hand, dass 1968 bei den Rolling Stones (Street fighting man), bei Bob Dylan (Master of war), den Napalm-Vietnamgegnern oder bei Flower-Power in San Francisco oder mit Love and Peace, völlig abweichende Wertorientierungen ausgefaltet worden sind als diese deutschen Achtundsechziger bewegte.

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Die Beatlesmania brachte Langhaarfrisuren und Musikbühnenauftritte mit Straßenkleidung – viele Details des Verhaltens und der Aufmachung in jener 60er Szene – waren von der britischen Beatmusik, vom Outfit der Musiker und deren Themen bezogen.

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Manfred Sexauer trug wie die deutschen Achtundsechziger noch viele Jahre modifizierte Nazifrisur, Schlips und Kragen, Haare wuchsen mal über die Ohren. Während in der Musikszene und in den Studentenwohnheimen Beat- und Bluesmusik dominierten. Nur in dieser Freizeitperspektive trugen einige 68er dann „Hippiekleidung“ und „Afro-Look“. Innerhalb der Beatlesmania waren die 68er bedeutungslos und im Styling sogar als Spießer erkennbar.

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Verstärkt wurde der deutsche 68er Impetus durch die organisierte Umerziehung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten. Es entstand ein irreführender West-Marxismus als ziemlich unkritische „Kritische Theorie“, mit dem Oberfunktionär ADORNO als Priester der Begehrlichen. Es wurde Adorno und den Achtundsechzigern ermöglicht, die Kulturpolitik und die Kulturredaktionen deutscher Medien durch eine Salonpersonnage zu dominieren und die „Geisteswissenschaften“, die damit zur internationalen Marginalie herunterkamen: ich sage nur: „tage der neuen musik! (Alex Ross im New Yorker nachlesen)“.

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Der Moderator Manfred Sexauer, der heute gestorben ist, war auch Autor von Büchern zur Unterhaltungsmusik seiner Zeit. Sexauer war als 1930 geborener Deutscher Zeuge und Mitgestalter des musikkulturindustriellen Prozesses. Von kritischen Orientierungen drang bei Sexauer so gut wie Nichts ausdrücklich in seine Musikverbreitung und -kommentierung. Sexauer arbeitete so gesehen politisch angepasst (affirmativ), hatte aus seiner Sicht vermutlich schon genug damit zu tun, die Programmzenzur gegen die westliche Popmusik zu strapazieren.

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Heute geistern nur noch wenige Rest-68er auf dieser Welt herum. Auch wenn die „Münzenbergs“ der neuen Musik behaupteten: „Für die nächsten 50 Jahre Neue Musik besteht keine Sorge – es sind alle wichtigen Professuren der westlichen Welt von uns besetzt (Hans-Werner Henze)“

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MONTY PYTHON live: Jetzt VIAGRA statt MARIHUANA in London

Juli 1, 2014

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am 30. Juni 2014

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John Cleese, Michael Palin, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, jetzt alle grau und weiß (ohne Graham Chapman 1941-1989), die 1969 gegründete und 1983 aufgelöste Künstlergruppe der Autoren-Film-Fernsehen- und Bühnenkomiker: Always look at the bright side of death – spielt zum Syrienkrieg.

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Monty Python’s (Flying Circus-)Revival spielt ab sofort (Juli 2014) zehn Shows in der O2-Arena von London (je 15.000 Plätze ausverkauft).

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Das „best of“-Programm wird für die Zukunft Schottlands beim United Kingdom und bei der Beendigung des Syrienkrieg NEUE britische Lösungen vorstellen, z.B. die Schotten werden den Bürgerkrieg in Syrien durch eine Volksabstimmung beenden.

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Dietmar Moews meint: Wenn du denkst, du hast das Glück, dann zieht die Sau den Arsch zurück – der Geist der Beatles und der bunten Kopffüßler aus dem „Leben des Brian“ (Jesus hat eine Gurke: Wie die christologische Leben-Jesus-Forschung zur Lebenshilfe in unserer Vorstellungsorientierung werden kann: mit Drag Queen und Androgynismus) wird zur aktuellen Kunsterziehung für die Europäer: Wer lacht, ist reif für das Vereinigte Königreich: britischer Humor – amerikanisch – Satire, Schwarzer Humor, Nonsens und hochintelligente Performance und Musik.

