EM ohne Holland – das ist doch Käse?

Oktober 21, 2015

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Vom Mittwoch, 21. Oktober 2015

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Helmut Rahn – Rotweiß Essen – Weltmeister 1954 – Dietmar Moews Lieblingsspieler ehedem

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Immer noch hört man in Fußballerkreisen, wenn es um die UEFA-Europameisterschaft 2016 in Frankreich geht:

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Schade, dass Holland nicht dabei ist“, oder

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Ohne Holland ist das doch keine richtige Europameisterschaft“.

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Thomas Müller – Bayern München – Weltmeister 2014 – Dietmar Moews Lieblingsspieler – heute

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Dann reden diese Fußballkonsumenten natürlich von der Endrunde des Tourniers, das ja jahrelang dauert, zuerst in den Qualifikationsrunden, an denen alle zugelassenen UEFA-Verbandsmannschaften teilnehmen, bis schließlich die Endrunden-Verbände ausgespielt sind.

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An der Endrunde 2016 nimmt das Gastgeberland Frankreich teil. Es nehmen auch einige kleinere Überraschungsländer teil – Nederlande nicht.

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DIETMAR MOEWS 1991 Tucuman / Argentina

DIETMAR MOEWS 1991
Tucuman / Argentina

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Dietmar Moews meint: Wer, wie ich, Fußballer ist und sich für solche Spiele und Turniere nicht als Reisefan, sondern als Fernsehzuschauer interessiert, wird dann, wenn es so weit ist, schon Spiele anschauen, die Qualifikationen sehen, die akut starken Nationalmannschaften im Vergleich miteinander bis zum Endspiel. Dazu die bemerkenswerten Spielszenen und die neuen Fußballgenies, die bei jedem internationalen Turnier aus dem Nichts bekannt werden – wer weiß ? –

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Eines finde ich irgendwie ganz schief, auch weil es von den Massenmedien und ihren Sportführern so hingedreht wird. Es sind immer bestimmte Redewendungen, die mehr oder weniger bescheuert sind, aber leichte Kundschaft finden.

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So kommt mir noch immer dieser WM-Sommer 2006 als „Sommermärchen“ lachhaft vor – was mir aufgefallen war, war, dass diverse Nationalmannschaften, voran Spanien, aber auch Deutschland, auch Nederlande und Russland, von Spiel zu Spiel, sogar in KO-Runden mit jeweiligen 120-minütigen Verlängerungen, nicht ohne Blutdoping hätten laufen können, wie sie gelaufen sind. Und entsprechend konnten dann irgendwann die Nederländer schon wieder laufen wie verrückt, aber die Russen waren stehend k. o.

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Jedenfalls: Diese EM in Frankreich läuft schon lange. Holland hat mitgespielt. Holland konnte sich – selbst als gesetzter Verband – nicht durchsetzen. Holland war nicht gut genug, sich sportlich für die Endrunde zu qualifizieren.

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Wir sind also bereits Zuschauer dieser EM, Holland ist dabeigewesen, ist ausgeschieden.

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2016 in Frankreich werden die besten Verbände der UEFA, die sich nun qualifiziert haben, ihre Auswahl bringen. Wer von solchen internationalen Meisterschaften eine rauschhafte Kollektivbrunst, politische oder nationalistische Verbrüderungen oder patriotische Beleidigungen erwartet, sollte sich mit seiner Lieblingsflagge im Schrebergarten einschließen:

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Nederlande als Sportflagge mit Yngling-Olympische Bootsklasse

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SPORT mit FAHNE kann doch nur mit Humor und Esprit ertragen werden.

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Und die vielrassigen, bastardisierten Einbürgerungs-Spitzenspieler machen aus dem Spaß letztlich eine babylonische Sprachverwirrungs-Rally.

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FRAGE: Welche Sprachen sprechen die deutschen DFB-Nationalspieler 2016 in Frankreich bei der UEFA-EM?

