Ieoh Ming Pei 1917 – 2019 Kurznachruf

Mai 17, 2019

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am Samstag, den 18. Mai 2019

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Ieoh Ming Pei (cinesisch 貝聿銘 贝聿铭, Pinyin Bèi Yùmíng, W.-G. Pei Yü-Ming, Jyutping Bui3 Wat6ming4; * wurde am 26. April 1917 in Guangzhou, China, geboren und ist jetzt 102-jährig, am 16. Mai 2019 in New York City gestorben. I. M. Pei war ein chinesisch-amerikanischer Architekt der Moderne. Eine besondere Todesursache wurde bislang nicht publiziert.

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Zur Schule ging Pei in Shanghai in einem Internat, das von amerikanischen Missionaren geleitet wurde. Dort wurden nordamerikanische Standards vermittelt, man trug westliche Schulkleidung, die bevorzugten Sportarten waren Basketball und Tennis. Einen Kontrast zu dieser Umgebung erlebte Pei während der Sommerferien in Suzhou nordwestlich von Shanghai bei seinem Großvater, der ihn mit traditionellen chinesischen Werten vertraut machte, mit Familiensinn und den Lehren des Konfuzius. Die frühen Erfahrungen mit beiden Welten hat Pei später wiederholt als Gewinn bezeichnet. Im ostasiatischen Geschäftszentrum Shanghai entstanden damals die ersten Hochhäuser, von denen Pei sehr beeindruckt war. Er beschloss, moderne Architektur zu studieren, was nur in Übersee möglich war. Im August 1935 reiste Pei in die Vereinigten Staaten und schrieb sich nach kurzem Aufenthalt in Philadelphia am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston ein.

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Viel mehr ist von Peis privatem Leben nicht bekannt.

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Die von Pei gegründete Firma durchlief mehrere Veränderungen. Seit 1966 hieß sie „I. M. Pei & Partners“, seit 1989 „Pei Cobb Freed & Partners“. Zeitweilig leiteten drei seiner Kompagnons jeweils eigene Teams. Pei blieb der führende Kopf des Unternehmens. Als hervorragender Verkäufer, dem es wichtig war – und auch meist gelang – Menschen zu überzeugen, war er unermüdlich weltweit unterwegs. Er beschaffte Aufträge, organisierte, beurteilte Entwürfe und fand noch Zeit, als „Principal Design Partner“ eine Vielzahl von Bauten und Projekten selbst zu betreuen.

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Am MIT in Boston wurde damals sehr konservativ gelehrt; man zeichnete antike Bauten und sah in ihnen das höchste Ideal. Einen Ausweg fand Pei im Selbststudium von Zeitschriften über moderne europäische Architektur und vor allem in den Büchern von Le Corbusier („meine Bibel“). Zwei Tage, an denen Le Corbusier Vorträge am MIT hielt, bezeichnete Pei später als „die zwei wichtigsten Tage in meinem beruflichen Leben“.

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Peis eindrucksvollsten Werke sind die Zwischen 1968 und 1978 arbeitete Pei am

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Erweiterungsbau der National Gallery of Art in Washington, D. C.,

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eines neoklassizistischen Bauwerks von 1941 in der Nähe des Kapitols. Als dieser Ostflügel, das sogenannte „East Building“, im Frühjahr 1978 eröffnet wurde, waren breite Öffentlichkeit und Fachkritik einhellig begeistert. Pei hatte auch zuvor schon Museumsbauten geplant. Hier nun – wie auch später noch mehrmals – bewies er seine außerordentliche Begabung für diese Aufgabe, insbesondere für die durchdachte Verbindung älterer Bauten mit seiner modernen Baukunst. Sein Neubau aus Beton und Glas besteht aus zwei gegeneinander versetzten Dreiecken unterschiedlicher Größe, das Dreieck als durchgehendes Formelement findet sich bis in die Details hinein. Alt- und Neubau sind unterirdisch miteinander verbunden. Die Fassade des Neubaus wurde mit Marmorplatten aus dem selben Steinbruch verkleidet, der auch das Material für den Altbau geliefert hatte. Der Mäzen Paul Mellon, der das Projekt finanzierte, nahm Verzögerungen und Kostenüberschreitungen klaglos hin – und Pei bestätigte seinen Ruf als perfektionistischer Architekt für Auftraggeber, die nicht allzu sehr aufs Geld sehen müssen.

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Dazu ist die die Erweiterung und Sanierung des Grand Louvre in Paris gab es die heftigsten öffentlichen Auseinandersetzungen in Peis Arbeitsleben. Das Museum war das wichtigste Projekt unter den zahlreichen Bauvorhaben („Grands Projets“) des französischen Präsidenten Francois Mitterand, der Pei 1982 persönlich mit dem Auftrag betraute. Es ging darum, die ungenügenden räumlichen und technischen Verhältnisse modernen Standards anzugleichen und den Nordflügel, der bisher vom Finanzministerium belegt wurde, zu integrieren. Pei verlegte den eher abseits gelegenen Haupteingang in die Mitte des Ensembles, auf den Ehrenhof, der zuletzt als Parkplatz benutzt worden war, und konzipierte eine unterirdische Eingangssituation mit relativ kurzen Wegen in die drei Flügel des Museums. Der Einstieg durfte nicht an die allgegenwärtigen Metro-Eingänge erinnern und den Eindruck der Barockfassaden nicht schmälern. Pei entschied sich für

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die Glaspyramide im Innenhof des Louvre,

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eine zeitlose geometrische Form. Die Entwürfe lösten eine Welle der Empörung aus. Politiker, Kritiker und 90 Prozent der Pariser Bevölkerung lehnten das Vorhaben ab, man sah darin einen Angriff auf ein nationales Symbol – noch dazu durch einen Amerikaner. Pei vertrat unermüdlich seinen Standpunkt, Mitterrand unterstützte ihn, so konnte 1985 mit dem Bau begonnen werden. Schon während der Bauarbeiten änderte sich die Stimmungslage. Nachdem die Pyramide 1989 fertiggestellt war, herrschte allgemeine Begeisterung.

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I. M. Pei, dessen Baustil der Klassischen Moderne verpflichtet ist. Er galt als einer der bedeutendsten Architekten der Gegenwart. Anfangs allein, später zusammen mit mehreren Partnern, leitete er seit 1955 ein Büro mit zeitweilig 300 Mitarbeitern, das mehr als 200 große Projekte betreut hat. Seine Bauwerke – insbesondere Museen – sind auf drei Kontinenten zu finden. Pei faßt selbst seine Grundvorstellung der Architektur so zusammen:

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It is not an exaggeration to say that light is the key to architecture“ (Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Licht der Schlüssel zur Architektur ist)

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Stadtbaukunst Architektur Wohnen Leben im Deutschlandfunk

April 30, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9175

am Mittwoch, den 1. Mai 2019

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Brühlsche Terrasse Dresden mit Schloß, Hofkirche, Semperoper, Italienisches Dörfchen, Augustusbrücke, Yenize

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In den 1990er Jahren habe ich in Dresden eine langjährige empirische Soziologische Forschung persönlich durchgeführt, die der aktuellen Stadtbaukunst der Dresdner gewidmet war, während die Stadtbaugeschichte, die DDR-Baunot und die Erneuerung Dresdens nach dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland die Renovierung Dresdens bestimmten.

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Ich stellte meine Forschung auf persönlich geführte Tiefeninterviews mit allen für das DDR-Dresden entscheidenden Baufachleuten, Baupolitikern, Denkmalpflegern, neue Baudezernenten, Stadthistoriker und relevanten aktuellen Architekten. Dazu studierte ich die bedeutenden Planungen, die während der Nazizeit die ganze alte Stadt Dresden durchgenommen hatten, insbesondere die automobilen Anforderungen einzuplanen. Die Kriegsschäden haben davon vieles erübrigt und der DDR andere Schwerpunkte nahegelegt.

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Jetzt, im Jahr 2019, also dreißig Jahre später brachte jetzt der Deutschlandfunk einen Urbanitäts-Wissenschaftler, Wolfgang Sonne, der das Stichwort STADTBAUKUNST gebraucht, und der wie ich von der modernen Zerstörung unserer Großstädte sprach. Dabei hebt Sonne besonders auf die Mode der 1960er Jahre – die „autogerechte Stadt“ – und auf die 1970er Jahre, wo jede Kleinstadt noch glaubte eine „Fußgängerzone in der Ortsmitte“ und eine Abtötung des urbanen Lebens haben zu müssen.

