Gottbegnadete und 378 Kriegsdienstbefreite Hitlers

September 15, 2021

Lichtgeschwindigkeit 10292

am Mittwoch, den 15. September 2021

Blitz DMW 393.14.86, 155cm/287cm Öl auf Leinwand/Blattgold, Dietmar Moews, 1986 in Hannover gemalt

Es gab in der Nazizeit, zwischen 1933 und 1945, eine zensierte Kunstproduktion, Verbote für Künstler und Naziaufträge an Künstler.

Daraus entstanden in jenen Jahren staatliche Demonstrationen mit dem Anspruch, der Öffentlichkeit zu zeigen, welche Kunst gewünscht war und welche als ENTARTET anzusehen wären.

Eine staatliche Zensur fand darin Ausdruck, dass insgesamt 378 Künstler das NAZI-ATTRIBUT „GOTTBEGNADETE“ zugesprochen erhielten. Zwölf dieser „Gottbegnadeten“ erhielten weitere Bevorzugungen als lebenswichtige „Sonder-Künstler“ – darunter der Bildhauer Thorak. Während die als ENTARTET abgestempelten Künstler geächtet, abgedrängt und sogar vernichtet worden sind, wurden die „Gottbegnadeten“ vom Kriegsdienst befreit und genossen alle staatlichen Würdigungen, Ehrungen, Atelierbauten, Projektförderungen, Werkaufträge, Kataloge und größte Ausstellungen in den ersten Häusern des Dritten Deutschen Reiches sowie durch internationale Präsentationen.

Der Bildhauer, der im Jahr 1929 die Göbel-Darstellung am gefälschten Geburtshaus des gefälschten Erfinders der Edison-Glühlampen-Technik, Heinrich Göbel (1818-1893) in Springe, Region Hannover, verbrochen hatte war Nazi-Professor Hermann Scheuernstuhl (1894-1982), einer der späteren „Gottbegnadeten“.

Scheuerstuhl-Göbel-Bronze-Tafel an einem falsch etikettierten Haus in Springe, seit 1929 (mit Teilzeit-Stadtarchivar Andreas Lilge)

THE GUARDIAN, in der Londoner Tageszeitung berichtete kürzlich Stuart Jeffries (übersetzt von Dietmar Moews):

„Hitlers Lieblingskünstler:

Warum stehen die Nazi-Statuen noch immer in Deutschland?

Eine schockierende neue Ausstellung zeigt die florierenden Nachkriegskarrieren von Künstlern, die der Führer als „göttlich begabt“ bezeichnete. Viele von ihnen haben Werke geschaffen, die noch heute zu sehen sind.

Ein Foto aus dem Jahr 1940 zeigt drei siegreiche Nazis in Paris vor der Kulisse des Eiffelturms. Innerhalb weniger Jahre war einer dieser Männer, Adolf Hitler, durch seine eigene Hand tot; ein anderer, Albert Speer, schrieb im Gefängnis von Spandau seine Memoiren, nachdem er bei den Nürnberger Prozessen einem Todesurteil entgangen war. Aber der dritte, Arno Breker, lebte und war frei. Er schuf im neuen Westdeutschland Skulpturen, die in ihrer Bombastik und Ikonographie an die Skulpturen aus der Zeit des Dritten Reiches erinnerten

Breker verkörpert die These einer bemerkenswerten neuen Ausstellung in Berlin, dass Hitlers Lieblingskünstler und -bildhauer das Dritte Reich überlebten und den öffentlichen Raum der neuen Bundesrepublik Deutschland mit Kunstwerken füllten, die sich kaum von denen unterschieden, die sie zwischen 1933 und 1945 geschaffen hatten.

So wurde Breker 1957 mit einer Skulptur beauftragt, die vor dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal aufgestellt werden sollte. Das Ergebnis war eine überlebensgroße Bronze von Pallas Athene, der griechischen Göttin des Krieges und der Weisheit, behelmt und bereit, einen Speer zu werfen. „Die Ikonographie ist dieselbe wie in der Nazizeit“, sagt der Kurator der Ausstellung, Wolfgang Brauneis.

Breker wurde von den Führern des Dritten Reiches gelobt. 1944 stand er auf einer Liste von 378 „Gottbegnadeten“ oder „gottbegabten“ Künstlern, die von Hitler und dem nationalsozialistischen Chefpropagandisten Joseph Goebbels vom Militärdienst befreit wurden. 1936 ernannte Hitler Breker zum offiziellen Staatsbildhauer und stellte ihm ein großes Atelier und 43 Assistenten zur Verfügung. Er erhielt den Auftrag, zwei athletische Skulpturen für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin zu schaffen. Drei weitere Skulpturen – „Die Partei“, „Das Heer“ und „Die schreitenden Pferde“ – wurden am Eingang von Speers Neuer Reichskanzlei in Berlin aufgestellt.

Von 1937 bis 1944 gehörte Breker zu den Hunderten von deutschen Künstlern, deren Werke in der Großen Deutschen Kunstausstellung in München gezeigt wurden, einer Ausstellung, die zeigen sollte, was die Nationalsozialisten für die richtige Kunst hielten. Ein Großteil der Werke pries die deutschen Opfer des Ersten Weltkriegs oder neoklassizistische heroische Skulpturen wie Brekers Prometheus.

Goebbels stellte dieser vermeintlich großen Kunst ihr Gegenteil gegenüber. Er ordnete eine weitere Ausstellung der so genannten „Entarteten Kunst“ im Münchner Institut für Archäologie an. Sie versammelte 650 Gemälde, Skulpturen und Grafiken von 112 vorwiegend deutschen und oft jüdischen Künstlern, darunter Georg Grosz, Emile Nolde, Otto Dix, Franz Marc und Paul Klee.

Nach dem Krieg hätte man meinen können, Brekers Status als Bildermacher für die Nazis hätte ihn in der neuen deutschen Republik zur persona non grata gemacht. Im Gegenteil, er profitierte von einem alten Netzwerk von Nazis: Seine Pallas Athene in Wuppertal wurde durch die Fürsprache des ebenfalls „gottbegabten“ Architekten Friedrich Hetzelt ermöglicht.

Obwohl er 1948 als Professor für Bildende Künste in Berlin entlassen wurde, nachdem er als Mitläufer der Nazis bezeichnet worden war, setzte Breker seinen beruflichen Erfolg fort und entwarf Skulpturen für das Düsseldorfer Rathaus. Er schuf auch Büsten von politischen Führern wie Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Als das Centre Pompidou in Paris 1981 eine Breker-Retrospektive veranstaltete, gab es zwar Proteste von Anti-Nazi-Aktivisten. Doch vier Jahre später wurde sein posthumes Ansehen gestärkt, als das Schloss Nörvenich ein Arno-Breker-Museum eingerichtet wurde, das noch heute besichtigt werden kann.

