MOSSUL und RAKKA die Schlussoffensive gegen ISIS

Juni 6, 2017
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Vom Mittwoch, 7. Juni 2017

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Endlich mal ein richtiger Anschlag, im Sinne des Wortes, mit einem Hammer, heute nachmittags vor der Kathedrale NOTRE DAME in PARIS.

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Der Anschläger schlug nach einem Polizist, wurde niedergeschossen und ins Spital gebracht. Wie das wirklich gewesen ist, wird man gelegentlich privaten „Video-Mitschnitten“ entnehmen – vermutlich war es wie im NEPTUNBRUNNEN am Roten Rathaus von Berlin.

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DAGEGEN wendet sich der politisch mitdenkende Bürger mit Grausen ab. Denn erst vor zwei Wochen wurde im WESTEN ausgerufen:

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Der Endkampf gegen ISIS, in der ISIS-Hauptstadt von IRAK, MOSSUL, sei nun von der westlichen Allianz begonnen worden – es würde ähnlich schwierig wie bei der „Befreiung von ALEPPO, das vollkommen zerstört worden ist. Und, wobei auf die eingeschlossene Zivilbevölkerung wenig Rücksichten genommen werden konnte.

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ERFOLG in MOSSUL:

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Kaum Nachrichten, keinerlei Berichte, was mit den eingeschlossenen ZIVILISTEN von MOSSUL geworden ist. Die Süddeutsche brachte heute eine Kurznotiz – „schwere Verluste“.

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Heute nunmehr die PROKLAMATION des Endkampfes der Befreiung von RAKKA, der ISIS-Hauptstadt in SYRIEN.

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DIETMAR MOEWS „SEEROSEN“ DMW 324.24.81, 155cm / 287cm, Öl auf Leinwand, in Hannover gemalt

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Dietmar Moews meint: Komisch wirkt die propagandistische Lückeninformation, wenn man sich doch noch daran erinnert, wie schrecklich und rücksichtslos gegenüber den in Aleppo eingeschlossenen syrischen Zivilisten die RUSSEN und ASSADS staatliches Militär ALEPPO befreit hatten – wenn man jetzt den ENDKAMPF gegen ISIS um MOSSUL und um RAKKA angekündigt bekommt. Nur, dass die westliche Befreiung nicht gezeigt wird.

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ALEPPO wird für MOSSUL und RAKKA als militärtaktisches Beispiel genannt, weil wiederum asymmetrische ISIS-Milizen inmitten der eingekesselten Zivilbevölkerung auf Straßenkämpfe warten, während die „BEFREIER“ von außen mit schweren Waffen oder Luftangriffen nur ALLES platt machen können – eben wie es in ALEPPO geschah …

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Wir haben nun seit zwei Wochen von MOSSUL fast Nichts gehört und gesehen.

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Heute nun eine entsprechende Ankündigung zum Endkampf um RAKKA. Nur gut, dass die amerikanischen und deutschen Waffenlieferungen rechtzeitig auf allen Seiten ankommen – fährt ISIS immer noch Toyota?

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FINE E COMPATTO

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Der Völkermord an den Armeniern war Völkermord

April 21, 2015

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vom Dienstag, 21. April 2015

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Völkermord wurde von den massenhaften Morden an den Armeniern im Jahr 1915 her definiert. Es wurden etwa 1,5 Millionen Armenier von den Türken durchs osmanische Land Richtung Antiochien, Mittelmeer, nach Adana, Fevzipasa, Aleppo, Beirut, Amman deportiert, getrieben und ermordet.

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Die nach-osmanische Türkei stritt diesen Völkermord als historische Tatsache ab. Die heutige Erdogan-Türkei streitet den Völkermord definitorisch ab: Es sei kein Völkermord gewesen – es geschah im politischen Konflikt.

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Die deutsche Bundesregierung will den Begriff VÖLKERMORD nicht für den Völkermord an den Armeniern benutzen, weil die heutige Türkei diesen Begriff ablehnt.