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DLF am 28. April 2019 – Architekturtheoretiker Wolfgang Sonne im Gespräch mit Jochen Rack

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„Architektur und Städtebau – Großstadt gestalten – Urbanität im Wandel

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„…Was können Architekten tun, um eine neue Unwirtlichkeit der Städte zu verhindern? Wie können sie Lebensräume schaffen, in denen Menschen sich zu Hause fühlen? Architekturhistoriker Wolfgang Sonne fordert die Abkehr von der funktionsgetrennten Stadt und mehr Vielfalt im urbanen Wohnungsbau.

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In den Zeiten wachsender Metropolen wird viel gebaut, aber die Städte werden dadurch nicht unbedingt schöner und lebenswerter. Oft stapeln Investoren bloß einfallslos Wohnfläche übereinander und kümmern sich nicht um eine lebendige Infrastruktur. Zwar haben sich die Stadtplaner inzwischen von der Idee der funktionsgetrennten, autogerechten Stadt verabschiedet, doch ist die Verdichtung in urbanen Quartieren mit hoher architektonischer Qualität noch immer die Ausnahme. Wie kann man heute Städte bauen, in denen es nicht zur sozialen Entmischung und Gentrifizierung kommt?

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Wie kann und muss gebaut werden, um das Wohnen, Leben und Arbeiten in einer sozial gemischten, ökologisch funktionierenden Stadt attraktiv zu machen?

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Diese Fragen erörtert Jochen Rack mit dem Architekturtheoretiker Wolfgang Sonne.

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Stadtbaukunst, das hört sich relativ utopisch an, als eine Disziplin, die sich also mit der Schönheit des Städtebaus beschäftigt. Tatsächlich ist es aber ja oft so, dass unsere Städte eher einen unwirtlichen Eindruck machen, dass wir es also mit nicht sehr lebendigen Quartieren zu tun haben, oft auch mit hässlichen Schachtelhäusern, mit einer Verkehrsinfrastruktur, die die Städte vielfach auch nicht besonders lebenswert macht. Auf der anderen Seite gibt es dann Städte, die mit Stararchitektur prunken, den sogenannten Iconic Buildings.

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Ich selber würde immer sagen, alleine das Betrachten, wie es war und wie es kam, reicht nicht aus, man muss sich auch Rechenschaft darüber ablegen, was einen selber antreibt und wie man es haben möchte. Und tatsächlich sind viele, gerade auch neuer geplante städtebauliche Situationen heute nicht so, dass man sie mit einem großgeschriebenen Begriff Stadtbaukunst benennen würde. Und genau da haben wir uns im Deutschen Institut für Stadtbaukunst zusammengetan und haben gesagt, hier muss man eigentlich wieder etwas erreichen, nämlich schöne, lebendige Quartiere, wie wir sie ja kennen aus verschiedenen Altstädten, aus verschiedenen Zeiten, aus verschiedenen Zusammenhängen – übrigens Altstadt heißt dann auch ein schönes Wiederaufbauquartier der 50er-Jahre, das kann durchaus modern sein. Und dazu haben wir eben diesen Begriff der Stadtbaukunst gewählt, denn Stadtbaukunst war ein Programm der frühen Moderne im 20. Jahrhundert, wo Architekten, aber auch die Verkehrsingenieure, die Grünplaner gesagt haben, es reicht nicht aus, den Boden nur von Landvermessern aufteilen zu lassen und die Bauingenieure Kanäle legen zu lassen, sondern auch als Architekten müssen wir Städtebau wieder begreifen als eine dreidimensionale Kunst, wir müssen Stadtbaukunst machen, die das alles mit einschließt. Und da gibt es eben im frühen 20. Jahrhundert eine spannende Theorie, auch großartige Pläne und großartige Realisierungen, und daran wollen wir eigentlich wieder anknüpfen.

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wie kommt es dazu, dass wir jetzt im 21. Jahrhundert an Ideen des frühen 20. Jahrhunderts anknüpfen müssen? Was ist denn aus Ihrer Sicht im Wesentlichen schiefgelaufen in der Art und Weise, wie wir Städte im 20. Jahrhundert gebaut haben?

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es gibt vielleicht zwei, drei Stränge, wo die Wege in die falsche Richtung gingen.

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Der erste Strang ist, dass man in Ablehnung der überbelegten Stadt des Industriezeitalters, des 19. Jahrhunderts gesagt hat, wir dürfen gar keine Städte mehr bauen, sondern wir wollen Gartenstädte, die ja als Anti-Städte konzipiert waren, oder Siedlungen, das heißt das monofunktionale Wohnen im Grünen. Und das hat tatsächlich fast 100 Jahre lang viele Flächenentwicklungen, wie es dann ja auch heißt, geprägt.

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Ein zweiter großer anderer Strang war die Entwicklung des Automobils und dann die Idee, dass dieses neue Verkehrsmittel die Stadt von Grund auf verändern müsse geradezu. Also, die autogerechte Stadt, die uns heute ja als Schreckbild erscheint, die war in den 50er-Jahren ein positives Leitbild, und man dachte, man tut der Menschheit damit etwas Gutes, wenn man Quartiere abreißt und sanft geschwungene Schneisen da hindurch legt, auf denen man elegant fahren kann.

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Und ein dritter Punkt, wo salopp gesagt doch einiges schief lief, ist die zunehmende Spezialisierung, die dazu geführt hat, dass wir Verkehrsingenieure haben, dass wir Stadtplaner, Raumplaner haben, dass wir Architekten haben, dass wir die Landschaftsarchitekten haben – und dass viele dieser Disziplinen jeweils ihren eigenen Bereich ganz wunderbar beackern können, aber den anderen Bereich oder die Implikationen nicht sehen.

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Und de facto kommt aber immer alles, wenn Sie irgendwas planen und bauen, doch in der Stadt zusammen. Das heißt, der Verkehrstechniker darf eben nicht nur den Schwenkradius eines Lkws betrachten, und so groß muss dann die Kurve in der Stadt angelegt werden, sondern man muss sich auch überlegen, was bedeutet das stadträumlich, wenn ich eine Kreuzung völlig aufweite, was bedeutet das für die Nutzung, wenn ich da nicht mit Häusern am Straßenrand stehe und deswegen dann keine Geschäfte mehr unten haben kann und so weiter. Also, die Dinge spielen ineinander, und dieses Zusammenspielen der unterschiedlichen Fachdisziplinen, die es heute gibt, die man auch nicht aufheben wird, aber das Zusammenspiel, das ist in der Stadtbaukunst ganz wichtig.

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Sie plädieren für einen interdisziplinären Stadtbau, der das verschiedene Knowhow der Disziplinen zusammenbringt. Aber ich will noch mal zurückkommen zu der Frage, warum denn diese Funktionstrennung in der Stadt des 20. Jahrhunderts sich so ausgeprägt hat?

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Hat es zu tun auch mit einem Erbe der modernistischen Architekturtheorie, also etwa, wenn wir an Le Corbusier denken. Der wollte ja Paris zerstören, gewissermaßen das ganze historische Paris durch ein paar große mitten in die Altstadt gepflanzte Hochhaustürme. Haben wir uns von dieser Art des avantgardistischen Denkens vielleicht auch zu lange blenden lassen?

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Le Corbusier war ein ganz großer Verbreiter dieser Idee, er hat sie aber nicht erfunden. Also, der erste, der es wirklich in der Stadtplanungs- oder Städtebautheorie ganz fest verankert hat, dass es einzelne Zonen mit einzelnen Funktionen geben solle, das war Ebenezer Howard bei der Gartenstadt. Die ist ganz strikt in Funktionszonen aufgeteilt. Und von dort hat es Le Corbusier übernommen und er hat es natürlich populär gemacht in der Charta von Athen, die dann ja erst 1943 publiziert wurde, mit der Aufteilung in Funktionen. Und dann war die Funktionsbestimmung für eine, ich sage mal, eher legislativ, also über Gesetze operierende Stadtplanung ganz praktisch, um bestimmte Dinge zu regeln, wenn man nicht durch einen wirklichen Bebauungsplan etwas regeln wollte.

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Das heißt, dieses Mittel, Flächen, Boden aufzuteilen nach Funktionen war einfach ungeheuer simpel und gleichzeitig auch pragmatisch. Und letztendlich ist natürlich auch dieser Glaube, die Moderne müsse so sein, wie die Avantgarde das gesagt hat, der hat natürlich auch noch mit dazu geführt, das dann auch wieder zu verbreiten. Und da haben wir viel zu lange zum Beispiel an dieser Ideologie der Funktionstrennung festgehalten.