Breker war kein Einzelfall. Die Ausstellung des Deutschen Historischen Museums umfasst mehr als 300 Kunstwerke – Wandteppiche, Wandbilder, Skulpturen -, die von NS-Künstlern oder Mitläufern nach 1945 geschaffen wurden. Darunter befinden sich auch Arbeiten von Hermann Kaspar, den Speer mit der Gestaltung von Mosaiken, Fresken, Fußböden, Friesen und Holzintarsien für die Neue Reichskanzlei beauftragte. Hitler war vor allem von der Intarsie des überdimensionalen Schreibtisches im Arbeitszimmer des Führers angetan, die, wie Speer in seinen Memoiren berichtet, die Maske des Kriegsgottes Mars darstellte, hinter der ein Schwert mit einer Lanze gekreuzt war. „Sieh an, sieh an“, soll Hitler zu Speer gesagt haben. „Wenn die Diplomaten, die hier vor mir am Tisch sitzen, das sehen, werden sie lernen, sich zu fürchten.“

Der Schweizer Maler Ferdinand Hodler

Nach dem Krieg erhielt Kaspar zahlreiche staatliche Aufträge, darunter den Staatswappenteppich im Senatssaal des Bayerischen Landtags. Vor allem aber beendete Kaspar Arbeiten, die er im Dritten Reich begonnen hatte. Sein monumentales Wandmosaik für die Kongresshalle des Deutschen Museums in München begann er 1935 und vollendete es 1955.

Kaspars Nachkriegserfolg bestätigt eine Bemerkung des großen deutsch-jüdischen Philosophen Max Horkheimer, als er Ende der 1940er Jahre aus dem amerikanischen Exil an die Universität Frankfurt zurückkehrte. „Ich besuchte gestern eine Fakultätssitzung und fand sie viel zu freundlich und zum Kotzen“, schrieb er. „All diese Leute sitzen da wie vor dem Dritten Reich. Als ob nichts geschehen wäre … sie spielen eine Geistersonate, die Strindberg stehen lässt.“

.

.

Brauneis schließt sich dieser Einschätzung an: „In Westdeutschland und Österreich, wenn nicht in Ostdeutschland, waren viele der erfolgreichsten Künstler Nazis.“ Die Geistersonate ging weiter, als hätte es den Holocaust nicht gegeben. Brauneis‘ Ausstellung soll ein vernachlässigtes Kapitel der deutschen Geschichte ans Licht bringen.

Die offizielle Version lautet nämlich, dass Westdeutschland kein Zufluchtsort für Nazis war und dass nach 1945 eine radikale neue Ästhetik entstanden ist. In der Tat erzählt eine parallele Ausstellung im Museum die Geschichte der Documenta, der alle fünf Jahre in Kassel stattfindenden Schau zeitgenössischer Kunst. Als Bundespräsident Theodor Heuss 1955 die erste Documenta eröffnete, durften Künstler, die in der Nazizeit ihre Blütezeit erlebt hatten, dort nicht ausstellen, da sie als unpassend für das modernistische, antinazistische Selbstverständnis der jungen Republik galten.

Brauneis argumentiert, dass die verborgene Geschichte, die er enthüllt, dieses schmeichelhafte Bild untergräbt. „Die Wahrheit ist, dass diese ‚gottbegnadeten‘ Künstler eng mit dem kulturpolitischen Programm der Bundesrepublik verknüpft waren.“

Nehmen wir Willy Meller. Er schuf Skulpturen für das Berliner Olympiastadion und andere für den NS-Ferienort Prora. Nach dem Krieg blühte Meller beruflich auf und schuf Skulpturen für die Deutsche Post, einen Bundesadler für das Palais Schaumburg in Bonn, den damaligen Amtssitz des Bundeskanzlers. Für die 1962 eröffnete Oberhausener Gedenkhalle für die Opfer des Nationalsozialismus schuf Meller sogar das Werk Die trauernde Frau. „Als die Trauerfrau enthüllt wurde“, so Brauneis, „schien niemand zu bemerken, dass ein ‚gottbegnadeter‘ Künstler den Auftrag erhalten hatte, eine Skulptur für eine Gedenkstätte für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu schaffen.“

.

In der Tat weist Brauneis darauf hin, dass, wenn es in der Presse oder unter Kunstkritikern Einwände gegen öffentlich in Auftrag gegebene Kunst in Westdeutschland gab, ihre Beschwerden selten etwas mit der Nazi-Legitimation der Künstler zu tun hatten. Was Kritiker, Presse und Publikum gleichermaßen einte, war vielmehr die Ablehnung moderner Kunst im öffentlichen Raum.

Es ist, als ob die düstere Dialektik, die Goebbels 1937 in München aufstellte – auf der einen Seite die heroische, neoklassische deutsche Kunst, die von den Nazis sanktioniert wurde, und auf der anderen Seite die moderne Kunst von Juden und „entarteten“ Ausländern, die oft von den Nazifunktionären verbrannt wurde – in den ersten Jahrzehnten des Bestehens Westdeutschlands immer noch nachwirkte.

Schließlich wurden auch Gegenstimmen laut. Besonders auffallend ist jedoch, wie viele Werke dieser NS-Künstler aus der Nachkriegszeit kaum beachtet im öffentlichen Raum in Deutschland überlebt haben. Raphael Gross, der Präsident des Deutschen Historischen Museums, erinnert sich, dass er, als er in Frankfurt lebte, jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einer Skulptur im Rothschild-Park vorbeikam. „Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass sie während des Dritten Reiches in Auftrag gegeben und nach dem Krieg aufgestellt worden war.

.

Der Park, der nach der Familie Rothschild benannt ist, die das Anwesen 1837 gekauft hatte, wurde von den Nazis angeeignet und das Schloss 1944 bei einem RAF-Bombenangriff zerstört. Heute befindet sich im Park eine Statue namens Der Ring der Statuen, die sieben nackte allegorische Figuren von Georg Kolbe darstellt, die 1941 in Auftrag gegeben, aber erst 1954 aufgestellt wurde.

Seltsam, dass ein Park, der erst nach dem Krieg wieder den jüdischen Namen annahm, den die Nazis ausradiert hatten, heute eine Skulptur von einem der Lieblingskünstler Hitlers zeigt. Im Jahr 1939 schuf Kolbe eine Porträtbüste des spanischen Diktators Francisco Franco, die Hitler zum Geburtstag geschenkt wurde. Kolbe gehörte zu den wenigen Künstlern des Dritten Reichs, deren Werke sowohl in der Münchner Ausstellung Entartete Kunst als auch in der von den Nazis sanktionierten Großen Deutschen Kunstausstellung in der Stadt gezeigt wurden.

