Vulgärmateralismus mit Marx im Deutschlandfunk

Lichtgeschwindigkeit 10385

am Sonntag, den 16. Januar 2022

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Liebe Benutzer, vor einiger Zeit hatte die Redakteurin des Deutschlandfunks, Schäfer, ihren Busenfreund Mathias Greffrath mehrmals als KARL-MARX-GEHEIMWAFFE eingesetzt. Es wurden für große Rundfunk-Formate zahlreiche anmaßende Autoren herangezogen, denen Greffrath wichtige Passagen aus Marx‘ Das Kapital zur Paraphrasierung überließ. Leider verfehlten alle das Thema – ungeachtet der Kritikflachheit, die damals vorgetragen worden ist (vgl. hier in Lichtgeschwindigkeit). Die meisten hatten diejenigen Marx-Kapital-Texte, die sie angeblich als Denkgrundlage nehmen wollten, nicht einmal gelesen. sondern es wurden unverschämt und unvermittelt sonstige Eigenwilligkeiten in den Deutschlandfunk bugsiert, die nicht dem von Mathias Greffrath gesetzten Problem entsprachen, ja, nicht entsprechen wollten, kurz: Eitle Kacke zum historischen Kaugummi-„Marxismus“.

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Karl Marx nahm den Menschen die Menschlichkeit ignorierend (anthropologisch: Wie ist der Mensch?) als vulgärmaterialistisches Weltgefängnis. Marx und Greffrath haben keine Ahnung von Heideggers Sein, das die technizistiche Verdinglichung ablehnte, und die Offenheit anstatt dem Gestell der herkömmlichen Metaphysik entfaltet hat.

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Jetzt kommt im Jahr 2022 der gealterte Mathias Greffrath erneut unter DLF-Redakteurin Barbara Schäfer mit seinen Marx-Anbuntungen. Diesmal heißt es „WORKING CLASS“ – „a working class hero is something to be“ sang John Lennon.

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Ich kritisiere diese blamabel vulgäre Materialismus-Propaganda im DLF. Denn es hat nie eine Arbeiterklasse, als soziologisch relevante Gruppe gegeben. Weder als Massenkommunikation oder als klandestine Bewegung (nicht mal in der katholischen Kirche), bringt irgendeine Arbeiterklasse noch einen Gewerkschaftsbund in Schwingung; auch die Klasse der Querdenker denkt nicht als Kollektiv.

Was sich da Marx ausgedacht hatte, war theoretische Jesus-Wünscherei, die zwar von Klassen, von Klassenbewusstsein und von Arbeiterklasse ausging, die es aber empirisch niemals gab. Niemals hat es eine Klassen-Gemeinschaft gegeben, die durch eine gemeinsame Lage und vergleichbare Abhängigkeiten als Arbeiter, Klassenbewusstsein hätte entwickeln können. Weil es solche Klassen, Gruppen, Gemeinschaften in der empirischen Gesellschaftspolitik nicht gab, nicht gibt und nicht geben konnte, gab es auch keinen Klassenkampf (auch wenn Lenin so tat, als verträte er mehr als seine eigene Klasse: die internationale Lenin-Klasse). Weder in Manchester oder London, von Marx und Engels um die Jahre 1860, noch im preußischen Berlin oder dem linksrheinischen Köln/Trier gab es klassenpolitische Formationen und -Aktivitäten, die die damaligen Lohnabhängigen auch nur ansatzweise über die damaligen Gewerkschaftsbewegungen im Sinne einer Working Class von Marx, Engels, Schäfer und Greffrath hätten bilden wollen oder können.

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Jetzt hub der DLF also abwegig wie folgt am 16. Januar 2022 an:

„Das Working Class Das Kapital – Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie

Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche, Pandemie – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon überall, auch unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert.

Von Mathias Greffrath | 16.01.2022 …

Man könnte dieses Buch als einen Roman verstehen.

Wenn es also – 150 Jahre nach seinem Erscheinen – einen vitalen, aktuellen, nicht nur historischen Grund gibt, das Kapital zu lesen, dieses Buch, das den Anspruch erhebt, das „ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft“ entdeckt zu haben – dann müsste das Buch den Test bestehen, dass man mit der Marxschen Brille immer noch etwas sehen kann, was man sonst nicht sieht, dann müssten die Marxschen Begriffe die Wirklichkeit, in der wir heute leben, anders aufschließen als andere. „Man prüft den Pudding, indem man ihn isst“, pflegte der Fabrikant Friedrich Engels zu sagen. Fangen wir also an….“

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Dietmar Moews meint: Ich halte der Bewertung durch den Deutschlandfunk Köln, der Redaktionen, seiner Redakteurin und des Autors Mathias Greffrath zwei wesentliche Falschdarstellungen vor. Damit verkennt Greffrath, was er als „Bewegungsgesetz“ missversteht und dazu noch als moderne Gesellschaft (von Marx?) signieren zu können meint: Ist modern, irreführende Propaganda zu akzellerieren?