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Das Absurde ist, dass wir zwar heute sagen mit der Leipzig-Charta, wir wollen die gemischte Stadt, die dichte Stadt, die europäische Stadt. Wir haben in Deutschland aber immer noch eine Baugesetzgebung, nämlich in der Baunutzungsverordnung, die aus den 60er-Jahren stammt, wo alles schön in der Flächenaufteilung in Funktionen aufgeteilt ist. Das heißt, da geht es nicht primär um Baudichten oder um Raumschaffung oder sonst was, sondern da geht es darum, zu sagen, hier ist Wohnen so intensiv, da ist Wohnen ein bisschen intensiver, da ist der Verkehr, da habe ich Arbeiten, da habe ich Einkaufen. Und dann habe ich ein gemischtes Gebiet, und auch da ist dann einiges so geregelt, dass ich nicht mischen kann, wie es die Stadt vielleicht wirklich braucht. Das sind sozusagen Folgen all dieses Avantgarde‑Zonierungsdenkens. …

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eigentlich die Tragik, das Dramatische, das Katastrophische an dieser funktionsgetrennten Stadt ist, deren Entstehung wir diesen modernistischen Ideen verdanken. Wenn Sie sich da mal eine Stadt rauspflücken, weshalb wollen wir eigentlich von diesem Modell weg? Was ist das Schlechte daran?

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dass eine ganze Stadt dieser Funktionstrennung entspricht, weil ich sagen würde, dann würde die Stadt gar nicht funktionieren. Also, es gibt ein paar Städte, was weiß ich, die englischen New Towns, Milton Keynes, dann noch in den 70er-Jahren, die nach diesem Prinzip geplant wurden, auch die haben sich dann nicht ganz so streng entwickelt. Aber was wir heute oft haben ist ja ein relativ gemischter Stadtkern mit Erweiterungsgebieten.

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Wenn wir einfach mal Dortmund nehmen, da hat man das mittelalterliche Dortmund, dann die 19.-Jahrhundert-Erweiterungsgebiete, wo sehr viel Unterschiedliches passiert. Und dann sind es eigentlich die Andockplanungen des 20.Jahrhunderts, sprich die neuen Großsiedlungen am Rande, die dann nur Wohnsiedlung sind, oder die durchgeschlagenen Autobahnen, die natürlich nur Verkehrsweg sind, und das auch nur für das Auto. Eine normale Straße in der Stadt ist ja für Fußgänger, Radfahrer, Autos, und man macht nicht nur Bewegung dort, sondern man steht auch vor dem Schaufenster, man spricht mit jemandem. Also, der Straßenraum ist ja was ganz anderes, als ein reiner Mobilitätsraum, wie das die Autobahn ist. Und dann haben sie wieder strikt davon getrennt die Erholungszonen, die wir heute gern auch gleich als Naturschutzgebiete sehen.

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Wenn Sie umgekehrt denken, wie ein Park, wie der Central Park in New York ganz eng verknüpft ist auch mit der umliegenden Bebauung, mit der umliegenden Nutzung, ist das eben gerade nicht die getrennte und wiederum isolierte Naturzone.

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Also, wir haben viel diese Flächen, natürlich das Schlimmste die Gewerbegebiete am Rand der Stadt, wo wir heute das Gewerbe, was gut in einem Innenhof im Stadtbereich sein könnte, nach außen drängen, sodass ich dann die Folge habe, wenn ich da beim Schreiner etwas kaufen will, muss ich das Auto nehmen, um dahinzufahren. Stattdessen könnte ich es – in einem Quartier, wo ich eine Blockrandbebauung habe und im Hof auch eine Schreinerei unterbringen kann – stattdessen könnte ich es eigentlich um die Ecke haben, wenn ich es funktionsgemischt hätte.

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ist ja diese Kritik an dieser funktionsgetrennten Stadt eigentlich relativ alt inzwischen. Sie sind 1965 geboren, da war der Essay von Alexander Mitscherlich schon auf dem Markt, „Die Unwirklichkeit unserer Städte“, das ist ein berühmter Essay gewesen jener Jahre. Und auch, es gab das Buch von Jane Jacobs, „The Death and Life of Great American Cities“. Da hat sie schon damals eigentlich moniert, dass diese Funktionstrennung schlecht sei, weil eben der Straßenraum mehr sein soll als etwa nur eben eine Trasse für Verkehr, sondern dass da eben diese Begegnungszonen stattfinden, von denen Sie jetzt gesprochen haben, also eine irgendwie gemischte Stadt.

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warum ist es eigentlich so, dass es so lange gedauert hat, bis wir von der Idee weggekommen sind und wie bauen wir die Städte jetzt sinnvoll um, denn das Zeug ist ja alles da, das bringt man nicht so schnell weg.

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warum das so lange gedauert hat, ist tatsächlich eine Frage, wo man manchmal davorsteht und fragt sich, ob es so etwas wie eine, sagen wir mal, geistige Trägheitszeit gibt. Auf der anderen Seite finden Sie heute es überall, dass für die städtischen und auch neu zu planenden städtischen Gebiete die Forderung gibt, funktionsgemischt, funktionsvielfältig zu planen. De facto wird es aber auch noch viel zu wenig gemacht.

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Das heißt, in der Theorie wissen wir es jetzt seit 50, wenn nicht sogar 60 Jahren.

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In der Praxis wird es versucht seit 30 Jahren, aber immer nur wieder in Ansätzen umzusetzen. Und oftmals ist das dann auch so eine, ich sage mal, Investitionsscheu.

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Ich spreche manchmal mit Wohnungsbauunternehmen, die sind halt gewohnt, ihr Standardmodell der Doppelhaushälfte anzubringen auf irgendeiner Baufläche, weil sie wissen, das kriegen sie verkauft. Aber jetzt zu sagen, na gut, ich probiere doch einen städtischen Bebauungstyp, der ein bisschen mehr in die Höhe geht, den Blockrand schließt, wo ich unten auch anderes unterbringen kann, vielleicht sogar Gewerbe im Hof. Da sagt jeder, ja, da könnte ich vielleicht sogar die doppelte Ausnutzung von haben, sprich es ist eigentlich ökonomisch lukrativ, aber weil ich seit 20 Jahren weiß, das andere Modell verkaufe ich gut, denke ich nicht darüber nach. Also, es gibt da so eine Strukturlangsamkeit auch, und da gibt es viele Gründe.

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Historisch gesehen, wenn man dann noch mal zurückschaut, ist es eigentlich geradezu absurd, man kann sagen, wirklich tragisch, dass die Kritik an der Funktionstrennung und auch die Kritik an der viel zu lockeren und auch der autogerechten Stadt um 1960 mit allen Argumenten eigentlich voll da ist – und die wirklich großen Stadtzerstörungen und -sanierungen dann erst anfangen, die kommen in den 60er- und 70er-Jahren. Ich finde das insofern auch immer ganz wichtig, das zu zeigen, als man sehen kann, dass es eben auch in den 60er-Jahren nicht einen Mainstream gab oder nur eine Meinung oder eine gar historisch notwendige Entwicklung nach dem Motto: Wir haben ja damals nicht anders gekonnt. Das hören Sie heute öfters noch von älteren Planern, man habe halt damals Großsiedlungen gebaut, man hätte es nicht anders gekonnt. Es gab andere Stimmen, aber man wollte sie nicht hören.

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das Immobilienkapital, diejenigen, die investieren in den Stadtbau, die bestimmen zu sehr das Feld und die Stadtbaupolitik, die ja in der Lage ist durch Gesetzgebung, durch Vorschriften, durch allerlei Auflagen den Städtebau zu regulieren, die hat sich zu wenig da eingemischt?

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Im 20. Jahrhundert ist eher das Problem, dass über planerische und staatliche Regulierungen die Stadt zu sehr kaputtgemacht wurde, nämlich in gewisser Weise durch falsche Regulierung. Also, die Zonierung hat ja nicht die Privatwirtschaft erfunden, sondern das haben sich ein paar Fachleute ausgedacht und das wurde dann staatlich – am besten sogar, am radikalsten in den sozialistischen Ländern –, wurde staatlich oder kommunal umgesetzt.

