ADENAUER und der KÖLNER STADT-ANZEIGER führen uns vor

September 22, 2015
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vom Dienstag, 22. September 2015

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Sieht man die aktuelle Medienlage und den Ernst schlimmer Geschehnisse, von der Radioaktivierung der Weltmeere durch Fukushima, Snowdens NSA und dem zündelnden Verfassungsschutz in Deutschland, die Not in den Weltregionen infolge der Rüstungs- und Militärpolitik des Westens, das Asylrecht und die unfähigen Bundesminister De Maiziére und Steinmeier –

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dann erscheinen die Millionen betrügerischer Grundstücks- und Immobilienmachenschaften im Namen Adenauer in Köln und der dilatorischen Publizistik zum mediokren „Adenauer-Komplex“, lokal und nachrangig.

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Doch sehen wir mal etwas genauer hin, wie sowas aktuell medial jongliert wird:

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KÖLNER STADT-ANZEIGER, am Samstag, 19. September 2015, Seite 08 LAND / REGION von dpa:

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Bauwens-Adenauer verteidigt Landgeschäfte. LANDTAG Unternehmer: Berichte „irreführend“.

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Düsseldorf. Der Unternehmer Paul Bauwens-Adenauer (62) hat vor einem Untersuchungsausschuss des Landtags umstrittene Grundstücksgeschäfte verteidigt. Dem Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer war vorgehalten worden, dass er in einem Gemeinschaftsunternehmen als Zwischenhändler von Grundstücken diese mit erheblichen Aufschlägen in das Land Nordrhein-Westfalen verkauft habe.

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Berichte, er habe mit einem Grundstücksverkauf zehn Millionen Euro verdient, seien „irreführend“, sagte Bauwens-Adenauer am Freitag.

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Zwar sei ein Grundstück für 23 Millionen Euro erworben und mit Aufschlag weiterverkauft worden. Von der Summe müssten aber 5,5 Millionen Euro Erwerbs-, Finanzierungs- und sonstige Kosten abgezogen werden.

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Die restliche 4,5 Millionen Euro seien unter anderen „Overhead-Kosten“, also Kosten, die nicht eindeutig zugeordnet werden können.

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Das Land Nordrhein-Westfalen hatte Grundstücke im Kölner Süden, (Radeberger Strasse), für den Neubau der Fachhochschule gekauft. Das Bauprojekt war gestoppt worden.“

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Dietmar Moews meint: Wo war ein aufmerksamer Journalist des KÖLNER STADT-ANZEIGERS, der zum Spekulanten-Unwesen im Namen ADENAUER getrieben wird?

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KÖLNER STADT-ANZEIGER Seite 8, Samstag 19. September 2015

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Wie sollte in Köln eine dpa-Information ausreichen, um als seriöse Berichterstattung gelten zu können?

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(Das ist auch mit der bisherigen jahredauernde Hinhaltepublizistik von Alfred Neven-Dumont in Köln nicht erklärt).

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Wer den Namen ADENAUER mit dem Ziel der gesellschaftlichen Aufwertung und der schlüpfrigen Geschäfte als Türöffner ausnutzt, sollte nun auch für den bei Stammvater KONRAD guten Namen, heute sorfältig sorgen.

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Wo bleiben die sonstigen ADENAUER-Namensträger, diesem Herrn Bauwens den Kölner GRÜNGÜRTEL zu zeigen? Wo bleiben all die halbseidenen Namedropper, die zu den Immobilien-Adenauers auf Abstand gehen?

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Wenn man liest „OVERHEAD-KOSTEN“ – was sagt das Finanzamt?

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Wie die Kölner wissen, stürzte das Kölner Stadtarchiv in der Severinstraße ein, weil ein unabweisbarer Zusammenhang zwischen den Rissen in den Häusern dem Stadtarchiv-Einsturz, der umkippenden Severinskirche, der U-Bahn-Untertunnelung im Fließsand, dem unsinnigen U-Bahnbau zum angeblichen Fachhochschul-Standort, der Grundstücksbewertung gemäß Bebauungsplan von Köln, weil Schul-Neubau Landeskompetenz ist usw. bestand und weiter besteht.

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Jeder sieht die neugebauten ungenutzten U-Bahnschächte nebst stillstehenden Edelstahl-Rolltreppen, vierfach opulent am Chlodwigplatz der Kölner Südstadt, die ins Nichts führen:

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Ich fordere zukünftig Untergrundkonzerte im U-Bahnschacht SEVERINSTRASSE / BONNER STRASSE. Wieso schweigt der Kathole Wolfgang Niedecken, der genau hier als Immobilienerbe aufgewachsen ist?

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Und Herr Bauwens-Adenauer lebt von den Overhead-Kosten, ohne dass die NRW-Staatsanwaltschaft und ohne dass der Steuerstrafrechtsbezug wg. Betruges als Vorermittlungen rechtsstaatlich geführt würden.

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Und der KÖLNER STADT-ANZEIGER zitiert eine dpa-Meldung.

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Alfred Neven DuMont 1927-2015 – Kurznachruf

Mai 31, 2015
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vom Sonntag, 31. Mai 2015

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Alfred Neven DuMont, geboren am 29. März 1927 in Köln, als Sohn des Verlegers Kurt Neven DuMont (und Enkel des Malers Franz von Lenbach) starb am Samstag, 30. Mai 2015, 88-jährig ebenda.

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Alfred Neven DuMont studierte Philosophie, Geschichte und Literatur in München sowie Journalismus an der School of Journalism in Chicago.

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Im Jahr 1953 trat er in das Verlagshaus M. DuMont Schauberg ein und avancierte 1960 zum Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeiger. Im Jahr 1964 gründete er die Boulevardzeitung EXPRESS. Nach dem Tod seines Vaters Dr. Kurt Neven DuMont im Jahr 1967 wurde er alleiniger Herausgeber von Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS und zugleich Vorsitzender der Geschäftsführung des Verlages.

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33 Jahre später, 1990, übernahm er den Vorsitz des Aufsichtsrates des Verlages M. DuMont Schauberg, der in diesem Jahr die Mitteldeutsche Zeitung in Halle/Saale kaufte. Im Jahr 2006 erwarb der Verlag 50 Prozent und eine Stimme an der Frankfurter Rundschau, bei der Alfred Neven DuMont Vorsitzender des Herausgeberrates war. Seit 2009 hält M. DuMont Schauberg 65 Prozent am Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) und der Hamburger Morgenpost.

