Martin Zagatta DLF kontrovers „Wir schaffen das“ am 31.08. 2020

Lichtgeschwindigkeit 10087

am Montag 31. August 2020

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neues deutschland 19. Mai 2020

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Heute mal wieder der DLF-Redakteur Martin Zagatta in Köln, der mutig und dynamisch arbeitet, allerdings oft mal zu platt moderiert, wenn er überfordert ist: >kontrovers< heute also, zur Reizfrage:

„Wir schaffen das! – Erfolg oder Fiasko?“

Echtzeit-Gesprächsrunden von einem professionellen Gesprächsleiter des Deutschlandfunk zu einem aktuellen populären Thema unter Einbeziehung von Radiohörkonsumenten per Telefon, Fax und Mail, sowie mehreren möglichst kompetenten Gesprächsteilnehmern: Titel der Sendereihe:

>kontrovers< – Sendung vom 31.08.2020 dauerte 72 Minuten. Martin Zagatta begann einführend:

Fünf Jahre „Wir schaffen das“ – Merkels Flüchtlingspolitik: Erfolg oder Fiasko

Die heutige Sendung wurde in wesentlich veränderter Form aufgezogen, was den Hörern gar nicht ganz deutlich wird, insofern die Gesprächsrunde nicht gemeinsam beim Moderator Zagatta im DLF Kölner Studio zusammensaß, sondern es war eine Telefonkonferenz, die von einem Mischpult gesteuert wurde. Was also inzwischen nur noch selten gelungen war, eine Gesprächsrunde mit klugen Diskutanten zu moderieren, anstatt sich anbrüllende CSU-Pitbulls wie der CSU-Brüller Stephan Meyer, der ständig andere Wortbeiträge überschrie, sodass für den Radiohörer zuhause keine funktionierende Radioton-Ästhetik entstehen konnte. Das gelang auch Martin Zagatta oftmals nicht, indem er selbst begann, sich aussprachlich zu verhaspeln sobald da O-Töne zu Wort kamen die ungeschult und überhastet-nervös kaum verständlich mitwirkten und der überforderte Moderator, dann ständig das unverständlich gesagte noch einmal zu wiederholen, um auf diese Weise einen gedanklichen Roten Faden der kontroversen Diskussion nicht völlig untergehen zu lassen.

Hier saß also die Gesprächsrunde nicht am Studioort Köln beisammen, um sich sehen und hören zu können, sondern eben hunderte Kilometer voneinander entfernt über Telefon verbunden.

Zagattas Gesprächsgäste waren drei Personen, eine junge Frau, Grüne Bundestagsabgeordnete, dazu zwei rechte CDU-Gespenster, bekannt als Hardliner, Gegner der Nothilfe der Kanzlerin Merkel im Sommer 2015, die von der ungarischen Staatssicherheit gepeinigte Emigranten kurzfristig nach Deutschland kommen ließ. Merkel löste also 2015 eine spontane Nothilfe-Situation aus, in der Deutschland nicht durch Verfahren oder komplizierte „Reise-nach-Jerusalem-Entlastungsspiele“, sondern auf das private Engagement und Hilfsbereitschaft abstellte.

 

Wir wissen, dass wir das geschafft hatten, weil es in Deutschland genügend politisch reife Menschen gibt, die sich hier angesprochen fühlten und ohne Zögern auf dem Münchner Hauptbahnhof Fremde ohne Pässe empfingen und beköstigten.

Alle Fremdenfeinde, alle Mauerbauer des Fortress Europe, alle Völkerwanderungsgegner, alle Rassisten, alle Jesuschristen ohne Herz, alle EU-Gegner, alle vermeintlich Zukurzgekommenen, die plötzlich Einvernahme mit Brüssel-EU forderten usw.

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Und CDU-Bundeskanzlerin Merkel sagte dann den historischen Satz:

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„Wir schaffen das“.

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DLF-Hörerinnen und -Hörer durften heute für >kontrovers< per Mail und Telefon eigene Meinungen und Ideen zum Thema nennen.

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Die drei namentlichen DLF-Diskutanten waren also eine Grüne und zwei rechts von der CDU:

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Die GRÜNE MdB Luise Amtsberg (geb, 1984 Greifswald)

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Wolfgang Merkel, Prof., (geb. 1952 Hof) deutscher Politikwissenschaftler.

Er ist seit 2004 Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Professor für Vergleichende Politikwissenschaft und Demokratieforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

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Alexander Mitsch, geb 1967 Heidelberg, CDU-WerteUnion, Adenauer-Stipendiat mit Finanzwesen.

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Dietmar Moews meint: Kurz und verständlich lautet meine Kritik hierzu:

Martin Zagatta hat das Thema nicht ausreichend durchdacht. Folglich hielt sich sein Fragen- und Moderation stets locker auf BILD-Zeitungs-Niveau. Es fehlte die geistige Hierarchie, in der vom Titel der Sendung zu einer Problemstellung und dann zu einer  Lage 2015, des seit 2015 gelebten Aufnahmekurses durch das föderale Deutschland in der europäischen Union, letztlich die heutige Lage der 2015 von Merkel eingelassenen informellen Fremden.

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Es fehlt Zagatta also überhaupt der erste Schritt zur Lage 2015 und seine Studiogäste hatten auch nur Rosinenpickerei 2020 anstatt die Hierarchie der Gedanken zur damaligen Lage überhaupt begriffen zu haben. Lediglich die GRÜNE war ständig damit beschäftigt, das gequirlten Durcheinander dieser >kontrovers<-Sendung back to topic zu rufen:

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Was war noch die Frage – auf die Merkel 2015 geantwortet hatte?