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Umgekehrt, wenn Sie historisch mal ganz in die Breite schauen, schon in der Antike, aber auch Mittelalter, frühe Neuzeit: Städte sind ja eigentlich vom vielfältigen Privatkapital geprägt. Da gibt es viele Eigentümer, die Interessen haben, die dann auch bauen und sich zu Gesetzen zusammenfinden, und das aber die Geburtsstunde eigentlich auch des Bürgertums ist und auch der republikanischen oder demokratischen Freiheiten in der Gesellschaft.

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Und so würde ich auch heute denken, eine falsche staatliche oder kommunale Planung ist fast noch schlimmer, als wenn man mehrere kleinere Private etwas machen lässt, denn eigentlich tendiert das private Investitionskapital dazu, Boden doch maximal auszunutzen, möglichst vielfältig Dinge geschehen zu lassen, in einen Austausch zu kommen mit den anderen. Und insofern müsste heute die staatliche Regulierungspolitik bei der Stadtplanung eigentlich schauen, dass sie dem Markt solche Gesetze gibt, dass tatsächlich mehrere, viele, kleine Private tatsächlich Häuser in der Stadt machen können und Städtebau betreiben können.

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Das größte Problem sind wahrscheinlich die Fonds, die in Immobilien investieren, an denen sie nach fünf Jahren schon kein Interesse mehr haben, wo natürlich dann auch eine Bauqualität rauskommt, die sich nach fünf Jahren mehr oder weniger amortisiert haben muss und wo es dann wurscht ist, wie es aussieht, und es kann dann auch kaputt gehen. Das ist natürlich das Tragischste, und bei solchen Großinvestitionen, die natürlich meistens über große Wohnungsbaugesellschaften dann laufen, da muss die Stadt die entsprechende städtebauliche, funktionale und auch gestalterische Regulierung wirklich streng vorgeben. Dann würde ich aber wiederum auch sagen, muss man letztlich ja nicht gegen das Kapital arbeiten, sondern das Kapital in die richtige, nämlich die kommunal und städtisch gewünschte Richtung leiten. …

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Da gibt es ja jetzt zwei Städte, die wir als Beispiel vielleicht mal anführen können, München und Wien. Die sind ja insofern in der Stadtbaupolitik interessant geworden, weil München also etwa vorschreibt, wenn Sie eigene Grundstücke haben, dass da – durch die sozialgerechte Bodennutzung nennt sich dieses Prinzip – Wohnungen entstehen die auch leichter finanzierbar sind, die also gedeckelt sind von der Preisstruktur.

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Die Vorschrift ist, dass sozial gemischte Viertel entstehen. Und in Wien ist es noch mal etwas anders, das wissen Sie wahrscheinlich jetzt besser als ich, aber auch da wird oft gesagt, also, weil ein Großteil des Immobilienbesitzes in städtischer Hand ist und der Sozialwohnungsbau wesentlich stärker vorangetrieben wurde, als das in Deutschland der Fall ist, wo wir ja einen großen Verlust von Sozialwohnungen zu beklagen haben, dass in diesen beiden Städten also etwa dieses Prinzip einer sozialen Mischung eigentlich auf positive Weise befördert wird, weil die Städte etwas in die Hand nehmen.

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Das Münchener Modell ist, sagen wir mal, sehr fein austariert. Und das gibt es ja in verschiedenen Städten, dass also ein bestimmter Sozialwohnungsanteil einfach gefordert wird, auch bei größeren Bauvorhaben. Das halte ich auch für dringend notwendig. Und das Wichtige ist, dass dann aber auch geschaut wird, dass es sowohl im Quartier und eventuell auch im Haus entsprechend verteilt ist, dass sich nicht doch wieder eine Partial- oder Teilsegregation da abbildet. Wien hat, da beneidet heute Wien jeder drum, eben den sozialen Wohnungsbau aus kommunaler Hand nie weggegeben und hat das nie aufgegeben und das ist natürlich ein riesiges Pfund.

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Ich verstehe eigentlich überhaupt nicht, weshalb wir heute bei der Frage des sozialen Wohnungsbaus fast ausschließlich über Finanzmittel, die dann an Dritte gegeben werden vom Staat, oder auch Gesetzgebung operieren, und nicht auch zu dem Mittel greifen, was beispielsweise Wien in den 20er-Jahren ja wirklich vorbildlich gemacht hat und was heute in der Architektur und Städtebaugeschichte hoch geschätzt wird, nämlich tatsächlich hochwertige Immobilien selbst zu errichten und dauerhaft zu behalten und zu besitzen.

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Also, für mich macht es auch überhaupt keinen Sinn, warum man sagt, ich investiere jetzt in Sozialwohnungen, die Neubauwohnung ist ohnehin immer die Teuerste. Das muss dann so billig sein, dass es eigentlich nicht geht. Und nach zehn oder 15 Jahren fällt das dann aus der Bindung raus, und dann, ich sage mal absurd, kann man die heute schäbig gebaute Wohnung, weil sie muss ja extrem billig sein, damit sie überhaupt eine Sozialmiete hat, dann kann man die noch zu teuren Preisen wieder verscherbeln und vermieten. Das heißt, da würde ich lieber schauen, entweder Wohnungen, die auch ein gewisses Alter haben und deswegen vielleicht günstiger sind – und Sie wissen selber, die Altbauten, gerade in den genannten Städten, sind oftmals sogar sehr beliebte –, die vielleicht für Sozialwohnungen zu akquirieren. Oder andersherum, wenn ich heute neu baue, das wirklich in einer städtebaulich und architektonisch und konstruktiv hochwertigen Weise zu machen und das dann aber langfristig auch in der Sozialbindung zu halten. …

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wenn wir mal etwas näher sozusagen aus unserer Vogelperspektive auf die Stadt heranzoomen und uns mal so anschauen, wie schaut denn so ein lebendiges Viertel aus, wie schaut ein interessantes Haus aus, was diesen Maßstäben, die Sie jetzt schon in verschiedener Weise aufgestellt haben, entspricht. Also, welche Wohnarchitektur brauchen wir, damit wir diese Art von sozialer Lebendigkeit und eben nicht Unwirtlichkeit in der Stadt haben?

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wir brauchen auf alle Fälle Wohnhäuser, in denen Wohnungen mit unterschiedlichen Qualitäten drin sind. Wenn Sie ein Wohnhaus haben, da ist zehnmal dieselbe Wohnung drin, dann ist da relativ auch klar, das kostet zehnmal dasselbe und da wird zehnmal dieselbe Personengruppe einziehen, weil der Grundriss einfach gleich ist. Wenn Sie in einem Haus unterschiedliche Lagen haben, also unten, und im Erdgeschoss vielleicht nach hinten dann mit einem Garten, und oben, oben vielleicht eine Art Penthouse-Wohnung drauf. Wenn Sie auch unterschiedliche Lagen haben in der Hinsicht, dass es eine Vorderhauswohnung gibt und eine Rückhaus- oder Hinterhauswohnung, eine Wohnung zum Hof, in einem Flügel vielleicht. Dann haben Sie da schon eine unterschiedliche Ausrichtung, und ich sage mal so, der Student oder die Studentin will vielleicht gar nicht so viel Sonne haben, wie wir das heute für die Normalwohnung fordern, da ist man vielleicht froh, wenn das ein dunkleres Kämmerchen im Hinterhof, wie das lange geschimpft wurde, hat. Da kriegen Sie eine Vielfalt hin. Und dann natürlich auch unterschiedliche Wohnungsgrößen. Also, das ist ein architektonisches Grundangebot und das ist tatsächlich eine architektonische Frage, um Vielfalt überhaupt zu ermöglichen, noch bevor Sie irgendwelche Sozialprogramme machen.

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Was städtebaulich, glaube ich, ganz entscheidend ist, dass wenn wir an Wohnungsbau denken, dass wir da nicht nur an die Wohnung denken, sondern dass wir umgekehrt eigentlich ganz oben anstellen, wie schafft das Haus, das Haus mit den Wohnungen, das ich baue, einen öffentlichen Raum. Und da ist eben in all den Stadtquartieren und Städten, die wir kennen und leben, die Sache so, dass wir durch Straßen gehen, auf Plätzen verweilen. Und diese Straßen sind seitlich von Häusern bestanden, und auch um die Plätze stehen Häuser herum. Und diese Häuser begrenzen architektonisch den öffentlichen Raum. Das machen sie nicht nur durch eine nackte Mauer, sondern das machen sie mit Fassaden, die irgendetwas erzählen, die interessant sind, anzuschauen. Die erzählen überhaupt mal davon, ob dort gewohnt oder gearbeitet wird. Wenn die Fenster so ganz schematisch regelmäßig sind, dann ist das doch eher ein Bürohaus, ein Wohnhaus hat vielleicht mal einen Erker, hat ein größeres Fenster, das kleinere Fenster für die Toilette. Dann hängen da Gardinen drin und stehen vielleicht Blumen, und es sind nicht so die Standardstores wie beim Bürohaus. Und dann fängt es auch an, wie die Haustüre gestaltet ist und dann kommt eben auch die Frage der tatsächlichen Wandgestaltung.

