Wie entstehen Verkaufspreise von neuen Bildern, die ein unbekannter Maler erstmalig ausstellt?

Juni 8, 2014

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Dietmar Moews 2015 in Badenweiler

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am 8. Juni 2014

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Diese Frage wird sehr häufig und aus ernsthaftem Interesse gestellt. Dabei spielen alle möglichen geisterhaften Vorstellungen hinein. Während die Preisgestaltung sehr einfach und für jeden nachvollziehbar ist.

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Wer mit Malerei und Bildermachen beschäftigt ist, macht das in der Regel freiwillig und aus freien Stücken.

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Der erste ernstnehmbare Anfangseffekt ist aber nicht selbstverliebtes Betrachten eigener Skizzen. Es sollte schon ein soziales Erlebnis sein. Wer einem anderen auffällt und der dann neidlos bewundernd sagt: Das hast Du gemacht? Toll, das könnte ich nicht.

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Es handelt sich um eine schlichte spontane Anerkennung, die zählt, wenn sie nicht gerade von einer eitlen Mutter kommt, die glaubt, Lob motiviert und der eigene Abkömmling ist ja so begabt.

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Dem Kind kommt man mit Arschkriecherei ohnehin nicht so leicht bei. Da hilft kein Applaus, wenn man das Klavierüben öde findet. Indes, wer mit Zeichnen und Malen Freude hat, kommt vollkommen ohne Szenenapplaus aus.

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So wird also unter Umständen auf Papier, in Blöcke und auf Pappen aufgerissen, ausgemalt, farbig angelegt, schraffiert und umkorrigiert. Bis die elende Berufsnotentscheidung den jungen Menschen in die Enge treibt. Nicht mehr die Frage, was machst Du gerne? gilt, sondern: Nimm es ernst. Es kostet und ist Sieg oder Niederlage. Welch eine Dimension im Kinderleben.

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Wer sich dann für Kunst entschieden hat, wusste natürlich überhaupt nicht, wie dieser Beruf aussehen wird, es sei denn – wie es oft ist – man nutzt einfach die Fußstapfen der Eltern: Arzt wird Arzt, Sportler Sportler, Einzelhändler Einzelhändler, Geiger Klarinettist, Lehrer wird Journalist und – Maler wird Fotograf.

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Wer dafür kein Geld und Auskommen hat, ist auf den staatlichen Klüngel angewiesen und muss frühzeitig in Ärschen Höhergestellter den engen Raum mit Konkurrenten teilen – hier ein Stipendium, dort ein Zuschuss, ein Preis oder eine Publikationshilfe und stets die Ellenbogen.

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Dann kommt es unweigerlich zu einem stereotypen Vorgang. Entweder ein Anverwandter, Vater, dessen Freundin, Onkel, Liebhaber der Mutter oder sonstiger Sozialbezug der Familie, will sich dadurch hervortun, indem Kunstsinn mit Großzügigkeit gepaart Ausdruck finden in dem ersten Kunstkauf von dem noch ganz jungen auf Förderung Angewiesenen. Machen wir uns nichts vor. Diese Art von Geldzuwendung kennt fast Jeder. Wenn es nicht für Jungkunst ist, dann ist es fürs Sportabzeichen, für den Führerschein oder die kleine europäische Bildungsrundreise, den gesponserten Polterabend oder zur Volljährigkeit.

Der Preis hängt von den vorhandenen Mitteln ab, nicht von einer Leistung des Empfängers.

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Damit ist dieses erledigt: Wer als Kunststudent oder junger Autodidakt seinen Einstieg in das erwerbliche Kunstvermarkten über solche Sozialbezüge ansetzt, wird damit scheitern. Als Privatier zu malen – wer es leisten kann – erlaubt natürlich Traumpreise. Entscheidend sind die wirklichen Maßstäbe und die passenden Kollegen, von denen man lernen muss, was beim Malen lernbar ist.

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Garantiert wird es gehen, wenn man die überhaupt untersten Preise zum Verkauf aufruft. Und wenn der Künstler selbst stets die untersten Kaufpreise fordert, während alle gesteigerten Preise dem Handel und den Vermarktern überlassen bleiben. Sie werden die neuen Werke verlässlich zu den Tiefpreisen abholen und den Künstler loben und preisen. Hingegen, wer glaubt, jetzt mal so langsam selbst die durch Absatz erzielten Preissteigerungen mitnehmen zu dürfen, wechselt sein Metier: Er ist damit Selbstvermarkter.

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Abschreckendes Beispiel: Der Selbstvermarkter hat den gesamten Markt gegen sich. Mir fällt das Beispiel des international erfolgreichen Malers Arnold Leissler ein (der einen Zigtausende kostenden Wandteppichauftrag der Stadtsparkasse Hannover selbst vertickte, während seine Agentur, der Galerist Dieter Brusberg aus Hannover, in die Röhre schaute. Wenn ich nicke, schlägst du zu, sagte der Schmied zum Lehrling: Er nickte nur einmal.)

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Damit war Leissler weg vom Fenster. Der Teppich hängt vermutlich noch immer am Raschplatz in Hannover.