Welches Schicksal sollten diese von Nazis und Mitläufern geschaffenen Skulpturen, Wandteppiche und Wandgemälde haben? Sollten sie zerstört, aus der Öffentlichkeit verbannt oder nur mit hilfreichen Beschriftungen kontextualisiert werden? Die erste Option, so schlage ich Gross und Brauneis vor, sollte nicht ausgeschlossen werden. Schließlich gibt es eine reiche Geschichte der Zerstörung von Kunst im öffentlichen Raum. Im Jahr 2003 schlug ein Gewichtheber mit einem Vorschlaghammer auf die riesige Statue von Saddam Hussein in Bagdad ein. Beim sogenannten Leninfall 2014 wurden in der Ukraine einige der 5 500 Lenin-Statuen abgerissen. Als letztes Jahr die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston ins Hafenbecken von Bristol geworfen wurde, schrieb der Historiker David Olusoga im Guardian: „[D]as war kein Angriff auf die Geschichte. Dies ist Geschichte. Es ist einer jener seltenen historischen Momente, deren Eintreffen bedeutet, dass die Dinge nie wieder so werden können, wie sie waren.“

Gross und Brauneis sind der Meinung, dass die Angelegenheit im deutschen Fall weniger eindeutig ist. „Wir müssen von Fall zu Fall gehen“, sagt Gross. „Eine allgemeine Regel kann es nicht geben.“ Brauneis argumentiert, dass in manchen Fällen Erklärungen ausreichen. „Manchmal müssen wir, anstatt die Vergangenheit zu zerstören, über sie lernen und dann mit ihr leben, auch wenn das unbequem ist.“

– „Göttlich begabt“. Die begünstigten Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik“ ist bis zum 5. Dezember im Deutschen Historischen Museum, Berlin, zu sehen.“

Früchtekorb, DMW 50.7.76, 46cm/64,5cm, Öl auf Leinwand, 1976 von Dietmar Moews nach Caravaggio in Milano und Springe naturalistisch gemalt

Dietmar Moews meint: Das satanische Prinzip, das Adolf Hitler herbeiführte und das die Deutschen nach dem Ende in jeder Hinsicht erschütterte, weil sie sich untergegangen, verraten und selbst als schuldig und böse fanden, ganz aus all den weltweiten Selbstverständnissen für eigene historische Größe und Menschlichkeit geschieden. Besonders in England wird immer wieder zur Animation eines britischen Selbstwertes, angesichts der deutschen Minderwertigkeiten, der DEUTSCHE NAZI aufgezäumt, wenn man sich – zumindest massenhaft – überhaupt für Deutschland interessiert. So ist auch die im GUARDIAN beschriebene Exposition der Nazikunst überhaupt in England interessant. Man muss sich nur den lebensgroßen, schlechtgemachten Bronteguss eines JOHN LENNON am Cavern-Club in Liverpool, von George M. Groutas, anschauen. Dann, allerdings, versteht man den Neid auf die enorme Meisterschaft des durch die Hitlerei belasteten Bildhauers ARNO BREKER. Einen JOHN LENNON von ARNO BREKER hätte man sicher auch in Liverpool bevorzugt.

Wie unsere heutigen Nazis arbeiten, erkennt man beim Anklicken von Wikipedia immer wieder. Da herrscht der eisere Wikipedia-Besen. Unter ARNO BREKER / Bilder wird eine Seite 1 (mit Hitler-Büste) gezeigt, alle weiteren Klicks ergeben immer nur die Seite 1, also klickt man Seite 9 an, erscheint Seite 1. So wird das geniale Werk von Breker verheimlicht. Man sähe doch gerne mal, ob Adenauer oder Max Liebermann dem BREKER genauso gut gelungen waren wie die Hitler-Portrait-Büste

Ich bestehe darauf, dass es in jeder Weise sinnvoll für Kunst und Künstler ist, geniale Werke und geniale Meister zu beachten. Diese Forderung trifft zu weiten Teilen auf ARNO BREKER und seine figürlichen Plastiken zu, die man ganz nüchtern als “ Sonderklassizismus“ bezeichnen kann, mit großer Nähe zu all den größten Meistern seit der Renaissance, von Donatello oder Michelangelo, schließlich dem Klassizismus im 19. Jahrhundert wie Jean Dominique Ingres oder Brekers Zeitgenössin, der deutschen Film- und Photo-Künstlerin Leni Riefenstahl.

Weil diese Künstler derart eindrucksvolle Werke schaffen konnten, wurden sie von HITLER persönlich besonders geschätzt. Das ist nicht anders mit großen Komponisten, wie Ludwig van Beethoven, Franz Liszt, Richard Wagner, Richard Strauss oder dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler und dem Schauspieler Gustav Gründgens. Dies sind einige der zahlreichen Beispiele, die Hitler für seine Staatskunst bestimmte, so weit er das konnte.

Ich spare mir nun die Aufzählung all der geringeren Werke dieser großen Meister, die es gab und gibt – ich spare besonders die Aufzählung der zahlreichen kleinen Meister in der Reichskulturkammer. Und ich will auch gar keine Linie zum Kunsthistoriker Edwin Redslob, der aus der Kaiserzeit kommend in der Weimarer Republik zum REICHSKUNSTWART gemacht wurde. Was er auch unter Hitler noch etliche Jahre war. Denn auch der REICHSKUNSTWART hat mit seinem EXPRESSIONISMUS-Fimmel eine Menge begehrliche Mitläufer gefördert. Und so machten es die meisten Bildhauer und Maler in der Hitlerzeit – traten in die NSDAP ein, wurden Professoren und durften ihre Werke veröffentlichen und verkaufen. So eben auch er oben erwähnte Herrmann Scheuernstuhl (immerhin als „GOTTBEGNADETER“).

Ich weise darauf hin, dass moralische und politische Machenschaften und Rollenspiele, zwischen kriminell bis subversiv, menschenverachtend oder zynisch, eine eigene Forschung verlangen, um zu erfahren, wer Alles seinen Lehrjungen gevögelt hat, seinen Kollegen ermordet oder seine Ehefrau zum Krüppel geschlagen hat. Ob nun Michelangelo da Caravaggio ein Totschläger war oder Vincent van Gogh den Paul Gauguin fertig gemacht hat – es ist das individuelle und charakterliche von Solidarität und Menschlichkeit. Das künstlerische hängt davon nicht ab. Ein guter Geiger kann ohne Schwierigkeiten Augen ausstechen, wenn ihm danach ist.