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Das Verlagshaus DuMont Schauberg arbeitete in der Stadt Albertus Magnus‘, der „französischen“ Pressefreiheit unter den Preußen, den wichtigen staatlichen Radio- und Fernsehsendern des Westdeutschen Rundfunks der ARD, den kommerziellen Anbietern von RTL, Sat 1 und Pro 7 und weiteren sowie dem Deutschlandfunk (DLF) und der Geschichte der Deutschen Welle in Köln. Die Medienstadt Köln, mit spezifischen Medien-Hochschulen und inmitten der vorantreibenden IT-Revolution ist einer der wichtigsten weltweit beachteten Medienplätze, wo naturbedingt eine besondere Intelligenz von Medienschaffenden lebt und arbeitet.

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Alfred Neven DuMont hat „sein“ Unternehmen mehr als ein halbes Jahrhundert lang entscheidend geprägt. Seine Nachlassdisposition im „Familienbetrieb“ an die eigenen Kinder war ihm nicht wunschgemäß gelungen. Aufsicht und Vorstand des Medien-Unternehmens wurden inziwischen schrittweise außerhalb der Familie verankert.

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Als Gründungsherausgeber der rheinischen Boulevardzeitung EXPRESS im Jahr 1966, hat er maßgeblich die Geschicke der Zeitungen, allen voran des Kölner Stadt-Anzeigers, beeinflusst.

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Mit dem Kölner Express ist ein alternatives Boulevard-Blatt zum BILD-Filialsystem im Axel-Springer Verlag entstanden, das „besser“ und liebevoller das journalistische Missverhältnis von Abbildungen, anschreienden Überschriften und lokaler Verlässlichkeit etablierte und sich sogar in den großen Verdrängungskämpfen mit BILD Köln am Markt behauptete, als beide Blätter wochenlang kostenlos an die Kölner gratis ausgegeben worden waren.

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Mit den Aufkaufaktivitäten von Titeln nach dem Ende der DDR und den redaktionellen „Rationalisierungen“ von Kölner Stadt-Anzeiger, Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, hatte Alfred Neven DuMont zu wenig pressesoziologische Urteilskraft angewendet, um unvereinbarbare Kräfte leistungsfähig auf den Markt zusammenführen zu  können. Die verkleinerten Titel mussten vom Kölner Verlag revidiert werden. Man kann eine Frankfurter Rundschau nicht in Berlin machen.

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Zu dieser Zeit verpasste Alfred Neven DuMont die IT-Revolution als neues Vorzeichen von kommerzieller Publizistik. Inzwischen hat das Verlagshaus eigene Internetz-Portale der bestehenden Titel und nutzt dazu die traditionell gewachsenen Geschäftsbeziehungsnetzen zur werbenden Wirtschaft und zu den lokalen Kommunikationspotenzialen.

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Neben seiner Leidenschaft für Publizistik gerierte sich Alfred Neven DuMont als Mäzen zur Förderung von Kunst und Kultur, vor allem in seiner Heimatstadt Köln. Damit musste sich Alfred Neven DuMont auch für die kölnspezifischen Kulturverhältnisse mitverantwortlich fühlen, sei es das spezifische Milieu der katholischen Kirche wie auch die Moderne- und Postmodernemachenschaften im Zeichen „Ludwig“.

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Alfred Neven DuMont hat wesentlich und meist maßgeblich an der Kölner „Personalpolitik“ teilgenommen, war publizistisches Fundament und Umrahmung für zahlreiche Kölner Machenschaften, die über das Zauberwort „Kölsche Klüngel“ oft auch ins Kriminelle hinausgingen.

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Wir sahen den Kölner Stadt-Anzeiger nicht als unabhängigen Wächter der freien deutschen Presse im Kölner Lokalgeschehen, wenn RTL die KölnMesse umbaute, während es zu bestimmten Bau- und Mietverträgen kam. Wir sehen weder beim eingestürzten Kölner Stadtarchiv noch bei den Dispositionen zum Bau der U-Bahn und der „neuen“ Fachhochschule an der Alteburger Straße u. s. w. eine wertende Verantwortung für Grundstücks-, Immobilien- und Bebauungspläne-Politik. Wir staunen über Herstatt, Gerling und Oppenheim-Welpenschutz.

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Von 1970 an war Alfred Neven DuMont Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, dessen Vorsitz er von 1980 bis 1984 innehatte und seitdem Ehrenmitglied war. Von 1990 bis 1998 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln.

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Dietmar Moews meint: Mir scheint herausgehoben werden zu müssen, dass Alfred Neven DuMont ein sehr fleißiger und tapferer Verleger war, dessen Lebenswerk als herausragender persönliches Verdienst und Erfolg am Markt zu sehen ist:

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Sowohl die technischen Fortschritte und kapitalaufwendigen Investitionen wie auch die guten Fingerspitzen für die beschäftigten Journalisten und Reporter wie der alles platt machende Großkapitalismus im Bereich der Zeitungen gegenüber der technisch überwölbenden elektronischen Multi-Medienwelt der marktmonopolitischen Kulturindustrie unserer Tage, haben bis zuletzt durch Alfred Neven DuMont eine individuelle Färbung getragen:

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Wen soll ich jetzt persönlich angreifen, wenn mal wieder ein Kölner Dombaumeister von der Katholenklique weggemobbt wird?

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Deshalb möchte ich hier als Sonderbeitrag zum Kurznachruf auf Alfred Neven DuMont eine Insider-Story zum Besten und zur ehrenden Erinnerung an den dadurch weiter lebenden mitteilen:

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Alfred Neven DuMont erhielt einen erbosten Telefonanruf von Alphons Silbermann und griff korrigierend in die Redaktion des KÖLNER STADT-ANZEIGERS ein:

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Alfred Neven DuMont war – etwa im Jahre 1970 – mit dem weltberühmten Kölner Medienwissenschaftler Prof. Dr. Alphons Silbermann kurz und hart zusammengeprallt.