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Es ist eine hier zu gehörende historische Tatsache, dass das deutsche Kaiserreich erheblich am Völkermord an den Armeniern beteiligt war. Bspw. bauten Deutsche in den Völkermordregionen im Jahr 1915 eine Eisenbahnlinie und unterstützten die Türken. Das deutsche Kaiserreich und das Osmanische Reich waren ab 1914 gemeinsam militärische Bündnispartner im Ersten Weltkrieg.

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Ferner gab es zwischen den Jahren 1904 bis 1908, unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang den ersten großen Völkermord des zwanzigsten Jahrhundert, den deutsche Kaiserliche an den Herero verübten.

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Deutscher Kolonialismus in Südwestafrika, heute Namibia, trieb das Volk der aufständischen Herero in die wasserlose Wüste und ließ sie verdursten –  Kriegsführer Trotha zielte auf die vollständige Vernichtung der Herero ab („Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden muß“ – ausdrücklich „stimmte der deutsche Kaiser Wilhelm II. diesem deutschen Vernichtungsdiktum zu.“

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Dietmar Moews meint: Es sieht so aus, als wolle Deutschland die Nazi-Judenvernichtung, bis 1945, als einmalige und voraussetzungslose Katastrophe hinstellen: Schoa und Genozid sollen als Fremdwort-Kodierung verwendet werden.

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Wenn neudefinitorisch Herero und Armenier bereits 40 Jahre vor der Judenvernichtung der Hitlerei ebenfalls Opfer systematischer Massenmordes von massenhaften Deutschen bzw. türkischen Massenmördern gewesen sind, erleidet der Exklusiv-Begriff Völkermord eine Abnutzung.

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DIE DEUTSCHEN SIND SICH DER DEUTSCHEN BETEILIGUNG AM Völkermord von 1915 gar nicht bewusst – und wollen es gar nicht wissen, denn – gemordet wurde doch zu allen Zeiten.

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Deshalb sollen jetzt in der deutschen Lügenpresse auch die neu eingeführten JUNGTÜRKEN die Völkermörder gewesen sind und nicht die TÜRKEN.

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Ist ERDOGAN ein JUNGTÜRKE? Ist MERKEL eine JUNGTÜRKIN?

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Die Farben des deutschen Kaisers und des Deutschen Reichs im Jahr 1915

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Im DLF sprach man heute vom BEGRIFFS-KOTAU:

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Kotau – das ist eine schlimme Sache.

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SYRIEN-ASSAD unterstützen die Kurden von Kobane

Oktober 23, 2014

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am Donnerstag, 23. Oktober 2014

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Heute schreibt die FAZ auf Seite 2: „Syrien: Wir stehen den Kurden bei. Assad-Regime liefert angeblich Waffen nach Kobane“.

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Der Krieg der ISIS, auch Islamischer Staat (IS) genannten sunnitischen Milizen in Irak und Syrien, ist in den einzelnen Wasserstands-Nachrichten nicht zu verifizieren. Ob gerade Propaganda oder gezielte Desinformationen, Notlage oder taktische Tricks – wird über die grobe Ausrichtung, entweder pro-westlich oder anti-amerikanisch oder neutral kaum hinausgehen können.

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Allerdings wäre wünschenswert, wenn die Insider der taktischen Maßnahmen des US-Weltherrschafts-Anspruchs heimliche oder unheimliche oder verworrene Zielvorstellungen durchdächten und dazu für die Wähleröffentlichkeit freie, transparente, demokratische Information einzöge, statt der permanenten Fehlinformationen und Vogelscheuchen.

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Die eindeutige Lage, dass die USA mit verbalen Vorsätzen in allen Kriegen der vergangenen Kriegsszenerien falsch lagen und Misserfolg hatten, hat die USA um Vertrauenswürdigkeit und Führungskompetenz gebracht. Wieso sollte man jemand glauben, der fortwährend Mist anstellt?

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Unter dem Vorbehalt, ob und dass Syrien auf die Seite der Kurden getreten ist, ist der Gedanke in den unvereinbarbaren Zielvorstellungen der „Parteien“ zumindest brisant. Denn Assad steht im bewaffneten Kampf mit quasi allen, mit schiitischen Hisbullah, sunnitischen Milizen (ISIS), mit kurdischen Unabhängigkeitskämpfern, mit christlichen Befreiungsgruppen sowie im feindlichen Gegenüber mit dem türkischen Nachbarn sowie mit den USA und Israel.

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Da inzwischen der Bürgerkrieg gegen Assad durch die ISIS zum Kalifats-Zweck an den Rand gedrängt worden ist, hat Assad anscheinend mit der Notlage der Kurden in Kobane eine Integrationsvolte gefunden. Assad kann die vielseitige Bürgerkriegssituation in Syrien, aller gegen alle, umfärben in einen gemeinsame Front gegen IS-Kalifats-Sunniten.

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Wie es den USA gefällt, die gegen ISIS vorgeben zu kämpfen, die USA, die gegenüber dem Nato-Partner Türkei die Kurden von Kobane ebenfalls gegen ISIS unterstützen – gehen gewissermaßen über die Eselbrücke der „Waffengemeinschaft“ mit Assad.

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Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

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Dietmar Moews meint: Ich sehe die Entwicklung der Kriegsgewalt im Vorderen Orient, zwischen Iran und Türkei, zwischen Kalifats-Sunniten und deren Antipoden unter mehreren Hauptlinien.

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EINS Es gibt ca. 40 Millionen Kurden. Die Lebenskraft der Kurden wird sich militärisch und taktisch erweisen müssen, unter den Alternativen, dadurch stark zu werden und auf einen zukünftigen eigenen Staat Kurdistan hoffen zu dürfen. Andererseits würden die Kurden aufgerieben um weiterhin hauptsächlich in Syrien, Türkei, Iran und Irak unterdrückt zu bleiben.

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ZWEI Die ISIS-Sunniten können ihr kriegerisches Kalifat nicht durchsetzen. Es fehlt ihnen auf die Dauer die Wirtschaftskraft. Und es fehlt ISIS der konkrete Nachschub an Waffen. Man kann darauf warten, dass die us-amerikanischen Waffen und Munition, die ISIS hauptsächlich von der irakischen Armee übernehmen konnte, verbraucht sein werden. Sie werden nicht mit Toyota-Pickup und MG-Bewaffnung die High-Tech-Bewaffnung der USA stoppen können. Sie werden US-Killerdrohnen nicht hacken können – so vermute ich.

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DREI Syrien wird eine Lösung mit Kurdistan entfalten können und gemeinsam ISIS nach Irak zurückdrängen. In Irak wird ISIS mit irakischen Kurden ebenfalls nicht fertig werden und auf Bagdad zurückgeworfen werden. Während im Süden die irakische Schiiten mit Unterstützung des Irans ebenfalls ISIS nicht das Kalifat durchsetzen lassen werden.

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In diesen Perspektiven ist nirgend für USA-Kriegseinsatz oder USA-Waffenlieferungen platz.

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Deutschland sollte innerhalb des Westens und innerhalb der Nato solche Weltherrschaftsmodelle der USA versuchen an die Wirklichkeit anzubinden, auf internationales Recht und auf Vernunft.

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„THE CUT“ – Buntfilm als geistlose Staatskunst von FATIH AKIN

Oktober 19, 2014

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am 19. Oktober 2014

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So sehen Lagernde um 1915 aus!

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Schlechter FILM in deutschen Kinos – diskussionswürdig: CUT – THE CUT lautet der Titel eines in US-English gedrehten, auch in deutscher Sprache synchronisierten bzw. mit deutschen Untertiteln auf English, von dem deutschen Türken Fatih Akin verwirklichter Spielfilm.

