Deutscher Kunstrat im Faschisierungskonstrukt der unfreien Künstler

Lichtgeschwindigkeit 10052

am Sonntag, 28. Juni 2020

.

.

Jeder weiß, dass mit dem Begriff FREIHEIT nicht ein kindischer oder tierischer Wildzustand gemeint ist. Während unser Leben eine Totalität ist – während jedes Thema des Lebens eine Totalität hat, so hat man sich vor Jahrhunderten auf ein Staatskonzept verständigt. Ein Staat soll der Totalität des Lebens einen geltenden Organisationsrahmen vorhalten, der lebensdienlich stärken und schützen soll, der aber auch auf gegenseitige Gleichstellung aller Teilnehmer (Staatsbürger) ein unabhängiges Rechtssystem setzt.

.

Mit Kunst spreche ich nicht von der Kunst des Denkens oder der Kochkunst, Dichtkunst – sondern im engeren Sinn von der sogenannten Bildenden Kunst wie Malerei, Skulptur, Plastik, bildnerische Darstellungen, die mehr erfordern als das Knipsen mit Bildaufnahmetechniken.

.

Damit geht der Künstler mit seinem Kunstschaffen möglicherweise aufs Ganze, total. Seine totale Kunst ist aber durch den Gesetzesrahmen geschränkt. Kunstfreiheit soll als Freiheit im Schaffensimpuls und im Werkbereich der Bildenden Kunst gelten. Aber schon die Kunstwerke, sobald sie kommunizierend, interaktiv und interdependierend in die Allgemeinheit und Öffentlichkeit gelangt, wird Kunstfreiheit zu einer vielfältig regulierten Wertvorstellung, die ökonomisch, juristisch, sittlich, an normative Texte gebunden ist, im Spielraum von Rechtspflege und Zeitgeist. Letzteres bedeutet allerdings lediglich, dass ein Wandel der Kunst, der praktizierten Kunstfreiheit und des Kunstbegriffs den Schein von Offenheit reklamiert, indes durch die proaktive massenmediale Propagandamaschine und die profitangebundene Kunst-Selektion bzw. auch -Segregation dirigiert wird.

.

Aus dieser Betrachtungsrichtung wird der 2020 geltende Grundgesetz-Wert § 5.3 GG, „Freiheit der Kunst“ offensiv und ziemlich schamlos nicht gewahrt. Dabei muss der Staat in allen Belangen „sich frei von Kunsturteilen“ halten. Der Staat darf Kunstindienstnahme kaufen – allerdings keineswegs auf Kosten des Geistes der „Kunstfreiheit“.

.

So viel muss auch noch der gedankenloseste Künstler von Staat und Kunstorganisation verstanden haben, wenn er auf den Wert „Freiheit der Kunst“ abhebt und sich als Künstler gerne künstlerisch frei entfalten möchte.

.

Hier ist die Rede von der Zweiten Bundesrepublik Deutschland, die ab 1991, nach vollzogenem staatsrechtlichem Beitritt der vormaligen „DDR“ (SBZ), das OKF-System der Ersten Bundesrepublik fortsetzte. Man muss also mit dem westdeutschen Organisierten Kunst Förderungs-System rechnen, will man die geltende Kunstfreiheits-Relativierung in Deutschland ermessen.

.

Ab 1948 bzw. 1950 begannen die Länder mit der neugebildeten Kultusministerkonferenz unter der „Kulturhoheit der Länder“ (der ersten föderalen Kulturpolitik-Kompetenz nach 1945), unter den drei Westalliierten den Aufbau der „Verbändeorganisation der Bundesrepublik Deutschland“ (vgl. Weber).

.

