Der deutsche Philosoph Hans Albert wird positiv 100

Lichtgeschwindigkeit 10171

am Montag, 8. Februar 2021

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Herausstehender Geburtstagsgruß zum 100 sten Geburtstag des empirischen Philosophen Hans Albert – geboren am 8. Februar 1921 in Köln am Rhein.

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Zu Alberts 99. Geburtstag wurde das Hans-Albert-Institut mit Sitz in Oberwesel eröffnet, ein Think-Tank zur Förderung des kritisch-rationalen Denkens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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ALBERT war in den Jahrzehnten der Suhrkamp-Salonpersonnage um HABERMAS dessen Gegenspieler. Im „Positivismusstreit“ hat ALBERT die stalinistischen NARRATIVLER um Habermas stets mit Erkenntnis belastet und empirischen Dingen beschattet.

Hans Albert hatte den Karl Raimund Popper im Sinn, wenn er gegen Marxisten, Kulturalisten und Historisten wissenschaftstheoretisch antrat, indem es aufs Infragestellen und nicht auf Gedanken, die ihre ideologische Verblendung nicht wahrhaben wollen.

Hans Albert war von 1963 bis 1989 war Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie und Wissenschaftslehre in Mannheim Professor, der für einen kritischen Realismus eintrat. ALBERT ist damit ein immer Mitzudenkender der NEUEN SINNLICHKEIT, wo immer „Kritik der reinen Hermeneutik“ angesagt ist und realitätsbezogene Entscheidungslogik die Leitlinie ist.

Nach US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft nahm Albert ein Studium an der Universität zu Köln auf, zunächst mit dem Abschlussziel Diplom-Kaufmann. Seine erste Soziologie-Vorlesung hörte er bei Leopold von Wiese; bei diesem konnte er auch auf eigenen Wunsch über Politik und Wirtschaft als Gegenstände der politischen und ökonomischen Theorie seine Diplomarbeit schreiben und 1952 mit Rationalität und Existenz – Politische Arithmetik und politische Anthropologie promovieren. Alberts Habilitationsschrift Nationalökonomie als Soziologie der kommerziellen Beziehungen wurde 1955 sowohl von René König wie auch vom Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät abgelehnt, weil seine Kritik angeblich weder Ökonomie noch Soziologie einwandfrei zuzuordnen war. Außerdem war Albert zuvor insgeheim als angebliches Mitglied derKommunistischen Partei denunziert worden. Daraufhin habilitierte er sich 1957 in Köln mit einer Reihe von Aufsätzen für Sozialpolitik, da er Assistent Gerhard Weissers, des Lehrstuhlinhabers für dieses Fach, war. Er hielt jedoch die Lehrveranstaltungen in Logik, Wissenschaftslehre und Kritik der Wohlfahrtsökonomie und publizierte seine Kritik der reinen Ökonomie 1963 erhielt Albert einen Ruf an den neu geschaffenen Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre der damaligen Wirtschaftshochschule, heute Universität Mannheim. Er erhielt zwar mehrere Rufe an andere Universitäten, blieb jedoch bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1989 in Mannheim.

Albert ist Ehrendoktor der Universitäten Linz (1995), Athen (1997), Kassel (2000), Graz (2007) und Klagenfurt (2007) sowie gewähltes Mitglied der Academia Europaea (1989) und der ACCADEMIA delle SCIENZE di Torino (2006).

Da die Vernunft fehlbar ist, müssen Theorien immer wieder der Kritik unterzogen werden.

Albert ist Mitherausgeber der Zeitschrift Aufklärung und Kritik sowie Ehrenpräsident der Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg. Des Weiteren ist er wissenschaftlicher Beirat der Humanistischen Akademie

Bayerns sowie im Beirat der Girordano-Bruno-Stiftung.

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