Schaffen wir?

Was schaffen wir?

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Das beginnt also mit Tausenden Fremden, die Merkel quasi spontan-chaotisch-informell hereinließ, die plötzlich innerhalb Deutschlands Hilfe benötigten, weil ihnen Bett und Brot und Wasser fehlte.

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Es waren überwiegend Kriegsopfer und Heimatvertriebene aus Syrien, die aufgrund der besonders von Deutschland nicht fortgesetzten Geldhilfen aus Deutschland, von denen Libanon und Jordanien finanzieren konnten, unglaubliche Massen an Notflüchtlingen in Notlagern aufnehmen zu können – wo es NUN einfach nicht mehr weiterging. Türkei nahm die Flüchtlinge in der aufkommenden großen Zahl nicht zusätzlich, Griechenland oder Italien waren bereits seit vielen Jahren national überfordert, während die EU wegschaut.

Solche Tausende Notmenschen waren jetzt in Deutschland. Denen ging es um Leben und Tod.

 

Merkel glaubte, „Wir schaffen das“ – und sie haben überlebt, wir haben es geschafft.

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Am eindrucksvollsten fand ich in diesem DLF-kontrovers die Ansage, dass all die Mäkeleien von den Fremdenfeinden, die jede Hilfsbereitschaft ablehnen und frech behaupten „Heute sind wir doch alle froh, dass Ungarn den Zaun gebaut hat.“ – dieser Satz, den mal jeder Zweibeiner ohne Federn bedenken sollte:

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Wie steht es eigentlich mit INTEGRATION unserer Deutschtürken in der Dritten Generation in Deutschland, den Gastarbeitern?

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Was soll Integration bedeuten – außer Unterwerfung? – auch Entrechtung?

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Jeder politisch und historisch gebildete deutsche Wahlbürger muss einfach wissen, das in der Republik ITALIEN nach 200 Jahren Integration von Sizilien und Lombardei keineswegs angeglichene Lebensstandards erreicht sind – dass nach 300 Jahren USA zwischen Südstaaten und Massachusetts keineswegs Konsonanz der Gemüter erreicht worden ist – wir müssen wissen, dass nach 30 Jahren Egon-Krenz-Demission natürlich die Dienstklasse von SED / MfS aus Mitteldeutschland (bevorzugt Polizisten, Berufs-Soldaten und Geheimdienstler sein mögen, weil sie das kennen), nicht freie Demokraten einer föderalen international-europäischen Rechtsstaat Republik sein können – Denen reichts einfach.

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Wer also deshalb heute behauptet, Merkels Satz sei heute zum Fiasko geworden, hat einfach die Ausgangslage nicht begriffen:

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1. Die Emigranten haben überlebt und sprechen so gut Deutsch wie die dritte Generation Türken

2. Die Veränderungsbereitschaft all der enormen Veränderungsgezwungenen ist überstresst – das betrifft Emigranten genauso wie die Mitteldeutschen, die jetzt die Reichstagstreppe erklammen.

 

Der Reichstag ist vom Kaiserreich,

 

die Schwarz-Weiß-Rote Fahne ist die Hohenzollern-Kaiserreich-Fahne,

 

die Reichsdeutschen rufen ein Bismarck-Reich an,

 

das es niemals wirklich gegeben hat: 1871 war eine Irreführung. Bayern war nie Preußen, Baden war nie Preußen, Rheinland war nicht Berlinerisch, Sachsen und Berlin? NEVER.

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Was hat Merkel also geschafft: Merkel hat für das teuflischverschuldete Nazideutschland etwas das weltweite Ansehen verbessert und Deutsche haben geholfen.

 

Diese Völkerwanderungsproblematik aus der Dritten Welt für die Europäische Union ist nicht gelöst – immerhin hat die Aufnahme der Fremden aus Ungarn der gesamten EU ein etwas freundlicheres Bild beschert, was ITAKIEn seit Jahrzehnten auf sich nimmt, was die Griechen und die Erdogan-Türken helfen, Libanon, Jordanien – Israel nicht. Jetzt also die Irren aus Deutschland, die Martin Zagatta, heute, am 31. August 2020, nicht mal gedanklich erfasst hat.

Wer, wie die Studiogäste Mirsch und Wolfgang Merkel meinten, Angela Merkels Aufnahmeentscheidung von 2015 ablehnen zu wollen, konnte heute keinerlei Vorstellungen für Lösungen belegen, wie das Migrationsthema, das EU-Thema, das Corona-Thema usw. als Spannungsfeld von Lokaltrottelei und internationaler bzw. globaler Problematik geopolitisch von MERKEL anzukündigen wäre – um dann zu fragen:

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DLF Chefredakteurin Birgit Wentzien

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Was kann Merkel schaffen? Erfolg oder Fiasko? Was kann denn die AfD, die angeblich durch Merkel aufgewertet worden sei?

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Herr Zagatta – ich habe mich gefragt – wieso sind Sie unfähig, solche Fortress-Europe-Scheißhausparolen nicht zurückzuweisen oder tragfähige Beweise nicht abzufragen – Ihre Selbstüberforderung aufführen?

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Das haben sie heute versäumt, als DLF-Hörfunk-Gesprächsleiter zu führen.

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