Erweiterte Verhör- und Erklärmethoden als Staatspropaganda

Dezember 13, 2014

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am Samstag, 13. Dezember 2014

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Heute gehört uns Deutschland und morgen Frankreich und Frankreich die ganze Welt“ – kommt ein staatlicher Vokabularmixer ins Schleudern:

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Einerseits heißt es in der DLF-Nachricht zum CIA-Kongressbericht über Folter, „Erweiterte Verhörmethoden“ … „wenn nötig“ und „nicht zu teuer“ und im Kommentar heißt es „Ausländerfeindschaft ist Rechtsextremismus“ … „wer bei PEGIDA mitdemonstriert ist ein Rechtsextremist“.

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Redakteur Peter Kapern vom Deutschlandfunk erklärt und missbraucht das Wort „Extremismus“ (am 13. Dezember mittags im dlf-Kommentar), aber regt sich nicht auf, wenn ihm im Interview (Tom Segev im dlf) Extremismus entgegengebracht wird:

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Tom Segev zeigt wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rechtsextrem regiert und proklamiert, sowohl in terroristischer Gewalt gegen Nichtjuden wie auch in der Propaganda seiner Massakerpolitik“.

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Es ist tragisch, dass nicht erkennbar wird, ob Redakteure, wie Peter Kapern vom dlf in Köln, einfach geistig überfordert sind, oder ob dahinter diese Blockparteienlinie steckt:

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Wer nicht die StaMoKap-Politik und die Statthalterrolle der Bundesregierung und der Großen Koalition befürwortet, ist ein Rechtsextremist.“ Peter Kapern spricht von der Mitte – und wer nicht zur Mitte hält, ist „Extremist“.

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Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

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Dietmar Moews meint: Täglich wird die Kommunikation in Deutschland auch von staatlich und parteipolitisch kontrollierten Massenmedien-Sendungen bearbeitet:

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Es gibt Information, es gibt Desinformation, es gibt Irreführung, es passieren auch Fehler und Fehlerkorrekturen, es werden wichtige Tatsachen unterschlagen und verschwiegen.

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ARD, ZDF, DLF und die Landessender haben erhebliche Marktanteile, besonders was Nachrichten betrifft.

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Hoffentlich ist das so hin und wieder – wie heute, am 13. Dezember 2014, im PEGIDA-Extremismus-Kommentar – die Ausnahme und nicht die Gesamtunterbelichtung dieses Redakteurs Peter Kapern.

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Peter Kapern behauptete: „Zehntausend rennen hinter einem Rechtsextremisten her, den man kennen muss, weil der täglich seine Ausländerfeindlichkeit publiziere“. Folglich seien alle PEGIDA-Demonstranten Ausländerfeinde“.

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Im Kern ist es eine Tatsache, dass es Ausländerfeinde und Ausländerfreunde und gleichgültige gibt – jedoch fraglich ist, ob das unsere Nervensysteme vielleicht vom Rechtsextremismus der US-Regierung ablenken sollte?

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Ich selbst bin niemals und keinesfalls ein Ausländerfeind – und ich bin sowohl gastfreundlich wie auch gerne auf Reisen in anderen Ländern, als Künstler, Tourist, als Gast und als Wissenschaftler.

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Wer als Ausländerfeind auftritt, indem er sich artikuliert, ist kein Extremist. Extremist ist, wer physische Gewalt zur Durchsetzung politischer Werte anwendet. Die PEGIDA-Bewegung trägt keinen „Rattenfängerkern“ – es wird niemand verführt oder irregeführt, es wird nicht Gewalt organisiert: Bei PEGIDA werden politische Werte artikuliert.

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Sofern es der Wert „Ausländerfeindlichkeit“ ist, findet dieser Wert nicht die überwiegende Zustimmung der PEGIDA-Demonstranten. Kriminelle, die aus Ausländerfeindlichkeit zu Gewalt greifen oder aufrufen, sind nicht PEGIDA, sondern als Pflichtaufgabe der Ordnungspolitik von der Straße zu fischen.

