Richard David Precht und Svenja Flasspöhler und Sensibilismus im ZDF

Lichtgeschwindigkeit 10365

am Montag, 29. November 2021

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ZDF in der Nacht RICHARD DAVID PRECHT spricht über Sensibilisierung –

am 28. November 2021:

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Zwei Leute exponieren ein Thema aus dem Alltagsleben von eigenen Spontanerlebnissen zu empirischen Behauptungen (die eigentlich Feststellungen sein müssten) in ein metaphysisches Geschwurbel.

Svenja FLASSPÖHLER wird als Psychologin, Philosophin, Autorin und Philosophie-Zeitschrift-Herausgeberin vorgestellt.

Richard David PRECHT wird in den deutschen Massenmedien seit etwa zehn Jahren als kluger Autor und Philosoph zu Einzelthemen hochgeschunkelt. Precht bezahlt dafür mit einer gehörigen Belesenheit.

Nun also SENSIBILITÄT, SENSIBILISIERUNG, DESENSIBILISIERUNG:

Beide tun so, als sei mit einem aktuellen Zustandsschnitt klar erkennbar, dass es eine Entwicklung gäbe, einen Fortschritt, dessen Bewertung nicht ganz klar GUT oder BÖSE, sondern zunächst von PRECHT und FLASSPÖHLER gesprächsweise evaluiert werden müsste, um den Stand annehmen zu können, der sich zwischen zwei Zeitpunkten entwickelt haben könnte..

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PRECHT meint, dass man über solche zeitgeistlichen sozialpsychologischen Wandlungsvorgänge im weiteren Bogen, etwa von STUMPF zu SENSIBEL, also als Sensibilisierung und daraus entstehenden kulturellen komplizierteren politischen Kommunikationsbedingungen sprechen könne. Precht bezieht sich dabei auch auf Norbert Elias von 1939 und den „Prozess der Zivilisation“. Auch mit John Locke und der Freiheit, möchte Precht bipolare (dialektische) Sensibilisierungsveränderungen selbst in unseren Tagen beobachten, z. B. hinsichtlich all der neuen IT-Werkzeuge der massenhaften P-to-P-Kommunikation, was allerdings völlig falsch als „SOZIAL“ bezeichnet wird – so wenig wie ein Bleistift oder eine Litfaßsäule „soziale Medien“ sind, sondern es sind Medien, so wenig gibt es von daher als „natürliche“ bewertbare Stände anzunehmende Zustände.

FLASSPÖHLER rekuriert auf Alexis de Toqueville und den amerikanischen Blick auf Europa „Über die Demokratie in Amerika“, woher sie glaubt, dass die Sensibilität der Individuen in der deutschen Gesellschaft sich insgesamt verändere – je gleichgestellter und freier das bürgerliche Leben gelebt werden kann, desto größer die Sensibilisierung (die auf Unterschiede reflektiert). Auch Flasspöhler unterstellt eine Meinung, wie sich Soziales entwickelt habe, ohne die sozialen Vorgänge wirklich zu untersuchen. Empirie scheint hier dem Geschwurbel beschwerlich bzw. sind empirische Wissenschaften anscheinend unbekannt. Ohne Wirklichkeits-Feststellungen geht aber gar nichts.

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Dietmar Moews meint: Mich machen die Darbietungen von PRECHT immer wieder sehr unzufrieden. Precht hat zu allem und jedem an bekannte Autoren angeknüpfte Wertpositionen, die immer nur gefuscht empirisch auf unsere heutige Empirie hingeschummelt werden. Precht spricht auch deshalb gerne von Erzählung/Narrativ, weil ja heute Alles sensibel und emotional bewertet würde, nicht mehr so RATIONAL wie in den 1960er Jahren (so ein Unfug!) Welche 1960er Nazi-Rationalität meint er? die der Beatles oder die der Rolling Stones? der Kreidler Florett-Fahrer oder der DDR-Schwalbe? meinte er die von Adorno oder von Golo Mann?

Auch das ZDF-Gespräch mit Svenja Flasspöhler ist schon im ausdrücklichen Anspruch völlig profanisiert und ins Abseits gestellt, allein, weil beide, Precht und Flasspöhler, angeblich selbst festgestellte Momentaufnahmen als Beispiele nennen, die keineswegs gültig sein können, die nicht empirisch festgestellt, analysiert und interpretiert vorgestellt werden können, sondern einfach so hingestellt werden. Auf diesen Modus passt sehr gut die ungepflegte Sprechweise der Flasspöhler in diesem ZDF-Gespräch, indem sie andauernd das Wort „natürlich“ gebraucht. Nichts von dem, was sie sagte kann als natürlich mal einfach so gesagt und als gültig hingenommen werden. Schon gar nicht die angebliche Sensibilisierung in zwei Begriffskategorien, die sie nennt: Die rationalen zeitgemäßen sozialen Verhaltensweisen, „was man sagen darf“, „woran man Anstoss nimmt“, „was übergangen wird“, „verbal-sexuelle Verhaltensverbote“, oder „ob es immer starrer wird“, Sensibilitätsverflachung.

Precht meint dann, John Locke, der Vater des Liberalismus habe bereits den Prozess der Sensibilisierung eröffnet. Aber abgeschaffte Tabus könnten zukünftig vom Untergrund hochkommen (Dürr)“. Natürlich?

Natürlich nicht.

Wieso sollte es nur zwei Sorten Sensibilität geben?

Wo kann man denn heute in Deutschland, in der EU oder in der ganzen Welt solche Sensibilitätserscheinungen empirisch feststellen und dann DEDUZIEREN, dass solche Wertungen die vielfältigen individuellen Verhaltensweisen als politisch-anthropologischen Zeitschnitte geschlussfolgert und hingestellt werden könnten?

Darf und kann man nicht (nicht ohne Empirie – und schon gar nicht „natürlich“).

Wieso ignorieren die beiden Schwätzer, dass es fortwährend immer weitere Lebensmöglichkeiten der Ausdifferierung und der individuellen Spielarten gibt? Jeder einzelne Mensch in Deutschland hat also verstärkt eigenen Gebrauch von tradierten Sensibilitätsformen, Wahrnehmungsblasen, Werturteilen, Tabus und Rücksichtnahmen.

Denn keineswegs entsteht durch die Ausdifferenzierung mehr soziale Kompetenz, auch nicht lässt sich der Kollektivgeist oder der soziale Zusammenhalt durch Homogenisierung, erzeugen. Das kann keineswegs als Sensibilisierung insgesamt gelten.

Precht und Flasspöhler redeten im ZDF über Menschen, über Soziales und über den Wandel der Sensibilität in unseren Tagen, ohne die anthropologische Tatsache der unintelligenteren Menschen überhaupt zu kennen. Was da angeblich beobachtet wird, sind Sensibilitäts-Mutmaßungen von Menschen, die so intelligent wie Precht und Flasspöhler sind, nicht aber, wie viel blöde, doofe und dumme sensible Umstände gar nicht mitmachen. Sie tragen Kopfhörer, verspiegelte Sonnenbrillen und schauen nicht in die Augen.

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