Akademisches Viertel im Alltagsleben

Oktober 26, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8616

am Sonnabend, 27. Oktober 2018

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Eine öffentliche Vortragsveranstaltung ist langfristig angesetzt und auch so angekündigt, BEGINN um 20 Uhr im Vortragssaal.

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Wer eine solche Veranstaltung als Publikum besuchen möchte, hat dafür seine „Akquisition“ so anzustellen, dass Anreise, Parkplatzsuche oder Fahrtermine öffentlicher Verkehrsmittel, Garderobe-Abgeben, Platzaufsuchen, einschließlich einer gewissen Pufferzeit, falls sich Irgendwas störend dazwischen schiebt … wenn es nach allgemeinen Erfahrungen gelingt, sitzt man mindestens fünf Minuten auf seinem Platz im Vortragsraum.

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Wer selbst einen Vortrag halten möchte, muss seine Vorbereitungen den eigenen Erfahrungen gemäß zeitlich und materiell einrichten. Wer unerfahren ist, muss den Impresario fragen, wie sich der Vortragende vor dem Vortragsbeginn anstellen sollte. Wenn es heißt, BEGINN 20 Uhr, muss sich der Vortragende darauf einstellen, um 20 Uhr und 15 Minuten beginnen zu können. Sofern noch Begrüßung und Einweisung zu erwarten ist, kann sich der Vortragsbeginn noch etwas hinauszögern. Aber es wird allgemein üblich davon ausgegangen, dass ein AKADEMISCHES VIERTEL eingehalten wird.

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Mit dem AKADEMISCHEN VIERTEL wurde ein Brauch aus Universitäten in eine menschenmögliche Praxis ausbalanciert. Wo also zur vollen Stunde eine Vorlesung angesetzt ist, wo ein Professor dem Auditorium seinen geust unterbreiten soll, muss er sich doch anschließend etwas Atem holen, auch wenn die darauf folgende Vorlesung wiederum zur vollen Stunde angekündigt ist. Der Professor kann deshalb c. t. (cum tempore) seinen Vortrag beginnen – eine viertel Stunde später, als der offizielle Beginn angekündigt wurde.

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Heute ist die AKADEMISCHE VIERTELSTUNDE, die dem Professor gegönnt worden war, auch für sonstige nichtuniversitäre Termine, Vorträge, Podien, Diskussionen, Lesungen und Ähnliches praktiziert bzw. beansprucht. Nämlich nicht nur der Vortragende kann 15 Minuten den Beginn verspäten. Heute kommen auch Zuhörer und Besucher gerne mal das AKADEMISCHE VIERTEL zu spät, aus Dämlichkeit, Unhöflichkeit oder Zeitmangel. Niemand hat Lust „unnötig“ zu warten, wenn es heißt, BEGINN 20 Uhr, wohlwissend, gemeint ist 20 Uhr c. t., also Viertel nach acht.

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Welchen Sinn es aber hat, wenn eine für 20 Uhr angekündigte öffentliche Veranstaltung ohnehin erst eine viertel Stunde später beginnen soll, weil der Veranstalter oder der Vortragende meint, „vielleicht kommt ja noch weiteres Publikum, wenn man das AKADEMISCHE VIERTEL mit dem Beginn wartet?“ – jedoch alle – Vortragender und Publikum – bereits um 20 Uhr da sind, das anschließende C. t. – Warten keine weiteren Besucher mehr bringt, das kann man sich selbst ausmalen.

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Dietmar Moews meint: Ob es sinnvoll ist, den tradierten Brauch in vielen Universitäten, eine VIERTELSTUNDE als Pause zwischen den Terminen „zu gönnen“, denn es folgt meist eine Vorlesung auf die nächste und so weiter, bleibt zu wiegen. Während andere, zivile Freizeitveranstaltungen zum angekündigten Zeitpunkt durchaus beginnen könnten (allein auch, weil Etwaigkeiten, die Besuchswillige verhindern, rechtzeitig einzutreffen, nicht dadurch aufgefangen werden können, indem alle anderen, die bereits pünktlich anwesend sind, warten – aber dann kommt niemand mehr hinzu).

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Teils werden die Anfangszeitpunkte, etwa 20 Uhr, ausgedruckt, mit dem Zusatz c. t. (cum tempore), also 20 Uhr c. t., praktisch also 20 Uhr 15. Oder ist durchaus auch möglich und üblich, dass es heißt 20 Uhr s. t. (sine tempore) – dann wird pünktlich um 20 Uhr begonnen. Wer später kommt, stört den Vortrag und verpasst den Anfang.

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So ist zur heutigen Praxis der AKADEMISCHEN VIERTELSTUNDE zu raten, sich nach Möglichkeit selbst genügend Zeit zu geben. Dazu hilft, wenn man den Veranstalter, den Veranstaltungsort und die Nachfrage kennt, um antezipieren zu können, ob Pünktlichkeit oder ein c. t.-Modus erwartet werden muss.

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