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Peter Kapern vom DLF weist auf Marie Le Pen, die bald im Elysée-Palast regieren würde: Ist das kritische Information oder was? Wird der DLF solche Kommentare einfach stehen lassen? Sind Wahlergebnisse der Franzosen bei freien Wahlen als „extremistisch“ vorzuverurteilen? Nein – sind sie nicht:

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Peter Kapern ist verunglückt. Mal wieder. Pech.

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PEGIDA und verwandte öffentlichen Versammlungen bzw. öffentliche Demonstrationen in Deutschland (s. a. Lichtgeschwindkeit 5176) entspringen gesellschaftlichen Bedürfnissen zur politischen Artikulation.

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Eine politische Aktionsbereitschaft, wie Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes), kennzeichnet nicht eine Eintrittswelle in die politischen Parteien, nicht in Eingaben ins Parlament (Petitionen) oder in Unterschriftsammlungen zu Volksabstimmungen.

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Als Pegida gehen Leute auf die Straße, weil sie dort eine Gemeinschaft für das verletzte Einverständnis in Missstände bilden können.

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Wir können mit etwas Sprachkunst und Geduld auf „erweiterten Sprachgebrauch“ der US-Regierung wie auf den „irreführenden Erklärungsgebrauch“ beim DLF achten.

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Es merzelt im Likörzelt

Dezember 9, 2014

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am Dienstag, 9. Dezember 2014

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Es merzelt im Likörzelt“ – lautete die Antwort vom „Dummen August“ im Cirkus Roncalli (Bernhard Paul) auf die Frage nach einem Reim auf „merzelt“.

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In einer solchen leichtschwingenden Geistigkeit war der Circus Roncalli gefasst. Genau wie eine einzige Seifenblase von Pic – freundlich und in kürzester Fassung: Das war Roncalli.

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Die Kunst von Roncalli ist damit eine Gegenwelt zur Staatskrisen-CSU von heute.

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Die CSU will abräumen. Franz Josef Strauss‘ hölzernes Parteikonzept: Nach Rechts muss bei Wahlen die CSU alle Wähler „abholen“, bedeutet AUSMERZEN: Weg mit dem Anderen – „Mir san mir“.

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Die CSU fordert „Deutsch-Pflicht zu Hause“ für Zuwanderer.

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Die Fremdsprachen sollen ausgemerzt werden: „Unkraut! – muss weg!“ AUSMERZEN das FREMDE. „Kein Recht auf Anderssein in Bayern“.

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Boarisch im Festzelt auf der Theresienwiese: „Es merzelt im Likörzelt“.

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Die CSU macht also gegen alle Ausländer, Zuwanderer, Immigranten, Flüchtlinge, Asylanten, Andersgläubigen, und gegen alle politischen Gruppierungen, die als „Rechts“ und fremdenfeindlich und nationalistisch, minderheitendiskriminierend gelten, wie die NPD, die AfD, die Salafisten, billige Stimmung: Alle Medien haben angebissen.

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DIETMAR MOEWS 1978 Ballhof-Galerie Hannover

DIETMAR MOEWS 1978
Ballhof-Galerie Hannover

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Dietmar Moews meint: Die Nichtigkeit der CSU-Forderung, als Störfall des Heimrechts der deutschen Sprachen, ist sicher jedem Erwachsenen Menschen sonnenklar: Menschen sprechen Miteinander und Zueinander in der Sprache, in der ihre Verständigung möglich ist – und man kann nicht mit Ausmerzen oder Sprachpolizei an der Sprachkommunikation herumsteuern.

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Eine Forderung, die man nicht verwirklichen kann, ist Unfug.

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Die CSU hat also Unfug gefordert. Auch die inzwischen von der CSU geänderte Formulierung des Ausmerzel-Themas ist weiterhin Unfug.

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Wollte man das Thema der Veränderung der Sprachkompetenz durch Sprachpolitik sinnvoll anlegen, muss das soziale „SPRACHERLEBNIS“ wissenschaftlich fokussiert werden:

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Interdependenz und Interaktionspotenziale der miteinander und zueinander Sprechenden muss von Sinn und Zweck, von semantischen Werten und von sozialpsychologischen Beziehungsaspekten verstanden werden.

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Sprechen geht immer um Wertverwirklichung: ich möchte, dass du meinen Wert verstehst.