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Es ist der erste Spielfilm in dem der Völkermord durch die Türken mit ca. 1,5 Millionen armenischen Todesopfern – in den Jahren 1915 bis 1923 – als historische Grundlage exponiert wird – richtiger muss man sagen: ANGEBLICH EXPONIERT.

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FILMKRITIK

THE CUT ist als kinoästhetisches Ereignis, wenn man die primären Qualitäten anspricht – wie Kamera, Bildqualität, Tonqualität, Schnitt, Anschlüsse und Dramaturgie, Casting, Locations, Hauptdarsteller – gemeistert. Alles andere ist ein Disaster – ein kulturindustrielles dummes Machwerk.

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An THE CUT ist in keiner Sekunde eine Chance als Zuschauer einen Film im Film zu erleben. Immer unterschreitet das Finish die Absicht. Wie im Karl-May-Roman entsteht keine Spannung, weil man weiß: Der Protagonist überlebt bis zum Happy End (ich habe schon mittendrin gesagt: Am Schluss kann er reden).

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Dekoration, Maske, Kostüme, die Genrestaffagen von Tin Lizzie bis Mauleselkarren, das Hacken der Gefangenen in der Wüste, das Gewitter, kein richtiges Verdursten, sämtliche Gewaltszenen sind Schülertheater, die Bewegungen und Dialoge – man sieht geradezu, wie der Regieassistent das Zeichen gibt, wie von hinten Leute zufällig durchs Bild gehen, fehlte nur noch, dass Nebendarsteller zur Rolex schauen, I-Phone-Klingeltöne mit dem Schlaflied abspielen oder „zufällig“ mal Komparsen in die Kamera schauen – kurz, all das völlig schlecht, unter aller Sau.

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Das Thema Genozid an den Armeniern findet in THE CUT nicht statt.

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Eine irgendwie geistig-filmkünstlerische Ambition des Regisseurs Fatih Akin ist nicht zu erkennen.

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THE CUT macht keine Hoffnung auf einen guten Regisseur in Zukunft.

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Es fehlt der Geist, etwas Neues zu wollen bzw. auch nur vorne zu sein. Die Chance einen hochaufgeladenen historischen Stoff rauszubringen wurde nicht genutzt.

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Akin hätte einen Zweig in die Wüste rammen müssen, so, dass der Zuschauer glaubt, es sei eine Königin. Er hätte Kindern den Traum im Sandkasten, mit Händen Königreiche und Burgen zu bauen, anzünden müssen – stattdessen: Wüstenlager mit wartenden, als Genozidopfer verkleideten Komparsen und sinnlose Handgriffe: Es weht ein Wind, doch Nazaret (jüdischer Name des Armenier-Hauptdarstellers) deckt seinen Umhang über die Gestorbene, was bei solchem Wind völliger Unfug ist. Einer schenkt ihm seine Stiefel – die nimmt er unter den Arm, statt anzuziehen. Und so weiter und so fort: Er schleppt sich sterbend dahin und sitzt unmittelbar danach aufrecht bei Kräften in einem rettenden Zelt, frisch gewaschen und isst und trinkt – na, ja. Schaut lieber Charlie Chaplin als in den Puff zu gehen. Er stolpert allein durch die Wüste – kein Umschnitt auf die Umgebung oder wohin er wohl blickt, während er ein Ziel anstrebt.

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Eigentlich ist es ein bedeutungsloser Landschaftsfilm mit einem hübschen Hauptdarsteller. Wo allein der Unterschied zur heutigen Kommerz-Clip-Ästhetik darin besteht, dass es längere Einstellungen gibt, wo auch immer der Set gedreht haben mag.

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THE CUT macht aus dem bislang überwiegend verleugneten Genozid der osmanischen Türkei an ca. 1,5 Millionen christlichen Armeniern, zwischen 1915 und 1923, ein Flüchtlingsdrama über mehrere Kontinente – So weit Forell die Füße tragen, Vorderasien, Kuba, USA (Filmförderung).