Im Falle ARNO BREKER müssen wir der historischen Tatsache seiner großen Teils genialen Plastiken ins Auge blicken sowie, dass BREKER bereits vor der Hitlerei wie während und danach ein exzeptionell hervorragender Bildhauer war, der weltweit allerdings nicht so sehr als Bildhauer, sondern als Plastiker gefragt war. BREKER hatte noch während des ALBERT SPEER-Schnellschusses der neuen Staatskanzlei in der Wilhelmstraße, trotz einer eigenen „Großproduktions-Industrie nahe Berlin“, keine Zeit HITLERS WÜNSCHE nach BREKER-FIGUREN zu erfüllen: Deshalb gab es da in der Reichskanzlei auch nur wenige. BREKER arbeitete während der Hitlerzeit als gefragter Künstler für Auslandsaufträge. Die meisten Brachial-Figuren der Nazis mussten andere weit kleinere gottbegnadete Hitler-Künstler machen, wie der Österreicher Josef Thorak in Baldham/Mosach, der mit BREKER keineswegs erreichte, wenn man das vergleichen würde.

Werke von BREKER, die man als „Nazi-Bombastik“ auffassen könnte, insbesondere solche nach 1945 geschaffene, werden hier vom GUARDIAN nicht gezeigt. Warum? Weil es solch grobes Nazi-Auftrags-Kunstgewerbe von BREKER nach Hitler nicht gibt. Darstellungen von antiken Kriegshelden gehören seit je her zu den martialischen Herrschaftskunst-Themen, wie Motive von erfolgreicher Jagd, Salomes Schädel in der Schale, Kriegsgöttin und Krieg. BREKER steht ästhetisch vielmehr der steinalten ägyptischen NOFRETETE näher.

Und so ist es nach 1945: was der Londoner

Guardian schreibt, noch nach dem Krieg würde BREKER-ZEUG in Deutschland herumstehen, hat einen falschen Ton. ARNO BREKER war als junger, vor 1933, und nach zwölf Jahren HITLER KUNSTDIKTAT nach 1945, bis ins hohe Alter produktiv und sehr gefragt.

Immerhin hat BREKER ca. 50 Jahre ohne Hitler als Künstler Figuren geschaffen. Überwiegend Figuren, die aus Bronze ewig halten können. Und die auch in London nicht (wie in Berlin) eingeschmolzen würden, sondern an prominenten Plätzen das öffentliche Leben erfreuen würde (JOHN LENNON in Liverpool hat BREKER leider nicht gemacht).

.

Es ist dumm und anmaßend über einen genialen Bildhauer zu sagen: BREKER WAR KEIN EINZELFALL. Wer sowas sagt und glaubt, hat keine Ahnung. Nur wenige deutsche Künstler der Hitlerzeit, ob GOTTFRIED BENN oder OTTO NEBEL oder ERNST JÜNGER, waren überhaupt im abendländischen Kunstkontext als DEUTSCH zu umreißen. Was ist an EMIL NOLDE deutscher als an dem furchtbaren MAX BECKMANN?

Die irregeführten heutigen Kunstdiktaturen haben sich fein in ihrem 68er Gesprudel eingerichtet. Den Bedarf nach Neuer Sinnlichkeit und Schönheit in der Kunst können sie nicht erfüllen.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


FAZ Idolisierungsskandal mit ALBERT SPEER

September 18, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7592

Vom Dienstag, 19. September 2017

.

.

„Den Toten nicht BÖSES nachrufen“ – so ist durchaus auch der alltägliche Brauch der deutschen Leitkultur. Wir kennen es als geflügeltes Wort aus dem Lateinischen: De mortius nihil nisi bene (über Tote redet man nur Gutes).

.

Doch hierzu gibt es Interpretationsspielräume – auch dieses ist genau zu nehmen – die ebenfalls deutsche Leitkultur sind:

.

Dieses hier ist kein NACHRUF – sondern Kritik an der LÜGENPRESSE.

.

.

Wenn es eine Lebenslüge zum Nachruf bringt, weil das Böse unerwähnt bleibt und vergessen wird, dann ist es nicht nur mit Schweigen getan, sondern dann muss auch gesagt werden, was im Leben des Toten bedeutend war.

.

Ich rede von ALBERT SPEER.

.

ALBERT SPEER ist einer der übelsten Nazis gewesen, engster Vertrauter von HITLER, am Ende gar, ab Mitte 1944, von Hitler selbst in Anerkennung der ausgebauten Machtreichweite von ALBERT SPEER im TOTALKRIEGS-DEUTSCHLAND zu seinem faktischen Nachfolger hingedeichselt.

.

.

ALBERT SPEER (1905-1981) hat sich im Nürnberger Tribunal 1945/46 als sophistischer Lügner und Denunziant herausgelogen, sodass er zu nur 20 Jahre Haft in Spandau verurteilt worden ist.

.

ALBERT SPEER hat bereits während seiner Haft und dann vehement seit seiner Haftentlassung betrieben, in einem weltweiten PROPAGANDA-Feldzug und mit Hilfe vieler alter und neuer NAZIS in der westlichen Publizistik, Presse, Rundfunk, Fernsehen, Film, sogar heute mit YOUTUBE-VIDEOS, zu dem guten Deutschen umgestilt zu werden.

.

ALBERT SPEER hat – insbesondere mit Hilfe der Publizisten JOACHIM FEST, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Autor von SPEER-ILIADEN-Biografie und auch einer erheblich mangelhaften HITLER-Biografie, und dem Publisten und Alt-Nazi JOBST-WOLF SIEDLER, Verlag von Speer und Fest –

Millionen verdient.

.

ALBERT SPEER war Sohn eines Architekten, namens ALBERT SPEER, und hatte einen Sohn, der ALBERT SPEER geheißen wurde, der ebenfalls die Berufsbezeichnung ARCHITEKT führte, aber vielmehr Planungs-Generalstabler von Landschaft, Bodenordnung, Städetbau und Dergleichen seinen Erwerb trieb. Dieser ALBERT SPEER, ist vor einigen Tagen 83-jährig gestorben, und hatte zeitlebens erklärt, seinen Vater persönlich kaum gekannt zu haben.

.

.

Jetzt hat die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, am 18. September 2017, neben anderen ersten deutschen Blättern, sogar auf der Titelseite mit Photo berichtet:

.

