Nawalnyj und deutsche Anmaßungen

Lichtgeschwindigkeit 10080

am Dienstag 25. August 2020

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Sehr aufschlußreich fand ich eine ausdrückliche Erklärung des SPD-Alt-Bundeskanzlers Gerhard Schöder, als Northstream-Bau-Experte vor einem Bundestagsausschuß – er sagte:

„Ich kann das nicht wirklich beurteilen, denn ich bin ja auf die Informationen aus der normalen Presse angewiesen.“

Die allgemeine deutsche Öffentlichkeit ist ganz sicher völlig überfordert, wollte man wichtige politische Fragen beantworten – denn alle sind auf die normale Presse angewiesen:

Was geht es Deutschland an, wenn in Russland ein Oppositionspolitiker zu Schaden kommt? wie es jetzt dem seit Jahren international bekannten russischen Oppositionsagent, dem Rechtsanwalt Aleksej Nawalnyj (44) ergangen ist?

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Nawalnyj war auf einer privaten Flugreise in Omsk / Sibirien unter Schmerzen kollabiert und wurde dann nach akuter Notlandung schnellstmöglich in eine medizinische Intensivbehandlung in Omsk transportiert und in ein künstliches Koma versetzt, wo die Ärzte keine über Mutmaßungen hinausgehende Diagnose stellten.

Insofern es sich nun bei einem Privatpatienten Nawalnyj – egal ob in Russland oder in England oder Deutschland oder sonstwo auf der Welt – um die amtliche Verdächtigung einer Straftat, etwa Mordversuch durch Vergiftung, handelt, ist es medizinisch-fachliche Zuständigkeit von Ärzten und eine strafrechtliche Untersuchung durch staatliche Ermittler und Staatsanwalt – keineswegs um eine Prärogative des Präsidenten Putin oder sonstiger staatspolitischer Führung.

Angeblich haben Angehörige des Koma-Patienten Nawalyj unverzüglich auf eigene Faust und vermittelst einer fragwürdigen (russischen?) Vereinsorganisation mit dem amerikanischen Kunstnamen „Cinema for Peace“ die deutsche Bundesregierung kontaktiert. Mit der Ansage, „Nawalnyj sei vergiftet worden“, ersuchte man Deutschland darum, den komatischen Nawalnyj aus Omsk / Sibirien und aus dem russischen Machtbereich herauszuholen, zu retten, und in einem deutschen Krankenhaus Nawalnyjs Rettung zu versuchen.

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So weit wurde das in den deutschen Medien in obersten Schlagzeilen den deutschen Wählern mitgeteilt:

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FAZ am 25. August 2020:

„Charité: Kreml-Kritiker Nawalnyj wurde vergiftet“ –

 

tagelang „mediales Trommelfeuer“ – alle Staatssender, ARD-Fernsehen, ZDF, Deutschlandradio halbstündig in Nachrichten und endlosen Interviews mit redseligen, völlig uninformierten deutschen Anti-Putin-Propagandisten – Tag für Tag. ARD-TAGESSCHAU zeigte sofort ein startbereites deutsches Großflugzeug, zum Start bereit, Nawalnyj aus Omsk zu holen.

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, Deutschland sei bemüht, den vergifteten Nawalnyj zu retten – die CDU-Kanzlerin habe Putin telefonisch um Erlaubnis gebeten, Nawalnyj mit einem deutschen Flugzeug rauszuholen.

So geschah es: Livevideos von der Landung in Berlin Tegel usw. schließlich Bilder von der Fassade des Bettenhauses der Charité in Moabit. Angeblich liegt Nawalnyj weiterhin im Koma und der Verdacht auf Vergiftung wurde bestätigt – aber keinerlei Befund bekanntgegeben.

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Dietmar Moews meint: Ich bin wirklich fassungslos, wie anmaßend und keineswegs auf Recht oder auf politisches Risiko hin, hier jetzt die deutsche Regierung – CDU-Merkel, SPD-Maas, SPD-Bundespräsident Steinmeier – Russland und Putin persönlich attackierten und auch wirtschaftliche Sanktionen Deutschlands gegen Russland in weitere Aussicht stellten.

Was geht ein privater gesellschaftspolitischer Konflikt in Sibirien die aktuelle Zweite Bundesrepublik Deutschland an?

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Selbst wenn Deutschland zur Zeit die kommissarische EU-Leitung ausübt – es liegt keinesfalls ein politischer Beschluss der EU, auch nicht des EU-Parlaments, dafür an, dass Deutschland Putin bedrohen solle oder auch nur sich im Namen der EU einmischen dürfe.

Weder Xi Jinping noch Trump noch Macron oder Boris Johnson, nicht Erdogan und nicht Pipi Langstrumpf oder die UNO haben sich in diesen Nawalnyj-Fall eingemischt.

Selbst, sollte es ein politischer Mordanschlag sein, obliegt es nicht Deutschland sich mütterlich oder väterlich einzumischen oder gar Gewalt anzudrohen.

Sollte Nawalnyj einfach nur ein informeller Geheimagent sein, der auch das deutsche Ticket beliefert, deutsche Aufträge ausführt und dafür Bares erhalten sollte, kann Deutschland seinen Spion doch nicht militärisch raushauen – was soll das?

 

Es ist doch klar, dass es neben den BND-Dienstklasse-Geheimdienstlern, über die selbst das Parlament keine konkreten Auskünfte erreichen kann, eben außerdem noch informelle Spione gibt – Freelancer -, die keiner kennt und die wirklich geheim agieren. Dass es die auch in Russland gegen Putin geben wird, (warum nicht zur Abwechslung mal wieder Mossad?) dürfte Putin wohl nicht überraschend finden. Folglich erfährt die geneigte Öffentlichkeit hin und wieder vom Tod von bis dahin unbekannten, einschlägig eventuell sehr wohl bekannte Agenten – ja, es ist unappetitlich.

Was denkt sich nun die Alt-DDRlerin Merkel, dass die deutsche Regierung mit solchen dreisten Agitatoren, wie Nawalnyj gegen Putin, Einmischung in die russische „lupenreine“ Demokratie tun solle und tun könne?

Und alle deutschen Parlamentarier, die in der deutschen Lügenpresse hier aufgejazzt worden sind, stimmen lautstark ein, PUTIN herauszufordern.

Es liegt auf der Hand, dass nicht nur Erich Honecker Wolf Biermann loswerden wollte, sondern auch Vladimir Putin diesen Nawalnyj? Putin hat ihn ausfliegen lassen – billiger ging das gar nicht, Nawalnyj loszuwerden. Wer hier die Staatspropaganda-Legende vom DEUTSCHEN DRUCK AUF MOSKAU propagiert, gehört aus dem deutsche Pressewesen entfernt.

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Das ist ein klarer Fall von Volksverhetzung in der deutschen Corona-Öffentlichkeit. Und die tägliche Verbreitung vom angeblichen Giftmord, ohne Beweise, ohne exakte Anamnese und Diagnose, dürfte dem Ansehen der CHARITÈ enorm schaden. Das gehört sich nicht – in CORONA-Zeiten, wo Zuverlässigkeit zählt.

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