P.S. Ich bin auf Balletteinlagen gespannt – hoch das Bein.

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ABSCHALT-MEMORANDUM 1000 Lichtgeschwindigkeit

April 9, 2011

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Lichtgeschwindigkeit 1000

am 9. April 2011:

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SEHR GEEHRTE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN und Kommentar aus Sicht der IT-Soziologie zur Medienlage von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews Dipl. Ing. – live und ungeschnitten – muss auch immer die Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, im Haus der Kulturen TAZ-Medientage 2011 Berlin zur täglichen Abschalten-Demonstration von 18-19 Uhr, mit Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, von Samstag, 9. April 2011, faz.net, Youtube, bild.de, DLF, BBC, ARD.de, dradio.de, heise.de, spiegel-online, sueddeutsche.de, newyorktimes.com, wolf.schluchter@tu-cottbus.de
Piratenthema hier: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterzeichnen auf wolf.schluchter@tu-cottbus.de eine gemeinsame Erklärung für den Ausstieg aus der Kernenergie an die Bundesregierung:

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterzeichnen auf wolf.schluchter@tu-cottbus.de eine gemeinsame Erklärung für den Ausstieg aus der Kernenergie an die Bundesregierung: „Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir haben das Gefühl, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den Vorgängen um das Kernkraftwerk Fukushima und der Behandlung dieser Katastrophe auch in der Bundesrepublik äußern müssen. / Wir wenden uns deshalb an Professorinnen und Professoren, Habilitierte und Privatdozentinnen und Privatdozenten mit der Bitte und dem Aufruf, das im Anhang beigefügte Memorandum zu unterschreiben und zu unterstützen. Dass wir uns an die akademische Spitze unserer Gesellschaft wenden, soll andere Menschen ohne Titel nicht diskriminieren. /Wir sind jedoch der Auffassung, dass viele Stimmen mit ausgewiesenem hohem wissenschaftlichen Status ein beträchtliches Gewicht haben, das nicht einfach von der Bundesregierung oder den Bundestagsabgeordneten negiert werden kann. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, eine klare Stellung zu beziehen. Und diese heißt aus unserer Sicht eine möglichst schnelle Beendigung der Energieerzeugung mit Kernkraftwerken. / Wir möchten das Memorandum innerhalb der nächsten 2 Wochen an die Verantwortungsträgerinnen und Träger in der Regierung und im Bundestag übergeben.

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MEMORANDUM, Cottbus, 7. April 2011: Unser Mitgefühl gilt den Opfern der Katastrophe in Japan, den Hinterbliebenen, den Verletzten, den Verstrahlten, den Vertriebenen, den Heimatlosen. Über sie sind gleich zwei Katastrophen hereingebrochen. Eine natürliche, der Tsunami und das Erdbeben und eine kulturelle, der atomare Unfall.

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Es beweist sich, dass Menschen nur Teil der Natur sind, nicht die Naturbeherrscher. Es zeigt sich auch, dass die Menschen hochkomplexe und vielfältige Technologien entwickeln können, sie dann aber im Zweifelsfall nicht vollständig beherrschen./ Die katastrophalen Vorgänge um die japanischen Kernkraftwerke Fukushima machen deutlich, dass es beim Betrieb von Kernkraftwerken so etwas wie ein akzeptables Restrisiko nicht gibt. Auch wenn in Westeuropa Erdbeben in solcher Stärke, wie sie die Havarien in Fukushima auslösten, eher unwahrscheinlich sind, können die gleichen technischen Auslegungen zu den gleichen Katastrophen führen. Denn auch in Deutschland gab es Situationen, in denen Notkühlsysteme nicht sicher funktionierten. / Es ist bei deutschen Kernkraftwerken nicht ausgeschlossen, dass sie einem Flugzeugabsturz oder Terrorangriffen ausgesetzt sind. Die Auswirkungen solcher Vorfälle sind nicht kalkulierbar und nicht sicher beherrschbar.