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SPITZENFUSSBALL zum BUNDESLIGA-AUFTAKT: VFL Wolfsburg vs. FC Bayern Katar 4:1

Januar 30, 2015

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vom Freitag, 30. Januar 2015

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Das „neue deutschland“ hat Fußballverstand

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Der FC Bayern München hat kürzlich im Vereinsnamen des Lables der Profi-Fußball-AG das Wort „München“ gegen den ehrgeizigen „Katar“ ausgetauscht und auf Zeit verkauft – Geldsummen wurden nicht genannt (Steuergeheimnis):

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Dünnes Müller kam gegen VW Wolfsburg nicht überzeugend ins Spiel

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Die bayerische Legionärstruppe, in der kein einziger Münchner Spieler mitwirkt, wird zukünftig bei schlechter Witterung in Katar spielen.

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Es ist vereinbart, dass weiterhin Hauptsponsoren, ALLIANZ, Audi, VW, ADIDAS und Telekom, auf der Spielkleidung und im Merchandising verwendet werden dürfen.

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Bei Spielen in Katar werden besonders Spieler islamischen Glaubens aufgestellt werden, die sich zu dem Zweck bereits Bärte wachsen lassen.

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Dietmar Moews meint: Wie heute in der ARD-Live-Übertragung beim 4:1 zwischen VW und VW zu sehen war, hat der neue Name „FC Bayern Katar“ noch kein Glück gebracht.

 

TORE: 1:0 Bas Dost; 2:0 Bas Dost; 3:0 Kevin De Bruyne; 3:1 Benart; 4:1 Kevin de Bruyne.

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Allerdings brachte der VW Wolfsburg eine meisterliche Spitzenleistung, sowohl in taktischer wie in athletischer und in der enormen Finesse der einzelnen Spieler – der junge Belgier Kevin de Bruyne hatte eine Sternstunde.

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Dagegen zeigten einige Katarer doch bereits Altersschwächen in puncto Schnelligkeit und Einsatz. Der Spieler Schweinsteiger war uneffektiv und beging zahlreiche schwer unsportliche absichtliche Fouls. Die Verteidigungsleistungen des Spielers Rode, rechts hinten, die Behäbigkeit von Verteidiger Dante, die insgesamte Langsamkeit auf den wechselnden Sechsern, wenn es um „zweite Bälle“ ging – meist war Wolfsburg besser. Hinzu kam mangelnde Präzision von VW Bayern im Angriff, sodass es fast nie gelang, den letzten Pass zu spielen.

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Man kann jetzt auf die Kommentare aus Katar und anderen arabischen Fußballnationen gespannt sein, wie der FC Bayern Katar, wenn er für VW gegen VW Wolfsburg antritt doch nicht die verlangte Siegesmentalität zeigt. Und möglich, dass dann mit VW vereinbart wird, dass statt FC Bayern doch lieber der VFL für Katar antritt.

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4:1, beim Bundesligaauftakt 2015, war eine sehr gute Idee von VW – vielleicht gibt es das später auch noch als „Kombi“ und als „Cabrio“: möglich dass auch der deutsche Staat über die ARD mitbestimmt hatte (Arjen Robben war diesmal nicht rasiert). Wir werden also demnächst bei entsprechend SKY-Kommerzfernsehen vergleichen.

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Borussia Mönchengladbach vs. FC Bayern Spitzenfußball am 26. Oktober 2014

Oktober 28, 2014

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am Dienstag, 28. Oktober 2014

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In der Süddeutsche Zeitung und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war mal ausnahmsweise das selbe Foto vom FUSSBALL im Sportteil abgebildet.

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Montag, 27. Oktober 2014:

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Montag, 27. Oktober 2014:

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0 : 0 (Null zu Null) unentschieden endete das Spitzenspiel zwischen der aktuell zweitplazierten Borussia und dem Tabellenführer FC Bayern. Das Bundesliga Punktspiel der Deutschen Meisterschafts-Saison 2014 / 2015 zwischen Gladbach und Bayern ist eine fußballgeschichtliche Sensation geworden. Jedenfalls bot die Fernseh-Live-Übertragung bei Sky-Pay-TV von all dem, was den Bildregisseur beglückt, ausreichend Höhepunkte.

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Das Spiel bestätigte auch den allgemeinen Einsichten in die sportliche Gesamtstärke – FC Bayern dominierte und machte – auswärts – das Spiel. Besonders herausragende Torleute auf beiden Seiten vereitelten reife, herausgespielte Torabschlüsse.

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Dietmar Moews meint: Wie faul sich die Bildredakteure von FAZ und SZ angestellt haben, dass nicht diverse extreme Spielsituationen in einer Abbildung Heraushebung verdient gehabt hätten – vermutlich haben die beiden Sportredaktionen einfach nicht rechtzeitig miteinander telefoniert bzw. nicht so viele normale Zeitungsleser kaufen beide Blätter. Die Profi-Journalisten und alle, die Zeitung im Café lesen, werden es gemerkt haben.

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Es war sicher nicht die brisanteste Situation, die hier jetzt zu doppelten Bildehren gebracht wurde.

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Das Sportereignis dieser besonderen Hochqualität rührte nicht daher, dass der Spitzenspieler Arjen Robben fehlte – äh, nein, es konnte so gut werden:

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Weil es ein Punktspiel und kein KO-Spiel war. Im Pokal hätte es mehr Risiko gegeben, wäre mehr Konterspiel, mehr Krafteinsatz gebracht worden und es hätte einen Sieger gegeben.

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Weil eine der seltenen angstfreien Dispositionen für ein Pflichtspiel gestanden – keiner der beiden konnte verlieren. FC Bayern hätte auch bei einer Niederlage weiter die Tabellenspitze gehalten. Gladbach konnte als Herausforderer – in Erinnerung an alte „Fohlenzeiten“ – nur gewinnen.

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Ich möchte dennoch herausheben, dass das hinlänglich bekannte hohe Spielvermögen der Münchner Ballkünstler im Ensemble bereits erwartet wird, sind dagegen die Stärken der Gladbacher noch eher frisch und noch nicht so konstant.

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Frechheit und Selbstvertrauen von Kruse oder Weltmeister Kramer sind auf Augenhöhe Spitze.

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WM-Kirche: Blattern-Übertragung durch Medaillenumhängen

Juli 12, 2014

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am Samstag, 12. Juli 2014

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Grosics, WM-Torwart Ungarn 1954

Grosics, WM-Torwart Ungarn 1954

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Die weltweit kommerziell verbreitete Fifa-Blatter-Fußball-WM Brasil 2014 hat keine Chance mehr aus dem dümmlichen Biersauf-euphorischen Partygehabe in ein internationales Sportfest zurückzufinden. Das Gebrüll der Nationalhymnen und das völlig geschmacksfreie TOOOOR-Gebrüll deutscher Radio-Reporter werden doch nichts weiter als ein Ausdruck der alltäglichen Kultur und sozialen Qualität (“wollt ihr Bongotrommeln?“). Schlechte Kultur kann verstärkt, kann gemildert, ignoriert und kritisiert werden. Besser wäre die Vorbildrolle – wie bescheuert sind eigentlich diese Radioentscheider, die das Gebrüll wünschen?

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Der dritte Platz für die Fifa-Niederlande, durch den 3 : 0-Sieg gegen die Fifa-Brasilien war – den guten Sport betreffend – unmöglich organisiert.

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Dietmar Moews meint: Da spielen alle Fifa-Mannschaften drei Jahre Qualifikation.

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Dann spielen sie mehrere Wochen das Fifa-WM-Turnier.

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Dann kommt es zu den Halbfinals – alle vier Mannschaften bilden die Weltspitze aller Fifa-Fußballer – und

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dann kommt es nach dem Entscheidungspiel um PLATZ DREI zu einer peinlich lachhaften, überhasteten Medaillen-Umhängerei durch den Blattern verbreitenden Schweizer Fifa-Entscheider an die niederländische Fifa-Equipe.

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Deutscher Kunst-Fußballmeister 2014 FC Bayern München

März 26, 2014

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am 26. März 2014

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Rekordmeister FC Bayern AG

Mit dem 3:1 Erfolg bei Hertha BSC errang die internationale Berufsfußballmannschaft der FC Bayern München Aktiengesellschaft bereits am 27. Spieltag die Deutsche Meisterschaft des DFB. Es ist bereits die 24. Meisterschaft in 51 Bundesligajahren. Es ist auch die Titelverteidigung als amtierender Meister der Vorsaison. Es wird voraussichtlich noch zu einem Punkterekord einer Spielsaison werden.

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Fußball als Idealkunst

Fußball ist eine Kunst für Jeden, der Mindestkenntnisse hat, selbst mal Fußball spielte und versteht, was in einem Spiel erreicht werden soll und wie das versucht wird.