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Wer malen und zeichnen kann, wer Geschmack hat, der kennt bereits viele Bilder, die er sich intensiv angeschaut hat. Hat eine Sammlung von Abbildungen und Bilderbücher der Malerei. Er interessiert sich für Kunst, Design, Architektur und darstellende Künste. Er liest Alles, was bereits die großen Meister der Künste zur Kunst geschrieben haben, weil er dazu eigene Impulse verspürt. Das eine ist das Wissen, das andere ist das Können und Gelingen – dann entsteht ein „roter Faden“ endloser eigener Bildideen und Malereiauslegungen (jeder Maler kennt das Drama der ungemalten Bilder – allein, weil während der Ausführung eines Bildes viele weiterführende Ideen und Varianten heraufkommen, die nicht alle angegriffen oder einbezogen und ausgeführt werden können. Bis das nächste Bild kommt. Wer mehrere Bilder gleichzeitig malt, kann dennoch das Problem der Ungemalten nicht bewältigen. Es werden immer mehr).

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FAQ – Nun die Preise zum Verkauf.

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Man kann Selbstgemachtes als Liebesgeschenk herstellen, würde aber ablehnen, wenn so eine Liebesarbeit mit einem Geldpreis „entwertet“ würde. Ein ideeller Wert drückt sich nicht in Arbeitsstunden, Materialkosten oder nicht wiederholbarer Einmaligkeit aus. Liebeswerke sind zum Verschenken geeignet, nicht zum Verkaufen.

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Wer eigene Werke ausstellen will, kann das durchaus gediegen und würdig tun, sogar öffentlich, ohne dass Geldpreise zum Kauf ausgezeichnet werden.

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Eine andere Sache sind nunmehr die gewerblichen Arten der Kunstpublikation und des Kunsthandels, der Auftragskunst und des Kunstgewerbes – ja, gezielten Marketings.

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Ein Künstler kann auf eigene Kosten Selbstvermarktung entfalten. Dazu muss er entweder die Kosten seiner Kunst selbst aufbringen oder, den arbeitsteiligen Weg von Ausstellungsinstitutionen, Agenturen, Verkaufsgalerien, Kunstmessen, Auktionen, Galerien, Agenten, Internetzvertrieb, Internetz-Versteigerungen suchen und Verkaufspreise mit den jeweiligen Partnern abstimmen.

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Worauf es im Unterschied ankommt ist, ob man seine Kunstambitionen ständig subventioniert oder, ob man Aufwand INVESTIERT um rentierende Marktgängigkeit für eigene Kunstprodukte zu erreichen.

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Kunstausstellung wie auch Kunstverkauf werden in allen Organisationsformen veranstaltet, d. h. marktwirtschaftlicher Kunsthandel, Vereine und Stiftungen des intermediären Bereichs, staatliche Ausstellungsinstitutionen und staatlich-offiziale Orte, die Kunstausstellung zur corporate identity, also zur Kommunikations- und Imagepflege durchführen, schließlich Privathaushalte in eigenen Privathäusern oder Privatmuseen widmen sich dem eigenen „Kunstsalon“, wo auch Sammlungen entstehen, beraten und vermittelt werden. Ausstattungen für Geschäftsräume und staatliche Indienstnahme, Hausmittel von Verwaltungen und Ministerien, direkte staatliche Intervention und Folgerechte-Verwertungen in der Kulturindustrie.

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Angeführt wird aber ein syndikalisierter „Weltkunst-Markt“, der gezielt Künstler „aggregiert“ oder ausgrenzt.

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Kulturindustrie ist heute die wichtigste, umsatz-und ertragsreichste Vermarktungsform von Kunst. Dafür werden Originalwerke und Prototypen zur Vorlage für industriell produzierte Massenware, als Multiples /Reproduktionen /file sharing, in Wort, Bild, Text, Video, Audio, massenhaft, technisch hochwertig, zu Tiefstpreisen, standardisiert, weltweit verbreitet und angeboten (also als Drucke, und im Film und Fernsehen).

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Der Autor, nach dem deutschen Urheberrecht oder nach dem US-Amerikanischen Copy Right, erhält einmalige oder Absatzstückzahl bezogene Vergeltung oder Lizenzgebühren sowie eventuelle Folgerechtsanteile von Erträgen aus seinen vorher abgeschlossenen Folgerechten.

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Deshalb stellen viele Künstler bereits Originale so her, dass sie für die industrielle Vervielfältigung und Distribution optimal geeignet sein sollen. Während TV-formatige Breitbilder im Original vielleicht „altmodisch“ aussehen, füllen sie ein Fernsehbild oder einen Computer-Bildschirm besser aus als schmale Hochformate eines Smartphones:

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Es lassen sich kriechende Regenwürmer im Fernsehen (Querformat) besser zeigen als eine einzelne Pappel in der Feldmark (Hochformat).

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Von mir hatte mal ein Sammler kurzfristig Bilder einer Ausstellung zwischengelagert. Dann erhielt ich die Aufmerksamkeit eines Bekannten in München: er habe Strohbilder von mir in einer Tierarzt-Fernsehserie gesehen. Ich habe es bei Gelegenheit angeschaut. Ja, so war es. Meine Bilder beim Fernsehtierarzt.

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DIETMAR MOEWS DMW 640.9.4 Strohfeld Öl auf Leinwand in Dresden gemalt

DIETMAR MOEWS
DMW 640.9.4 Strohfeld
Öl auf Leinwand
in Dresden gemalt

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Auf Anfrage bei meinem Kunstfreund, erklärte der: Das ist doch toll, das ist eine Super-Werbung für Dich. Du siehst ja, dass das gesehen wird.