Albert Speer jr. gestorben. darin wird schwadroniert, „GRÜNE STADT … „… Seite 9, FAZ, Feuilleton, „Ein Baumeister für die Demokratie“ … da ist dann die Rede u. a. vom neuen Frankfurt am Main (auch für Saudi-Arabien) und ich weiß, warum gegenwärtig Hilmar Hoffmann schweigt (weil er bereits tot ist) und warum Hermann Glaser schweigt, weil er im Ruhestand keine öffentlichen Kampagnen führen kann.

.

Da wurde bis heute kein einziger bedeutender Architekt oder Siedlungsplaner – von Rudolf Hillebrecht bis Günter Behnisch, von Frei Otto bis Buakünstler und Baumeister wie Hans-Dieter Schaal – auf Seite EINS derart herausgehoben, wie ALBERT SPEER.

.

.

Dietmar Moews meint: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist den Deutschen und der Welt und auch als Verpflichtung gegenüber der „deutschen Leitkultur“ das vollkommen gefälschte Bild von ALBERT SPEER aufzuklären und zu korrigieren, anstatt hier so zu tun, als gäbe es keine SIPPENHAFT – bzw. ALBERT SPEER sei ein guter deutscher Name in der Architektur.

.

Eine solche Hochbewertung hat ALBERT SPEER jr. nicht mit einem Lebenswerk als Baukünstler verdient. Nirgends in der Welt wurden Generalstabspläne einer „grünen Stadt“ auf ALBERT SPEER gestützt.

.

Ohne das geschichtsfälschende MOVENS für ALBERT SPEER wäre Albert SPEER jr. niemals auf Seite EINS gelandet.

.

Ich zitiere den an seinem Lebensende geknickten JOACHIM FEST zu seinem idolisierten NAZI-IDOL ALBERT SPEER, fest sagte (s. Magnus Brechtken 2017: ALBERT SPEER – EINE DEUTSCHE KARRIERE, Seite 558:

.

„…Fest 2005 veröffentlichte und von der er behauptet, sie unmittelbar nach Lektüre von Schmidts Buch aufgezeichnet zu haben: „Im ganzen enthält es exakt das, was ich mitunter befürchtet hatte“.so will er seinerzeit notiert haben. Siedler sagte er demnach, „Speer habe uns allen mit der treuherzigsten Miene von der Welt eine Nase gedreht. Ich sei nicht bereit, ihm das nachzusehen.“ „Enttäuscht und verärgert“ sei er gewesen. Sollte Joachim Fest dies tatsächlich 1982 gedacht und formuliert haben, ist schwer verständlich, warum er seinen Ärger siebzehn Jahre für sich behielt und keine Distanz erkennen ließ, als weitere Erkenntnisse über Speers Täuschungen an den Tag kamen. Noch verwunderlicher erscheint, dass er in seiner Speer-Biographie die Bedeutung von Schmidts Studie herunterspielt …“

.

Und den K. O. des NAZI-Propagandisten von der FAZ, Joachim Fest, landete der FILM-Regisseur HEINRICH BRELOER, als er mit seinem Aufnahme-Team JOACHIM FEST mit Kamera und Mikrofon zu Fests SPEER-Publizistik befragten, passierte doch FOLGENDES (S. MAGNUS BRECHTGEN. a.a.O. Seite 565:

.

„… Als Breloer ihn auf das PLAYBOY-Interview mit Eric Norden anspricht, antwortet Fest, er habe es nicht gelesen. Das war verwunderlich, weil die indignierten Reaktionen vieler ehemaliger Speer-Freunde eine Zäsur markierten und zur weiteren Zerrüttung im Verhältnis zu Rudolf Wolters führten. Fest meinte nun zu Breloer, es komme ihm „ganz erstaunlich vor“, was darin stehe. Und als Breloer mit Susanne Willems vor der Kamera die Details präsentiert, aus denen Speers Verantwortung bei der Erfassung und Deportation der Berliner Juden deutlich wird, erklärt Fest, er habe das beim Schreiben seiner Speer-Biographie nicht wissen können. Er präsentierte sich ganz als Getäuschten, dem Speer, wie so vielen anderen „eine Nase gedreht“ habe.“

.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, unsere US-Amerikanische Umerziehungs-Meinungsführerin – WEM NÜTZT DAS? – nützt das dem AfD-Zulauf? – Jeden Fall ist das der ganz üble Geschmack, den man beim Lesen von Walter BAUERS LIEBE ZU DEUTSCHLAND HEISST LEIDEN AN DEUTSCHLAND (und wer Walter Bauer nicht kennt, sollte mal auf Empfang umschalten, bevor er deutsche Leitkultur abstreitet oder bekämpft.

.

 

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


SALONPERSONNAGE inszeniert TATE-MODERN-KUNST

Juni 18, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6601

Vom Sonntag, 19. Juni 2016

.

IMG_8736

.

Ein NEUBAU in London: „TATE MODERN“ eröffnet mit dem „Switch House“ einen Anbau. Mit ungebremstem leerem Gerede wird momentan ein massenmedialer Schein erzeugt, den demokratischen Legitimationsbedarfs abzufedern. Es heißt Neustart – und dieser Neubau steht jetzt neben dem alten Kraftwerk an der Themse, wo mal Schaltanlagen sich befanden.

.

Man schreibt: Ein Anbau! – zeigt aber gar nicht, ob und wie der Neubau mit dem Themse-Ufer Southwark und der alten POWER STATION „Modern Tate“ zusammengehen.

.

Nirgends in der Lügenpresse sieht, wer die Lage an der Themse kennt, was dort, unter dem Architekten-Lable Herzog & de Meuron (Basel), jetzt für ein düsterer Lückenfüller hingequetscht wurde. Wie drastisch hier die Kunst, Rechnungen zu schreiben, mit der Kunst, ein Haus zu bauen, auseinanderknallt. Das deutet die jetzt mit preisgünstigerer dunkler Backsteinverschalung überzogene schiefwinklige „Anbau“-Pyramide an, für die mal eine futuristsche Gussglashülle entworfen worden war. Nun haben also der Altbau und der Neuanbau eine ähnlich rauchgeschwärzte Industriebauerscheinung, wie wir von den Bahnhofshallen aus den längst vergangenen Zeiten der Dampflokomotiven-Eisenbahnzüge noch kennen.

.

IMG_8738

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Samstag, 11. Juni 2016

.

In allen Massenmedien wird dieser angebliche Anbau als SOLITÄR gezeigt. Man zeigt die Komposition von Bau und Anbau eben nicht. Wir erspüren nicht, wie die Architektur mit der dort Platz greifenden alten Themse-Power-Station, auf die der Neu-Anbau ja bezogen sein müsste, das Wagnis zu ergreifen sucht, nachdem der Zuschlaghammer niederging

.

