Königreich Spanien sorgt sich um europäische Autonomie

Oktober 28, 2017

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am Samstag, 28. Oktober 2017

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Die nach der spanischen Verfassung autonome Region Katalonien hat nun in verschrobenen Prozessen und Vorgängen den Austritt aus dem Königreich Spanien, durch den Regierungschef Puigdemont als Sprecher, ausgesprochen. Diese Austrittserklärung aus Spanien und aus der EU ist Verfassungsbruch. Sie ist auch nicht legal gefasst. Außerdem ist eine solche Sezession auch nicht demokratisch legitimiert, denn etwa die Hälfte der katalanischen Bürger sind Spanier und wollen es bleiben.

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Nach unsäglichem Informationssalat gibt es im KÖNIGREICH SPANIEN, das VOLLMITGLIED in der EUROPÄISCHEN UNION ist, einen gravierend veränderten politischen Stand, im Streit mit dem offiziellen KATALONIEN.

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Regierungschef RAJOY hat nach Ankündigung des Verfassungsparagraphen 155 entsprechende Maßnahmen ausgesprochen, die sogenannten katalanischen AUTONOMIE-Bestrebungen nach geltendem Gesetz zu stoppen:

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1. Der Regionalpräsident von Katalonien, Carles Puigdemont, wurde wegen verfassungswidriger Regierungsführung ABGESETZT. Desgleichen sein Vize. Puigdemont widerspricht.

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2. Die Regierung des Königreichs Spanien in Madrid hat die katalanische Polizeiführung suspendiert und befehligt die katalanische Polizei jetzt selbst.

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3. Rajoy hat einen Termin im Dezember 2017 festgesetzt, bis dahin die Katalanen selbst Regionalparlaments-Neuwahlen durchführen müssen, um eine neue rechtmäßige eigene katalanische Regionalregierung zu bekommen, die, im Rahmen der bisherigen Autonomie innerhalb Spaniens, Katalonien führen kann.

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4. Die Europäische Union, in Form des gemeinsamen Parlaments in Strasburg und in Form der EU-Kommission und des EU-Rats in Brüssel, haben bislang nicht offiziell in die von Madrid zu verantwortende ungeschickte Eskalation des Autonomie-Streits eingeredet oder eingegriffen.

Wenngleich da geradezu eklakanter Regelbruch gegenüber dem festliegenden EU-Ziel der Einigkeit vorliegt. Man könnte Regierungschef Rajoy wie auch den spanischen König Felipepe als Mit-Ursache für diesen Riss unter den spanischen Regionen zur Verantwortung ziehen – man könnte Rajoy wegen Hochverrats gegenüber der E U anklagen.

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5. Alle maßgeblichen weltpolitischen Verbände, wie die UN, die EU wie auch die für Spanien und für Katalonien wichtigsten Staaten, haben sich eindeutig auf die Seite der spanischen Regierung gestellt und sich gegen das eskalierende Vorgehen der katalanischen Regionalregierung ausgesprochen.

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Heute, am Samstag, den 28. Oktober 2017, ist nicht auszurechnen, welche weiteren Fehler in dieser Pseudo-Autonomie-Entwicklung noch gemacht werden und ob es zu bürgerkriegsähnlicher Gewalt oder zu Terror und Untergrundkampf kommen wird. Puigdemont rief zu gewaltfreiem Widerstand auf.

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Die bisherige Vorgeschichte hat gezeigt, dass die Sezessions-Katalanen von einer kollektiven Dummheit geleitet zu sein scheinen, die ihnen nicht ermöglicht, die eigene Lage zu objektivieren. Das betrifft:

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EINS Die Aussicht, als eigenständiger Staat Katalonien nicht existieren zu können – allein, weil etwa die Hälfte der Katalonier keine Katalanen sind oder sein wollen oder ohnehin Spanier sind. Nicht zuletzt kann Katalonien den jetzt beginnenden ökonomischen Niedergang – als EU-Ausland – schwerlich ausbalancieren.

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ZWEI Eine Unmenge falscher Informationen, die die Katalanen in ihrer jahrelangen Sezessions-Kampagne auf völlige Autonomie propagieren, die keineswegs der Wahrheit und der Wirklichkeit anderer autonomer EU-Regionen entsprechen, wenn KATALONIEN mit anderen EU-Regionen verglichen wird oder sich selbst vergleicht. Z. B.

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wie viel Geld müssen die Walonie oder Flandern an Belgien abgeben?

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wieviel muss Südtirol an Rom abgeben?

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wieviel das Land Hessen in den Länderausgleich nach Berlin?