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Das Irre an der Fußballkunst ist, dass sie als ein mimetisches Vermögen zum Aufführungs-Werk wird, das – ohne gelingen zu müssen – den begeisterten Fußballkunstliebhaber dennoch begeistert. Jeder erlebt mit, wie es kommen müsste und mit welchem Geschick die Spieler das versuchen. Immer wird nach taktisch-systematischen Plänen in der spontanen Zufälligkeit des Spielverlaufs und auf das Geschick der Gegenspieler bezogen der Ball gespielt.

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Das laufende Kunstwerk der Spielenden, mit all ihrem Gefühl, Ehrgeiz und Hingabe, Virtuosität, Tagesform, Kraft, Ausdauer, Wind, Wetter, Platzzuständen, der Spielleitung und der Publikumsresonanz, erscheint in jeder erdenklichen Ausprägung im unmittelbaren Aufscheinen der gespielten, mitgespielten und zugeschauten Kunst, die entweder genial aufgeht oder doch immer zeigt, wie sie genial aufgehen sollte. Beim erfolgreichen zuende Spielen eines Spielzuges wird deutlich, dass ein Fußballkunstwerk stets als Variante gemeistert werden kann.

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Meisterfußball der großen Kunst mit Guardiola

Glücklich, wer Ahnung von Fußball hat und die derzeitige Ausprägung des von einer Münchner Aktiengesellschaft zusammengekauften Mannschafts- und Trainerkaders miterleben kann. Dabei stehen verschiedene Aspekte heraus:

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Wirklich teilhaben an den Aufführungskunstwerken können nur Zuschauer, die im Stadion auf den Tribünen dabei sind. Zu reden ist aber dennoch auch von den elektronischen Bild/Tonübertragungen, meist im Fernsehen, bei denen der Betrachter nur Surrogate des Fußballs gezeigt bekommt.

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Man überträgt Großaufnahmen, Beine, Ball, Einzelbewegungen, Kollisionen, Regelverstöße, Verletzungen. Das Kunstwerk in den den Spielerfolg bedingenden Elementen kann der Fernsehzuschauer oft nicht sehen, meist nur ahnen, selten auch sehen, was abseits des laufenden Balles entscheidend zu sehen sein müsste. Denn dazu müsste ein totales Bild, eine Draufsicht gegeben sein, damit alle Spieler in jeder Situation den Ballführenden oder die mit Balleroberung beschäftigten Spielern beobachtet werden könnten. Man müsste sehen können, wie bewegen sie Augen und Körper im jeweilig varianten Spielsystem. Ob, Was wie gelingt? und welche Fehler oder Aussetzer werden gemacht? können ausgebügelt oder ausgenutzt werden? bilden die Kunstqualität?  immer auch bei schlechten Spielen.

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Wir brauchen die Sinnlichkeit in der analogen Erfahrung. Noch in der digital-virtuellen Übermittlung ist eine beschränkte Ersatzsinnlichkeit geboten, hinreichend teilzunehmen.

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Wer allerdings weitere Elektronik einbauen will, hat keine Ahnung von den sinnlichen Bedingungen der sozialen Dimension. Nur wer den Fußball kennt, der da unten läuft, geht auch hingebungsvoll mit. Wer Karaoke daraus macht, hat nicht begriffen, wie Teilnahme sinnlich bedingt ist. Und wie Unterhaltungstechnologie durch Radar-Torlinien und wie bereits Kopfhörer-Gegensprechanlagen für Schiedsrichter mehr Abkoppeln als durch Scheinbarkeiten Anteilnahme ermöglichen.

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Die neue Dimension der diesjährigen Meistermannschaft von Bayern, besteht in dem Trainer Guardiola.

Er kann mehrere Spielsysteme spielen lassen.

Er kann im laufenden Spiel mittels kurzer Anordnungen das System wechseln oder ändern.

Er kann auf Veränderungen der gegnerischen Mannschaft oder Umstellungen sofort durch Coachen von außen reagieren.

Er greift fortlaufend ins Spiel derart ein, dass einzelnen Spielern mitgeteilt wird, was sie in ihrer Spielbeteiligung verbessern können.