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Wäre das nun so eindeutig gewesen, warum hat er es nicht mitgeteilt.

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Ich erfuhr nie, wieviel dafür gezahlt worden war. Das hängt vom Budget der Ausstattungsmittel der TV-Produktion ab, wie viele Folgen dieser Serie mit meinen Bildern gedreht worden sind usw. Ich weiß also nicht, welche Miet-Preise oder Entgeld für Verwertungsrechte dafür geflossen sind. Solche Preisansätze sind unstrittig einklagbar. Es gilt aber für jeden Kaufmann: man verliert eher zehn Kunden, als einen zu gewinnen, will sagen: Eine juristische Klärung hielt ich als Künstler nicht für geboten, als Kaufmann auch nicht.

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„Barockes Strohbild“ honi soit qui mal y pense DMW 512.4. 92, 120 cm / 120 cm, Öl auf Leinwand, in Leipzig gemalt, Verkaufspreis EURO 3.200.-

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Aus Sicht des Malers stehen Fragen der Einstiegspreise für seine Bilder meist im Zusammenhang mit ersten Ausstellungen. Der Künstler trifft also auf zunächst bereits professionelle Kunstvermarktung und Kunstpublizistik. Der Maler muss sich also mit den Regeln vertraut machen, die bei demjenigen gelten, mit dem seine Bilder und er an die Öffentlichkeit sich begeben (ungeachtet sonstiger Kosten, die Ausstellungen mit sich bringen).

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In einer Galerie als gewerbliche Kunsthandlung gelten die Kalkulationen und Preisgestaltungserfahrungen des Hausherrn. Keine Galerie akzeptiert, wenn mit einer Ausstellung die Konkordanz der Verkaufspreise zu den Verkaufspreisen anderer Maler in dieser Galerie nicht berücksichtigt werden will. Kurz; der Einsteiger muss mit der untersten bzw. der passenden Preisklasse Werke zum Verkauf anbieten. Dabei spielen durchaus Vergleichsbezüge des technischen und arbeitszeitlichen Aufwandes eine Rolle, das Material des Werkes, das Größenformat sowie die Rahmung.

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Für Dietmar Moews wurden die Verkaufspreise in der eigenen Galerie sehr einfach festgelegt. Merkin und Moews waren selbst die Galeristen, kannten die Preise und die Formate anderer bekannter und unbekannter Maler. Es gab also gar keine Spielräume, die Bilder teurer oder billiger zu machen, als es andere Malereiwerke in der Galerie Merkin-Moews waren, die verkauft worden waren.

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Die kleinsten Öl-auf-Leinwand-Tafelbilder von Dietmar Moews in seiner ersten Ausstellung mit Verkaufspreisen in der eigenen Galerie in Hannover Linden betrugen DM 250.-. Wobei noch im Verkaufsfall 15 Prozent Provision für die Galerie anfielen – also 250 abzüglich 37,50. Während der Verkauf formal als Kommission im Auftrag und für Rechnung des Künstlers noch die Bringschuld der Umsatzsteuer ans Finanzamt kostete.

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Damit kostete also das Stillleben mit dem Wasserglas auf der Fensterbank, DMW 20.8.74, 49 cm / 41 cm, Öl auf Leinwand, ungerahmt, 250 abzüglich 37,50, nach Abrechnung blieben somit DM 212,50 für den Maler, Umsatzsteuer als Vorsteuer.

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Mit einem solchen Verkaufspreis angefangen – z. B. Armformat Stillleben, Öl auf Leinwand, gerahmt – hat der junge Maler einen Preis den kein Malermeister mit einer seriösen Kalkulation unterbieten würde, zu Deutsch: der junge Maler steigt vom untersten Niveau der Verkaufspreise in das Kunstmarketing ein, das nur mit dem Begriff „Selbstausbeutung“ treffend bezeichnet werden kann.

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Nur wenn der junge Maler in der Folge weiterhin produktiv und gefragt ist, kann er weitere Ausstellungen bekommen. Nur wenn er Bilder malt, die gefragt und geschätzt werden, werden die Anfangs-Einstiegspreise durch den Händler/Galeristen und durch dessen Kunden, Käufer und Sammler, die die neuen Bilder kaufen sollen, bestätigt. Auf dieser Linie liegen die steigenden Preise. Nur bei Verkaufserfolg können Preise im Kunstmarketing gesteigert werden.

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Das bedeutet nicht, dass der Künstler oder seine Werkstatt an höheren Verkaufserlösen seiner Werke (automatisch) durch eine Agentur oder durch seine Galerie beteiligt würde.

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Bei Kommissionsverkäufen im Auftrag und für Rechnung des Künstlers, bei einer im Voraus fest verabredeten Verkaufsprovisionsspanne – zum Beispiel 30 Prozent oder 50 Prozent – für den Verkaufsvermittler, als der Galerist, erfährt der Künstler den echten Verkaufsbetrag und gegebenenfalls den Namen des Käufers. Praktisch wird durchaus ein Verkaufspreis zwischen Künstler und Verkäufer ausgemacht – nach der Regel: das Geschäft macht der Kaufmann beim Einkauf – und dann wird möglicher Weise zu einem höheren Preis verkauft. Und möglicher Weise erfährt der Künstler selbst das nicht.