Wer Augen hat, sieht sofort, der Neubau wird weder von den ARCHITEKTEN noch von den Multiplikatoren als Anbau, sondern als SOLITÄR gezeigt. Menschliche Maße und Bedürfnisse wurden von diesen Architekten mal wieder nicht geachtet (s. Vitra Campus in Weil am Rhein). Nicht weiter Wunder bei den „Modern-Tate-Baufrauen und -herren, dieser Schar von Nullen und Pseudo-Künstlern der heutigen SALONPERSONNGE. Switch House jetzt also als Taekholz-Velours statt von innen angerauhtes Arbeits-Karo – und man lobt einfach die Achsen:

.

Ich dachte sofort an den Gag von Libeskind in Kreuzberg, der sein Jüdisches Museum mit einer Verkaufsstory dekorierte, indem der Stadtplan Berlins grenzüberschreitend mit grafischen Strahlen überzogen, die angeblich chronologische Geschichtserinnerungen mit dem verglasten Stahlbetonbau „geistig“ zu verbinden vorgaben. So hier in London, wo angeblich Herzog & de Meuron ihren Steinen die Idee von Achsen eingehaucht haben, von Southwark durch die Tate über die Milleniumsbridge bis zur St. Pauls Cathedral am Nordufer. Während die öde Wirklichkeit des architektonischen Durcheinanders vielmehr so wirkt, wie ein Antiquitätenladen, der leider keine wertvollen, sondern nur angeschlagene wilhelminische Profanmöbel anbieten kann – immerhin alt:

.

Jetzt also zur Turbinenhalle ein TATE-Power-Station-ANBAU an der Londoner Themse als EINZELBAUWERK. Dadurch wird unsichtbar, dass die bauliche, nutzersoziale und städtebauliche Raumordnungstatsache eines solchen NEU-ANBAUS vom Entwurf der Architekten her keineswegs angenommen und gelöst worden sind.

.

Allein die düstere Morphologie des Baukörpers verdunkelt nun die Brachialität am Themse-Ufer zusätzlich. Zur NEUEN SACHLICHKEIT der Schornsteine, nun, heute 2016, in den 1990er Jahren zugeschlagen, von Bauherren, Stadtentwicklern und Ausschreibungsarchitekten, eine NEUE SINNLICHKEIT.

.

Erst stand TATE-Power Station als Brutal-Bauwerk mitten in London, an der Themse, neben dem GLOBE-Theater der Shakespeare-Künste. Dann hat man den leerstehenden ehemaligen Londoner Kraftwerks-Klotz als DENKMAL signiert.

.

IMG_8784

Neue Zürcher Zeitung titelt am 18. Juni 2016

.

Und es dauert dann nicht mehr lange, dass sich die heutige SALONPERSONNAGE im Geiste des Ehrgeizes und der Eitelkeit andiente, diese POWER-Neuinszenierung durchzusetzen. Das Ding ist jetzt das Pendant zur gegenüberliegenden Gurke von Norman Foster – (The Gherkin) very important.

.

IMG_8735

.

Süddeutsche Zeitung bringt am Mittwoch, 15. Juni 2016, Feuilleton Seite12, ein widersinniges Gestammel von Alexander Menden:

.

Neustart! Die Tate Modern, das weltweit meistbesuchte Museum für moderne Kunst eröffnet am kommenden Freitag einen spektakulären Anbau“.

.

Da heißt es in direktem Textzusammenhang, die neue geschwätzige Tate-Direktorin Frances Morris zitierend:

.

… Morris wollte schon immer einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen ..“

.

und weiter:

.

..Wir wollen von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam oder alles in der Skulptur begann“, erklärt sie. „Wir wollen Künstler aus der ganzen Welt zeigen. Vierzig Prozent dieser Arbeiten sind von Frauen. Das sind keine schlechteren Werke, nur vielleicht weniger bekannte.“

.

IMG_2929

.

Dietmar Moews meint: Auch HITLER, STALIN oder MAO kamen nicht ohne SCHERGEN aus, die den Dreck machten. Elisabeth Noelle (später Noelle-Neumann-Allensbach) war in der NSDAP als Redaktionspropagandistin in Minister Goebbels Kulturblatt tätig – sie ist noch heute, post mortem, im Geiste, der FAZ-Allensbach-Tradition verbunden und umgekehrt, die FAZ dem Propaganda-Institut Allensbach.

.

Wieso also nicht „ einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen UND von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam…“ Wie löchrig, widersinnig und kenntnislos, sowas überhaupt der Redaktion einzureichen! Liest das denn Keiner, bevor es in den Druck geht?

.

Albert Speer, Wilhelm Furtwängler, Zarah Leander, Gottfried Benn, Ferdinand Porsche, Leni Riefenstahl, Gustav Gründgens – so viele hochbegabte Schwänze haben mit dem Hund gewedelt oder doch nur, wie Theodor W. Adorno und Marika Röck, mit dem Arsch gewackelt. Hermann Tietz war dabei, Jakob Wassermann nicht, Jochen Klepper versuchte es, Albert Einstein nicht, Otto Hahn und Werner Heisenberg machten es, Lise Meitner nicht, Theodor Lessing ging, Gerhard Hauptmann blieb, Joachim Ringelnatz lehnte dankend ab, Ernst Jünger und Martin Heidegger wirkten mit, Bruno Taut ging nach Ankara, Karl Jaspers ging nach Basel, Alphons Silbermann und Sigmund Freud flohen, Marlene Dietrich gab die Manns, der Schweizer Teddy Stauffer spielte, die Comedian Harmonists flogen raus, Bernd Rosenmeyer erhielt ein Denkmal, Gott und Jesus blieben in den Kirchen, Krupp, Quandt und Flick – schon mal gehört? Pacelli residierte in Berlin, Graf Galen saß widerspenstig mit am Tisch, Dietrich Bonhoeffer ging unter, Karl Kraus weigerte sich, Röhm bezahlte, die Strassers zahlten, Stauffenberg zahlte, Erwin Rommel zahlte, General Paulus zahlte, wir zahlen und versuchen ein Geschäft draus zu machen. Es kocht in mir – ich koche.

.

IMG_8786

DIE WELT am Freitag, 17. Juni 2016, Seite 19 von Stephanie Bolzen

.

Wer Zeit hat, spielt Homo ludens. Wer spielen will, nimmt sich Zeit – Homo sapiens.

.

Das Spiel der Randfichten: Biologie spielt mit Sex und Tod, mit Blut und Fressen, mit Zeit und sozialem Rang.

.

IMG_8751

Nicht Verschwörungstheorie, sondern verirrte staatliche Organisation – NZZ, Samstag, 11. Juni 2016, S. 21

.