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Entscheidend für diese Kunstfußball-Exzellenz des Jahres 2014 sind die kostbaren Spieler

Wir können und sollten uns von der außergewöhnlichen Exzellenz dieser Meisterequipe inspirieren lassen. Eine solche Ansammlung kann nur eine gut organisiertes finanzierungsstarkes Management zusammenkaufen und durch hohe Bezahlgelder unterhalten.

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Der Sportjounalist Michael Horeni schrieb in der FAZ: „Denn jede Blüte ist vergänglich.“

Der Trainer Guardiola sagte nach dem Sieg in Berlin: „Wir können noch besser spielen“ – und man kann sich vorstellen, was er meint, nämlich auch seine eigenen Wirkungskräfte, ein noch eingespielteres Verständnis Aller und ein noch tiefergegründetes Verständnis jedes einzelnen Spielers für die jeweiligen Eingriffe bzw. Appelle des Trainers während eines Spieles. Kein Spieler kann, selbst auf dem Spielfeld, die gegnerische Mannschaft so gut einschätzen und Kleinjustierungen einzelner Spieler so gut verstehen, wie es Guardiola von außen kann. Spieler müssen also oft „blind“ den Anweisungen des Trainers vertrauen, auch wenn sie selbst betroffen, gefühlsmäßig nicht völlig überzeugt sind. Kurz, die Konsonanz der Gemüter kann noch besser werden.

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Nicht bedeutend sind Mäkeleien der Art, die Meisterschaft ist langweilig geworden, die Gegner sähen sich selbst nicht mehr als ernstzunehmende Konkurrenten, ergäben sich eher als Unterlegene einer unbesiegbaren Macht. „Ganz so, als ob man es in dieser Saison mit einer Invasion von Fußball-Aliens aus dem Weltraum und nicht mit einer Fußballmannschaft“ FAZ) aus München zu tun hätte. Dabei scheint etwas ganz Entscheidendes aus dem Blick zu geraten: Die Kunst.

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Es werden also Stimmen im Fußballgeschäft laut, als ob sich neun Monate nach der Geburt des Guardiola-Fußballs in Deutschland hierzulande bereits Überdruss breitgemacht hat über einen Fußball, den die Bundesliga nie zuvor in fünfzig Jahren erleben durfte; so leicht und präzise, so verspielt und zielstrebig, so ausgeklügelt und improvisierend, so anregend und aufregend. Mit Thomas Müller haben die Bayern eine Weltsensation der spontanen Körperbeweglichkeit dabei, der zudem über eine einsatzfreundliche Mentalität so optimal verfügt, dass selbst seine verbalen Akzente überragend mit hineinwirken. So nah war man hierzulande der Kunst noch nie gekommen. Mario Götze wird vermutlich als das größte lebende Fußballkuntswerk aller Zeiten herausspringen, dessen jeweils neunzigminütigen Performances voller Exzellenz zur Künstleranbetung auswachsen wird. Was Götze mit Ball umsetzt, ist bei allen Störungen in einem Wettkampf auf engstem Raum, unfassbar. Seine schnellste Auffassungsgabe, seine unvergleichliche Ballbehandlung und Ballkontrolle, seine Antizipation der Möglichkeiten der Mitspieler, sein Mut und seine blitzartige Abschlussfähigkeit – man muss es sehen. Es lässt sich nicht sporttabellarisch abhaken.

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Hoereni schreibt in der FAZ: „… die ästhetischen Aufführungen der Bayern, ihre ballethaften Choreographien und Verschiebungen auf dem Feld, die virtuose Ballfertigkeit bei höchstem Tempo und härtesten Zuspielen, die sich stets erneuernden und verändernden Kräfte eines freien Ensembles hinter einem bloßen statistischen Wust: eine ganze Saison ungeschlagen. Die meisten Siege. Rekordpunktzahl. Die wenigsten Gegentreffer. Die meisten Tore. Die leuchtenden Augen von David Alaba. Der größte Abstand zum Zweiten – und das sagt noch nichts über die poetische Kraft, die in diesem Fußball liegt, vor der im ehemaligen Land der Rumpelfüßler eigentlich das Herz hüpfen müsste …“.

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Volkssport Kunst

Der Volkssport hat viele Möglichkeiten zwischen Bolzplatz und Hochkunst. Die Legionärsversammlung der FC Bayern AG bietet sogar durch virtuelle Videos die Anteilnahme an der puren Freude der Kunst und des Glücks.