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Eigentlich sollten Preisabsprachen zwischen Galeriehandel und Produzent eingehalten werden, weil sonst Werke und Kaufinteressenten mit widersprüchlichen Verkaufspreisen aufeinanderstoßen, die Kaufsituation verunsichern und das Marketing des betreffenden Künstlers und gegebenenfalls eines solchen Galeristen oder Kunstverkaufs-Vermittlers als unprofessionell erscheinen.

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Bei vorab zwischen Künstler und Galerist festgelegten Verkaufspreisen und Verkaufsprovisionen, anlässlich einer befristeten Ausstellung auf vorbestimmte Dauer und mit Kunstwerken, die der Galerist in Kommission nimmt, herrschen prinzipiell transparente Preise.

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Anders ist, wenn der Galerist (wenn er einen Kaufinteressenten hat) dem Künstler ein Werk in der Ausstellung abkauft – dabei vom Künstler noch einen niedrigen „Freundschaftspreis“ erwartet. Bspw. kam der bereits erwähnte Galerist Dieter Brusberg mit überraschenden Kostenaufstellungen, die dem ausstellenden Künstler eröffnet wurden, für die der Galerist sich bereit erklärte, Kunstwerke aus der Ausstellung statt Geld anzunehmen. Wer eine solche Ausstellung als Künstler mitmacht, hat oft wenig Geld, sich an Ausstellungskosten zu beteiligen. Wer dann später erlebt, dass gerade solche Werke, die er als Kostenbeteiligung hergegeben hatte, vom Galerist verkauft worden sind, muss stutzen, wenn er erfährt, der Verkaufspreis war höher als in der ursprünglich gemeinsam verabredeten Preisliste der Ausstellung.

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Und komisch ist für den Künstler, der die Verkaufspreise mit dem Galeristen abgestimmt hatte, wenn er dann erlebt, dass aus seiner Ausstellung gar nicht verkauft wird. Während andere, als Kostenbeteiligung abgedrückten Werke (heimlich) doch verkauft worden sind:

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Die coole Erkenntnis, dass der Galerist die Ausstellung macht, dafür Kostenbeteiligung verlangt, dann allerdings ganz andere Kunstwerke aus seinem ständigen eigenen Galeriebestand verkauft, fällt vielen ausstellenden Künstlern gar nicht auf (vielleicht, weil der Künstler nicht am Ausstellungsort wohnt). Und damit hat er durch seine gemeinsam mit der Galerie für die Ausstellung getroffenen Verkaufspreis-Festlegungen auch keine an seinem persönlichen Marktwert bestätigte Preisgestaltung. Zumal, wenn der Galerist aber für den Absatz aus der Ausstellung eines Kommissionskünstlers wenig wirksam tätig ist (die Ausstellung als Werbe-Event gemacht wird, die Interessenten, Kundschaft, Sammler, immer wieder zum Galeriebesuch anregen sollen, ohne dass aus der aktuellen Ausstellung zum Kauf durch den Verkäufer-Galerist aktiv geworben würde).

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Aus Sicht des Händlers bzw. Galerist sieht der kaufmännische Blick allein die Nachfrage und den Absatz von Werken, den er aus seinem eigenen Werke-Eigentum losschlägt, oder den Reizwert eines Künstlers für Ausstellungsbesucher und Presse – alles andere, als der Verkauf eigener Werke, macht ihm Arbeit und Kosten.

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Kunstsammler verschenken kein Geld. In der Regel wird Alles versucht, zum Niedrigpreis zu kaufen – Schnäppchenkaufbereitschaft ist weit verbreitet. Ferner gibt es Käufer oder Auftraggeber für Bildwerke, die den veranschlagten Preis ohne weitere Verhandlung akzeptieren, eine Anzahlung geben und – dann den Rest schuldig bleiben.

Ich musste wegen eines solchen Falles beim Landgericht Lübeck klagen, wo dann auch noch die schriftlich fixierten Verkaufspreise nachträglich angezweifelt wurden. Der Käufer bzw. Auftraggeber versuchte sich als Kaufvermittler betrügerisch umzusignieren. Seine Verweigerung der offen gebliebenen Restzahlung an mich begründete er damit, dass zunächst eine berechtigte Verkaufsvermittlungsprovision von mir (an den eigentlichen Käufer, der mir erst dann benannt worden war) abgerechnet und an ihn – diesen getricksten Vermittler – gezahlt werden müsse, bevor darauf der eigentliche Kunde den noch offenen Restkaufbetrag an mich zahlen würde (die beiden waren verheiratet – diese „Kundin“ hatte und habe ich nie gesehen: Ehemann trat als Käufer auf, wechselte dann diskret in die kaufmännische Rolle des Kaufvermittlers an die eigene Ehefrau, die bis dahin gar nicht genannt worden war).

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Professioneller Weise hatte ich einen Profi-Fotografen nach Burgtiefe auf Insel Fehmarn mitgebracht, der bei der Einweihung des Hotels und der Restaurants, in denen meine Bilder hingen, quasi Alles fotografierte. Die örtliche Zeitung berichtete mit Bildern. So konnte ich das Hotelier-Unternehmer-Ehepaar vor Gericht als Zeugen bitten. Diese sagten unabhängig von einander aus, den Kaufpreis nach Lieferung und Abnahme des Projektes bereits an den Architekten gezahlt zu haben. Während der Schlingel gerade ausgesagt hatte, nicht er, sondern seine Frau habe die Bilder gekauft, er sei nur der Vermittler und habe die Bilder nie gesehen.