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Da bilden sich die katalanische Sezessionisten irre Wünsche ein, die es anderswo in der EU keineswegs so gibt. Z. B. reden sie von etwa 4 Prozent Landesabgaben an den Bund in Berlin. Doch jahrzehntelange Vorurteilserziehung macht die katalanischen Idiosynkrasien „unerschütterlich“.

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Man könnte ja mal auf die Basken schauen, die eine eigene Autonomie-Kampfgeschichte endlich loswurden. Und die heute erneut der Regionalregierung Puigdemont völlig abgeraten haben ihren Sezessionskurs zu verschärfen.

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Dietmar Moews meint: Die künftige Lösung für Spanien liegt in einer Superversion – eventuell durch ein Strassburger EU-Gremium. Doch momentan sind die Akteure geistig dazu nicht imstande.

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EINS Die katalanischen Sezessionisten spinnen. Ihre Autonomie-Vorstellungen sind innerhalb der geltenden Verfassung nicht möglich, denn dann würde diese Verfassung auch für alle anderen spanischen Regionen quasi abgeschafft.

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ZWEI Alle Argumente Für und Wider einer zu verändernden Autonomie müssen auf den Tisch und gewogen und besprochen werden. Der kurzgefasste Kurzschluss, ganz aus Spanien und der EU auszutreten, ist von den Sezessionisten überhaupt nicht weit genug ausgelotet worden. So dass hierfür weder in Madrid noch in Brüssel Entgegenkommen erwartet werden darf.

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DREI Es gibt Beispiele, wie mehr Autonomie möglich würde – man könnte mal eine Betriebsausflug nach Bozen/Südtirol machen. In Südtirol sind sowohl die historischen Ressentiments gegeneinander wie auch die Begehrlichkeiten gegenüber der Republik Italien und der Regierung in Rom in gegenseitigem Auskommen staatsrechtlich gefasst abgestimmt worden und das wird erfolgreich gelebt.

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Falls jetzt die Sezessionisten in Barcelona eine vollwertige autonome Staatlichkeit aufzubauen schaffen, und eine Majorität der Bürger tatsächlich autonome Katalanen in Europa anstatt EU-Spanier zu sein wünschen, sollte darüber von allen Beteiligten offen diskutiert werden.

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Es steht heute schon fest, dass das zentrale EU-BRÜSSEL nicht ein Hühnerstall von 97 autonomen Kleinregionen werden möchte. Der europäische/deutsche Zollverein lässt grüßen und der Dreißigjährige Krieg war schrecklich. Und die christlichen Kirchen haben das Abendland nicht wieder einzufangen vermocht.

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Es sollte bei diesem Streit das Selbstbestimmungsrecht der Menschen verwirklicht werden. Das müsste in einem politischen Prozess ausgehandelt werden, anstatt mit Gewalt zu erzwingen, was eine Seite will.

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Hans Jürgen Syberberg zum Kaffeetrinken in Café Zilm DEMMIN

Oktober 13, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7658

am Samstag, 14. Oktober 2017

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Geboren als Sohn eines Gutsbesitzers, lebte er nach 1945 in Rostock und Berlin. 1952/53 entstanden erste 8-mm-Filme von den Theaterproben des Berliner Ensembles. 1953 zog er in die Bundesrepublik, wo er 1956 bis 1957 Literaturwissenschaft und Kunstwissenschaft studierte. Er promovierte in München über „Das Absurde bei Dürrenmatt. 1963 drehte Syberberg Kulturberichte für die Münchener Abendschau des Bayerischen Rundfunks, unter anderem über Fritz Kortner und Romy Schneider.

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Hans Jürgen Syberberg im Café Zilm (ARD-Nordschau am 12. Oktober 2017):

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„Hans Jürgen Syberberg machte in den 70er Jahren als Regisseur des Neuen Deutschen Films Karriere. Nach der Wende kam er zurück in seinen Heimatort Nossendorf. Dort hat er die Kirche wieder aufgebaut und nun kämpft er dafür, dass auch die nahegelegene Stadt Demmin wieder zu alten Glanz kommt.