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Der Regisseur AKIN hätte sich intensiv mit „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel beschäftigen müssen, um zu sehen, was ein Kunstwerk können muss, wenn es schon den historischen Stoff auf den Maßstab einer Miniatur verkleinert bzw. damit die Höhe des Themas nicht völlig aus den Augen verloren geht.

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Dazu kommen moslemisch, christlich, und jüdische Stereotype. Fatih Akin zeigt eine sinnlich-folkloristische Beziehung zu handgreiflichen Brutalitäten, aber seine Bilder unterschreiten immer eine zur Immagination anregende Bilder- und Tondarstellung. Der stereophone Raumklang wird teils effektvoll vordemonstriert, erreicht aber niemals die Höhe einer herausragenden Tondramaturgie, die allein im Stande wäre, einen solchen Film zum geistigen Hörerlebnis auszubauen.

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Schließlich wurde der Film und das Dreh/Schnitt-Buch hollywoodartig nachgearbeitet. THE CUT wurde gewissermaßen aufgenuttet, verliert dabei aber die vermutlich ursprünglich von Akin gewünschte Langsamkeit.

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Ich wünsche dem deutschen Film, der deutschen Filmförderung, den Hamburger Preisverleihern usw. eine intensive und kritische Diskussion mit den Kinobesuchern, befürchte aber, dass es sich schnell rumspricht, dass ein Filmdrama THE CUT überall in der Welt hätte spielen können, wo Herr und Knecht Kinder kriegen oder machen wollen. Es fehlten noch alle 15 Sekunden die Marlboro-Werbe-Einblendungen – als sei THE CUT als Referenz zur Comercial-Akquise gedreht worden.

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TÜRKEN-Reflexe vor Musa Dagh

August 6, 2014

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am Mittwoch, 6. August 2014

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Deutschland muss seine Türkeipolitik korrigieren:

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In Deutschland wird seit der Nazizeit politisch unterschätzt, wie groß der Führungs- und Fühlungsbedarf in den gesellschaftlichen Gruppen unterernährt wird und als Stress leistungsmindernd sich auswirkt.

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Mit Leistungsminderung wird hier aus soziologischer Sicht gesagt, dass die tägliche Integration und Reproduktion auf soziale Dynamik und Aktivitätskraft angewiesen ist. Das gesamte soziale Geschehen muss in seinen Potentialen analysiert und organisatorisch koordiniert werden. Freundlichkeit, Stimulation und  Inspiration sind jeder Wertverwirklichung vorausgesetzt. Angst und Druck sind immer bedenkliche Kosten. Hierauf sind die organisatorischen Steuerungsmaßnahmen einzustellen. Es reicht also nicht Drogen oder Schlaftabletten zu verteilen, Volksbelustigung und Zersetzung zu organisieren und schon in der Kindererziehung für Irritation und Bindungsschwächen hin Gift und Minenfelder unterzumischen.

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Es muss Animation und Bildung durch Meister und Vorbilder, durch zuverlässige Eltern und verlässliche offiziale Information sowie durch kommunikationsfreundliche Leitbilder und Symbole geprägt werden.

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Staatsorganisation kann das Leben lebendig stimulieren oder lähmen und vergiften. Hierfür ist das Führen und Fühlen stärker auf Tradition und Gewohnheiten angewiesen, als es der moderne Sozio-Kulturler gerne glauben möchte. Hierin liegt, warum sich neudeutsche Türken – völlig normal – als Orientalen einzurichten wünschen. (Wir sehen, in aller Welt bilden Einwanderer Kolonien).