Damit wird der Machtbogen zwischen einem „Reichskunstwart“ der Weimarer Republik und der „Entmündigung der Künstler“ durch das Machtgewebe der „Nichtregierungsorganisationen“ im späteren „Deutschen Kulturrat“ konstituiert. Künstler ist danach nur noch, wer Mitglied im Verbändesystem ist, nicht wer die echte Künstlerfunktion ausübt. Die sogenannte Kunstfreiheit wird als Wert im Grundgesetz § 5.3 GG rechtlich als Funktion einer empirisch entmündigten „Freiheit der Kunst“ aufgezogen.

.

Im historischen Abriss sind folgende Entwicklungs-Stationen nachzuvollziehen, herkommend vom wilhelminischen Kaiserreich, in dem Künstlerpersonal und Kunstkauf obrigkeitlich entschieden wurden, folgte ab 1918 der „Revolutionsgeist“ der Weimarer Republik und mit einem „Reichskunstwart“ eine Beamtenrolle des Reichsinnenministeriums, dass Kunstangelegenheiten und Beziehungen mit Künstlern zu führen hatte. Dieser Reichskunstwart präferierte im Anschluss an internationale Modernisierungen eine „gebremste Avantgarde“ von expressionistischen deutschen Malern.

Dieser Reichskunstwart wurde mit Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933 entlassen (suchte dann allerdings die Bindung zur Nazipartei und diente weiter, die Stilrestriktionen der Nazis hinnehmend). Hitlerkunst war folkloristisch bzw. bestimmte Gottbegnadete auf einer Namensliste und verfolgte kunstgeschichtliche Genie-Ästhetik der großen Meister.

.

Mit dem Ende der Nazi-Herrschaft formierte sich das „Personal“, das schon aus der Kaiserzeit kam, die modernere Weimarer Republik-Kunst kannte, neu. In der Verbände-Gleichschaltung der Reichskulturkammer, bis 1945, wurden Kunst und Künstler den Geschmacksurteilen der Naziführung Hitlers, Goebbels und Görings untergeordnet. Nach dem Zusammenbruch sammelten sich Künstler und Kunstpolitiker – hauptsächlich waren es Nazikünstler – aber auch die bis dahin verachteten Künstler stellten nun Ansprüche und man fand sich beim „Reichskunstwart“ – also zwischen Kaiser und Adolf.

.

Die ersten Bundesregierungen, die im Neuaufbau eines besetzten Staates den Leitbildern der Besatzungsmächte folgen mussten, setzten bald auf „Marktwirtschaft“, auf „Parteiendemokratie“, auf „staatliche Informations- und Kommunikationsführung“ sowie auf marktwirtschaftliche „Pressefreiheit“.

.

Einen staatsstrukturierende Effekt erhoffte man sich durch ein alle Staatsbereiche abdeckendes Verbändesystem – von den Kirchen bis zu den Gewerkschaften, Lobby-Agenturen und alle möglichen Körperschaften und Vereine, die intermediäre Brücken, Abkopplung und Klientelisierung „produzieren“, damit es nicht zu „wilden Kollektivgebilden“ im Staat kommen sollte. Vorzüglich überall, wo bürgerliche Freiheit politische Macht entfalten könnte.

.

Damit wurde auch der bei den Nazis verbotene Deutschen Künstlerbund neugegründet. Es folgten diverse Kunst, Kunstkonsumentenvereine, Kulturverbände usw. gegründet, die als Legitimations- und Ansprechpartner für die Ministerien und Staatssekretäre im deutschen Föderalismus benutzt wurden. Der Staat war Kunstfinanzier, Kunstbezeuger, Kaderdirektor – es eskalierte bis heute, 2020, dass keine freie Nische für Künstler übrigblieben.

.

Es gibt also einen DEUTSCHEN KULTURRAT, der ist der Dachverband für Kunst und Kultur, der den verfassten Föderalismus ausschaltet.

.

Für Kunst und Kulturbeflissenen gibt es unter dem Deutschen Kulturrat das Zwischendach, den DEUTSCHEN KUNSTRAT – ebenfalls nicht föderal, sondern bundeszentralistisch (während die Mitgliedsverbände teils föderale Körperschaften waren).