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Technische Defekte sind bei großen Industrieanlagen umso weniger auszuschließen, je komplexer sie sind. Die Kernkraftwerke gehören zu den komplexesten Industrieanlagen überhaupt. Die japanische Industriekultur ist mindestens so hochentwickelt wie die der Bundesrepublik Deutschland. Dass die Kernenergietechnik in der Bundesrepublik besser beherrschbar sei, ist eine Schutzbehauptung die immer wieder von interessierter Seite wiederholt, aber deshalb nicht stimmiger wird. Das gleiche gilt auch für andere Länder mit Kernkraftwerken. Die lange Serie von Beinahe-Unfällen zuletzt in Krümmel, Tricastin oder Forsmark spricht für sich. / Bei Unfällen in kerntechnischen Anlagen, insbesondere bei einem Super-GAU mit Kernschmelze treten überall die gleichen Effekte auf wie in Japan. Die Umgebung wird radioaktiv verseucht, eine ungewisse Zahl toter und kranker Menschen sowie ungeheure materielle Schäden sind die Folge. / Die kaum seriös abschätzbaren Kosten einer Kernkraftwerkshavarie können eine Volkswirtschaft schwer schädigen, insbesondere dann, wenn ein Land so dicht besiedelt ist wie Deutschland. Dabei sind nichtmonetarisierbare Kosten wie Tod, Leid, Trauer, Krankheit und – wie Tchernobyl gezeigt hat – eine Demoralisierung der Gesellschaft noch gar nicht berücksichtigt. Solche Ereignisse können Gesellschaften zerstören und machen zivilgesellschaftliche und demokratische Errungenschaften zu Nichte.

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Als Teil der Öffentlichkeit, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern wir einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie und vermehrte Anstrengungen, das Problem der Entsorgung zu lösen. Nach der nun zweiten epochalen Katastrophe innerhalb eines Vierteljahrhunderts und angesichts des wachsenden Entsorgungsproblems ist die Kernenergie mit gesamtgesellschaftlich-verantwortbaren Argumenten nicht mehr zu rechtfertigen. /

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Ein schnelles Ende der Kernspaltungstechnologie bedeutet für die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Nationen eine überschaubare Aufgabe, obwohl der allgemein geforderte Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht leicht ist. Er ist aber schneller machbar, als es von interessierter Seite immer wieder behauptet wird. So hat allein Portugal innerhalb von fünf Jahren einen erneuerbaren Anteil von 45% an der Stromproduktion erreicht. / Nirgendwo ist der Ausstieg aus der Kernenergie soweit vorbereitet wie bei uns. Es kommt uns daher zu, praktische Lösungen für eine moderne, zukunftsfähige Energieversorgung zu entwickeln. Der Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland würde damit wieder an der Weltspitze stehen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind wir bereit, unseren Beitrag zu leisten um diese Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. / Der Betrieb der Kernkraftwerke ist schnellstmöglich einzustellen und ordnungsgemäß und sicher zu beenden. Das Szenario hierfür muss politisch neu verhandelt werden. Das alte Szenario mit den rechtlich immer noch umstrittenen, aber als faktisch dargestellten Laufzeitverlängerungen ist nach den japanischen Ereignissen nicht mehr hinnehmbar. Wir fordern die Regierung und die Volksvertreterinnen und Volksvertreter auf, umgehend langfristig belastbare Entscheidungen für das schnelle Ende der Kernenergie zu treffen. Gegenüber partikulären, überwiegend wirtschaftlichen Interessen muss der Schutz der Bürgerinnen und Bürger absolute Priorität für staatliches Handeln haben.

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Dietmar Moews meint: Hiermit wird ein beachtliches Zeichen gegeben.

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Gemeinwohl hat im Konflikt politisch stets vor gesonderten Profitinteressen zu gehen.

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Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews; Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin

 

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