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Dietmar Moews meint: Ich möchte einen kleinen Textauszug vorstellen, der die Führungs- und Fühlungsdynamik von Menschen zeigt:

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Gabriel – er wendet den lauschenden Blick noch immer von der Villa nicht ab – hat den Großvater gekannt. Er wurde ja unten in dem Hause geboren und hat so manchen langen Kindheitsmonat dort verbracht. Bis zu seinem zwölften Jahr. Und doch, dieses frühere Leben, das einst das Seinige war, berührt ihn unwirklich bis zur Schmerzhaftigkeit. Es gleicht einem vorgeburtlichen Dasein, dessen Erinnerungen mit unwillkommenen Schauern die Seele ritzen. Hat er den Großvater tatsächlich gekannt oder ihn nur in einem Knabenbuch gelesen oder abgebildet gesehen? Ein kleiner Mann mit weißem Spitzbart in einem langen, gelb-schwarz gestreiften Seidenrock. Der goldene Kneifer hängt an einer Kette auf die Brust herab. Mit roten Schuhen geht er durch das Gras des Gartens. Alle Menschen verbeugen sich tief. Zierliche Greisenfinger berühren die Wange des Kindes. War es so, oder ist es nur eine leere Träumerei? Mit dem Großvater ergeht es Gabriel Bagradian ähnlich wie mit dem Musa Dagh. Als er vor einigen Wochen den Kindheitsberg zum erstenmal wiedersah, die dunkelnde Kammlinie gegen den Abendhimmel, da durchflutete ihn eine unbeschreibliche Empfindung, schreckhaft und angenehm zugleich. Ihre Tiefe ließ sich nicht ergrübeln. Er gab es sofort auf. War es der erste Atemzug einer Ahnung? Waren es dreiundzwanzig Jahre?

Dreiundzwanzig Jahre Europa, Paris! Dreiundzwanzig Jahre der völligen Assimilation! Sie gelten doppelt und dreifach. Sie löschen alles aus. Nach dem Tode des Alten liebt die Familie, vom Lokalpatriotismus des Oberhauses erlöst, diesen orientalischen Winkel. Der Hauptsitz der Firma bleibt nach wie vor in Stambul. Doch Gabriels Eltern leben mit ihren beiden Söhnen jetzt in Paris. Der Bruder, auch er heißt Awetis, um fünfzehn Jahre älter als Gabriel, verschwindet aber rasch. Als Mitchef des Importhauses kehrt er in die Türkei zurück. Nicht zu Unrecht trägt er den Vornamen des Großvaters. Ihn zieht es nicht nach Europa. Er ist ein einsamkeitssüchtiger Sonderling. Die Villa in Yoghonoluk kommt nach mehrjähriger Verlassenheit durch ihn wieder zu Ehren. Seine einzige Liebhaberei ist die Jagd, und von Yoghonoluk aus unternimmt er seine Weidfahrten ins Taurusgebirge und in den Hauran. Gabriel, der von dem Bruder kaum etwas weiß, geht in Paris aufs Gymnasium und studiert an der Sorbonne. Niemand zwingt ihm den kaufmännischen Beruf auf, zu dem er, eine wunderliche Ausnahme seines Stammes, nicht im geringsten taugt. Er darf als Gelehrter und Schöngeist leben, als Archäologe, Kunsthistoriker, Philosoph, und empfängt im übrigen eine Jahresrente, die ihn zum freien, ja wohlhabenden Mann macht. Sehr jung noch heiratet er Juliette. Diese Ehe bringt eine tiefere Wandlung. Die Französin zieht ihn auf ihre Seite. Nun ist Gabriel Franzose mehr denn je. Armenier ist er nur mehr im akademischen Sinn gewissermaßen. Dennoch vergisst er sich nicht ganz und veröffentlicht einen oder den anderen seiner wissenschaftlichen Aufsätze in armenischen Zeitschriften. Auch bekommt sein Sohn Stephan mit zehn Jahren einen armenischen Studenten zum Hofmeister, damit ihn dieser in der Sprache seiner Väter ausbilde. Juliette hält das anfangs für höchst überflüssig, ja sogar schädlich. Da ihr aber das Wesen des jungen Samuel Awakian angenehm ist, gibt sie nach einigen Rückzugskämpfen ihren Widerstand auf. Die Zwistigkeiten der Gatten wurzeln immer in ein und demselben Gegensatz. Wie sehr sich aber Gabriel auch bemüht, im Fremden aufzugehen, er wird dennoch von Zeit zu Zeit in die Politik seines Volkes hineingezogen. Da er einen guten Namen trägt, suchen ihn etliche der armenischen Führer auf, wenn sie in Paris sind. Man bietet ihm sogar ein Mandat der Daschnakzagan-Partei an. Wenn er auch diese Zumutung mit Schreck von sich weist, so nimmt er doch an dem bekannten Kongress teil, der im Jahre 1907 die Jungtürken mit der armenischen Nationalpartei vereinigt. Ein neues Reich soll geschaffen werden, in dem die Rassen friedlich und ohne Entehrung nebeneinander Leben. Für ein solches Ziel begeistert sich auch der Entfremdete. Die Türken machen in diesen Tagen den Armeniern die schönsten Komplimente und Liebeserklärungen. Gabriel Bagradian nimmt nach seiner Art den Treueschwur ernster als andere. Dies ist der Grund, weshalb er sich bei Ausbruch des Balkankrieges freiwillig zu den Waffen meldet. Er wird an der Reserveoffiziersschule zu Stambul im Eilverfahren ausgebildet und kommt noch zurecht,um als Offizier einer Haubitzbatterie die Schlacht bei Bulair mitzukämpfen. Diese einzige große Trennung von den seinigen währt länger als ein halbes Jahr. Er leidet tief unter ihr. Vielleicht fürchtet er, Juliette könnte ihm entgleiten. Irgend etwas in ihrer Beziehung zu ihm fühlt er gefährdet, obgleich er keinen wirklichen Anlass zu diesem Gefühl hat.