.

Wie man der Auflistung unten anmerkt, bestehen diese Verbände im KUNSTRAT überwiegend stimmberechtigten Mitgliedern, die nicht Künstler, sondern KUNSTKONSUMENTEN sind. Die Künstler – also die KUNSTPRODUZENTEN, die selbstverständlich völlig eigene politische Interessen haben, werden in diesem KUNSTRAT im KULTURRAT immer von NICHTKÜNSTLERN überstimmt.

.

Demokratie der Künstler kann es in diesem Verbändesystem nicht geben. Während Museumspersonal streiken kann, lachen die Hühner, falls es Künstlern einfiele aus politischen Motiven zu streiken.

.

Folge ist inzwischen, dass die Mandate in den drei lächerlichen Künstlerverbänden Hausfrauen und Privatiers-Erben von unechten Künstlern verkörpert werden (wie man gezielt Verbandswahlen durchführt, wissen die politischen Parteien). Damit führen diese Künstlerverbände eine SALONPERSONNAGE, die immer sehr wohlige Einvernehmen mit den Ansagen von OBEN finden (wovon sie persönlich gut leben). Bedeutende Kunstwerke erhalten wir von dieser Salonpersonnage nicht.

.

Neueste Biegung in dieser OKF-Perversion ist nun, dass die nichtproduktiven Künstler-Verbands-Funktionäre von den AMAZONEN des GENDER-Kampfes ersetzt wurden. Überall nun Quotenfrauen ohne Werke, das Verbändesystem der Staatssekretärin Frau Grütters in Merkels Bundeskanzleramt, die sich gerne Kunstministerin nennt, haben der Kultusminister-Konferenz der föderalen Kompetenz der Länder im Laufe der vergangenen 50 Jahre quasi abgekauft.

.

Erstaunlich ist schon, dass all diesen Schnepfen in ihren Zirkeln der Kunsthäuser und Gremien-Sitzungen Künstler und Kunstwerke überhaupt nicht fehlen. Während Japaner noch Papierfiguren falten konnten, kippen diese GENDER-AMAZONEN Schnipsel-Haufen zusammen, manchmal sind es vielleicht die Reste des STASI-Schredders.

.

Hier ist also die LISTE der deutschen Künstlerverbände, die aber nur wenige Künstlerverbände sind bzw. der BBK (Bund Bildender Künstler) ist weitreichend ein Verein, dem Jeder beitreten kann, wozu dann noch die Mitgliedschaft für Arbeitslose in der KSK Künstlersozialkasse zugänglich wird. Also Hobbymaler, Freizeitfotografen, strickende Hausfrauen (R. Trockel), pensionierte Lehrer, Sonntagsaquarellisten und Bastelkreise – alle solche Nichtkünstler können durch „Vereinsbeitritt“ zum „Berufskünstler im Deutschen Kulturrat, im Deutschen Kunstrat, im BBK Köln und sonstwo werden. Pinkeln in verschiedenen Farben kann heute als Videokunst digital simuliert werden, während DaDa-isten im Zürcher Kunsthaus zur Waag noch persönlich die Sache in die Hände nehmen mussten.

.

DER DEUTSCHE KUNSTRAT:

.

Der Deutsche Kunstrat ist ein Zusammenschluss von 24 bundesweit organisierten Verbänden der bildenden Künstlerinnen und Künstler, der Kunstvermittler und Kunstverwerter, die über 300.000 Kunstakteure/innen und mehr als 1.600 Institutionen repräsentieren.

Der Deutsche Kunstrat vertritt die Interessen des Kunstbetriebs. Er hat insbesondere das Ziel, der bildenden Kunst die gebührende Geltung zu verschaffen und die kulturpolitischen Rahmenbedingungen mitzugestalten.

Der Deutsche Kunstrat ist eine Sektion des DEUTSCHEN KULTURRATS und dort in allen Fachausschüssen und im Sprecherrat vertreten.