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Wer mit einem so jungen und intelligenten Weltspitzentorwart von hinten her den Geist aus der Flasche lassen kann, der dazu im Zweifelsfalls sagt: „Ich wollte es spielerisch lösen (der Torwart Manuel Neuer sagt das!!), der wird sich dem traumwandlerisch sicheren Pass- und Positionsspiel und den wirkungsvollen Ein- und Auswechselungen nicht entziehen, sondern zur Fußballkunst rufen müssen: es ist angerichtet! Nun kommet und freuet Euch alle – pur und easy. Mein Leben ist ein Fest.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 15

März 23, 2014

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am 23. März 2014
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Zum Fall Uli Hoeneß sind Fragen zur gesellschaftlichen Resonanz und zu Wirkungen auf das Wertverhalten der Menschen zu stellen. Die Antworten sind individuell und kollektiv sowie als soziales Geschehen zu fassen und zu interpretieren – nicht mit allgemeinen Statements wie, „kann ich nicht leiden“, „gehört sich nicht“, „die Sitten verkommen“ oder „Raubtierkapitalismus“ abzutun.
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Immer zur Hand und mehr oder weniger offen oder untergründig setzt sich die Anteilnahme an einem auffälligen Fall, wie es Uli Hoeneß geworden ist, nach einfachsten Mustern zusammen.

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Dabei spielen meist einfache Gleichheitspostulate mit, wie das Biblische, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und „wie du mir, so ich dir“ also Spielarten der Gegenseitigkeitsansprüche der „Goldenen Regel“.
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Entsprechend kommen Ausprägungen des „kategorischen Imperativs“ von Konfuzius über Christian Wolff und Immanuel Kant, Letzterer zuspitzte: „Jeder solle so handeln, dass danach allgemeine Gesetze geschrieben werden könnten“. Und Kant erklärte: handeln wie ein fürsorglicher Vater am Familientisch. Die europäische Aufklärung hat auf diesem Weg zu den drei Forderungen der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gefunden. Der Preußenkönig Friedrich II. erließ das Rechtsstaats-Prinzip, indem für alle, auch für ihn selbst, Gleichheit unter dem Gesetz gelten sollte.

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Im Alltagsleben wird daraus dann leicht: „Was erlaubt sich dieser oder jener?“, „Was sich Jemand herausnimmt“, „da könnte ja Jeder kommen“, „Wer, glaubst du denn, der Du bist?“

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Es ist also das Interesse vorausgesetzt, dass sich Jemand mit Fragen und gegebenenfalls mit einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Sittlichkeit befasst und einlässt. Dabei sind Augenmaß, Bildung und Nüchternheit nicht immer in der angemessenen Balance gegeben, weil Interesse meist mit Eigennutz oder Selbstschutz verbunden ist.

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Nur bei individuellem Interesse werden wertende Gedanken ausgesprochen, entweder der Ablehnung und Distanzierung zum Fall und zum Akteur oder der Identifikation mit dem Fall oder dem Akteur durch Solidaritätsbekundung oder durch Abstreiten, Bagatellisieren, Beschönigung und sonstige abschwächende Urteile.
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Dabei sind Auffälligkeit und Skandalisierung eines solchen Falles nicht gleich den etwaig daraus folgenden Beachtung und Wirkungen.
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Wer selbst einmal vorbestraft worden ist, kann leicht Mitgefühle haben. Ebenso ist möglich, dass ein solcher Gleichheitsaspekt dadurch Ausdruck bekommt, nachdem man selbst seine Suppe ausgelöffelt hatte, auch dem Hoeneß dessen Strafe zu gönnen. Ebenso kann auch über die „Schergen“ und den „Obrigkeitsstaat“, den „Polizeistaat“, die „Bluthunde“ gezürnt werden oder es zu einer Gegenattacke kommen: „wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“.
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Bei genauerer Betrachtung auf der Suche nach Schäden an der Moral im Einzelnen und im Gesamten wird man jedoch sehen, bei aller Erregung und aller inszenierten Erregung, bei wirklicher oder künstlicher Betroffenheit, entstehen dem Individuum direkt kaum tiefgründige Verletzungen durch solche die Sitte verletzenden Regelverstöße wie beim Fall Hoeneß. Eher wird in sozialen Szenerien mit einem solchen Fallbeispiel im Dreieck hantiert, gedroht, getadelt oder gelobt, meist ohne große Sorgfalt wie und ob das Beispiel tatsächlich passt. Denn auf wen passt schon so ein Fall des prominenten reichen Provinzlers mit Weltgeltung, Uli Hoeneß?