IMG_8749

.

Heute marschieren internetzgestützte Ausschreibungs-Ritter durch die Architekten-Wettbewerbe und dienen Jedem, der zahlt.

.

Wer hätte nicht das LABLE Herzog & de Meuron schon gelesen und international publizierte Signaturarchitektur geschluckt – und demokratischen Einspruch in der Architektur hat es nicht nur bei FRIEDRICH dem ZWEITEN CASTEL-DEL-MONTE-Bauherrn von Andria nicht gegeben.

.

Oder anders: Ob ein Schranzengremium oder ein Despot, der Architekt als Bauspekulant selbst oder eine Genossenschaftsbank – gute Architektur muss zunächst ausgedacht und entworfen werden. Der Künstler muss sich vorstellen, welche Menschen und soziale Ambitionen später dort florieren können sollen, wenn die Bauzäune weg sind. Erst wenn man gebaut hat, was man bezahlen kann, dann werden Verwertungs- und Unterhaltungskostenzahlen abzurechnen sein.

.

IMG_8722

.

Dietmar Moews meint: Dieser „Switch“-Bau von den Architekten Herzog & de Meuron ist in der Themsen-Silhouette ein gefühlter Quetschbau mit Aussichtsturm. Von Innen sind viele tageslichtliefernde Wände-Durchbrüche kennzeichnend sowie keinerlei Fußgänger rufende Ausstellungsbegehung auch nur zu ahnen. Der Industriebau macht den sinnlich bedürftigen Salon-Wicht klein dumm und traurig.

.

Man kann mit Saurierberitt oder mit Helikopter kommen. Dem Mensch bieten Tate-Modern und Switch-Anbau weder Mimesis noch körperbezogene Sinnlichkeit oder Inspiration.

.

Die selbstbezogene SALONPERSONNAGE, die sich hier aufführt und das Kunstgeld abzockt, hat sich im neuen Switch House mehrere Geschosse pyramidal gewidmet: Heil Hitler bzw. Heil Hinkel.

.

IMG_8732

.

Ich lese in Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, Seite 9, am 17. Juni 2016, von Gina Thomas und vom Redakteur betitelt:

.

Ein Opfer ihres Erfolgs. Großer Rahmen für fragwürdige Präsentationen: der Neubau der Tate Modern“

.

IMG_8733

Dies sind nicht etwa Bau und Anbau am Londoner Themse-Ufer

.

Und mein tägliches Brot, die immer, täglich, aktuellen Texte-Arbeiten meiner lohnschreibenden Kollegen zu kaufen, zu lesen und zu kritisieren, schöpft endlos, in medias res:

:

Die langerwartete Erweiterung von Tate Modern ist ein Triumph. Und ein Unglück. Der Triumph liegt in dem Anbau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, der sich wie ein Kapitelhaus an die mächtige Kathedrale des Kraftwerkes am südlichen Themseufer schmiegt, in das Britanniens erstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst im Jahr 2000 siegreich Einzug hielt…“

.

Auch in der FAZ wird „am südlichen Themseufer schmiegt sich …“ getextet – aber gezeigt wird die ubiquitäre „Luftgitarre: Eins Zwei Drei FickeninderLuft“ – kein baulicher Bezug zwischen dem alten „BOILER HOUSE“ und dem neuen „SWITCH HOUSE“, kein baulicher Bezug zum südlichen Themseufer und keiner zur Nordküste und – das ist der Skandal – keinerlei Menschlichkeit oder sinnlich-soziales Maß und keinerlei Bezug zu den echten Künstlern und der Kunst.

.

Moews ist ebenfalls 1950 geboren, wie Herzog & de Meuron – was ihre Gemeinsamkeit ohne Beatlesmania wissen und denken muss, um gestalterisch zu herrschen, kann nicht allein von den Dollarzeichen in den Augen definiert werden, auch, wenn Sozialamt und Finanzamt das erzwingen. Denn im Jahr 2016 ist Kunst nur noch gegen und informell außerhalb staatlicher Organisation zu verwirklichen.

.

Baukunst im öffentlichen Raum? – wie sollte das gehen? Malen und zeichnen kann man immerhin noch auf eigene Rechnung außerhalb der staatlich kontrollierten Kulturindustrie und deren Salonpersonnage.

.

FAZ also mit Gina Thomas am 17. Juni 2016:

.

…Doch für jeden, der von einer ständigen Sammlung mehr verlangt als politisch korrekte Konzepte, „offene Experimente“, kollektive, performative Erfahrungen und eine den Wirrwarr der schnelllebigen Gesellschaft spiegelnde Flut von Bildern und Eindrücken bedeutet die neue Präsentation des Bestandes ein Unglück.

Bestimmend für die Raumgestaltung und die Darbietung der Kunst ist die Idee des partizipativen Museums als sozialer Raum. Besucher sind nicht Betrachter, sondern aktive Partner, die durch ihre gedanklichen und körperlichen Reaktionen in den kreativen Prozess einbezogen werden. Das Prinzip gilt nicht nur für jene zeitgenössischen Werke, die unter dieser Voraussetzung entstanden sind. Auch die klassische Moderne im Boiler House (Kesselhaus), dem Älteren Teil des Museums gegliederten Räumen als Kunstereignis inszeniert. Die ästhetische Wahrnehmung ist der Sichtweise des Kurators unterworfen, der sich als Moderator fast ebenbürtig neben die Künstler zu stellen scheint. Die erklärenden Wandtafeln sind denn auch alle signiert, wird in thematisch …“

.

IMG_8737

.

Im KÖLNER STADT-ANZEIGER Donnerstag, 16. Juni 2016, Seite 07, wird dann ein anderer Direktor aus den oberen Geschossen im Lounge-Switch House zitiert, Nicholas Serota:

.

Dies ist nicht nur ein Anbau, sondern eine völlig neue Tate Modern mit einem neuen Blick auf die Welt.“

.

Ja, was nun? Haben die Entscheider nicht gewusst, was sie bauen lassen? Ist es ein Anbau? – besteht ein räumlich-morphologischer und sozialer Widmungsbezug, der weiterzuführen ist? Oder war eine neue Welt zu bauen, als Ende der alten Welt?.

,

Nein, es war wieder nur Lügenpresse, dummes Geschwätz und Gedankenleere, mit der in der heutigen Kulturindustrie, Künstler von Pseudo-Künstlern beseitigt und bekämpft werden. Die einen fummeln im POWER HOUSE, dagegen die letzten Charakter-Künstler vegetieren – inzwischen auch sprachlos – in den privaten Amateurresiduen, sozio-politisch völlig entmündigt.