Die Mitglieder des deutschen Kunstrates treffen sich in der Regel zwei Mal jährlich, um über kulturpolitisch relevante Fragen zu diskutieren und  gemeinsame Initiativen zu gestalten. 

Am 16.4.2018 wurden zu Sprecherinnen gewählt:

Dagmar Schmidt (BBK-Bundesverband)
stellv.: Frank Michael Zeidler (Deutscher Künstlerbund)

Wolfgang Suttner (ADKV)
stellv.: Prof. Dr. Beate Reifenscheidt-Ronnisch (ICOM)

.

Wer hier durchblickt, erkennt die Verbände der KUNSTKONSUMENTEN:

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV)

Bundesverband der Fördervereine Deutscher Museen für Bildende Kunst

Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BDVG)

Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer

Bundesverband Deutscher Stiftungen

Bundesverband Kunsthandwerk (BK)

Bundesverband Künstlernachlässe

Cartoonlobby (Industriedienstleister)

Deutscher Museumsbund

Internationaler Museumsrat Deutschland (ICOM)

Internationaler Kunstkritikerverband (AICA)

Kunsthändlerverband Deutschland e.V.

Stiftung Kunstfonds (eine reine Funktionärs-Agentur)

ver.di – Fachgruppe Bildende Kunst (dieses sind DGB-Industriearbeiter)

Verband der Restauratoren (VdR)

Verband Deutscher Antiquare

Verband Deutscher Kunsthistoriker

Verband unabhängiger Kunstsachverständiger

Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (Kulturindustrie)

.

Wer hier durchblickt, erkennt die völlige Minderheitsrolle der Verbände der KUNSTPRODUZENTEN:

.

Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), mit etwa unsicheren, bis zu 30.000 unechten Künstlerienen.

Internationales Künstlergremium (Doppelmitgliedschaften)

Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V. (GEDOK) besteht aus Produzentinnen und Konsumenten

Internationale Gesellschaft der bildenden Künste (nur Doppelmandate)

Deutscher Künstlerbund (weitgehend die Kunstprofessoren in Deutschland, etwa 300 Mitglieder).

.

.

Dietmar Moews meint: Der Ausbau des deutschen Verbändesystems im Bereich von Kunst und Kultur durch neugegründete Nichtregierungs-Organisationen bedeutet die kunstpolitische ENTMÜNDIGUNG der echten Künstler.

.

Wenn sich ein Künstler existenziell selbst vernichten will, wehrt er sich dagegen, bei diesem Käseglockensystem der völligen Klientelisierung mitzumachen. Er muss also mitmachen, sonst findet er nur in unöffentlichen Nischen bzw. nicht statt.

.

Doch der gesamte kapitalistische Sozialstaat benutzt die Normen des Finanzamtes auf berufliche Erwerbserzielung durch Kunst des Künstlers und auf die Mitgliedschaft in einem der Kunstrat-Verbände. (Wer als Mitglied der Künstlersozialkasse ein CORONA-Verdienstausfall erleidet, kann seine KSK-Monatssätze nicht zahlen und erhält postwendend die „RUHENSMAHNUNG“.

Ruhensmahnung bedeutet – wenn du in Not bist und die Krankenversicherung der KSK brauchst, aber wegen Krankheit nichts verdienst, hast du genau in der Situation keine Krankenversicherung (erst wenn alle Rückstände der Krankenversicherungsgeldforderungen ausgeglichen sind, hast du wieder eine KSK).

.

Wenn du an deinen Minister schreibst, erreichst du letztlch nur den Verweis, dich an deinen Berufsverband zu wenden – denn: Es gibt ja schließlich einen unüberschaulichen Riesenkatalog an Kunst- und Künstlerfördermodelle. Dein Verband organisiert dann deine Künstlerpolitik.

.

Ich bin kürzlich aus der Kirche ausgetreten.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: