Diego Maradona 1960 – 2020 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 10129

am Montag, 30. November 2020

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Diego Maradona wurde als Diego Armando Maradona Franco am 30. Oktober 1960 in Lanús /Buenos Aires, Argentinien, geboren und ist jetzt 60-jährig, am 25. November 2020 in Tigre, im Zusammenhang mit schweren chirurgischen Eingriffen gestorben. Mardona war ein Genie des Fußballs.

Das reiche Familienleben Maradonas brachte ihm mindestens zwei Verheiratungen, mal mit zwei Töchtern (* 1987) und (* 1989). Später zu seiner Zeit in Neapel kam mit anderer Frau ein Sohn  (* 1986) hinzu. Desweiteren wurde Maradona von einem italienischen Gericht zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, nachdem er sich geweigert hatte, eine DNA-Probe abzugeben. Im August 2016 bekannte er sich zu dieser weiteren Vaterschaft. Darüber hinaus zeugte Maradona mit einer anderen Frau eine Tochter (* 1996) und einen weiteren Sohn (* 2013). Im März 2019 bekannte sich Maradona zur Vaterschaft von drei weiteren Kindern aus der Zeit seiner Kuraufenthalte in Kuba zu Beginn der 2000er Jahre. Der konkret und weitreichend verehrte Maradona hinterließ zweifellos eine umfangreiche Nachkommenschaft.

Kern dieses Kurznachrufes auf Diego Maradona (1960-2020) besteht in drei Linien, wovon die eine bislang in allen Nachrufen hervorgehoben worden ist – sein Fußballgenie – mir kommt es auf zwei weitere Aspekte an, die das bisherige Bild von diesem Fußballer wesentlich ergänzt (Mimesis) und korrigiert (Drogenanwendungen):

EINS: Diego Maradona war ein herausragendes Genie im Fußballspiel und besonders mit seiner virtuosen, zirkusreifen Balltechnik. In Verbindung mit seiner athletisch muskulösen Beweglichkeit, seinem Mut und sinnlichen Wachheit, spielte Maradona Fußball als wirklichen Spitzensport.

ZWEI: Was bislang völlig verkannt worden ist, war das mimetische Vermögen Maradonas. Er war fähig in seinen dynamischen Dribblings und Zweikämpfen durch seine eigenen Aktionen am Ball Bewegungsabläufe seiner Gegenspieler mimetisch zu antizipieren und gezielt auszulösen. Maradona bezog in seine Dribblings die kommenden Körperbewegungen seiner Gegenspieler so mit ein, dass er da spielte, wo diese im nächsten Moment Platz für ihn machten. Dabei war sein kraftvoller Antritt außerdem durchaus schwer abzudrängen, wegzuschubsen und vom Ball wegzufoulen. Maradonas mimetisches Antizipationsvermögen war einzigartig!

DREI: Maradonas Individualität, die durch das intensive professionelle Fußballerleben nicht besonders fruchtbar mit Schulbildung und weltgewandter Urteilskraft bereichert wurde, führte zu seiner verwilderten Personalität. Maradona hatte außergewöhnliche Individualität, aber weitreichend schwache Persönlichkeit, nämlich in Form geringer Urteilskraft in den Nichtfußballdingen. Dies führte dazu, dass Maradona, dessen beruflicher Aufstieg ihn alle gesellschaftlichen Begrenzungen spielerisch zu ignorieren erlaubte, spätestens in Neapel mit bedrohlichen Sozialmilieus zu tun hatte (z. B. Camorra in Neapel). Maradona begann nicht neben dem Fußball Schach zu spielen, höhere Mathematik zu studieren oder Informatik, sondern begann in Bereiche des Unbekannten und des Tabuisierten einzusteigen. Maradona fand einschlägige soziale Kreise, probierte Drogen aus, und verkannte dabei die Geschäftskreise und die gesundheitliche Selbstzerstörung, die er damit entfaltete. Maradona war witzig, mutig und sozialdynamisch – er war auch apart und eben sehr individuell kapriziert.

FAZIT: Man konnte den Weltstar und Prominenten jahrzehntelang in seiner Entwicklung massenmedial begleiten – Höhepunkt war Maradonas Auftritt in Cuba als Kommunist und Verehrer des Lider Fidel Castro, womit er in Boca, dem spezifischen Hafenstadtteil von Buenos Aires, als sozial angebundener Maradona, zum Kommunist und zum Massen-Klassen-Idol herauskam.

Es war zuletzt ein Wettbewerb zwischen katholischer Kirche und weltlicher Macht in Argentinien, wo die öffentliche Aufbahrung des toten Maradona stattfinden durfte – es war eben in der weltlichen Casa Rosada, dem Präsidentensitz in Buenos Aires und nicht in der katholischen Kathedrale.

Maradona war eine der „Legenden des Weltfußballs“ und gilt als einer der besten Fußballspieler der Geschichte. Er machte sich zu Beginn seiner Karriere bereits im Alter von 15 Jahren bei den Argentinos Juniors einen Namen, bevor er zu den Boca Juniors wechselte und 1981 argentinischer Meister wurde. Anschließend zog es den „Goldjungen“ (El Pibe de Oro) für eine Rekordablösesumme nach Europa zum FC Barcelona. Dort feierte er mit dem spanischen Pokalsieg 1983 nur einen wichtigen Titelgewinn. Von Krankheiten und Verletzungen geplagt, musste er den Verein nach nur zwei Jahren wegen zahlreicher Skandale wieder verlassen. Daraufhin schloss er sich erneut für eine Rekordablösesumme der SSC Neapel an. Mit dem Fußball-Underdog Neapel aus Kampanien, der vor seiner Ankunft dem Abstieg nahe war, feierte er zwischen 1984 und 1991 die größten Erfolge seiner Vereinskarriere, darunter 1987 und 1990 die bis heute einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte und den Gewinn des UEFA-Cups 1989. In jenen Jahren hatte die Fußballwelt einen zweiten „artiste étoile“, den unglaublichen niederländischen Ruud Gullit beim AC Milano. Italiens Fußballwelt kochte damals begeistert. Maradona, der Juniorenweltmeister von 1979 führte die argentinische Nationalmannschaft 1986 in Mexico als Mannschaftskapitän zum Gewinn der zweiten Weltmeisterschaft Argentiniens nach 1978.

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