Nach Paris zurückgekehrt, schwört er allen Dingen ab, die nicht allein dem inneren Leben gelten. Er ist ein Denker, ein abstrakter Mensch, ein Mensch an sich. Was gehen ihn die Türken an, was die Armenier? Er denkt daran, die französische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Damit würde er vor allem Juliette glücklich machen. Zuletzt hält ihn immer wieder ein Missgefühl davon ab. Er ist freiwillig in den Krieg gegangen. Wenn er auch in seinem Vaterland nicht lebt, so kann er es doch nicht widerrufen. Es ist sein Väter-Land. Die Väter haben Ungeheures dort erlitten und es dennoch nicht aufgegeben. Gabriel hat nichts erlitten. Er weiß von Mord und Metzelei nur durch Erzählungen und Bücher. Ist es nicht gleichgültig, wohin ein abstrakter Mensch zuständig ist, denkt er, und bleibt ottomanischer Untertan. Zwei glückliche Jahre in einer hübschen Wohnung der Avenue Kleber. Es sieht so aus, als seien alle Probleme gelöst und die endgültige Lebensform gefunden. Gabriel ist fünfunddreißig alt. Juliette vierunddreißig, Stephan dreizehn. Man hat ein sorgloses Dasein, keinen besonderen Ehrgeiz, geistige Arbeit und einen angenehmen Freundeskreis. Was letzteres anbetrifft, ist Juliette tonangebend. Dies zeigt sich hauptsächlich darin, dass der Verkehr mit Gabriels alten armenischen Bekannten – seine Eltern sind längst verstorben – immer mehr einschrumpft. Juliette setzt gleichsam ihr Blut unnachgiebig durch. Nur die Augen ihres Sohnes kann sie freilich nicht ändern. Gabriel aber scheint von alledem nichts zu merken. Ein Eilbrief Awetis Bagradians bringt den Umschwung des Schicksals. Der ältere Bruder fordert Gabriel auf, nach Stambul zu kommen. Er sei ein schwerkranker Mann und nicht mehr fähig, das Unternehmen zu leiten. Darum habe er seit Wochen schon alle Vorbereitungen getroffen, um die Firma in eine Aktiengesellschaft zu verwandeln. Gabriel möge erscheinen, um seine Interessen wahrzunehmen. Juliette, die auf ihren Weltsinn nicht wenig pocht, erklärt sogleich, sie wolle Gabriel begleiten und während der Verhandlungen unterstützen. Es gehe ja um sehr große Dinge. Er aber sei von harmloser Natur und den armenischen Kniffen der anderen keineswegs gewachsen. Juni 1914. Unheimliche Welt. Gabriel entschließt sich, nicht nur Juliette, sondern auch Stephan und Awakian mit auf die Reise zu nehmen. Das Schuljahr ist ja so gut wie zu Ende. Die Angelegenheit kann sich lange hinausziehen und der Lauf der Welt lässt sich nicht berechnen. In der zweiten Juliwoche kommt die Familie in Konstantinopel an. Awetis Bagradian jedoch hat sie nicht erwarten können. Er ist mit einem italienischen Schiff nach Beirut abgereist. Sein Lungenleiden hat sich in den letzten Tagen mit grausamer Schnelligkeit verschlechtert und er konnte die Luft von Stambul nicht länger ertragen. (Merkwürdig, der Bruder des Europäers Gabriel geht nicht in die Schweiz, sondern nach Syrien, um zu sterben.) Anstatt mit Awetis verhandelt Gabriel nun mit Direktoren, Rechtsanwälten und Notaren. Er muss aber erkennen, dass der unbekannte Bruder für ihn auf die zarteste und umsichtigste Art vorgesorgt hat. Da kommt es ihm das erstemal ganz stark zu Bewusstsein, dass es dieser kranke ältliche Awetis ist, der für ihn arbeitet, dem er sein Wohlergehen verdankt. Welch ein Widersinn, dass Brüder einander so fremd bleiben müssen. Gabrieler schrickt vor dem Hochmut, den er in sich gegen den „Geschäftsmann“, gegen den „Orientalen“ nicht immer unterdrückt hat. Jetzt erfasst ihn der Wunsch, ein Unrecht gutzumachen, ehe es zu spät ist, ja eine leichte Sehnsucht. Die Hitze in Stambul ist wirklich nicht auszuhalten. Nach dem Westen zurückzukehren scheint jetzt nicht ratsam. Lassen wir den Sturm vorübergehen. Hingegen ist schon der Gedanke an eine kleine Seefahrt eine Erquickung. Einer der neuesten Dampfer des Khedival Mail läuft auf dem Wege nach Alexandria Beirut an. Auf den westlichen Hängen des Libanon sind moderne Villen zu mieten, die den unbescheidensten Ansprüchen genügen. Die Kenner wissen, dass keine Landschaft der Erde schöner ist als diese. Gabriel aber hat es gar nicht nötig, mit solchen Überredungskünsten aufzuwarten, denn Juliette ist sogleich einverstanden. In ihr lebt schon seit langer Zeit eine dumpfe Ungeduld. Die Aussicht auf etwas Neues lockt sie an. Während sie auf hoher See sind, prasseln die Kriegserklärungen der Staaten aufeinander. Als sie den Landungsquai von Beirut betreten, haben in Belgien, auf dem Balkan und in Galizien schon die ersten Kämpfe begonnen. An eine Heimkehr nach Frankreich ist nicht mehr zu denken. Sie sitzen fest. Die Zeitungen berichten, dass die Hohe Pforte in den Bund der Mittelmächte treten werde. Paris ist Feindesland geworden. Der tiefere Zweck der Reise entpuppt sich als verfehlt. Awetis Bagradian ist dem Bruder zum zweitenmal entronnen. Er hat Beirut vor ein paar Tagen verlassen und die beschwerliche Reise über Aleppo und Antiochia nach Yoghonoluk gewagt. Auch der Libanon genügt ihm nicht für den Tod. Der Musa Dagh muss es sein. Der Brief aber, in dem der Bruder diesen seinen Tod selbst ankündigt, trifft erst im Herbst ein….“

aus „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel , 1947,

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