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Wer spricht, zuhört und antwortet – ob unter Zwang, Not oder freiem Lebensgeist – wird die jeweiligen Beziehungsaspekte als Auswahlkriterium wählen.

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Die Banalität des Telematen

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Eine erzwungene oder frei gewählte Sprache zeigt allein die Option der Anregung.

 

Eine Bildungsdirektion, eine Steuerung und Kontrolle von „sozio-kulturellen“ Aktionsmodi, über die wir ja sprechend mit Interesse die sprachpolitische Kompetenz der CSU und ihre zielführenden didaktischen Konzepte erwarten, wird mal wieder zur substanzlosen STAATSKRISE der CSU rausgebollert.

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Mit „Es merzelt im Likörzelt“ wäre sicher eine erste Stunde der Fremdsprachspiele für heranwachsende semitische oder osmanische Schulkinder (Alko-Pops) zu exponieren. Voraussetzung ist die Wärme und Freundlichkeit des Lehrpersonals: das ist ja Seehofer und Söder zuzutrauen, Haderthauer oder Aigner eher nicht.

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Do ut des – fragen will gelernt sein

November 16, 2014

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am Sonntag, 16. November 2014

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Wenn man unfassbar verständnislos und erschüttert ist, weil Menschen Familien und Kinder missachten, misshandeln und schändlich vernichten – und man fragt:

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Wie ist das möglich? Warum lassen die Menschen sowas zu?

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Dann kann man versuchen, solche Täter zu fragen, und hinzuschauen, ob das, was die sagen, mit dem übereinstimmt, was sie tun, wenn sie ungeschützte Menschen bombardieren.

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Dann kann man die Opfer fragen, was die glauben oder zu wissen meinen, wie und warum Familien und Kinder terrorisiert werden. (do ut des (lateinisch) = ich gebe, damit du gibst).

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Man kann, sollte man unbeteiligte Zeugen finden, ob sie verstehen, warum Menschen Menschen schinden – diese Zeugen fragen: Fühlten Sie sich nicht verpflichtet, den Opfern zu helfen, die Massaker zu verhindern oder abzuwehren oder Zuflucht zu bieten?

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In der „JÜDISCHE ALLGEMEINE“, vom 13. November 2014 / 20. CHESCHWAN 5775, Nr. 46, „WOCHENZEITUNG FÜR POLITIK, KULTUR, RELIGION UND JÜDISCHES LEBEN wird über die Menschenschändung und die Menschenschänder berichtet und gewertet.

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EINS Speziell geht es um die „Reichskristallnacht“ vor 76 Jahren – die Novembernacht des Jahres 1938 in Deutschland, in der die weitere Öffentlichkeit der Deutschen alle Dämme der Menschlichkeit und der Solidarität brechen ließ und jeder einzelne Deutsche mitmachte oder wegschaute, wie alle deutschen Juden offen attackiert worden sind.

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ZWEI geht es speziell um die schwachen Formen des Widerstands, heute im Jahr 2014, gegen die 51 Tage dauernden Massaker gegen alle 1,7 Millionen lebenden Menschen in Gaza, die die heutigen Deutschen und die heutigen deutschen Juden und die heutigen Juden in Deutschland zeigen. Allerdings erheblich geschwächt durch eine breitwandige staatliche und massenmediale Übermacht, die diese Gaza-Massaker fördern oder zumindest dulden.

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Wir können mit soziologischem Tatsachenblick nicht übersehen, dass diese massenmediale und staatliche repräsentative Moralabsenz den Verhaltensspielraum für eine „Hitlerschlauheit“ (wegzuschauen und meinungsscheu nichts wissen zu wollen) und das angepasste „Mobschweigen“ öffnet und mit einschlägiger Propaganda füttert.

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Will man den heutigen Wegguckern zu den Gaza-Massakern ihre Indolenz und menschlich-politische Unreife, angesichts der öffentlichen Meinungsführung, nachsehen, ist allerdings mahnend darauf hinzuweisen, wie es den Judenkillern von 1938 in der Reichskristallnacht ebenfalls zur Erleichterung der Selbsterleichterung diente, sich nicht schützend vor ihre deutschen Juden und sonstigen Verfolgten zu stellen.