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Anders liegt die Ambition für die „Goldene Regel“, wenn Menschen eine Verschwörung, einen Bund oder eine Genossenschaft bilden. Dann tritt man bei und wird aufgenommen, weil man wünscht, durch gemeinschaftliche Selbstverpflichtung Exklusivnutzen zu erlangen. Es ist hierbei widmungsgemäß nicht möglich, eigensüchtig Vorteile herauszunehmen, indem der Genossenschaft Schaden entsteht. Die Regelverletzung bedeutet Austritt und Verlust der Exklusivnutzen bzw. Fehlverhalten kann von einem Schiedsgericht nach der „Goldenen Regel“ geklärt verfolgt werden.

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Die Gesellschaft und der genossenschaftliche Zusammenhalt besteht anerkanntermaßen aus Triebverhalten. Wir erleben in Spielräumen der Sozio-Kultur Triebverwirklichungen neben Triebhemmungen und neben Triebverzicht. Damit hat jeder Mensch sein individuelles Päckchen zu tragen. Welche sozialen Gruppenbezüge mitspielen, ist in jedem Einzelfall anzuschauen und zu interpretieren. Wie konstant Sitten, Moral, Kampfmoral und Unmoral alltäglich oder ausnahmsweise vorkommen bzw. welchen Wandel wir dabei beobachten können, ist von hochrangiger politischer Bedeutung. Vorab ist aber gewissermaßen Entwarnung gegeben:

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Der Fall Hoeneß und die bedeutenden Erklärungen dazu, seitens des Landgerichts, seitens der Massenmedien und seitens der Bundeskanzlerin (Merkel: Respekt für die Hinnahme des Urteils) sowie wichtiger Rollenträger der Prominenz, hat als gerichtsnotorisches Beispiel Folgen im allgemeinen Ansatz von sittlichem Verhalten von Angeklagten in Strafprozessen. Wie respektabel ist eine Bundeskanzlerin, die anlässlich der Hinnahme eines Strafprozessurteils dem Straftäter dafür ihren ausdrücklichen Respekt öffentlich bezeugt. Oder, wie glaubhaft ist eine solche mutwillige Verbalattacke auf die moralischen Gepflogenheiten, wie dialektisch wird hier durch eine „Verpitbullung“ Mephisto angerufen, um das Gute zu bewirken?

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Wir bewegen uns also in Richtung ästhetischer Bewertungen von Sinn und Form –  die Reizsprache und die Mittel der Skandalisierung und Rücksichtslosigkeiten des investigativen Journalismus und der Publizistik werden wie eine leerdrehende Spirale weitergedreht, ohne dass wir damit Stoff und Träume wirklich treffen. Das spielt wohl stets an den Grenzen der Geschmacklosigkeiten, lässt sich aber bestenfalls als Stilwechsel der öffentlichen Kampfmoral, jenseits moralischer Qualität des Wertverhaltens der Individuen notieren.
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Schließlich müssen wir es für eine anthropologische Konstante anerkennen, dass stets in Gegenwart und Zukunft im menschlichen Wahlverhalten mit der „Macht des Schwertes“ und den Abwägungen des Mächtigen über die Anwendung von Gewalt zu rechnen ist. Zwar sind Rücksichtnahmen und Gerechtigkeit im Familiären üblich. Ansonsten vermeidet der Mensch aber Fairness und Gerechtigkeit, wenn es ihn kostet. Denn im sozialen Hintergrund handelt sich der Rücksichtsvolle den Verdacht auf Schwäche und Dummheit ein.
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Goldene Regel privat oder öffentlich
Als Vergleichsmaßstab des Verhaltens und des etwaigen Wandels werden zwei Hauptperspektiven – das private und das öffentliche Rollenverhalten – betrachtet, die prinzipiell gegensätzlich angelegt sind.
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Das informelle und private Individuum verhält sich egoistisch, zum eigenen Vorteil leistungsorientiert, selbstgerecht, gierig, rücksichtsvoll, empfindsam, sorgsam,  ehrgeizig u. ä.

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Das öffentliche Rollenverhalten der Individuen ist an gesetzten Verhaltensnormen auf Allseitigkeit wie Rechtsstaatlichkeit, Beamtenrecht, Marktgepflogenheiten, Freizeitspiele u. ä. auf Sitte und Alltagsgewohnheiten hin orientiert. Abweichendes Verhalten und ein gewisser Minderheitenschutz sind dabei üblich.

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Dazu verhalten sich Menschen privat-öffentlich in ihren Erklärungen gerne im Rahmen der „Goldenen Regel“: „Wie du mir, so ich dir“ bzw. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“. Dabei ist jeder seinen eigenen, möglicherweise inkonstant moralischen Verhaltensweisen und Orientierungen zugeneigt, die er dem anderen ebenfalls einzuräumen bereit ist. Das bezieht sich auf „Großzügigkeit“ hinsichtlich „kleiner Sünden“, Eigenlob, Fehlerverzeihen, Kavaliersdelikte, Heuchelei, Lügen, Unehrlichkeit – jeweils qualitativ seitwärts von Vorschriften und Rechtsnormen. Täuschen, Tarnen, Abfälschen, Abstreiten und Bullshit sind üblich.

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Dabei handelt es sich einerseits um zu erfassende verbale Einlassungen und die darin steckenden Erklärungsnormen, andererseits um praktisches Verhalten und die darin steckenden Verhaltensnormen. Gesucht und untersucht wird ein möglicher prozessuraler Verhaltenswandel. Das beginnt schon mit der Schwierigkeit, eine empirische Bezugslage zu erkennen und in einem nachvollziehbaren Verfahren qualitativ feststellen zu können: Wie moralisch, kampfmoralisch, unmoralisch oder verpitbullend war der anerkannte und praktizierte Moralitätspegel zum Zeitschnittpunkt vor dem Fall Hoeneß eingestellt? Wie konstant oder inkonstant? Was bedeuten dynamisierende soziale Kontrolleinflüsse für Lebensglück und Entfaltung? Was bedeuten verwilderte Spielräume? Anarchie muss jedenfalls bedacht werden. Schließlich wiederum muss in mehreren Zeitschnitten, während des Fallverlaufes, nach dem Urteilsspruch durch das Gericht und zu späteren Zeitpunkten – mit dem Blick auf Veränderungen in den gesellschaftlichen Moralspielen, zersetzende oder inspirierende Wirkungen oder weitreichende Indifferenz erfasst werden.

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Schließlich kann alsdann als wissenschaftlicher Befund zur Hypothese „der kommunizierte Fall Hoeneß trägt zur Verpitbullung der Gesellschaft“ bei, gesagt werden, ob, Was und wie bewirkt worden ist.

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Hauptsächlich sind dirigierte, regulierte, moderierte und freizügige Spiele zu unterscheiden. Rollenverhalten unterliegen organisatorischen Anforderungen von Standardisierung, Elastizität und Flexibilität. Deshalb sind die staatlichen, intermediären, privaten und informellen Rollen verschieden ausgelegt, als Stellvertreter, als multifunktionale öffentliche, als private und als informelle Rollen ist von Rollenträgern Rollentreue verlangt.

Das bedeutet, dass in der heutigen hochintegrierten Lebens- und Arbeitswelt durch ein hohes Maß an Regelbindungen, vorausgehenden, begleitenden und nachträglichen Kontrollen und Steuerungen kaum wesentliche Veränderungen der Moralität und Sitten ohne sofortige Sanktionen zustatten kommen können. Also etwaige Anmutungen durch den miterlebten, mitkommunizierten Beispielfall Hoeneß zunächst bestenfalls Verstimmung, Motivationswirkungen oder Lähmung bzw. Dynamisierung bewirken mag, ohne dass dadurch gleich eine Reformpolitik oder sonstige Ausbalancierung veranlasst werden würde. Man freut sich oder leidet, man meckert oder wendet sich verächtlich ab und stänkert in seinen Familien und Freundschaften
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Fortsetzung folgt