CSU-Hitlerei im bayerischen Landtagswahlkampf von Horst Seehofer

Juli 26, 2018

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am Freitag, 27. Juli 2018

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Der völlig überforderte CSU-Parteivorsitzende (und derzeitige Bundesinnenminister) HORST SEEHOFER, der seit Monaten in seiner Eigenwerbung völlig haltlos herumsprudelte, hat inzwischen offensichtlich das Maß verloren, wie er längst der CSU entscheidend geschadet hat, jetzt auch noch mit HITLER-Sprache völlig abstürzt:

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Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts (BVG), Dr. Andreas Vosskuhle (SPD) hat gestern seiner AUGUREN-ROLLE pflichtgemäß erfüllt, indem Vosskuhle die politische deutsche Nomenklatura zur Mäßigung aufrief – zitiert nach dpa vom 25. Juli 2018:

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„Anti-Abschiebeindustrie“, Herrschaft des Unrechts“ – Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, nennt die Rhetorik vor allem von CSU-Politikern in der Asyldebatte „inakzeptabel“. Auch wenn emotionalisierte Debatten nichts Neues seien, empfinde er die Diskussionen über Migration als „ziemlich schrill“.

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Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hat die Sprache von CSU-Politikern in der Asyldebatte gerügt. Ohne diese beim Namen zu nennen, bezeichnete er in der „Süddeutschen Zeitung“ zum Beispiel den Begriff „Herrschaft des Unrechts“ als „inakzeptabel“.

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Diesen Begriff hatte CSU-Chef Horst Seehofer verwendet. Diese Rhetorik „möchte Assoziationen zum NS-Unrechtsstaat wecken, die völlig abwegig sind“, kritisierte Voßkuhle.

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Zum Begriff „Anti-Abschiebeindustrie“, den CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt mit Blick auf Asylanwälte und Flüchtlingshelfer benutzt hatte, sagte Voßkuhle: „Wer rechtsstaatliche Garantien in Anspruch nimmt, muss sich dafür nicht beschimpfen lassen.“

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Voßkuhle betonte aber auch: „Das Problem des Populismus ist nicht, dass mit harten Bandagen gestritten wird.“ Emotionalisierte Debatten seien nichts Neues.

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Doch Populisten nähmen für sich auch eine Rolle als „unmittelbare Repräsentanten des Volkes“ in Anspruch. „Wer sie kritisiert, ist daher ein Feind des Volkes und muss bekämpft werden.“

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Solche Vorstellungen fänden sich bei vielen der neuen identitären und illiberalen Bewegungen. Demokratische Parteien müssten den Populisten mit „konkreten Handlungsoptionen“ Paroli bieten.

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Zur möglicherweise rechtswidrigen Abschiebung von Sami. A., der früher angeblich Leibwächter des inzwischen getöteten Al-Kaida-Terrorchefs Osama Bin Laden gewesen sein soll, wollte Voßkuhle keine abschließende Bewertung abgeben, da die Umstände noch nicht ganz aufgeklärt seien.

Grundsätzlich sagte er aber: „Gerichtliche Entscheidungen, seien sie von erstinstanzlichen Gerichten oder vom Bundesverfassungsgericht, sind von anderen Hoheitsträgern zu akzeptieren und umzusetzen.

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Andernfalls ist das ein Verstoß gegen das rechtsstaatliche Versprechen, das wir uns gegenseitig in der Bundesrepublik gegeben haben. Ein Verstoß, der nicht zu tolerieren ist.“

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Wenn der Rechtsstaat zum Beispiel durch Terroranschläge oder starke Zuwanderung unter Druck gerate, würden grundsätzliche Fragen gestellt, sagte Voßkuhle. „Das sind Stresstests unter Wirklichkeitsbedingungen.“

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Die Diskussionen über Migration wirkten auf ihn aber „teilweise ziemlich schrill und sind der Komplexität der Situation nicht angemessen“. Dabei werde vom Rechtsstaat auch etwas erwartet, was dieser nicht leisten könne.

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„Es ist eben keine Frage des Rechtsstaats, ob man es schafft, eine europäische Lösung der Flüchtlingsfrage zu formulieren. Das ist eine Frage der Politik!“ (dh/dpa)

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Dietmar Moews meint: Es scheint, als gingen den Propagandisten und Publizisten die sinnlosen Vermischungen von diversen Knoten. Personen und Events, die an sich wenig miteinander zu tun haben, täglich anzuknüpfen und propagandistisch zu verbinden – selbst wenn dabei Sinnlosigkeiten hochgejazzt werden:

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Was hat ein angeblicher Bin Laden-Leibwächter (bekanntlich war Usama Bin Laden ein CIA-Agent) mit der aktuellen SEEHOFEREI zu tun, wo es nur darum geht die AfD in Bayern rechts zu überholen.

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Der BVG-Präsident Dr. Andreas Voßkuhle hat sehr prägnant eingegriffen und ihm gebührt Gehör.

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Die Bräsigkeit des unsensiblen SEEHOFER kann man nur noch kopfschüttelnd abtropfen lassen – denn heute erklärte SEEHOFER, es sei mal Mäßigung angesagt.

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Welch ein esoterischer Ausdruck des intrinsischen SEEHOFERS, der die letzten Wochen im Bayernwahlkampf besser in Schwimmflossen aufzutreten. Vielleicht gibt ihm das eine Erweckung, ein Entfremdungssignal, damit seine GELTUNGSLOSIGKEIT dezenter ans Ende getragen werden kann und damit den Gesamtschaden abzumindern:

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Der SEEHOFER-Begriff „Herrschaft des Unrechts“ ist derart stark, dass die CSU nicht daran vorbeikommt, dass hier von der eigenen REGIERUNG die Rede ist. So eingeschätzt, hätte SEEHOFER längst zurücktreten müssen und hätte sich die CSU aus der Großen Koalition zurückziehen müssen. Denn selbst in der „HERRSCHAFT DES UNRECHTS“ zu regieren ist als Wahlkampf-Attribut ausreichender Grund, nunmehr aus der bayerischen Staatsregierung vertrieben zu werden.

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Nun nennt SEEHOFER den VOSSKUHLE „Sprachpolizei“.

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Europäischer Staatsakt und Heimgang von Bundeskanzler Helmut Kohl am 1. Juli 2017 in Strassburg

Juli 1, 2017

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Vom Samstag, 1. Juli 2017

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US-Präsident Bill Clinton spricht in Strassburg, 1. Juli 2017

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Musik spielte ausgewählt schlicht Schubert und Beethoven. Ein Europa-Blau-gehüllter Sarg, ein großes Alters-Portraitfoto mit Trauerflor, mittig ein unförmig dicker knallroter TOTENKRINGEL (Vollgesteck roter Rosenblüten mit zwei weißen Schleifen „MAIKE“) zum Europablau, links und rechts Heimat-Kränze.

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Die Redner fanden Worte für eine europäisch-integrative Weltpolitik der Zukunft, für die Helmut Kohl als historisches Beispiel hingestellt wurde. Hier zeigte sich der Wert für diesen STAATSAKT in STRASSBURG, dessen europäischer Stempel die europäische Selbstreflektion belebt.

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Der italienische EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani begann, die EU-Führer aus Brüssel, der Pole Donald Tusk und der Luxemburger Jean-Claude Juncker sprachen, US-Präsident Bill Clinton, der russische Ministerpräsident Dimitrij Medwedew, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Die erste Ehefrau Kohls, Dr. Hannelore Kohl, wurde ehrend erwähnt, ebenso die zweite Ehefrau und Witwe Dr. Maike Kohl-Richter. Der Nachfolger Kohls im Kanzleramt, Gerhard Schröder, war nicht anwesend.

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Kohls beiden Söhne nahmen auch nicht am EU-Staatsakt  und nicht am Requiem in Speyer und nicht an der Beisetzung teil.

 

TRUMP, PUTIN, Gorbatschow, ERDOGAN, Gerhard Schröder waren nicht dabei.

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Die EU-Regierungschefs waren im Strassburger Parlamentssaal anwesend, auch die Britin Theresa May, auch Benjamin Netanjahu aus Israel.

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DLF.de dokumentiert am 24. Juni 2017 einen DLF-Beitrag eines SPIEGEL-Autors Markus Feldenkirchen, der von „Würdelosigkeit im Trauergeschehen“ kommentiert:

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…Würdelose Situation. Um es klar zu sagen: Was seit Kohls Tod geschieht hat bestenfalls RTL2-Niveau. Die Umstände dieses Todes sind an Würdelosigkeit, an Tragik und Traurigkeit kaum zu unterbieten. … Dazu gehört, dass eine Boulevard-Zeitung sich dieser Tage als exklusiver Medienpartner für Todes-, Begräbnis- und Vermächtnis-Fragen versteht, was zu einer bisweilen schlüpfrig-pathethischen Berichterstattung führt. Spätestens als der Ex-„Bild“-Chefredakteur, Kai Dieckmann, vorigen Freitag Kohls Sohn Walter die Tür des Oggersheimer Bungalows öffnete, um ihn nach Jahren der Kontaktsperre zu dessen Vater zu lassen, wenn auch nur zu dessen Leichnam …“… „Kohl-Gedenken – Ein Trauerspiel. Man könne nur noch Mitleid haben mit Helmut Kohl, kommentiert Markus Feldenkirchen im Dlf. Eine solch verkorkste Hinterlassenschaft, ein solches Drama, privat wie politisch, habe der Altkanzler nicht verdient. Fast scheine es, als sei er aus der Welt geschieden, ohne seinen Frieden mit ihr gemacht zu haben….“

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Nach Hubschrauber-Überführung in die Pfälzer Heimatstadt, nach Ludwigshafen, Auto-Schnell-Transfer zum Rhein Reffental, wo einige Bürger zuschauten, Schiff-Tour-Überführung des Sarges auf der MS Mainz, nunmehr mit der deutschen Flagge verziert und Halbmast-Beflaggung, von Ludwigshafen 5 Kilometer nach Speyer zum alten Dom zur Totenmesse (Requiem) und anschließender Beisetzung in geschlossener Gesellschaft, war die Trauerehrung ganz im Sinne der Anordnungen des verstorbenen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl, die zu respektieren sind.

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Das wechselhafte Wetter am 1. Juli 2017 hatte Regen und Sonnenschein und starke Windböen. Das große militärische Ehrengeleit nach der Totenmesse vor dem Dom und dem makelosen Militär-Blasorchester im Regen, mit dem „Trauermarsch Saul“, „Haydns „Nationalhymne“, dem „Guten Kameraden“ , Choral „Jesus meine Zuversicht“ (auf Wunsch der Witwe).

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Dietmar Moews meint: Diese Trauerfeier war maßvoll und muss alle Kritiker verstummen lassen. Auf Kommentare von Dorftrotteln, wie des verhetzten SPD-Ostberliners  (s. Kölner Stadt-Anzeiger vom 30. Juni 2017) oder von Markus Feldenkirchen (bei SPIEGEL/DLF, 24. Juni 2017, s. oben) ist unsere Zukunft nicht belastbar zu beziehen.

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Man kommt meist – wie hier – wirklich ohne SPIEGEL-LÜGENPRESSE aus. Man kommt nicht ohne ganz erhebliche Sicherheitsvorschriften aus, was die allgemeine öffentliche Anteilnahme nicht erleichtert, auch wenn – wie hier, heute – nur wenige Uniformierte im Fernsehen gezeigt wurden.

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Wenn Herr Falter in seinen Kommentierungen bei PHOENIX-TV, am 1. Juli 2017, nachmittags, Blödsinn aus dem Munde fuhr, wie:

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Die familiären Zeichen in diesen Trauertagen waren unschön und „seiner nicht würdig“ – ist schlicht Unfug. Was hier als „unschön“ bewertet wird, war Kohls Familienwirklichkeit, die Kohl bestimmte. Man kann wohl schwerlich sagen:

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Kohl sei seiner selbst nicht würdig gewesen?“. Dieser Phoenix-Kommentator Falter war nicht klug genug, Kohls Überführungs-Kurs zu würdigen. Insgesamt hat Phoenix-Staatsfernsehen gut übertragen.

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Kohl war im Jahr 2008 eine Treppe im Wohnhaus gestürzt und erlitt dabei schwere Schäden und folglich erhebliche Invalidität. Seine letzten Jahre lebte Kohl im Rollstuhl, schwer sprachbehindert, doch geistig rege, er lebte folglich aus den Händen und der Fürsorge seiner zweiten Ehefrau, der früheren Mitarbeiterin Dr. Maike Kohl-Richter , bis zum Ende am Sterbetag, den 16. Juni.

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Die beeindruckendsten Ansprachen beim Staatsakt in Strassburg waren einerseits vom Russen Dimitrij Medwedew, der den vertrauensvollen Charakter des deutschen Europa-Politikers Helmut Kohl anerkannte. Kohl habe eine neue Epoche für die zukünftige Weltpolitik ausgelöst, die auf redliche Gegenseitigkeit weitergetragen werden sollte („gut gebrüllt, Löwe“).

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Begeisternd stand der hohe Geist des US-Präsident BILL CLINTON – wie aus einer anderen Zeit – im Strassburger Saal. Clinton zitierte Hillary, der mal aufgefallen war, dass Kohl noch wilder aufs Essen war als Bill.

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Bill Clinton gipfelte darin, vor Augen zu stellen, dass wir heute unser weltgemeinschaftliches Schicksal durch eigene Initiative verbessern können, statt es so „technokratisch“ dem Kurzsichtigen zu opfern.

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Dass die Sowjetführer Gorbatschow und Jeltzin unerwähnt blieben, ist Versäumnis der Brüsseler EU-Redner Tusk und Juncker (beide in der Kohl-Partei). Gorbatschows und Jeltzins Platz steht neben dem Franzosen Mitterand, der mehrmals Erwähnung fand.

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Die Totenmesse, für 900 ausgewählte Trauergäste, im Speyerer Dom war akkurat und bot geschmackvolle Kostüme, diskutable indirekte dunkelblaues Licht, schöne Streich-Orchester-Klänge und sehr räsonabler großer Gemischtchor-Gesang.

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Warum es keine Schwarz-Rot-Goldenen Prunk-Flaggen gibt, wenn schon ein Katafalk mit großer Sargaufbahrung und viel Weihrauch gezeigt wird, sehe ich nicht ein.

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Dass hier der US-Präsident Donald Trump nicht hätte vortragen können – macht mich betroffen.

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Was hätte Trump sagen können („die Geduld ist vorbei“) ? – oder

 

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Ich habe Ihnen einen angenehm kurzen TWEED gewidmet“ – nämlich:

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HIMMEL KOMM‘! – AMEN.“

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Heribert Schwan mit „Autobiografie“-Co-Autor Altkanzler Kohl

 

 

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NPD darf weitermachen – spricht Bundesverfassungsgericht im Januar 2017

Januar 17, 2017
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Vom Dienstag, 17. Januar 2017

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Heute wurde das Urteil vom Bundesverfassungsgericht verkündet:

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Der angängige NPD-Verbots-Antrag ist gescheitert.

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Die rechtsextreme NPD wird nicht verboten. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Der zweite Senat wies mit dem Urteil vom Dienstag den Verbotsantrag des Bundesrats aus dem Jahr 2003 ab.“

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so lautet die Formulierung der Agenturnachricht beim Deutschlandfunk.de.

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Dietmar Moews in Oradour

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Dietmar Moews meint: Ich begrüße diese Ablehnung des Verbots der NPD durch das höchste Gericht im deutschen Rechtsstaat.

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Ich finde die Argumentation des Zweiten Senats durch Präsident Vosskuhle in Karlsruhe, „dass die heutige NPD nicht dazu fähig ist, die verfassungsfeindlichen, gegen die geltende staatliche Ordnung gerichteten Ziele gesellschaftlich zu verwirklichen“, nicht überzeugend.

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Vosskuhle hebt angeblich auf europäische Prüfkriterien hin, auf ein Parteiverbot zu erkennen, in dem nicht die konkreten Parteiziele entscheidend sein müssen, sondern die empirische Handlungsmacht die Verfassungswerte wirklich zu beseitigen.

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Meines Erachtens wäre dann eine äußerlich-empirische Argumentation anzuwenden, wenn als Klagebegründung empirische verfassungswidrige Parteihandlungen vom Antragsteller vorgebracht werden. In der angängigen Klage wurden ideologische Mutmaßlichkeiten vorgebracht und Verdächtigungen beschworen. Die empirischen Rechtsverstöße indes sind nicht der Partei, sondern gegebenfalls den Parteimitgliedern zuzurechnen.

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Die Verbotsablehnung von heute halte ich dennoch, anders begründet, für juristisch zulänglich:

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Nach dem Parteiengesetz werden Parteien gegründet und durch die semantische Auslegung der Parteisatzung zur Zulassung der staatlichen Aufsicht angemeldet und normativ geprüft. Darauf erfolgt die Zulassung oder die Ablehnung der Partei.

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Die NPD wurde nach diesem Modus gegründet und zugelassen.

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Ein Verbot oder eine Stornierung der Zulassung ist auf die semantisch gefassten Satzungszwecke der Partei zu beziehen.

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Die heutige NPD lebt heute durch ihre Mitglieder rechtlich auf die zugelassene, geltende NPD-Satzung bezogen.

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Solange nicht eine die NPD-Zulassung aussetzende verfassungswidrig geänderte, semantische Auslegung des NPD-Satzungs-Wortlautes vorliegt, lebt und handelt die NPD verfassungsgemäß.

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Sofern verfassungswidrige Parteihandlungen anfallen, die der zugelassenen Satzung zuwiderlaufen, sind diese ordnungsbehördlich abzumahnen und zunächst gegen die parteidemokratisch bestimmten Parteiorgane und deren Rollenträger parteiorganisatorisch nachzusteuern. Erst, wenn die zugelassene Partei nicht Willens oder nicht fähig ist die Parteidiktion umzusetzen, kommt ein gerichtliches Verbot in Betracht.

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Solange die Satzung der NPD in der parteizugelassenen Fassung gilt, lebt die Partei im Rahmen des rechtsstaatlichen freien, demokratischen Politikspiels des Meinungsstreits und der Werbung um Zustimmung durch die Wahlbürger.

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Das Nebenargument der Antragssteller, dass der Staat die NPD-Finanzen durch begünstigende gesetzliche Parteien-Finanzierung stärkt, greift nicht. Denn diese Finanzierung steht allen zugelassenen Parteien zu, auch wenn das dissidenten Konkurrenzparteien missfällt. Die staatliche Finanzierungsbedingung beruht auf der geltenden Zulassung der Partei, nicht auf mehrheitliche Ablehnung durch die politischen Gegner.

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Nach der heutigen Urteilsbegründung – der Durchsetzungsstärke der NPD – müsste jede Parteineugründung zur offizialen Zulassung führen. Denn jede neue Partei verfügt vermutlich nicht über die konkrete politische Macht, verfassungsfeindliche Werte und Ziele durchzusetzen.

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Sofern also die Wirkmacht zum Maßstab von Zulässigkeit oder Verbot der NPD gesehen wird, sollte auf die analoge Wirklichkeit – zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Bayern – geblickt werden. Praktisch wird eine weiterwesende NPD im rechten Parteienspektrum die Potentiale rechtsorientierter Wähler aufteilen, spalten, eher schwächen als stärken. Die heute vorhandenen rechten Wähler der NPD, würden durch das NPD-Verbot nicht verschwinden, sondern beispielsweise zur AfD oder zur CSU abwandern. Die heutigen NPD-Mitglieder finden innerhalb der heutigen Parteienvielfalt eine öffentliche Diskussionsfolie der ideologischen Auseinandersetzung in der NPD. Die sozio-geistig Integrationswirkung zugelassener politischer Betätigung ist den Verfassungswerten günstiger, als im Dunkelbereich der Illegalität durch NPD-Verbot.

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