Max Klinger im Dreckmuseum Leipzig

Lichtgeschwindigkeit 10055

am Sonntag, 5. Juli 2020

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Es sollte der Paukenschlag im Ausstellungsjahr 2020 werden: die große Max-Klinger-Ausstellung zum 100. Todestag des Leipziger Künstlers. Am 6. März wurde sie im Museum der bildenden Künste eröffnet. Am 14. März musste sie aufgrund der Corona-Pandemie wieder schließen. Und es ist völlig offen, wann das Museum wieder öffnen kann. Im Juli sind jedenfalls neue Veranstaltungen angekündigt. Wenigstens eine kleine virtuelle Reise durch das Haus können wir anbieten, schreibt das Haus, etwa so:

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„Zero Waste – neue Ausstellung im Museum der bildenden Künste

Müll ist überall: als gigantischer Strudel im Pazifik, Feinstaub in der Luft und Mikroplastik in der Nahrungskette. Die…“

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Ich war dort in jenem seltenen Billigbau-Museum in der Leipziger Innenstadt, am früheren Sachsenplatz, im vergangenen März, war enttäuscht und entsetzt.

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Welch ein Dreck, dort. Unglaublich.

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Zwar war der weißmarmorne Portraitkopf des Friedrich Nietzsche des Max Klinger, der seinen Standort immer im Dimitroff-Museum der Bildenden Künste / ehem. Reichsgerichtsgebäude / heute Bundesverwaltungsgericht, nicht in der „großen“ Klingerausstellung 2020 zu sehen, aber es waren alle Werkgruppen, Skulpturen, Mischtechnik-Figuren sowie eben die Malerei des Max Klinger in allen Formaten ausgestellt.

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Die Ausstellung hat für Leipzig und den scheidenden Museumsdirektor Alfred Weidinger eine angeblich herausragende Bedeutung. (Max Klinger * 18. Februar 1857 in Leipzig; † 4. Juli 1920 in Großjena)

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Dann hätte das Haus nicht derart verdreckt sein dürfen – die Treppen voller rutschgefährlicher Staubanhäufungen, eindeutig ohne regelmäßige Reinigung, die man wohl anzunehmen mit dem Eintrittsgeld zu bezahlen meint.

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Wie komplex die Ausstellung tatsächlich gestaltet wurde, erschließt sich erst beim Rundgang. Eine ganze Handvoll von Kurator/-innen war tätig, um die Bedeutung des Bildhauers, Malers und Grafikers in seiner Zeit und für die damalige Moderne sichtbar zu machen.

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Das gelingt eben auch nicht. Stellt man die Zeitgenossen daneben, wie es gerne gemacht wird, ob Wiener Sezession oder Edvard Munch – Weltmeister des Malerei-Genies, Klinger dagegen ein Geknispel, bei dessen Betrachtung man nie Zeit und Raum vergisst, weil dem Maler Hand und Augen nicht genügten.

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Die Jubiläumsausstellung veranschaulicht in mehreren Kapiteln, die von den Wissenschaftler/-innen des Museums und externen Klinger-Expert/-innen verantwortet werden, das facettenreiche OEuvre des Künstlers. Zahlreiche nationale und internationale Leihgaben ergänzen die eigenen Bestände.

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Max Klinger wurde maßgeblich durch seine Reisen und mehrjährigen Aufenthalte im Ausland geprägt. Insbesondere die Metropolen Paris, Wien und Rom spielten eine wichtige Rolle und beeinflussten seine künstlerische Arbeit. Aus der Pariser Bekanntschaft mit Auguste Rodin entwickelte sich unter anderem eine mehrjährige Korrespondenz. In Wien feierte Klinger seine größten Erfolge als Künstler und begegnete den Werken von Gustav Klimt.

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In der Ausstellung wird auch Klingers künstlerischer Einfluss auf Käthe Kollwitz erstmals umfassend dokumentiert. Klingers letzter grafischer Zyklus „Zelt“ bildet den Ausgangspunkt für eine Darstellung seiner 40-jährigen Beschäftigung mit den Themen Sexualität, Liebe und Erotik sowie dem Verhältnis der Geschlechter.

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Erstmals werden Klingers anlässlich für die Ausstellung restaurierten Entwürfe für das Treppenhaus des alten Museumsgebäudes am Augustusplatz, die Tafelaufsätze für das Leipziger Rathaus sowie die Ausgestaltung der Villa Albers in Berlin-Steglitz präsentiert.

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Dazu kommt, dass besonders die großen Gemälde teils in schlechtem und schlecht restauriertem materiellen Zustand sind und – vermutlich so gelassen werden (weil den Verantwortlichen nicht zu lohnen scheint).

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Klinger 2020 wird mit Sondermitteln der Stadt Leipzig unterstützt und ist im Anschluss im Rahmen des Beethoven-Jubiläums in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen (04.09.2020–10.01.2021).

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Einen Höhepunkt in der Dauerausstellung des Leipziger MdbK bildet der Saal mit Klingers Hauptwerken „Die Kreuzigung Christi“, „Christus im Olymp“, Beethoven und „Die Badende“ im 1. Obergeschoss. Dieses Werk-Ensemble wird anlässlich der Ausstellung Klinger 2020 neu kontextualisiert. Der Fokus liegt dabei auf Wien, Hauptstadt der österreichischen k.u.k. Monarchie, in der Klinger seine größten Erfolge als Künstler feierte.

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Dietmar Moews meint: Ich freue mich eigentlich immer, wenn ein Künstler neue Werktechniken und Werkmaterialien nutzt und dabei ohne sich Zwängen zu unterwerfen frei ausgestaltet. So kennen wir es von den seltsamen Goldflächen bei dem Wiener Gustav Klimt. Und so hat Max Klinger mit bunten Steinen seine Figuren und Köpfe geschmückt – leuchtende Augen, wie bei früheren Farbfotos, wenn beim Hund oder beim Schwiegervater Augen knatterrot herausknallten.

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Die aufgereihten portraitierten Persönlichkeiten – nun – ich habe kaum ein Bild gesehen, an dem ich als Maler nicht zu meckern gehabt hätte. Ich breche deshalb meine Darstellung hier ab – die genaue Darlegung macht zu viel Mühe und bringt zu wenig Lehrreiches.

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Gerne wollte ich der hervorragenden deutschen Kulturstadt Leipzig auch noch einen großen Max Klinger gönnen, aber damit hat es sich. Buchwesen, Thomaner-Chor, Mendelssohn, Bach, Wagner, Goethe, Nietzsche, VFB Leipzig – mit der Hochschule für Grafik war Leipzig zu DDR-Zeiten auf einem erstklassigen Weg und nun?

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Ein wirklich dreckiger Museumsbau, den man nicht anständig reinigt.

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Dazu exzessive Jung-Kunst-Pausen aus Styropor und Gerümpel assembliert, es sollte wohl Bach oder Walter Ulbricht sein, wer weiß denn, was die KUNSTPAUSE noch an Langeweile fürs Spargeld bringt. Sie nennen es „KAPUTTNIK“ (Klaus Kinski) – etwa 7 Meter hoch und umfänglich, von einem irregeführten jungen Staatskunstschüler zusammengebastelt. Dazwischen wiederum seit Wochen keine Reinigung, voller dicker Staub-Ecken und Gewöll. Es stockt der Atem in der Gegenlicht-Staubluft dieser Leipziger Absteige.

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Ich prophezeihe dem Leipziger Kunstwollen, nach der Staatlichen OKF-Abschaffung der Kunst, eine Übernahme des Kunstbetriebs durch die Genderienen. Den Frauen fällt der Quotenanspruch nunmehr in den Schoß, nachdem daran keine Kunstleistungs-Anforderungen gestellt sind – sie werden die gesamten staatsfinanzierten Salonpersonnage-Posten übernehmen – und all die NGOs allokatierten Sümpfe. Da hat sich nunmehr die SPD mit ihrer Kulturpolitischen Gesellschaft und der ganzen Kunsterziehung selbst überflüssig organisiert:

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Jede ist eine Künstleriene? Alles ist Kunst.

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Hüttler, übernehmen Sie.

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(Doch mit einer Reinigungskolonne ist es da in Leipzig nicht getan) – so hatte ich es kürzlich in dem edlen Museumsneubau KUNSTHALLE in Mannheim gesehen (>Inspiration Matisse<) gut gereinigt, (Matisse immerhin mit Jugendwerken) aber ebenfalls öde KUNSTPAUSE lang und breit; allenfalls der riesige Anselm Kiefer dominiert den Eingang dieser Kunsthalle mit der Macht der Päonie.

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