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DIETMAR MOEWS "A la recherche de Joelle" DMW 271.20.80,155 cm / 287 cm, Öl auf Leinwand Hotel Vosshaus Südstradpromenade Burg auf Fehmarn

DIETMAR MOEWS „A la recherche de Joelle“ DMW 271.20.80, 155 cm / 287 cm, Öl auf Leinwand
Hotel Vosshaus
Südstrandpromenade Burg auf Fehmarn

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Der Richter hatte die Fotos vor sich auf dem Tisch liegen, wo alle Beteiligten samt den wunderbaren großformatigen Bildern abgebildet waren. Also beschied der Richter dem Angeklagten: Sie sind hier vor dem Landgericht und nicht in der Oper. Wenn sie jetzt nicht den Klagegrund einräumen, vereidige ich Sie. Es sieht auch noch nach Urkundenfälschung bzw. Scheckbetrug aus.

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Dieser Architekt (U. Denicke, im Bild rechts) hatte mit dem abgekürzten Vornamen den Anzahlungsscheck bezahlt, mit einem Scheck seiner Frau, die ebenfalls mit U. geschrieben wurde. Er selbst hatte wegen Eidesstattlicher Versicherung keine eigene Bankverbindung. Der bereits von ihm von den Hoteliers empfangene Restbetrag war von ihm unterschlagen worden. Ein Titel vom Landgericht Lübeck und ein Gerichtsvollzieher waren nötig, diesen Schuldner zur Bezahlung zu zwingen.

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Was habe ich daraus gelernt? Was heißt Anzahlung! Ein Geschäft ist perfekt, wenn ein Werk wie besehen, einwandfrei und wunschgemäß abgeliefert worden und empfangsquittiert ist und das Kaufgeld gegen Quittung gezahlt worden ist.

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Dieser Beispielfall zeigt, dass man nicht mit Phantasiepreisen im Geschäftsleben zurecht kommen könnte, wenn man mit beschlagenen Partnern zu tun bekommt, die die Anzahlung ohne viel Verhandlung „anzahlen“ – aber den Rest wie Till Eulenspiegel schuldig zu bleiben beabsichtigen. Dann kommt es im Gerichtsstreit auf perfekte Dokumente des Handelsvorganges an.

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Man hat dann reines Handelsrecht – aber erhält von jedem Gericht eine gewisse „künstlerische“ Schlampigkeit und kaufmännische Ungenauigkeit für nicht undenkbar zugewiesen. Zeugen, Quittungen, Zeitungsausschnitte, schriftliche Vereinbarungen die den Rechtsformen genügen, kurz – kaufmännische Akkuratesse ist empfehlenswert. Wer was verschenken will, soll es tun.

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Verkauft ist erst, wenn der Bezahlpreis gezahlt, das Werk ordnungsgemäß abgeliefert und Alles quittiert ist. Wer sich zu früh freut, bevor bezahlt wurde, wird öde Erfahrungen machen.

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Unter Umständen werden Bilderbewertungen durch Gutachter im Auftrag von Versicherungen angesetzt. Wobei die Gutachter sich auch an erzielten Marktpreisen orientieren. Eventuelle Reparatur- und Restaurierungskosten werden nach Arbeitsaufwendigkeit und Erfahrungsvergleichen gefunden.

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Ähnlich werden Schaden- oder Diebstahlversicherungspreise und Transportversicherungswerte angesetzt. Kostspielige Werke kosten hohe Versicherungsgebühren sowie aufwendige Verpackungsanforderungen seitens der Versicherung für den Einlieferer.

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Eine andere übliche Preisentwicklung entsteht, wenn ein Maler seine Werke gar nicht zum Verkauf anbietet, weil er sein Lebensbroterwerb anders betreibt. Ähnlich können sich Kunsthochschullehrer und Kunstprofessoren vom Kunstmarkt unabhängig preislich kaprizieren. Sie verlangen dann Preise, die nicht im normalen Kunsthandel erzielt werden.

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Hier kommt es allerdings möglicherweise zur staatlichen Intervention, indem der Staat – durch seine staatliche Kunstorganisation und die Kunstfinanzierungs-Haushaltsmittel – dem staatsdienenden Kunstprofessor ein überteuertes Werk abkauft.

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Neben diesen nichtmarktorientierten Auspreisungen von „Staatskünstlern“ gibt es das syndikalisierte Kunstmarkt-Marketing. Hierzu nimmt eine Galerie oder ein Agent einen Künstler exklusiv unter Vertrag (z. B. für zehn Jahre), den der Händler dann exklusiv vermarktet. Der Künstler muss seine gesamte Produktion exklusiv beim Händler abliefern. Der Händler organisiert die Vermarktung und die Verkaufspreise auf eigene Rechnung. Dabei wird eine Preisentwicklung in zehn Jahren auf die Verzehnfachung der Verkaufspreise seit dem Markteinstieg festgelegt. Der Vertragskünstler wird durch alle Partnerhändler und Partnergalerien des Exklusivagenten (oft international) geschickt, auf Kunstmessen ausgestellt, den etablierten Kunstsammlungen angeboten – während der Exklusiv-Galerist-Agent alle nichtverkauften Werke selbst sammelt und lagert und ständig publiziert. Eine solche Agentur-Vermarktungs-Leistung bringt ein Galerist nur, wenn ihm die „Ware“ selbst zu Eigentum gehört. Erst bei extrem gefragten Künstlern entsteht eine „faire“ Geschäftspartnerschaft zwischen Künstler und Agent bzw. gibt es dann Künstler, die Geschäftspartnern auf der Nase herumtanzen.