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ein Wohnhaus ist nie eine Ganzglasfassade, weil man möchte nicht, dass einem einer beim Duschen von der Straße aus zuschaut. Das heißt, das Fenster, das öffnet sich zur Straße, aber die Wand schützt auch wieder vor der Straße, das heißt, die Fassade vermittelt eben zwischen der Öffentlichkeit des Raumes davor und der Privatheit in der Wohnung. Und, ja, die besseren Architekten schaffen es dann auch noch, dass auch die Wandfläche nicht nur einfach wärmedämmverbundsystemverblendete nackte Schimmelfläche ist, sage ich jetzt mal so provokant, sondern dass es auf der Oberfläche schöne Materialien gibt, dass es Formen gibt, wo es sich auch lohnt, zweimal hinzuschauen. Früher hat man das Ornament genannt, das Dekorum war das in der Theorie der frühen Moderne, des 17., 18., ja doch, 19. Jahrhunderts, also die Angemessenheit des Schmucks für das, was das Haus tatsächlich darstellt. Und das kann man heute alles auch, jüngere Architekten haben auch mit Schmuck der Fassade, ich sage mal, kein Problem. Aber das gehört eben letztlich auch dazu, dass der öffentliche Raum durch die Architektur, die ja dauerhaft oder sehr langfristig da steht, angenehm anzuschauen ist.

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als Abschluss unserer Unterhaltung über diese Frage, wie eine schöne, gelungene, lebendige Stadt auszusehen hat, die noch wichtige Frage stellen, ob sich denn eigentlich nur ökonomisch potente Städte diesen Umbau, diese Erneuerung, diesen Strukturwandel leisten können?

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wenn wir etwa mal anschauen, München, die Amerikaner nennen es das „economic powerhouse“ von Deutschland. Da sind Gelder da, da wächst die Stadt, da werden Ressourcen mobilisiert, dann kann man eben auch vielleicht für hochwertigere Architektur sorgen, für mehr Stadtplanung sorgen.

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In Dortmund ist es, vielleicht als Gegenpol, dass müssen Sie sagen, denn Sie leben hier schon eine ganze Weile. Aber die Stadt ist geschrumpft seit den 60er‑Jahren, sie hat ungefähr 100.000 Einwohner verloren, sie hat den Strukturwandel zu bewältigen gehabt oder muss ihn immer noch bewältigen, weg von Kohle, Stahl, Bier, hin zu irgendetwas Neuem. Aber es scheint nicht so ganz geglückt zu sein, die Arbeitslosigkeit ist hoch und eben das Stadtbild ist so, wie es ist, und aus meiner Sicht jetzt nicht besonders attraktiv. Also, deshalb die Frage, wenn wir diesen Strukturwandel gestalten wollen, den Umbau der Städte, wie kann das Ganze finanziert werden?

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Es ist ja immer die Frage, was mit dem Kapital passiert, was da kommt. Und Sie können natürlich auch mit großem Kapital noch bestehende schöne städtische Strukturen kaputtmachen. Die Gefahr besteht durchaus, auch für München, weil es schöne städtische Strukturen hat, ich habe in München angefangen zu studieren und liebe die Stadt sehr. Der Strukturwandel ist hier in Dortmund allerdings seit 20 Jahren, 30 Jahren so voll im Gange, dass wir tatsächlich jetzt auch städtebaulich schon wirkliche Früchte sehen.

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Wenn Sie nachher vielleicht noch mal rauskommen zum Phoenix-See, ein wirklich fantastisches neues Entwicklungsgebiet. Städtebaulich hätte man da bei den Villen es noch ein bisschen besser auch machen können, aber wenn Sie das mit früher vergleichen, erkennen Sie das überhaupt nicht wieder. Also der Technologiepark, der sich im Anschluss an die TU Dortmund entwickelt hat. Das ist auch ein ökonomischer Faktor hier in der Stadt, da entwickelt sich Dortmund. Dortmund hat im Moment fast das Glück, dass es nicht von all zu großen Projekten überhäuft wird, die aufgrund ihrer Größe unstädtisch sind. Also, wenn Sie mit einem Dinosaurier auf die Stadt trampeln, da machen Sie die kaputt. Da hat wahrscheinlich München sogar eher mit zu kämpfen.

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Insofern würde ich sagen, ja ohne dass ökonomische Kraft da ist, findet kein Städtebau, Städteneubau oder auch kein architektonischer Neubau statt. Aber zu heftig, was weiß ich, wenn Sie an die Megacitys in China oder auch im arabischen Raum denken, wenn es zu heftig kommt, muss auch nicht unbedingt eine gute und funktionierende städtische Struktur herauskommen.

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Und dann gibt es zu Recht doch auch die Städte, die mal mit einer schönen vorhandenen Struktur durch vielleicht sogar 100, 200 Jahre ökonomische Stagnation hindurchtauchen, wo wir heute extrem glücklich sind, dass wir die noch haben, und dann werden die plötzlich wieder sehr geschätzt.

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Was weiß ich, Soest ist so eine Stadt hier in Westfalen, lag am Hellweg, war fast so bedeutend wie Dortmund, aber da ist dann später nie etwas passiert, und da kommen Sie heute hin und haben eben eine wunderbare Altstadt, Kleinstadt, die so eine Qualität hat, dass dann manche dann überlegen, dort zu wohnen und lieber woanders hin zu pendeln. Ohne Kapital passiert nichts, aber zu viel Kapital kann gerade feingliedrige städtische Strukturen auch kaputtmachen.

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Dietmar Moews meint: Es hat mich sehr gefreut, die beiden „Stadtbaukünstler“ im Staatsfunk zu hören – den Architekturtheoretiker Wolfgang Sonne im Gespräch mit Jochen Rack – auch wenn sie mit Wiederspiegelungstheorie und anderen Plattheiten einige „Striche“ von mir bekommen mussten. Es scheint mir allein das Stichwort „Zerstörung der Städte“ sowie weg vom Vulgärmaterialismus, dass nicht Finanzierung und Kapitalismus, sondern Gestaltungswille und Kunstwille, Wachheit und Mut maßgeblich sind, wie die Stadtbaukunst aufblüht oder vertrocknet.

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Die strukturelle Fehlentwicklung, dass in Deutschland eine zu hohe Quote an „DIENSTKLASSE“ die Verhinderungsfunktionen bedingen, kann nur durch staatspolitische Umsteuerung geheilt werden:

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In Deutschland ist die Quote der Dienstklasse – die Berufsschweiger und Verhinderer – viel zu hoch; sie geht gegen 50 % aller Erwerbstätigen (im Vergleich in Italien sind es 5 bis 8 Prozent, da wird nicht so sehr verhindert, da wird eher nichts gemacht).

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Stadtbaukunst heißt das Fremdwort, das beim Architekten-Studium hervorzuheben wäre. Dabei wäre das Prinzip der BAUHÜTTE und des Lernverhältnisses von MEISTER und SCHÜLER neu zu entfalten.

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Kölner Stadtbaukunst am Breslauer Platz

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Bauhaus 1919 und heute als Qualitätskunst der modernen Welt

Januar 8, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8828

am Mittwoch, 9. Januar 2019

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1941: Julius Ralph Davidson (geb. 1889 Berlin) baute Pacific Palisades für Thomas Mann in Los Angeles.

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Bauhaus 100 JAHRE – so labelt die angemaßte völlig überflüssige deutschistische Bundeskulturgestaltungsmacht eine überhaupt nicht nationale oder nationalistische Leistung mit modernem Menschbild.

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Das Bauhaus genannte Gestaltungsschulprinzip wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar ausgerufen – Gropius war Architekt.