1. Es hat zur Marx-Zeit, vorher und seit dem, weder die von Marx angerufenen Klassen noch die von Marx in „Das Kapital“ dargestellte Klassensituation bzw. -entwicklung gegeben. Ob Tagelöhner, Fabrik-Industriearbeiter, Landarbeiter, arme Hungerleider, Dienstleute, Höflinge, Kirchenpersonal, Soldaten, Journalisten, Irrenhausinsassen, Kriminelle u. a. haben sie alle in sehr verschiedenen Lebenssphären gelebt. Zwar war deren soziales Leben von Bevormundung, Unterprivilegierung und Abhängigkeiten gezeichnet. Allerdings war das sehr vielfältig und unterschiedlich, ob in Industriezentren wie Manchester oder in London oder auf dem Land, wo völlig verschiedene Bedingungen vorherrschten. Wo also nicht allein Ökonomie und Not das Leben prägte, sondern wo im vollen Bild der Anthropologie und der Soziologie gelebt wurde, mit Liebe, Inspiration, Fantasie, Familie, Solidarität, Intelligenz und Denken, Naturbindung, Glaubenspflege, Poesie und konfessionelle Religionstraditionen die Lebensordnung gestaltete.

2. Dem ganzen Marx-Materialismus, wie es in „Das Kapital“ von Marx (übrigens nicht mit, sondern gegen Engels) zum Zynismus-Theater aufgezogen wird, fehlte und fehlt die gültige empirische Wirklichkeit.

Was sind die entscheidenden struktur-funktionalen Gegebenheiten und Abhängigkeiten jenes oder dieses „Kapitalismus“? Und welches sind die anthropologischen Qualitäten, die das Leben der Unterprivilegierten ausmachten und ausmachen?

Welche Lieder sangen die?

Welche Volkskunst wurde betrieben und geliebt?

Wie offen war die Gesellschaft und die Staatsherrschaft für deviante Sonderbegabungen?

Was machten Adolph von Knigge oder Büchner, was Eckermann und Karl Philipp Moritz?

was machten Mozart und Beethoven? was Bach und Händel?

Was sind von anthropologischen Begabungen ausgehend folglich die sozialen Wertspiele und möglichen politischen Aktionspraktiken der Marx-Zeit (Karl Marx als gebildeter Unterklassentyp als Beispiel einer bohemienen Lebensfreiheit, ohne Geld, aber mit Wein, Zigarren und mit vielen Kindern)?

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Im als MEW zusammengefasster Textnachlass von Marx (und Engels?), unter dem Titel „Kritik der deutschen Ideologie“ hätte Marx konkrete gesellschaftliche Verhältnisse des Konflikts der „Arbeiterklasse“, nicht durch seine Ideenkonstrukte zu verdecken gehabt, sondern durch konkrete empirische Analyse der sozialen Ereignisse, Interdependenzen und Machtgeschehnisse an der gesellschaftlichen Basis aufzuschlüsseln, zu kritisieren und gemäß der historisch-dialektischen Ansprüche, also der Theorie von Marx und Engels, durchzuprüfen, analysieren und auf ihren Wirklichkeitswert zu interpretieren gehabt. Marx Ideologie hielt leicht erkennbar keine Ideologie-Selbstkritik aus. Marx ist Matsch: To much monkey business.

Die Marx-Arbeiter um 1860 lebten nicht allein ausschließlich „ökonomisch“ diskponiert. Sie lebten nicht als Working Class. Sondern sie lebten als genealogisch Untergeordnete, dispergierte Kohorte, denen politische Herrschaft und Gestaltung und Zugang dazu nicht oblag. Sie waren von Führungsaufgaben frei und hatten sich weitgehend familiär einzufühlen. So sangen die: Der Mond ist aufgegangen.

Dem Deutschlandfunk ist es mit WORKING CLASS am 16. Januar 2022 nicht gelungen, mittels dem Marx-Träumer Mathias Greffrath, Orientierungs- und Bildungshilfen hervorzubringen. Die vulgärökonomische Lebensbeschreibung à la Karl Marx in „Das Kapital“ (man lese nur die Kritik des Friedrich Engels an Marx* eitlem Gesülze, in den massenhaften Briefwechseln der beiden zwischen London und Manchester in MEW – 15 Bände).

Ohne die anthropologischen Ausgangsaspekte und ohne die empirischen, soziologischen Interdependenzen und Interaktionen behufs der Integration und Reproduktion der abhängigen Erwerbsmöglichkeiten jener Zeit wie auch von heute, produzieren DLF/Schäfer Desinformation.

Marx reduzierte seine Vorstellungswelt auf den materiellen Stoffwechsel all der massenhaften Opfer. Es hilft diese DLF-Produktion nicht, der Tendenz von StaMoKap und Demokratie sozio-politisch verbessernd beizukommen. Leider gibt es keine politische Bildungsklasse, weil intelektuell ausgebildete Deutsche als Dienstklasse von der Politik marginalisiert wird, wie auch hier vom Staatssender DLF und den Erwerbs-Dienstklasslern Schäfer und Greffrath (auch als Rentner).

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