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Der Vertragskünstler erhält entweder Festpreise nach Verkauf durch seinen Agenten, oder der Künstler erhält monatliches Festgehalt vom Agenten, der den Verkaufserfolg und -erlös ganz für sich gestalten muss.

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Hierdurch entstehen in der Vertragsgalerie Verkaufspreise, die der Maler selbst – auch nicht privat an der Ladenkasse seines Agenten vorbei – keinesfalls brechen oder unterbieten darf. Ein Künstler der seinen Agenten hintergeht, wird in der Branche verpönt. Nur weltbekannte große Künstlernamen können es sich leisten, die Händlerregeln zu unterlaufen und im eigenen Namen Werke durch Auktionshäuser als Selbst- oder Direktvermarkter an Käufer und Sammler zu bringen.

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Dietmar Moews hatte in seiner ersten Ausstellung dreizehn Stillleben vorgestellt, davon elf verkauft. Dazu noch einige noch nachgelassene Freundschaftspreise und Aufträge abgeschlossen. Mit diesen Verkaufspreise-Erfahrung in der eigenen kleinen Galerie startete die Preisentwicklung, die über vierzig Jahre später nach wie vor mit dem Verkaufsargument umgeht, dass es den Versuch wert ist, von einem Malermeister eine Angebotskalkulation zum Vergleich des ausgezeichneten Verkaufspreises einzuholen. Es wird sich zeigen, welchen Preis der Malermeister verlangen würde, wenn er einen solchen Werkauftrag für ein Dietmar-Moews-Bild annähme und was er dafür verlangen würde, es überhaupt zu malen zu versuchen und ob der Malermeister ein gewünschtes Dietmar Moews-Bild malen könnte.  – Beltracchi würde bei den meisten Dietmar-Moews-Bildern scheitern, und es wäre Beltracchi zu viel schwierige Arbeit und es wäre Beltracchi zu wenig Bezahlgeld.

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Darin liegt nun ein gewisser Witz im Kunst-Verkauf – nur ein als Kaufobjekt ernstgenommenes und wertgeschätztes Werk der Malerei von Dietmar Moews kommt in Betracht einer Meisterkalkulation. Man wird keinen Malermeister finden, der ein Moews-Werk preisgünstiger herstellen könnte als es Dietmar Moews selbst hält. Es sind sozusagen am Markt erzielte und stetig gewachsene Preise in der westlichen Kunstmarkt-Welt, die verlässlich und stets an der untersten Preisgrenze zum Kauf stehen.

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Des ungeachtet kann nicht jedes Werk verkauft werden und nicht jedes Werk hält den Ankaufspreis von ehedem.

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Der Sammler Bernd Gisy in Hannover, der einst im Jahr 1980 die Landschaft mit Akt „Le tout petit Matin“ DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm, für 11.000 DM in der Ballhof-Galerie Hannover, wo es gemalt worden ist, gekauft hatte, war zwanzig Jahre später nicht bereit, dieses Bild an Dietmar Moews selbst preisgünstiger zurückzuverkaufen. Sammlung Gisy ging von der Werthaltigkeit des Kaufs aus. Dietmar Moews hatte gehofft, das wunderbare Bild billiger zurückkaufen zu können. Dietmar Moews findet es nach wie vor irritierend, dass er sich „seine eigenen Bilder“ nicht leisten kann.

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"A la recherche de Joelle", DMW 241.41.79, 215 / 365 cm, Öl auf Leinwand, Sammlung Gisy

„A la recherche de Joelle“, DMW 241.41.79, 215 / 365 cm, Öl auf Leinwand, Sammlung Gisy, hier im KUBUS Hannover, 1982

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Das sehr schöne Bild (Neue Sinnlichkeit im Kubus) hing einige Jahre an prominenter Stelle im Gisy-Schuhgeschäft Georgstraße am Kröpke in Hannover öffentlich ausgestellt. Die Aktfigur in dieser ornamentalen Komposition stammt aus einer arkadischen Landschaft von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1637.

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DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm, KUBUS Hannover 1980 Künstlergruppe Neue Sinnlichkeit

DIETMAR MOEWS „Le tout petit matin“ DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm,
KUBUS Hannover 1980
Künstlergruppe
Neue Sinnlichkeit

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Wie kommt es zu exorbitanten angeblichen Spitzenpreisen im Kunsthandel?

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Die Höchstpreise, hauptsächlich bei Auktionen der großen Häuser, wie Sotheby’s, Christies in aller Welt oder Lemperz in Köln, haben nichts mit irgendeinem Kunstwert und nichts mit einem Unikats- oder Originalitätswert zu tun.

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Es handelt sich um ein geschlossenes Kunstmarkt-Syndikat von Händlern, die sich die Hochpreismarken, also die Namen der Künstler, absprechen. Voraussetzung ist, dass die einfussreichen Händler solche Werke ebenfalls in ihrem Bestand zum Verkauf zu Verfügung haben. Die Künstler selbst – sollten sie noch leben – haben ihre Werke längst aus den Händen gegeben, dafür einen viel viel kleineren Betrag abschließend bekommen und sind danach draußen. Auch die Folgerechte aus der kulturindustriellen Verwertung, in Drucken, Zeitungen, Büchern, Fernsehen, Film, Internetz, nehmen die Agenten und Händler den Künstlern über das Urheberrecht und das Copyright meist ab. Oft erfahren die Künstler nichts von verwertungsrechtlichen Erträgen, die von Verwertern durch Folgerechte realisiert werden.

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Das Händlersyndikat lässt so gut wie keinen lebenden Künstler durch, wenn so jemand seine Urheberrechte behalten will. Oder wenn ein Künstler bei Weiterverkäufen erneute Umsatzprovisionen ausbedingen, also mitverdienen möchte, wird solch eine Folgeverwertungskautele einfach gestrichen.

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Wem es gelingt, ein so marktgängiges eigens Label zu etablieren, wie z. B. heute die Gerhard Richter-Werkstatt, kann versuchen, als Selbstvermarkter und Selbsteinlieferer einzelne Werke in Auktionskataloge und Versteigerungen abzusetzen. Gerhard Richter kann dennoch praktisch nicht auf eigene Rechnung die allgemein berüchtigten Höchstpreise erzielen. Denn diese Höchstpreise werden von Versteigerungsprofis hochgeschaukelt. Und nur Agenten haben die geldschweren Interessenten an der Hand, in deren Auftrag dann mitgesteigert wird.

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Man muss einfach verstehen, dass es hier nicht um „Kunst“ geht, sondern um symbolische gegenseitige Syndikatsgarantie. Wer als Wertanlage bei den Insider-Agenten ein teueres Werk bezahlt, dem wird quasi garantiert, dass dieses Werk weiterhin werthaltig ist, werthaltig bleibt bzw. sogar durch weitere Promotion und Ping-Pong-Geschäfte noch „teurer“ wiederverkaufbar wird.

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Man muss es wie alle Spekulations-Lose verstehen: nur diejenige Währung ist international werthaltig, die von den wichtigsten Banken der Welt anerkannt wird.

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Wer sich selbst schönes Geld druckt, das nicht anerkannt ist, wird dafür nichts kaufen können.

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Wenn keiner ans Geld glaubt, kann man es nicht mehr benutzen. Wer einen Van Gogh besitzt, und Geld braucht, wird erleben, dass außer Versicherungskosten, Transport- und Verpackungskosten kein Dollar hereinkommt. Wendet er sich an das Westkunst-Syndikat, muss der verkaufen wollende Privatmensch preislich erheblich in die Knie gehen. Nur wenn die Agenten für sich selbst erhebliche Provisionen gesichert haben, wird so ein Werk überhaupt ausgereizt und abgesetzt (es sei denn es wäre ein weltberühmtes Spitzenwerk von van Gogh, womit Galerist oder Auktionshaus den eigenen Auftritt hypen könnte – dann hätte der Privatanbieter eine starke Preisgestaltungs- und Provisionsmitsprache).

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Ähnlich sind Bewertungen von Gutachtern, Versicherungen und Ausstellungsmöglichkeiten:

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Wer ein bedeutendes aber wenig bekanntes Gemälde von Edvard Munch hat, wird es nicht los. Selbst nicht, wenn Munch der momentan kostspieligste Maler ist. Nur sobald die Händler und Agenten ein solches Werk in der Mangel haben, wird daraus bei den Auktionen ein Spitzenlos.

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Kurz, es sollte sich kein Kunstliebhaber, kein Laie und kein Neidhammel über diese unglaublichen dreistelligen Millionenkäufe ärgern. Dabei handelt es sich immer um Absprachen und Spekulation, niemals um Kunstqualität. Es sind auch keine Wandaktien – sondern solche Werke stehen häufig in Tresoren. Und wenn verkauft wird, wechselt nur der Eigentümer – das Werk bleibt im Tresor.

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Auf diesem Niveau ist Briefmarkenhandel, Oldtimer-Auto-Sammeln, Weinsammeln oder Renn- und Zuchtpferde prinzipiell das Gleiche: Es gibt eine abgegrenzte Anerkennungs-Experten- und Agenten-Clique, es gibt millionenschwere Geldjunkies, es gibt Geldwäsche – die Realien werden dabei weder besonders qualifiziert noch sinnlich genutzt – es geht um Buchungsvorgänge, Risikofonds, Spekulation, auch um Steuergeschäfte (Erbschaftssteuer, Verlustabschreibungen,Tax-Leverage usw.).

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Auch die sogenannten Fälscher sind lediglich Lieferanten für eine Nachfrage am Anlage-Markt: Wenn Beltracchi seine Campendonks absetzen konnte, dann deshalb, weil es Schwarzgeldkäufer gibt, die ihr Geld waschen, indem sie einen bekannten Namen mit einem unbekannten Werk zu einem mittleren Preis in eine Realie umwandeln können, die dann später einen ähnlichen Abnehmer findet. Insbesondere weil dafür auch “hochkarätige” Experten Provenienzbezeugungen abstempeln. Das bedeutet: Käufer von Fälschungen wollen Fälschungen! – es gibt einen Fälschungen-Kaufmarkt, der an Aufdeckung des Betrugs überhaupt keinerlei Interesse haben kann.