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Wer heute eine alberne Hypothese in den Raum stellt, nur um sie dann umzuwerfen, diskutiert aktuell die deutsche SALONPERSONNAGE und all die überflüssigen Dienstklassenkünstler an Universitäten und der massenmdialen Kulturindustrie gerne das Wort BAUHAUS, worin BAUHÜTTE anklingt, wo folglich Arts and Crafts drinsteckt, schließlich PURISMUS bis BRUTALISMUS genannter amorpher Stahlbetonbau.

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Dabei ist das Bauhaus eine sehr einfache Zündkraft, die zahlreiche hochbegabte Leute aus aller Herren Länder zusammenkommen ließ.

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Die Unsinnsthese lautet:

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Das Bauhaus ist keine neue Idee, sondern das Bauhaus geht aus aller Vorgeschichte, von Russland bis Holland, von Schweiz, Österreich, Frankreich, Indien bis über USA wieder zurück und noch in Lehmbauten Nordafrikas hervor; dazu Texte und Labeling im Kontrast zur eisenhölzernen Teakholzvelours-Meubleage der Kaiserzeit an deutschen Akademien.

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Dass es zu einer „zweiten Moderne“ kam, besonders in der Architektur, auf die Bauhaus-Gründer Gropius so Wert legte, war eine internationale Erscheinung, die mit den aufkommenden bautechnischen Möglichkeiten des amorphen Betonbaus und des Stahl- und Spannbetonbaus aufkam: Art Brut (auch Brutalismus) entspringt nicht dem Weimarer Bauhaus.

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Das Bauhaus ist eine sozio-künstlerische, marktwirtschaftlich orientierte Schulabteilung an der längst bestehenden konventionellen Kunstschule Weimar, die vom Möbeltischler zur Tänzerin, vom Filmregisseur zum Photographen, vom Maler zum Architekt und Kunst-Prosaist, zum Gärtner und Glasbildhauer, hochbegabte ehrgeizige junge Meister und dazu begehrliche Scharen von Bauhaus-Schülern anlockte.

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Herauskamen Meisterwerke der Kunstmoderne, die inzwischen als Klassiker historisch fortdauernden Rang haben. Das sind einzelne Stile, das sind moderne Werkstoffe, das sind dialogdemokratische Sozialideale, das meist durchaus spirituell angehauchte Paganen, die keine Auftraggeber bei den christlichen Kirchen suchten – dennoch solche ausführten.

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Also: Der Hinweis auf das Zugewachsene von Überall, natürlich Traditionen, natürlich Abhängigkeiten, aber auch Sezession und Veränderlichkeiten, Neuerungen. Schließlich wurde die Manufaktur der Bauhäusler sehr bald zu maschineller Ästhetik, von Art Deko bis Freischwinger-Sitzelemente, von Holzbau zu Betonbau, von Konfektion zu Prototyp.

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Dietmar Moews meint: Ich kann ein Potpourrie von höchst interessanten und fruchtbaren Unikaten der Bauhausmeister aufzählen, wo immer eines stimmt:

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das Genie zum Planziel.

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Doch wer nicht Le Corbusiers Gebäude und des Aachener Mies von der Rohes Weißenhofsiedlung, des Bremers Hans Scharoun mit der Siedlung Onkel Toms Hütte in Berlin oder Joseph Hoffmanns Jugendstilmöbel oder die MacIntosh-Stühle oder El Lissitzky und Alexander Dorner oder Oscar Niemeyer in Brasilia, László Moholy-Nagy aus Ungarn als essentielle Leistungen dieses „modernen Aufbruchs“ sieht, hält dann ein abgespecktes bzw. armes Walter Gropius-Wesen für eine BAUHAUS-EPOCHE.

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Der Begriff BAUHAUS trägt nicht, wenn man die internationalen Neuigkeiten des angehenden 20sten Jahrhunderts subsumieren möchte. Piet Mondrian war keine Folge von Walter Gropius. Alexander Dorner war keine Folge von El Lisitzky.

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Wer über die Ziele diskutieren möchte, sollte das tun.

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Wer mit Bauhaus eine deutsche Anmaßung feiern will, macht sich lächerlich.

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Wer nicht anerkennt, dass Bauhaus eine aus allen erdenklichen Gewerken zusammenkommende Sezession gegenüber Historismus und sogenannter klassischer Geschosshöhen, Renaissance im reaktionären Geist, ist, wo sich Junge von den Etablierten absetzte, verirrt sich in Vielfalt und Gleichzeitigkeiten. Wo die Königliche Kunst-Akademie Dresden noch den Reichstagsarchitekten Paul Wallot und den expressiven Sekundärarchitekturmaler Otto Gussmann als maßgebliche Führer etablierten, kniffen sich handgemachter Jugendstil und bauhäusliche Zweckform als Art Deko. Man sieht, dass Rechthaberei nur dumm ist.

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BAUHAUS ist so sehr international wie seine Spitzenkünstler. Bauhaus ist so wenig Stilismus, dass eine Reihe, mit Romanik, Gothik, Renaissance, Barock, Rokoko und dann vielleicht auch noch als Zeitgeist, Philosophie, Architektur, Kunst, Musik, Literatur, nicht zu fokussieren ist.

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Auf die Bauhausmusik warte ich heute noch – etwa Talking Heads oder Tuxedo Moon? – dass die Malerei der Neuen Sachlichkeit so wenig Bauhaus ist, wie die Farbkästchen-Aquarelle von Paul Klee oder Gotthard Graubner bis Mark Rothko – aber die neue Sinnlichkeit von Dietmar Moews, dem Deutschen Künstlergelehrten, die besorgt es den Brotkünstlern und Philistern der Salonpersonnage ganz eindeutig, denn:

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Daniil Trifonov Genieklavier

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Es geht um großartige Kunst – etwas durchaus Elitäres.

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Es geht nicht um JeKaMi, wie angeblich bestimmte Salonkommunisten es mit Joseph Beuys mal vorstellten, Kunst sei, was Beuys (oder jeder andere, etwa Wilfried Schmickler) dazu erklären.

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Dietmar Moews meint: Warum will man nicht den Schulnamen von 1919, Bauhaus Weimar feiern?

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Davon versteht doch die angemaßte Bundeskunst-Staatssekretärin Monika Grütter nichts.

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Ich kann Farbtafeln von Otto Nebel wie von Gertrud Grunow ebenso studieren, wie rassistische Papiere von Johannes Itten; kann die Werke von Bruno Taut und seine sozialen Wohnsiedlungen, in Berlin-Onkel Tom und Magdeburg-Crakau, loben. Ich kann auch Gartenhofhäuser am Stuttgarter Killesberg oder Tessenows Siedlungen und die Festspielanlage von Dresden -Hellerau feiern. Ob da jetzt Arts and Crafts aus London, De Styl aus Niederlande oder Suprematismus aus Moskau, ob Konstruktivismus oder Betonbrutalismus von Le Corbusier, ob expressionistischen Tanz der Hannoveranerin Mary Wigman beim Bauhaus preisen, was Vorurteile relativeren will.

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Das ist Alles weder kommunistisch noch großkapitalistisch, nicht kleinbürgerlich noch militärisch oder christlich – Bauhaus ist nicht einmal orthodox.

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Ob also Drahtstühle von Herman Miller oder Charles Eames, oder das erste ausgeweißte Bildermuseum mit Petersburger Hängung und brokatbespannten Farbwänden von Alexander Dorner erstmalig im Hannoverschen Landesmuseum mit einem „abstrakten Kabinett“ „modern“ eingerichtet wurde, nährte und veranlasste in der Folge die ganze moderne Welt zur Nachahmung. Der moderne Impetus, gab den aufkommenden Talenten ihre Vision von Freiheit und Vorurteilskritik – wie man bei MARTIN HEIDEGGER vom „Gestell“ lesen kann (und was der Salonpersonnage des heutigen Moderne-Spießertums stinkt):

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„Das Dasein steht hinaus in das mögliche Sein.“

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Ein Haus ohne Dach ist vernünftig, wenn es warm ist

November 27, 2015
Lichtgeschwindigkeit 6070

Vom Freitag, 27. November 2015

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Hier folgt eine Paraphrase auf LEW SCHESTOW:

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Was Kunst ist, lässt sich in jedem Metier mit Beispielen erkennen. Es läuft immer wieder auf das selbe hinaus – nämlich ein Künstler muss etwas machen, das nicht Nichtkunst ist. Der Künstler darf nicht irgendetwas machen, ein Quasi-Chaos oder nicht einen Stuhlgang in die Ecke kacken, wie es Beuys nicht besser einfiel:

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Kunst ist eben die Kunst, Sinn ins Werk zu bringen.

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Und so komme ich zu dem einfachen Beispiel – aus der Kunst der Architektur:

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„Ein Haus“.

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Und wir werden gleich sehen, ob wir Architektur kennen – ob wir einen Architekten kennen – nach bedacht des Beispiels:

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Das Beispiel lautet:

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Ein Haus ohne Dach taugt zu nichts“ – es leuchtet oberflächlich ein.

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Doch jetzt:

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Die Nutzlosigkeit auf Unnötigkeit eines Gedankens

gar einer ganzen Reihe, eines Systems von

Gedanken, ist kein hinreichender Grund, sie zu

verwerfen. Ist der Gedanke erstmal da – muss ihm

Tür und Tor geöffnet werden. Versperrt man ihm den

legalen Zugang, wird er mit Gewalt eindringen oder

insgeheim sich einschleichen: Der Gedanke nimmt keine

Rücksicht auf die Gesetze von Ehre und Moral.“

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aus Lew Schestow „APOTHEOSE DER GRUNDLOSIGKEIT“

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Nun geht das Beispiel weiter:

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Das Haus mit Dach hat Prinzipien, Schlussfolgerungen und bestandhaltige Überlegungen – ja, wer in Häusern lebt, kennt davon jede Menge.

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Aber:

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Doch auch ohne Ofen kann das Haus seiner Bestimmung nicht genügen.“

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Dietmar Moews meint: Die sinnlichen Anhaltspunkte im Beispiel sind das Dach: Es regnet – ich werde nass, aber auch der Ofen: Damit es drinnen warm sein kann.

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Der sinnliche Anhaltspunkt ist aber auch das warme Herz.

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Und da liegt die Kunst beim Haus:

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Hat es zwar ein Dach und einen Ofen – aber das Herz ist kalt, dann ist das ganze Konzept Haus ungenügend und keine Kunst.

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Und aufs Ganze gesehen muss das Haus ein warmes Herz machen.

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Macht das Haus mit Dach kein warmes Herz, aber ein Haus ohne Dach macht ein warmes Herz, so ist das Haus ohne Dach Kunst.

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Wer also sein Wissen, Überlegungen, Schlussfolgerungen, Argumente und Bausteine verbaut, schließlich aber das Herz dabei verleugnet, dem nützen auch Dach und Ofen nicht, wenn der Ofen, der das Herz wärmt, fehlt.

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11. 11. 11 Uhr 11 Echte Fründe in Kölle mehr als Suff und Klamotten

November 11, 2014

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am Dienstag, 11. November 2014

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Der Dombaumeister Michael Hauck wurde auf kölsche Art weggemobbt – der Turm hat einen Knick

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Als Kölner erlebt man am 11.11. um elf Uhr den Trompetenstoß (an fast jeder Straßenecke in Kneipen und davor, wo die Raucher im Regen stehen) – und nicht lange danach erklingen die ersten Rettungswagen und Polizeisirenen – für Stimmung wird immer gesorgt – Türken? Ausländer? Salefisten*? sind alle dabei: Also: Session mit neuem Prinzen-Triumvirat, Döskopp un Nubbel: Echte Fründe stonn zosamme un Kölsche Mädsche könne bütze – mer weeßnich wie lange noch: die Müsch die Müsch die Müsch.

* Sale fisten, die in geschlossenen Räumen (im Saale) pupsen

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In allen deutschen Karnevalregionen wird jetzt die dunkle Jahreszeit aufgehellt. Für alle Karnevalsfremden ist die Sangesfreude und das unglaubliche Texte-Mitsinge-Vermögen:

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Helau Alaaf Aloha  – Narrenrufe von Basel bis Beckum in Westfalen.

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Dietmar Moews meint: Der Karneval, der viele Ausprägungen als Straßenkarneval hat, wird hauptsächlich und bis Aschermittwoch in unzähligen, geradezu täglich, Saalveranstaltungen gefeiert oder besser als Zeremonie durchgespielt.

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Die großen Prunkwagen-Umzüge am Rosenmontag, bewegen die Karnevalisten „nebenbei“ das ganze Jahr über, ähnlich wie die Fußballvereine nicht nur aus den Spielern bestehen, sondern auch außerhalb der Spielzeit geradezu Gemeinschafts-Kitt für alle ist. Rot-Weiße und Blau-Weiße und die verschiedenen Karnevalsgesellschaften und Veedelkarnevalisten erdulden, dass der rotweiße EFFZEH am 11. 11. nicht auf dem 11. Platz der Bundesliga steht, aber nach dem 11. Spieltag ein Torverhältnis von 11:11 Toren hat: Dat jiddet.

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EFFZEH 3:4

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Man singt und trinkt, man dichtet und organisiert, man übt und probt und dichtet zum Brauchtum und in Köln, zum rheinischen Sozialwesen zählt nur die Liebe (Höhner). Von Willi Ostermann und den vielen Musikbands, den Zeitungen und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) mitsamt allen Immigranten, denen es leicht fällt und leicht gemacht wird, dabei zu sein, ist die Antwort auf die Frage: Habt ihr Lust zu singen? eine strahlende Freude (in meiner weiteren Nachbarschaft haben nur wenige Leute den kölschen Zungenschlag – echte Fründe).

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Auch ohne Turm ein Wunder

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Der gelebte Exzistenzialismus in Köln, der öffentlich zugänglich und, zumindest nach unten, offen ist, kann die voranrasenden Jahre eines Lebens zwar auch nicht zügeln, aber bietet Fühlung (man erwähnt unter Umständen auch die vergangenes Jahr gestorbenen „Fründe“ am Heumarkt ab 11 Uhr 11) und singt: Uns jeht et joot.

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Gothische Hundeskulptur in Strasbourg

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PLATO und Haussmann bauen die „Clouds“

August 2, 2014

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am Samstag, 2. August 2014

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Was ist mit der betonierten Bundesrepublik los? Wieso wird das Land nicht sinnvoll und schön gestaltet, sondern immer nur profitabel? Welche opportunistischen Professores beherrschen eigentlich die Fächer des Gestaltens, des Garten- und Landschaftsbaus, des Designs, des Städte- und Verkehrsbaus, der Architektur und der bildenden Kunst?

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Was geschieht, wenn Macht und Wissen konfligieren?

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Plato schreibt in seiner Generalschrift: Der Staat / Politeia: „das eine ist die Heilkunst, das andere ist die Kunst Rechnung zu schreiben. Das eine ist die Baukunst, das andere ist die Kunst die Rechnung zu schreiben…“ Kurz, Plato hatte die Verkehrsregelung in einer arbeitsteiligen Lebensform, die nicht mehr auf Naturalientausch, sondern auf Geld, Kaufvertrag und Recht übertragen worden war, verstanden. Mit dem Geldmittel steht nicht mehr der natürliche Kern einer Tauschbeziehung im Vorrang, sondern der Übertragungsvorgang, das Marketing, wie man heute sagt, und die Profitziele.

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Anders aufgefasst muss die Gesellschaft, immer wenn nicht die Profitmaximierung zum Oberdesigner werden darf, sondern die Kunst des Lebens Vorrang haben soll, auch von der Gemeinschaft zu tragende Kosten, für den Profitausfall übernommen werden.

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Als Georges-Eugène Haussmann die alte Stadt Paris boulevardartig aufbließ, wurde politisch durchgesetzt, dass ein Zukunftsplan brachial in die alten Trassen und Passagen hineingeschlagen wurde. Beim klassizistischen hannoverschen Stadtbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves bliebt ein zauberhafter Stadtplan von großen gefühlten und genutzten Stadtachsen ungebaut, weil alle möglichen vorhandenen Stadtteile im Wege standen und beharrten. So geht es mit Sackbahnhöfen und Stuttgart 21, so geht es mit internationalen Flughäfen und der Elbstadt Dresden ohne Brücken.

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Die Gemeinschaft muss sich fromme Gedanken machen und das Geld ranschaffen.

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München Pasing "Am Hirschgarten-Projekt"

München Pasing „Am Hirschgarten-Projekt“-Simulation

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Wir sehen im gewachsenen München, wie man autogerechte Ringe ausbaute, wie man die alte Innenstadt als Frauenkirch-Silhouette mit Fön-Alpenblick bewahrte und Hochhausbau nicht genehmigte. Jeder, der nach München kommt, wird von der menschlich-sinnlichen Maßstäblichkeit der Stadtbesiedlung angesprochen, bis hinein hin zum Platzl, Au und Isar, der Englische Garten, alle diese Gelegenheiten der Biergärten bis zur Schlossgaststätte Leutstetten.

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Jetzt werden in der München-Pasinger Industriebrache unter dem Designerbegriff „Am Hirschgarten“ in Innenstadtnähe, eher außerhalb des Mittleren Ringes, Hochhäuser gebaut.

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Das Projekt heißt „Friends“. Bauherr ist ein Investor, der auf Profitmaximierung zielt.

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Und die Vorpromotion, laut Frankfurter Allgemeine Zeitung behauptet am 1. August 2014:

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„Urbanes Wohnen neu gedacht. Nach dem Prinzip des Teilens und nicht des Nutzens wird in München ein zukunftsweisendes Wohnprojekt entstehen, „Am Hirscharten“ / Pasing-Hauptbahnhof. …Die Planer haben sich viele Gedanken gemacht … Wir haben unsere Datenbanken im Hinblick auf Käuferwünsche analysiert und zudem bei unseren Kunden eine qualitative Befragung durchgeführt, wie sie beispielsweise in der Industrie bei der Einführung neuer Produkte gemacht wird.“, erläutert Jürgen Schorn, Geschäftsführer von Bauwerk Capital.

Gerade bei einem so außergewöhnlichen Projekt sei die klare Positionierung der Zielgruppe von entscheidender Bedeutung …“

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BLA BLA BLA in der FAZ ohne Autorenangabe – Aha!!

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Dietmar Moews meint: Was soll denn an Profitmaximierung nun das neue Konzept sein? Ist denn diesen Idioten nicht klar, was es heißt Zielgruppe? Alle Stadtbenutzer und die Bürger einer Stadt sind das Gemeinwesen – die lebende Zielgruppe.

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Wen befragt man? Diejenigen, die das Geld und ebenso Profithoffnungen investieren, die auf Azoren, in der LVA Landsberg oder auf Golfplätzen in Dubai leben..

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Ich sage es ganz klar. Wenn ein Haus ins Stadtbild eingebaut wird, verändert es die gesamte Stadt und die Lebensqualität für alle. Bauleitlinien und Stadtplanerei, Flächennutzungspläne und Richtlinien sind nicht geeignet, die Stadtbaukunst fortzubauen, weil die Künstler ja anders als Haussmann nicht einfach Rammen und Presslufthämmer ordern können.

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Konkret ist die begrenzte Hochgeschossigkeit von München ein wachsender Qualitätswert, je mehr alle anderen Städte wie Frankfurt am Main und Köln rumberserkern. Die Apartheid und Schönheit steigt mit der Unmenschlichkeit der anderen.

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Das Münchner Projekt „Am Hirschgarten“ kann nun zwar auf legalem Weg entstehen. Aber wo ist die Gemeinschaft? – doch nicht etwa die Zielgruppe Käufer?

 

Ich erwarte aber von der FAZ, dass dazu ein Architekturkritiker die Landschafts- und Stadtgestaltungslage erfasst, das Neue darauf bezieht und dazu eine systematische Wertung ausgeworfen würde, Ästhetik, Kosten, Infrastruktur, Kommunikation, Katastrophensicherheit usw. welche sonstigen guten Ideen wurden unterdrückt?

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Die Stadt Zürich hat ein Hochhausleitbild.

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Darin heißt es: Bei der Planung von Hochhäusern seien öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss und mindestens halböffentliche Nutzungen in einem der obersten Geschosse vorzusehen. Patrick Gmür, der Direktor des Zürcher Amts für Städtebau erklärt diese Vorgabe mit der besonderen Rolle, die ein Hochhaus im Stadtbild spiele. Als Merkpunkt werde es ganz anders wahrgenommen als ein herkömmliches Haus. Daher müsse es auch stärker kommunizieren mit dem öffentlichen Raum.

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Mit anderen Worten. Die eleganten Türme sollen keine autistischen Körper sein, sondern dank Läden, Restaurants und anderen öffentlichen Nutzungen ein lebendiges und urbanes Umfeld schaffen. Das Hochhausleitbild sei eine Empfehlung und keine rechtsverbindliche Vorgabe. Die Stadt könne solche Nutzungen nicht erzwingen. Rund ein Dutzend Hochhäuser befänden sich derzeit in drei Projektierungsphasen, aber in keinem davon sei ein Dachrestaurant geplant.

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Es ist festzustellen, dass insbesondere der Prime-Tower, das momentan höchste Gebäude der Stadt, bei den Zürchern sehr ins Herz geschlossen wurde, nicht zuletzt, weil die meisten schon einmal die Perspektive auf ihre Stadt genossen haben, die die 126 Meter Höhe bieten. Die Neue Zürcher Zeitung am 23. Juli 2014 berichtet mit Irene Troxler und Adi Kälin auf Seite 28: „Hochhausdächer bleiben privat. Das Beispiel des Prime-Tower mit seinen „Clouds“ macht keine Schule – obwohl Zürichs Leitbild dies vorsieht.

Das „Clouds“ im Prime-Tower hat einen eigenen Lift, feuerpolizeiliche Auflagen, flächenfressende Küchen- und Nebenräume… Das Hochhausleitbild der Stadt Zürich wurde zwar nicht von Plato, aber zu einer Zeit entwickelt, als man noch wenig Erfahrungen mit konkreten Projekten gehabt habe. Heute müsse man wohl von dieser Wunschvorstellung etwas abrücken. Denn nicht einmal der Stadt selbst gelang es, in ihrem Verwaltungshochhaus Werd ein Dachrestaurant einzurichten, weil auf eine Ausschreibung keine befriedigenden Angebote eingetroffen seien.

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Ja, Zürich lässt die gute Idee von Investoren totprofitieren und wundert sich nicht.

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Ich meine, eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, oben drauf, wie beim WTC in N. Y. N. Y. ehedem, würde es schon tun, statt eines hochpreisigen Restaurants.

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zUginsfeld am 18. Juli 2014 Mainzer Straße,nördlich Eierplätzchen,Köln Südstadt

zUginsfeld am 18. Juli 2014
Mainzer Straße,nördlich Eierplätzchen,Köln Südstadt

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Hier ging es um eine Diskussion auf dem Markt der Ideen, die von den Medien nicht erzeugt und nicht getragen wird. Was diskutieren die Architekten? Ich weiß – Rem Koolhaas macht Kongresse – lachhaftes Gestammel. Niemeyer rückt in den Blick.

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Mir ist noch sehr gut die langjährige intensive Diskussion in München erinnerlich – wo ich damals (neun Jahre malte) lebte – um den Stadionumbau oder Neubau. Architekt Behnisch und Freunde verteidigten das wunderbare Olympiagelände mit den einzigartigen Sportanlagen und Gebäuden. Die Münchner diskutierten herrlich und Alles kam auf den Tisch. Die Aktivisten trampelten ungeduldig und genervt über das laienhafte Für und Wider der Münchner Diskutanten und Interessenten.

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Das Bayern-München-UFO mit dem Schimpfnamen ALLIANZ steht nun in Fröttmanning, direkt gegenüber der Mülldeponie von Freimann, sehr sehr windgünstig und alle sind es froh. Die neuen Autobahnzubringer sind auch fertig – Uli Hoeness kann direkt von Landsberg nach Fröttmanning, ohne durch die Stadt zu müssen.

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Günter Behnischs Stadion wurde nicht untertunnelt. Es ist ein Leichtathletik Stadion im offenen Zelt geblieben, wo ich Ulrike Meyfarths 2,01-Weltrekord miterlebte – und bin es auch froh, dort acht Jahre lang meine Dauerläufe genossen zu haben. Behnisch und Frei Ottos Olympiakram rechnet sich noch heute (Olympisches Dorf und Olympia-Pressestadt ausgenommen), während viele olympische Wanderzirkusse längst in Squaw Valley sind.

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Das war schön.

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Und als dort die drei kleinen Türkenkinder im Eis des Olympiasees ersoffen – und die „Weltstadt mit Herz“ zuschaute, bis der Notarzt im weißen Kittel selbst hineinwatete und die Leichen der Kleinen abschleppte – Schwabing EXTRA – ich bin dort am Tag vorher gelaufen – ich hätte die rausgeholt, statt doof zu warten und zu gaffen (der See ist max. 1,20 m tief).

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ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

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DIETMAR MOEWS am 29. Juni 2014 in der Mainzer Straße

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