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Als die Stadt Köln und die Universität zu Köln, dem großen Kölner Silbermann, kurz nach dessen Tod im Jahr 2000, als ehrende Erinnerung den Universitätsweg als Alphons-Silbermann-Weg widmete, verhinderte Neven DuMont das nicht:

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(Seite 458 … Im Augenblick bereitet er sich auf die fällig gewordene Flugfahrt zum Besuch des Vaters und seiner Latifundien in Sydney vor. Es ist Freitagvormittag an einem der in Köln seltenen wohligen Sommertage, und nachdem er dem zu dieser Jahreszeit in Australien regierenden Winter entsprechend die Koffer mit dickem Zeug angefüllt hat, wendet er sich dem Morgenkaffee nebst Lektüre des Lokalblattes des „Kölner Stadt-Anzeigers“, zu. Bei der im allgemeinen mit wenig anreißerischen Schlagzeilen versehenen Feuilleton angelangt, brüllt ihm in fetter Letternschrift sein Name mit dem Zusatz „muß Universität Lausanne verlassen“ entgegen. Dreimal liest er den darunterstehenden, spaltenlangen, mit einer Diffamation nach der anderen gespickten Artikel durch und glaubt sich auf den Mond versetzt: Jahrelang habe man sich an der Universität Lausanne mit seiner Unfähigkeit und seinen Untugenden als Lehrer, Forscher, Verwalter abgefunden, bis das Faß übergelaufen sei, der Rausschmiß erfolgte und der Nichtskönner nunmehr an die Kölner Universität zurückgekehrt sei. Seine Haare haben kaum Zeit sich zu sträuben, und schon klingelt das Telefon: Hast du den Stadt-Anzeiger gelesen? Was wirst du tun?“ fragen ihn wohlgesinnte Freunde einer nach dem anderen. Dem Rat des Theaterkritikers Wilhelm Unger folgend, eines liebenswerten Menschen, der ebenso wie er durch die Mangel von Verfolgung und Emigration gedreht worden ist, ruft er den ihm bekannten Verleger des „Stadt-Anzeigers“, Alfred Neven DuMont, in dessen Privatwohnung an. Der hatte noch nicht in sein Blättchen geblickt, dann aber bittet er ihn mit entsetzten „Um Gottes-willen“-Ausrufen am Frühnachmittag ins Verlagshaus, um die Angelegenheit zu besprechen. Gesagt, getan, jedoch nicht ohne Anwalt. Der Rechtsgelehrte Professor Ulrich Klug, mit dem er seit der Zeit des erlösenden Eingreifens in die unerquickliche Engel-Affäre* freundschaftliche Beziehungen pflegt, erklärte sich sofort bereit, ihm zur Seite zu stehen,

Sie betreten ein Konferenzzimmer, wo sie von einer aus Verleger, Justitiar, Chef-, Lokal- und Feuilletonredakteur und anderen Tageszeitungsverfertigern bestehende Korona mit frostigen Gesichtern erwartet werden. Ohne weitere Präliminarien legt Silbermann hasig zusammengesuchte Unterlagen auf den Tisch: Ernennungs-und Entlassungsurkunde, offizielle Dankschreiben, sein Verlassen der Universität Lausane bedauernde Zeitungsartikel, ein Bündel seiner Schriften und Bücher und was ihm sonst noch in seine vor Wut und bitteren Zukunftsvisionen zitternden Hände gefallen ist. Ohne rhetorisches und pathetisches Drum und Dran erklären sein Rechtsanwalt Professor Klug und er, daß sie die Zeitung wegen nachweislicher Verleumdung auf Schadensersatz in Höhe von einhundertfünfzigtausend Mark verklagen werden. Inzwischen haben die Herren das Sammelsurium von Dokumenten angeblättert, doch kein Wörtchen einer verteidigenden Gegenrede läßt sich hören. Spricht der versierte Verleger, sich an den Feuilletonchef wendend: „Wo haben Sie den Artikelh her, wer ist der Verfasser, haben Sie selbst recherchiert?“. Hierauf stottert sich der Angesprochene etwas zusammen, spricht von einem gelegentlichen in Genf ansässigen Korrespondenten, den er persönlich nicht kenne, und drückt sich höchst ungeschickt um die Frage nach der publizistischen Verantwortung, nämlich des Recherchierens, herum. Niemand, auch nicht Alphons Silbermann, hat je von dem Verbreiter der absonderlichen Diskreditierungsgeschichte gehört. Wer oder was steckt hinter dieser unwahrscheinlichen Insiderstory? Eine treffende, vom sichtlich unangenehm berührten Verleger aufgeworfene Frage, ungeschickt die Unterhandlung in Richtung Exkulpation zu lenken. Während der dämliche Feuilletonverantwortliche zum Telefon beordert wird, um bei seinem Freundchen in Genf die Informationsquelle zu erfahren, wird Silbermann als Vorschlag zur Wiederherstellung seiner Ehre die Bereitschaft der Veröffentlichung eines Dementis unterbreitet, zu dem er weder ja noch nein sagt. Er kann sich nicht ausdenken, wem er so heftig auf die Füße getreten ist, daß man ihn mit diesem infamen Schmutz bewirft. Zurück im Konferenzzimmer berichtet der duckmäuserische Pflichtverletzer, daß sein Korrespondent den Artikel aufgrund eines Gesprächs verfasst habe, zu dem ihn ein früherer Mitarbeiter von Professor Silbermann, der Privatdozent Doktor Heinz Otto Luthe von der Universität Lausanne, aufgefordert habe. Dessen Aussagen hätten so glaubwürdig geklungen, dass er weitere Nachforschungen für nicht notwendig erachtet habe … Wahrlich eine schöne Suppe, die ihm da der zum Privatdozenten und Geschäftsführer des Lausanner Instituts herangezogene Neidhammel eingebrockt hat! Jetzt ist es an ihm, der versammelten Runde den ganzen Rummel zu schildern, der ihn bewogen hat, seinen Lausanner Posten dranzugeben.

Dies getan, kommt wieder der Vorschlag einer ihm nach dem Pressegesetz zustehenden Berichtigung auf den Tisch, über den er sich mit dem ihn begleitenden Rechtskundigen berät. Es bedarf keines langen Überzeugungspalavers, um einzusehen, dass eine sofortige Richtigstellung der belastenden Verunglimpfungen für sein Ansehen vollwertiger ist, als ein langwieriger, sich hinter Gerichtstüren abspielender Prozeßgang durch alle Instanzen. Also erklärt er sich mit der Veröffentlichung einer Berichtigung einverstanden; allerdings nicht bedingungslos. Der beschlagene Medienfachmann weiß nur allzu gut, dass die üblichen Richtigstellungen nichts weiter als floskelhafte, in irgendeiner Ecke des Presseobjekts versteckte Kurznotizen sind, auf dass sie nur nach längerer Suchaktion zur Kenntnis genommen werden können. Dieses billige Spielchen wird er nicht mitmachen. Er verlangt für die Ausgabe des nächsten Tages einen Artikel, der in gleichen Drucktypen, in der gleichen Länge und an der gleichen Stelle Verleumduung nach Verleumdung richtigstellt, und obendrein, unter die Schlagzeile gesetzt, eine ausführliche Entschuldigung des Verlags für den ihm angetanen Tort. Das Manuskript wünschen er und Professor Klug vor Drucklegung einzusehen. Und so geschieht es denn: In der weitverbreiteten Samstagsausgabe erscheint, vom unachtsamen Feuilletonchef verfasst, das erschöpfende Gegenbild zu den verräterischen Aufhetzungen; darüber abgedruckt eine selbstanklägerische Entschuldigung für den publizistischen Fauxpas, die ebensoviel Aufsehen erregt wie der ganze Vorgang. Sie muß dem Zeitungseigentümer – heute noch einer seiner ihn freundlich begrüßenden Bekannten – seine hundertfünfzigtausend Mark wert gewesen sein.