.

IMG_8785

Neue Zürcher Zeitung am 18. Juni 2016, Feuilleton Seite 21, Frauen-Leuchtturmkunst von Marion Löhndorf

.

Wer schreibt, der bleibt:

.

Neue Sinnlichkeit 68 kommt – „Blätter für Nacktbaden mit Judith im Waldsee“.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Xxxxx


Deutsche, die Wahnsinnigen, kämpften vor 70 Jahren aus Weltanschauung

Mai 2, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5549

vom Samstag, 2. Mai 2015

.

IMG_4640

.

Meiner Auffassung war der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler, der sich im Zusammenbruch des totalen Krieges, am 30. April 1945 erschoss, wahnsinnig.

.

IMG_4642

.

Ich verstehe den langjährigen „Erfolg“ seiner soziale Dynamik unter den Aspekten:

.

EINS Die Deutschen der Weimarer Republik verfügten über potenzielle soziale weltanschauliche Anschlusspotentiale. Hitler „ließ die Sau raus“ – seine Staatskritik und Feindkritik affirmierte die verirrten deutschen Selbstbilder zum verlorenen Weltkrieg und den Versailler Auflagen, dem Sündenbock-Mob der kleinen Leute, dem Militär, der Großindustrie. Hitler sprach die völkisch stimmbare deutsche Kommunikations-Gesellschaft an.

.

Gleichzeitig ließ er wahnsinnige weltanschauliche Irrvorstellungen über Sinn und Form des gewünschten Lebens aufziehen. Dabei wurde jeder einzelne – anthropologisch und sozial – praktisch exklusiv inkorporiert oder exklusiv bedroht oder beseitigt. Der gesamte Führerstaat wurde als Despotie, als Mobszenerie und Volksaufstand, hierarchisch geordnet und kontrolliert gesteuert.

.

038_3_75_kopie_theatralische_sendung_latour

.

ZWEI Hitlers gezielte und persönlich praktizierte und organisierte Gewaltbereitschaft.

.

IMG_4077

.

DREI Hitlers Desorientierung bestand in seiner fortlaufend wahnsinnigen Verirrung in die Interpretation der eigenen Verfangenheit in die selbstbeeinflussten historischen Ereignisse.

.

Hitler vermeinte zweckrational zu gestalten, während er die objektiven Misserfolge seiner politischen Handlungen unterbewerte. Die aus Hitlers Sicht anscheinend bestätigende, kritische, aber objektiv „wahnsinnige“ Resonanz seiner Berater und seines persönlichen Publikums stabilisierte die falschen Entscheidungen.

.

Abgesehen von den ideologischen Verblendungen, die Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ darstellt und seine Beschränktheiten und Dummheit ausdrückt, werden aufs Ende besehen, Hitler sehr früh seine Desorientierungen klar (zum Thema Zweifrontenkrieg / Englands Thronfolger springt 1936 ab. Zum Thema der unsinnigen Rassentheorien und die deklarierte „arische Kulturrasse“. Zum Thema Vorsehung und Teleologie. Zum Unverständnis der Philosophen, ob Kant, ob Goethe, Schopenhauer, Stirner, Nietzsche, begreift die Hitlerei nicht die soziale Vielfalt und die Bedeutung der freien sozialen Dynamik im Gegensatz zur totalen Direktion. Nicht-Moral und Vernichtung der Kritiker und Andersdenkenden als Naturrecht des Stärkeren.

.

Hitlers Gesprächspartner, die teils hochqualifizierte Fachleute der Industrie und der Naturwissenschaften waren, zeigten sich als politische Schwachmaten. Hitler war bis zum Schluss von zu objektiven Urteilen unfähigen persönlichen Sozialbeziehungen umgeben.

.

In dem Maße in dem Hitler seine Konzeption scheitern sah, verlor er die geistige Bindung zu seinen Vasallen, Beratern und seinen Mitarbeitern. Zum Ende hin fing Hitler seinen soziale Wahn durch Krankheit und Verfall auf. Seine Ärzte, die den Wahnsinn erkennen mussten, versagten in extremer Weise. Ebenso seine Vertrauten, Speer, Bormann, das Ehepaar Goebbels, Rosenberg, die bornierten Frauen im Bunker  – eine inferiore Bande an der Spitze der völkischen Weltanschauung.

.

IMG_3936

.

Dietmar Moews meint: Mit der Selbsterschießung Hitlers, am 30. April 1945, endete das weltanschauliche Durchhaltedrama.

.

Die gesamte Kriegsgeschichte hat durch die moderne Kriegstechnik totale Züge angenommen – während der moderne Mensch sich davon Kriegsvorteile vorstellte und auch heute noch, im Jahr 2015, nach dem Kriegsjahrhundert, treibt man kriegerische Interessenpolitik.

.

Dabei scheint es sich um einen unsterblichen Kollektivwahnsinn zu halten –

.

anders ist heutige Kriegstreiberei nicht erklärbar.

.

Dass sich frühere Kriegsführer mit militärischen Mitteln anstellten, gewaltsam Kriegsziele durchzusetzen, hatte nicht unbedingtes Einverständnis der jeweiligen Gesellschaften zur Bedingung: Man traf sich auf dem Schlachtfeld.

.

Der moderne Krieg bezog unweigerlich die nichtmilitärische Gesellschaft ein, bis hin zum „totalen Krieg“. Die völkische Hitlerei organisierte zur Durchsetzung von Kriegszielen einen „geführten Volksaufstand“.

.

Mit dem 30. April 1945 war der Zweite Weltkrieg seitens der Deutschen keineswegs beendet. Die Deutschen fanden sich in eine Kapitulation nicht ein – sie hatten sich zwar längst den vorrückenden Besatzern schrittweise ergeben, setzten ihre weltanschauliche Feindschaft aber fort:

.

Sowohl der drohende stalinistische Bolschewismus, wie die amerikanischen Kapitalisten wie auch die „jüdische Weltverschwörung“ trafen auf die weltanschauliche Abwehr der Deutschen im Zusammenbruch unter schlimmsten Ängsten und Befürchtungen. Die völkische Nazi-Weltanschauung der Deutschen war derart nachhaltig, dass ein Danach – auch ohne Hitler – zunächst nur als unvorstellbares Böses befürchtet wurde.

.

Der Wahnsinn war viele Jahre geführt worden. Er läuft auch selbststeuernd ins Unheil. Es wird politische Führungskunst und die Kunst der Fühlung, als Funktion von Führung, gebraucht. Doch die Lehre lautet weiterhin:

.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – auch vom Wahnsinn.

.

IMG_2078

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_4566

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein