YOUTUBE mit Autorenfilter als EU-Richtlinie mit Demo in Stuttgart

Februar 15, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8942

am Samstag, den 16. Februar 2019

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Am 13. Februar hat die EU-Dreier-Kommission aus EU-Rat, EU-Kommission und EU-Parlament, die sich mit dem EU-Gesetzvorhaben abarbeiten, womit geregelt wird, dass Publizisten, auch im und durch das Internetz, Autorenschutzrechte, Verwertungsrechte und Lizenzmodalitäten des allgemeinen Wirtschaftsrechts beachten müssen. Jetzt gibt es also dazu einen Textentwurf der EU-Richtlinie, indem dieses Thema aufgefaltet und die beiden konfligierenden Grundpositionen zugespitzt werden:

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Einerseits verlangen eher außerparlamentarische gesellschaftliche Formationen FREIHEIT, Freiheit im Netz, kostenloses File-Sharing, rücksichtslose Benutzung von auf dem öffentlichen Markt zugänglichen materiellen und immateriellen Güter, wie TEXTE, BILDER, MUSIK, alle möglichen geltenden Autoren- und Lizenzrechte, willkürlich und kostenlos zu verwenden.

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Dabei wird allerdings das Freiheitsrecht, in der privaten-informellen Kommunikation jegliche Werte und Güter zu kommunizieren, verwechselt damit, dass die profitorientierte Verwertung durch kulturindustrielle Nutzung dem Wirtschaftsrecht zugehört:

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FREI IST Denken, Kritisieren, wissenschaftlich Analysieren, Meinungen auf Zitate setzen usw. Alles im Sinne der individuellen Freiheitspostulate im GG.

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NICHT FREI IST, Eigentumsrechte von Eigentümern unlizensiert zu verwerten – also fremde Güter zu nehmen und unerlaubt zu versuchen, Geld und Geschäft daraus zu machen.

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Wer also bei YOUTUBE im Trail von GOOGLE publiziert, betreibt das Verwertungsgeschäft von YOUTUBE – agal ob der einzelne Youtuber selbst dafür Geld bekommt; denn YOUTUBE lässt ihn nur posten, wenn die Geschäftsziele von YOUTUBE dadurch erreicht werden, wenn nicht, fliegt der „freie“ Youtuber einfach raus.

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Beim aktuellen EU-Papier dieser FREIHEIT-im INTERNET-Richtlinie geht es also im Kern darum, dass Nutzer Verwertungsrechte abrechnen müssen. Und dass dafür die manifeste Verwertung in den Blogbeiträgen auszuweisen sind bzw. durch algorithmische FILTER abgesucht und automatisch gesperrt/gelöscht werden; es sei denn der Verwerter weist den Erwerb von Verwertungsrechten vor.

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Für die völlig freie Contentbenutzung im Internetz tritt seit Jahren die Piratenpartei ein, so auch jetzt im EU-Parlament, und will nun auch dafür öffentlich demonstrieren:

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Forwarded message from Piratenpartei Baden-Württemberg – Presse <presse@piratenpartei-bw.de> —–
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From: Piratenpartei Baden-Württemberg – Presse <presse@piratenpartei-bw.de>
Subject: [PiratenBW#2019021555000385] Save Your Internet Demo in Stuttgart
Date: Fri, 15 Feb 2019 15:36:48 +0100
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Liebe

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die Urheberrrechtsreform der EU steht wieder zur Abstimmung. Die aktuellen Entwürfe enthalten noch immer die gefürchteten Uploadfilter. Die Piratenpartei und die Save the Internet Kampagne haben daher am 23. März zu Demonstrationen aufgerufen.
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Wir werden an diesem Tag in Stuttgart demonstrieren. Gerne laden wir euch hierzu ein, über Unterstützung freuen wir uns jederzeit.
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Mit freundlichen Grüßen
Alexander Ebhart

Piratenpartei Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg
Postanschrift: Stöckachstraße 53 – 70190 Stuttgart
Ladungsfähige Anschrift: Pflugstraße 9a  – 10115 Berlin
 

http://www.piratenpartei-bw.de/

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Dietmar Moews meint: Ich finde es ungebrochen schrecklich, dass die PIRATEN das Geschäft für GOOGLE zu besorgen versuchen.

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Während GOOGLE letztlich doch nur die willfährigen YOUTUBER zulässt und die „Freien“ löscht, weil sie das Friede-Freude-Eierkuchen-Konzept politisch durchbrechen.

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Oder noch klarer gesagt:

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YOUTUBE wendet längst algorithmische Upload-Filter gegen Youtuber an, Video-Blogger, die rausgefischt und rausgeschmissen werden. Da sind nicht nur verletzte AUTOREN, die sich bei YOUTUBE beschweren, dass ihre Rechte unlizensiert gebraucht werden (z. B. Musik im Video).

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Ich habe vorletzte Nacht den Auftrítt der EU-Piratin im TV gesehen.

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Ich denke grundsätzlich anders, als die Piraten es seit Jahren diskutieren. Und ich habe mich damals bei den Piraten mit meinen Vorschlägen nicht nur nicht durchsetzen können, sondern wurde gar nicht verstanden, sondern einfach unterdrückt.

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Dass die politisch Rechten, die Rigiden immer weiter die internationale StaMokap-Linie betreiben, wie jetzt mit Richtlinie 13 der EU ist klar und war auch immer klar. Wenngleich da eine sehr sinnvolle Freistellung für die individuell-freien Blogger/Nutzer in dem Richtlinientext zu fassen versucht wird.

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Da wird man jetzt genau auf Formulierungen achten, damit die FREIHEITSRECHTE, wie im Grundgesetz geschützt bleiben. Z. B. wenn es um YOUTUBE geht, nicht nur Autorenrechte beachtet werden müssen, sondern YOUTUBE selbst längst alle VIDEO-Blogbeiträge ZENSIERT.

 

Meine Sicht bezieht sich sehr einfach auf die beiden entscheidenden Aspekte:

 

Freiheit

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und

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Geschäft/Verwertung

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Die Freiheit ist in der geltenden deutschen Verfassung (GG) klar und überzeugend geregelt:

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Ausgehend vom Würdepostulat sollen Meinung, Publizistik, Kritik, Wissenschaft, Kunst, FREI agieren dürfen (immer, ohne andere Rechte zu verletzen).

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Das ist die individuelle Freiheit und die Pflicht des Staates, deine und meine individuelle Freiheit zu schützen und zu verteidigen.

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Am Beispiel der zitierten EU-Richtlinie §13 ist völlig klar zu unterscheiden und zu trennen, zwischen der individuellen Freiheit (eines Piraten) und den ökonomischen Praktiken der Kulturindustrie.

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Und hier kommt die Blödheit des Unverständnisses:

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Der individuelle Publizist bei YOUTUBE publiziert nicht individuell frei, sondern er betreibt per Vertrag das Profitgeschäft von Youtube/Google.

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Der Kampf, sich des kulturindustriellen Werkzeuges YOUTUBE zu bedienen, gleichzeitig aber so zu tun, als sei das „individuelle Freiheit“, ist sachlich falsch/unzutreffend; denn Youtube betreibt mit allen Contents Geschäfte. Dagegen, Youtube-Geschäfte, die nicht dienlich sind, werden genau nach diesem Algorithmus rausgeschmissen (alle meine politisch kritischen Videos sind weg, die lustigen sind weiter drin).

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Und ich habe es immer versucht, mit dem Beispiel der GEMA zu erklären:

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Ich bin seit 40 Jahren GEMA-Mitglied, war auf großen Jahressitzungen usw. und weiß ganz gut Bescheid, was Rcht- und Zwecksetzung der Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA ist:

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Wer mit GEMA-Vertragsmusik Verwertung betreibt, muss die Ertragsrechnungen vorlegen und Lizenzgebühr durch die GEMA an den Urheber zahlen.