Die unter dem Zeichen der Schadensbeseitigung stehende, bruchfest geformte Flurbereinigung mit ihren befremdenden Mechanismen geht an ihm nicht spurlos vorüber. Der hohe Stellenwert seiner Selbstverwirklichung ist so sehr ins Schleudern geraten, dass er vermeint, vom hohen Roß gestürzt zu sein. Dennoch stimmt er keine Klagegesänge an, noch ist ihm die erduldete Erschütterung Anlass zu anteiligem Umdenken mit bezug auf seinen Zukunftsumriss. Schließlich ist dies nicht der erste Schock, den er in seinem Leben erfahren hat, und auch dieser wird ihn nicht in den Abgrund zwischen Skeptizismus und Utopie treiben. Unabwieisbar drängt sich ihm ein Gemisch von Kopflastigekeiten auf, als da sind: Undank ist der Welten Lohn; die Rache ist mein; Tor sein müssen mit den Törichten; tapfer handelt, wer Unrecht erträgt; und dergleiche epigrammatischer Trostspender mehr. Doch letztendlich, nach ein oder zwei schlaflosen Nächten, erklimmt er wieder die Stufen der praktischen Vernunft. Er klammert sich an zwei Praxisnormen, die er als Handlungsanleitungen und Legitimationsgrundlage mehr als einmal in seinen Vorlesungen abgehandelt hat: Publizistik, ob gut oder schlecht, ruft Bekanntheit hervor; Nachrichten von heute sind Nachrichten von morgen. Nur eines beunruhigt ihn noch: soll er den Vorfall erwähnen oder verschweigen, wenn er binnen der nächsten Tage dem Vater in Sydney gegenübertritt? Sein Aufrichtigkeitsempfinden kämpft gegen unnütze Verletzlichkeit an.“

(aus „VERWANDLUNGEN“ Autobiografie von Alphons Silbermann (1909-2000), Gustav Lübbe Verlag Bergisch-Gladbach 1989)

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Alfred Neven DuMont „konnte auch gönnen“, wie man in Köln sagt.

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MERKELs NEUE SINNLICHKEIT zum ZEITUNGSKONGRESS

Oktober 1, 2014

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am Mittwoch 1. Oktober 2014

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Es gibt Müllhalden, Wertstoffsammelstellen und Recyclingtechnik. Bei den Erklärungen, Verlautbarungen und verbalen Geräuschabsonderungen der derzeitigen deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist in der Regel verschleiert, worin die interessanten Punkte der Botschaft jeweils liegen.

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Merkel verschleiert immer Hinweise auf die entscheidende Mitteilung. Meist vermeidet sie die blanke Lüge, sondern bringt Beugungen und Abwiegelungen bis zu Bullshit.

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Kölner Stadt-Anzeiger-Verleger Alfred Neven-Dumont sprach in Berlin

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Anlässlich des Zeitungskongresses: Kongress des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin legte Merkel eine Betonung auf zwei Aussageperspektiven:

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Für die Wähleröffentlichkeit sagte sie: Zeitungen sind Zeitungen, elektronische Medien sind im Kommen, Menschen haben Informations- und Kommunikationsbedarf, egal wie bzw. das ist eben nicht egal. Es entwickelt sich zu neuen Medien hin, von den großen Auflagen-Holzzeitungen und täglichen Abo-Lieferungen im Briefkasten weg. Aber, wer will schon ununterbrochen Online sein.

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Für die traditionelle Holzpresse sagte sie: Die Verlagshäuser werden weiterhin erfolgreich am Markt sein, wenn sie Qualitätsjournalismus anbietet. Sie werden auf eigenen Internetz-Plattformen ihre qualitativen Printinhalte als „Paid Content“ anbieten können und von den Kunden bezahlt bekommen.

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Alphons Silbermann sprach in Köln

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Dietmar Moews meint: Marktwirtschaft als selbststeuernde Nachfrageorientierung hinzustellen ist das billige Verständnis, das das Hauptthema der Verlage ignoriert: Profitorientierung / Profitzwang und Rationalisierung.

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Die unsinnliche 24-Stundenbereitstellung von weltweiten Inhalten macht den Menschen noch nicht zum 24-Stunden-Grottenolm, der permanent online ist.

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Die schwache sinnlich soziale Erscheinungsform eines 1.0-Konsumenten im Unterschied zu P to P-Beziehungen und die schrumpfenden sozialen Spielräume Tagesnachrichten, lokalpolitische und weltpolitische Inhalte zu besprechen, schwächt auch die Repräsentanz von Sozialität.

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Es ist keine Koordination der zu kommunizierenden Inhalten durch auswählende themenführende Redakteure mehr die Grundlage der täglichen Kommunikation.Sondern die auf dem weg zur Arbeit in der U-Bahn Sitzenden, die ihren App abspielen,beziehen vollkommen heterogene Themen und Inhalte, sodass über diese 1.0-beziehung keinerlei P to P-Kommunikation zu den Tageswichtigkeiten möglich ist.

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Wer täglich eine Tageszeitung im Briefkasten stecken hat, muss diese Zeitung ja nicht lesen – aber sie gehörte zu einem „normalen“ Haushalt und in jeder Familie. Nachbarn konnten sich als BILD-Leser oder ZEIT-Abonnenten FAZ- oder Lokalblatt-Bezieher gegenseitig kennen.

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Wer heute mit Ohrstöpseln auf der Straße gesehen wird, nimmt an einer ganz eigenen Vorstellungswelt teil. Er und Sie dürften nicht so ein dämliches Gesicht machen, wie fast alle, die so rumlaufen und rumstehen, damit der Anblick nicht auf die Idee bringt, hier ist ein Zeitgenosse, der weiß, was um uns herum geschehen ist und geschehen wird – wie woher sollte er das wissen.

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Frau Merkel verkennt, dass das Qualitätsargument: Da es immer Menschen höheren Bildungsgrades und höheren Informationsbedarfs gibt, können die Verleger auch in Zukunft auf Nachfrage und Absatz für kostspieligere Qualität sich verlassen, ist unsinnliches Geräusch.

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Wäre Qualität ohne sinnliche Repräsentanz absetzbar, dürften die Werke von Immanuel Kant nicht ungelesen in Regalen rumstehen.

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Die gedruckte Zeitung als sinnliches Ereignis hat eine gewichtigere Rolle in jeder Wohnung, in jedem Briefkasten und auf jedem Lokus, vor aller Augen. Eine Antenne auf dem Dach oder ein Schaltkasten auf dem Bürgersteig ein Funknetzanschluss bieten das nicht. Wer weiß schon, was sich hinter einem intelligenten wachen Gesicht verbirgt? – eine Flatrate?

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DIETMAR MOEWS: Ausstellung FRIEDENSINITIATIVE: Bundespräsident Gauck fordert Militäreinsätze wie am 17. Juni 1953

Juni 17, 2014

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am 17. Juni 2014

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Keine neue Friedensbewegung, solange die alte nicht verbraucht ist“

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Dietmar Moews meint: Die öffentliche Aufforderung des Bundespräsident Gauck, dass Deutschland sich an militärischen Ordnungsmaßnahmen in aller Welt beteiligen soll, ist praktisch zu verstehen, nicht theoretisch.

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Theoretisch wäre, wenn Gauck Militarismus und Kriegslust meinen würde. Nein, ein „Bellizist“ ist Gauck nicht, sondern ein „pazifistischer Montags-Gebetler (christlich gemeint: also schon mal für die christliche Wahrheit gewaltsam zuschlagen).

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Praktisch meint Bundespräsident Joachim Gauck seine Militäreinsatzbereitschaft – pünktlich und symbolisch zum 61. Gedenken an den 17. Juni 1953, etwa so: Das Militär schlägt zu. Die Öffentlichkeit wird irregeführt und nicht informiert – wie am 17. Juni 1953, wie heute im Irak, 17. Juni 2014.

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Wenn also eine von Gauck gemeinte Militärmaßnahme notwendig ist, muss sich der Gauck-Wähler der Blockparteien und der Großen Koalition dieses vorstellen:

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Während „der Westen“ eine große massenmediale Sommersause durchzieht, z. B. wie die derzeitige multimediale, elektronische FIFA-SPARTAKIADE im Fußball – die Medien und die Fifa nennen sowas „Fußball-WM Brasilia 2014“.

Die Öffentlichkeit wird so gut es geht auf diese FIFA-SPARTAKIADE eingestellt.

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Gleichzeitig wird eine neue ISIS kreiert – also eine Marke in kürzester Zeit aus dem Stand  medial eingeführt, die das BÖSESTE ist, was sich sowieso keiner vorstellen kann. Dann berichtet man elektronisch, dass ISIS mit 800 hochgefährlichen Kämpfer, von Norden auf Bagdad hin, über 200.000 irakische Soldaten verjagen – so gefährlich sind ISIS.

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Dann greifen am 17. Juni 2024, auf Gaucks neue Devise hin, die Bundeswehr-Berufs-Militärspezialeinsätzler im Irak ein. Die staatlichen Medien in Deutschland informieren die deutsche Öffentlichkeit, wie folgt:

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Heute haben kleine Militärspezialkräfte im Irak nachhaltige Militärschläge gegen ISIS erfolgreich durchgeführt. Näheres ist nicht bekannt.

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Wir wissen und erfahren also nicht, wenn oder dass diese Bundeswehr-Söldner auf „unserem“ Bündnisticket mit dem „Westen“ irgendwo auf der Welt zündeln oder zuschlagen. Wir erfahren es nicht. Wir sollen nur einverstanden sein, weil es ja auch nicht ginge, die Drecksarbeit in Bakuba oder in Kirkuk von anderen alleine machen zu lassen – wie (nach Gaucks Insinuation) bisher.

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Schön, dass dann der DLF in den Nachrichten erklärt: Die Gewalt hat ein beispielloses Ausmaß erreicht. Es droht eine Eskalation ungeahnten Ausmaßes. Und der deutsche Bundespräsident stoppt nicht die deutschen Rüstungsexporte, sondern fordert Beteiligung Deutschlands.

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Friedensbewegung haben wir damals verbraucht, mit dem Slogan; „Keine neuen Friedensbewegungen, solange die alten nicht verbraucht sind.“

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Deshalb hatte Dietmar Moews einen wichtigen Teil seiner Arbeit öffentlichen Aufklärungsaktivitäten gewidmet. Damit Krieg und Frieden an die Wünsche und Vorstellungen der freien Bürger angekoppelt werden sollen.

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Dadurch entsteht Kommunikation, konkrete Anbindung an die Regierenden und die Parteien und die Medien und entstand eine große AUSSTELLUNG in der Ballhof-Galerie Hannover zu der alle Künstler eingeladen worden waren, eine wochenlange Aktion mitzumachen in denen Diskussionen, Lesungen und eine Ausstellung mit Plakaten für den Frieden und gegen Krieg und Gewalt öffentlich zum Ausdruck gebracht wurden.

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Diese Plakate wurden dann auch in Hannover im Foyer des Staatlichen Theaters am Aegi (Aegidientorplatz) ausgestellt und mit Lesungen von Schauspielern eingerahmt worden sind:

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Die Originalplakate wurden als persönliche Entwurfsblätter von jedem Künstler als Prototyp und Druckvorlage zu dieser Friedensinitiative von Dietmar Moews beigebracht, der hierfür seine Ballhof-Galerie Hannover nutzte.

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Mitinitiatoren waren das FRIEDENS-FORUM, SPORTLER für den FRIEDEN international und die FRIEDENS-MATINEE /Theater am Aegi. Die Plakate gehören seitdem und  heute zur Privatsammlung von Dietmar Moews:

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keine neuen raketen, bevor die alten nicht verbraucht sind

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FOKKO VON VELDE Plakatentwurf

FOKKO VON VELDE
Plakatentwurf

ELLINOR BORGGRÄFE Plakatentwurf

ELLINOR BORGGRÄFE
Plakatentwurf

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JOB CROGIER Plakatentwurf

JOB CROGIER
Plakatentwurf

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HANNES BARTELS Plakatentwurf

HANNES BARTELS Plakatentwurf

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N.N. Plakatentwurf

JOACHIM PETERS-SCHNÈE Plakatentwurf

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LEIV WARREN DONNAN Plakatentwurf

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KLAUS STAECK / DIETMAR MOEWS / HORST MEYER Plakatentwurf

KLAUS STAECK / DIETMAR MOEWS / HORST MEYER
Plakatentwurf

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OSTERMARSCH-KOMMITEE / DIETMAR MOEWS Plakatentwurf

OSTERMARSCH-KOMMITEE / DIETMAR MOEWS
Plakatentwurf

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NIGEL PACKHAM Plakatentwurf

NIGEL PACKHAM
Plakatentwurf

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FOKKO VON VELDE Plakatentwurf

FOKKO  Plakatentwurf

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FRANZ OTTO KOPP Plakatentwurf

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JACQUES GASSMANN Plakatentwurf

JACQUES GASSMANN
Plakatentwurf

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KARSTEN DUBIEL Plakatentwurf

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keine neuen raketen, bevor die alten nicht verbraucht sind

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Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Hanns Joachim Friedrichs interviewt Dietmar Moews, den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

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WM-KIRCHE: Gute Laune über 4 : 0

Juni 16, 2014

DIETMAR MOEWS Sportflagge 1977

DIETMAR MOEWS
Sportflagge 1977

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Vom 16. Juni 2014

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So haben wir heute den 4 : 0 Sieg der deutschen DFB-Fußball-Ferienmannschaft ansehen dürfen, gegen? – schon wieder vergessen? Nun, es waren angeblich Portugiesen.

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Nun haben uns die Conferenciers bereits erklärt: „natürlich, das ist normal, Heimschiedsrichter. Das wird überall so gemacht. Das weiß man doch.

Das ist normal. Also der Elfmeter für Brasilien? Neinnein, es ist klar, dass nach der Geschäfts- und Werbefernsehverbreitung in den verschiedenen Zeitzonen, eine Portugiesisch sprechen Gemeinde (Brasilien), eine für den US–amerikanischen Markt (also England kann rausfliegen), Spanische? Ja, kann natürlich Honduras oder Argentinien, Chile oder Ecuador … China? Ja Asien, ja, Indien? Persien? Welche Absatzmärkte haben die bei der Langnese-Weltmeisterschaft? Wer gewinnt, wenn Langnese gegen RedBull spielt?

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Okee dokee. Gegen einen Elfmeter kann man immer was sagen. Gegen einen Platzverweis, für dessen vorangegangenen Tätlichkeit keine multifokalen Zeitlupen angeboten werden, also bei angenehmer Wärme einen Elfmeter nicht zu bekommen … was sagt der intelligente Trainer der Portugiesen? Er denkt sich was. Er denkt: die Fifa wird die vereinbarten Millionen schon auszahlen.

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Dietmar Moews meint: Ich fühle mich komisch, wenn ich die enthusiasmierten deutschen Fahnenschwenker in Köln höre, weil wir 4: 0 im Eröffnungsspiel gesiegt haben. Klarer können Ergebnisregie und Wettabsprachen nicht gedealt werden, als bei Brasilien und bei Deutschland.

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Giovane Elber sagte: Ist doch klar. Niersbach sagte: Wenn Blatter sagt, Brasilien, dann wird es auch Brasilien.

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Haben Müller und Götze nicht toll gespielt? Hat Neuer nicht sensationell gehalten? Ich glaube, wenn ich das Ding organisieren würde, würden Malawi gegen Indien im Endspiel gegen Südkorea und Weißrussland spielen. Weil? Weil es diese Fußballflaggen gibt. Nein, weil Langnese und RedBull keine Sportflaggen haben.

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Sportflagge für Malawi

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Sportflagge Indien

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Wer glaubt eigentlich, dass die Echtzeit-elektronischen Beweismittel, ob Tor, ob Abseits, nicht entsprechend den technischen Möglichkeiten eingesetzt werden, wenn

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Sportflagge Südkorea

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Sportflagge Weißrussland

darüber Blatter und Konsorten ihre Gewinn- und Verlustrechnungen abschließen? –

Die Zeitlupe kommt und? – ja da ist ja auch die Abseitsstellung – ganz klar jenseits der Linie. Welche Linie? Kein Sportler hätte hier noch Begeisterung. Kein Verlierer würde schweigen, wenn das Schmerzensgeld nicht stimmte. Das Ding wird geschaukelt.

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Keiner redet mehr über Brasilien, wenn tags drauf die Tore für Mexico einfach widersinnig annulliert werden. Das wird so dem bezahlten Schiedsrichter auferlegt. Dann muss der Linienrichter die Fahne heben: ABSEITS – und erst in der Zeitlupe sehen wir das elektronisch verbesserte Bild der klaren Abseitsstellung.

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Elektronisch NO GOAL oder elektronisch GOAL? Das wird doch vor dem Anpfiff so eingestellt. Dann muss eben Pepe vom Platz und Thomas Müller sagt: Ich muss erstmal die Bilder sehen, ob ich irgendwie blöd ausgesehen habe. Ja – hat er.

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So. Und streiten wir über Beschiss, wo Beschiss möglich ist, wenns ums Geld geht? Nein. Jeder entscheidet selbst, ob er den Rekord von Miro Klose sehen will (Angebot und Nachfrage).

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DIETMAR MOEWS: Radioaktiver Sand ohne Ross und Reiter

Juni 16, 2014

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Vom 16. Juni 2014

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte am 10. Juni 2014 als STREIFZUG auf Seite 2: „Göttingen: Ohne Ross und Reiter“. Robert von Lucius teilt mit, welche Entwicklung es um eine denkmalpolitische Entscheidung in Göttingen gibt: Die Konzeptkünstlerin und Professorin der Kunsthochschule Berlin, Christiane Möbus aus Hannover, hat mal wieder – wie schon viele vorher – den Dauerbrenner für polical correctness, „Die Göttinger Sieben“ gespielt.

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Göttinger Sieben“ waren Göttinger Professoren, die im Jahr 1837 gegen den hannoverschen Monarchen aufbegehrten, aber nach ihrem Protest gegen die

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Abschaffung der liberalen Landesverfassung ihre Ämter verloren und über die Landesgrenze Richtung Kassel sich retten mussten.

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Deshalb ist hier an Tschernobyl und die radioaktive Verseuchung durch starke Regenniederschläge über Deutschland und die Falschmeldungen der deutschen Regierungen, zu erinnern.

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Insbesondere die CDU und die CSU behaupteten, dass kaum erhöhte, gesundheitsschädliche Werte gemessen worden seien. Das war ausdrücklich gelogen.

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Mitglieder des Raschplatz-Nachtensembles

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Noch heute sind bayerische Wildschweine und Steinpilze nicht zu genießen. Man muss einfach beachten, dass sich die Strahlen anreichern, mit teils „unendlichen“ Halbwertzeiten.

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Dietmar Moews, Hannes Bartels, Klaus Weiße

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Dietmar Moews und der radioaktive König von Hannover:

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Ausgerechnet in den Frühjahrstagen des Jahres 1986, als der Kernreaktor von Tschernobyl durch eine irre Verkettung menschlichen Versagens der besten Ingenieure in den Kontrollräumen der Atomanlage von Tschernobyl kollabierte und unverzüglich explodierte, war der SUPERGAU eingetreten.

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Phototermin am Denkmalsockel auf der Leiter: Dietmar Moews und Hannes Bartels, Mai 1986

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Der Lebensraum nördlich von Kiew ist vernichtet. Die Unfallstelle hat man bis heute nicht abschließen können. Und bezahlen muss es die ganze Welt.

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Personalien-Kontrolle

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Ausgerechnet in jenen Tagen hatte man das seit Jahren korrodierende Bronze-Reiterstandbild auf dem Bahnhof-Vorplatz von Hannover (Ernst-August-Platz) mit einem riesigen Kran vom sechs Meter hohen Denkmalsockel gehievt und in eine Bronze-Gießerei zur Restaurierung abgeholt.

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Ein lustiger hannoveraner Architekt und Immobilist war auf die öffentlichkeitswirksame Idee gekommen, der Bauverwaltung der Bahn einen preisgünstigen Gestaltungsvorschlag zu unterbreiten. Der Kerl wollte statt des Bronze-Reiters auf seine eigenen Kosten eine standbildgroße Kiste auf den Denkmalssockel stellen. Die Kiste sollte, damit sie nicht leichtgewichtig runterkippen kann, mit Sand gefüllt sein.

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Der Clou sollte sein, dass da, wo sonst der Bronze-Pferdeschwanz des Reiterstandbildes sich befand (und heute wieder befindet) und wo sich Hannoveraner als Treffpunkt „Unterm Schwanz“ zu verabreden pflegen, ebenfalls am Hinterteil dieser Kiste ein Holzschwanz sichtbar angebracht sein sollte – und so kam es auch. AUFSCHRIFT: „INHALT 1 König“.

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Zur Freude der Medien hatte Hannover eine Sandkiste, wo sonst der Sockel leer stünde. Doch nun waren die atomvergifteten radioaktiven Wolken über Hannovers Sandkästen und Kinderspielplätze herniedergegangen.

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Das Raschplatz-Nachtensemble Hannover 1986

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Dietmar Moews schlug seinen Künstlerfreunden des Raschplatz-Nachtensembles vor, in einer Spray-Aktion der königlichen Sandkiste eine ergänzende Aufschrift zu verleihen: Statt „INHALT 1 König“ sollte es heißen „INHALT radioaktiver Sand“.

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In spontaner Intelligenz wurden besorgt: 1 Umzugs-LKW, 1 sechs Meter Aluleiter, mehrere Photographen, Ausweispapiere, eine Korrespondenz mit der hannoverschen Kulturverwaltung, eine Sprachdose mit brauner Farbe, sowie der kurzentschlossene Einsatz, abends um ca. 22 Uhr fuhren wir – ca. zehn Künstler – am Ernst-August-Denkmal vor dem Haupttbahnhof Hannovers vor, einige entluden die auszuziehende Leiter, einige verschlossen den LKW schnell und fuhren hinter den Bahnhof, wo wir hinterher die Leiter wieder hinzuschleppen hatten. Die Leiter wurde am Denkmalsockel angestellt, Sie langte gerade nach oben hin. Mein Freund, der Maler Hannes Bartels, auf den ich mich verlassen konnte (Dipl. Maschinenbauer und erfahrener Lehrer), hielt unten die Leiter, zusammen mit einem Helfer, dass sie nicht umfallen sollte und dass etwaige Störer der Aktion rhetorisch aufgehalten und abgewimmelt werden sollten.

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Ich hatte den feinsten 180er SS-Gewebe-Anzug, feines weißes Oberhemd, Seidenkravatte und teuerste Schuhe an und hatte die Leiter erklettert. In luftiger Höhe nutzte ich eine vorbereitete Schablone für ein großes Radioaktivitäts-Zeichen, sprayte das Wort INHALT in Versalien freihand und durchstrich die dicke vorhandene Aufschrift „1 König“. Es war windig – eine Hand für dich, eine Hand für die Arbeit – wie ich in der Zimmerei gelernt hatte. Und eine Hand für die Zigarette und eine Hand für die Schablone und eine Hand an der Leiter, mit der fünften Hand also sprayen.

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Kurz – ohne Generalprobe durfte dennoch kein Pfusch entstehen. Das müssen Leute machen, die durchziehen können.

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Ich war gerade auf der ersten Seite, der Schattenseite, fertig geworden. Die Besprayung war optimal gelungen. Leiter runter, Leiter umgestellt, wieder raufgeklettert, kamen in filmreifen Kurvenbremsungen Polizeiwagen, einer nach dem anderen, kurzes Blaulicht, direkt den Sockel dieses Fußgängerplatzes zugestellt, Polizisten rausgesprungen, Dienstmützen, Aufstellung, und der Leitersprayer wurde von unten angesprochen: „Er solle runterkommen“.

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Das Raschplatz-Nachtensemble bestand aber nicht nur aus Hosenscheißern. Die Fotografen blitzten mit Dauerfeuer, was die Polizisten etwas irritierte. Ein Journalist mit einem Schreibblock wollte den Einsatzleiter interviewen, die Fotografen blitzten das Interview, das gar nicht stattfand. Die die Leiter Sichernden hatten nun behauptet “Dies ist eine erlaubte Kunstaktion“.

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Hannes Bartels spricht mit Polizeibeamten

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Wer habe das genehmigt?

Das Kulturamt der Stadt Hannover“.

Haben Sie ein Papier?“

Während ich oben versuchte, die Sprayarbeit zügig zu vollenden, rief nun auch ich dazwischen: „Ich bin sofort fertig. Ich komme sofort runter. Ich zeige Ihnen die schriftliche Genehmigung.“

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Dietmar Moews verhandelt über das Papier

Gleichzeitig versuchten die rumstehenden Künstler und andere Passanten über den radioaktiven Sand zu diskutieren: Das sei ja eine sinnvolle Aktion: „Inhalt radioaktiver Sand“

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Die Taxifahrer an den Bahnhofs-Taxiständen hatten die Polizei alarmiert. Außerdem laufen überall die Überwachungskameras – wenn einer auf die Monitore schaut, wird jeder sofort entdeckt.

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Nachdem Alles wunderbar fertig gesprayt war, stieg ich die Leiter herab, jemand reichte mir mein Jacket, ich nahm ein Amtspapier heraus und verlangte vom Polizeibeamten den Dienstausweis, während die anderen Beamten mich aufforderten in eines der Polizeiwagen einzusteigen. Das war nun gar nicht meine Absicht.

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Soso, kühl wirds, Jacket über und Auf Wiedersehen.

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Ich hielt den Polizistenausweis hoch und rief, der Ausweis muss verlängert werden. Der Polizist griff verdattert nach seinem Ausweis, während ich aus meinem Kulturamtsbrief laut vorlas – von einer Denkmalsockel-Spray-Aktion war darin gar nicht die Rede.

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Es hatten sich inzwischen so viele Leute versammelt, dass einerseits meine Freunde inzwischen die Leiter, die Spraydose und die Schablone in Sicherheit bringen konnten. Man erklärte nach Aufnahme der Personalien, dass ja kein Schaden entstanden sei, die Aktion doch sinnvoll sei usw., die ersten Streifenwagen fuhren davon. Schließlich verabschiedeten sich die Beamten, die meine Personalien aufgenommen hatten und sagten, dass ich eventuell noch was hören werden.

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Ich hörte bereits am nächsten Tag, dass unsere Fotos gut geworden seien. Am zweiten Tag waren Fotos und Bericht in den Zeitungen: Die Sonne und der Sandkasten strahlten auf die Hannoveraner herab.

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Jetzt kommt also Christiane Möbus auf die tolle Idee, eine Sockel-Doublette ohne Reiterstandbild in Göttingen aufzustellen: Sie soll in Göttingen vor dem Bahnhof stehen – indes mit zwei nicht unwesentlichen Modifikationen gegenüber dem Vorbild in Hannover: Der König fehlt und das Pferd auch. Nur Hufabdrücke des Pferdes werden oben auf einen Aufsatz gehauen. Der massive Sockel indes kopiert jenes in Hannover, Größe und Granitstein sind identisch.

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Abgeändert wird die Aufschrift – denn dem Landesvater sein treues Volk bezahlte das Ding im Jahr 1861 keineswegs – es zahlten vor allem Beamte und der Sohn von Ernst-August Georg V.

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Dietmar Moews meint: Christiane Möbus ist eine sehr attraktive Frau – aber eine Bildhauerin? Wie viele sinnlos gefüllte Sockel oder wie viele leere Sockel wollen wir denn als Denkanregung hinstellen? Reichte es nicht, Zettel zu verteilen, mit der Aufschrift: Denk mal.

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Besser wäre noch UMARMEN.

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Ungelöste Entsorgung der radioaktiven Abfälle

Juni 15, 2014

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Vom 15. Juni 2014

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Die nukleare Entsorgung der Schweiz“ wird in der Neuen Zürcher Zeitung von Davide Scruzzi am 12.Juni 2014 vorgestellt, Überschrift:

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Endlose Endlagergeschichte“.

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Wir sind bei Trost in dieser alarmistischen Verschusselung der deutschen Geschicke, wenn wir mehr Energie organisieren und dadurch die Marktwirtschaft widerlegen: Mehr Elektrostrom wird bei uns Teuerung des Stroms.

Angesichts offenkundiger Kontrollmängel in tötlicher Dimension erfahren wir nur zufällig und beiläufig, wie eine bauliche Bohrung im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel Hochdruckkavernen mit unbekannter Flüssigkeit explodieren lässt und wie Kühe zwischen Münster und Benelux auf der Wiese umkippen, weil giftige Flüssigkeiten aus 40 qkm großen bergbaulichen Unterhöhlungen an die Oberfläche heraussteigen und teiche bilden, vor denen man angeblich sicher sei. Deshalb heißt es jetzt: Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgefrackt.

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Das Fracking soll zusätzliche Energie bringen (Drecksprofite ohne Verantwortlichkeiten), damit der Verbraucher noch höhere Kilowattstunden berechnet bekommen soll. Eine Schande der Dümmlichkeiten.

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Die nukleare Entsorgung in der Schweiz 1945 – 2006“ von Jörg Hadermann, Hans Issler, Auguste Zurkinden, im Verlag NZZ 2014.

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Das Buch vernachlässigt zwar die sozialen Dynamiken – also was die Schweizer denken, diskutieren und wollen -, gibt aber einen fachmännischen Einblick in ein Stück Technikgeschichte.

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Ich kürze und fasse, Davide Scruzzi in der NZZ, für die Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT hier zusammen:

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Die in der Schweiz zuständige Nagra und die Behörde für nukleare Sicherheit produzieren Atommüll und wissen bis heute nicht, wo das Gift mal gelagert werden könnte.

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Als man mit der Atomenergie begann, wusste man gar nichts zu den Abfällen. Bis in die 1980er Jahre wurde der größte Teil der schwach- und mittelaktiven Stoffe in Fässern eingeschlossen im Atlantik versenkt. Hochaktive Abfälle glaubte man im Ausland wiederaufbereiten lassen zu können (macht man glauben). Aber bei Wiederaufbereitung bleibt Hochgiftiges übrig, das die Schweiz zurücknehmen muss.

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Es entstand substantiierte Kritik und sozialer Druck. Die Nagra versuchte politisch zu regionalisieren und den Bundesrat zu lobbyieren.

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Das Buch geht dann näher auf den gescheiterten Lagerstandort Wellenberg ein. Die politischen Zusammenhänge werden aber nicht analysiert, sondern lediglich politische Entscheidungen werden gefordert.

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Aber es geht um Verantwortung, um Entschädigung, Kosten und auch praktische kantonale Vetorechte.

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Hat in Deutschland mal eine Kanzlerin das Wort Einbezug von Politik und sozialen Dynamiken gehört.

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Dietmar Moews meint: Auch in Deutschland erscheinen Sachbücher der Aufklärung. Unsere Massenmedien, insbesondere die staatlichen, berichteten heute, dass Franz Beckenbauer nun doch die Fragen der FIFA schriftlich beantworten wolle.

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