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Man hätte 1938 – unter der eskalierenden drohenden Gewaltlage für jeden einzelnen Menschen in Deutschland, durch das staatliche Innenministerium, die Polizei, besonders aber durch die SA und die GeStaPo und das gesamte NSDAP-Denunzianten-Unwesen – öffentlich die Menschenrechte verteidigen und fordern müssen. 1938 haben die Menschen gegenüber dieser einfachen öffentlichen Pflicht vollkommen versagt (informelle Ausnahmen immer respektierlich).

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Immerhin lassen sich heute die Tatsachen der geistigen und sozialen Armut erkennen – und es gab viele diskrete Anständige, die zu helfen versuchten, bis es nicht mehr ging.

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Dafür fehlen heute die meisten Zeugen.

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Alle Naziverfolgten, denen zur schlimmen Nazi-Zeit aus Motiven der Solidarität oder der politischen Dissidenz von mutigen Freunden geholfen worden ist, die schließlich bis 1945 doch von den deutschen Massenmördern fast restlos vernichtet worden sind, waren verloren – auch als Zeugen.

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Natürlich bezeugen die wenigen Überlebenden die Massaker und die Vernichtung durch massenhafte Unmenschen, denen sie ausgeliefert waren. Und die haben ihre individuelle Rettung meist mehr der eigenen sozialen Kraft und dem Schicksal zu verdanken, als gerade sonstigen Helfern.

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Bei den heutigen Gaza-Massakern ist es der Öffentlichkeit unbenommen, gegen die massenmediale und staatliche Führung zu reklamieren. Man dürfte fordern:

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STOPP mit der Menschenschändung!

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Man könnte öffentlich fragen: Warum lassen die Menschen so etwas zu?

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Die zur Zeit der Reichskristallnacht sechs Jahre alte Münchener Jüdin und heutige jüdische Funktionärin, Charlotte Knobloch in München, erhielt jetzt laut „JÜDISCHE ALLGEMEINE, S. 15 eine Ehrung:

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Ein Löwe für die Löwin. EHRUNG Charlotte Knobloch wurde mit dem Preis der evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet. (von Helmut Reister)

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Frau Knobloch zitierte,

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„Bezug nehmend auf das „Gedenkjahr der Superlative“, den Beginn des Ersten Weltkrieges, des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und den Fall der Mauer vor 25 Jahren … in ihrer Rede angesichts der internationalen Krisen den Philosophen Novalis „Alles ist gut. Nur nicht überall. Nur nicht immer. Nur nicht für alle.“ …und ergänzte .. „Solange es nicht für alle gut ist, ist es in letztlich für niemanden gut.“

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Weiter schreibt Helmut Reister hier:

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„Damit sprach sie die vielen Krisenherde in einer „überraschend schnell aus den Fugen geratenen Welt“ an: Krieg in der Ukraine, Gaza, Syrien und im Irak. „Diese Bilder dürfen uns nicht unberührt lassen“, betonte Knobloch. Sie richtete ihren Blick aber auch auf den neuentflammten Antisemitismus, auf die Tausenden Jugendlichen, die sich als militante Islamisten verstünden, auf die Behandlung von Flüchtlingen als Menschen zweiter Klasse und auf die Deutschland ganz besondere Bedeutung der Losung: „Nie wieder!““

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In einem anderen großen Zeitungsbeitrag in der selben JÜDISCHEN ALLGEMEINEN, Seite 15 wird groß aufgemacht „Mahnung und Warnung“ GEDENKEN … Opfer der „Reichskristallnacht“ … und da sagt angeblich Charlotte Knobloch:

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… Merkte die Präsidentin hinsichtlich der Explosion des Judenhasses während des Gaza-Kriegs dieses Jahr an. „Rückblickend auf diesen Sommer des antisemitischen Hasses stelle ich 76 Jahre nach der sogenannten Reichskristallnacht dieselbe Frage, die ich mir als sechsjährige gestellt habe: warum lassen die Menschen so etwas zu?“

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Dietmar Moews meint: Bei einem Bevölkerungs-Altersdurchschnitt von nur 15 Jahren, der 1, 7 Millionen Bewohnern des Gazastreifens, haben zweifellos zahlreiche sechsjährige Kinder die Frage: Warum?

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Es wäre jetzt moralische Pflicht der Frau Knobloch, denen zu antworten.

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Zugegeben, hohle Phrasen zu publizieren, ein Fragezeichen dahinterzuklemmen, um fein raus zu sein, aber keineswegs tatsächlich zu fragen und nach Antwort zu suchen – das ist „die Banalität des Bösen“. Bei der „Banalität des Bösen“, wie es Hannah Arendt dem Nazi-Adolf Eichmann im Glaskasten attestierte, liegt nicht Dummheit oder Urteilsschwäche oder mangelnde Einsicht in Moralität und Menschlichkeit vor, sondern banales Effizienzhandeln:

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Warum lassen die Menschen so etwas zu?

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Im Jahre 1938 finden wir zahlreiche Gründe, warum in Deutschland kein Widerstand erhob. Im heutigen Deutschland wäre die Liebe „der Deutschen“ zu „den Juden“, eine zumindest von infrage kommenden Juden nicht mit einfacher Banalitätsargumentation zu beantwortende Begründung zur Frage: Warum lassen die Menschen so etwas zu?

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Jedenfalls behauptet die Zeitung, wie auch Frau Knobloch: „ Sommer des antisemitischen Hasses…“ und bestätigt zumindest, dass wir es auch mit Stoffveränderung zu tun haben. Und was heißt nun „do ut des“?

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Und was wäre antisemitische Liebe, wenn hier von antisemitischem Hass gesprochen wird? – auch lustig „antisemitische Feindschaft“ im Sprachgebrauch mit antisemitische Freundschaft und Hassliebe? – Soll das der Hinweis auf Theodor Lessing sein?

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Wie wäre es mit Kritik an den Juden?

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Wie wäre es mit Bewertungen der Militärpolitik Israels?

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Wie wäre es mit Transparenz der harten deutschen Israelpolitik in der deutschen Öffentlichkeit? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den von Frau Knobloch beklagten Wertäußerungen von Menschen in Deutschland zum Gaza-Konflikt und der Politik der deutschen Blockparteien zum Nahen Osten über die öffentlichen Meinung hinweg?

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Kanzlerin Merkel erklärt wiederkehrend die deutsche Israelpolitik als und zur „Staatsräson“. Und damit ist das Thema in der veröffentlichten Massenkommunikation weitgehend erledigt.

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Während allerdings die Menschen unzufrieden damit sind, als Konsumenten und Publikum der deutschen Israelshow ausgegrenzt zu werden, bzw. pauschal und ständig als Antisemiten kollektiv beschuldigt zu werden. Während antiisraelische Handlungen selten vorkommen – wollte man nicht das soziologische Thema „Ressentiment“ und „Bildung“ erörtern.

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Sarrazins NSU-Konzept der Türkeneinschüchterung

August 27, 2014

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am Mittwoch, 27. August 2014

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Wieso Sarrazin NSU?

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Nun – liebere Leserin und lieber Leser dieser klugen täglichen Bemühungen von Information, Analyse, Räsonnement und Meinungsvorschlägen in LICHTGESCHWINDIGKEIT – stellen Sie sich doch nur einfach diese Frage:

Interdependenz bzw. scheinbare Wirkungszusammenhänge eines sozial-zeitgeschichtlichen Prozesses im neuen Deutschland nach 1990 von Sarrazins-Volksverhetzung und dem NSU-Komplex? – stets auf das aktive Staatsverhalten bezogen:

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Was macht der Staat? offiziell? inoffiziell? und was tut er nicht? und was fälscht der Staat?

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Nun diese Beobachtung zu unaufgeklärten Serienmorden und der NSU-Rolle der Geheimdienste.

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EINS Welches Interesse haben Geheimdienste zu morden? Haben Geheimdienste Interesse zu morden? Welcher Geheimdienstler mordet? Welcher Geheimdienstler erteilt Mordauftrag? Welches Geheim-, Überwachungs- und Kontrollwissen erlangen Geheimdienstler durch Mordorganisation?

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Welches Geheimwissen haben die NSU-Geheimdienste gewinnen können?

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Wieso war die Gestapo (geheime Staatspolizei im Nationalsozialismus) bewaffnet? Sind die heutigen Geheimdienstler bewaffnet? Tragen die heutigen Geheimdienstler Uniformen?