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Das Beltracchi-Thema gehört hier nur deshalb hin, weil ernsthafte Kunstinteressenten von den Hochpreisnachrichten getäuscht werden und dann einem persönlich bekannten Künstler suspektierend entgegengehen – als sei ein Künstler ein Scharlatan.

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Wer sich in der Kunst auskennen will, muss sich eigene Fähigkeiten erwerben.

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*DMW ist das „Dietmar Moews Werksverzeichnis“ mit der laufend (1) durchnumerierten Werksnummer, (2) der Jahreszählung, (3) dem Jahr des Arbeitsbeginns des Werkes, im Beispiel „DMW 14.1.74“ ist das vierzehnte Bild im durchnumerierten Verzeichnis, das erste Bild im Jahr 1974. Die Maßangabe erfolgt stets Höhe in Zentimetern (cm) vor Breite in Zentimetern.

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EU-Herrschaft wuchert die Griechen kaputt

Mai 27, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4458

am 27. Mai 2014

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Die Europäische Union zwingt Griechenland aufgrund der griechischen Staatsschulden, weitere Kredite aufzunehmen, um zumindest die Kreditdienste, also die Schuldzinsen auf die vorhandenen Schulden bezahlen zu können. Dabei geht die nur kleine griechische Wirtschaft derart auf dem Zahnfleisch, dass der griechische Staat bis runter in die Gemeinden nur noch die Armut weitergeben kann, nur noch minimale Offizialeingriffe und -verwaltung vorhalten kann.

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Dadurch kann Griechenland vom Berg der Schulden – trotz Sparsamkeit und Armut – gar nichts abzahlen, lediglich stets die Schuldenzinsen und die Umtauschkosten von fällig werdenden Staatsanleihen.

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Die EURO-Politik hat Griechenland in diese Zinsmühle hineingetrickst, hat den Griechen mal günstige Kredite gegeben, die sie jetzt nicht mehr loswerden.

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Es ist WUCHER, wenn man, wie hier geschehen – solche Verschuldung herbeiorganisiert: Die EU hat gewusst, dass Griechenlands Kreditwürdigkeit nicht ausreicht – die Bonität steht auf der Wirtschaftskraft, die Wirtschaftskraft ist zu gering. Die alljährlichen zyklischen Kosten des Griechenlands sind höher als die volkswirtschaftlichen Erträge bzw. die fiskalischen Einnahmen.

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Ständige Umschuldung mit ständig wachsendem Schuldenvolumen ist eine Verzinsungshölle. Alle, die darauf noch weiter Wetten abgeschlossen haben, spielen ein teuflisches Spiel.

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Solidarität in der EU muss anders aussehen.

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Die Europäische Union und die Regelstelle für die Einheitswährung EURO haben Griechenland in die europäische Union aufgenommen. Die EU hat der griechischen Notenbank und Finanzwirtschaft, statt eigener Drachmen, den EURO in Griechenland als Landes-Währung zugelassen.

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Bei dieser EU-Aufnahme hat die EU geprüft, ob Griechenland die Aufnahmebedingungen erfüllt – darauf hat die EU Griechenland aufgenommen.

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Dietmar Moews meint: Heute ist bekannt, das sowohl die griechische Regierung bei der EU-Bewerbung Zahlen gefälscht hatte wie auch, dass die Europäische Union über die wirklich zu schwache Wirtschafts- und Währungskraft genau informiert war und aufgrund eigener Expertise über Griechenlands Schwäche keineswegs getäuscht werden konnte.

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Deshalb muss, wer Geld verleiht, wohlwissend, dass der Schuldner arm und krank ist und nicht bedienen können wird, wie Griechenland gegenüber dem EURO, auf seine erhofften Kreditzinsen verzichten. Rendite durch Betrug ist kein Rechtsanspruch des Gläubigers.

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Man kann auch noch weiter gehen: Wucher eines angeblich christlichen Abendlandes? Eindeutig ist die EURO-Zentralbank und sind die Brüsseler EU-Zuständigen Ursache und Schuld daran, Griechenland in diese Zinsspirale geschickt zu haben. Die EU hätte auf diese Bonitätsweitergabe verzichten müssen – dagegen Griechenland konnte nicht darauf verzichten, wenn es für seine Bürger ein EU-gemäßes Leben sichern wollte.

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Jetzt muss die EU für Griechenland den EURO gegenüber der Weltfinanz absichern. Dafür nimmt die EU Griechenland in die Wucherzange.

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Damit muss jetzt Schluss sein. Wie viel Rechtsextremismus will man denn da heraufzüchten? Das EU-Wahlergebnis ist deutlich.

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Ich fordere eine Umschuldung Griechenlands bzw. eine Schuldabschreibung aller EU-Forderungen gegen Griechenland, so weit, bis bei ordentlicher Staatsfinanz Griechenland aus der Zinzspirale herauskommt und in den konkreten Schuldenabbau kommen kann.

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Griechenland arbeitet, zahlt, spart, leidet und kommt nicht ins Reine – Schuld ist die EU. Schuld sind die Gläubiger, die Griechenland derart in Schulden haben kommen lassen. Sie müssen nun auf ihre Forderungen verzichten: ABSCHREIBEN.

Was denn sonst?