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So fischt seit Langen YOUTUBE Musik-Schnipsel aus Videos heraus und sperrt diese (denn zahlen wollen die individuellen Nutzer natürlich nicht; auch weil nicht sie dafür Geld bekommen, sondern Youtube generiert Gewinne aus dem Gesamtangebot – also auch aus einem GEMA-Musikschnipselchen wird für Youtube Gewinn).

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Der Punkt, der also nicht umstritten werden kann, ist doch ganz einfach, wenn jemand – ohne Lizenzvereinbarung mit dem Autorrechte-Inhaber geschlossen zu haben – materielle oder immaterielle Wirtschaftsgüter verwertet, darf er das (solange es um veröffentlichte Güter handelt; z. B. wenn ich Beatlesnoten kaufen kann, darf ich das auch spielen, muss aber GEMA bezahlen; doch die Rechteinhaber dürfen mir das Spielen der Musik nicht verbieten – sie dürfen aber eine Verwertungsabrechnung von mir verlangen).

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Also, wer marktwirtschaftlich verwertet, muss abrechnen!

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Das sollte genauso für alle Güter gelten – wie bei der GEMA – Bilder, Texte, Video/Film, Ideen, Patente, Gebrauchsmuster, Theater, Musik ff.

Ausgenommen und lizenzfrei sind alle Meinungsäußerungen, die geschützte Texte zitieren, ausgenommen ist Tagespublizistik mit Kommentar und Kritik; ausgenommen sind wissenschaftliche Analysen von publizierten Texten, die dafür natürlich exakt zitiert werden müssen sowie die Publikation der Wissenschaft, ohne Lizenzrechteinschränkungen.

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Darüber gibt es bei der Musik noch die lizenzfreie Benutzung zu Schulzwecken und zum Studium, sogar musikrechtliche Bearbeitungen von geschützten Werken ist zu Studienzwecken erlaubt (man darf den Song „Satisfaction“ für 20 Harfen instrumentalisieren/arrangieren, ohne dafür Lzenz zahlen zu müssen; man darf allerdings damit selbst keine Erträge erwirtschaften, ohne dann auch (mit der GEMA) zu Gunsten von Jagger/Richards abzurechnen).

Genauso kann man das mit allen Texten und Bildern und so weiter, machen:

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Immer wenn der Verwerter ein Gut eines anderen Autorenrecht-Eigners zu Geld macht, muss er davon was abgeben.

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Ich weiß nicht, was daran im Einzelnen oder insgesamt das Freiheitsrecht einschränkt oder Freiheit und Wirtschaft zum Nachteil vermischt.

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Das einzige, was die EU machen sollte, ist die Brüche zwischen dem Autorenrecht und dem US-Copyright zu klären!

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Wer von der GEMA Musik nutzt, muss den Autorennamen nennen – heißt: Mozart bleibt immer Mozart, egal wie alt, niemand darf den Namen des Komponisten vom Werk trennen.

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Anders im US-Copyright – da werden Autorenrechte verkauft und der Autorenname darf geändert/beseitigt/ersetzt werden:

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Beispiel TRUMP kauft „My Way“ und kann dann seinen Namen dranschreiben (Sinatra-Nachfolger nehmen das Geld und sind völlig raus; dabei hat der Franzose Claude Francois das Lied 1966 komponiert und zahlreiche Titel und verschiedene Texte wurden davon als Schallplatten vermarktet – alle haben per Copyright eigene Rechte angemaßt – wer kennt Claude Francois?).

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Wer da von seinen kleinen Youtubern redet und was die Piraten da als ihr Freiheitspostulat auskämpfen, ist doch so, als würden sie verlangen, die us-amerikanischen Atomwaffen individuell nutzen zu dürfen, um so zu tun, als sei das kein kulturindustrielles Schweinegeschäft.

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Wer Youtube macht, betreibt ein Google-Schweinegeschäft, ob mit oder ohne EU-Richtlinie 13.

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Auch diese Diskussion ist Augenstaub. Sie lenkt davon ab, dass das EU-Parlament kein Parlament ist.

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FINE E COMPATTO,

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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