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Nachdem wir nunmehr einige Fragen gestellt haben, die wir nicht sinnvoll beantworten können, kommen wir zu folgender Beobachtung:

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ZWEI Der normale tägliche Nachrichtenhörer erfuhr in den vergangenen 15 Jahren von zahlreichen Morden an Ausländern, die unerklärlich schienen, dann irgendwelchen ausländischen Banden zugeschrieben worden sind, schließlich aber nicht aufgeklärt wurden.

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Allein die vagen Verdachtsrichtungen ermöglichten dem Staat, die polizeilichen und staatsanwaltlichen Untersuchungen solcher Todesfälle von Ausländern in Deutschland hinsichtlich der rechtsstaatlichen Aufklärung und Strafverfolgung, ziemlich unübersichtlich, in wechselnde Zuständigkeiten zu legen.

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So haben wir bei dem derzeitigen NSU-Prozess in München zum Beispiel einen Untersuchungsausschuß-Bericht des Deutschen Bundestages vorliegen, einen vom Thüringer Parlament u. a. keinen vom bayerischen Landtag.

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Aufschlussreich ist das Alles nicht. Und aber die vorhandenen Beweismittel und Beweisaufnahmen, Verhörprotokolle, offizielle und inoffizielle bzw. informelle Geheimdienstbeteiligung und aktive Mitwirkung von „Schlapphüten“ wird vom Staat wesentlich nicht zugelassen – der Rechtsstaat wird ausgesetzt:

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Es wird geschwärzt und gesperrt, es verschwinden Dokumente, deren Erhebung aber in den Akten dokumentiert ist, es dürfen Beteiligte nicht als Zeugen vorgeladen werden bzw. dürfen nicht gerichtlich erfasst werden.

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DREI Es sind also zahlreiche unaufgeklärte Morde – jeweils haben staatliche Interpretatoren gesagt: Es wird angenommen, dass die Mörder aus dem Milieu der Opfer und von Ausländerkriminalität, wie Mafia, Schutzgelder, Drogenhandel, Schwarzgeldwäsche, Waffenhandel, Wettspielbetrug, Mädchenhandel u. a. stammen müssten. In jene Richtung liefen die Verdächtigungen und polizeilichen und geheimdienstlichen Nachforschungen und Erkenntnisse.

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Doch gibt es den gerichtsnotorischen Beweisfall, dass während eines solchen Mordes ein Geheimdienstmitarbeiter (Video-Dokument) zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe des Tatortes sich aufgehalten hatte.

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Dazu passt dann gar nicht, dass viel mehr Morde, als eine sinnlos aneinandergereihte Mordfälle-Zahl von zehn genannt wird, die man nun NSU nennt.

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NSU-Morde sollen mit einer identifizierten Handschußwaffe durchgeführt worden sein – die „NSU-Waffe“ (die Hülsen selbstauswerfende Pumpgun eingeschlossen).

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VIER Es erschien ein Buch des SPD-Politikers Thilo Sarrazin (geb.1945), dass sich weitreichender Ausländer- insbesondere Türkenproblematik widmete. Danach hätten Türken ein religiöses (Islam) und rassistisches (Schwarzköppe) Spannungsverhältnis zum deutschen Heimatland und stellen dadurch angeblich ein bedrohliches Problem für Deutschland dar.

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Das Buch wurde zwei Jahre lang in den staatlichen deutschen Medien derart durchgehechelt, dass es wie eine Kampagne aussah – bis zum Überdruss. Während Sarrazin durchs Land zog und persönlich das Thema (aber nicht die Werte) seines Buches diskutierte.

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Sarrazins Prinzip der Diskussion bestand darin, dass er zunächst behauptete, dass die Diskutanten das Buch nicht oder nicht richtig gelesen hätten.

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Ferner bestritt er eine biologistische, rassistische Grundbehauptung, die aber expressis verbis so gedruckt und auch semantisch nicht anders zu deuten ist, als eben als verbaler Rassismus und Aufforderung an den Leser sich dieser Haltung, im Sinne Deutschlands, anzuschließen.

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FÜNF a) Kurz: Sarrazin hat ein Hetzbuch geschrieben und Sarrazin ist aktiv Volksverhetzer. Ob und wie er persönlich rassistisch eingestellt ist bzw. wie er handeln würde, ist damit nicht unterstellt.

