Lichtgeschwindigkeit 469

Juli 16, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 469

DER VOLLWEISE Teil 8/8 und Kommentar aus Sicht der IT-Soziologie

zur Medienlage von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews – live

und ungeschnitten – muss auch immer die Werte der Primaten

berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und

Rechtsstaatlichkeit, im Globus mit Vorgarten in Berlin, am Donnerstag,

15. Juli 2010, mit Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2010

sowie vom 15. Juli, Neues Deutschland, taz vom 15. Juli 2010, CCC.de,

bild.de, Piratenpartei Deutschland.de, RP.de, heise.de sowie Phoenix,

ARD, ZDF, DLF,

Piratenthema hier: Letzter Teil der VOLLWEISE von Edo Reents in der

FAZ über den IT-Berater Peter Kruse:

Der von Kruse vorgestellte und vertretene IT-Komplex, für den der

Algorithmus und die Rechnerleistung im Massenflash die

quantitativen Approximationen für politische Entscheidungen

liefert, statt auf rationale Konfliktkultur (Dahrendorf) und kritische

Urteilskraft (Kant) hin Bildungspolitik zu betreiben, ist der Blick

in den Abgrund von Infantilismus und Mob. Die Hegelei und ihr

Schwimmen, als materiell ungreifbar dialektischer Materialismus,

haben über die Umerziehung der Deutschen, die Adorno-Personalpolitik

in den deutschen Universitäts-Geisteswissenschaften, die Psychoanalyse

und die sinnliche Entkopplung unserer Lebenswelten ihren Erfolg in

den Kindern der 68er.

Deren Orientierung kommt nicht vom Können und Wissen einer

kritischen Urteilskraft, sondern von einem infantilen Wünschen

und rigorosen Anwenden der quantitativen Maschinensteuerung.

Die Büchertüte „60 Jahre Suhrkamp“ weist die Buchtitel dieser Unseld-

Schriftleitung durch bunte Zitate, von Adorno zu Alice Miller, dem

Marxist Bloch zum Fäkalpoeten James Joyce, und deshalb zitiere ich

aus Alex Demirovic‘ „Der nonkonformistische Intellektuelle — Die

Entwicklung der kritischen Theorie zur Frankfurter Schule“,

Suhrkamp 1999: Die „Wahrheitspolitik“ von Horkheimer ist zu einer

Schranzennummer des Adorno verkommen. Demirović weist in seiner

Studie die Geldgeber für die Re-Education der Deutschen nach 1945

aus. Das reicht vom CIA bis zum KGB. Und nun unsere Hildegardpiraten,

die zwischen Infantilisierung und Flashmob tun, was sie können, ohne

überhaupt von dem Geld, der Umerziehung und den umstrittenen

Werten darin, je etwas verstanden zu haben. Es ist ein schockierender

Befund dazu, wie schwierig der demokratische Anspruch, die Verhältnisse,

denen man im Leben ausgesetzt ist, mitzubestimmen, an Mehrheiten

und deren soziale Kompetenz gebunden ist. Die Erleichterungsphilosophien

von Marx (der Materialismus ist schuld), von Hegel (die dialektische

Umschlagzeit kommt, wenn sie reif ist; vorher kann man nichts machen),

von Freud (das Überich in uns herrscht und ist unerreichbar), von

Alice Miller (die mangelhaften Mütter sind schuld), von Adorno

(meine Partei hat immer recht: negative Dialektik) und schließlich

die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Peter Kruse: der Vollweise),

bieten uns die Selbsterleichterung der Erleichterung.

Dietmar Moews schrieb bereits vor 23 Jahren: „Die Verdampfung der

Selbstverdampfung in bläulichen Aureolen als postmodernes Fanal

der menschlichen Dummheit“.

Natürlich kann man Wahlrecht mit der Geburt jedem Menschen geben.

Wenn mit seiner Stimmabgabe keine vernünftigen Urteile und

Kompetenz verbunden sein sollen, sondern der Hildegardpirat

am Liquid-Tool die Stellschrauben des Big Brother Events an einen

Ventilator angeschlossen hat, weil ihm die Luft dick ist.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin


Lichtgeschwindigkeit 417

Juni 19, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 417

Der Vollweise der FAZ 4 und Kommentar aus Sicht der

IT-Soziologie zur Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews – live und ungeschnitten – muss auch

immer die Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit,

Transparenz, Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit,

aus Globus mit Vorgarten Berlin Pankow, am Donnerstag,

17. Juni 2010, mit Frankfurter Allgemeine Zeitung vom

15. Mai 2010, Bild.de, dradio.de, Piratenpartei Deutschland.de,

RP.de, heise.de, ARD, ZDF, DLF,

Piratenthema hier: Rationale Konfliktkultur ist gefordert,

wie Ralf Dahrendorf ausführte; dazu Constanze Kurz in

Aus dem Maschinenraum FAZ-Kolumne Wende in London.

Und der VOLLWEISE Peter KRUSE (Edo Reents in FAZ 111)

spielt den falschen Propheten für die IT-Gemeinde und die Piraten.

Ein Doktor mit einem Doktortitel macht neugierig auf eine

hochintelligente Person mit besonderen Fähigkeiten, die man

fragen kann, welches denn der hervorragende Beitrag zum

Wissen der Menschheit sei und was er kann. Wer einen Doktor

für einen Scharlatan hat und sich selbst damit tröstet: Jeder

können eine Doktorarbeit schreiben oder Titel kaufen, ist nicht

fähig, die Fragen zu stellen, das Besondere zu erfahren.

Mich würde deshalb interessieren, welche Leistung der Doktor

Peter Kruse denn erbracht hat. Weil ich es für zweifelhaft halte,

dass jemand einerseits Dampfplauderei von sich gibt und

andererseits die Qualität wissenschaftlicher Arbeitsweise beherrscht.

KRUSE redet in „Whats next“ (Re:publica 2010/Youtube) von

kollektiver Intelligenz, die ohne die individuelle Anstrengung

auskäme. Die Rechner würden Präferenzmuster liefern. Man muss

nur am Ball bleiben, schnell, emotional und ohne Formen der

Kontrolle, ohne reflektierte Wertegrenzen. KRUSE sagt zu

social web 2.0: Versuch es nicht mit Expertengremien. Laßt die

Dinge sich entwickeln. Selbstaufschaukelung, Beteiligungsboom,

spontan, maximales Grundgeräusch. Hiermit sind wir in der Nähe

der Flash-Mob-Aktionen und der Schwarmintelligenz. Man muss

nur fröhlich mitmachen und die Macht ergreifen. Der Nachfrager

wird stark, der Anbieter schwach.

Meine Forderung nach „rationaler Konfliktkultur“, mit und nach

Ralf Dahrendorf, widerspricht der Selbstaufschaukelung und

dem maximalen Grundgeräusch des Peter Kruse. Denn es gilt für

die Politik zwar, dass es immer diverse Wahrheiten und Sichtweisen,

viele unterschiedliche Lösungswege und Strategien, ja durchaus

auch unterschiedliche Ziele und Wünsche, es gibt immer auch

Plan b. Deshalb benötigen wir die rationale Konfliktkultur,

damit wir bei klarer kritischer Urteilskraft und Definitionen den

rationalen Konflikt um die Politik versuchen und annehmen

müssen. Ohne die besten Experten, ohne the State of the Art und

best Skill, ohne Elite in Stellvertreter- und Arbeitsteilungsstrategien,

ist Politik nicht lösungsorientiert und zielführend möglich. Kruses

Behauptungen: von kollektiver Intelligenz, die ohne die individuelle

Anstrengung auskäme. Die Rechner würden Präferenzmuster liefern.

Man muss nur am Ball bleiben, schnell, emotional und ohne

Formen der Kontrolle, ohne reflektierte Wertegrenzen. KRUSE sagt

zu social web 2.0: Versuch es nicht mit Expertengremien. Laßt die

Dinge sich entwickeln. Selbstaufschaukelung …

Dietmarmoews: Kruses Beteiligungsboom, ist reines Sau rauslassen,

ruft den Mob, die Majorität zum Souverän über jede Minorität

und bringt solche unsäglichen Ereignisse, wie den Bingener

Bundesparteitag, mit Wahlbetrug, Niederbrüllen und Rumpöbeln,

dem satzungswidrigen „Feedback-Tool“ aus Berlin als ungetesteter

Ernstfall IT-gestützten Kommunikationsfaschismus, im wirklichen

Sinn des Wortes. Und dieses — leider — ohne die Aufklärung

hierüber unter den ahnungslosen Basispiraten, so dass die qualitativen

Dämme gebrochen sind. Nunmehr die Piratenpartei die

Selbstauflösung erfährt. Denn Feedback ohne Feed, ohne Qualität,

ohne Substanz, kann nichts ergeben. Dennoch ist klärungsbedürftig,

was denn im Großen und Ganzen, seitens der Piraten als „piratig“

empfunden wird.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;