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Es ist ja nicht so, als wenn der Mann Konflikte scheuen würde. Im Gegenteil: Der Regisseur und Autor Hans Jürgen Syberberg war lange Zeit einer der originellsten, aber auch umstrittensten deutschen Filmkünstler. Auch zu seinem heutigen 80. Geburtstag bleibt er ein Ärgernis – zumindest in den Augen einiger Bewohner in Nossendorf, einem kleinen Ort nördlich von Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde Syberberg als Sohn eines Gutsherren geboren, dorthin kehrte er vor fünfzehn Jahren zurück.“

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http://www.svz.de/12152536 ©2017 schrieb zu Hans Jürgen Syberberg in DEMMIN:

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„In Nossendorf, so berichtet Syberberg, gebe es eine alte, leer stehende Schule: „Drei Etagen mit funktionierender Heizung und fließendem Wasser, ideal geeignet, um dort Flüchtlinge unterzubringen.“ Doch sein Vorschlag, unter anderem geäußert in seinem Internetblog, stieß nach seinen Worten auf wenig Gegenliebe.„Die Leute wollen das nicht.“

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Allzu viele Freunde hatte sich Syberberg auch mit vielen seiner künstlerischen Projekte nicht gemacht. Furore machte vor allem das fünfstündige Interview mit Winifred Wagner, in der Nazizeit Hausherrin auf Bayreuths „Grünem Hügel“ und enge Vertraute Hitlers. Ihre unerhörten Bekenntnisse gipfelten in dem Satz: Käme Hitler heute zur Tür herein, „ich wäre genauso froh und glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, wie immer“. Winifred wurde daraufhin aus dem Festspielbezirk verbannt, ebenso Syberberg, der Überbringer der Botschaft.

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Syberberg arbeitete sich vor allem an deutschen Mythen ab, die auf direkten oder verschlungenen Wegen in den Faschismus mündeten: Eigenwillige Filmkunstwerke über Ludwig II., den bayerischen „Märchenkönig“, Karl May, den sächsischen Schöpfer von Trivialmythen und über Adolf Hitler selbst fasste er in seiner „Deutschen Trilogie“ zusammen. Besonders umstritten war das 1977 entstandene Hitler-Opus, eine siebenstündige Filmcollage aus Rezitation, Theater, Dokumentation, Spiel- und Musikfilm. Obwohl Syberberg nach eigener Darstellung nur den „Hitler in uns allen“ ausloten wollte, wurde ihm  eine verharmlosende Sicht aufs „Dritte Reich“ angekreidet.

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Massiver waren die Vorwürfe, die auf ihn ein einprasselten, nachdem er im Wendejahr 1990 sein Buch „Vom Unglück und Glück der Kunst in Deutschland nach dem letzten Kriege“ vorgelegt hatte. Kritiker attestiertem ihm „chauvinistische Verwirrung“ und „antisemitisches Gefasel“. Syberberg fühlte sich missverstanden. „Es gab einen regelrechten Bannfluch, ich flog aus dem Theater raus, eine Entfernung.“

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Mehr Anerkennung war Syberberg in Frankreich beschieden, wo seine assoziative Montage-Ästhetik von dem Philosophen Michel Foucault gepriesen wurde, der den Hitler-Film ein „schönes Monster“ nannte. Zusammen mit der Schauspielerin Edith Clever kamen 1984 beim Pariser Festival d’Automne zwei gefeierte Solo-Abende heraus, die zugleich Syberbergs Debüt als Bühnenregisseur markierten.  Kunstinstallationen unter anderem auf der Kasseler documenta X 1997 zeigten Syberberg abermals als künstlerisches Multitalent.

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Nächstes Jahr will Syberberg noch einmal ans Theater zurückkehren. Er werde am Berliner Theater Hebbel am Ufer ein Projekt zu Heiner Müllers 10. Todestag präsentieren. Sein wichtigstes „Work in progress“ ist Syberbergs Internet-Tagebuch.„Das ist eigentlich reine Filmarbeit mit Texten, Bildern, Schnitten, ohne Film könnte man das gar nicht machen“. Jeden Tag habe er bis zu 10 000 „Besucher“ aus aller Welt. „An dritter Stelle liegt China“, freut sich Syberberg über seine Wirkung.

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Dietmar Moews meint: Ich halte Hans Jürgen Syberberg für einen großartigen Filmkünstler, Wissenschaftler und Denker. Ein Erster der Deutschen des zwanzigsten Jahrhunderts

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Seine epochalen großen Dokumentations/Kunstfilme „Hitler“, „Karl May“, „Wagner/Wahnfried“, „Bertold Brecht“ und weitere deutsche Hauptthemen, wurden von SYBERBERG mit Film-Vollstudien ausformuliert. Epochal auch Syberbergs Zusammenarbeit mit EDITH CLEVER.

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SYBERBERGS kritische Annotationen zur staatlich verwursteten Kunst und Kultur und dem dazugehörenden SALONPERSONNAGE-Unwesen sind Zeugnisse, die jeder Künstler in Deutschland kennen sollte, weil SYBERBERG weiß, wo der Hammer hing und hängt.

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