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Ganz kurz: Sarrazins massenmediale Breitseit-Attacke des Türken- bzw. Ausländerproblems wurde von den Türken, die davon erfuhren, auch als Aufhetzung und als Ängstigung und Einschüchterung empfunden.

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FÜNF b) Die Morde an den ganzen Türken im Zusammenhang mit den geheimdienstlichen NSU-Aktivitäten, den genannten Toten und die Verdächtigungsszenarien, einerseits der zufälligen Opferauswahl, wie auch andererseits der willkürlichen Beschuldigungen als Milieu-Beziehungskriminalität, haben Aufhetzung, Einschüchterung und Ängstigung bei vielen Türken, ja bei fast allen, ausgelöst.

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FÜNF c) Das von Geheimdienstlern gezielt geistig, materiell und sozial organisierte Freizeitwesen von überwiegend Jugendlichen in den ehemaligen DDR-Gebieten (sogenannte neue Bundesländer) zu sogenannten „Neo-Nazis“ als gesellschaftliches Problem von Rechtsradikalität und Untergrund- Gewaltgefahr, ist als gezielte staatliche Ordnungspolitik organisiert.

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So haben es inzwischen ehemalige Geheimdienstler der werten Öffentlichkeit eröffnet – es wurde streng gezielt gesteuert und kontrolliert ein gewissermaßen „junge-Leute-Potenzial“ zu Jugendkollektiven zusammengeholt. Diese jungen Deutschen wurden als „Neonazis“ mit Kleidung, Emblemen, mit SSS-Vereinssatzungstexten,mit Musikfestivals sowie mit gezielten Geld- und Materialinterventionen und Einzel-IM-Finanzierung aufgebaut.

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Diese „NSU“-Verdächtigen (sogenannten Neo-Nazis) wurden durch das Dreier-PAKET der Einschüchterung von Ausländern, vornehmlich Türken: Sarrazin-Buch, Ausländermorde, NSU-Signierung kalmiert.

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Dietmar Moews meint: Außer vorstehende einfache machiavellistische Holzhammer-Interpretation (immer im Wissen, dass da keine genialen Schlapphüte aktiv waren) wurde mir bislang von handelnden und Sprachregelungen prolongierenden Staatsstellen keine andere Plausibiltät zum Verständnis angeboten, wie das sonst Alles hätte geschehen können.

Es ist keine NSU-Verschwörungstheorie zu möglichen geheimdienstlichen Machenschaften, sondern es ist eine systematische NSU-Organisationserfassung und Analyse.

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Trotz umfangreicher Verhandlungen am Landgericht in München wurde außer den Beschuldigungen in der staatsanwaltlichen Anklage noch keine einziger Beweis für die Beschuldigungen gegen die drei aus Zwickau (Jena) vorgelegt oder erhoben – die Verdächtigungen basieren weiter auf nichts weiter als auf Verdächtigkeit (wurde etwas vergessen?):

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Die Ausländer kuschen und die vernachlässigte Jugend wird hochgenommen.

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Deutschland hat eine Ruhe – deren geniale Problemverschiebung jetzt aktualisiert wird: Wann haben Sie mal eine Demonstration oder Publikation von Türken über die soziale Diskriminierung und Ausgrenzungen durch das Leben in Deutschland erlebt? Wann haben sich Türken über die deutschen Gastgeber beschwert? Ruhe herrscht. Auch Kurden blockieren keine Autobahn mehr.

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Die Ausländereinschüchterung Sarrazin / NSU hat stattgefunden. Die Ruhe ist da.

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Angeblich drohen uns jetzt deutsche ISIS-Krieger, heim in Reich zu kommen.

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Peinlich wirken die Entschuldigungen der Thüringer NSU-Untersuchungs-Parlamentarier bei den Opferfamilien im Kontrast zu allen anderen, die entweder leere oder gar keine Untersuchungen vorlegen wollen.

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P. S. Es ist mir unerfindlich, wie dieser edle Text LICHTGESCHWINDIGKEIT 4826 nur karge Beachtung findet, während er Furore machen müsste (D. M. 11. Sept. 2014)

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